Online-Shop | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Online-Shop 2015-07-27T04:24:08Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/online-shop Amazons geheimer Plan: Kunden sollen online bestellte Lebensmittel im Geschäft selbst abholen http://t3n.de/news/amazons-plan-lebensmittel-geschaeft-625801/ 2015-07-27T04:24:08Z
Amazon will das Shopping-Erlebnis seiner Kunden verbessern – online bestellte Lebensmittel soll man künftig einfach selbst in eigens dafür eingerichteten Geschäften abholen können.

Amazon will das Shopping-Erlebnis seiner Kunden verbessern – online bestellte Lebensmittel soll man künftig einfach selbst in eigens dafür eingerichteten Geschäften abholen können.

Lebensmittel online bestellen und selbst abholen

Bereits seit einigen Jahren hat Amazon in den USA frische Lebensmittel im Angebot und mit AmazonFresh den entsprechenden Lieferservice. AmazonFresh könnte bald nach Europa kommen, vorerst einmal nach Großbritannien. Derweil plant der E-Commerce-Riese aber einem Bericht des Silicon Valley Business Journal zufolge bereits eine Ausweitung der Lebensmittel-Shopping-Idee. Demnach soll es bald Geschäfte geben, in denen Amazon-Kunden ihre zuvor online bestellten Lebensmittel selbst abholen können.

So soll das Abhol-Geschäft von Amazon aussehen. (Rendering-Bild: Silicon Valley Business Journal)
So soll das Abhol-Geschäft für Lebensmittel von Amazon aussehen. (Rendering-Bild: Silicon Valley Business Journal)

Amazon soll den geleakten Unterlagen zufolge bei der Stadt Sunnyvale in Kalifornien die Baugenehmigung für ein knapp 1.100 Quadratmeter großes Gebäude mit einer Handvoll Kunden-Parkplätzen erwirkt haben. Das Geschäft dürfte aber eher einem Lager als einem Supermarkt gleichen. Die Idee soll zudem vor allem die Menschen in den ausgedehnten Vororten der USA ansprechen, in die Amazon – wohl aus Kostengründen – nicht mit AmazonFresh liefert.

Lebensmittel-Service für Vorort-Bewohner

Amazons Vorstellung nach würden die Bewohner der Vororte nach der Arbeit mit dem Auto an das neue Amazon-Geschäft ranfahren und ihre online bestellten Lebensmittel abholen – Amazon würde sich die Lieferkosten sparen. Für diese Art des Einkaufs spräche, dass die Kunden auf diese Weise Zeit sparen würden, die sie sonst beim Einkauf im Supermarkt verbringen würden.

Amazon hat sich bisher noch nicht zu dem Bericht geäußert, es steht also noch nicht fest, ob das Lebensmittel-Abhol-Geschäft in Sunnyvale mehr wird als ein Experiment, und ob das Modell in andere Märkte expandieren wird.

via www.bizjournals.com

]]>
Jörn Brien
Amazon auf die Pelle gerückt: Wie zwei Deutsche im Silicon Valley den E-Commerce aufmischen http://t3n.de/magazin/shippo-gruender-e-commerce-startup-238357/ 2015-07-23T09:19:34Z
Studium beendet, Startup gegründet, Millionen kassiert: Laura Behrens und Simon Kreuz leben ihn, den amerikanischen Gründertraum. Von San Francisco aus machen sie mit Shippo, einer Technologie für …

Studium beendet, gegründet, Millionen kassiert: Laura Behrens und Simon Kreuz leben ihn, den amerikanischen Gründertraum. Von aus machen sie mit Shippo, einer Technologie für den einfachen und günstigen Paketversand, die Welt der kleinen Online-Händler ein großes Stück besser. Eine deutsche Erfolgsstory mit vielen Überraschungen.

Lieber Startup als Urlaub

Der Plan, mit dem Laura Behrens und Simon Kreuz vor anderthalb Jahren durch die gläserne Drehtür am Flughafen von San Francisco treten, ist so einfach: zwei Monate Urlaub machen, sich die kalifornische Sonne auf den Pelz brennen lassen, nebenbei ein bisschen Praktikum. Heute lachen sie über diesen Plan. Heute hocken beide in einem ehemaligen Fabrikgebäude unweit einer Autobahnauffahrt in South of Market, dem angesagten Startup-Viertel der Stadt, und machen ihr eigenes Ding.

Wo früher Aufkleber für Obstkisten hergestellt wurden, flimmern jetzt Apple-Bildschirme in die konzentrierten Gesichter von Menschen, die die teils noch unverputzten Wände mit markigen Parolen geschmückt haben: „Dreams don’t work unless you do“ ist in Großbuchstaben auf einer von ihnen zu lesen, „Time to get ship faced“ auf einer anderen. Sie erinnern Behrens, Kreuz und ihre 13 Mitarbeiter an das, was sie hier eigentlich tun: ärgern.

Im magischen Sog des Tals

Will man deutsche Gründer im treffen, muss man nicht lange suchen. Es hat sich herumgesprochen, dass er hier auch für Ausländer funktioniert, der amerikanische Gründertraum. Laura Behrens und Simon Kreuz aber stechen in ihren dunkelblauen Kapuzenpullis noch als kleines Paradebeispiel aus der Masse hervor. Sie, 23, geboren in Bonn, wächst als Diplomatenkind unter anderem in Peking und Ecuador auf. Er, 25, die Eltern Heizungsunternehmer, kommt aus Schnaittach, einem Dorf bei Nürnberg.

Irgendwann bringt ein BWL-Studium in der Schweiz zusammen, was auf dem Papier nicht so recht zusammenpassen will. Herausgekommen ist statt zwei geplanter Karrieren bei Roland Berger ein potentes deutsches Startup mit Millionen-Finanzierung am anderen Ende der Welt. Nein, gewollt haben Behrens und Kreuz das alles nicht. Doch wenn man wie sie in der Rückschau offen zugibt, bezahlte Flugtickets zurück in die Heimat guten Gewissens in den Müll geworfen zu haben, ist sicher: Die magische Sogwirkung, die das Gründer-Biotop in und um San Francisco auf Menschen mit einer guten Geschäftsidee ausübt, hat auch sie nicht verschont.

Eine Technologie beglückt die kleinen Online-Händler

Damit sind wir auch beim eigentlichen Thema: Erfolgreich im Silicon Valley gründen und noch dazu ein bisschen Amazon auf die Pelle rücken? Ja, das passt zu Behrens und Kreuz. Immerhin erleichtern sie einer rasant wachsenden Zahl von Menschen ohne nennenswertes E-Commerce-Know-how das Geschäft im Internet, wie Behrens mit ordentlich Feuer in ihren braunen Augen erklärt.

„Wir machen den Versand von Paketen endlich simpel und günstig“, sagt sie. Die Idee der beiden klingt mit Shippo etwas drollig, ist aber eine ernstzunehmende Technologie, die kleine Online-Händler mit großen Versanddienstleistern auf Augenhöhe bringt. „Der Vorteil für Händler ist, dass sie mit Shippo über eine einzige App auf Paketdienste wie UPS, FedEx oder DHL zugreifen und gleichzeitig von unseren Rabatten beim Druck ihrer Versandmarken profitieren können“, sagt Behrens.

In einem ehemaligen Fabrikgebäude in San Franciscos Startup-Viertel South of Market arbeiten die beiden Gründer mit mittlerweile 13 Mitarbeitern an ihrer Geschäftsidee. (Foto: Florian Blaschke)
In einem ehemaligen Fabrikgebäude in San Franciscos Startup-Viertel South of Market arbeiten die beiden Gründer mit mittlerweile 13 Mitarbeitern an ihrer Geschäftsidee. (Foto: Florian Blaschke)

Kleine , Rabatte, Versandmarken. Man muss ehrlich sein: Für eine Gegend, die mit schrillen Datenbrillen, selbstfahrenden Autos und smarten Thermostaten nie um eine gute Schlagzeile verlegen ist, klingt das ungewohnt unspektakulär. Dass im Silicon Valley aber auch noch Probleme gelöst werden können, das beweisen Behrens und Kreuz. Ihr Produkt verhilft Menschen, die regelmäßig im Internet verkaufen wollen, aus einem großen Dilemma. Dann nämlich, wenn sie nicht in den Mengen verkaufen, für die ausliefernde Paketdienste an ihrer Preisschraube drehen würden. Die Konsequenzen sind unangenehm. Erstens: kein Rabatt für den Händler. Also zweitens: kein kostenloser Versand für den Kunden. „Genau das setzt der Verbraucher aber voraus“, sagt Behrens. Das bedeutet drittens: weniger Bestellungen. Schuld daran sei, so Behrens, vor allem Amazon. Der Versandriese habe den Menschen mit seiner Marktmacht zu einer „Kostenlos-Kultur beim Versenden und Retournieren von Waren“ erzogen.

