Online-Shop | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Online-Shop 2014-07-30T14:57:02Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/online-shop Onlinehändler aufgepasst: Verspätete Rückerstattungen kosten jetzt 40 Euro extra http://t3n.de/news/onlinehaendler-e-commerce-40-euro-pauschale-560082/ 2014-07-30T14:57:02Z
Ein neues Gesetz soll vor allem Unternehmen helfen, deren Geschäftskunden sich im Zahlungsverzug befinden. Sie können eine Pauschalgebühr von 40 Euro zusätzlich zu den bestehenden Schulden …

Ein neues Gesetz soll vor allem Unternehmen helfen, deren Geschäftskunden sich im Zahlungsverzug befinden. Sie können eine Pauschalgebühr von 40 Euro zusätzlich zu den bestehenden Schulden verlangen. Im Falle eines wirksamen Widerrufes könnten aber auch Verbraucher ein Anrecht auf die Zahlung haben.

Neues Gesetz soll die Zahlungsmoral von Unternehmen verbessern. (Screenshot: Bundesanzeiger Verlag)
Neues Gesetz soll die Zahlungsmoral von Unternehmen verbessern. (Screenshot: Bundesanzeiger Verlag)

E-Commerce: Händler sollten sich bei einem erfolgreichen Widerruf nicht zu viel Zeit für die Erstattung des Kaufpreises lassen

Mit einem neuen Gesetz will die Bundesregierung die Zahlungsmoral von Unternehmen erhöhen. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass Firmen eine Pauschale von 40 Euro von säumigen Schuldnern fordern können. Die neue Regelung richtet sich bewusst nur an Gewerbetreibende und sieht diese Möglichkeit nicht für Verbraucher vor. Allerdings können Verbraucher ebenfalls eine Pauschale von 40 Euro verlangen, wenn sich ein Händler bei einem wirksamen Widerruf zu viel Zeit für die Rückerstattung des Kaufpreises lässt. Bis zum Eintreffen der Ware könnt ihr jedoch nach wie vor von eurem Zurückbehaltungsrecht gebrauch machen.

Geraten Unternehmer oder öffentliche Auftraggeber in Zahlungsverzug, wird neben der Einführung der pauschalen Gebühr von 40 Euro auch ein erhöhter Zinssatz fällig. Der steigt von acht Prozentpunkten über dem Basiszinsatz auf neun Prozent über dem Basiszinsatz. Eine Vereinbarung zwischen den Vertragspartnern, die Zinszahlungen und Pauschale ausschließt, ist nicht rechtskräftig.

Zahlungsfristen zwischen Unternehmen können grundsätzlich nur noch maximal 60 Tage umfassen

Nach dem neuen Gesetz können Zahlungsfristen nur noch mit einer maximalen Länge von 60 Tagen nach erhalt der Ware oder Dienstleistung vereinbart werden. Längere Fristen müssen ausdrücklich vereinbart werden, ein entsprechender Eintrag in den allgemeinen Geschäftsbedingungen ist damit ungültig. Öffentliche Auftraggeber bekommen noch engere Grenzen gesetzt und sollen in der Regel schon innerhalb von 30 Tagen zahlen müssen. Nur in Ausnahmefällen darf diese Frist auf 60 Tage erhöht werden.

Das Gesetz trat gestern, am 29. Juli 2014, in Kraft und gilt für alle nach diesem Datum zustande gekommenen Verträge. Es empfiehlt sich, die in den eigenen AGB enthaltenen Fristen aufgrund der neuen Gesetzeslage von einem Juristen überprüfen zu lassen. Den Wortlaut der Gesetzesänderung könnt ihr hier einsehen.

via www.shopbetreiber-blog.de

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Kim Rixecker
Es ist angerichtet: Wie Onlinehändler ihren Kunden mit der Lieferung ein Erlebnis verschaffen http://t3n.de/news/e-commerce-kundenbindung-559632/ 2014-07-29T14:47:01Z
Niemand käme auf die Idee Waren in ein Regal zu kippen, ein Preisschild oben drauf zu werfen und das Warenpräsentation zu nennen. Wie sieht es im Versandhandelskarton aus? Eben. Wie das besser …

Niemand käme auf die Idee Waren in ein Regal zu kippen, ein Preisschild oben drauf zu werfen und das Warenpräsentation zu nennen. Wie sieht es im Versandhandelskarton aus? Eben. Wie das besser geht, erfahrt ihr im Artikel.

Wie hinterlasse ich als Onlinehändler einen bleibenden Eindruck? Beim Kundenkontakt, ganz klar. Einen besonders wichtigen Teil nimmt aber der erste fühlbare Kundenkontakt ein. Der erste fühlbare Kundenkontakt ist in der Regel ein emotionales Erlebnis, dass dem Kunden einen bleibenden Eindruck vermittelt. Das emotionale Erlebnis könnte der Onlineshop sein, ein Kontakt mit einem Kundenberater oder: die Lieferung der Bestellung.

Die Lieferung und das Auspacken können Onlinehändler für Kunden tatsächlich zum Erlebnis gestalten: Da der Kunde hier zum ersten Mal physikalisch mit dem Onlinehändler in Verbindung tritt, ist die Chance groß einen bleibenden Endruck zu hinterlassen. Und wer hier einen solchen hinterlässt, weckt Emotionen, verschafft ein abschließendes Kauferlebnis und bindet seine Kunden leichter.

(Screenshot: Outfittery)
Outfittery nutzt kreative Versandverpackungen in Form eines Koffers. Jeder Sendung liegt eine handgeschriebene Notiz vom Outfittery-Kundenberater bei. Im Juni bekamen Outfittery-Kunden zusätzlich gratis eine gebrandete Flasche Bier mitgeliefert. (Screenshot: Outfittery)

Individuell und zur Identität passend: Mit kreativer Verpackung zum Kundenerlebnis

Zwei Gründe können Antriebsfeder für eine verbesserte und kreativere Verpackung sein: entweder um vom Kunden besser wahrgenommen zu werden oder um die schon gute Wahrnehmung der eigenen Marke mit einem positiven Kundenerlebnis zu unterstützen und sich so schlicht von den Mitbewerbern abzuheben.

Wie heißt der Onlinehändler, bei dem du bestellst? Äääh – Keine Ahnung.

Manchmal geht es aber schon um substanzielleres als „nur“ um ein positiveres Kundenerlebnis. Manchmal geht es schlicht um den existenziell wichtigen Punkt überhaupt als Marke wahrgenommen zu werden. Kunden, die über einen externen Vertriebskanal zum Händler gelangt sind, können überraschenderweise oft den Händler namentlich nicht einmal nennen: eBay- oder Amazon-Kunden kaufen gefühlt bei eBay oder Amazon – und nicht beim eigentlichen Onlinehändler.

Ich habe die Probe auf's Exempel oft genug gemacht: „Wo kaufst du deine Tintenpatronen?“ „Bei eBay.“ „Nein, bei wem?“ „Bei eBay, bist du taub?“ Uff. Tief Luft holen. „Du kaufst doch nichts direkt bei eBay, sondern bei einem eBay-Verkäufer. Wie heißt denn der?“ „Äääh. Keine Ahnung.“ Ohne Worte. Onlinehändler, die aus der Konformität eines externen Verkaufskanals ausbrechen wollen, müssen ein besonderes Augenmerk auf einen bleibenden Eindruck bei der Anlieferung ihrer Produkte achten.

Welcher Grund auch ausschlaggebend sein mag: Die Gestaltung des Pakets und der Warenpräsentation im Paket sollte zur Identität des Onlineshops passen: Bin ich Sonnenbrillen-Imbiss24.xx, dann wird eine Imbiss-Analogie aufgegriffen. Lassen sich keine reinen Analogien zur Firmenidentität aufbauen, wird eine Brücke zu den Produkten beziehungsweise zur Branche geschlagen – und so Marke mit Produkt verbunden.

