Online-Shop | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Online-Shop 2014-09-15T08:55:13Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/online-shop Unterschätzter Umsatzkiller: So teuer kommen euch Warenkorbabbrüche zu stehen [Infografik] http://t3n.de/news/warenkorbabbrueche-reduzieren-567062/ 2014-09-15T08:55:13Z
Online-Kunden, die ihren Warenkorb zwar füllen, den Bestellvorgang dann aber nicht abschließen, stellen Shopbetreiber vor große Herausforderungen. Wie hoch die Umsätze, die Online-Händlern du …

Online-Kunden, die ihren Warenkorb zwar füllen, den Bestellvorgang dann aber nicht abschließen, stellen Shopbetreiber vor große Herausforderungen. Wie hoch die Umsätze, die Online-Händlern durch solche Warenkorbabbrüche entgehen, tatsächlich sind, zeigt eine neue .

Warenkorbabbrüche: Nur ein Drittel der Kunden schließt den Kaufvorgang ab

Das Gute ist: Wer erkennt, warum es trotz des vollen Warenkorbs nicht zum Kauf gekommen ist, kann die Rate der Warenkorbabbrüche in der Regel deutlich reduzieren. Denn oftmals liegt es am Shopbetreiber, die Hindernisse im Checkout-Prozess zu beseitigen und dafür zu sorgen, dass der Kunde beim Bestellvorgang nicht irgendwann entnervt aufgeben muss.

Neil Patel, Gründer der Webanalyse-Plattform Kissmetrics, hat die häufigsten von Kunden genannten Gründe, den Kauf nicht abzuschließen, jetzt in einer Infografik zusammengefasst und zeigt die passenden Lösungsansätze für Shopbetreiber auf. Zuvor verdeutlicht die Grafik aber, was für ein Umsatzkiller Warenkorbabbrüche wirklich sind: Durchschnittlich 68 Prozent aller Shop-Besucher schließen den Kaufvorgang nicht ab. Für Shopbetreiber heißt dies: Wer seine monatlichen Einnahmen durch den Faktor 0,32 teilt, erhält die aufgrund von Warenkorbabbrüchen entgangenen Einnahmen.

Warenkorbabbrüche reduzieren: Viele kleine Stellschrauben für Händler

Nicht alle Gründe für einen Warenkorbabbruch kann der Onlinehändler beeinflussen – etwa, wenn der Shop-Besucher sich ganz gegen einen Kauf entscheidet, keine Zeit mehr hat, den Einkauf abzuschließen, oder irgendwo ein billigeres Angebot findet. Hier empfiehlt Patel, sich zumindest um die E-Mail-Adresse der Besucher zu bemühen, um später mit speziellen Angeboten noch einmal auf sie zugehen zu können.

Die Liste der Bestellhindernisse, die sehr wohl in der Einflusssphäre des Shopbetreibers liegen, ist allerdings um einiges länger. Von komplizierter Navigation über zu lange und komplexe Bestellprozesse bis hin zu teuren Versandkosten: Es gibt viele Möglichkeiten, die Kunden eines in die Flucht zu treiben, bevor der Kauf abgeschlossen ist.

Wer sich eingehender mit dem Thema beschäftigen will, sollte sich unsere Artikelreihe Warenkorbabbrüche mit acht einfachen Schritten vermeiden ansehen.

Ein Klick auf den Ausschnitt öffnet die unten stehende Infografik.

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Lea Weitekamp
Verkaufst du „aktiv“? So steigern Online-Händler ihren Umsatz bei eBay und Amazon [Sponsored Post] http://t3n.de/news/verkaufen-ebay-amazon-565836/ 2014-09-10T08:30:38Z
Wer als Online-Händler bei Amazon oder eBay verkauft, muss sich entscheiden: Verkaufe ich „aktiv“ oder „passiv“? Die meisten bevorzugen die einfache, passive Verkaufsstrategie – und …

Wer als bei oder verkauft, muss sich entscheiden: Verkaufe ich „aktiv“ oder „passiv“? Die meisten bevorzugen die einfache, passive Verkaufsstrategie – und verschenken somit viel Umsatzpotenzial. Warum, das erklärt dieser Artikel.

Wenn du bei eBay oder Amazon neue Listings erstellst für ein Produkt, das du international verkaufen willst, ist das erste, was du dich fragen solltest:

Verkaufe ich aktiv oder passiv?

In den meisten Fällen ist die Antwort eindeutig: Aktiver Ansatz ist gleich mehr Umsatz. Lass uns im Folgenden etwas weiter ausholen, um zu untersuchen, wie sowohl die aktive als auch die passive Verkaufsstrategie funktioniert, und warum aktives verkaufen zu mehr Umsatz führt. Dieser Artikel wird die Hauptunterschiede zwischen einem passiven und einem aktiven Verkäufer erklären und erläutern, warum immer mehr Online-Händler sich für den aktiven Weg entscheiden.

International Verkaufen

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Folgende E-Commerce-Statistiken aus den USA verdeutlichen, wie groß der Anteil des internationalen Marktes ist, der von vielen eBay-Verkäufern ungenutzt bleibt:

„Der E-Commerce-Umsatz wird allein in den USA auf 491,5 Milliarden US-Dollar steigen – bis 2018

Laut stats.com ist der E-Commerce-Umsatz im US-amerikanischen Einzelhandel im Jahr 2013 um 16 Prozent gewachsen und wird bis 2018 voraussichtlich 491,5 Milliarden US-Dollar betragen – dies entspricht einem Zuwachs von circa 38 Prozent. Die US-Website eBay.com verzeichnet 59 Millionen individuelle Besucher pro Monat - aber wusstest du, dass die eBay-Website im Vereinigten Königreich auch 17 Millionen individuelle Besucher pro Monat anzieht, die deutsche 21,4 Mio., die italienische 10 Millionen….und so weiter? Mit 22 internationalen Märkten weltweit wird deutlich, welches Wachstumspotential bei eBay im grenzüberschreitenden Handel liegt.

Während die traditionellen Einzelhandelskanäle weiter stagnieren oder sinken, wächst der E-Commerce rasant und ist dabei, zum beliebtesten Vertriebskanal zu werden. Was musst du also tun, um diese Millionen von neuen potentiellen Käufern zu erreichen? Ganz einfach: Werde aktiver Verkäufer.

Der passive Verkäufer

Passiv bei eBay zu verkaufen bedeutet, internationale Versandoptionen für die eigenen Listings für die Länder anzubieten, in die versendet werden soll. Dieser passive Ansatz ermöglicht es ausländischen Käufern, Angebote für deine Produkte abzugeben, spricht sie aber nicht aktiv an. Der passive Ansatz hat allerdings einige Vorteile, allem voran seine Einfachheit. Diese Methode ist vielleicht das Richtige für diejenigen, die nur gelegentlich international verkaufen wollen, und die nichts dagegen haben, das Potenzial des internationalen Verkaufs ungenutzt zu lassen.

Für die Mehrheit der ernsthaften Verkäufer jedoch ist dieser passive Ansatz des internationalen Verkaufs aber absolut nicht der richtige Weg. Wenn du passiv auf eBay verkaufst, gelingt es nur einem kleinen Prozentsatz der internationalen Käufer tatsächlich, deine Produkte zu finden. Dafür gibt es zwei Gründe:

  1. Internationale Käufer suchen nach Artikeln mithilfe von Schlüsselwörtern in ihrer Muttersprache. Angenommen, du verkaufst Jacken. Ein französischer Käufer auf der Suche nach Jacken würde mit dem Stichwort "veste" suchen, und somit würden deine Artikel nicht in den Suchergebnissen angezeigt werden.
  2. Selbst wenn ein internationaler Käufer auf seiner örtlichen eBay-Website mit einem Schlüsselwort sucht, das im Titel deines Listings enthalten ist, dein Listing würde meistens unterhalb derjenigen der örtlichen Verkäufer erscheinen - also ganz am Ende der Suchergebnisse.

Hinzu kommt, dass die Chancen auf ein Erscheinen deines Artikels noch weiter sinken, wenn der Käufer seine Suche nach Kategorie filtert. Das liegt daran, dass die Kategoriestrukturen von einer eBay-Website zum anderen variieren, und dies bedeutet, dass in vielen Fällen dein Artikel nicht einmal in der richtigen Kategorie landet. Nach eBay-Studien werden mehr als 40 Prozent der Suchanfragen nach Kategorien verfeinert.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die meisten Menschen, die eine passive Verkaufsstrategie beim internationalen Verkauf bei eBay verfolgen, weniger als 10 Prozent ihres vollen internationalen Potentials ausschöpfen.