Dank Shippo kommen auch kleine Händler in den Genuss günstiger Versandoptionen bei vergleichsweise geringem Bestellvolumen. Diese kleinen Händler sind typischerweise auf Plattformen wie Shopify, Magento oder Etsy zu finden und verzeichnen im Schnitt bis zu 5.000 Bestellungen im Monat. Die Software von Shippo funktioniert dabei wie eine virtuelle Postfiliale zum Andocken: Einmal mit dem Shop verknüpft, importiert sie alle Bestellungen automatisch und wandelt sie per Mausklick in druckreife Versandmarken um – Rabatte von bis zu 80 Prozent gegenüber herkömmlichen Postfilialen inklusive.

„Das erlaubt Ersparnisse von bis zu fünf Euro pro Paket“, sagt Kreuz. „Damit bieten wir Online-Händlern eine einfache, ohne Programmierkenntnisse zu bedienende Technologie, die sicherstellt, dass die verkaufte Ware schnell und günstig vor der Haustür ihrer Kunden landet.“ Ein Konzept, das Kreuz zusammen mit Behrens künftig zu einem tragfähigen Geschäft ausbauen will.

So schön kann E-Commerce sein: Laura Behrens und Simon Kreuz (rechts) schwärmen im Gespräch von der Mentalität im Silicon Valley, die das Gründen so viel einfacher macht als hierzulande. (Foto: Florain Blaschke)
So schön kann E-Commerce sein: Laura Behrens und Simon Kreuz (rechts) schwärmen im Gespräch von der Mentalität im Silicon Valley, die das Gründen so viel einfacher macht als hierzulande. (Foto: Florain Blaschke)

]]>
Daniel Hüfner
Der große Multi-Channel-Ratgeber für Shopbetreiber – Teil 5: Print und E-Mail sind nicht tot http://t3n.de/news/grosse-multi-channel-ratgeber-2-619067/ 2015-07-18T11:12:03Z
Im Rahmen dieser Multi-Channel-Serie haben wir uns mit Mobile Shopping, Marktplätzen und Plattformen, sozialen Netzwerken und stationärem Handel befasst. Na, dann haben wir doch alles – oder?

Im Rahmen dieser Multi-Channel-Serie haben wir uns mit Mobile Shopping, Marktplätzen und Plattformen, sozialen Netzwerken und stationärem Handel befasst. Na, dann haben wir doch alles – oder? Von wegen ...

Es fehlen noch zwei Medien beziehungsweise Kanäle, die schon oft abgeschrieben wurden, aber immer noch mehr Bedeutung haben, als viele es wahrhaben wollen: Print und E-Mail.

„Die E-Mail ist tot.“ „Das Ende der E-Mail.“ Wie oft haben wir solche Aussagen und Überschriften in den vergangenen Jahren schon gelesen? Allen Unkenrufen zum Trotz schreiben aber immer noch jede Menge Menschen E-Mails, jeden Tag. Und: Sie lesen sie auch. Ob die seit einer Studie von Convince & Convert im Jahr 2013 immer wieder gerne zitierte Zahl von 44 Prozent aller (wohlbemerkt us-amerikanischen) E-Mail-Empfänger tatsächlich stimmt, die aufgrund einer Werbe-E-Mail schon etwas gekauft haben, sei dahingestellt. Sicher ist aber: E-Mails sind nach wie vor ein probates Mittel zur gezielten Kundenansprache. Und sie haben noch eine sehr wertvolle Eigenschaft beim Aufstellen einer Multi-Channel-Strategie: Sie eignen sich wunderbar zum Verknüpfen von Kanälen.

E-Mail-Marketing sollte also durchaus als bedeutendes und integrierendes Element in euer Multi-Channel-Konzept aufgenommen werden. Allerdings ist auch dabei einiges zu beachten.

Doppelt hält besser

Fangen wir mit dem Offensichtlichen an. Dass ihr mit einem seriösen Angebot keine unverlangten Spam-Mails verschickt, versteht sich hoffentlich von selbst. Ein Opt-In-Prozess muss also her, bei dem sich potenzielle Kunden und Interessenten für Informationen per E-Mail anmelden können.

In Deutschland solltet ihr dafür das sogenannte Double-Opt-In-Verfahren einsetzen. Das fragt nach dem Eintragen einer E-Mail-Adresse zum Beispiel für einen Newsletter erneut per Bestätigungsmail, ob der Empfänger den Newsletter auch wirklich haben will – oder ob ein Dritter eine fremde E-Mail-Adresse eingetragen hat.

Immer hübsch ordentlich

Google & Spam: der Kampf geht weiter
Wer will schon gerne auf einer Spam-Blacklist landen?

Dass ihr saubere Opt-In-Prozesse habt, ist nicht nur aus rechtlichen Gründen wichtig, sondern auch entscheidend für eure Reputation. Denn die leidet massiv unter willkürlich zusammengeklaubten Verteilerlisten. Was habt ihr davon, wenn euer Newsletter an 20.000 Empfänger geht, die ihn alle nicht haben wollen? Gar nichts. Oder im schlimmsten Fall einen Eintrag in einer Spam-Blacklist. Eine handverlesene Auswahl von 100 Newsletter-Empfängern, die sich wirklich für euren Shop und eure Produkte interessieren, ist deshalb weit mehr wert als ein paar tausend Uninteressierte.

Damit das so bleibt, solltet ihr eure Datenbank regelmäßig aufräumen und nicht nur Bounces aussortieren, sondern auch bei längerfristig inaktiven Kontakten kritisch hinterfragen, ob sie bleiben sollen. Im Zweifel fragt ihr einfach, ob sie sich lieber abmelden oder vielleicht pausieren wollen, anstatt eure Mails für die nächsten zwei Jahre unangefasst in den Papierkorb zu entsorgen.

Fleißig verknüpft

Wenn eure Datenbasis sauber ist und ihr darin echte Interessenten verzeichnen könnt, solltet ihr das Verknüpfen nicht vergessen. Und das auf allen Kanälen.

Ihr bietet einen Newsletter an? Wunderbar. Dann könnt ihr nicht nur in eurem Shop, sondern auch direkt auf eurer Facebook-Seite ein Registrierungsformular einbinden. Und wenn ihr ein neues Produkt-How-to in eurem YouTube-Kanal hochgeladen habt, dürft ihr es gerne im nächsten Newsletter bewerben.

Inhalte verwerten

(Foto: Laura Bittner / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)
Saisonale Themen wie Weihnachten bieten sich an. (Foto: Laura Bittner / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Womit wir schon beim zentralen Kern eines Newsletters wären: dem Inhalt. Inhalte aus all euren Kanälen im Newsletter zu bündeln, ist nicht nur eine gute Zweitverwertung, sondern auch ein prima Verknüpfungsmechanismus. Dabei solltet ihr allerdings aufpassen, dass euer Newsletter nicht zu einem beliebigen Sammelsurium an Themen verkommt.

Je nachdem, wie umfangreich euer Angebot und wie heterogen euer Zielpublikum ist, könnt ihr euch unterschiedliche Strategien zur Strukturierung der Themen zurechtlegen. Dabei sind saisongebundene Themen („Oster-Deko“, „Sommer-Deko“, „Weihnachts-Deko“) ebenso möglich wie nach Zielgruppen sortierte („Hautpflege in der Schwangerschaft“, „Schnelles Make-Up für junge Mütter“, „Haarpflege ab 50“, „Die beste Pflege für Männerhaut“).

Kontakte segmentieren

Ihr merkt es schon: Für Letzteres braucht ihr etwas mehr als nur eine Liste mit E-Mail-Adressen. Wenn ihr euren verschiedenen Zielgruppen jeweils relevante Inhalte bieten und 60-jährige Männer nicht mit Make-Up-How-tos und Schwangerschaftstipps langweilen und im schlimmsten Fall vergraulen wollt, müsst ihr die Kontaktdaten mit ein paar weiterführenden Informationen anreichern – und dann eine entsprechende Segmentierung vornehmen.

Dabei helfen Systeme zur Automatisierung von E-Mail-Marketing, die es inzwischen zahlreich gibt.

Gelegenheiten nutzen

Shopbetreiber haben vielen anderen Web-Anbietern gegenüber übrigens einen entscheidenden Vorteil: Dass sie ihre E-Mail-Adresse angeben müssen, um etwas zu bestellen, ist für Kunden inzwischen eine Selbstverständlichkeit geworden. Und dass sie im Zuge der Bestellabwicklung die ein oder andere Service-E-Mail bekommen, auch. Diese Gelegenheiten solltet ihr nutzen – zum Beispiel zum Verknüpfen.

Mindest-Standard sollte sein, dass ihr etwa in Bestellbestätigungs-E-Mails auf eure Social-Media-Präsenzen hinweist. Aber es geht natürlich noch viel mehr. Wie wäre es mit dem Verlinken der oben angesprochenen How-to-Videos, wenn der Kunde ein entsprechendes Produkt gekauft hat? Mit Links auf zum Thema passende Artikel aus eurem Blog? Oder mit der Aufforderung, den Kauf in den eigenen sozialen Netzwerken zu teilen? Auch Cross- und Upselling-Angebote in der Mail zu platzieren, ist durchaus möglich – aber Achtung: Nicht alles, was geht, ist auch erlaubt! Im konkreten Fall solltet ihr euch über eventuelle rechtliche Einschränkungen zum Thema Werbung in Servicemails informieren oder beraten lassen.