Aufwand und Nutzen des bleibenden Eindrucks

Wieviel Aufwand ein Onlinehändler betreiben sollte um eine optimale Lieferungs- und Warenpräsentation zu erreichen, hängt von mehreren Faktoren ab: Soll nur eine Abgrenzung zum Wettbewerb erreicht werden oder muss die Anzahl der wiederkehrenden Kunden, die Besucherfrequenz, signifikant erhöht werden? Und: Welches Produkt und in welcher Branche wird verkauft? Hochwertigere Produkte mit etwas mehr Aufwand zu verpacken, kommt beispielsweise den Erwartungen eines anspruchsvolleren Klientels entgegen. Die Marketingkosten und der Aufwand sollten auf jeden Fall in einem gesunden Verhältnis zum Wert der Ware stehen.

Abgesehen davon, dass von einer individuellen Warenpräsentation bei der Lieferung jeder Onlineshop profitieren kann, weil der individuellere Auftritt das Profil des Shops schärft, lässt sich der Erfolg dieser Marketingmaßnahme auch in messbaren Zahlen greifen: die Anzahl der wiederkehrenden Kunden kann jedes Business-Intelligence-Tool erfassen. Signifikante Steigerungen dieser Besucherfrequenz können ein Zeichen für einen Erfolg sein.

Fragen die hier helfen: Wieviel Prozent der Kunden haben vor und nach der veränderten Lieferung eine weitere Bestellung platziert? In welchem Zeitraum vor und nach der veränderten Lieferung wurde eine weitere Bestellung platziert? Wie hat sich die Bestellhäufigkeit verändert? Hat sich die Warenkorbhöhe der wiederkehrenden Kunden verändert?

Eine optimale Lieferungs- und Warenpräsentation ist also keine nette Spielerei, sondern kann sich direkt in Besucherzahlen, Bestellzahlen und Umsatzzahlen bemerkbar machen.

Paketgestaltung im E-Commerce

Aus der anonymen Masse herausstechen.

Instinktiv greifen betriebswirtschaftlich denkende Onlinehändler eher zu Versandmaterialien, die ein gutes Preisleistungsverhältnis bieten. Die Verpackung muss ja nicht schön, sondern sicher und praktisch sein. Genau hier wird aber Potenzial verschenkt. Etwas mehr in die Verpackung zu investieren kann sich auszahlen und sollte zu einem Teil auch als Marketingausgabe betrachtet werden. Kosten, die in Verpackung investiert werden, um Kunden tatsächlich zu eigenen Kunden zu machen, kann an anderer Stelle Marketingkosten sparen – und zu einer Umsatzsteigerung führen, wenn einmalige Kunden zu wiederkehrenden Bestandskunden konvertieren.

(Foto: JG. Fuchs)
Knallbunte und auffällige Verpackung mit unübersehbarem Branding bei notebooksbilliger.de (Foto: JG. Fuchs)

Kreative und ausgefallene Ideen sind gefragt, die optimale Auswahl hängt vom Onlineshop ab:

  • Logo und URL großformatig auf dem Paket anbringen.
  • Außergewöhnliche Farben und Gestaltung: ein Shop mit Anglerzubehör könnte blaue Kartons mit aufgedruckten Wellen verwenden.
  • Ungewöhnliche Materialien für die Verpackung verwenden: geriffelter Karton, Jute, Kunststoff.
  • Ungewöhnliche Applikationen anbringen: Den Karton mit einer Angelschnur zusammenbinden.
  • Form und Gestaltung der Pakete: Karton gestaltet wie ein Angelkoffer mit Griff.
  • Klare Kennzeichnung der Öffnungsrichtung auf dem Paket, um das Auspack-Erlebnis für die Warenpräsentation im Paket zu sichern: Oben/Unten.
(Foto: J.G. Fuchs)
Selbst Amazon brandet seine Sendungen mit dem eigenen Logo. (Foto: J.G. Fuchs)

Warenpräsentation im Paket

Öffnet der Kunde das Paket, und blickt in den Karton, wird bereits ein erster Eindruck über die enthaltene Ware vermittelt. Im Regelfall sieht der Kunde jetzt nüchtern eingeschweisste oder eingetütete Waren, eingekreist von Lufpolsterfolien oder einem (hässlichen) Schüttgut. Ware bruchsicher und geschützt zu verpacken ist die erste Priorität. Unbestritten. Aber statt urin-gelber Schüttmaterialien vielleicht mal etwas Angenehmeres? Wenn ich das Beispiel des Anglershops verwende: vielleicht aus Pappe gestanzte Fische? Grundsätzlich gibt es schöne Methoden um auch im Versandkarton für eine schöne Warenpräsentation zu sorgen.

  • Ein formatfüllendes Deckblatt mit dem Logo und der URL des Onlineshops obenauf.
  • Die Waren innerhalb des Pakets in einer passenden Umverpackung präsentieren.
  • Position der Waren innerhalb des Kartons durch Schrumpffolie, Schaumstoff oder ähnlichem kontrollieren und gezielt anordnen.
  • Die bestellten Waren nochmal in einer kreativen Verpackung zusammenfassen: der Angler-Onlineshop kann die bestellten Produkte in einem imitierten Fischer-Netz zusammenhalten.
  • Kreativ gestaltetes Schüttgut verwenden.
  • Düfte können eine Rolle spielen, je nachdem welches Produkt verkauft wird. Nicht um eine besondere Emotion zu wecken, der Mensch reagiert zu unterschiedlich auf Duftnoten um verlässliche und wissenschaftlich belegbare Effekte zu erreichen, sondern um das Produkt zu stützen. Allerdings sind Düfte mit Vorsicht einzusetzen: Schokoladenduft beim Pralinen-Onlineshop könnte funktionieren, der Anglershop ist mit einem Fischgeruch vielleicht schon etwas zu speziell.
(Foto: J.G. Fuchs)
Das Münchner Traditionshaus Lodenfrey gestaltet seine Warensendungen sehr elegant und unterstützt so die Wertigkeit der Produkte. (Foto: J.G. Fuchs)

Dokumente und Beilagen

Alles wird digitalisiert? Sicher, das spart Papier – verhindert aber auch die Möglichkeit, beim Kunden nochmal in Erscheinung zu treten. Das muss aber kein Lieferschein sein, eine persönliche Nachricht tut's auch: „Viel Freude mit Ihrem Einkauf.“ Handgeschrieben oder von Hand unterschrieben – das geht natürlich nicht bei jeder Versandmenge, aber kleine bis mittlere Onlinehändler können solche kleinen persönliche Effekte gut nutzen.

(Screenshot: Trunk Club)
Der Styling-Berater des US-Mode-Ausstatters Trunk Club legt in jede Sendung einen handgeschrieben Zettel für den Kunden. (Screenshot: Trunk Club)

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.

Im hintersten Winkel des Lagers liegt ein Haufen Restposten-Artikel? Der müsste eigentlich katalogisiert und verkauft werden? Manchmal spart man sich die Arbeit auch lieber und legt Kunden ab einem bestimmten Bestellwert eine kleine Gratisbeigabe aus diesem Restposten-Haufen in seine Bestellung. Und nein: Nicht mit der Gratisbeigabe werben. Der Effekt ist viel schöner, wenn unerwartet etwas Kostenloses auftaucht. Erwartungen überzuerfüllen ist die beste Werbung. Kleine Notiz dazu: „Vielen Dank, weil Sie für über 100 Euro bei uns eingekauft haben hier ein kleines Dankeschön.“

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Das ist zwar eine ziemlich plattgetretene Platitüde, trifft aber immer noch zu. Auch ein Päckchen Gummibärchen oder etwas Schokolade. Ganz wichtig ist dabei diese Leistungen nicht wieder einzustellen. Onlinehändler müssen wissen, dass Kunden diese kleinen Dinge irgendwann erwarten. Diese Zugaben werden als zum Geschäftsgebaren gehörig empfunden und vermisst, wenn die kleinen Geschenke entfallen. Es gibt also sozusagen kein zurück mehr. Aus einem Gespräch mit einem Onlinehändler erinnere ich mich gut an sein Erstaunen, als eines Tages sein Telefon nicht mehr still stand: Die Gummibärchen waren überraschend ausgegangen und die Warensendungen sind an einem Tag ohne das Naschwerk versandt worden. Die Kunden hatten die Gummibärchen ernsthaft vermisst.