Aktiv und glücklich

„Aktiv verkaufen heißt, lokalisierte Angebote auf internationalen eBay-Websites zu platzieren.“

Obwohl viele Verkäufer immer noch passiv verkaufen, geht der Trend also immer mehr hin zum „aktiven“ internationalen Vertrieb. Die Gründe hierfür sind für jeden klar, der im Unternehmen damit beschäftigt ist, Kosten zu senken, Einnahmen zu steigern und mehr Zeit für die Geschäftsentwicklung freizuschaufeln.

Wenn wir vom aktiven Verkauf bei eBay sprechen, meinen wir, lokalisierte Angebote direkt auf jeder internationalen eBay-Website zu platzieren. Ein lokalisiertes Angebot ist eins, das dem jeweiligen Land, in dem es gelistet werden soll, angepasst ist. Zum Beispiel enthält das Angebot die richtigen Suchbegriffe in der richtigen Sprache, mit der richtigen Währung, den richtigen Versandkosteninformationen und der richtigen Kategoriestruktur und so weiter.

Mit diesem Ansatz können ausländische Käufer deine Artikel auf ihrer örtlichen eBay-Website finden, wenn sie in ihrer Muttersprache suchen, auch wenn sie ihre Ergebnisse nach Kategorien filtern. Französische Käufer beispielsweise, die auf der Suche nach Jacken auf der französischen eBay-Website sind und auf Französisch suchen, werden jetzt deine Produkte finden können, da deine Schlüsselworte, dank aktivem Verkaufsansatz, lokalisiert wurden und somit die französischen Suchbegriffen mit den höchsten Trefferquoten enthalten. In diesem Fall also "veste" oder „blouson“, die französischen Worte für Jacke. Darüber hinaus sind die Chancen höher, Interessenten zu zahlenden Käufern zu konvertieren, da deine Artikel in der richtigen Währung und Kategorie angegeben werden.

Und nicht zu vergessen: Sichtbarkeit. Da deine Artikel direkt bei jeder internationalen eBay-Site gelistet werden, erscheinen sie weiter oben in der Liste der Suchergebnisse, zusammen mit den örtlichen Anbietern. Dies führt zu weitaus größerer Sichtbarkeit, und viel mehr Umsatz.

Wo ist der Haken? Die Probleme des aktiven Verkaufens

Es gibt jedoch einige Nachteile bei der aktiven internationalen Verkaufsstrategie. Zum einen bedeutet die Veröffentlichung der gleichen Artikel auf mehreren internationalen eBay-Websites, dass du zusätzliche eBay-Gebühren zahlen musst. Diese zusätzlichen Kosten können jedoch bei der Preiskalkulation des Artikels berücksichtigt werden – und da die Verkaufsgebühren (FVF) sich von eBay-Website zu eBay-Website unterscheiden, kann es sogar sein, dass du am Ende noch deine Gewinnmarge erhöhen kannst.

„Nachteile: Mehr eBay-Gebühren, Fremdsprachen, Bestandsführung.“

Weitere Schwierigkeiten bereiten die Lokalisierungsprozesse selbst, also Titel in verschiedenen Sprachen anzugeben, mit den richtigen Schlüsselwörtern, mit der richtigen Währungsumrechnung, den richtigen Kategorien – und du musst mit Kunden in fremden Sprachen kommunizieren. Darüber hinaus macht das Verkaufen auf mehreren Seiten die Bestandsführung schwieriger, da du die Lagerbestände über alle ausländischen Listings hinweg synchronisieren musst. Wenn sich dein Lagerbestand zum Beispiel verringert, oder die Beschreibung oder der Preis eines Artikels geändert wird, dann müssen diese Änderungen bei jeder einzelnen eBay-Website, auf der der Artikel erscheint, vorgenommen werden. Neben dem Listing selbst, musst du auch die Verkaufsbestimmungen für jede eBay-Website kennen, um zu vermeiden, dass du Artikel dort listest, die gegebenenfalls in dem Land verboten sein könnten.

Aktiv werden – und WebInterpret hilft dir dabei

Nachdem wir mittlerweile mit Hunderten von eBay-Verkäufern gearbeitet haben, von Einzelunternehmern bis hin zu großen Einzelhändlern, haben wir beobachtet, wie viel effektiver der aktive Ansatz gegenüber dem passiven Ansatz ist.

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Durch den Übergang vom passiven zum aktiven Verkauf haben wir gesehen, wie Unternehmen ihren internationalen Umsatz verzehnfacht haben, wobei die besten Ergebnisse von Verkäufern erzielt wurden, die ihre Top-Selling-Artikel bei den wichtigsten eBay-Websites eingestellt haben – Deutschland, Frankreich, USA, Großbritannien, Australien, Spanien und Italien, und in geringerem Maße Kanada, Belgien und Österreich.

Es ist allerdings schwierig, den Lokalisierungsprozess zu steuern und die Lagerbestände über mehrere ausländische eBay-Websites hinweg zu überwachen. Auch wenn du Fremdsoftware nutzt, um deine Angebote zu veröffentlichen und zu synchronisieren, musst du immer noch deine Angebote extrahieren, lokalisieren, veröffentlichen, sie kontinuierlich aktualisieren, und diesen ganzen Prozess für jedes neue Angebot und jede eBay-Website wiederholen.

Das ist der Grund, warum Unternehmen wie WebInterpret in den letzten Jahren entstanden sind, die das nötige Know-how und die Software haben, um den gesamten Prozess von Anfang bis Ende zu erledigen, sodass eBay-Verkäufer sich ohne zusätzlichen Stress darauf konzentrieren können, ihre Produkte weltweit zu vermarkten. Wenn du daran interessiert bist, vom passiven zum aktiven Verkauf zu wechseln, melde dich für ein kostenloses Webinar an und erfahre mehr.

Online-Händler, jetzt WebInterpret für 30 Tage kostenlos testen!

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t3n Redaktion
E-Commerce im Social Network: Twitter testet Buy-Button in Tweets http://t3n.de/news/twitter-buy-button-566018/ 2014-09-09T04:00:21Z
Twitter hat den Startschuss für den Test eines Buy-Buttons gegeben, der das Shopping direkt aus Tweets heraus möglich macht. Zu den ersten Anbietern gehören Marken wie Burberry und Musiker wie Eminem.

hat den Startschuss für den Test eines Buy-Buttons gegeben, der das direkt aus Tweets heraus möglich macht. Zu den ersten Anbietern gehören Marken wie Burberry und Musiker wie Eminem.

Knapp zwei Monate, nachdem der Buy-Button zum ersten Mal in einer Mobile-App aufgetaucht war, hat der Microblogging-Dienst den Start zu einer Testphase für die Kaufoption angekündigt. „Das ist ein früher Schritt bei unseren Bemühungen, Twitter eine Funktionalität einzubauen, die das Shopping von mobilen Geräten aus bequem und leicht, hoffentlich sogar spaßig, machen kann“, heißt es in einem entsprechenden Blogeintrag.

Buy Button Twitter
Twitter startet Buy-Button für In-Tweet-Käufe (Bild: Twitter)

Twitter: Buy-Button für Exklusiv-Produkte

Über den Buy-Button, der in den Twitter-Apps für Android und iOS zur Verfügung stehen soll, werden den Twitter-Nutzern Sonderangebote und exklusive Produkte unterbreitet. Nach dem Klick auf den Button werden weitere Informationen wie der Preis angezeigt und der Nutzer kann Versand- und Zahldaten eingeben.

Zu den ersten Anbietern gehören Marken wie Burberry und Künstler wie Eminem, Pharrell oder Soundgarden. Die Zahl der Anbieter soll in den kommenden Wochen und Monaten genauso erweitert werden wie die Zahl der Nutzer, die den Buy-Button zu sehen bekommen. Aktuell ist die nämlich auf „eine kleine Prozentzahl von US-Nutzern“ begrenzt.

Twitter arbeitet bei seinem neuen Service mit den E-Commerce-Anbietern Fancy, Gumroad und Musictoday sowie dem Bezahldienst Stripe zusammen - über die Konditionen ist nichts bekannt. Der neue Vorstoß in Richtung könnte Twitter eine neue Einnahmequelle neben der Werbung eröffnen.

via www.engadget.com

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Jörn Brien
„Einfachheit als Schlüssel zum Erfolg“ – 5 Gründe, warum der Klarna Checkout eine Chance für Online-Händler ist [Sponsored Post] http://t3n.de/news/klarna-checkout-2-565686/ 2014-09-08T08:30:10Z
Online-Händler verlieren potenzielle Käufer „an der Kasse“, allen voran auf dem Smartphone oder Tablet. Der Klarna Checkout wirkt dieser Entwicklung entgegen und verspricht signifikant höhere …

Online-Händler verlieren potenzielle Käufer „an der Kasse“, allen voran auf dem oder Tablet. Der Klarna Checkout wirkt dieser Entwicklung entgegen und verspricht signifikant höhere Konversionsraten. Warum, das verraten diese fünf Tipps für Online-Händler.

