Online-Shop | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Online-Shop 2014-12-17T14:37:48Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/online-shop Fit für die Zukunft: Onlineshops jetzt für die mobile Revolution vorbereiten http://t3n.de/news/mobile-commerce-onlineshops-583933/ 2014-12-17T14:37:48Z
Wie aktuelle Zahlen beweisen, werden viele Onlinehändler von der mobilen Revolution überrollt. Peter Höschl von shopanbieter.de stellt die aktuelle Mobile-Commerce-Entwicklungen vor und zeigt auf, …

Wie aktuelle Zahlen beweisen, werden viele Onlinehändler von der mobilen Revolution überrollt. Peter Höschl von shopanbieter.de stellt die aktuelle Mobile-Commerce-Entwicklungen vor und zeigt auf, wie Händler ihren Onlineshop fit bekommen.

Per Smartphone und Tablet-PC online zu shoppen, gehört für immer mehr deutsche Verbraucher zum Alltag. Aktuelle Traffic- und Umsatzzahlen diverser Onlineshops und Portale belegen diese Entwicklung. Für Shopbetreiber, die sich noch nicht um die mobile Optimierung gekümmert haben, heißt das: Es lohnt sich nicht nur, in den M-Commerce zu investieren. Es ist sogar von existenzieller Bedeutung! Welchen Anteil der M-Commerce schon jetzt im Onlinehandel hat und zwischen welchen Mobile-Shop-Varianten Shopbetreiber wählen können, zeigt dieser Artikel.

ecommerce
Mobile Commerce gewinnt immens an Bedeutung. (Foto © bloomua – Fotolia.com)

Enormer mobiler Traffic in Onlineshops

Die Mobile Revolution kommt: Die aktuellen Zahlen zur Entwicklung des Mobile Commerce übertreffen selbst die optimistischen Prognosen vieler Studien. So werden in der aktuellen Ausgabe von shopanbieter to go Traffic-Daten von Idealo und Rakuten ausführlich vorgestellt. Die Preissuchmaschine Idealo weist demnach einen mobilen Traffic-Anteil von über 30 Prozent aus. Der Onlinemarktplatz Rakuten misst sogar schon einen mobilen Traffic-Anteil von 35 Prozent.

Die mobile Revolution kommt.

Auch die Onlineshops selbst werden immer häufiger von Nutzern mit Smartphones oder Tablet-PCs angesteuert. Zalando meldet einen mobilen Traffic-Anteil von 41 Prozent. Otto liegt mit 40 Prozent nur knapp darunter. Diese Werte bedeuten natürlich nicht, dass bereits 40 Prozent des Umsatzes mit mobilen Internetnutzern gemacht werden. Die Konvertierungsraten sind bei fast allen Shops bei Nutzern mit Smartphones und Tablet-PCs schlechter als bei Kunden, die den Shop per Desktop-PC oder Notebook ansteuern.

So viel Umsatz wird mit Mobile-Commerce erwirtschaftet

Doch wie wichtig ist der M-Commerce schon jetzt für den Umsatz eines Shops? Interessante Daten hierzu liefert das Affiliate-Netzwerk Zanox in seinem Mobile-Performance-Barometer. Hier wurden über 1.000 Advertister-Programme ausgewertet. Das Ergebnis: Der mobile Anteil am Gesamtumsatz betrug 14 Prozent. In dem Barometer wurden jedoch auch die Daten von Websites erfasst, die Tickets und Reisen verkaufen – beides Branchen, die gewöhnlich nicht dem E-Commerce zugerechnet werden. Trotzdem darf man davon ausgehen, dass sich der relative Wert auch dann nicht nennenswert verändern würde, wenn man die Zahlen dieser Anbieter herausrechnen würde. Diese Annahme wird dadurch gestützt, dass auch Rakuten auf einen mobilen Umsatzanteil von 18 Prozent kommt.