Entscheidend für alle Überlegungen: Versetzt euch in den Kopf eures Kunden und findet raus, von welchen Informationen er profitieren könnte, was ihm einen Zusatznutzen bringt. Dann bleiben eure Service-Mails nicht nur als Träger für Kleingedrucktes, sondern als hilfreiche, relevante Informationslieferanten im Kopf. Was Besseres kann euch nicht passieren.

Gedruckt hält länger

IKEA-Katalog 2013: Smartphone-App eröffnet Augmented Reality
IKEA macht es vor: So geht die Verknüpfung von Print und Digital. (Foto: Ikea)

Ok. Die E-Mail ist also noch nicht ganz tot. Akzeptiert. Aber Print braucht doch nun wirklich niemand mehr, oder? Naja.

Natürlich kann man Produktinformationen nicht nur auf Artikelseiten, sondern auch online in Katalogform abbilden. Reine PDF-Kataloge sind sicher die schnellste und unkomplizierteste Lösung, und wer es gerne etwas hübscher hat, findet auch zahlreiche Lösungen für blätterbare Online-Kataloge – Knistern inklusive. Wozu dann also noch drucken?

Ob es sich rechnet, weiterhin dicke Print-Kataloge mit der gesamten Angebotspalette an eine große Interessentengruppe zu schicken, muss wohl jeder für sich selbst rausfinden. Fakt ist: Ein Katalog bleibt deutlich länger im Wohnzimmer liegen als die E-Mail im Postfach. Und der haptische Effekt des Blätterns ist auch ein nicht zu unterschätzender Faktor. Dass sogar einige Online-Pure-Player inzwischen dazu übergegangen sind, zumindest kleine Angebots-Kataloge oder -Flyer zu verschicken, spricht Bände. Dennoch: Postkarten oder gar lange Bestelllisten mit noch längeren Bestellnummern ausfüllen wollen heute wohl nur noch die allerwenigsten Kunden.

Es gilt also auch hier, die Ebenen miteinander zu verknüpfen. Dass die angebotenen Produkte im Katalog die gleiche Bezeichnung und die gleiche Artikelnummer tragen wie im Online-Shop, sollte dabei eine Selbstverständlichkeit sein, damit man sie beim Wechsel in das andere Medium schnell wiederfindet.

Besser ist es natürlich, wenn man die beiden Medien auf direkterem Weg miteinander verbinden kann. Eine Möglichkeit dafür bieten QR-Codes – idealerweise in Kombination mit mobilen Apps. Wenn es genügt, das Smartphone einmal über das gewünschte Produkt zu halten und dann nur noch zu bestätigen (oder vielleicht Farbe, Größe oder andere Varianten auszuwählen), bevor es direkt in den Warenkorb wandert, vereinfacht das den Einkaufsprozess deutlich.

Womit der Kreis sich schließt und wir wieder beim Einstieg in unsere Serie wären: Alles wird mobil. Habt ihr verpasst? Dann fangt doch einfach nochmal von vorne an:

Multi-Channel für Shopbetreiber – Die komplette Serie

Mehr E-Commerce-News auf netzaktiv.de

Von Dr. Katja Flinzner

Ursprünglich publiziert bei netzaktiv.de.

]]>
netzaktiv.de-Redaktion
Deutschlands beste Online-Shops gesucht: t3n verlost 5 Wildcards zum Shop-Usability-Award http://t3n.de/news/shop-usability-award-2015-624196/ 2015-07-17T13:35:04Z
Der Shop-Usability-Award prämiert jedes Jahr die besten Onlineshops Deutschlands aus mehreren Hundert Einsendungen. t3n ist auch in diesem Jahr Teil der Fachjury. Wir haben für euch fünf …

Der Shop-Usability-Award prämiert jedes Jahr die besten Onlineshops Deutschlands aus mehreren Hundert Einsendungen. t3n ist auch in diesem Jahr Teil der Fachjury. Wir haben für euch fünf Wildcards gesichert.

Der Shop-Usability-Award ist zu einer festen Institution der deutschsprachigen E-Commerce-Landschaft geworden: In den letzten Jahren sind immer mehr als 500 Bewerbungen in den zwölf Kategorien eingegangen. Initiiert wurde der Wettbewerb von Johannes Altmann, Geschäftsführer der Agentur Shoplupe.

Die Jury des Wettbewerbs setzt sich zusammen aus Vertretern von Shopsystem-Herstellern, Bloggern, Journalisten und Beratern aus dem E-Commerce-Umfeld. Bis zum 31. Juli können sich Betreiber eines deutschsprachigen noch für die Teilnahme bewerben.

Der Shop-Usability-Award

(Foto: Shoplupe)
(Foto: Shoplupe)

Der Shop-Usability-Award wird am 10. September 2015 zum achten Mal im Rahmen einer Abendveranstaltung während der K5-Konferenz im Ballhausforum Unterschleißheim verliehen. Neben den Branchengrößen aus Analysten- und Journalisten-Reihen wie Jochen Krisch, Peter Höschl oder Stephan Meixner sitzen für die in Deutschland meistverbreiteten Shopsysteme verschiedene Vertreter in der Jury: Stefan Heyne von Shopware, Roland Fesenmayr von Oxid, Thomas Fleck von Netresearch für Magento, Hagen Meischner von Prestashop, Silvan Dolezalek von Cosmoshop, Daniel Schnadt von Gambio. Auch t3n-Redakteur Jochen G. Fuchs ist in der Jury aktiv.

Der Ablauf des Awards

Die Usability-Experten von Shoplupe nominieren aus allen Einsendungen für jede Kategorie je fünf Onlineshops, dabei gehen die Experten nach 26 festen Kriterien zu sechs Themengebieten vor. Anschließend vergibt die Fachjury Punkte für die Nominierten, um einen Kategoriesieger zu ermitteln. Der Kategoriesieger mit der höchsten Punktzahl wird Gesamtsieger des Awards.

Teilnahmebedingungen des Shop-Usability-Awards

Teilnehmen können am Shop-Usability-Award alle Unternehmen mit einem Firmensitz in Deutschland, die deutschsprachige Onlineshops und Websites mit einem Warenkorbsystem betreiben und in folgenden Kategorien tätig sind:

  • B2B
  • Essen & Trinken
  • Freizeit, Hobby & Haustier
  • Hardware, Software & Unterhaltungselektronik
  • Haushalt, Heimwerk & Garten
  • Möbel & Wohnen
  • Mode
  • Special Interests
  • Spielwaren & Kids
  • Sport & Outdoor
  • Uhren, Schmuck, Geschenke & Lifestyle
  • Wellness, Beauty & Gesundheit

Der Onlineshop muss zum 1. August sowie auch zur Preisverleihung im September live und für die Jury erreichbar sein, sonst kann der Nominierte nicht als Sieger berücksichtigt werden. Die detaillierten Teilnahmebedingungen finden sich auf der Website des Shop-Usability-Awards.

Anmeldungen können sowohl durch den Shopbetreiber selbst, als auch durch seine Shop-, Werbe-, Kommunikations- oder Digitalagentur erfolgen. Jeder Shop kann nur in einer Kategorie eingereicht werden. Ein Anbieter kann jedoch mehrere Shops anmelden.

Die Anmeldegebühr zum Shop-Usability-Award beträgt 79 Euro, Anmeldungen können noch bis zum 31. Juli erfolgen.

Wir vergeben 5 Wildcards an Shopbetreiber

Ihr betreibt einen Onlineshop, der die Teilnahmebedingungen des Shop-Usability-Awards erfüllt? Oder ihr habt als Agentur einen Onlineshop aus einer passenden Kategorie betreut? Dann bewerbt euch jetzt um eine t3n-Wildcard, dann spart ihr die Anmeldegebühr von 79 Euro.

  • Wie nehme ich teil: Überzeuge uns in einem Kommentar unter dem Artikel mit zwei Sätzen von deinem Onlineshop. Wieso soll ausgerechnet dein Projekt von uns ins Rennen um den Shop-Usability-Award geschickt werden?
  • Teilnahmebedingungen: Du musst in der Kommentarspalte eine E-Mail-Adresse verwenden, die entweder deiner Agentur oder deinem Onlineshop zuzuordnen ist. Zusätzlich gelten die Teilnahmebedingungen des Shop-Usability-Awards, wie oben beschrieben.
  • Bewerbungsschluß: Bis zum 24. Juli könnt ihr euch in der Kommentarspalte bewerben, am 27. Juli geben wir die Gewinner hier auf t3n bekannt.
  • Dein Gewinn: Ein Rabattcode in Höhe der Anmeldegebühr von 79 Euro, den du im Online-Bewerbungsfomular vom Shop-Usability-Award einlösen kannst.