Von 100 Kunden checken nur 16 mobil aus: Klarna Checkout will das ändern

Das Einkaufen über mobile Endgeräte ist noch immer zu kompliziert. In Zeiten einer zunehmend mobil vernetzten Welt stellt dies Online-Händler vor ganz neue Probleme. Denn die Anzahl der Online-Shopper, die ihren Kauf aufgrund einer zu komplexen, virtuellen Kasse abbrechen, ist bei Nutzern von Smartphones oder besonders hoch: Von 100 Kunden, die ihren Kauf im mobilen abschließen möchten, tun dies tatsächlich nur 16.

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Der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna wirkt dieser Entwicklung mit dem Klarna Checkout entgegen. Für den deutschen Markt bedeutet dies eine neuartige Zahlungslösung, mit der Online-Händler ihre Konversionsraten im Mobile-Commerce signifikant erhöhen können. Wir nennen fünf Gründe, warum:

1. Einfachheit ist der Schlüssel zum Erfolg

Beim Online-Shopping möchten Smartphone-Nutzer nicht viel Zeit mit dem Eintippen von (sensiblen) Daten verschwenden. Mit Klarna Checkout ist der Online-Einkauf denkbar leicht. E-Mail-Adresse und Postleitzahl sind ausreichend, um den Einkauf abzuschließen. Lediglich beim erstmaligen Einkauf ist noch die Eingabe des Geburtsdatums und der vollständigen Rechnungsadresse erforderlich, dies fällt aber bereits beim nächsten Einkauf weg – und zwar in jedem Shop, der Klarna Checkout integriert hat.

2. Sicherheit für Kunden und für Händler

Gerade beim Einkaufen per Smartphone und Tablet befürchten viele Nutzer, dass ihre Daten schnell in falsche Hände geraten können. Mit Klarna Checkout gehört diese Sorge der Vergangenheit an. Der Kunde muss keine Kontodaten oder Kreditkartennummern eintippen. Das ist vor allem beim Einkauf von unterwegs bequem und sicher. Gleichzeitig bietet Klarna Checkout auch für Händler absolute Sicherheit: Sie haben in Klarna einen Vertrags- und Ansprechpartner für alle Zahlungsarten. Dabei übernimmt Klarna stets die volle Zahlungsgarantie. Auch für alle Zahlungsarten.

3. Steigerung der Konversionsrate

Online-Händler verlieren potenzielle Käufer vor allem “an der Kasse”. Mit dem Klarna Checkout kann der Kunde bei der Zahlung zwischen den meisten der beliebtesten Zahlungsarten wählen: Zahlung per VISA oder MasterCard, Lastschrift, SOFORT Überweisung sowie Rechnung und Ratenkauf. Dass dieses Angebot bei Kunden einen Nerv trifft, zeigt ein Blick nach Schweden: Weniger als 18 Monate nach dem Start im Jahr 2013 wurden bereits zehn Prozent der gesamten Online-Einkäufe in Schweden über den Klarna Checkout getätigt. Adlibris, der größte schwedische Online-Buchhändler, hat mit dem Klarna Checkout sogar eine 80 Prozent höhere Konversionsrate auf mobilen Geräten erzielen können.

4. Responsive Design

Ob Smartphone oder Tablet, Klarna Checkout kann sich an alle Fenster- und Browsergrößen auf mobilen Geräten anpassen. Das speziell für Smartphones und Tablets optimierte von Klarna sorgt für mehr abgeschlossene mobile Online-Einkäufe, denn die virtuelle Kasse wird immer optimal dargestellt. So verzeichnet der schwedische Online-Shop Ginza.se seit der Einführung von Klarna Checkout einen Zuwachs von 46 Prozent bei der mobilen Konversion.

5. Kontinuierliche Weiterentwicklung inklusive

Mit dem Klarna Checkout profitieren Online-Händler von einem Zahlungssystem, das stetig weiterentwickelt wird. Sie müssen sich nicht länger mit Versions- oder Schnittstellen-Updates beschäftigen oder der Frage nachgehen, wie ein idealer Checkout für sie aussehen könnte. Auch das übernimmt Klarna und arbeitet auf Basis aller Erfahrungswerte ständig an einer Optimierung des Checkouts.

Klarna Checkout jetzt entdecken!

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Daniel Hüfner
Easy E-Commerce mit Celery: Vorbestellungen mit nur 2 Zeilen Code realisieren http://t3n.de/news/easy-e-commerce-celery-565105/ 2014-09-02T17:20:23Z
Celery will mit einer Kombination aus Bestellmanagement, Checkout und Zahlungsanbindung eine einfache Lösung für Vorbestellungen oder auch für Onlinehändler mit nur sehr wenigen Produkten …

Celery will mit einer Kombination aus Bestellmanagement, Checkout und Zahlungsanbindung eine einfache Lösung für Vorbestellungen oder auch für Onlinehändler mit nur sehr wenigen Produkten liefern. Was Celery kann, findet ihr im Artikel. „Eigentlich brauche ich keinen . Ich will aber etwas online verkaufen.“ Diese Gesprächseröffnung klingt erst verwirrend, stellt aber bei nochmaligem Nachdenken einen häufigen Anwendungsfall dar: Beispielsweise Hersteller, die eventuell in Handarbeit kleine Auflagen ihrer Produkte herstellen oder spezialisierte Onlinehändler mit zwei bis drei Produkten sind von einem solchen Szenario betroffen. Diese Händler stehen vor der Situation, dass sie eigentlich keinen vollständigen Onlineshop brauchen: Eine schlanke Lösung würde reichen. Ein reiner „Bezahlen-Button“ ohne dahinterstehendes Bestellmanagement ist wiederum zu wenig und richtig schwierig wird es, sobald es um Vorbestellungen geht, die zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden sollen. Der Kunde soll hier ja nicht gleich bezahlen, sondern erst bei Lieferung – oder maximal eine Anzahlung leisten. Der US-Anbieter Celery will für diese Problematik eine Lösung bieten. Wir haben das Bestellabwicklungstool für Vorbestellungen für euch getestet.

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(Screenshot: Celery)

Celery: Bestellmanagement und Checkout-Formular

Celery ist Bestellmanagement und Verkaufsabwicklung in einem: Alle eingehenden Bestellungen werden mitsamt der Zahlungsdaten der Kunden gesammelt und in einem Backend dem Händler zur Verfügung gestellt. Sobald eure Produkte verfügbar sind, werden die Vorbestellungen mit einem Knopfdruck in Lieferungen umgewandelt und die Zahlungen bei euren Kunden durchgeführt. Den Belastungszeitpunkt können Händler bei Celery allerdings auch selbst definieren, genauso ob eine Anzahlung verlangt wird oder nicht.

  • Dashboard: Anzahl der Produkte und Bestellungen, gesamter Umsatz.
  • Bestellübersicht: Bestellungen einsehen, aktualisieren, stornieren, ausführen.
  • Produktverwaltung: Produktbezeichnung, Produktbeschreibung, Produktbild. Produktvarianten, Artikelnummern (SKU), Steuereinstellungen, Produkt aktiv oder inaktiv. Produkt-Bundles.
  • Gutscheine
  • Einstellungen: Persönliche Daten, Steuereinstellungen pro Land, Versandkosten, Checkout-Prozess, Individuelle Skripte zum Checkout-Prozess hinzufügen, Zahlungsdienstleister auswählen.
  • Zahlungsdienstleister: Stripe oder Paypal.
(Screenshot: Celery)
Vorbestellungen im E-Commerce managen mit Celery: Backend. (Screenshot: Celery)

Was Celery kostet

Die Nutzung von Celery ist in verschiedenen Abrechnungsmodellen möglich. Das Standardabrechnungsmodell kostet keine monatlichen oder einmaligen Gebühren. Pro Verkauf wird dafür eine Transaktionsgebühr von zwei Prozent zuzüglich der Gebühren des Zahlungsabwicklers berechnet. (Paypal & Stripe: 2,9 Prozent plus 30 Cent pro Transaktion.)

Howto: So setzt ihr Celery in Deutschland ein

Kann Celery in Deutschland eingesetzt werden? Dieser Frage sind wir als erstes nachgegangen und um die Frage vorweg kurz zu beantworten: Ja.

1. Schritt: Produktdetailseite selbst entwerfen

Etwas ausführlicher erklärt müssen Onlinehändler im ersten Schritt eine rechtskonforme Produktdetailseite für das zu verkaufende Produkt erstellen, was die Berücksichtigung der neuen Verbraucherrechterichtlinie beinhalten sollte. Die Erstellung der Produktdetailseite geschieht unabhängig von Celery. Sei es als statische HTML-Seite, als Artikel in WordPress oder integriert in andere CMS-Systeme und Webseiten.