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Jochen G. Fuchs
E-Commerce-Recht: Die wichtigsten Urteile und Entscheidungen des Monats http://t3n.de/news/e-commerce-recht-wichtigsten-11-557386/ 2014-07-28T13:18:05Z
E-Commerce-Recht: Erste Abmahnungen wegen mangelhafter Umsetzung des neuen Verbraucherrechts in Onlineshops, OLG Hamm zur Erfüllung der Informationspflichten bei eBay und mehrere Gerichte …

E-Commerce-Recht: Erste Abmahnungen wegen mangelhafter Umsetzung des neuen Verbraucherrechts in Onlineshops, OLG Hamm zur Erfüllung der Informationspflichten bei eBay und mehrere Gerichte entscheiden zur Impressumspflicht bei Xing.

Erste Abmahnungen wegen neuem Verbraucherrecht

Trotz umfangreicher Informationen zur Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie schafften sehr viele Händler die Umstellung der Texte in ihrem Onlineshop nicht. Noch heute, über einen Monat nach Inkrafttreten des neuen Rechts, liefert Google bei der Suche nach Formulierungen aus der alten Widerrufsbelehrung zahlreiche Treffer.

Es war zu erwarten, dass die ersten (unseriösen) Kanzleien und Unternehmer schon in den Startlöchern stehen und Abmahnungen verschicken würden. Und so kam es dann auch. Erste Abmahnungen tragen das Datum der Rechtsänderung, also den 13. Juni 2014. Moniert wurde darin überwiegend die Verwendung der bis zum 12. Juni geltenden Widerrufsbelehrung.

Besonders aufgefallen ist dabei die eboxu UG aus Bayreuth, die nur wenige Tage vor der Rechtsänderung, nämlich am 5. Juni, gegründet worden war. Ob dieses Datum nur Zufall ist oder hier der Plan dahinter steckte, ein "Abmahnunternehmen" zu gründen, kann man sich da schon fragen.

Auch inhaltlich waren diese Abmahnungen mehr als fraglich, oder – um es mit den Worten des OLG Düsseldorf zu sagen – eine völlig unbrauchbare anwaltliche Dienstleistung.

Abmahnungen, die am 13. Juni verschickt wurden, dürften in aller Regel rechtsmissbräuchlich sein.

Online-Händler, die jetzt noch immer mit einer alten Widerrufsbelehrung im Shop arbeiten und deswegen abgemahnt werden, können sich nur aufgrund dieses Umstandes nicht mehr auf den Rechtsmissbrauch der Abmahnung berufen. Mittlerweile ist über ein Monat vergangen, die Texte im Shop sollten schon lange umgestellt sein.

(Screenshot: eboxu)
Der Onlineshop der eboxu UG aus Bayreuth. Die Gesellschaft ist besonders durch den Versand von Abmahnungen aufgefallen. (Screenshot: eboxu)

OLG Hamm zu den Informationspflichten bei eBay

Auch bei eBay müssen die Informationspflichten wie in einem „normalen“ Onlineshop erfüllt werden, insbesondere auch die Informationspflichten im elektronischen Geschäftsverkehr. Dazu zählen die nachfolgenden Informationen:

  1. Informationen über die einzelnen technischen Schritte, die zu einem Vertragsschluss führen.
  2. Informationen darüber, ob der Vertragstext nach dem Vertragsschluss vom Unternehmer gespeichert wird und ob er dem Kunden zugänglich ist.
  3. Sowie Informationen über die für den Vertragsschluss zur Verfügung stehenden Vertragssprachen.

Vor dem OLG Hamm ging es um die Frage, wie diese Pflichten bei eBay erfüllt werden können. Der Beklagte hielt diese nämlich unstrittig nicht vor, verteidigte sich aber mit dem Argument, dass diese Informationen bereits in den eBay-AGB enthalten seien, auf die er verwies.

Technische Schritte, die zum Vertragsschluss führen

Die Beklagte informierte unter anderen nicht über die technischen Schritte, die zum Vertragsschluss führen. Der Unternehmer muss hierüber allerdings umfangreiche Informationen zur Verfügung stellen, so das OLG Hamm. Insbesondere muss über Folgendes informiert werden:

  1. Mit welcher Handlung beziehungsweise Erklärung gibt der Kunde seine Vertragserklärung ab.
  2. Mit welcher Handlung beziehungsweise Erklärung gibt der Händler seine Vertragserklärung ab.

Hinweis auf eBay-AGB reicht nicht

Dem Argument des Beklagten, dass diese Informationen bereits in den eBay-AGB enthalten sein, folgte das Gericht nicht. Es sei schon nicht ersichtlich, dass die eBay-AGB bei jedem Geschäft zwischen dem Verbraucher und dem Unternehmer gelten würden.

Als Händler über eBay muss man also die Informationen, die das Gesetz verlangt, in seine eigenen Texte mit aufnehmen, um Abmahnungen zu vermeiden.

E-Commerce-Recht: Impressumspflicht bei XING

In letzter Zeit werden mehrere Rechtsanwälte von einem Kollegen in Anspruch abgemahnt. Der abmahnende Anwalt moniert die XING-Seiten seiner Kollegen, weil dort kein Impressum vorgehalten wird.

Zwar streiten sich hier Rechtsanwälte miteinander, aber das Thema ist auch für Online-Händler interessant. Händler, die ein XING-Profil haben, müssen auf diesem auch ein Impressum vorhalten. Das ist vergleichbar mit der Impressumspflicht bei Facebook-Seiten. Es mag sein, dass die Impressumspflicht bei XING von einigen bestritten wird, hier muss man sich aber genau die Inhalte des XING-Profils betrachten. Es ist daher jedem Händler zu empfehlen, in seinem Profil bei XING ein Impressum einzustellen.

LG Stuttgart: Laut Gericht ist die Unterbringung des Impressumslink auf XING-Profilen unzulässig. (Screenshot: XING)
E-Commerce-Recht: Laut LG Stuttgart ist die Unterbringung des Impressumslink auf XING-Profilen unzulässig. (Screenshot: XING)

Jeden Monat recherchiert t3n-Autor Martin Rätze die wichtigsten Entwicklungen im Onlinehandel für euch. Einen Artikel verpasst? Hier noch mal die wichtigsten Urteile und Entscheidungen aus dem Mai, April und März.

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Martin Rätze
E-Commerce-Fuchs: Wieso Amazon der Teufel ist [Kolumne] http://t3n.de/news/e-commerce-fuchs-amazon-teufel-559377/ 2014-07-27T14:29:46Z
Immer dieses Amazon-Bashing. Muss dass denn sein? Der Onlinehändler hat doch ein tolles Angebot, einen tollen Service? Ja! Es muß sein. Wieso? Das erfahrt ihr in der „E-Commerce-Fuchs“-Kolumne …

Immer dieses Amazon-Bashing. Muss dass denn sein? Der hat doch ein tolles Angebot, einen tollen Service? Ja! Es muß sein. Wieso? Das erfahrt ihr in der „E-Commerce-Fuchs“-Kolumne von Jochen G. Fuchs.„Hör' doch endlich mit dem Amazon-Bashing auf, was soll das denn?“ Der Zuruf eines Lesers hallt noch in meinem Kopf nach, während ich im Garten sitze und mich in der Sonne mit dem Thema für diese beschäftige. Neben mir der Amazon-Eistee, den aufmerksame Leser schon aus meiner letzten Kolumne kennen. Tja. Was soll das denn? Wieso dieses ständige Herumreiten auf dem E-Commerce-Giganten Amazon? Die Headline dieser Kolumne ist ja auch schon wieder völlig überzogen: , der Teufel. Also wirklich. Die machen doch alles richtig: guter Kundenservice, niedrige Preise, schnelle Lieferung. Und so innovativ. „Und du scheinst ja auch ständig da einzukaufen? Mit deinem nervigen Eistee.“ Ja. Ich weiß. Und trotzdem: ist der Teufel.

