Online-Shop | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Online-Shop 2014-08-19T14:22:29Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/online-shop Retargeting: Warum nutzt keiner diesen einfachen Trick für mehr Umsatz im E-Commerce? http://t3n.de/news/nutzt-keiner-diesen-einfachen-562808/ 2014-08-19T14:22:29Z
Der Warenkorb ist voll, doch der Bestellvorgang wird abgebrochen. Was Online-Händler im ersten Moment zur Verzweiflung bringt, kann gleichzeitig eine große Chance sein, Kunden zu binden und …

Der Warenkorb ist voll, doch der Bestellvorgang wird abgebrochen. Was Online-Händler im ersten Moment zur Verzweiflung bringt, kann gleichzeitig eine große Chance sein, Kunden zu binden und verloren geglaubte Umsätze doch noch zu generieren. Immer mehr amerikanische Shops nutzen dazu gezielte Rabatt-Mails, die den User zum Kauf bewegen sollen. Und in Deutschland? Wir haben sechs große Seiten getestet.

Da in diesem Artikel des Öfteren von „Wir“ die Rede ist, eine kleine Anmerkung vorab: „Wir“ sind in diesem Fall – der Artikel ist eine Übernahme – die OnlineMarketingRockstars. Euer t3n-Team.

Update vom 20. August 2014: Kunden eine Erinnerungsmail an einen „abgebrochenen“ Warenkorb zukommen zu lassen, ist in Deutschland nur unter bestimmten Bedingungen rechtlich zulässig: Der Kunde muss während der Registrierung seine ausdrückliche Zustimmung zum Empfang dieser Werbemail bei der Registrierung per Checkbox erteilen. Mehr Informationen zu den rechtlichen Hintergründen gibt t3n-Autor Martin Rätze im Shopbetreiber-Blog.

Mit dieser simplen Methode werden Kaufabbrecher konvertiert – in USA fast schon Standard, hier nutzt es nur Adidas

Bevor wir den Warenkorb beim jeweiligen Shop mit Artikeln gefüllt haben, mussten wir natürlich eine gültige E-Mail-Adresse hinterlegen, um eventuelle Rabatt-Mails auch erhalten zu können. Schon hier fielen die ersten Unterschiede auf: Während bei einigen Shops eine ausführliche Account-Registrierung inklusive Adresse notwendig war, reichte es manchmal auch aus, lediglich eine E-Mail-Adresse anzugeben und diese zu bestätigen.

Zalando

Nach dem Bestücken des Zalando-Warenkorbs passierte im E-Mail-Postfach erst einmal gar nichts. Auf Basis der letzten Bestellung werden zwar immer wieder dazu passende Waren angeboten und es gäbe einen 5-Euro-Gutschein für ein Newsletter-Abo, gezielte Mails zum noch vollen Warenkorb gab es aber nicht. Da Zalando aber sicher über ein sehr smartes Marketing-Team verfügt, vermuten wir, dass der Ansatz schon getestet wurde. Eine Wiederansprache via Re-Targeting reicht möglicherweise aus. Uns hat es zumindest überrascht.

Zalando. (Quelle: Online Marketing Rockstars)
Zalando. (Quelle: Online Marketing Rockstars)

H&M

Die Anmeldung beim Online-Shop von H&M ging schnell und erforderte lediglich die Angabe einer E-Mail-Adresse und eines Passworts. Bis auf eine Begrüßungsmail haben wir aber, trotz gefülltem Warenkorb, keine Nachrichten mehr erhalten.

Otto

Auch beim Online-Shop des Hamburger Otto-Konzerns warteten wir vergeblich auf einen speziellen Rabatt für Artikel in unserem Warenkorb. Immerhin gab es hier aber mit der Begrüßungsmail einen Sparvorteil von fünf Prozent auf den ersten Einkauf.

Otto. (Quelle: Online Marketing Rockstars)
Otto. (Quelle: Online Marketing Rockstars)

Fahrrad.de

Um nicht nur die Fashion-Branche in unserem kleinen Test abzudecken, versuchten wir unser Glück ebenfalls bei fahrrad.de. Hier erforderte die Anmeldung direkt die Eingabe einer Adresse und dauerte damit etwas länger. Einen nachträglichen Rabatt auf Artikel im Warenkorb gab es nicht. Dafür wurde uns nach der gleichzeitigen Anmeldung für den Newsletter ein Gutscheincode über zehn Euro zugeschickt.

Nike

Neben einer einfachen Begrüßungsmail ist der Online-Shop von Nike der erste in unserem Test, der uns per Mail auf unseren noch vollen Warenkorb aufmerksam gemacht hat. Einen Rabatt bekamen wir auf die Artikel nach über einer Woche aber ebenfalls nicht.

Nike. (Quelle: Online Marketing Rockstars)
Nike. (Quelle: Online Marketing Rockstars)

Adidas

Der direkte Konkurrent aus Herzogenaurach in Deutschland betreibt von den sechs von uns getesteten Online-Shops das aggressivste E-Mail-Marketing. Direkt nach der Registrierung trudelte ein 14 Tage gültiger Rabattcode von 15 Prozent auf den nächsten Einkauf bei Adidas ein. Noch am selben Tag wurden wir per Mail daran erinnert, dass sich noch Artikel in unserem Warenkorb befinden. Einen Tag später folgte die nächste Mail, die neben einer erneuten Erinnerung zusätzlich eine kostenlose Rücknahme der Artikel versprach. Und genau eine Woche nach dem abgebrochenem Einkauf erhielten wir schließlich die dritte Erinnerungs-Mail, mit der uns für den Kauf der Artikel zehn Prozent Rabatt auf den nächsten Einkauf angeboten wurden.

Adidas. (Quelle: Online Marketing Rockstars)
Adidas. (Quelle: Online Marketing Rockstars)

Sind E-Mail-Rabatte in Amerika beliebter?

Die Methode, Nutzern mit vollen aber nicht gekauften Warenkörben Rabatte per E-Mail anzubieten, ist nicht gänzlich neu. Das Blog Rather-Be-Shopping.com listet in einem Artikel insgesamt 17 amerikanische Online-Shops auf, die teilweise hohe Rabatte von bis zu 30 Prozent auf volle Warenkörbe geben. Darunter befinden sich unter anderem auch hierzulande sehr prominenten Marken wie Toys R Us und Levi’s.

Der kleine Test zeigt deutlich: Es kann sich für den Nutzer richtig lohnen, einen Bestellvorgang nicht sofort abzuschließen und auf nachträgliche Rabatte zu warten. Zwar steckt diese Art des Retargetings in Deutschland scheinbar noch in den Kinderschuhen, Adidas und die Beispiele aus Amerika sollten für Online-Shop-Betreiber aber Motivation genug sein, es ebenfalls einmal auszuprobieren. Unbedingt bedacht werden sollte dabei allerdings ein Rabatt-Limit pro Account, welches ein gezieltes Ausnutzen aus User-Sicht ausschließt.