Insgesamt werden fünf Rabattcodes vergeben – die Redaktions-Jury entscheidet über die Vergabe nach persönlichem Ermessen. Ein besonderes Augenmerk hat die Jury dabei auf die Punkte Branding, Geschäftsmodell und mobile Optimierung.

Ein Auszahlung des Gewinns ist nicht möglich, die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Gewinne, die bis zum 31. Juli nicht eingelöst wurden, verfallen. Wir behalten uns im Missbrauchsfall den Ausschluss von Bewerbern vor.

]]>
Jochen G. Fuchs
Shoppen direkt auf Facebook: Erste Tests für die E-Commerce-Offensive http://t3n.de/news/facebook-shopping-e-commerce-testlauf-623785/ 2015-07-16T08:32:08Z
Facebook testet weiter: Nachdem das Unternehmen schon mit Payment- und Shopping-Funktionen im Messenger experimentiert, soll jetzt ein Mini-Schaufenster für die Seiten kommen.

Facebook testet weiter: Nachdem das Unternehmen schon mit Payment- und Shopping-Funktionen im Messenger experimentiert, soll jetzt ein Mini-Schaufenster für die Seiten kommen.

Testlauf für E-Commerce-Funktion von Facebook bestätigt

Facebook testet eine Funktion, die es Nutzern ermöglichen soll, aus dem Netzwerk heraus Waren zu bestellen. Seitenbetreiber können demnach ihre Facebook-Pages zu Mini-Schaufenstern außerhalb ihrer Webseiten umfunktionieren. Facebook hat den Testlauf am Mittwoch bestätigt.

Zur Zeit ist eine kleine Anzahl von Nutzern in der Lage, die Produkte einer Handvoll Einzelhändler und E-Commerce-Unternehmen zu sehen und zu kaufen.

Facebook will den E-Commerce: Shopping-Tab soll Nutzern die Produkte präsentieren

Wie ein Mini-Schaufenster: Facebook testet neue Shopping-Funktion – hier die mobile Ansicht. (Grafik: Facebook)
Wie ein Mini-Schaufenster: Facebook testet neue Shopping-Funktion – hier die mobile Ansicht. (Grafik: Facebook)

Wie in dem oben abgebildeten Mockup zu sehen, wird die Funktion in der mobilen Ansicht in einer separaten Shopping-Rubrik angezeigt. In der Desktop-Ansicht wird sie in einem Browser-Tab zu finden sein – direkt neben den Timeline-, About- und Foto-Reitern. Die Produkte werden ähnlich angezeigt, wie Nutzer es von Bildern aus der Fotoalbum-Funktion kennen.

Händler können wählen, ob sie den Kauf direkt auf Facebook abwickeln wollen oder die Bezahlung auf der Webseite passiert. Wenn sich Händler für Ersteres entscheiden, werden Nutzer einen ähnlichen Prozess durchlaufen wie beim Kauf-Button in Facebook-Ads.

In der Vergangenheit hat das Unternehmen schon diverse Payment- und Shopping-Funktionen getestet. Anfang des Jahres wurde beispielsweise mit einer Peer-to-Peer-Zahlungsfunktion und kürzlich erst mit einem Shopping-Assistent für den Messenger experimentiert – die Erfolge jedoch waren nicht gerade nennenswert. Auch andere Unternehmen gehen derzeit einen ähnlichen Weg: Google hat beispielsweise am Mittwoch bekanntgegeben, dass ein Kauf-Button für die Suchergebnisse getestet wird, Pinterest hat Anfang des Jahres die „Buyable Pins“ veröffentlicht.

via mashable.com

]]>
Andreas Weck
Jeder Checkout, jede Registrierung überflüssig: Shopco lässt dich mit einem Klick in jedem Shop einkaufen http://t3n.de/news/shopco-shop-co-one-klick-warenkorn-button-621750/ 2015-07-08T17:40:46Z
Stell dir vor, du musst dich nie wieder in einem Shop registrieren. Einfach den Artikel aufrufen, auf den Warenkorb-Button in deinem Browser klicken – gekauft. Das ist Shopco, ein …

Stell dir vor, du musst dich nie wieder in einem Shop registrieren. Einfach den Artikel aufrufen, auf den Warenkorb-Button in deinem klicken – gekauft. Das ist Shopco, ein , das den auf den Kopf stellen könnte.

Shopco ist ein Onlinedienst, der es jedermann ermöglichen will, in jedem , ohne vorherige Registrierung, mit nur einem Klick einzukaufen. Klingt verrückt, ist aber so. Und um das gleich vorwegzunehmen: Es funktioniert nicht nur wie geschmiert, sondern hat eindeutig Suchtpotential, wie wir im t3n-Praxistest festgestellt haben.

(Screenshot: ShopCo)
ShopCo: Mit einem Klick in jedem Onlineshop deinen Wunschartikel kaufen. (Screenshot: ShopCo)

Schluß mit der Registrierung in Onlineshops: ShopCo kommt

Shop.co stellt dir nach deiner Anmeldung ein Browserplugin zur Verfügung, dass deinem Browserfenster einen kleinen, unscheinbaren Warenkorb-Button hinzufügt. Im Safari links außen, neben dem Adressleiste, in anderen Browsern rechts daneben zu finden.

Du klickst jetzt in einem beliebigen Onlineshop auf einen Artikel deiner Wahl. Die Detailansicht öffnet sich im Onlineshop. Vielleicht wählst du noch eine Farbe oder Größe aus, eventuell noch eine Stückzahl. Jetzt klickst du auf den kleinen Shopco-Warenkorb – und das war's!

In einem Overlay öffnet sich die Bestellbestätigung von Shopco, es besteht noch die Möglichkeit, die Stückzahl zu verändern oder die Bestellung wieder zu stornieren. Machst du nichts dergleichen, dann ist der Vorgang automatisch beendet: Der Artikel ist bestellt, bezahlt und auf dem Weg zu dir.

(Screenshot: ShopCo)
Erster Schritt: Auf den Warenkorb oben links neben der Adresszeile klicken. (Screenshot: ShopCo)

Es klingt zu einfach um wahr zu sein, aber Shop.co hat tatsächlich einen One-Klick-Warenkorb-Button entwickelt, der in jedem Onlineshop funktioniert.

(Screenshot: ShopCo)
Zweiter Schritt: Ein Overlay öffnet sich mit der Bestellbestätigung. (Screenshot: ShopCo)

Und jetzt wird es richtig interessant, wenn es darum geht, wie der Button und die Verwaltung der Bestellungen für dich als Kunde funktioniert, wie das ganze im Hintergrund abgewickelt wird – und was ShopCo in naher Zukunft noch anbieten möchte.

Wie ShopCo funktioniert

Bei der Anmeldung können Adress- und Personendaten sowie die Zahlungsdaten wie Kreditkartendaten, Paypal-Zugang oder Bankverbindung für das Lastschriftverfahren hinterlegt werden – Zahlung auf Rechnung ist ebenfalls möglich. Im nächsten Schritt bietet ShopCo das passende Plugin für den gerade genutzten Browser an. Nach der Installationsbestätigung taucht der Warenkorb von ShopCo auf.

(Screenshot: ShopCo)
Der Registrierungsprozess bei ShopCo in der Übersicht. (Screenshot: ShopCo)

Sobald eine Bestellung ausgelöst wird, beginnt das ShopCo-System die Registrierung im Onlineshop, übermittelt die Bestellung und trägt die Bestellung dann in das zentrale ShopCo-Kundenkonto ein. Alle Bestellungen aus den verschiedenen Onlineshops kann der Kunde dort gesammelt einsehen, den Status der Lieferung überprüfen, sowie das Angebot im Onlineshop erneut aufrufen. ShopCo hat für den Kunden eine Sicherheitsfrist zwischen der Bestellung und der Ausführung der Bestellung eingerichtet: Sobald der Kunde auf den ShopCo-Warenkorb geklickt hat, hat dieser noch 30 Minuten Zeit, um die Bestellung zu stornieren – erst nach Ablauf dieser Frist überträgt ShopCo die Bestellung tatsächlich in den Shop.

Die Shopco-Zutaten: Künstliche Intelligenz, ein Browser-Plugin und Kundenservice

Üblicherweise arbeiten Softwareanbieter im Onlinehandel mit APIs: Schnittstellen zur Kommunikation zwischen Systemen. Möchte ein Startup mit Hilfe der üblichen Technologie ein marktübergreifendes System aufbauen, steht dem Startup viel Arbeit bevor: Hunderte, ja tausende Shopbetreiber müssen in mühsamer Kleinarbeit von den Vorzügen überzeugt werden. Das gelingt nicht immer und erst recht nicht schnell.