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Wieso ich Amazon auch weiterhin verteufeln werde, erfahrt ihr in meiner Kolumne. (Foto: Robert Scoble / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Amazons Ambitionen sind gefährlich

Amazon arbeitet gezielt auf eine marktbeherrschende Stellung hin. Viele strategische Entscheidungen nehmen bewusst Verluste in Kauf, um sich Wettbewerbern mit einer geringeren Kapitaldecke gegenüber einen Vorteil zu erwirtschaften. Ein Beispiel unter vielen: Hardware wie der Kindle-E-Book-Reader wird mit Verlust verkauft, um Kunden an Amazon zu binden und so auch einen Teil des Absatzmarktes zu kontrollieren. Versandkosten werden weit unter Selbstkostenpreis im Jahresabo mit dem Prime-Programm angeboten. Die Liste lässt sich fortsetzen. Die strategischen Entscheidungen der letzen Zeit resultieren jetzt in einem Verlust bei Amazon von 126 Millionen US-Dollar, ein Verlust, der im nächsten Quartal noch auf 810 Millionen US-Dollar ansteigen könnte, laut eigener Auskunft zum Quartalsbericht.

Amazon setzt alles daran, den Markt zu beherrschen

Die marktbeherrschende Stellung, die Amazon in vielen Bereichen bereits erreicht hat, ist eine Gefahr für Verbraucher und Händler. Beherrscht ein Unternehmen den Markt, dann besteht die Gefahr, dass im nächsten Schritt Konditionen einseitig diktiert werden. Und das kann beide Seiten betreffen: Händler wie Verbraucher. Händler könnten mit Druck dazu gezwungen werden, bessere Einkaufskonditionen einzuräumen und Kunden könnten durch steigende Preise leiden. Die Strategie, Marktanteile zu kaufen gelangt irgendwann an ein natürliches Ende, auch Amazon kann nur einen begrenzten Zeitraum hinweg Geld verlieren: Dann muss wieder Ertrag eingefahren werden. Preisführerschaft wandelt sich in ein Preismonopol. Die dadurch entstehenden Preisänderungen müssen dabei nicht offensichtlich sein: wenn sich das Preisgefüge einer ganzen Branche sukzessive anhebt, fällt das betroffenen Verbrauchern nicht sofort auf.

„Amazon ist doch so kundenfreundlich, das ist doch etwas Gutes?“

Ja. Amazon ist richtig gut in allen Disziplinen, die Kunden wichtig sind: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Kundenfreundlichkeit, Service und: Amazon führt ein breites Angebot und bietet viele Lösungen für Alltagsprobleme. Das ist sinnvoll und jedes Unternehmen sollte so handeln, keine Frage. Deshalb kaufen wir auch alle gerne bei Amazon ein. Aber nicht vergessen: Amazons unbedingte Kundenorientierung erfolgt nicht aus altruistischen Gründen, sondern um Kunden und deren Umsätze zu binden.

Amazon ist nicht aus Altruismus kundenfreundlich

Die kompromisslose Kundenorientierung von Amazon ist ebenfalls eine PR- und Marketing-Maßnahme. Wahrscheinlich die einzige Marketing-Maßnahme, die Amazon ernsthaft betreibt. Klassische PR ist unüblich, wie Amazon in der Presse dargestellt wird scheint weitestgehend egal zu sein. Amazon ignoriert die Presse, Presseanfragen und deren Berichterstattung. Scheinbar zurecht herrscht die Meinung vor, Amazon stehe über diesen Dingen: Egal wie das Unternehmen sich verhält, welche Kritiken ihm entgegenschallen, der zufriedene Kunde dient als „Schutzschild“. Das geht soweit, dass der zufriedene Kunde kritische Stimmen angreift und nichts auf „seinen“ Nummer-Eins-Onlineshop kommen lässt.

Das Kindle Fire HDX.
Amazon bietet vorbildlichen Kundenservice, keine Frage. Der Videochat-Support Mayday ist ein gutes Beispiel dafür. Kindle Fire HDX (Quelle: Amazon)

Wieso kritisch über Amazon berichtet werden muss

Für die nationale Politik ist es schwierig, multinationale Unternehmen zu kontrollieren und zu regulieren. Bis zur gerade angekündigten Reform der Umsatzsteuer-Regelungen innerhalb der EU hat Amazon seine Steuerlast durch geschickte Auswahl seines Unternehmens-Standorts gesenkt. So verkauft das Unternehmen etwa E-Books bisher von Luxemburg aus nach ganz Europa mit drei Prozent Umsatzsteuer – in Deutschland müssten eigentlich 19 Prozent abgeführt werden. Steuereinnahmen, die dem Land verloren gehen.

Die Politik hinkt den Entwicklungen hinterher. Sie hat es zugegebenermaßen nicht leicht: Frankreich verbietet den kostenfreien Versand von preisgebundenen Büchern. Was macht Amazon? Berechnet einen Cent Versandkosten und die rechtliche Regelung ist ausgehoben. Und vielleicht erfolgt demnächst der Verkauf von E-Books außerhalb der EU. Dann ist wieder eine politische Maßnahme ins Leere gelaufen.

Amazon entzieht sich jeglicher Regulierung

Multinationalen Riesen-Unternehmen, die sich politischer Kontrolle und Regulierung am liebsten entziehen würden, muss der Journalismus auf die Finger klopfen und diese Unternehmen überwachen: deren Handel und dessen Folgen bewerten. Besonders wenn diese Unternehmen eine nahezu marktbeherrschende Rolle einnehmen. Deshalb steht Amazon berechtigterweise oft im Mittelpunkt der kritischen Berichterstattung.

Okay: Amazon ist nicht der Teufel. Aber es kann nicht schaden, teuflisch gut darauf aufzupassen, dass ein nahezu marktbeherrschendes Unternehmen seine Stellung nicht unbemerkt missbrauchen kann.

Deshalb werden wir uns auch bald wieder sehen: beim nächsten Amazon-„Bashing“.

 

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Jochen G. Fuchs
eBay greift Amazon Fire Phone an: Redlaser, die Shopping-App für Google Glass http://t3n.de/news/ebay-redlaser-google-glass-559179/ 2014-07-24T11:30:44Z
Die Shopping-App RedLaser ist eBays erster Schritt zum Glass-Commerce: Eine Preisvergleichs-App, die Nutzer on- und offline schnell zum gesuchten Produkt führen soll. Wir stellen euch die App und …

Die Shopping-App RedLaser ist eBays erster Schritt zum Glass-Commerce: Eine Preisvergleichs-App, die Nutzer on- und offline schnell zum gesuchten Produkt führen soll. Wir stellen euch die App und die Hintergründe zum „Zero-Effort-Commerce“ vor.

RedLaser ist eine Produktsuchmaschine im App-Format: Barcode scannen und das günstigste Produkt anzeigen lassen. Jetzt launcht eBay RedLaser auch für Google Glass. Damit greift eBay eine Entwicklung auf, die Amazon schon mit dem Fire Phone und seinem Feature „Firefly“ voranzutreiben versucht: „Zero-Effort-Commerce“. Je weniger Aufwand der Kunde betreiben muss, um so höher ist die Chance, dass ein Einkauf stattfindet – so die Idee hinter dem Begriff.

(Quelle: google.com/glass)
Google Glass: Noch befindet sich Verbindung zwischen E-Commerce und Wearables in der Entwicklungsphase. (Quelle: google.com/glass)

Redlaser für Google Glass

RedLaser geht bisher mit iOS- und Android-Geräten auf die Suche nach den günstigsten Preisen für ein gesuchtes Produkt. Da RedLaser eine Entwicklung von eBay ist, spuckt die App nach dem Scan eines Barcodes unter anderem auch ein Suchergebnis für ein eBay-Angebot aus – aber nicht hauptsächlich, sondern nur als eines von vielen.

Neben den Angeboten aus diversen Onlineshops zeigt RedLaser auch Angebote lokaler Händler aus der näheren Umgebung an. Kaufen oder bezahlen ist mit RedLaser nicht möglich, die App leitet nur auf das entsprechende Angebot weiter.

(Screenshot: Redlaser)
Screenshots aus der Google-Glass-App RedLaser: Auswahl eines Produkts und Navigation zu einem lokalen Händler.(Screenshot: Redlaser)

Die Funktionen der Smartphone-App sind für die Glass-App übernommen und angepasst worden. Per Sprachsteuerung oder Barcode-Scan geht es zum gewünschten Produkt:

  • „OK, Glass. Find a product“ sucht anhand einer Spracheingabe nach einem Produkt.
  • „OK, Glass. Scan a barcode“ sucht anhand des Barcodes nach einem Produkt.