Was haltet ihr von solchen Rabatt-Mails? Kennt ihr noch weitere Beispiele?

Ursprünglich publiziert bei Online Marketing Rockstars.

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Online Marketing Rockstars
M-Commerce: 10 Tipps für bessere mobile Onlineshops http://t3n.de/news/m-commerce-mobile-onlineshops-562652/ 2014-08-18T12:33:50Z
Mobile Onlineshop-Optimierung gehört zur Pflicht und längst nicht mehr zur Kür. Wo Onlinehändler ansetzen können, um den eigenen Onlineshop für mobile Endgeräte und den M-Commerce zu …

Mobile Onlineshop-Optimierung gehört zur Pflicht und längst nicht mehr zur Kür. Wo Onlinehändler ansetzen können, um den eigenen Onlineshop für mobile Endgeräte und den M-Commerce zu optimieren, zeigt unser Zehn-Punkte-Überblick.

Kunden von Onlineshops sind längst mobil geworden: Smartphone raus, Preis vergleichen und auch gleich mobil kaufen. Leider sind viele Onlineshops immer noch nicht angenehm zu bedienen auf dem Smartphone, oft überwiegt Käufer-Frust die Einkaufs-Lust. Wo Onlinehändler ansetzen können, um den eigenen Onlineshop für mobile Endgeräte zu optimieren zeigt E-Commerce-Expertin Nicole Rüdlin, Leiterin der E-Commerce-Messe „Internet World“ in Ihrem Gastartikel „Shop in der Hosentasche“ im t3n Magazin 37. Die wichtigsten Erkenntnisse zur ersten Orientierung bei der Webshop-Optimierung aus dem Artikel wollen wir euch nicht vorenthalten:

banking smartphone
M-Commerce: Onlineshops müssen für mobile Endgeräte optimiert werden. © apops - Fotolia.com

M-Commerce: Zehn Tipps für bessere mobile Webshops

  1. Gestalten Sie Ihren Online-Shop so, dass er auf allen Geräten sofort wiedererkennbar ist!
  2. Platzieren Sie Ihre Suchfunktion prominent, nutzen Sie Autovervollständigung und arbeiten Sie mit Filtern!
  3. Stellen Sie Ihre Call-to-Action-Buttons in den Vordergrund, gestalten Sie sie wurstfingerfreundlich und rufen Sie immer wieder zu Aktivitäten auf!
  4. Gestalten Sie die Menüstruktur kurz und knapp! Bieten Sie Nutzern an jeder Stelle im mobilen Shop die Möglichkeit, unkompliziert zur Startseite zurückzukehren!
  5. Vermeiden Sie, dass Benutzer zoomen müssen und stellen Sie Fotos im Vollbild dar!
  6. Informieren Sie den Nutzer darüber, ob ihr Shop für Quer- oder Hochformat optimiert ist!
  7. Gestalten Sie Eingabemasken effizient und übersichtlich. Beziehen Sie Drittanbieter ein, um Datenfelder schneller auszufüllen! Fragen Sie mobil nur Daten ab, die unbedingt erforderlich sind und prüfen Sie Formulare in Echtzeit, um Benutzer sofort auf fehlende Informationen hinzuweisen.
  8. Verzichten Sie auf eine Registrierungspflicht, damit Kunden einkaufen können!
  9. Bieten Sie Click-to-Call-Services für komplexere Angebote!
  10. Informieren Sie Benutzer verständlich darüber, warum Sie seinen Standort analysieren möchten!

 

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Jochen G. Fuchs
Amazon weiter unter Beschuss: 100 deutsche Autoren kritisieren Praktiken des Onlinehändlers http://t3n.de/news/amazon-beschuss-100-deutsche-562426/ 2014-08-15T06:21:33Z
Nach ihren US-amerikanischen Kollegen machen nun auch deutsche und deutschsprachige Autoren ihrem Ärger über die Geschäftspraktiken von Amazon Luft. 100 von ihnen unterschrieben einen Protestbrief …

Nach ihren US-amerikanischen Kollegen machen nun auch deutsche und deutschsprachige Autoren ihrem Ärger über die Geschäftspraktiken von Amazon Luft. 100 von ihnen unterschrieben einen Protestbrief an Amazon-Boss Jeff Bezos.

Über 100 deutsche und deutschsprachige Autoren, darunter Ingrid Noll, Günter Wallraff und Elfriede Jelinek, haben einen Protestbrief an Amazon-Boss Jeff Bezos unterzeichnet, in dem die Geschäftsmethoden des Onlinehändlers angeprangert werden. Bücher würden als Geiseln genommen, heißt es in dem Schreiben, das nächste Woche veröffentlicht werden soll, und das dem Handelsblatt vorliegt.

Amazon soll Auslieferung von Büchern verzögern, um höhere E-Book-Preise durchzusetzen. #FLICKR#
Amazon soll Auslieferung von Büchern verzögern, um höhere E-Book-Preise durchzusetzen. (Foto: Aurelijus Valeiša / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

In dem Protestbrief werfen die Autoren Amazon vor, das Unternehmen manipuliere Empfehlungslisten und nehme sie und ihre Bücher als Druckmittel, „um noch mehr Rabatte zu erzwingen“. Laut den Autoren verlangsame Amazon die Auslieferung von Büchern einzelner Verlage. Diese Verzögerungstaktik bei Büchern von Verlagen, die sich gegen Amazon zur Wehr setzten, gehöre zum Alltag, kritisiert Regula Venske, Generalsekretärin des PEN Zentrums Deutschland, gegenüber dem Handelsblatt.

900 US-Autoren unterschreiben offenen Brief an Amazon

Zuvor hatten bereits rund 900 US-amerikanische Autoren dem Onlinehändler in einem offenen Brief, der auch in einer ganzseitigen Anzeige in der New York Times erschien, vorgeworfen, er nehme Bücher als Geiseln. Zu den Unterzeichnern dieser Protestnote gehörten unter anderem Stephen King und John Grisham. Hintergrund der Auseinandersetzung ist ein Streit zwischen Amazon und dem US-Verlag Hachette. Amazon will niedrigere E-Book-Preise durchsetzen.

Nach dem offenen Brief der US-Autoren an Amazon hatte der Konzern mit einem eigenen offenen Brief auf die Kritik reagiert und Verlagen und Schriftstellern vorgerechnet, dass sie mit E-Book-Preisen von 9,99 statt 14,99 US-Dollar sowohl mehr verkaufen als auch mehr verdienen würden. Anschließend forderten beide Seiten die Kunden auf, sich via E-Mail beim jeweiligen Konkurrenten zu beschweren.