2. Schritt: Celery einbauen

Jetzt gibt es weiterführend zwei Möglichkeiten: der Onlinehändler möchte ein selbst gestaltetes Checkout-Formular in Verbindung mit der Celery-API nutzen oder ein fertiges, bei Celery gehostetes Formular verwenden. An das Checkout-Formular schliesst sich dann die Payment-Page des gewünschten Zahlungsdienstleisters an. Stripe und Paypal bieten beide einen Checkout, der mit der deuschen konform geht. Stripe ist Deutschland zwar noch im Beta-Stadium, kann aber bereits in einer Produktiv-Umgebung genutzt werden.

Dann wird nur noch der „Checkout-Button“ von Celery in die Seite integriert. Das kann entweder als Overlay, als DIV-Container oder als schlichter Link geschehen. Unten beispielsweise die Integration als Overlay, wie in der Überschrift versprochen mit zwei Code-Zeilen:

<button data-celery="Hier Celery-ID einsetzen" data-celery-version="v2">Zur Kasse gehen</button> <script async type="text/javascript" src="https://www.trycelery.com/js/celery.js"></script>

Das übersichtlich und modern gestaltete Checkout-Formular von Celery ist leider nur in Englisch verfügbar und ist nicht editierbar. Wenn das für euch nicht akzeptabel sein sollte, müsst Ihr leider selbst zum Editor greifen und ein Checkout-Formular erstellen.

Die Rest-API ist noch im Beta-Stadium, ein Access-Token ist aber im Celery-Account hinterlegt. Um die fertige Lösung dann aber in einer Produktiv-Umgebung einzusetzen, müsst Ihr noch den Celery-Support kontaktieren.

Fazit: Praktischer mit geringen Einschränkungen in Deutschland einsetzbarer E-Commerce-Dienst für Pre-Launches und Vorbestellungen

Da die rechtlich vorgeschriebenen Informationen entweder vor dem Checkout-Formular in der Produktdetailseite des Händlers integriert werden können oder nach der Übergabe in der Payment-Page von Stripe oder Paypal enthalten sind, dürfte Celery ohne Probleme in Deutschland einsetzbar sein.

Die Funktionalität ist völlig ausreichend für Händler mit einem oder nur sehr wenigen Produkten. Wer keine Vorbestellungen entgegennehmen möchte, kann auch auf „Direkte Abwicklung“ umstellen. Dann wird die Zahlung ebenfalls mitabgewickelt. Für Vorbestellungen oder Prelaunches von Saas-Diensten oder ähnlichem ist Celery im Gegensatz zu Pre-Launch-Tools wie „Launchrock“ die nur eine E-Mail-Adresse einsammeln, gut geeignet: Interessenten können direkt eine Bestellung tätigen und müssen nicht in einem späteren Durchlauf umständlich zu einem Kauf aufgefordert werden – was voraussichtlich auch der Konversionsrate gut tun dürfte.

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Jochen G. Fuchs
Den Online-Shop im Griff: ERP-Systeme für Versandhandel im Überblick http://t3n.de/magazin/ratgeber-erp-branchenloesungen-versandhandelsaufsaetze-235226/ 2014-09-01T09:04:15Z
Warenwirtschaftssysteme sind der zentrale Dreh- und Angelpunkt eines Handelsunternehmens. Für Online-Händler bietet der ERP-Markt eine breite Auswahl an Systemen: Branchenlösungen, …

Warenwirtschaftssysteme sind der zentrale Dreh- und Angelpunkt eines Handelsunternehmens. Für Online-Händler bietet der ERP-Markt eine breite Auswahl an Systemen: Branchenlösungen, Versandhandelsaufsätze und spezialisierte Einzellösungen. Wir erklären, was die Unterschiede zwischen den Systemen sind und was es bei diesen zu beachten gibt. Kommt man mit den Beratern einzelner Softwareanbieter ins Gespräch, ergibt sich ein deutliches Bild: Onlinehändler machen sich oft erst dann auf die Suche nach einer neuen Versandhandelslösung, wenn sie an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Salopp gesagt, erschallt der Ruf nach einer neuen Software, sobald der Händler in der „Flut der Bestellungen“ ertrinkt. Eigentlich ein schönes Erfolgserlebnis, das sich ins Negative wandelt, sobald die „Flut“ nicht mehr in die richtigen Bahnen gelenkt werden kann. Sprich: Sobald weniger Pakete das Haus verlassen als Bestellungen eintreffen. An dieser Stelle setzen ERP- und Warenwirtschaftssysteme für den Online-Handel an.

Beschleunigung und Vereinfachung von Unternehmensprozessen

Der Oberbegriff „Versandhandelssoftware“ kann für verschiedene Systeme stehen, die wir im nächsten Absatz vorstellen. Allen Lösungen liegt der Gedanke zugrunde, den Ablauf der alltäglichen Arbeiten im Versandhandel zu beschleunigen und zu vereinfachen. Gleichzeitig stellen diese Lösungen Werkzeuge dar, die es ermöglichen, viele Verkaufskanäle gleichzeitig zu steuern und dabei die Fehler und Unstimmigkeiten zu vermeiden, die bei einer manuellen Pflege der Kanäle zwangsläufig entstehen. Die Versandhandelslösung unterstützt den Onlinehändler also sowohl im Betriebsablauf als auch bei der Gewinnoptimierung. Eine ausführliche Erläuterung zu den Bestandteilen einer Versandhandelslösung findet sich im ersten Teil unserer ERP-Serie.

Versandhandelssoftware: Ein Überblick

Die Anzahl an ERP-Systemen, die sich das Thema Onlinehandel auf die Fahne geschrieben haben, ist groß. Einige Anbieter bedienen ausschließlich den Onlinehandel: die spezialisierte Einzellösung. Andere wiederum richten sich mit ihrem ERP-System an verschiedene Branchen: die so genannte Branchenlösung. Den Abschluss bilden die Versandhandelsaufsätze: Bei diesen wird ein bestehendes ERP-System um Funktionalitäten für den Versandhandel erweitert. Als Basis für einen solchen Versandhandelsaufsatz kann eines der mächtigen ERP-Systeme von IBM, Microsoft Dynamics NAV, Sage Office Line oder SAP dienen. Der Begriff Versandhandelsaufsatz ist dabei in den seltensten Fällen das, wonach es sich anhört: eine Zusatzkomponente für ein bestehendes Warenwirtschaftssystem. Eher kann man sich diese Programme als ein hochintegriertes System vorstellen. Das ERP-System 4Sellers ist ein Beispiel hierfür: Das Sage Office Line dient als Kern für den Versandhandelsaufsatz, rund um diesen Kern haben die Entwickler des Unternehmens quasi eine eigene Anwendung geschaffen.

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Unterschiedliche Wege führen das ERP-System zum Onlinehandel: Ob Branchenlösung, Versandhandelsaufsatz oder spezialisierte Einzellösung, der individuelle Bedarf des Online-Händlers sollte letztlich entscheidend sein.

Die Auswahl des richtigen Systems in Angriff nehmen

Auf den ersten Blick ergibt sich aus Anwendersicht kein großer Unterschied: der Nutzer erhält ein auf den Versandhandel abgestimmtes System. Einerlei, ob der Softwarehersteller sich auf den Versandhandel spezialisiert hat oder auch andere Branchen bedient. Die Unterschiede sind zunächst nur im Funktionsumfang und in der Funktionstiefe der einzelnen Lösungen zu finden. Gräbt man etwas tiefer, stellt sich ein wesentliches Detail in den Vordergrund: Branchenlösungen und Versandhandelsaufsätze basieren auf einem System, das nicht nur auf den Versandhandel ausgelegt ist. Dadurch kann unter Umständen auch ein komplexeres Geschäftsmodell besser abgebildet werden, als mit einer spezialisierten Einzellösung. Denn die zugrunde liegenden ERP-Systeme sind dafür geeignet, mehrere Unternehmenszweige unter einen Hut zu bekommen, beispielsweise den Filialhandel, Versandhandel und die Produktion.

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Das godesys ERP fasst im Auftragsmanagement eine Übersicht über Auftragserfassung, Warendisposition, Liefer- und Tourenplanung und Retouren zusammen.