ShopCo funktioniert dagegen in fast jedem Onlineshop, ohne auch nur eine Minute mit APIs und Überzeugungsarbeit verschwendet zu haben. Denn ShopCo setzt auf künstliche Intelligenz (KI) in Verbindung mit klassischen Webanalyse-Techniken. Automatisiert wird die Artikeldetailseite per Contentscraping. Übersetzt: Es wird ein virtueller Screenshot angefertigt, Algorithmen analysieren und interpretieren die Seite und bauen anhand der üblichen Platzierungen der Gestaltungselemente einer solchen Seite eine Matrix auf. Beispielsweise ist das Artikelbild immer links, der Warenkorb-Button rechts. Anhand einer Bild- und Gesichtserkennung werden die Artikelbilder analysiert, um Farbe und Artikelvariante gegenzuprüfen. Innerhalb von 300 Millisekunden ist ShopCo damit fertig und speichert die Bestellung vorläufig ab.

(Screenshot: ShopCo)
Sobald der Warenkorb-Button gedrückt wurde, vergehen laut des Anbieters nur etwa 300 Millisekunden, bis das ShopCo-System die Bestellung aufgenommen hat. (Screenshot: ShopCo)

Die Bestellung wird dann nach 30 Minuten vom ShopCo-System an den Onlineshop übergeben: Zuerst erfolgt die Registrierung mit einer zwischengeschalteten ShopCo-Mailadresse, die direkt dem Kunden zugeordnet ist. Dann wird das Double-Opt-In-Verfahren automatisiert abgewickelt und  die Bestellung mit dem frisch angelegten Kundenkonto durchgeführt.

(Screenshot: ShopCo)
Nach 30 Minuten wird dann endgültig die Bestellung platziert. (Screenshot: ShopCo)

Handelt es sich „nur“ um die Anwendung hochentwickelter Webtechnologien oder wirklich um künstliche Intelligenz? Wo beginnt „Machine Learning“ und geht in einfache künstliche Intelligenz über? Wahrscheinlich lässt sich darüber lange diskutieren, auch Gründer Jay Habib erzählt uns, dass sie bei ShopCo so manche Stunde mit dieser Diskussion verbracht haben – aber zum Schluss hat die Entwicklungsabteilung immer den Sieg davon getragen: Zum Beispiel die Tatsache, dass das System selbstlernend ist und durch ausprobieren und analysieren immer neue Onlineshop-Strukturen lernt und diese selbstständig in die Datenbank des System einträgt, soll eher für einfache künstliche Intelligenz sprechen.

Recht: Shopco ist kein Onlineshop, sondern ein Bote

Onlineshops müssen jede Menge Vorschriften einhalten, wie die genaue Bezeichnung des Warenkorb-Buttons, die Widerrufsbelehrung und vieles mehr. ShopCo agiert rechtlich betrachtet nicht als Shop oder Marktplatz, sondern nur als technischer Mittler. Durch diese Sonderstellung muss Shopco nicht die selben rechtlichen Voraussetzungen erfüllen wie ein Onlineshop.

Shopco im t3n Praxistest: Bestanden!

Versprechen können Anbieter viel, bei einem derart unglaublichen Szenario muss die Funktionalität überprüft werden – was wir für euch getan haben.

Ganz simpel, im ersten Anlauf haben wir mal ein  T-Shirt bei AboutYou bestellt, aber das hat uns nicht gereicht: Die ungewöhnlichsten Onlineshops sind im Test ausgewählt worden, um sicherzustellen, dass das System nicht nur mit den gängigsten Shops funktioniert: Egal ob Mett bei Max Wurst, US-Eistee bei BottleWorld, Sneakers bei Kickz, irgendwelches StarWars-Geraffel im Tabletop-Shop. Schweizer Chips im Migros Store oder in den USA eine extrem flache Geldbörse im Tightstore – alles hat geklappt.

Einzige Ausnahme: Mister Spex. Die allerdings auch zwei Warenkorb-Buttons, eine Vier-Brillen-Voransichtsbestellung und damit einen völlig aus der Reihe tanzenden Checkout besitzen. Bei dieser Bestellung hat zwar Shopco „bestellt“ gemeldet, konnte aber weder Bild noch Preis noch Artikel anzeigen – vorsichtshalber haben wir die Bestellung storniert.

(Screenshot: ShopCo)
Die Ansicht einer einzelnen Bestellung im ShopCo-Kundenkonto. (Screenshot: ShopCo)

Die meisten der anderen Bestellungen sind von uns ebenfalls wieder storniert worden, zwei haben wir dann ausführen lassen. Beide Bestellungen sind erfolgreich beim Anbieter gelandet und werden gerade bearbeitet.

  1. Bestellung bei AboutYou: Reibungslos abgelaufen, Bestellung wird gerade gepackt.
  2. Bestellung im Migros-Shop: Meine bei Shopco hinterlegte American-Express-Kreditkarte nimmt Migros leider nicht an. Shopco ist dann gezwungen gewesen Vorkasse zu wählen, Lastschrift ist auch nicht verfügbar bei Migros. Nachdem uns das auffällt, nehmen wir über das ShopCo-Kundenkonto Kontakt auf und teilen mit, dass wir keine Lust auf Vorkasse haben. Ergebnis: ShopCo storniert für uns die Bestellung und gibt sie selbstständig nochmals auf – diesmal mit dem Paypal-Konto. Ein Gefühl, als hätte man einen persönlichen Einkaufsassistenten.
(Screenshot: ShopCo)
Die beiden noch verbliebenen Bestellungen, die wir von ShopCo ausführen ließen. (Screenshot: ShopCo)

Die Kehrseite der Medaille: Kinderkrankheiten, fehlende Versandkostenanzeige und noch keine mobile Nutzung

An der Stelle muss ganz deutlich darauf hingewiesen werden, dass sich ShopCo noch im Beta-Stadium befindet. Das System funktioniert und kann bequem genutzt werden, wie unser Test zeigt – aber es gibt noch kleine Kinderkrankheiten:

Die Versandkosten, das dürfte die nervigste Einschränkung sein, werden nicht im kleinen ShopCo-Warenkorb angezeigt. Aktuell müssen Kunden also selbst noch auf die Versandkosten und die Mindestbestellmenge achten. In Kürze soll das aber behoben sein, dann wird direkt nach dem Klick auf den Warenkorb-Button von ShopCo auch der Versandkostenanteil angezeigt.

Ein weiterer Mangel ist die Artikelsumme, ShopCo zeigt beispielsweise an, dass ich Chips für „3 x 3,79 Euro“ gekauft habe und nicht für „11,37 Euro“ – die Summe fehlt noch.

Die mobile Nutzung wird gerade noch in einem geschlossenen Beta-Test mit einer App erprobt, soll aber bis September ohne App verfügbar werden – in der Nutzung dann vergleichbar mit der hier vorgestellten Desktopversion.

Monetarisierung: Was verdient ShopCo?

Mit was verdient ShopCo eigentlich sein Geld? Aktuell ganz simpel: Bei einigen Onlineshops hat sich Shopco in deren Affiliate-System eingetragen und bekommt für die Vermittlung Provisionen ausgeschüttet.

Zukünftig soll ein Corporate-Portal hinzukommen: Kunden können sich dann beispielsweise zusätzlich für Rabattcoupons registrieren. Die Onlineshopbetreiber übermitteln dann ShopCo ihre Werbewünsche und Kunden, die sich zusätzlich für das Rabattprogramm angemeldet haben, bekommen einen Coupon – wenn dieser Coupon thematisch zum Kunden passt. Dieses Werbeangebot soll ein wenig funktionieren wie Adwords von Google – nur mit Coupons statt Textanzeigen.

Fazit: ShopCo begeistert, wir sind gespannt auf die Zukunft

Aktuell arbeiten rund sechzehn Mitarbeiter gemeinsam mit Gründer Jay Habib an ShopCo, das Startup hat im Oktober 2013 losgelegt und diesen Monat sein Produkt in der Beta-Phase gestartet. Bis September sollen dann alle Kinderkrankheiten ausgemerzt sein und das System völlig rund laufen. Für die nächsten Monate ist ein richtiger Warenkorb als Zusatzdienst geplant, mit dem Bestellungen über alle Onlineshops hinweg gesammelt werden können und dann mit einem Klick bestellt werden. Bis August oder spätestens September soll es soweit sein.

Für das nächste Jahr ist der Start des Corporate-Portals geplant, das Onlineshopbetreiber die Möglichkeit bieten wird Produktempfehlungen und Coupons beziehungsweise Rabattangebote zu buchen. Dafür wird ShopCo sein Personal nochmals um 19 weitere Mitarbeiter aufstocken.

ShopCo hat uns begeistert, weil es schlichtweg Spaß macht. Klick. Bestellt. Klick. Bestellt. Einfacher war einkaufen bisher noch nie.

Eine ausführliche Analyse von ShopCo, und der Bedeutung des Geschäftsmodells von ShopCo für den E-Commerce, findet ihr in unserem Artikel „Ein simpler Knopf und der Handel steht Kopf: Wie ShopCo den E-Commerce für immer verändern wird“.