In Deutschland hatte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Ende Juni Beschwerde beim Bundeskartellamt gegen Amazon eingereicht. Der Onlinehändler verzögere „die Auslieferung von gedruckten Büchern der Verlagsgruppe Bonnier, um höhere Rabatte beim Einkauf von E-Books zu erzwingen“, hieß es dazu in einer entsprechenden Aussendung. Amazon hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

via www.handelsblatt.com

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Jörn Brien
Der neue Klarna-Checkout zu attraktiven Konditionen - Jetzt für alle t3n-Kunden, die Shopware nutzen [Sponsored Post] http://t3n.de/news/klarna-checkout-561251/ 2014-08-08T08:50:49Z
Klarna-Checkout ist ein vereinfachtes Verfahren für den Checkout im Onlineshop. Shopware bietet Kunden und t3n-Lesern vergünstigte Konditionen zum Einstieg.

Klarna-Checkout ist ein vereinfachtes Verfahren für den Checkout im Onlineshop. Shopware bietet Kunden und t3n-Lesern vergünstigte Konditionen zum Einstieg.

Shopware bietet ab sofort die Checkout-Lösung Klarna-Checkout an. Klarna-Checkout ermöglicht allen Endkunden ein einfaches Einkaufserlebnis und beinhaltet die beliebtesten Zahlungsarten. Ab dem zweiten Einkauf müssen lediglich die E-Mail-Adresse und die Postleitzahl eingegeben werden – Daten, die Endkunden ohnehin immer im Kopf haben. Dies vereinfacht das Einkaufen und erhöht die Konversionsrate – vor allem auf Smartphones und Tablets.

Das sind die Konditionen für Klarna-Checkout

header-handAllen gemeinsamen Kunden von t3n und Shopware, die sich bis zum 15. August 2014 für Klarna-Checkout entscheiden, werden attraktive Konditionen angeboten. Klarna erlässt sowohl die Startgebühr in Höhe von 299 Euro als auch die monatliche Gebühr von 59 Euro - 12 Monate lang. Alles in allem ergibt dies eine Gesamtersparnis von 1007 Euro. So können sich Nutzer günstig und in Ruhe von den Vorteilen des Klarna-Checkouts für ihren Onlineshop überzeugen.

„Mobile first“-Design für höhere Konversionsraten

Klarna-Checkout wurde von Beginn an dafür entwickelt, die Konversionsrate von Online-Händlern auf allen Endgeräten zu verbessern. Das „Mobile first“-Design sorgt für entsprechende Zuwächse auf Smartphones und Tablets.

 Ginza, ein schwedischer Händler im Bereich Medien, hat seine bestehende mobile Lösung mit Klarna- Checkout verglichen. Im Ergebnis konnte mit Klarna-Checkout eine 46 Prozent höhere Konversionsrate erzielt werden.

Kein Risiko, einfacher Einstieg, simple Handhabung

mobileKlarna übernimmt das gesamte Zahlungsausfall- und Betrugsrisiko für alle Einkäufe. Daher wird bei jeder eingehenden Bestellung im Hintergrund eine Überprüfung der Kundendaten durchgeführt. Shopbetreiber tragen also kein Risiko. Sie erhalten ihr Geld immer, unabhängig von der verwendeten Zahlungsart.

Klarna-Checkout lässt sich einfach in den Online-Shop integrieren. Derzeit ist Klarna Checkout für die Shopware-Versionen 4.1 bis 4.3 verfügbar. Das Design des iFrames wird kontinuierlich verbessert, Online-Händler erzielen eine erhöhte Usability und Konversionsrate. Zudem können sie von einem Vertrag, einer Integration, einem Anbieter, einer Auszahlung, einer Abrechnung und einem Kundenservice profitieren.

Klarna-Checkout jetzt entdecken!

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t3n Redaktion
Zalando-App: Foto scannen und das passende Outfit gleich kaufen http://t3n.de/news/zalando-app-neue-funktion-560987/ 2014-08-05T05:20:58Z
Online-Händler Zalando hat seine App um eine Bilderkennungsfunktion erweitert. Künftig sollen Kunden ein fotografiertes Outfit im Online-Katalog ausfindig machen können.

Online-Händler Zalando hat seine App um eine Bilderkennungsfunktion erweitert. Künftig sollen Kunden ein fotografiertes Outfit im Online-Katalog ausfindig machen können.

Zalando testet derzeit eine Fotosuche für seine App, die es Nutzern ermöglichen soll, ein Outfit zu fotografieren und dieses bzw. ähnliche Stoffe, Muster oder Farben im Online-Katalog des Unternehmens zu finden. Seit einigen Tagen können Nutzer der iOS-Version der Zalando-App die neue Funktion ausprobieren, die Android-Version soll in einigen Wochen upgedatet werden.

So funktioniert die Fotosuche in der Zalando-App (Bild: Zalando)
So funktioniert die Fotosuche in der Zalando-App (Bild: Zalando)

Die mit der Fotosuche aufgerüstete Zalando-App soll in den ersten Tagen seit der Einführung bereits mehrere Tausend Suchläufe verzeichnet haben. Das neue Feature, das als Shazam für Klamotten daherkommt, könnte vor allem die steigende Zahl potenzieller Kunden interessieren, die von unterwegs shoppen.

Zalando-App: Fotosuche soll Kaufbereitschaft steigern

Der virtuelle Weg für Modefans, die sich für ein auf der Straße entdecktes Outfit interessieren, wäre mit der Bildersuchfunktion nicht nur kürzer, sondern würde auch eher in den Onlineshop des Anbieters - in dem Fall Zalando - führen. Die Kaufbereitschaft würde steigen, wenn umgehend das gerade erst an einer anderen Person gesehene Modestück oder ein ähnliches gefunden würde.

Hinter der Technik der Bilderkennung steht des britische Unternehmen Cortexica, dessen Suchtechnologie FindSimilar für Mode und Schuhe bereits in einigen Apps zum Einsatz kommt. Die entsprechende API kann von Unternehmen so angepasst werden, dass die aufgenommenen Fotos zum Beispiel mit den vorhandenen Produktbildern in der Datenbank angeglichen werden.

Ähnlich funktioniert auch die Funktion Firefly, die Amazon in seinem neuen Smartphone Fire Phone zum Einsatz bringt. Firefly soll allerdings nicht nur Modeartikel, sondern viele weitere im Amazon-Universum vorhandene Produkte, darunter auch Videos und Musik, erkennen können und dem Nutzer zum Kauf vorschlagen.

via www.golem.de

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Jörn Brien
E-Commerce-Studie 2014: SEO, SEA und Social Media bei den 177 größten Online-Shops der Republik http://t3n.de/news/e-commerce-studie-seo-sem-social-media-560957/ 2014-08-04T14:56:54Z
Die Marketing-Agentur Aufgesang wird morgen ihre aktuelle Studie zum Online-Marketing im E-Commerce-Sektor veröffentlichen. Wie in den vergangenen Jahren haben sie dazu die SEO-, SEA- und …

Die Marketing-Agentur Aufgesang wird morgen ihre aktuelle zum im E-Commerce-Sektor veröffentlichen. Wie in den vergangenen Jahren haben sie dazu die SEO-, SEA- und Social-Media-Aktivitäten der größten deutschen untersucht.