Lokale und Online-Suchergebnisse werden zuerst parallel dargestellt, dann kann der Nutzer entscheiden, ob er lieber beim lokalen Händler einkaufen geht – oder seine neuen Kopfhörer doch online bestellt. Entscheidet sich der Nutzer für einen lokalen Einkauf, führt RedLaser ihn direkt zum Händler. Entscheidet sich der Nutzer für gar kein Angebot, lassen sich zumindest noch ähnliche Produkte anzeigen.

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RedLaser: Die Produktsuche anhand eines Barcodes. (Screenshot: RedLaser)

Zukunftsaussichten für RedLaser

Monetarisierung ist für die Glass-Commerce-App Redlaser noch keine in Sicht – weder Payment-Option noch ein direkter Kaufen-Button sind vorhanden. Bisher wirkt RedLaser noch wie ein Experiment, das eher dazu dient, Erfahrungen mit dem Nutzerverhalten zu machen, als tatsächlich Erträge abzuwerfen. TechCrunch verweist allerdings auf bestehende eBay-RedLaser-Kooperationen – die laut ungenannter Quellen von der Smartphone-App auch auf die Glass-App erweitert werden sollen. Als Beispiel nennt das Magazin eine Kooperation mit der Elektronik-Kette BestBuy.

Im Gespräch mit TechCrunch verrät eBays Vice-President Steve Yankovich, dass Payment einer der möglichen nächsten Schritte sein könnte. Zusätzlich hat eBay ein Auge auf das Thema Bilderkennungstechnik geworfen, im Moment sei aber noch nicht die nötige technische Grundlage dafür da – die Kameraqualität stehe als Hindernis noch im Weg.

Eine unmittelbare Monetarisierung ist auch angesichts der geringen Verbreitung von Google Glass noch eher unrealistisch, es ist also verständlich, dass eBay erst mal mit den technischen Möglichkeiten experimentiert, bevor sich das Unternehmen den noch in der Ferne liegenden Monetarisierungsmodellen widmet.

Was steckt hinter Zero-Effort-Commerce?

Hauptsächlich geht es hier um das Lieblingskind des E-Commerce: die Konversionsrate. Soundsoviele Menschen interessieren sich für ein Produkt, aber nur ein bestimmter Prozentsatz kauft es. Diesen Prozentsatz zu optimieren, ist die erfolgversprechendste und schnellste Methode zur Umsatzsteigerung. Bei der Optimierung der Konversionsrate geht es vereinfacht ausgedrückt darum, Barrieren abzubauen, die als Hindernis vor einem Kauf stehen.

Im Falle der Glass-App RedLaser geht eBay wohl davon aus, dass der Aufwand für den potentiellen Einkauf schon beim Herausziehen des Smartphones aus der Hosentasche beginnt. Die Nutzung der Brille mit einem Sprachkommando soll also weniger Aufwand bedeuten und sich nahtloser in den Alltag integrieren. Was wiederum in einem Impulskauf enden kann – beziehungsweise enden soll.

Amazon hat kürzlich mit dem Fire Phone und der integrierten Produktsuchfunktion „Firefly“ ein ausgereiftes Instrument für einen Impulskauf vorgestellt. Die Bilderkennungstechnik der Produktsuche ist auch ein gewaltiger Schritt zum Zero-Effort-Commerce, wie ich erst kürzlich in meinem Kommentar „Das Amazon Fire Phone ist kein Smartphone, sondern ein Onlineshop für die Hosentasche“ festgestellt habe.

Zero-Effort-Commerce ist der Traum eines jeden Vermarkters oder Händlers: ein Impulskauf, dem keinerlei Aufwand im Wege steht.

„Ok, Glass! Beam me to Karstadt.“

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Jochen G. Fuchs
Bitcoin, jetzt oder nie: Warum sich die Kryptowährung für deinen Onlineshop lohnt http://t3n.de/news/bitcoin-yolo-kryptowaehrung-558694/ 2014-07-23T08:16:11Z
Trotz der Verunsicherung durch den jüngst gecrashten Marktplatz MTGox setzt Dell jetzt auf Bitcoin. Wir erklären, wieso Bitcoin nicht nur für den Computerhersteller attraktiv ist.

Trotz der Verunsicherung durch den jüngst gecrashten Marktplatz MTGox setzt jetzt auf . Wir erklären, wieso Bitcoin nicht nur für den Computerhersteller attraktiv ist.

Immer mal wieder tauchen Meldungen auf, dass irgendein obskurer seit neuestem Bitcoin akzeptiert. Diese Woche aber vermeldete die New York Times etwas wirklich bemerkenswertes: Dell, einer der größten Computerhersteller der Welt, setzt seit kurzem auf die Kryptowährung. Nach dem lauten Absturz von MTGox durchaus eine Nachricht mit Tragweite.

Gräbt man etwas tiefer, fördert die Suche noch Expedia und CheapAir zu Tage – und ganz frisch die große, deutsche Zeitung taz in Berlin. CheapAir ist eine Reise-Suchmaschine, die mittlerweile rund 1,6 Millionen US-Dollar über Bitcoin eingenommen hat. Und in den USA vermeldet auch Overstock rund 1,6 Millionen US-Dollar Umsatz über Bitcoin – allein im Monat Mai. Und die taz hat an einem Tag mehr als 5.000 Euro eingenommen. Das sind zusammengenommen genug Gründe, um abzuwägen, ob sich der Einsatz von Bitcoin in Onlineshops nicht doch lohnen könnte.

Dell setzt jetzt auch auf Bitcoin. (Screenshot: Dell)
Dell setzt jetzt auch auf Bitcoin. (Screenshot: Dell)

Dell, Expedia und Airbaltic setzen auf Bitcoin: Wieso Bitcoin für Onlinehändler interessant ist

Ganz sicher hat die Einführung der Zahlungsmethode Bitcoin einen Marketing-Effekt. Die erste Airline, die Bitcoin akzeptiert? Airbaltic. Doch hinter dem Marketing lauern durchaus Fettnäpfchen. So hat das Bezahlformular der Fluglinie beispielsweise den gleichen Zahlarten-Aufschlag wie bei einer Kreditkarte – sage und schreibe 5,99 Euro. Das Problem: Bitcoin-Zahlungen zu empfangen, kostet quasi nichts – im Vergleich zur Kreditkarte (Auf Twitter behauptet Airbaltic auf Nachfrage wenig glaubhaft, es sei eine „Handlingsgebühr für das Ticket“). Doch kommen wir zum großen Bitcoin-Vorteil, dem Punkt, der dazu führt, dass große Unternehmen wie Dell und Expedia auf Bitcoin setzen: dem Kosten-Vorteil.

Betriebswirtschaftlich sind Bitcoin-Zahlungen sehr günstig. Je nach Payment-Provider werden nur ein Prozentsatz für den Geldumtausch und eine Überweisungsgebühr berechnet, Coinbase berechnet 0,15 US-Dollar für eine gesammelte Banküberweisung und ein Prozent für den Währungsumtausch – die erste Million US-Dollar ist allerdings frei. Bitpay berechnet entweder ein Prozent für den Währungsumtausch oder alternativ eine monatliche Grundgebühr – dafür entfallen alle weiteren Gebühren. Bitcoin-Zahlungen kosten den Onlinehändler also beispielsweise entweder 0,15 US-Dollar pro Tag (die gesammelte Banküberweisung erfolgt täglich) oder 30 US-Dollar monatlich. Das war's. Kein Disagio, keine weiteren Transaktionsgebühren. Damit ist Bitcoin nicht nur ein nettes Marketing-Instrument, sondern gerade nach harten betriebswirtschaftlichen Fakten eine höchst attraktive Zahlungsmethode.