]]>
Jochen G. Fuchs
Tolle SERPs für Shopbetreiber: So optimierst du deine Google-Suchergebnisse http://t3n.de/news/tolle-serps-fuer-shopbetreiber-619137/ 2015-07-08T11:50:58Z
Bei Google auf der ersten Seite zu landen, ist das meistverfolgte Ziel aller SEO-Aktivitäten. Doch was, wenn ihr zwar in den SERPs hoch gerankt werdet, aber trotzdem niemand in euren Shop kommt? 

Bei auf der ersten Seite zu landen, ist das meistverfolgte Ziel aller SEO-Aktivitäten. Doch was, wenn ihr zwar in den SERPs hoch gerankt werdet, aber trotzdem niemand in euren kommt? 

Wenn die Suchergebnisse potenzielle Kunden nicht zum Klicken veranlassen, ist irgendwo etwas schief gelaufen. Wir verraten euch, worauf ihr bei der Optimierung eurer Suchergebnisse für Google besonders achten solltet.

Die Zeiten, in denen Suchmaschinen-Optimierung bedeutete, auf seiner Website möglichst viele Keywords möglichst häufig zu platzieren und parallel dazu möglichst viele Backlinks zu generieren, sind glücklicherweise vorbei. Zum Leidwesen vieler SEO-Optimierer hat Google seinen Algorithmus in den vergangenen Jahren immer wieder angepasst und die Anforderungen dabei auch immer stärker an das angenähert, was man sich als Benutzer bei der Suche erhofft. Die Bedürfnisse von Nutzern in den Fokus seiner SEO-Bemühungen zu stellen, ist deshalb schon lange kein schlechter Ratschlag mehr. In ganz besonderem Maße gilt das für die Optimierung von SERPs.

SERP ist die Abkürzung für Search-Engine-Result-Page – also die Seite, auf der die Suchergebnisse aufgelistet werden. Euer Eintrag in den SERPs ist das Erste, womit ein über Google kommender Nutzer mit eurer Website in Berührung kommt. Er ist quasi eure Google-Visitenkarte und verdient deshalb ganz besondere Aufmerksamkeit.

SERP-Ausschnitt einer Suche nach dem Begriff „Shop-Kompendium“: Mit Titel in Blau, URL in Grün und zweizeiliger Description. Und – in diesem Fall – 6 von Google ausgewählten Sitelinks. (Screenshot: google.de)
Ausschnitt aus den SERPs einer Suche nach dem Begriff „Shop-Kompendium“: Mit Titel in Blau, URL in Grün und zweizeiliger Description. Und – in diesem Fall – 6 von Google ausgewählten Sitelinks. (Screenshot: google.de)

Lange nicht alles, was in den SERPs angezeigt wird, könnt ihr direkt beeinflussen. Die Logik, mit der Google die Anzeige steuert, ist ziemlich komplex und richtet sich danach, was für den Suchenden nach Googles Einschätzung am relevantesten ist. Dennoch gibt es ein paar Stellschrauben, an denen ihr drehen könnt.

Tipp 1: Saubere Basics für die SERPs

Ein klassischer SERP-Eintrag besteht zunächst aus 3 Elementen: Titel, URL und Beschreibung (Description). Diese 3 Elemente sollten also so gestaltet sein, dass ein Nutzer direkt erkennt, ob er das, was er sucht, bei euch findet.

Titel

In der Regel entspricht der Titel dem „Title“, den ihr in den Meta-Tags eures HTML-Headers definiert habt. Konkrete Empfehlungen für die Zeichenanzahl des Titels lassen sich heute kaum noch geben, denn Google verwendet eine proportionale Schrift so, dass die tatsächlich angezeigte Anzahl Zeichen von der Breite der jeweiligen Zeichen abhängt. Bestünde euer gesamter Titel aus „m's“, wäre deshalb schon nach 34 Zeichen Schluss. In der Realität solltet ihr meistens mit 55 Zeichen gut hinkommen.

Jede Seite sollte ihren eigenen Titel haben und dieser sollte nicht nur das für diese Seite entscheidende Keyword enthalten (und das möglichst weit vorne im Text), sondern vor allem dem Nutzer deutlich sagen, was er auf dieser Seite erwarten kann.

URL

Auch wenn inzwischen in der SEO-Diskussion immer mal wieder von sprechenden URLs abgeraten wird: Aus Nutzersicht sind Internetadressen und –pfade, die beim Lesen einen Sinn ergeben, zweifellos hilfreicher als kryptische, womöglich mit Variablen gespickte Zeichenketten. Dabei gilt es, ein gutes Gleichgewicht zu finden, denn auch wenn das entscheidende Keyword enthalten sein sollte, sollten URLs am besten nicht zu lang sein. Auf eine willkürliche Anhäufung von Keywords zu verzichten, ist deshalb auch für die URL empfehlenswert.

Beschreibung

Große Bedeutung kommt in den SERPs der „Description“, der Beschreibung, zu. Die kann, muss aber nicht, mit dem übereinstimmen, was ihr im HTML-Header als sogenannte Meta-Description mitgebt. Ob ihr diese Meta-Description für jede Seite separat optimieren müsst, hängt sicherlich davon ab, was euer verwendetes CMS oder Shopsystem automatisch aus den Seiten zieht. Unbedingt solltet ihr das überprüfen und für den Fall, dass die Description aus einer Aneinanderreihung von Bildunterschriften und Button-Texten besteht, manuell Hand anlegen.

Tool-Tipp: Ein sehr hilfreiches Tool für die manuelle Bearbeitung von Titel, URL und Description ist das Vorschautool für SERPs von Torben Leuschner. Darin könnt ihr live herausfinden, wie eure Informationen im SERP aussehen und wie viel Platz euch zur Verfügung steht.

Immer wissen, wie das Suchergebnis aussieht: Ein sehr hilfreiches Tool für die SERP-Optimierung gibt es etwa von Torben Leuschner. (Screenshot: www.torbenleuschner.de)
Immer wissen, wie das Suchergebnis aussieht: Ein sehr hilfreiches Tool für die SERP-Optimierung gibt es etwa von Torben Leuschner. (Screenshot: www.torbenleuschner.de)

Wenn Google der Meinung ist, dass andere Textteile der Seite besser zum gesuchten Keyword passen, löst es sich aber sehr schnell von der Description und zeigt im Textteil des SERPs stattdessen einen seiner Meinung nach passenden Textausschnitt an – beispielsweise einen, in dem das Keyword selbst direkt vorkommt.

Ergänzt man bei der Suche nach „Shop-Kompendium“ noch den Begriff „netzaktiv“, wird anstelle der hinterlegten Description ein Textbereich angezeigt, in dem „netzaktiv“ vorkommt. (Screenshot: google.de)
Ergänzt man bei der Suche nach „Shop-Kompendium“ noch den Begriff „netzaktiv“, wird anstelle der hinterlegten Description ein Textbereich angezeigt, in dem „netzaktiv“ vorkommt. (Screenshot: google.de)

Tipp 2: Mobile Suche bei den SERPs berücksichtigen

Die Spatzen pfeifen es schon seit längerer Zeit von den Dächern: Die Zeit der Desktop-Übermacht ist vorbei – Internetnutzer werden immer mobiler. Und so gilt auch bei der Gestaltung von SERPs zu berücksichtigen, wie die Suchergebnisse bei einer Suche über Smartphones und Tablets angezeigt werden. Als Faustregel gilt hier: in der Regel etwas kürzer. Deshalb solltet ihr wichtige Inhalte und auch eure zentralen Keywords beispielsweise bei der Description am besten innerhalb der ersten 100 Zeichen unterbringen – auch wenn ihr bei einer Desktop-Suche meist 120 Zeichen und mehr Platz habt.

Tipp 3: Für Menschen schreiben

Darüber, welche Suchergebnisse in welcher Reihenfolge angezeigt werden, entscheidet Google. Die Entscheidung, auf eines dieser Suchergebnisse zu klicken, trifft aber einzig und allein der Mensch, der vor dem Bildschirm sitzt. Deshalb sollten Suchergebnisse immer so gestaltet sein, dass sie Menschen ansprechen. Das heißt: Ganze Sätze sind besser als Keywordlisten und gut verständliche Texte besser als Fachchinesisch, es sei denn natürlich, ihr wollt vor allem Forscher und spezialisierte Fachleute erreichen. Und direkte Aufforderungen, Fragen oder klare Antworten sind besser als wirre Zusammenhänge. Auch wenn Google inzwischen so schlau sein mag, dass es falsch geschriebene Begriffe richtig zuordnen könnte – für potenzielle Kunden sind Rechtschreibfehler definitiv kein Indiz für Seriösität und Professionalität.