E-Commerce-Studie 2014: Organischer Traffic der 177 größten deutschen Online-Shops. (Grafik: Aufgesang Inbound Marketing)
E-Commerce-Studie 2014: Organischer Traffic der 177 größten deutschen Online-Shops. (Grafik: Aufgesang Inbound Marketing)

E-Commerce-Studie 2014: Der Marketing-Mix der umsatzstärksten Online-Shops in Deutschland

Die Marketing-Agentur Aufgesang wir morgen zum vierten Mal ihre Studie zum Thema E-Commerce-Marketing in Deutschland veröffentlichen. Dabei untersuchen die Macher jährlich, wie die umsatzstärksten deutschen Online-Shops Suchmaschinenoptimierung (), Suchmaschinenwerbung () und Social Media im Marketing einsetzen. Diesmal wurden 177 Shops aus den Bereichen Komplettsortiment, Spielwaren, Möbel, Büroausstattung, Tiernahrung, Heimwerker und Kosmetik untersucht. Die Studie wird morgen am 5. August 2014 veröffentlicht. Wir durften vorab einen Blick auf die Ergebnisse werfen.

Verglichen mit 2013 legten die organischen Suchergebnisse um etwa drei Prozent im Verhältnis zu AdWords und Universal Search zu. Vor allem bei Arzneimittel-, Elektronik- und Kleidung-Shops spielt die organische Suche eine enorm wichtige Rolle. Anders sieht es im Bereich der Büroausstatter aus. Verglichen mit anderen Branchen wird hier deutlich mehr auf Suchmaschinenwerbung und Universal Search in Form der Bildersuche gesetzt.

Google-Places- beziehungsweise Maps-Einträge spielen vor allem bei Komplettsortiment-, Auto-Zubehör und Heimwerker-Shops eine Rolle. Für Letztere liegt auch die Sichtbarkeit bei regionalen Suchergebnissen hoch, woraus die Macher der Studie auf eine hohe Nachfrage in diesem Bereich schließen. Über die höchste organische Sichtbarkeit verfügen Komplettsortiment-Shops, gefolgt von Kleidung-, Heimwerker- und Elektronik-Shops.

E-Commerce: Reginoale Sichtbarkeit spielt vor allem  im Heimwerkerbereich eine  Rolle. (Grafik: Aufgesang Inbound Marketing)
E-Commerce: Reginoale Sichtbarkeit spielt vor allem im Heimwerkerbereich eine Rolle. (Grafik: Aufgesang Inbound Marketing)

E-Commerce-Marketing 2014: Twitter spielt kaum eine Rolle

Bereits in der Studie von 2013 war Google+ an Twitter vorbeigezogen. Der Trend scheint sich auch 2014 fortzusetzen. Lediglich in den Bereichen Arzneimittel und Büroausstattung scheint das Netzwerk im Marketing-Mix der Online-Shops noch eine nennenswerte Rolle zu spielen. Google+ scheint für Autozubehör-, Elektronik-, Möbel- und Spielwaren-Shops deutlich wichtiger zu sein, als für andere Branchen. Facebook bleibt im Bezug auf Social-Media-Marketing für alle E-Commerce-Anbieter der wichtigste Social-Media-Kanal.

Laut der Aufgesang-Studie hat die gesamte Branche ihr Engagement auf den sozialen Netzwerken erhöht. Die vollständige E-Commerce-Studie findet ihr auf der Seite der Aufgesang-Inbound-Marketing-Agentur. Wer sich für die Zahlen vom letzten Jahr interessiert, sollte sich die E-Commerce-Studie von 2013 ansehen. Informationen zu 2011 findet ihr hier.

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Kim Rixecker
Shipcloud bringt den Paketversand 2.0: Alle Paketdienste in einer Anwendung http://t3n.de/news/shipcloud-paketversand-20-alle-560166/ 2014-08-01T16:45:45Z
Die cloudbasierte Logistik-Software Shipcloud will Onlinehändlern das tägliche Versandgeschäft erleichtern. Wie das funktioniert, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Die cloudbasierte Logistik-Software Shipcloud will Onlinehändlern das tägliche Versandgeschäft erleichtern. Wie das funktioniert, erfahrt ihr in diesem Artikel.Die Software-Plattform Shipcloud sammelt nahezu alle großen Paketdienste an einer Stelle und ermöglicht es Onlinehändlern, ohne zusätzlichen Aufwand Sendungen über verschiedene Versanddienstleister zu versenden. Damit vereinfacht Shipcloud: den Organisations- und Verwaltungsaufwand für die gleichzeitige Nutzung, die technische Anbindung an externe Systeme und die Abrechnung von mehreren Versandunternehmen.

Shipcloud bewirbt weiterhin Großabnehmer-Konditionen. So soll auch ein Ersparnis bei den eigentlichen Versandkosten möglich sein. Die flexible Auswahl zwischen verschiedenen Logistik-Dienstleistern ermöglicht es Onlinehändlern zum einen auf Kundenwünsche einzugehen, zum anderen können die Versandkosten manche Sendungsarten wie Express oder Sperrgut stark variieren – einzelne Sendungen nicht über den  bevorzugten Versanddienstleister abzuwickeln kann sich also lohnen.

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Jonglieren mit Paketen kann Shipcloud zwar nicht, aber den Online-Händler-Alltag soll die Cloud-Lösung trotzdem erleichtern. (Foto: © drubig-photo - Fotolia.com)

Shipcloud: Alle Paketdienste in einer Cloud

Mit einer Rest-API wird das System an den Onlineshop oder das Warenwirtschaftssystem angebunden um die dort schlummernden Bestellungen abzuholen und in Versandaufträge zu verwandeln. Shipcloud erledigt das im Optimalfall in einem Rutsch. Ist dem Auftrag bereits im Shop oder in der Warenwirtschaft der gewünschte Versanddienstleister zugeordnet worden, können alle Versandmarken auf einmal gedruckt werden. Eine Erstellung von Versandmarken über die Weboberfläche ist ebenfalls möglich. Für einige Systeme steht ein fertiges Modul zur Verfügung, dort ist die Anbindung praktisch mit wenigen Klicks erledigt, für alle anderen Systeme kann eine Anbindung über die Rest-Api geschaffen werden.

Das Dashboard. (Screenshot: Shipcloud)
Das Dashboard. (Screenshot: Shipcloud)

Alle Shipcloud-Funktionen in der Übersicht

Shipcloud unterstützt den Versand, die Abholung und die Retoure von Sendungen innerhalb der EU, genauso wie die Verfolgung aller Sendungen in einem Dashboard. Retouren sind allerdings nicht bei allen Logistikern möglich, genau wie Express-Sendungen und Sperrgut (siehe dritte Abbildung unten). Bei der Generierung von Versandaufträgen über die API und das Webinterface ist eine Preisauskunft für den jeweiligen Auftrag möglich.