Besonderheiten der Branchenlösung

Ein einfaches Beispiel für ein solches Geschäftsmodell: Ein produzierendes Unternehmen beginnt mit dem Versandhandel, weil ein Direktvertrieb etabliert werden soll, und eröffnet ein Jahr später eine Filialkette. Entweder hat das Unternehmen nun drei verschiedene ERP-Systeme gesammelt oder es setzt eine Branchenlösung ein, die den verschiedenen Unternehmensbereichen die passenden Funktionalitäten zur Verfügung stellt. Zum Verständnis muss man hier hinzufügen, dass moderne ERP-Systeme modular aufgebaut sind. Das Unternehmen muss hier nicht drei Branchenlösungen desselben Software-Herstellers installieren, sondern verwendet ein und dasselbe System, es werden in der Regel lediglich zusätzliche Module oder Funktionalitäten freigeschaltet. Oft ist das auch auf Rollen-Basis möglich: So nimmt ein Mitarbeiter seinen benötigten Funktionsumfang von einem Arbeitsplatz zum anderen mit. In diesem Fall hat nicht die Installation, sondern lediglich das Log-in des Mitarbeiters über den Funktionsumfang entschieden. Neben dieser Flexibilität bieten Branchenlösungen in dem Moment, in dem diese zur Komplettlösung werden, im Vergleich zu mehreren, miteinander über Schnittstellen verbundenen Systemen, einen Vorteil: eine gesicherte Datenkonsistenz, da nur eine gemeinsame Datenbasis existiert.

Besonderheiten des Versandhandelsaufsatzes

Da der Versandhandelsaufsatz in der Regel auf ein weitverbreitetes ERP-System einer großen Marke wie SAP, Microsoft Dynamics NAV oder Sage setzt, orientieren sich seine Besonderheiten eng an diesen großen Lösungen. Nicht in Vergessenheit geraten darf dabei, dass hier zwei Lösungen in Einklang gebracht werden müssen. Daraus resultiert zum einen die Tatsache, dass zwei Lizenzen erworben werden müssen: einmal die Lizenz des Basis-ERPs und einmal die Lizenz der Versandhandelslösung. Zum anderen können individuelle Änderungen an einem der Systeme Auswirkungen auf das andere haben.

Mächtige ERP-Systeme oder mächtiger Aufwand

Etablierte und weitverbreitete ERP-Systeme können auf ein umfangreiches und lebendiges Ökosystem zurückgreifen: zahlreiche Erweiterungen, zusätzliche Programme, Anbindungen an externe Systeme durch ein reichhaltiges Angebot an Schnittstellen. Zusätzlich sind eine große Zahl von Partnerunternehmen am Markt, die sich auf technische Unterstützung, Schulung und weitere Services spezialisiert haben. Das eröffnet die Möglichkeit, sich etwas unabhängiger von einzelnen Dienstleistern zu positionieren – klappt beispielsweise die Zusammenarbeit mit einem technischen Dienstleister nicht, der für die Schnittstellenpflege verantwortlich ist, findet sich unter Umständen schnell ein anderer. Das Ökosystem um ein großes ERP-System birgt aber nicht nur Chancen, sondern auch Risiken: Die Tatsache, dass ein umfangreiches Ökosystem existiert, kann auch bedeuten, dass dieses Ökosystem nötig ist, um das ERP an individuelle Kundenbedürfnisse anpassen zu können. Das wiederum kann darauf verweisen, dass der Aufwand bei Änderungen, Erweiterungen oder strategischer Neuausrichtung des eigenen Geschäftsmodells höher ausfällt – schon alleine, weil mehrere Partner in den Prozess involviert sind.

Business Case „Einzelhändler wird zum Onlinehändler“

Ein Einzelhändler, der sein Geschäftsmodell um den Onlinehandel erweitert, muss seine Geschäftsprozesse sicherlich anpassen. Trotzdem kann es sinnvoll sein, das bisherige ERP-System weiterzuverwenden. In einem solchen Fall sollte zunächst geprüft werden, ob das bisher verwendete System für den Onlinehandel „fit gemacht“ werden kann. Sei es durch einen Versandhandelsaufsatz oder durch den Umstieg auf eine Branchenlösung aus dem Hause des eigenen ERP-Anbieters. Letzteres ist oft durch eine simple Erweiterung der vorhandenen Lizenz möglich. Die für den Versandhandel nötigen Programmteile werden dann schlicht freigeschaltet. Bei einem Versandhandelsaufsatz, besonders wenn es sich um eine hochintegrierte Lösung handelt, ist meist eine Neuinstallation des Systems nötig. Ein kleiner Vorteil für den Umsteiger: Wenn bereits eine Lizenz für das Basis-ERP vorhanden ist, verringert sich in der Regel der Kaufpreis des Versandhandelsaufsatzes.

Ein weiterer Vorteil beim Verbleib des bisherigen ERP-Systems: Vorhandene Anbindungen können bei der Migration übernommen werden, seien es Hardware-Lösungen wie Logistik-Leitsysteme im Lager oder Paketstraßen im Versand oder Software-Schnittstellen, beispielsweise zu Payment-Anbietern oder Logistikpartnern. Bleibt der bisherige ERP-Anbieter bestehen, sind die Anwender in jedem Fall bereits vertraut mit der generellen Bedienung des Systems, das erspart etwas Schulungsaufwand – auch wenn die Besonderheiten der neuen Software-Lösung immer noch erlernt werden müssen.

ERP-Systeme sind Projektgeschäft

Grundsätzlich sollte der Nutzer sich im Vorfeld darüber im Klaren sein, dass bei ERP-Systemen keine schlüsselfertigen Lösungen angeboten werden. Das System muss – unabhängig von der gewählten Kategorie Branchenlösung, Versandhandelsaufsatz oder spezialisierte Einzellösung – im Rahmen eines Projektes eingeführt werden. In der Regel begleitet ein Team des ERP-Anbieters die Einführung der neuen oder veränderten Lösung vor Ort. Bestandteile eines solchen Projekts können neben der Anpassung an die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens und der Anbindung der nötigen externen Systeme auch eher unternehmensberaterisch einzuordnende Tasks sein wie die Optimierung von Geschäftsprozessen. Denn ERP-Systeme arbeiten stark prozessorientiert, das Hinzufügen oder Verändern von Funktionalitäten gehört also zum Tagesgeschäft eines ERP-Anbieters. Am Ende des Einführungsprozesses steht im Optimalfall eine maßgeschneiderte Lösung, die exakt den Anforderungen des Online-Händlers entsprechen sollte.

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Nahezu jeder ERP-Anbieter ermöglicht mittlerweile seinen Kunden auch die Nutzung eines Cloud-Modells. Im Falle von Softengine handelt es sich hierbei um das webware ERP 2.

Cloud- und SaaS-Lösungen

Auch lang etablierte Systeme sind mitterweile in einer Online-Variante erhältlich: entweder als Software-as-a-Service-Lösung oder als Cloud-Lösung. Der SaaS-Ansatz verfolgt die Idee einer nutzungsabhängigen Gebühr für die die zur verfügung gestellte Software und Infrastruktur – losgelöst von den gewohnten Abrechnungsmodellen der Lizenz-Software. Überträgt der Anbieter hingegen das klassische Lizenz-Prinzip auf eine internetbasierte Nutzung des Systems, liegt eher eine Cloud-Lösung vor. Die Funktionalitäten der Offline- und der Online-Variante sind oft identisch.

Fazit: Das Geschäftsmodell entscheidet

Wird im Unternehmen bereits ein ERP-System genutzt, kann es der logische nächste Schritt sein, das vorhandene System um Funktionalitäten für den Versandhandel zu erweitern. Entweder durch die Nutzung einer Branchenlösung des bisherigen Anbieters oder durch einen Versandhandelsaufsatz eines Drittanbieters. Steht weder das eine noch das andere zur Verfügung, kann wieder die gesamte Bandbreite des ERP-Marktes betrachtet werden. Ob Branchenlösung, Versandhandelsaufsatz oder spezialisierte Einzellösung – die Auswahl des richtigen Systems hängt für den Online-Händler von zwei Faktoren ab: Wie ist das Geschäftsmodell zum jetzigen Zeitpunkt beschaffen – eher Internet-Pure-Player, Einzelhändler mit oder Online-Händler mit Ambitionen zu selbst produzierten Produkten? Und: Wie wird das Geschäftsmodell zukünftig aussehen? Die langfristigen Unternehmensziele sollten in die Auswahl einfließen. Denn auch wenn die Bindung an ein ERP-System nicht mit den Worten „bis dass der Tod euch scheidet“ besiegelt wird – eine vorzeitige Scheidung dürfte den Online-Händler trotzdem teuer zu stehen kommen.

Mit einem Klick auf den unten stehenden Ausschnitt öffnet ihr die komplette Übersichts-Tabelle.