Expedia nutzt Bitcoin als Zahlungsmethode für Hotelbuchungen in den USA. (Screenshot: Expedia)
Expedia nutzt Bitcoin als Zahlungsmethode für Hotelbuchungen in den USA. (Screenshot: Expedia)

Das Risiko: kalkulierbar

Doch es gibt natürlich auch Risiken. Das schöne Wort Volatilität steht hier, neben der Möglichkeit des Totalverlustes, an erster Stelle. Der Bitcoin-Kurs schwankt stark, als Volatilität bezeichnet man den Schwankungsbereich des Kurses – im Prinzip eine Messgröße für das Risiko. Das Risiko liegt also darin, dass Onlinehändler Bitcoins im Gegenwert des Kaufpreises vom Kunden entgegen nehmen und diese Bitcoins dann bis zum Zeitpunkt des Umtauschs in eine reguläre Währung an Wert verlieren. Die Bitcoin-Dienstleister Coinbase und Bitpay schalten dieses Risiko aus, weil der Wert im Moment des Kaufs im Onlineshop eingefroren und sofort in eine „normale Währung“ umgetauscht wird. Die Auszahlung erfolgt zwar nur in bestimmten Zeitabständen, der Gegenwert für die Bitcoins wird aber sofort gutgeschrieben. Instant-Transfer nennen die meisten Bitcoin-Dienstleister das. Sobald der Umtausch in eine reguläre Währung erfolgt ist, bleibt als einziges Risiko, dass der genutzte Payment-Provider dicht macht. Das Risiko lässt sich durch eine tägliche Auszahlung minimieren.

Um das deutlich heraus zu streichen: Bitcoins sind nicht risikofrei, Bitcoins zu akzeptieren und zu behalten ist ebenfalls nicht risikofrei. Aber wenn der Onlinehändler die Bitcoins nicht behält, sondern unmittelbar nach Erwerb die Bitcoins automatisch in Euro umgewandelt werden, ist das Risiko minimiert.

Bitcoins und die Umsatzsteuer

Aufgrund einer aktuellen Einschätzung des Bundesfinanzministeriums dürfte der Handel mit Bitcoins in Deutschland umsatzsteuerpflichtig sein. Das ist für die Akzeptanz von Bitcoins in einem Onlineshop über die Payment-Provider  Bitpay und Coinbase nicht relevant, da beide Unternehmen in den USA sitzen — die USA sind umsatzsteuerrechtlich ein Drittland und als solches sind dorthin getätigte Transaktionen umsatzsteuerbefreit. In Deutschland erreicht den Händler der Zahlungseingang in Euro, ab hier gelten dann wieder die gewohnten Regeln.

Übersicht: Argumente für Bitcoin als Zahlungsmethode im Onlineshop

  • Weil die großen Bitcoin-Payment-Dienstleister Bitcoin zur günstigsten Zahlungsmethode für Onlinehändler machen. Die Abwicklung der Zahlung  ist bei Bitcoin-Dienstleistern günstig, im Gegensatz zu Kreditkarten mit mehreren Prozent oder anderen traditionellen Zahlungsverfahren. Die Gebühren treten oft erst beim Cash-Out auf und liegen zwischen einem Prozent und Null – plus einer möglichen Gebühr für die Sammel-Überweisung auf das eigene Bankkonto (meist nur wenige Cent).
  • Die beiden großen Dienstleister Coinbase und Bitpay bieten mittlerweile Instant-Transfer als Standard an, die eingehenden Bitcoin-Beträge werden im Moment des Kaufs eingefroren und sofort in eine reguläre Währung konvertiert: keine Angst vor Kursverlusten.
  • Keine ChargeBacks. Gezahlt ist gezahlt. Bei anderen Zahlungsmethoden muss der Onlinehändler noch Rücklastschriften, Widersprüche oder ähnliches mit einkalkulieren.
  • International funktionierende Zahlungsmethode über alle Ländergrenzen hinaus.

Wieso sich die Kryptowährung für nahezu jeden Onlineshop lohnt

Fügt ein Onlinehändler Bitcoin zu seinem Zahlungsmix hinzu, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder hat ein Teil der eigenen Kunden schon eine gewisse Affinität zu Bitcoin – oder eben nicht. Wechseln Bitcoin-affine Kunden von einer anderen Zahlungsart zu Bitcoin, spart der Onlinehändler Transaktionsgebühren. Ist keiner der Bestandskunden daran interessiert, zieht die Verfügbarkeit der Zahlungsweise Bitcoin unter Umständen Bitcoin-Nutzer an und generiert so noch zusätzlichen Umsatz. Enthusiasten suchen auch aktiv nach Möglichkeiten, Bitcoin zum Zahlen zu nutzen, das führt dazu, dass für diese Zielgruppe ein Onlineshop mit Bitcoin-Anbindung attraktiv wird.

Die teilweise doch erstaunlichen Umsatz-Ergebnisse der großen Onlinehändler zeigen, dass es sich lohnen kann, Bitcoin einzuführen. Solange sich der Aufwand für die Einführung in Grenzen hält, kann ein Onlinehändler ohne größere Überlegungen einen Testballon starten, um zu sehen, ob die Einführung der Zahlungsweise in einem Testzeitraum zu einer positiven Veränderung führt. Muss die Anbindung über eine API passieren, weil kein Plugin für das verwendete Shopsystem zur Verfügung steht, helfen vorweggeschaltete Marktforschungsmaßnahmen bei der Abwägung, ob sich der Aufwand lohnt – Kunden-Umfragen über Social-Media-Kanäle beispielsweise, Wettbewerber-Beobachtung beziehungsweise ein Blick über den Tellerrand hinaus, welche internationalen Anbieter im eigenen Segment vielleicht schon eine Integration gewagt haben.

Ein fertiges Bitcoin-Plugin, dass quasi per „Knopfdruck“ die Bezahlung per Bitcoin im Shopsystem aktiviert, gibt es beispielsweise für die in Deutschland weit verbreiteten Shopsysteme Oxid eShop, für Magento, Prestashopcommerce:seo und für den internationalen SaaS-Anbieter Shopify. Für den in Deutschland ebenfalls relevanten großen Open-Source-Shopsystem-Hersteller Shopware ist leider noch kein fertiges Plugin in Sicht.

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Jochen G. Fuchs
Billbee: Multichannel-Tool für Etsy, DaWanda, eBay und Amazon http://t3n.de/news/billbee-multichannel-tool-fuer-557956/ 2014-07-18T12:36:28Z
Ein simples Verkäufertool vereinfacht Online-Händlern, die auf Etsy, DaWanda oder eBay und Amazon tätig sind, das Leben: Billbee automatisiert und beschleunigt die Verkaufsabwicklung.

Ein simples Verkäufertool vereinfacht Online-Händlern, die auf Etsy, oder und tätig sind, das Leben: Billbee automatisiert und beschleunigt die Verkaufsabwicklung. Das Tool und seine Geschichte im Überblick.Eine größere Menge von Bestellungen zu verwalten kann für Online-Händler zu einer intensiven Aufgabe werden: Bestellungen als bezahlt markieren, Rechnungen und Lieferscheine drucken, Versandetiketten erstellen, Bestellungen als versandt markieren. Sind dann auch noch mehrere Verkaufskanäle im Spiel, potenziert sich der Stress: In jedes Verkäuferkonto einloggen und das ganze Spiel von vorne. Vielleicht ist der eigene Onlineshop in der Lage, ein paar Verkaufskanäle zu bündeln, dann wird es etwas leichter. Früher oder später greifen Online-Händler zu einem Verkäufertool oder zu einer Versandhandelslösung – sobald allerdings die etwas exotischeren Marktplätze Etsy und DaWanda im Spiel sind, wird es schwierig mit einem Softwaretool. Aber es gibt Abhilfe: Eine kleine Softwarelösung namens Billbee hat sich im Laufe der Jahre den Status eines Geheimtipps erarbeitet – ein Geheimtipp, den wir euch hier geben möchten. Denn Billbee kann mehr als nur Etsy und DaWanda.

(Screenshot: Billbee)
(Screenshot: Billbee)

Billbee: Verkäufertool für Etsy, DaWanda, eBay, Amazon und diverse Onlineshops

Billbee stellt keine Auktionen oder Angebote ein sondern ist ein Abwicklungstool, vergleichbar mit Afterbuy. Kleinere Online-Händler können mit Billbee Bestellungen aus ihren Onlineshops und Marktplätzen sammeln und verarbeiten. Die vielen manuellen Arbeitsschritte, die bei der Bestellabwicklung anfallen, werden von Billbee durch Automatisierung und Stapelverarbeitung beschleunigt. Die Versandvorbereitung, der Belegdruck und die Kommunikation mit dem Kunden verursacht so weniger Aufwand. Über die Exportfunktion von Billbee können die Umsätze dann an eine Buchhaltungssoftware oder eine Warenwirtschaft übergeben werden.