Erstellung einer Versandmarke im Webinterface.(Screenshot: Shipcloud)
Erstellung einer Versandmarke im Webinterface.(Screenshot: Shipcloud)

Funktionen

  • Versand von Standard, Express- und Sperrgut.
  • Retourenabwicklung.
  • Versand innerhalb der EU (Logistiker-Abhängig), weitere europäische Länder sollen folgen.
  • Abholung beim Händler beauftragen (Einzel-Abholung oder bei entsprechender Menge turnusmäßig, Logistiker-Abhängig).
Die Übersicht über die aktuellen Sendungen. (Screenshot: Shipcloud)
Die Übersicht über die aktuellen Sendungen. (Screenshot: Shipcloud)

Unterstützte Systeme und Anbieter

  • Unterstützte Logistiker: DHL, GLS, DPD, My DPD Business / iloxx, Hermes und UPS.
  • Unterstützte Shopsysteme: Oxid eShop, Magento, Prestashop, Shopware, Modified eCommerce Shopsoftware, e-matters, commercetools Sphere.io* und für Jimdo*.
  • Unterstützte ERP-Systeme: Microsoft Dynamics NAV, weclapp*.
  • Anbindung via Rest-APIA, ein Ruby Gem steht auf Github zur Verfügung.

(* In diesen Systemen ist Shipcloud bereits vom Start weg integriert)

Die unterstützten Logistik-Services je Carrier. (Screenshot: Shipcloud)
Die unterstützten Logistik-Services je Carrier. (Screenshot: Shipcloud)

Preisgestaltung

Neben der Möglichkeit die von Shipcloud angebotenen Preise zu nutzen, können bestehende Verträge und Sonderkonditionen von Logistikern übernommen werden. Die entsprechenden Vertragsdaten werden dazu einfach online hinterlegt. Die einzelnen Preise für Versandmarken bei einer Abrechnung über Shipcloud kommuniziert der Anbieter nicht öffentlich, es scheint sich auch um bilaterale Preisvereinbarungen zu handeln – jedenfalls lässt der FAQ-Text darauf schließen: „Gern stellen wir Ihnen eine Preisliste für Ihren Business-Case zur Verfügung.“

Preisgestaltung für die Nutzung der Shipcloud-Plattform

  • Kostenfreier Entwickler-Account
  • Basic 100 (1000 API-Anfragen): 9,99 Euro pro Monat
  • Plus 500 (3000 API-Anfragen): 24,90 Euro pro Monat
  • Premium 1000 (Unbegrenzte API-Nutzung): 49,90 Euro pro Monat

Die Nutzung des Dienstes ist an keine langen Vertragslaufzeiten gebunden, die Kündigung ist jederzeit zum Monatsende möglich – die Leistungen der Plattform werden ebenfalls monatlich abgerechnet.

Sendungsverfolgung. (Screenshot: Shipcloud)
Sendungsverfolgung. (Screenshot: Shipcloud)
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Jochen G. Fuchs
PayPal bietet zukünftig Finanzierungskauf: „PayPal Credit“ startet in Deutschland http://t3n.de/news/paypal-credit-bill-me-later-deutschland-560321/ 2014-08-01T11:19:41Z
In den USA können Kunden bereits ihre PayPal-Einkäufe per Finanzierung bezahlen – falls der jeweilige Onlinehändler die Zahlungsmethode „PayPal Credit“ bei PayPal aktiviert hat.

In den USA können Kunden bereits ihre PayPal-Einkäufe per Finanzierung bezahlen – falls der jeweilige Onlinehändler die Zahlungsmethode „PayPal Credit“ bei aktiviert hat. Jetzt kommt das Feature auch nach Deutschland.

Update vom 7. August 2014: PayPal hat in einem Statement gegenüber t3n den Deutschland-Start von PayPal Credit zwar bestätigt, einen Termin „noch in diesem Jahr“ habe das Unternehmen jedoch nicht bekanntgegeben. Zudem handele es sich bei PayPal Credit weniger um einen Kauf auf Rechnung, sondern um „eine flexible Finanzierung, die Ratenzahlungen ermöglicht“.

Das Wall Street Journal vermeldet, dass eBay seine Zahlungsmethode „PayPal Credit“ noch in diesem Jahr in Deutschland starten will. Eine Nachricht, die gut zu den angekündigten Plänen von eBay passt, noch im Laufe des Jahres den „Kauf auf Rechnung“ im Onlinemarktplatz einzuführen.

Der früher auch als „Bill me later“ bekannte Dienst PayPal Credit räumt Kunden zukünftig die Möglichkeit ein, PayPal-Einkäufe auch per Rechnung zu bezahlen. Die Zahlungsvariante wird einfach beim Checkout ausgewählt, der Onlinehändler erhält den Kaufbertrag direkt ausgezahlt und der Kunde seine Ware zugeschickt. Das neue Zahlungsverfahren im Überblick.

(Screenshot: Paypal.com)
(Screenshot: Paypal.com)

PayPal Credit für Endkunden: So funktionierts

PayPal Credit wird über das schon bestehende PayPal-Kundenkonto genutzt. Beim Einkauf in einem wird während des PayPal-Checkouts einfach die Zahlungsmethode „PayPal Credit“ ausgewählt. Bei der erstmaligen Nutzung von PayPal Credit werden gegebenenfalls noch persönliche Daten abgefragt, denn an dieser Stelle soll dem Kunden in Sekundenschnelle eine Kreditlinie eingerichtet werden. In den USA wird dazu eine Bonitätsprüfung durchgeführt, was in Deutschland vermutlich nicht anders sein wird. Eine spätere Bonitätsprüfung soll dann nur noch nötig sein, wenn die Kreditlinie erhöht werden soll. Die Bezahlung des Betrags erfolgt entweder vom PayPal-Guthaben oder per Überweisung. Alle Einkäufe sollen dabei über PayPals Käuferschutz abgesichert sein.

Die Rückzahlung ist innerhalb einer gesetzten Zahlungsfrist kostenfrei für den Kunden, eine verspätete Rückzahlung kostet Gebühren, genauso wie eine in den USA ebenfalls mögliche Zahlpause. Die Nutzung der Zahlpause wird dabei mit einem Zinssatz von 19,99 Prozent berechnet. Eine verspätete Zahlung soll für US-Kunden mit bis zu 25 US-Dollar beziehungsweise 35 US-Dollar im Wiederholungsfalle eine extrem hohe Gebühr nach sich ziehen.