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Jochen G. Fuchs
E-Commerce-Recht: Die wichtigsten Urteile und Entscheidungen im August http://t3n.de/news/e-commerce-recht-wichtigsten-12-564298/ 2014-09-01T05:00:26Z
E-Commerce-Recht: Erste Entscheidungen zum neuen Verbraucherrecht, Werbung in Google-Shopping Anzeigen ist rechtswidrig, Double-Opt-In Mail ist keine Werbung. Außerdem: Abmahnungen wegen veralteter …

E-Commerce-Recht: Erste Entscheidungen zum neuen Verbraucherrecht, in Google-Shopping Anzeigen ist rechtswidrig, Double-Opt-In Mail ist keine Werbung. Außerdem: Abmahnungen wegen veralteter Widerrufsbelehrungen angekündigt.

Erste Entscheidungen zum neuen Verbraucherrecht

Am 13. Juni 2014 trat das Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie in Deutschland in Kraft. Zu diesem Stichtag mussten alle Online-Händler ihre Shops überarbeiten: Neue Informationspflichten müssen erfüllt und vor allem eine neue Widerrufsbelehrung verwendet werden. Eine Übersicht über die wichtigsten Pflichten findet ihr hier im Artikel von t3n-Autor Jochen G. Fuchs.

Soweit ersichtlich, musste sich das LG Bochum nun erstmals mit den inhaltlichen Anforderungen an die neue Widerrufsbelehrung beschäftigen: Ein Online-Händler nannte innerhalb der Belehrung lediglich seine Postanschrift als Adressat eines Widerrufs. Er nannte weder eine E-Mail-Adresse noch eine Fax- oder Telefonnummer. Dies hielt ein Mitbewerber für wettbewerbswidrig und mahnte ab. Das LG Bochum entschied, dass es wettbewerbswidrig sei, wenn innerhalb der Widerrufsbelehrung keine Mail-Adresse, Fax- und Telefonnummer steht, sofern der Unternehmer über diese verfügt.

Streitpunkt in dem Verfahren war, dass in der Muster-Widerrufsbelehrung im Gestaltungshinweis steht:

„Fügen Sie Ihren Namen, Ihre Anschrift und, soweit verfügbar, Ihre Telefonnummer, Telefaxnummer und E-Mail-Adresse ein.“

Der abgemahnte Shop meinte, dass „soweit verfügbar“ bedeute, dass der Unternehmer die Wahl hätte, ob er seinen Kunden einen Weg zum Widerruf über diese Kanäle eröffnen wolle. Der Abmahner meinte, diese Angaben sind zwingend zu machen, sofern entsprechende Einrichtungen beim Händler existieren. Das Gericht meinte, dass aus dem „Gesamtkontext“ der Vorschriften zum Widerruf der Wille des Gesetzgebers deutlich werde, dass die Angaben verpflichtend seien. Nur wer z.B. keine Faxnummer hat, kann diese Angabe weglassen.

Mich überzeugt die äußerst knappe Begründung des Gerichts nicht. Es bleibt zu offen, dass das OLG Hamm die Entscheidung in zweiter Instanz korrigiert.

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Justitia hofft auf eine korrigierte Entscheidung in zweiter Instanz. (Quelle: © Hans-Jörg Nisch - Fotolia.com)

Abmahnungen angekündigt

Zum neuen Verbraucherrecht gibt es noch eine weitere wichtige Meldung: Der Verein „Deutscher Konsumentenbund e.V.“ hat angekündigt, ab dem 13. September Unterlassungsansprüche wegen veralteter Widerrufsbelehrungen durchzusetzen. Der Verein ist der Ansicht, dass Online-Händler bis zu diesem Datum genug Zeit für die Umstellung gehabt hätten.

Nicht nur diese Ankündigung, auch die Gefahr, von Mitbewerbern oder anderen Verbänden wegen einer alten Widerrufsbelehrung abgemahnt zu werden, machen deutlich, dass Online-Händler, die noch immer mit einer alten Widerrufsbelehrung arbeiten, dringenden Handlungsbedarf haben.

Gibt man bei die alte Belehrung über den Fristbeginn aus der Widerrufsbelehrung ein, erhält man noch weit über 20.000 Ergebnisse. Das zeigt, dass noch sehr viele Online-Händler tätig werden müssen, wenn sie Abmahnungen vermeiden wollen.

Die Zeit für Nachzügler ist abgelaufen, die Verbraucherrechterichtlinie muss jetzt im Onlineshop umgesetzt sein. (Foto: #FLICKR#)
Die Zeit für Nachzügler ist abgelaufen, die Verbraucherrechterichtlinie muss jetzt im Onlineshop umgesetzt sein. (Foto: (Foto: Helico / flickr.com, Lizenz: CC-BY))

Werbung in Google-Shopping Anzeigen ist rechtswidrig

Das LG Hamburg entschied in gleich zwei Verfahren, dass die derzeitige Ausgestaltung der Google-Shopping Anzeigen rechtswidrig ist. Hintergrund ist, dass in diesen Anzeigen keine Versandkosten genannt werden. Diese erfährt der Kunde nur, wenn er mit der Maus über das Produktbild fährt. Dann erscheinen die Versandkosten in einem Mouseover-Effekt.

Eine Angabe von Informationen in derartigen Mouseover-Effekten hält die Rechtsprechung aber nicht für ausreichend, da es zum einen vom Zufall abhängt, ob der Interessent überhaupt Kenntnis von diesen Informationen erlangt und zum zweiten würden viele User aus Sicherheitsgründen Einstellungen verwenden, die die Anzeige von Mouseover-Effekten verhindert.

Dazu kommt auch noch - das hatte in den Verfahren aber keine Rolle gespielt - dass es auf mobilen Endgeräten keinen Mouseover-Effekt gibt. Die Anzeigen sehen aber auf dem Smartphone genauso aus wie am normalen PC-Bildschirm. In diesem Fall hat also der Verbraucher gar keine Möglichkeit, die Versandkosten zur Kenntnis zu nehmen.

Die Entscheidungen des LG Hamburg sind vom 5. beziehungsweise 13. Juni. Bisher hat Google noch nicht reagiert. Händler sollten ihre Anzeigen abschalten, bis eine rechtlich sichere Werbung möglich ist. Alternativ sollten die Kosten und das Risiko für eine Abmahnung einkalkuliert werden.

Double-Opt-In-Mail ist keine Werbung

Ein Urteil des OLG München versetzte Ende 2012 die Marketing-Branche in Aufruhr. Das Gericht entschied tatsächlich, dass die Bestätigungs-Mail, die im Rahmen des Double-Opt-In-Verfahrens verschickt wird, Werbung darstelle und daher ohne Einwilligung des Adressaten unzulässig sei. Der Versender muss die Einwilligung nachweisen. Genau dies gelang dem damaligen Absender jedoch nicht, daher sah das Gericht die Mail als unzulässige Werbung an.

Das OLG Celle hat diese Ansicht nun etwas korrigiert. Das Gericht hatte sich in dem Verfahren nicht hauptsächlich mit dieser Frage zu beschäftigen, äußerte sich dennoch einem knappen Satz dazu:

„Der Senat neigt entgegen der Auffassung des Oberlandesgerichts München (Urteil vom 27. September 2012 – 29 U 1682/12) auch dazu, die Übersendung einer Aufforderung zur Bestätigung im Rahmen des double-opt-in-Verfahrens nicht als unzulässige Werbung im Sinne des §§ 7 Absatz 2 Nr. 3 UWG anzusehen.“

Klar ist aber, dass die Bestätigungsmail nur an Interessenten geschickt werden darf, die sich zum registrieren wollen. Unternehmer dürfen jetzt nicht wahllos Bestätigungs-Mails durch die Welt schicken. Das wäre durchaus ein Fall von unzulässiger Werbung per E-Mail.

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Martin Rätze
E-Commerce: 9 Beispiele für richtig ungewöhnliche und schicke Onlineshops http://t3n.de/news/ungewoehnliche-onlineshops-564090/ 2014-08-31T08:05:38Z
Onlineshops sollten nicht nur schön aussehen, sondern auch ungewöhnlich sein, sich von der Masse abheben und  – am besten – im Gedächtnis des Kunden bleiben. Wie das aussehen kann, seht ihr …

Onlineshops sollten nicht nur schön aussehen, sondern auch ungewöhnlich sein, sich von der Masse abheben und  – am besten – im Gedächtnis des Kunden bleiben. Wie das aussehen kann, seht ihr in den Shops, die wir hier für euch ausgegraben haben. Onlineshops sollen sich von der Masse abheben. Sie sollen ungewöhnlich, wenn nicht sogar einzigartig sein. Damit Kunden fasziniert sind, sich an die Marke erinnern, wiederkommen und die Produkte weiterempfehlen. Aber wie geht das? Wie wird ein Shop ungewöhnlich, was macht einen schönen aus? Wie verleiht man seinem Shop Profil?