Das Mobile-Performance-Barometer von Zanox liefert nicht nur Zahlen zum M-Commerce-Umsatzanteil, sondern hat auch die durchschnittlichen Warenkorbwerte der unterschiedlichen Nutzungsgeräte miteinander verglichen. Und hierbei ergab sich das folgende Bild:

  1. Tablet-PC: 74 Euro
  2. Desktop-PC: 68 Euro
  3. Smartphone: 44 Euro

Mobile Commerce ist auch Couch Commerce

Der durchschnittliche Warenkorb ist also bei Nutzern, die mit dem Tablet einkaufen, höher als bei denen mit Desktop-PC. Diese Tatsache wirkt auf den ersten Blick überraschend. Schaut man sich jedoch an, wo die Verbraucher Tablet-PCs nutzen, erklärt sich, wie dieser hohe Wert zustande kommt. So haben in einer Mobile-Commerce-Umfrage von E-Result 98,2 Prozent der Befragten angegeben, dass sie ihr Tablet-PC zuhause einsetzen. Auf Platz 2 folgte die Antwort „Im Zug“ mit 37,2 Prozent. Folgerichtig haben bei der Umfrage über 89 Prozent der Befragten angegeben, dass sie ihr Tablet hauptsächlich zu Hause nutzen.

Fehlende Optimierung sorgt für Umsatzeinbußen.

Beim Begriff Mobile Commerce werden die Nutzungsgeräte Tablet-PC und Smartphone zusammengeworfen. Hauptsächlich unterwegs werden jedoch nur Smartphones eingesetzt. Bei Tablet-PCs müsste man richtigerweise eigentlich von „Couch Commerce“ sprechen. Nach einer Studie von Monetate werden Tablet-PCs hauptsächlich im Wohnzimmer (96 Prozent) genutzt. Gefolgt vom Schlafzimmer (94 Prozent) und Arbeitszimmer (75 Prozent). Tablet-PCs werden von vielen als vollwertiger Ersatz für ein Notebook oder einen Desktop-PC zuhause eingesetzt. Dass sich der Warenkorbwert beim Online-Shoppen auf demselben Niveau wie bei diesen beiden anderen Gerätetypen befindet, ist deshalb eigentlich alles andere als überraschend.

Online-Händler sollten aufgrund dieser Zahlen schleunigst dafür sorgen, dass ihre Shops auch auf Smartphones und Tablet-PCs eine optimale Usability aufweisen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die zunehmende mobile Internetnutzung nicht zu Umsatzeinbußen führt. Oder positiv formuliert: Je früher sich Händler sich auf den M-Commerce einstellen, desto höher ist der Wettbewerbsvorteil gegenüber Shops, die das bislang versäumt haben.

(Screenshot: Amazon)
Amazon bietet unter anderem native Apps, wie hier bei der abgebildeten iOS-App. (Screenshot: Amazon)

Wie wird ein Shop tauglich für den M-Commerce?

Dass Shopbetreiber auf den wachsenden mobilen Traffic reagieren müssen, dürfte außer Frage stehen. Geklärt werden muss nur noch, wie man seinen Shop für die Nutzung mit Smartphones und Tablet-PCs optimieren kann.

Christian Grötsch, Gründer und Geschäftsführer der dotSource GmbH meint hierzu:

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, hier müssen folgende Faktoren berücksichtigt werden: Business Case, Ziele, Größe und Bekanntheit sowie die „Mobile Strategie“ des Unternehmens. Existiert bereits ein bestehender Onlineshop (soll dieser relauncht werden oder nicht?). Aus der Beantwortung dieser Fragen können sich verschiedene Handlungsempfehlungen ableiten. Die kann auch bedeuten, dass nicht nur eine Technologie empfehlenswert ist, sondern sich auch eine Kombination verschiedener Technologien als sinnvoll erweisen kann.

(Screenshot: Otto)
Mobile Commerce kann auch heißen, das Shopdesign so anzupassen, dass es überall funktioniert. Wie hier bei Otto, die keine separate Version des Shops ausspielen. (Screenshot: Otto)

Zur Auswahl bei der Mobile-Optimierung stehen unterschiedliche Methoden:

  1. Responsive Design: Der Shop wird so programmiert, dass er automatisch auf allen Endgeräten optimal angezeigt wird. Solch eine Umstellung erfordert einen Relaunch.
  2. Mobile Theme: Zusätzlich zum bestehenden Shop wird ein Shopfrontend für mobile Nutzungsgeräte entworfen.
  3. Web-App: Auf Basis von HTML5 wird eine App entwickelt, die der Nutzer direkt über den Browser nutzen kann. Solch eine App lässt sich fast genauso komfortabel bedienen wie eine App, die installiert werden muss – also eine native App.
  4. Native App: Native Apps werden über die Download-Stores der Portale von den Nutzern heruntergeladen und installiert. Diese Option ist nur als Zusatz zu einer der anderen Alternativen zu verstehen, da natürlich nicht jeder potenzielle Kunde bereit ist, für eine Bestellung eine App zu installieren.
  5. Hybride App: Hybride Apps sind eine Kombination aus Web-App und nativer App.