Das kann Billbee

  • Automatischer Auftragsimport aus vielen Kanälen.
  • Belegdruck: Rechnungen, Lieferscheine, Versandetiketten.
  • Automatischer Zahlungsabgleich über HBCI, Paypal oder importierte Daten.
  • Betriebswirtschaftliche Auswertungen, Umsatzauswertungen, optimaler Einstellzeitpunkt für neue Artikel.
  • Versandexport und Erstellung von Versandscheinen.

Diese Anbieter unterstützt Billbee

Billbee ist ein Nischenanbieter und sich dessen auch bewusst – geschickt wählt der kleine Anbieter auch Nischenkanäle zur Anbindung aus, um sich von der Konkurrenz der mächtigen und umfangreichen Multichannel-Anbieter auf dem Markt abzuheben.

Auftragsimport:

  • Etsy, DaWanda, eBay, Amazon
  • Shopify, Bigcartel, Avocadostore, 1&1, epages
  • xt:commerce, Magento, Shopware,
  • Gambio, opencart
  • Jimdo, Textalk, WooCommerce
  • Paypal
  • Afterbuy

Datenexport:

(Screenshot: Billbee)
Übersicht über die möglichen Daten-Exporte. (Screenshot: Billbee)

Billbee als Brücke zwischen Afterbuy, Etsy und DaWanda

Über die Shop- und XML-Schnittstelle von Afterbuy ist Billbee in der Lage, eingegangene Bestellungen an Afterbuy zu übergeben. Das ist für Online-Händler interessant, die selbst Afterbuy zur Auftragsabwicklung nutzen und lediglich Etsy und DaWanda-Aufträge an Afterbuy übergeben wollen. Das Afterbuy-System arbeitet alleinstehend nicht mit Etsy und DaWanda.

Das kostet Billbee

Der vorteilhaften Kostenstruktur von Billbee merkt man an, dass ein Online-Händler beziehungsweise eine Online-Händlerin hinter der Idee steckt: Es gibt keine monatlichen Grundgebühren, es wird lediglich eine Gebühr von wenigen Cent pro Auftrag fällig. Die gesammelte monatliche Gebühr ist dabei gedeckelt auf 34 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

Transaktionsgebühren:

  • Warenwert bis 3 Euro: kostenfrei.
  • Warenwert bis 7 Euro: vier Cent
  • Warenwert über 7 Euro: acht Cent
  • Maximal 34 Euro pro Monat.

Transaktionen für einen Auftrag fallen an, sobald eine der nachfolgenden Aktionen ausgeführt wird: Erstellen von Rechnungen, Lieferscheinen und Auftragsbestätigungen für Aufträge, Erstellen von Adressetiketten für Aufträge, Erstellen von Datenexporten für Aufträge, Weiterleiten von Aufträgen an Schnittstellen wie Afterbuy, DHL Intraship, Hermes, DPD, iLoxx, und so weiter. Download von Rechnungen/Dateien durch Endkunden über das Kundenportal und die automatische Zuordnung von Zahlungen zu Bestellungen durch den Zahlungsimport.

Hilfe zur Selbsthilfe: Wie Billbee entstanden ist

Jan Krause hat in seiner Freizeit seiner Frau Jutta unter die Arme gegriffen und die Versandabwicklung und den Bürokram für ihre DaWanda-Verkäufe übenrommen. Irgendwann beschloss der Informatiker die täglich ablaufenden stupiden Vorgänge zu vereinfachen und entwarf Billbee.

Meine Frau Jutta verkauft unter dem Namen fritzepupitze bei DaWanda Kinderkleidung und andere Dinge und an mir blieb die „lästige“ Arbeit wie Rechnungen schreiben, Geldeingang prüfen und Versandetiketten drucken hängen. Da mir „Fließbandarbeit“ ziemlich schnell auf die Nerven geht, hatte ich bald keine Lust mehr, die Adress- und Bestelldaten aus der DaWanda Seite in Excel- oder Worddokumente zu kopieren.

18. Juli 2014 | Jan Krause am 27. April 2011 im DaWanda-Blog

Das Tool und seine Hintergrundgeschichte wurde im DaWanda-Blog vorgestellt und so nahm das Schicksal seinen Lauf. Jan's Frau Jutta verkauft seit Januar 2013 nichts mehr auf DaWanda. Billbee ist geblieben.

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Jochen G. Fuchs
t3n JOBS: Projektleiter, Shop-Manager oder User-Experience-Designer - Viele freie Jobs zu vergeben http://t3n.de/news/t3n-jobs-projektleiter-557593/ 2014-07-18T07:47:50Z
Einmal pro Woche verweisen wir hier auf aktuelle und interessante Jobangebote aus unserer Stellenbörse „t3n JOBS“. Diesmal können wir euch 20 Angebote aus insgesamt 316 geschalteten Anzeigen …

Einmal pro Woche verweisen wir hier auf aktuelle und interessante Jobangebote aus unserer Stellenbörse „t3n JOBS“. Diesmal können wir euch 20 Angebote aus insgesamt 316 geschalteten Anzeigen aus verschiedenen Bereichen vorstellen. Egal ob Frontend- oder PHP-Entwickler, User-Experience-Designer oder Content-Manager – bei den folgenden ist sicherlich ein Angebot für dich dabei.

Softwareentwickler ERP / WEB (m/w)gmunder

  • GMUNDNER KERAMIK MANUFAKTUR GMBH
  • 4810 Gmunden, Österreich

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Projektleiter – webbasierte Softwareentwicklung (m/w)Delphin Technology

  • Delphin Technology AG
  • 51427 Bergisch Gladbach

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Software-Entwickler (w/m) für WebanwendungenContigo Energie

  • Contigo Energie AG
  • 44787 Bochum

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Web-Frontend Developer (m/w)Strato

  • STRATO AG
  • 10587 Berlin

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Shop-Manager E-Commerce (m/w)rdlgroup

  • RDL Group GmbH
  • 85521 Ottobrunn bei München

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(Junior) Shop Manager (w/m)Outletcity

  • OUTLETCITY METZINGEN
  • 72555 Stuttgart

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Referent e-Marketing (m/w)sparkassen versicherung

  • SV SparkassenVersicherung Holding AG
  • 70376 Stuttgart

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Product Owner (m/w)go4web 200 x 200

  • GO4WEB Internet Agentur
  • 6005 Luzern, Schweiz

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Frontend-Web-Entwickler/inCampoint

  • campoint AG
  • 63500 Seligenstadt nahe Aschaffenburg

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Web-Entwickler (m/w) PHPlimango

  • Limango
  • 80339 München

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Web Developer - JavaScript (m/f)Realtime Technology

  • Realtime Technology AG
  • 81671 München

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(IT-) Project Manager Portal-/ Weblösungen (w/m)logo_gls

  • GLS IT Services GmbH
  • 36286 Eschborn

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Online Shopmanager-/in befristet für 1 Jahrotto

  • Otto (GmbH & Co KG)
  • 22172 Hamburg

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Frontend-Entwickler (m/w) - Customer Self Care-Portallogo_1und1

  • 1&1
  • 76135 Karlsruhe

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User Experience Designer (m/w)logo_1und1

  • 1&1
  • 76135 Karlsruhe

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Product Manager (m/w)logo_autoscout24

  • AutoScout24
  • 81673 München

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Entwickler (m/w) SharePoint & WebDeloitte

  • Deloitte & Touche GmbH
  • 40476 Düsseldorf

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Sr Content Manager (Web), Amazon Instant Video (m/w)Amazon

  • Amazon
  • 80807 Munich

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Softwareentwickler Webanwendungen (m/w)Liebherr

  • Liebherr-IT Services GmbH
  • 88457 Kirchdorf an der Iller

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DIGITAL MARKETING SPECIALIST (M/W)Corpus Sireo