Hiut Denim, eine Jeans-Manufaktur in Großbritannien meint: „Do one thing well.“ Auf's Wesentliche konzentrieren und eine Sache richtig gut machen. Kein schlechter Rat. Wir haben für euch Beispiele recherchiert, die alle irgendwie ungewöhnlich sind. In der Aufmachung oder beim Produkt oder der Hintergrundgeschichte. Vielleicht sogar alles zusammen. Unser Tipp: Schaut sie euch in Ruhe an und stöbert ruhig ein wenig.

Whipping Post: Ex-Musiker vertreibt Lederaccessoires

imageNein, dieser Onlineshop hat trotz des Namens nichts Anrüchiges an sich. Benannt ist er nach einem Song der Allmann Brothers. Whipping Post vertreibt eine kleine, aber feine Auswahl an Lederwaren, von exklusiven Taschen bis hin zu kompakten Brieftaschen für Musiker, die mit einem Spezialfach für ein Plektrum ausgestattet sind.

Betrieben von einem Ex-Musiker mit einer Ausbildung in der Lederverarbeitung, ist der US-Onlineshop „Whipping Post“ genauso schillernd wie sein Betreiber: große, mächtige und emotionale Bildsprache mit vielen Weißräumen. Reichhaltige Produktfotografie, die auch Wert auf Details legt. Hinter vielen Produkten stehen Geschichten, die Betreiber Ryan Barr mit seinen Kunden teilt. Entweder in der Beschreibung oder in den Produktvideos: vom Messenger-Bag, der alten Post-Taschen nachempfunden wurde, bis hin zum Seesack seines Vaters. Ein Blick auf den Onlineshop lohnt sich: whippingpost.com.

(Screenshot: Whipping Post)
(Screenshot: Whipping Post)

Deutsche See: Frischer Fisch aus Leidenschaft

deutsche-seeSchade, dass ich keinen Fisch esse. Der Onlineshop von Deutsche See hat ein ungewöhnlich umfangreiches Content-Angebot. Was auch erklärt, wie für die bildgewaltige Website eine ansprechende und geschmacksanregende Bildsprache gefunden wurde: Statt nur „toter Fische“ gibt es leckere Bilder von Forellen auf dem Grill in einem umfangreichen Grill-Ratgeber oder gleich in einem Video, das haargenau erklärt wie das Grillen denn nun funktioniert.

Alleinstehende Produkte sind wirkungsvoll mit kontrastreichen Hintergründen, auf Eis oder Holz, präsentiert. Deutsche See liefert frisch und auch gefroren innerhalb von Berlin. Aber „see“t selbst: deutschesee.de

(Screenshot: Deutsche See)
(Screenshot: Deutsche See)

Firebox: Produkte, die nicht jeder braucht. Echt jetzt.

firebox-mDer Onlineshop proklamiert schon im Title-Tag in einer Mischung aus Stolz und Selbstironie, dass manche der außergewöhnlichen Produkte, die hier angeboten werden, nicht für jeden geeignet sind. In dem ungewöhnlichen Produktmix aus Lebensmitteln, Accessoires, Gadgets und vielem mehr gibt es unter anderem lebensechte Schoko-Totenschädel mit rund 2,5 Kilogramm Lebendgewicht  aus belebender belgischer Schokolade (Entschuldigung für das Wortspielfeuerwerk), „Fucking Strong Coffee“ und etwas, dass ich mangels eines adäquaten Wortes als eine Art Umstandsunterwäsche bezeichnen möchte.

Firebox arbeitet mit einem rotierenden Kachelsystem auf der Startseite, das eine Besonderheit enthält: Manche Produkte werden nicht gezeigt, sondern mit einem frechen Spruch angeteasert. Um zu sehen, was sich dahinter verbirgt, muss der Kunde schon klicken: firebox.com.

(Screenshot: Firebox)
(Screenshot: Firebox)

Indochino: Anzüge und Hemden, die sitzen

indochino-mDie Textilbranche glänzt in vielen Beispielen mit großartiger Bildsprache. So auch hier der Maßkonfektionär Indochino. Indochino setzt einleitend auf Bilder in Alltagsszenerien und setzt die Produkte in die passende Lebensumgebung ein. Große Weißräume und bildbetonte Gestaltung unterstützen die Wertigkeit des Produkts.

Indochino verkauft Anzüge, Hemden und Accessoires, die als Maßkonfektion hergestellt werden. Maßkonfektion bedeutet, dass es sich um maschinell gefertigte Maßanzüge handelt. Sozusagen ein Zwischending zwischen der Konfektionsware von der Stange und einem von Hand maßgeschneiderten Anzug: auf die persönlichen Maße angepasste und selbst zusammengestellte Anzüge. Den schwierigen Auswahl- und Maß-Prozeß unterstützt Indochino mit einem Video zur Erklärung, wo welche Maße abgenommen werden müssen und bietet zusätzlich ein Stoffmuster-Kit und ein Maßband an. Letzteres kostenpflichtig, allerdings wird der Betrag mit der Bestellung verrechnet. Das Kit wird versandkostenfrei verschickt. Generell versandkostenfrei ist Indochino weltweit ab ab 150 US-Dollar: indochino.com

(Screenshot: Indochino)
(Screenshot: Indochino)

Emmas Enkel: Nicht von gestern und trotzdem einkaufen wie früher

emmas-enkel-mobilEmmas Enkel ist ein Multichannel-Tante-Emma-Laden. Ein Tante Emma-Laden, der direkt in unsere Gegenwart passt. Im Laden mit iPad oder an der Theke shoppen, vor dem Laden mit QR-Codes vom Laden-Rolladen und über die im passenden Retro-Look gestylte Website schlendern. Tapeten, Holz und Headlines und Navigationselemente in Schriftarten, die jeden Typografen in die Flucht schlagen – und die doch zur Marke und zur Gestaltung passen. Authentisch.

Emmas Enkel bietet einen Einkauf von einzelnen Produkten an, quasi die herkömmliche Methode, aber auch nach Themen vorgefüllte Warenkörbe. Der Kunde holt seine Bestellung entweder ab (zum Beispiel auf dem Heimweg nach der Arbeit) oder bekommt in einem selbstgewählten Zeitfenster die Lieferung innerhalb von Düsseldorf zugestellt. Ein spannendes, lokales Konzept: emmas-enkel.de

(Screenshot: Emmas Enkel)
(Screenshot: Emmas Enkel)

Tight: Erobere dir deine Hosentasche zurück

Foto 3Ultraflache Geldbeutel, die viele Plastikkarten und wenig Kleingeld aufnehmen können – und damit wieder richtig Platz in der Hosentasche schaffen. Der Onlineshop Tight ist ein Beispiel für die Kombination von cleverem Produkt und geschickt platziertem Mehrwert: Denn Tight betont auf jeder Seite, dass jede der selbst designten Brieftaschen in den USA handgefertigt wird. Das wird anschaulich belegt und illustriert mit Bildmaterial aus der Produktion und aus den Produktionsstätten, damit wird die Behauptung dann bildlich zur Tatsache.

Für den Durchschnitts-US-Bürger ein erwähnenswerter und starker Mehrwert, für den Rest von uns unterstützen die Bilder den Eindruck eines handgefertigten und exklusiven Produkts. Die aufgeräumte und minimalistische Website wird ergänzt von einem Blog, das immer wieder mit Kundenbildern aus den Social-Media-Kanälen gefüttert wird. Geliefert wird weltweit: tightstore.com.

(Screenshot: Tight)
(Screenshot: Tight)

Vitsoe: Exklusive und zeitlos elegante Möbel von Dieter Rams

Gewusst? Designer-Legende Dieter Rams, der viele Generationen von Designern beeinflusst hat, darunter auch Apples Jony Ive, ist noch aktiv: mit Vitsoe. Der englische Möbelfabrikant wurde einzig gegründet, um die Entwürfe von Rams zu produzieren und hat damit ein starkes Alleinstellungsmerkmal: Die Möbel von Rams sind nur dort erhältlich.

Mit in diesem Jahr frisch überarbeitem Design steht gerade „Tisch 621“ wieder als Produkt zur Verfügung. Vitsoe transportiert den Nimbus des Designers wunderbar in seinen Rubriken und unterstreicht so die Verbindung zu Rams. Der Onlineshop selbst ist schon seit vielen Jahren im jetzigen Design online und schafft damit etwas, dass den wenigsten Shops gelingt – aber gut zu den Möbeln des Meisters passt: zeitlose Eleganz. vitsoe.com/de/

vitsoe
(Screenshot: Vitsoe)

Hiut Denim: Handgefertigte Jeans in Limited Edition

Die britische Ortschaft Cardigan lebte seit Jahrzehnten von der Produktion von Jeans-Hosen. Dann kam das Ende: Die örtliche Fabrik machte dicht. Egal, mit wem du sprichst in Cardigan – dem Coffeeshop-Betreiber, dem Tankwart oder dem Fahrlehrer – alle haben früher Jeans produziert. Statt nun in Verzweiflung zu verfallen, beschlossen die Menschen in Cardigan, wieder das zu machen, was sie am besten können: Jeans. Die Geschichte der „Grandmaster of Denim“ wird geschickt und stolz um den Shop herum aufgebaut und erzählt, dazu werden Einblicke in die Geschichte und in die Produktion gewährt.