Fast noch wichtiger als die Frage, welchen technischen Weg man wählt, ist die Fokussierung auf das Ziel. So soll die mobile Shopseite leicht zu bedienen sein und eine hohe Conversion Rate versprechen.

Generell sollte bei der mobilen Version darauf geachtet werden, dass diese eine hohe Nutzer- und Gebrauchstauglichkeit besitzt und zudem auch dem aus den mobilen Versionen anderer Shopbetreiber gelernten Nutzerverhalten entspricht. Weiterhin sollte immer wieder hinterfragt werden, ob die mit der mobilen Version verbundenen Ziele des Shopbetreibers erfüllt werden. Hierfür sind natürlich einerseits eine sehr gute initiale Konzeption und anderseits eine fortlaufende Optimierung notwendig. Es reicht demzufolge nicht, sich damit zu begnügen, dass überhaupt eine mobile Version vorhanden ist.

erklärt Christian Grötsch.

Weiterführende Informationen zu den Vor- und Nachteilen der mobilen Shop-Lösungen findet ihr  im Artikel „Mobil optimierte Webseiten, Web Apps und native Apps im Vergleich“ von Christian Grötsch. Der Artikel ist zu finden in der aktuellen Ausgabe von shopanbieter to go – dem kostenlosen Praxis-Magazin für Onlinehändler und E-Commerce-Manager. Dort werden auch viele weitere spannende Fakten zur mobilen Nutzung von idealo und Rakuten verraten.

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Peter Hoeschl
Jetzt auch mit Usability-Zertifizierung: Mit diesen Shopware-Plugins bereicherst du deinen Onlineshop [Sponsored Post] http://t3n.de/news/shopware-premium-plugins-584799/ 2014-12-17T09:30:33Z
Plugins und Module können einem Onlineshop dabei helfen, sich von der grauen Masse abzuheben. Der Shopsystem-Hersteller shopware AG bietet eine Menge solcher Plugins. Die Premium-Plugins werden …

Plugins und Module können einem Onlineshop dabei helfen, sich von der grauen Masse abzuheben. Der Shopsystem-Hersteller shopware AG bietet eine Menge solcher Plugins. Die Premium-Plugins werden gerade von der Shoplupe GmbH auf Ihre Usability hin begutachtet und haben bereits bei drei Premium-Plugins  die volle Punktzahl erreicht.

Gleich drei Shopware-Premium-Plugins erreichen volle Punktzahl

Mit einem cleveren Zusatz-Feature hier und da kann man den Kunden angenehm überraschen – und der Shop erhält so das besondere Etwas. Deswegen bietet aber fast jedes Shopsystem eine schier unendliche Anzahl von Zusatzfunktionen. Eine gute Orientierungshilfe für Shopbetreiber ist die „UX-Modul-Analyse“ der Shoplupe GmbH, in der ein Plugin auf Herz und Nieren geprüft wird.

Bei der Analyse durch die Usability Experten ist für die shopware AG ein erfreuliches Resultat zustande gekommen. Die Premium-Plugins Advanced Cart, Liveshopping und Bonussystem des Shopsoftwareherstellers erreichten die volle Punktzahl und haben sich somit das Prädikat „absolut empfehlenswert“ verdient.

Shopware-Premium-Plugins

Was können die „ausgezeichneten“ Premium-Plugins?

Advanced Cart

Das Plugin dient in erster Linie der kundenbasierten Verwaltung von Wunschlisten. So kann der Kunde Artikel hinzufügen und seine Wunschliste in sozialen Netzwerken teilen. Familie und Freunde wissen also ganz genau, was und vor allem wo sie die potenziellen Produkte schnell und bequem besorgen können.

Liveshopping

Liveshopping soll den unentschlossenen Kunden zum Kauf anregen, indem ein Countdown mitläuft, nachdem ein bestimmter Rabatt verfällt. Der Artikel kann auch jede Minute teurer werden, sodass Kunden möglichst schnell zuschlagen wollen, um den günstigsten Preis zu bezahlen.