  • CORPUS SIREO Holding GmbH & Co. KG
  • 50931 Köln

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Web Developer(in)hemrisch und hannot

  • Heimrich & Hannot GmbH
  • 01069 Dresden

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Noch mehr Stellenanzeigen gibt es in der Stellenbörse t3n . Wer selbst gerne ein Jobangebot aufgeben möchte, findet hier alle notwendigen Informationen:

t3n self jobs

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Sarah Weber
Retourenkosten berechnen oder nicht? Kostenloser Kalkulator hilft Onlinehändlern http://t3n.de/news/retourenkosten-berechnen-nicht-557809/ 2014-07-17T13:44:31Z
Retourenkosten können Onlinehändler ihren Kunden auferlegen. Ob sich das betriebswirtschaftlich lohnt oder nicht und welches Retouren-Szenario das Beste für den eigenen Shop ist, das berechnet …

Retourenkosten können Onlinehändler ihren Kunden auferlegen. Ob sich das betriebswirtschaftlich lohnt oder nicht und welches Retouren-Szenario das Beste für den eigenen ist, das berechnet jetzt ein kostenloser Retourenkosten-Kalkulator.Retourenkosten stellen in der Kalkulation eines Onlinehändlers einen wichtigen Posten dar. Ein Teil dieser Kosten sind die Versandkosten für die Retourensendung – die Rücksendekosten. Seit die neue Verbraucherrechte-Richtlinie im letzten Monat eingeführt wurde, könnten Onlinehändler ihren Kunden diese Rücksendekosten auch auferlegen. Aber was könnten die Auswirkungen auf den Umsatz sein?

Viele Kunden dürften die Auferlegung solcher Kosten nicht als sonderlich kundenfreundlich empfinden. Bleiben dann Bestellungen aus? Und wenn ja: wieviele? Oder besser gefragt: Lohnt es sich vielleicht aus betriebswirtschaftlicher Sicht, ein paar Bestellungen zu verlieren und dafür etwas mehr Ertrag zu erwirtschaften? Ein Retourenkosten-Kalkulator der Goethe-Universität Frankfurt soll Onlinehändlern bei diesen Fragen helfen.

#FLICKR#
Pakete raus, Retouren rein. Die Retourenquote darf für Onlinehändler nicht zum Ertrags-Grab werden. (Foto: mdornseif / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Der Retourenkosten-Kalkulator

Der Kalkulator errechnet anhand einiger betriebswirtschaftlicher Kennzahlen mit einer wissenschaftlichen Berechnungsmethode, wie sich der durchschnittliche Gewinn entwickeln würde und in welcher Höhe sich die Anzahl der Bestellungen verändern müsste, um wieder den aktuellen Durchschnittsgewinn zu erzielen. Onlinehändler brauchen zur Nutzung des Retourenkosten-Kalkulators natürlich einige Kennzahlen:

  • Durchschnittliche Retourenquote
  • Durchschnittlicher Deckungsbeitrag (pro Bestellung)
  • Durchschnittliche Prozesskosten (pro retournierter Bestellung, ohne Versandkosten)
  • Durchschnittliche Akquisitionskosten/Werbekosten (pro Bestellung)
  • Anfallende Versandkosten (pro Bestellung)
  • Vom Kunden bezahlte Versandkosten (pro Bestellung)
  • Vom Kunden bezahlte Retourenkosten (pro retournierter Bestellung)
(Screenshot: return-cost-calculator.com)
So sieht die Eingabe-Maske des Retourenkosten-Kalkulators aus. (Screenshot: return-cost-calculator.com)

Mit dem Retourenkosten-Kalkulator lassen sich damit die verschiedenen Möglichkeiten durchrechnen, die aktuell rechtlich zulässig sind, die Ergebnisse werden in einer tabellarischen Übersicht angezeigt. Der Kalkulator ist ein Projekt des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt und wurde von drei Wissenschaftlern ins Leben gerufen.

(Screenshot: return-cost-calculator.com)
Der Retourenkosten-Kalkulator berechnet gleich mehrere Szenarien auf einen Rutsch. (Screenshot: return-cost-calculator.com)

Wichtig: Eine Retouren-Strategie entwickeln

Die betriebswirtschaftliche Kalkulation der Folgen aus den verschiedenen Szenarien ist wichtig, sollte aber nicht die einzige Entscheidungsgrundlage für die Beantwortung der Frage sein, ob Retourenkosten nun dem Kunden auferlegt werden oder nicht – sondern nur ein Entscheidungsbaustein bei der Entwicklung einer Retourenstrategie. Mehr zu den Hintergründen findet sich in unserem Artikel „E-Commerce: Die Suche nach dem Ausweg aus dem Retouren-Dilemma“.

Trotz meiner damaligen Spekulationen hat Amazon gerade erst klar entschieden, die alte Praxis weiterzuführen und im Rahmen der bisherigen 40-Euro-Grenze keine Retourenkosten an Kunden weiterzureichen. Onlinehändler, die es genauso handhaben wollen, finden in unseren Artikeln „Retouren verringern: 5 Tipps, die deine Quote senken“ und „E-Commerce-Studie: So vermeiden Online-Händler Retouren“ Hinweise zu den Möglichkeiten, die Retourenquote zu verringern.

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Jochen G. Fuchs
Droh(n)en fliegende Pakete am Himmel? [Developer Week] http://t3n.de/news/drohnen-fliegende-pakete-557456/ 2014-07-16T12:14:00Z
Amazon macht ernst in Sachen Paketzustellung per Drohen: Letzte Woche hat der Online-Händler bei der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA eine Erlaubnis zum Test der Drohnen an seinen Standorten …

macht ernst in Sachen Paketzustellung per Drohen: Letzte Woche hat der bei der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA eine Erlaubnis zum Test der Drohnen an seinen Standorten beantragt. Werden wir demnächst also filigrane Mikro-Fluggeräte vor unseren Haustüren vorfinden, die ein Paket zustellen möchten?

Auf der IT-Entwicklerkonferenz Developer Week in Nürnberg wurde die Technologie der Drohnen anhand verschiedener Quadrocopter-Modelle vorgeführt, die von den Teilnehmern auch selbst gesteuert werden durften. Flugschullehrer Hannes Schmalzer entführte die IT-Entwickler in die Welt der Maker.

Schmalzer hält den Einsatz von Drohnen zur Paketauslieferung aktuell noch für Zukunftsmusik. Abgesehen von flugrechtlichen Hürden, die mit der Deutschen Flugbehörde erst mal geklärt werden müssten, ist die Technologie noch längst nicht ausgreift. Es brauche noch fünf bis zehn Jahre Forschung, bis die Drohnen tatsächlich Pakete zustellen könnten.

Hannes Schmalzer bei der Vorführung einer Drohne. (Foto: Developer Week)
Hannes Schmalzer bei der Vorführung einer Drohne. (Foto: Developer Week)

Entwicklungsbedarf sieht er insbesondere noch in der Präzision der GPS-Programmierung. Für eine Paketzustellung müsste die zentimetergenau orten können – die Abweichung der GPS-Daten beträgt derzeit jedoch noch bis zu zehn Meter. Zu ungenau für eine sichere Zustellung.

Drohnen sind nicht nur für den Online-Handel der Zukunft praktisch

Schmalzer erläuterte den Teilnehmern weitere Möglichkeiten des Drohen-Einsatzes: „Ich könnte mir beispielsweise gut vorstellen, dass Drohnen im Rettungsdienst großen Nutzen bringen können.“ Hierzu müssten Software-Entwickler die GPS-Daten mit Geodaten verknüpfen, um eine Topografie des Geländes zu ermitteln. Bei der Bergrettung könnten mit solch programmierten Drohnen zum Beispiel Menschen in Lawinen geortet werden, ohne das Leben der Rettungskräfte aufs Spiel zu setzen, ist Schmalzer überzeugt.

Spaß hatten die IT-Entwickler beim Ausprobieren der Quadrocopter allemal. Wer diese selbst mal testen möchte, kann kleine Quadrocopter bei Amazon zum erschwinglichen Preis von rund 50 Euro käuflich erwerben. Und die bekommt man (noch) auf dem herkömmlichen Weg per Post geliefert.

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t3n Redaktion