Ansicht des neuen gemeinsamen Warenkorbs (Screenshot: eBay)
eBay bringt dieses Jahr viele Neuerungen. Mit dem neuen gemeinsamen Warenkorb kommt auch der Kauf auf Rechnung, der über die eBay-Tochter PayPal abgewickelt wird. (Screenshot: eBay)

PayPal Credit für Händler: So funktionierts

Die neue Option steht jedoch nicht automatisch zu Verfügung. Händler können sich selbst entscheiden, ob sie sie nutzen möchten oder nicht. Ist PayPal Credit aktiviert, steht Kunden die Option beim Checkout über PayPal automatisch, die getätigten Umsätze wie gewohnt im PayPal-Händleraccount zur Verfügung. Rückerstattungen für Rücksendungen und ähnliches werden ebenfalls über das PayPal-Händlerkonto abgewickelt.

Kosten über die PayPal-Transaktionsgebühren hinaus entstehen dabei  in den USA nicht. PayPal übernimmt die Zahlungsgarantie für den Rechnungsbetrag.

Paypal-Einkäufe auf Rechnung abwickeln.(Screenshot: billmelater.com)
Paypal-Einkäufe auf Rechnung abwickeln.(Screenshot: billmelater.com)

Die Konditionen und das Angebot in Deutschland

Bisher bietet PayPal mit „BillSAFE“ schon die Zahlungsart „Kauf auf Rechnung“ an, im Unterschied zu PayPal Credit sind dabei die PayPal-Konten von Kunde und Händler komplett außen vor, BillSAFE läuft als eigenständige Zahlungsmethode und als White-Label-Lösung auch unsichtbar für den Kunden.

Die Funktionsweise von PayPal Credit wird in Deutschland identisch mit PayPal Credit in den USA sein, die detaillierten Konditionen sind bisher aber noch nicht bekannt. Die Pressestelle von PayPal konnte auf Nachfrage noch keine Details zum Starttermin und den Konditionen zur Verfügung stellen. Voraussichtlich könnte es sich aber um die Konditionen handeln, die eBay schon für die Nutzung der Zahlungsmethode „Kauf auf Rechnung“ auf eBay.de veröffentlicht hat:

  • 14 Tage Zahlungsfrist für Käufer.
  • Keine zusätzliche Gebühren für den Kaufer, wenn dieser innerhalb der Zahlungsfrist bezahlt.
  • Keine zusätzlichen Gebühren für Onlinehändler, es gelten die normalen PayPal-Gebühren:
  • Sofortige Ausschüttung an den Händler mit Zahlungsgarantie.

Ob eine Zahlpause angeboten wird und ob die Gebühren für eine verspätete Zahlung ebenfalls eine derart extreme Höhe einnehmen, ist noch nicht bekannt. Zumindest letzteres ist eher unwahrscheinlich, da derart hohe „Mahngebühren“ in Deutschland nicht durchsetzbar sein dürften. Und als Mahngebühren müssten diese Gebühren in Deutschland wohl betrachtet werden.

via blogs.wsj.com

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Jochen G. Fuchs
Kaufabbrüche minimieren: Wallet-Lösung oder One-Click-Check-out? http://t3n.de/magazin/kaufabbrueche-minimieren-wallet-loesung-one-click-checkout-235187/ 2014-08-01T07:55:53Z
Der Warenkorb und der Check-out gehören zu den kritischsten Phasen beim Online-Shopping. Hier entscheidet sich, ob ein Besucher zum Käufer wird. One-Click-Check-out – der Kaufabschluss mit nur …

Der Warenkorb und der Check-out gehören zu den kritischsten Phasen beim Online-Shopping. Hier entscheidet sich, ob ein Besucher zum Käufer wird. One-Click-Check-out – der Kaufabschluss mit nur einem Klick und ohne umständliche Eingabe von Informationen – wird oftmals als Heilsbringer für Händler gehandelt. In manchen Fällen eignet sich allerdings eine Wallet-Lösung besser.

Wer hat das noch nicht erlebt? Man stolpert online über ein tolles Produkt zu einem attraktiven Preis, besucht den entsprechenden und legt das Objekt der Begierde in den Warenkorb. Dann jedoch gilt es, ein Profil bei dem Shop zu erstellen oder zumindest als Gast-Besteller die nötigen Angaben zu machen. Man zögert, wird von der eigenen Vernunft eingeholt und bricht den Bestellprozess ab – der Super-GAU für jeden Shop-Betreiber. Genau dieser Vorgang ist die Quintessenz hinter der Notwendigkeit, den Check-out-Prozess im eigenen Shop so komfortabel und einfach wie möglich zu gestalten. Zwei Möglichkeiten dazu ergeben sich aus der Wahl des passenden Payment Service Provider (PSP) oder Wallet-Dienstleisters.

Stolpersteine beim Check-out

Hat ein potenzieller Kunde ein Produkt in den Warenkorb gelegt, heißt das noch lange nicht, dass der Kauf auch tatsächlich abgeschlossen wird. Beim Check-out-Prozess kann ein Shop-Betreiber viel falsch machen. Bietet der Händler beispielsweise keine Möglichkeit für die Bestellung als Gast, muss der Besucher ein Profil anlegen. So sollte es laufen, denn auf diese Weise profitiert auf der einen Seite der Händler von dem Fakt, dass der Besucher eine Beziehung zu ihm eingeht. Auf der anderen Seite hat es der neue Kunde bei der nächsten Bestellung im Shop leichter, denn er muss nicht alle Adressangaben und Informationen erneut eingeben.

Oftmals bringen potenzielle Kunden aber besonders bei Impulskäufen genau bei diesem Prozedere nicht die nötige Geduld mit – der Kaufabbruch droht. Spiros Theodossiou, VP of Product Strategy beim PSP Skrill, vergleicht einen zu umständlichen Online-Check-out mit einer langen Schlange an der Kasse im stationären Handel: „Jeder kennt eine lange und sich langsam fortbewegende Schlange im stationären Handel. Je länger der Kunde an der Kasse warten muss, desto wahrscheinlicher ist es, dass er frustriert von dannen zieht, um in einem anderen Geschäft einzukaufen. Genau der gleiche Mechanismus greift auch beim Online-Shopping. Der Check-out muss so einfach wie möglich gestaltet sein.“

Check-out per One-Click und Wallet-Lösung im Detail

Im Gegensatz zu einem mehrstufigen Check-out kommen Kunden bei einem One-Click-Check-out in der Regel schneller und einfacher ans Ziel – ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor für Online-Händler. Immerhin haben soziale Netzwerke in den vergangenen Jahren eines klar gemacht: Der Anwender erwartet online in vielen Fällen Echtzeit und Nutzungsprozessketten aus einem Guss. Ein gutes Beispiel, das diese Erwartungshaltung verdeutlicht, ergibt sich aus dem Umgang mit Inhalten. Egal ob Foto, Text oder Video – Inhalte lassen sich nahezu zeitgleich erstellen, verbreiten, mit einem Like oder +1 versehen, kommentieren und teilen. Was Anwender aus dem Social Web kennen, erwarten sie nach und nach auch beim Online-Einkauf. Shop-Betreiber, die ihren Check-out-Prozess zu aufwändig und nicht zeitsparend gestalten, riskieren entsprechend frustrierte Kunden.