Bonussystem

Durch dieses Plugin erleichtert man dem Kunden durch einen vom Shopbetreiber festgelegten Bonus für Artikelkäufe die Kaufentscheidung. Darüber hinaus regt es dazu an, noch einmal wiederzukehren um die Boni einzulösen. So wird aus spontanen Kunden mit großer Wahrscheinlichkeit Stammkundschaft.

Überprüft in 9 Kategorien

Für die Analyse erstellte die Shoplupe GmbH einen Leitfaden mit neun Kriterien und überprüfte, ob die Plugins sinnvoll, glaubwürdig, zugänglich, nutzbar, wertig, sympathisch, auffindbar, wünschenswert und kaufbar sind.  Sind alle Kriterien erfüllt, kann es ein Plugin schaffen, den Wiedererkennungswert, die Attraktivität und den Umsatz des Shops deutlich zu verbessern. Das trifft laut Shoplupe voll auf die überprüften Plugins der shopware AG zu.

Mit der Zertifizierung der eigenen Plugins will die shopware AG ihren Kunden eine unabhängige Bewertung von echten Experten bieten, damit Besucher des Shopware-Community-Stores künftig noch schneller und übersichtlicher erfahren können, welches Plugin für sie das richtige ist. Die Zertifizierungen von anderen Premium-Plugins soll in Kürze folgen.

Mehr Plugins im Community Store entdecken

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t3n Redaktion
Closed Shop und mehr Transparenz: So will Google im Display-Werbemarkt Mitbewerber plattwalzen http://t3n.de/news/closed-shop-mehr-transparenz-584232/ 2014-12-10T11:40:45Z
Nach­dem Google sich durch seine domi­nante Posi­tion in der Such­ma­schi­nen­wer­bung als Markt­füh­rer in der Online-Werbung eta­bliert hat, ver­sucht das Unter­neh­men der­zeit …

Nach­dem Google sich durch seine domi­nante Posi­tion in der Such­ma­schi­nen­wer­bung als Markt­füh­rer in der Online-Werbung eta­bliert hat, ver­sucht das Unter­neh­men der­zeit offen­bar ver­stärkt, von die­ser Markt­macht auch in der gra­fi­schen Online-Werbung zu pro­fi­tie­ren.

Medi­en­be­rich­ten zufolge drängt das Unter­neh­men Wer­be­trei­bende zuneh­mend dazu, ihr kom­plet­tes Online-Werbegeschäft über Google-Technologie abzu­wi­ckeln. Googles der­zei­tige Offen­sive setzt Mit­be­wer­ber unter Druck – so gibt es bereits Pro­gno­sen, dass einige Adtech-Unternehmen ihren Bör­sen­gang ver­schie­ben müs­sen.

Es sind bri­sante Anschul­di­gun­gen, die der US-Branchenblog Digi­day doku­men­tiert: Google-Vertreter sol­len in den USA ver­sucht haben, Media-Agenturen, die auf Googles Wer­be­markt­platz Dou­ble­click Ad Exch­ange Anzei­gen­in­ven­tar ein­kau­fen, dazu zu nöti­gen, für die­sen Ein­kauf Googles eige­nen Dou­ble­click Bid Mana­ger (die „Demand Side Plat­form“ des Unter­neh­mens, eine Media-Einkaufs-Software) ein­zu­set­zen.

Bis dahin seien beide Pro­dukte unab­hän­gig von­ein­an­der bei Kun­den prä­sen­tiert und bewor­ben wor­den. Doch offen­bar ver­sucht Google zuneh­mend, die Ad Exch­ange und den Bid Mana­ger mit­ein­an­der zu kop­peln. Eigent­lich kön­nen Media-Einkäufer mit einer Viel­zahl unter­schied­li­cher Drittdienstleister-Tools auf Googles Wer­be­markt­platz zugrei­fen. Nun gibt es Befürch­tun­gen, dass Google seine Markt­macht aus­nutzt, um kon­kur­rie­rende Anbie­ter im Markt für DSPs aus­zu­boo­ten.

Ver­güns­ti­gun­gen bei Nut­zung von Googles DSP?