Tipp 4: Nichts versprechen, was ihr nicht halten könnt

Ok, der User klickt auf euren Link. Geschafft – Mission erfüllt? Nein, noch nicht ganz. Was, wenn er eigentlich etwas ganz anderes gesucht hat? Dann ist er innerhalb weniger Sekunden wieder weg – und sucht weiter. Das ist nicht nur schlecht für eure Konversionsrate und euren Umsatz – das ist auch schlecht für euer Ranking. Denn Google wertet inzwischen Relevanz deutlich höher als reine Keyword-Matches. Und wenn Suchende wiederholt auf eure SERPs klicken und innerhalb weniger Sekunden wieder zurückkommen, bekommt Google das ganz genau mit und wertet es als Indiz dafür, dass eure Seite für die Suchenden keine hohe Relevanz hat. Ihr solltet also in euren SERPs nur Dinge versprechen, die eure Landingpages auch halten können. Denn nur wenn er auch auf der Landingpage findet, was er sucht, bleibt der potenzielle Kunde länger – und landet vielleicht sogar in eurem Checkout.

Tipp 5: Auffallen!

Ihr schafft es mit euren SERPs bis ganz nach oben, eure Texte sind ansprechend und nutzerfreundlich, aber die Konkurrenz über und unter euch bekommt trotzdem immer die besseren Klickraten? Dann fällt sie vielleicht einfach mehr auf! Es gibt inzwischen verschiedene Möglichkeiten, eure Suchergebnisse mit Zusatzinformationen und Zusatznutzen anzureichern, um die Blicke der Suchenden auf euer Angebot zu lenken. Die wohl mächtigste davon sind die sogenannten „Rich Snippets“. Die basieren auf einer semantischen Strukturierung, einem „Markup“ eurer Inhalte. Google mag semantisch strukturierte Inhalte, weil sie ihm dabei helfen, Inhalte richtig zu verstehen und zuzuordnen. Und transportiert einige dieser Markups auch direkt in die Suchergebnisse, sofern es einen Nutzen für den Nutzer darin sieht.

Eine der bekanntesten Einsatzmöglichkeiten für Rich-Snippets sind Bewertungen jeglicher Art. In einem klassischen 5-Sterne-Raster werden diese, wenn sie auf der entsprechenden Seite für Google verständlich ausgezeichnet sind, mit in die SERPs übernommen.

Aber auch Events oder Produktinformationen, wie zum Beispiel Preise, lassen sich so auszeichnen, dass Google sie gegegebenfalls mit in die Suchergebnisanzeige übernimmt. Und solltet ihr im Content-Bereich eures Shops Rezepte anbieten – vielleicht verkauft ihr ja Bratpfannen, Gewürzmischungen oder Küchengeräte –, dann solltet ihr wissen, dass Rezepte ebenfalls zu den Inhalten gehören, die Google auf besondere Art darstellt, wenn das Markup stimmt – gegebenenfalls sogar mit Foto.

Und, wo klickt ihr drauf? Auf Platz 1 – oder doch lieber auf’s Foto? (Screenshot: google.de)
Und, wo klickt ihr drauf? Auf Platz eins – oder doch lieber auf’s Foto? (Screenshot: google.de)

Zu einem auffallenden Suchergebnis tragen natürlich auch die sogenannten Sitelinks bei, die Google zum Teil unterhalb der Hauptdomain zusätzlich angibt. Bisher sind die Möglichkeiten, diese aktiv zu beeinflussen, allerdings begrenzt. Google empfiehlt, bei internen Verlinkungen Alt-Tags und Ankertexte zu verwenden und bietet die Möglichkeit, als fehlerhaft wahrgenommene Sitelinks abzuwerten. Ansonsten ist das Prozedere automatisiert – nicht ausgeschlossen ist es aber, dass es in Zukunft auch Möglichkeiten geben wird, etwa über die Webmaster-Tools auf die Anzeige der Sitelinks Einfluss zu nehmen.

Alles erledigt? Dann dürft ihr euch jetzt gerne auch wieder um euer Ranking Gedanken machen – schließlich lohnt es sich jetzt erst richtig, wenn ihr unter den ersten 10 Ergebnissen landet.

Mehr E-Commerce-News auf netzaktiv.de

Von Dr. Katja Flinzner

Ursprünglich publiziert bei netzaktiv.de.

Vielleicht interessiert dich auch dieser Artikel: „Google verändert Product-Listing-Ads: Dieser Artikel ist 34% günstiger als der Durchschnitt“.

]]>
netzaktiv.de-Redaktion
Endlich in Farbe: Individuelles Design für Versandkartons bei Printmate http://t3n.de/news/versandkartons-versandverpackungen-bedrucken-621184/ 2015-07-07T11:40:49Z
Das Startup Printmate will Onlinehändlern jeder Größe, besonders aber kleinen bis mittleren Händlern, einen leichten und bezahlbaren Zugang zu individuellen Versandkartons bieten.

Das Startup Printmate will Onlinehändlern jeder Größe, besonders aber kleinen bis mittleren Händlern, einen leichten und bezahlbaren Zugang zu individuellen Versandkartons bieten.

Bisher mussten Onlinehändler bei Kartonherstellern unterschiedliche Hürden nehmen, um an ihr individuelles zu gelangen: Dazu gehören neben oft vorhandenen Mindestbestellmengen ein meist analoger und aufwendiger Bestellvorgang samt Lieferzeit und auch möglicherweise hohe einmalige Kosten.

Hinzu kommt eine aufwendige, nach professionellen Maßstäben abzuwickelnde Gestaltung des Verpackungsdesigns. All das will Printmate mit seinem Online-WYSIWYG-Editor, einer 3D-Vorschau und kleinen Mindestmengen aushebeln.

(Screenshot: Printmate)
Pritnmate will Onlinehändlern individuelle Verpackungen ermöglichen. (Screenshot: Printmate)

Printmate setzt auf Digitaldruck

Im Versandhandel trifft der Händler meistens auf Wellpappkartons, will man diese vom Hersteller bedrucken lassen, setzt dieser ein Hochdruckverfahren namens Flexodruck ein. Hier wird eine Designvorlage vom Kunden in eine Druckschablone, auch Klischee genannt, umgesetzt.

Für diesen Vorgang bezahlen Händler schon einmalige Einrichtungskosten, die bei Nachbestellungen des selben Designs allerdings entfallen – die Schablone ist ja schon da. Damit Onlinehändler sich nicht mit diesen Widrigkeiten abgeben müssen, will Printmate auf Digitaldruck setzen – die Notwendigkeit für Einrichtungskosten entfällt also.

Versandkartons selbst gestalten

Im nächsten Schritt wird entweder ein professioneller Gestalter hinzugezogen, der die Gestaltung des Pakets übernimmt, oder der Händler bekommt eine komplexe Gestaltungsvorlage mit diversen Gestaltungsvorschriften ausgehändigt. Manche Hersteller übernehmen diesen Part auch gegen Bezahlung, dann brauchen Kunden nur eine Vorlage, eine Reinzeichnung oder ein Logo abzuliefern.

(Screenshot: Printmate)
Die Gestaltung einer Versandverpackung mit dem Printmate-Editor. (Screenshot: Printmate)

Printmate bietet Onlinehändlern einen simplen Gestaltungseditor, wie auch im Endkunden-Markt bei diversen Druckdienstleistern üblich. Hier können Händler Bilder und Logos hochladen und selbst Gestaltungs- und Schriftelemente hinzufügen. Das fertige Produkt wird dann in einer 3D-Visualisierung angezeigt, um dem Händler eine guten Eindruck vom fertigen Produkt zu vermitteln. Für den professionellen Markt des Verpackungsdesigns ist das recht ungewöhnlich, meist können in den Onlineshops der Hersteller und Großhändler nur fertige Druckdateien hochgeladen werden.

Der Editor ist einfach bedienbar und die 3D-Vorschau liefert eine brauchbare Ansicht des fertigen Produkts, wie unser kurzer Test ergeben hat. Der Editor eignet sich nicht für komplexe Gestaltungen, die erledigen Onlinehändler lieber im Grafikprogramm ihrer Wahl und laden die Grafikelemente dann als Bild in den Editor.

(Screenshot: Printmate)
So sehen die fertigen Versandkartons in der 3D-Vorschau aus. (Screenshot: Printmate)

Den Aufwand, eine Druckschablone zu produzieren, nehmen viele Anbieter nicht für Kleinserien auf sich, deshalb sind oft Mindestbestellmengen mit Stückzahlen von mehreren 1.000 Kartonagen an der Tagesordnung. Printmate liefert ab einer Mindestbestellmenge von 20 Stück.

Die Kosten für Versandverpackungen

Statt Händler mit vielen Einzelpositionen zu quälen und Verpackungen schwer kalkulierbar zu machen, geht Printmate den Weg des Pauschalpreises: Ein Preis pro Verpackung, keine zusätzlichen Kosten. Die Verpackungen sind so allerdings leider auch nicht billig: Aktuell liegt der Preis für 20 Versandkartons zwischen 3,95 und 6,50 Euro pro Stück – und sinkt bestenfalls auf 3,40 bis 5,60 Euro pro Stück bei einer Bestellung von 1.000 Stück.