Im E-Commerce kennen Anwender das vereinfachte Anmelde- beziehungsweise Check-out-Prozedere mit nur sehr wenigen Klicks nicht nur als Wallet-Lösung von PayPal, sondern insbesondere vom One-Click-Check-out auf Amazon. Während kaufwillige Kunden bei einer Wallet-Lösung auf eine externe Check-out-Page des Wallet-Dienstleisters geleitet werden, findet der One-Click-Check-out vollständig auf der Website des entsprechenden Shops statt. Die Idee hinter einem Wallet und einem One-Click-Check-out ist einfach: Der Nutzer hinterlegt einmalig alle für einen Kauf notwendigen Daten – entweder beim Wallet-Anbieter oder im Shop – und muss bei Folgekäufen lediglich sein Passwort eingeben und auf „Jetzt kaufen“ klicken. Die Gefahr von Kaufabbrüchen lässt sich auf diese Weise radikal reduzieren.

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So funktioniert die Wallet-Lösung von PayPal: Nutzer können mit nur wenigen Klicks ihre Bezahlung durchführen. (Bild: PayPal)

Ein reiner One-Click-Check-out lässt sich grundsätzlich nur für Bestandskunden realisieren. Immerhin müssen Informationen wie bevorzugte Zahlungsart und Lieferadresse initial definiert werden. Auch wenn ein potenzieller Kunde ein Wallet wie beispielsweise PayPal nutzt, muss er dort einmalig ein Kundenkonto anlegen. Ein potenzieller Kunde hat in seinem Wallet Kontakt- und Lieferdaten hinterlegt. Der Shop-Betreiber bekommt diese nach dem Check-out – meist über die API – vom Wallet-Dienstleister übermittelt. Alle Wallets können generell in einen Shop eingebunden werden.

Technischer Hintergrund des Check-out-Prozesses

Grundsätzlich ist am Check-out-Prozess nicht nur das Shop-System beziehungsweise der eigene Shop beteiligt, sondern auch ein externer Zahlungsanbieter – egal ob es sich um eine Wallet-Lösung handelt oder einen One-Click-Check-out. Technisch gliedert sich der Check-out dabei in zwei Teile. Im ersten Schritt nimmt das Shop-System die Kundendaten ohne Zahlungsdaten auf und legt einen Kunden-Account an. Im zweiten Schritt nimmt der Wallet-Anbieter oder Payment Service Provider die Zahlungsdaten auf, speichert diese in seinen Systemen und hinterlegt beim Online-Händler eine Verknüpfung zu den Zahlungsdaten des Kunden. Diese Trennung von Kunden- und Zahlungsdaten ist notwendig, um den Sicherheitsvorschriften der Kreditkartenindustrie zu genügen: dem PCI-DSS-Standard.

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ClickandBuy ermöglicht wie andere Anbieter auch einen vereinfachten Check-out.

Dieser Sicherheitsstandard ist verpflichtend für die Speicherung, Weiterleitung und Entgegennahme von Zahlungsdaten in Online-Shops. Um nicht in den kostspieligen Zertifizierungsprozess für PCI-DSS zu rutschen oder Strafen für regelwidriges Verhalten zu riskieren, besteht die Lösung für einen kleinen Online-Händler eben darin, nicht an der Transaktion beteiligt zu sein und auf einen PCI-DSS-zertifizierten Zahlungsdienstleister zurückzugreifen.

Bei der Implementierung eines One-Click-Check-outs sollte man zusätzlich das Thema Datenschutz umfassend behandeln. Kilian Thalhammer, Chief Product Officer von Paymill, unterstreicht diese Notwendigkeit: „Ein One-Click-Check-out muss aus Datenschutzsicht 'sauber' sein, da er einiges an Kundendaten speichert. Vor allem bei internationalen Shops kann das von Land zu Land verschieden sein. Hier ist nicht nur die gesetzliche Seite gemeint, sondern auch, wie die Kunden es wahrnehmen.“

Wallet oder One-Click-Check-out? Nicht für jeden Shop geeignet

Zwar wird der One-Click-Check-out stets als Heilsbringer gesehen, aber nicht in jedem Fall ist ein derartiger Check-out zwingend besser. Hat ein Händler beispielsweise hochpreisige Produkte im Angebot, könnte ein mehrstufiger Check-out besser konvertieren. Die Vorteile eines in mehrere Schritte aufgeteilten Prozesses ergeben sich daraus, dass der Shop-Betreiber während des Check-outs weitere Produkte empfehlen und darüber hinaus komplizierte Versandoptionen leichter abbilden kann. Der Kunde kann hingegen seine Bestellung sowie gemachte Eingaben in Ruhe überprüfen und sich in der Regel sicherer fühlen. „Viele Online-Shopper sind es gewohnt, nach einer schrittweisen Bestellung alle eingegebenen Informationen und Kosten inklusive Versand noch einmal zu überprüfen. Das gilt besonders, wenn das Vertrauensverhältnis zwischen Händler und Endkunde noch im Aufbau ist. Beim One-Click-Check-out gibt es keinen finalen Check des ‚Kassenzettels‘“, gibt José Martinez-Benavente, Business Development Manager 
bei Sage Pay, zu bedenken.

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Payment Service Provider decken eine Vielzahl geschäftsrelevanter Vorgänge eines Online-Shops ab. Hier ein exemplarischer Überblick über die Payone-Plattform.

Shops, die ausschließlich digitale Produkte vertreiben, eignen sich in der Regel eher für einen One-Click-Check-out. Aber auch Händler physischer Produkte können von diesem Prozedere profitieren. Im Gegensatz zu dem oben genannten Beispiel stehen die Chancen gut, dass ein Shop, dessen Bestellungen in der Regel unter 30 Euro liegen und gleichzeitig keine Versandkosten für den Kunden verursachen, mit einem One-Click-Check-out besser fährt. Eine Wallet-Lösung hingegen eignet sich unabhängig von den angebotenen Produkten und deren Preis.

Besonders mobile Versionen eines Online-Shops profitieren von der Integration eines vereinfachten Check-outs – sei es eine Wallet-Integration oder ein One-Click-Check-out. Der Grund dafür ist einfach: „Um Stammkunden glücklich zu machen, bietet sich die Integration von One-Click-Lösungen an, da Zahlungsdaten und Lieferadresse nicht ständig aufs Neue eingegeben werden müssen. Für Smartphones und Tablets sollten Online-Händler die Check-out-Prozesse vereinfachen, da das Eintippen von Daten als lästiger Aufwand empfunden werden kann. Es gilt: Je kleiner der Bildschirm, desto übersichtlicher muss die Bezahlseite sein“, so Martinez-Benavente.