Laut Digi­day will Google Wer­be­kun­den, die grö­ßere Bud­gets bei Google aus­ge­ben, außer­dem einen zusätz­li­chen Anreiz bie­ten, damit diese den Dou­ble­click Bid Mana­ger ein­set­zen. So betreibt Google in der Online-Werbung offen­bar eine Art „Kun­den­bin­dungs­sys­tem“, das den Wer­be­trei­ben­den, ähn­lich wie bei Flug­mei­len, ab Errei­chen bestimm­ter Grenz­werte Ver­güns­ti­gun­gen ermög­licht. Ein hypo­the­ti­sches Bei­spiel: Eine Media-Agentur kaufe für eine Mil­lion US-Dollar Wer­bung bei Youtube und erhalte dafür Wer­be­kon­takte im Wert von zwei Mil­lio­nen US-Dollar. Künf­tig soll Inven­tar, das die Wer­be­trei­ben­den auf Googles Ad Exch­ange ein­kau­fen, nur für die­ses Bonus­pro­gramm berück­sich­tigt wer­den, wenn es über den Bid Mana­ger ein­ge­kauft wurde.

bonus
Google will die Kunden mit einer Art Bonusprogramm ködern © skodonnell - iStock.com

Nach Infor­ma­tio­nen von Digi­day sind meh­rere von Googles Mit­be­wer­bern von einer Ver­tre­te­rin der US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Com­mis­sion (FTC) dazu befragt wor­den, ob Google in der Display-Werbung ein Mono­pol aus­übt. Die Behörde selbst hat bis­lang offi­zi­elle Ermitt­lun­gen nicht bestä­tigt. Googles Markt­macht im Display-Markt hat das Unter­neh­men Medi­en­be­rich­ten zufolge in den USA bereits mehr­fach in den Fokus der FTC gerückt: ein­mal im Jahr 2007 nach der Über­nahme des Technologie-Dienstleisters Dou­ble­click, dann im Jahr 2013. Von einem for­mel­len Ver­fah­ren ist bis­lang aber nichts bekannt gewor­den.

Google baut seit eini­gen Jah­ren an einer tech­no­lo­gi­schen Kom­plett­lö­sung – dem so genann­ten Full Adtech Stack – für Online-Werbung. Nach dem Kauf von Dou­ble­click im Jahr 2007 (Kauf­preis: 3,1 Mil­li­ar­den US-Dollar) folg­ten unter anderem die DSPInvite Media im Jahr 2010 (sie wird heute unter dem Namen Dou­ble­click Bid Mana­ger geführt) und Sell-Side-Platform (SSP) Admeld im Jahr 2011. Im Jahr 2012 führte Google all diese Pro­dukte unter dem Namen Dou­ble­click Digi­tal Mar­ke­ting zusam­men. „Unser Ziel ist eine End-to-End-Lösung für Wer­be­trei­bende und Publis­her“, sagte die dama­lige Wer­be­che­fin Anne Woj­ci­cki im Februar 2013 in einem Inter­view.

117,2 Mil­li­ar­den US-Dollar ste­hen auf dem Spiel

Google schielt mit die­sen Bemü­hun­gen auf die rest­li­chen Anteile des Online-Werbemarktes. Im Jahr 2013 sol­len sich die welt­wei­ten Gesamt­aus­ga­ben für digi­tale Wer­bung laut der Bera­tung Pri­ce­Wa­ter­hou­se­Co­o­pers auf 117,2 Mil­li­ar­den US-Dollar belau­fen haben. Alleine 50,5 Mil­li­ar­den US-Dollar davon sind in Googles Taschen gewan­dert.

Offen­bar ist das Unter­neh­men im Kampf um einen grö­ße­ren Anteil am Online-Werbekuchen bereit, harte Ban­da­gen ein­zu­set­zen. Der jüngste Digiday-Bericht ist nicht der ein­zige, der dar­auf hin­deu­tet, dass Google die Rechte von Dritt­dienst­leis­tern inner­halb des eige­nen „Öko­sys­tems“ immer wei­ter ein­schrän­ken will – und so den eige­nen Anteil an der Wert­schöp­fungs­kette in der Online-Werbung immer wei­ter ver­grö­ßern.