Neben Informationsbereichen mit künstlerischer und philosophischer Attitüde und großartigen Fotografien gibt es auch einen ungewöhnlichen Community-Bereich namens „The-Rivet-Press“. Überhaupt bindet Hiut Denim Kunden ungewöhnlich ein: Ein Pilotprojekt produziert Jeans in „Washed-Optik“ mit Beteiligung der Kunden. Du bekommst kostenlos (gegen Pfand) eine spezielle Hose geliefert, dokumentierst, was du erlebst, wäschst die Hose sechs Monate lang nicht und hinterlässt so Spuren, Falten, Knicke in der Hose. Dann geht die Hose zurück an Hiut Denim, die sie mit Experten-Hand waschen und so einen mehr als ungewöhnlichen Washed-and-Used-Look erzeugen. Die Hosen können dann im Shop erworben werden, die Teilnehmer des Pilotprojekts bekommen 20 Prozent Rabatt. Irre? Ja, aber irgendwie auch charmant. Und wem das nicht behagt, der kann ja eine der 100 „normalen“ Jeans kaufen, die Hiut Denim wöchentlich fertigt: hiutdenim.co.uk

(Screenshot: Hiut Denim)
(Screenshot: Hiut Denim)

Dodocase: Von wegen, Buchbinder sind alle arbeitslos

Was macht man, wenn man das Handwerk der Buchbinder vor dem Aussterben bewahren will? Man lässt die Buchbinder handgefertigte Tablet- und Smartphone-Hüllen produzieren. Der US-Shop wirbt damit, Jahrhunderte alte Techniken von Buchbindern, Nähern und anderen Handwerkern zu bewahren und produziert so modernes Zubehör mit Stil.

Die Handwerker werden im Blog einzeln vorgestellt, Dodocase gibt einen direkten Einblick in den Produktionsalltag und in die Menschen hinter der Marke. Dodocase bietet neben den vorgefertigten Unikaten auch die Möglichkeit, dein persönlich gestaltetes Unikat zu produzieren: Ein Produktkonfigurator führt dich durch den Gestaltungsprozess. Das Produktportfolio wird durch kleine Accessoires aus Holz und Leder ergänzt: dodocase.com

(Screenshot: Dodocase)
(Screenshot: Dodocase)

Und in welchen kauft ihr gerne ein, weil sie euch begeistern – durch ihr Design, die Geschichte dahinter oder die ausgefallenen Produkte?

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Jochen G. Fuchs
Hilfe, ich will auf t3n.de! Wir verlosen ein Onlineshop-Porträt [dmexco-Meetup] http://t3n.de/news/e-commerce-kreativ-wild-card-564528/ 2014-08-30T08:20:20Z
Immer wieder stellen wir euch in der Reihe „E-Commerce kreativ“ interessante Onlineshops vor. Jetzt habt ihr die Möglichkeit, euch anlässlich der dmexco um eine Wild-Card zu bewerben: Den …

Immer wieder stellen wir euch in der Reihe „E-Commerce kreativ“ interessante Onlineshops vor. Jetzt habt ihr die Möglichkeit, euch anlässlich der um eine Wild-Card zu bewerben: Den glücklichen Gewinner unter den Onlineshops stellen wir auf t3n.de vor.

Update vom 03. September 2014: Der Gewinner wurde gezogen! Vielen Dank für eure Teilnahme, der glückliche Gewinner wird in Kürze benachrichtigt.

In der Reihe „E-Commerce kreativ“ stellen wir euch immer wieder ungewöhnliche Geschäftsmodelle und besondere Onlineshops vor: Als Inspiration, um neue Blickwinkel kennenzulernen oder einfach mal zum Staunen. Die Onlineshops werden von uns redaktionell ausgewählt, bewerben konnte man sich bisher nicht für diese Artikel-Reihe. Anlässlich der machen wir jetzt erstmals eine Ausnahme: Bewerbt euch mit eurem um eine Wild-Card für „E-Commerce kreativ“ auf t3n.de!

Du kannst als Onlinehändler jetzt ein Interview mit unserem Redakteur Jochen G. Fuchs auf der dmexco gewinnen und wirst im Anschluss auf t3n.de mit einem ausführlichen Shop-Porträt in unserer Artikel-Reihe veröffentlicht.

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Hätt ich dich heut erwartet... Kuchen werden wir wahrscheinlich keinen dabei haben, aber es wird trotzdem ein tolles Gespräch. (Bild t3n)

Teilnahmebedingungen

  1. Ihr seid entweder am 10. oder am 11. September auf der dmexco.
  2. Ihr betreibt einen Onlineshop im deutschsprachigen Raum.
  3. Die Bewerbung muss von euch kommen, eine Bewerbung über PR- und Marketing-Agenturen ist leider nicht möglich.
  4. Das Los entscheidet, wenn mehr als eine Bewerbung eingeht.

Meetup und Interview

Wir treffen uns auf der diesjährigen dmexco, suchen uns eine ruhige Ecke, in der wir relaxen können, und legen los. Erzählt uns von eurem Geschäftsmodell, was macht euch besonders? Gemeinsam stöbern wir in eurem Onlineshop und stellen euch dann im Nachgang in einem ausführlichen Porträt vor.

Was muß ich tun, um teilzunehmen?

Hinterlass uns einfach einen Kommentar unter diesem Artikel. Wir kontaktieren dich dann über deine im t3n-Profil hinterlegte E-Mail-Adresse.

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Jochen G. Fuchs
Amazon plant Werbeplattform à la Google AdWords http://t3n.de/news/amazon-plant-werbeplattform-la-563867/ 2014-08-25T12:44:16Z
Amazon soll an einer eigenen Werbeplattform arbeiten. Damit würde der Onlinehändler in Konkurrenz zu Google AdWords treten.

soll an einer eigenen Werbeplattform arbeiten. Damit würde der Onlinehändler in Konkurrenz zu treten.

Cyber-Monday-Woche: Amazon wird wieder einige Produkte günstiger verkaufen. (Bild: Robert Scoble / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)
Amazon Sponsored Links: Online-Händler soll bald auch AdWords Konkurrenz machen. (Bild: Robert Scoble / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

AdWords-Konkurrent: Amazon soll eigene Werbeplattform planen

Amazon scheint sich jetzt auch den lukrativen Online-Werbemarkt vorknöpfen zu wollen. Der E-Commerce-Gigant plant eine eigene Werbeplattform nach dem Vorbild von AdWords. Das geht aus einem Bericht des Wall Street Journals hervor. Derzeit setzt der Konzern selbst auf die Werbeplattform von Google, die angeblich „Sponsored Links“ genannte Alternative könnte den unabhängig von Technologie aus Mounain View machen.

Die Plattform müsste letztlich nicht auf die eigene Website beschränkt sein und könnte auch als Angebot für Dritte dienen. Um zielgerichtete Anzeigen auszuliefern, könnte Amazon auf die Daten der fast 250 Millionen aktiven Nutzer zugreifen. Ein erster Test der neuen Plattform soll noch im Laufe des Jahres 2014 beginnen.

Amazon und Google konkurrieren immer häufiger

Zwar ist Amazon Großkunde bei Google, die beiden Unternehmen konkurrieren jedoch in immer mehr Märkten. Beide Firmen bieten seit einigen Jahren Payment-Systeme an und versuchen zur ersten Anlaufstelle für kaufwillige Konsumenten zu werden. Mit FireOS hat Amazon außerdem einen eigenen Android-Fork entwickelt, der ohne die Google-Apps auskommt, und auf Amazons Kindle-Fire-Tablets und dem neuen Fire Phone installiert ist.

„Sponsored Links“ könnte für Amazon ein Weg sein, sich aus der Abhängigkeit von Googles Werbeangeboten zu lösen. Außerdem wäre es natürlich eine neue Einnahmequelle, die bei Erfolg auch höhere Gewinnmargen bringen könnte. Der Online-Händler arbeitet branchenbedingt mit dünnen Margen, investiert zugleich aber viel Geld in seine Expansionspläne, was trotz hoher Umsätze zu häufigen Verlusten führt.

via www.golem.de

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Kim Rixecker