Anbieter-Einordnung

Grundsätzlich ist jeder Payment Service Provider in der Lage, einen One-Click-Check-out anzubieten. Hier lohnt sich in jedem Fall auch ein Blick in die Tarife der einzelnen PSPs. Entsprechende Anbieter stellen bei Bedarf auch eine Hosted Payment Page zur Verfügung. Eine direkte Integration des Payment-Gateways ist in den meisten Fällen erst bei Premium-Tarifen möglich.

Zu den Wallets zählen PayPal, Amazon Login and Pay sowie ClickandBuy. PSPs, die eine Lösung für einen vereinfachten Check-out zur Verfügung stellen, sind beispielsweise Wirecard, Paymill, Sagepay, Saferpay, Expercash, Concardis und Payone. Skrill bietet standardmäßig eine Wallet-Lösung an, bietet aber zusätzlich auch die Funktionalitäten eines herkömmlichen PSP.

Voraussetzungen für einfache Check-outs

Grundsätzlich muss das eingesetzte Shop-System einen One-Click-Check-out unterstützen. Selbst Systeme wie Shopware, OXID oder Magento bieten diese Funktionalität in der Basis-Installation nicht. In der Regel ist diese Funktionalität aber als Modul nachrüstbar. In den Check-out des Shops muss man dann den PSP per Modul oder direkter Gateway-Anbindung integrieren.

Ein One-Click-Check-out lässt sich in der Regel als Button simpel in der Shop-Umgebung einbinden.Will man als Shop-Betreiber ein für einen Express-Check-out nutzbares Wallet anbieten, gilt es folgende Besonderheit zu beachten: Das Shop-System muss meist den Gesamtbetrag inklusive der Versandkostenberechnung übergeben. Zumindest PayPal berechnet Versandkosten nicht eigenständig. Für den Verkauf digitaler Produkte spielt das keine Rolle, aber bei physischen Produkten sollte man diesen Faktor auf jeden Fall bedenken.

Entscheidet sich ein Shop-Betreiber dafür, einen vereinfachten Check-out anzubieten, sollte er auf diese Möglichkeit prominent hinweisen. Im besten Fall wird ein potenzieller Kunde bereits darauf hingewiesen, sobald er ein Produkt in seinen Warenkorb legt. Besonders mobile Besucher lassen sich so eher motivieren, das Objekt der Begierde auch tatsächlich zu kaufen.

Fazit

Mit dem Einsatz eines One-Click-Check-out oder einer Wallet-Lösung lässt sich der Check-out-Prozess eines Online-Shops vereinfachen. Auf diese Weise minimiert man bei potenziellen Kunden den Frust und die Absprungrate. Höhere Conversions lassen sich mit einem One-Click-Check-out durchaus erzielen, aber dieser Prozess eignet sich nicht für jeden Shop. Verkäufer digitaler Produkte sowie physischer Produkte mit geringem Kaufpreis sollten eine derartige Lösung definitiv in Betracht ziehen, während Shops mit vornehmlich hochpreisigen Produkten eher auf eine Wallet-Lösungen setzen sollten.

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Sébastien Bonset
Onlinehändler aufgepasst: Verspätete Rückerstattungen kosten jetzt 40 Euro extra http://t3n.de/news/onlinehaendler-e-commerce-40-euro-pauschale-560082/ 2014-07-30T14:57:02Z
Ein neues Gesetz soll vor allem Unternehmen helfen, deren Geschäftskunden sich im Zahlungsverzug befinden. Sie können eine Pauschalgebühr von 40 Euro zusätzlich zu den bestehenden Schulden …

Ein neues Gesetz soll vor allem Unternehmen helfen, deren Geschäftskunden sich im Zahlungsverzug befinden. Sie können eine Pauschalgebühr von 40 Euro zusätzlich zu den bestehenden Schulden verlangen. Im Falle eines wirksamen Widerrufes könnten aber auch Verbraucher ein Anrecht auf die Zahlung haben.

Neues Gesetz soll die Zahlungsmoral von Unternehmen verbessern. (Screenshot: Bundesanzeiger Verlag)
Neues Gesetz soll die Zahlungsmoral von Unternehmen verbessern. (Screenshot: Bundesanzeiger Verlag)

E-Commerce: Händler sollten sich bei einem erfolgreichen Widerruf nicht zu viel Zeit für die Erstattung des Kaufpreises lassen

Mit einem neuen Gesetz will die Bundesregierung die Zahlungsmoral von Unternehmen erhöhen. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass Firmen eine Pauschale von 40 Euro von säumigen Schuldnern fordern können. Die neue Regelung richtet sich bewusst nur an Gewerbetreibende und sieht diese Möglichkeit nicht für Verbraucher vor. Allerdings können Verbraucher ebenfalls eine Pauschale von 40 Euro verlangen, wenn sich ein Händler bei einem wirksamen Widerruf zu viel Zeit für die Rückerstattung des Kaufpreises lässt. Bis zum Eintreffen der Ware könnt ihr jedoch nach wie vor von eurem Zurückbehaltungsrecht gebrauch machen.

Geraten Unternehmer oder öffentliche Auftraggeber in Zahlungsverzug, wird neben der Einführung der pauschalen Gebühr von 40 Euro auch ein erhöhter Zinssatz fällig. Der steigt von acht Prozentpunkten über dem Basiszinsatz auf neun Prozent über dem Basiszinsatz. Eine Vereinbarung zwischen den Vertragspartnern, die Zinszahlungen und Pauschale ausschließt, ist nicht rechtskräftig.

Zahlungsfristen zwischen Unternehmen können grundsätzlich nur noch maximal 60 Tage umfassen

Nach dem neuen Gesetz können Zahlungsfristen nur noch mit einer maximalen Länge von 60 Tagen nach erhalt der Ware oder Dienstleistung vereinbart werden. Längere Fristen müssen ausdrücklich vereinbart werden, ein entsprechender Eintrag in den allgemeinen Geschäftsbedingungen ist damit ungültig. Öffentliche Auftraggeber bekommen noch engere Grenzen gesetzt und sollen in der Regel schon innerhalb von 30 Tagen zahlen müssen. Nur in Ausnahmefällen darf diese Frist auf 60 Tage erhöht werden.

Das Gesetz trat gestern, am 29. Juli 2014, in Kraft und gilt für alle nach diesem Datum zustande gekommenen Verträge. Es empfiehlt sich, die in den eigenen AGB enthaltenen Fristen aufgrund der neuen Gesetzeslage von einem Juristen überprüfen zu lassen. Den Wortlaut der Gesetzesänderung könnt ihr hier einsehen.

via www.shopbetreiber-blog.de

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Kim Rixecker