Auf die recht hohen Preise und die geringe Auswahl des angesprochen, erklärt Printmate-Gründer Julian Jost, dass das Startup unter Zeitdruck mit temporären Produkten gestartet ist und ab dem nächsten Monat deutlich günstigere Preise und eine dritte Kartongröße anbieten will – aktuell gibt es einen Maxibrief-Karton und eine kleinere, rechteckige Paketgröße. Die Pakete sollen speziell für den Onlinehandel entwickelt worden und besonders belastbar sein.

In großen Serien verringern sich die Kosten auch deutlich, Printmate gibt dazu größere Mengen an das Partnerunternehmen BBPack ab.

Onlinehändler brauchen eine individuelle Versandverpackung

In der digitalen Welt des Onlinehandels konzentrieren sich viele Händler auf den Kundenkontakt im Onlineshop – und vergessen dabei völlig, dass sie mit den Kunden auch noch einen ganz altmodischen, analogen Berührungspunkt haben: die Lieferung. Mit individuellen Versandkartons kann dieser Moment genutzt werden, um beim Kunden einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Die Kleinserienproduktion kann auch genutzt werden, um Verpackungen gezielt anzupassen, im Digitaldruck können auch mal Sonderangebote direkt auf den Karton gedruckt werden – oder andere Werbeaktionen und Goodies, die sich der Onlinehändler ausgedacht hat.

Hier eine typische Paketgestaltung am Beispiel der Versandverpackung des Otto-Startups AboutYou.de. (Foto: Collins)
Hier eine typische Paketgestaltung am Beispiel des Versandkartons des Otto-Startups AboutYou.de – nicht von Printmate hergestellt. (Foto: Collins)

Nächster Halt: Der digitale Workflow

Printmate ist kein alleinstehendes Startup, sondern agiert in einem Unternehmensverband: Die Partner BBPack und Cr8packaging stehen für ungewöhnlichere Produktwünsche und Großserien zur Verfügung, um Printmate und Händler bei der Gestaltung und Produktion zu unterstützen.

Der ehemals bei Zalando für das Verpackungsmanagement zuständige Julian Jost beschreibt uns Projekte, an denen Printmate gerade arbeitet: Schon möglich ist ein hoch individualisierter Druck, der jeden einzelnen Karton unterschiedlich bedruckt. Zum Beispiel mit dem Kundennamen – aktuell realisiert Printmate für Glossybox ein ähnliches Individualisierungs-Projekt. Die Individualisierung soll in Zukunft auch über den Onlineshop von Printmate verfügbar gemacht werden, ist aber aufgrund der Aufwändigkeit des Prozesses ein Projektgeschäft und kein Standardprodukt.

Fazit: Sobald die Preise marktfähig sind, könnte der Dienst sich lohnen

Printmate will den Bereich Verpackungsproduktion und -Design im Allgemeinen digitaler machen: Langfristig soll so ein Verpackungsökosystem entstehen. Dazu will Printmate mit Logistik-Software-Dienstleistern und Shopsystem-Herstellern kooperieren. Beispielsweise könnte so in einer Logistik-Software ein Scan des Kartons gleich das Label in der für den Karton passenden Labelgröße ausdrucken.

Für große Mengen an bedruckter Kartonage ist das Standardangebot von Printmate noch nicht sinnvoll, dazu sind die Produkte noch zu teuer – dazu müssen Kunden sich noch manuell an Printmate wenden oder auf andere Anbieter zurückgreifen. Für kleinere und mittlere Serien, besonders praktisch für Onlinehändler, die sich keine großen Kartonagen-Mengen auf Lager legen möchten, lohnt sich der Dienst jedoch – allerdings erst, sobald die Preise im nächsten Monat wie versprochen marktfähig geworden sind. Vorausgesetzt, die entsprechende Marge bei der Handelsware ist beim Händler vorhanden.

]]>
Jochen G. Fuchs
3.000 Sonderangebote auf Amazon: Onlinehändler macht Schnäppchenjäger zum 20. Geburtstag glücklich http://t3n.de/news/schnaeppchenjaeger-aufgepasst-amazon-prime-day-620888/ 2015-07-06T09:08:39Z
Amazon startet am 15. Juli einen weiteren Aktionstag. Prime-Mitglieder können beim Amazon-Prime-Day bei mehr als 3.000 Sonderangeboten zuschlagen.

startet am 15. Juli einen weiteren Aktionstag. Prime-Mitglieder können beim Amazon-Prime-Day bei mehr als 3.000 Sonderangeboten zuschlagen.

Passend zum 20-jährigen Fimenjubiläum startet der Onlinehändler den Prime-Day. Ab 0 Uhr können Prime-Mitglieder bei den mehr als 3.000 Blitzangeboten oder den 15 Angeboten des Tages zuschlagen. Kunden erhalten laut Amazon einen Rabatt von bis zu 50 Prozent.

Amazon-Prime-Day: Rabatte in allen Kategorien

Neben dem Cyber-Monday vor Weihnachten gibt es damit jetzt auch mitten im Sommer einen Aktionstag. Angebote gibt es laut Amazon in allen Kategorien, von Elektronik über Haushalt und Videospiele.

Mit dem Amazon-Prime-Day macht der weiter große Werbung für seinen Prime-Dienst und will mehr Mitglieder werben. Denn auch wer das Prime-Programm in der vierwöchigen Testphase nutzt, bekommt die Angebote, auch wenn man den Test erst am Prime-Day startet.

via futurezone.at

]]>
Johannes Schuba
E-Commerce-kreativ: Einhorn, der etwas andere Kondom-Onlineshop http://t3n.de/news/e-commerce-kreativ-einhorn-620129/ 2015-07-04T08:22:13Z
Ein Onlineshop für völlig austauschbare Allerweltsprodukte? Das soll spannend sein? Ja, wenn es sich um einen Onlineshop für vegane Öko-Kondome in bunten Chipstüten handelt – und das ganze …

Ein für völlig austauschbare Allerweltsprodukte? Das soll spannend sein? Ja, wenn es sich um einen für vegane Öko-Kondome in bunten Chipstüten handelt – und das ganze ernsthaft „Einhorn“ heißt. Ein Horn. Echt jetzt.

Wirklich? Einen Onlineshop für Kondome stellen wir euch vor? Klingt ja echt spannend ... Also, Kondome sind jedenfalls langweilig. Na gut, nicht in der Anwendung, aber das Produkt selbst – das ist jetzt wirklich nicht spannend. Kautschuk, medizinisch gestaltete Produktverpackungen und völlig austauschbar. Außerdem ist vielen das Kaufen dieses Produkts unangenehm, sogar so unangenehm, dass man die Dinger lieber klaut, statt sie zu kaufen. Gibt ja einen Grund dafür, dass der Einzelhandel die Regale der kleinen Gummiüberzieher strenger bewacht als Fort Knox. Und wenn schon nicht klauen, dann wenigstens unter der Chipstüte auf dem Band verstecken. Muss ja nicht jeder sehen.

Also wieso gehen wir euch mit einem Kondom-Shop auf die Nüsse? Weil dieser Onlineshop völlig durchgeknallt ist und mal richtig schön demonstriert, wie aus einem gelegentlich sogar unbeliebten Allerweltsprodukt etwas Besonderes wird. Ein Ausflug in die schöne, bunte Nische, die sich das Startup Einhorn mit seinen selbstproduzierten, nachhaltigen, veganen Kondomen geschaffen hat. Und die bunte Nische beginnt schon auf der Startseite.

Einhorn-Kondome-E-Commerce-kreativ
Vorsichtshalber zeigen wir euch die Startseite erstmal nur Ausschnittsweise. (Screenshot: Einhorn)

Würde Andy Warhol Onlineshops gestalten ...

... dann würde Einhorn.my wahrscheinlich noch bunter getüncht, aber das an Pop-Art erinnernde Design des Onlineshops geht mit seinen Farben und den auffälligen Sprechblasen schon mal in die richtige Richtung. Eine schnarchige Startseite mit Themenwelt, Sonderangeboten und jeder Menge seltsamer Siegel ist das auf jeden Fall nicht, was Einhorn da abliefert.

Überlebt? Gut, dann hier die komplette Startseite. (Screenshot: Einhorn)
Überlebt? Gut, dann hier die komplette Startseite. (Screenshot: Einhorn)

Der Stil wird auf den Produktseiten etwas ruhiger, bleibt aber schön bildlastig und ansehlich. Und vor allem einzigartig, was für jeden Onlinehändler in jedem Geschäftsmodell immer wichtiger wird: aus der Masse hervorstechen.

Für meinen Geschmack hätte Einhorn allerdings auf der Startseite irgendwie etwas eindeutiger durchblicken lassen können, dass es um Kondome geht. Eine alte Erkenntnis zur Gestaltung von Startseiten besagt schließlich, dass die Entscheidung über das Verweilen im Shop in den ersten Millisekunden nach dem Aufruf der Startseite fällt.

Aber sonst: alles richtig gemacht.

]]>
Jochen G. Fuchs