Im Okto­ber hatte die US-Marketing-Zeitschrift Adweek bereits dar­über berich­tet, dass Google künf­tig den Zugriff von Dritt­dienst­leis­tern auf Daten aus dem Google Dis­play Net­work unter­bin­den wird. So genannte Data Manage­ment Plat­forms (DMPs), über die Wer­be­trei­bende all ihre Online-Werbedaten ver­wal­ten kön­nen, sol­len dann keine Tracking-Pixel in Wer­be­mit­teln plat­zie­ren kön­nen. Mög­li­cher­weise soll auch die­ser Schritt dazu die­nen, die Wer­be­trei­ben­den von der Nut­zung einer Google-Technologie zu über­zeu­gen: Googles Analyse-Software Uni­ver­sal Ana­lytics, über die Wer­be­trei­bende den Erfolg ihrer Wer­be­maß­nah­men gerä­te­über­grei­fend mes­sen kön­nen sol­len, wird von eini­gen Bran­chen­ex­per­ten eben­falls als DMP ein­ge­stuft.

Google steht durch Face­book unter Druck

#FLICKR#
Facebook ist Googles größter Konkurrent in puncto Display-Werbeeinahmen (Foto: allisonbucchere / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Im ver­gan­ge­nen Jahr war Google selbst unter Druck gera­ten: Im Hei­mat­markt USA ist Her­aus­for­de­rer Face­book in puncto Display-Werbeeinahmen nach Schät­zun­gen des Markt­for­schers Emar­ke­ter erst­mals am Bran­chen­pri­mus vor­bei­ge­zo­gen. Wäh­rend das soziale Netz­werk 4,83 Mil­li­ar­den US-Dollar mit gra­fi­scher Online-Werbung ver­dient haben soll, sol­len es bei Google vier Mil­li­ar­den US-Dollar gewe­sen sein. Face­book hat zudem in den ver­gan­ge­nen Mona­ten viel Geld in eigene Adtech inves­tiert, etwa in die Über­nahme von Micro­soft Atlas sowie des Video-Werbeanbieters LiveR­ails. Aktu­ell ver­sucht Face­book, das Geschäft mit Bewegtbild-Werbung aus­zu­bauen.

Steht der Display-Werbemarkt vor einer ent­schei­den­den Umwäl­zung?

Zuletzt hat sich Google in die­ser Situa­tion für einen radi­ka­len Schritt ent­schie­den: Mit einer Stu­die hat das Unter­neh­men erst­mals öffent­lich gemacht, wie hoch auf den Display-Plattformen des Unter­neh­mens der Anteil an Wer­bung ist, die gar nicht von Usern gese­hen wird. Bei beträcht­li­chen 56,1 Pro­zent der Wer­be­mit­tel soll dies der Fall sein. Wenige Wochen zuvor hatte sich Appn­e­xus, Anbie­ter einer eige­nen Exch­ange sowie einer DSP, bereits mit Berich­ten über bis zu 40 Pro­zent unbrauch­ba­res Inven­tar kon­fron­tiert gese­hen. Google will nun offen­bar mit der Ein­füh­rung der neuen Mess­größe Active View, für die alleine Wer­be­mit­tel berück­sich­tigt wer­den sol­len, die wirk­lich von Usern gese­hen wur­den, und der Über­nahme des Betrugspräventions-Software Spider.io mehr Trans­pa­renz in den Markt brin­gen.

Joe App­rendi, Chef der Adtech-Firma Collec­tive, glaubt, dass der Display-Werbemarkt vor einer ent­schei­den­den Umwäl­zung steht: „Nicht sicht­bare Wer­bung wird in einem Jahr wert­los sein – tech­nisch gese­hen ist sie es bereits jetzt“, so App­rendi gegen­über Busi­ness Insi­der. Er pro­gnos­ti­ziert, dass Googles Transparenz-Offensive meh­rere Adtech-Firmen dazu zwingt, ihre Bör­sen­gänge zu ver­schie­ben.

Dis­clai­mer: Die Grün­der von Online Mar­ke­ting Rock­stars sind eben­falls Grün­der und Geschäfts­füh­rer von metrigo, Anbie­ter einer Demand Side Plat­form. metrigo ist mitt­ler­weile eine Toch­ter von zanox, einer Mehr­heits­be­tei­li­gung von Axel Springer.

Von Roland Eisenbrand. Ursprünglich publiziert bei Online Marketing Rockstars.

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Online Marketing Rockstars
Shopping-Livestream: Das lief in den Onlineshops der Otto Group am umsatzstärksten Tag des Jahres http://t3n.de/news/shopping-livestream-otto-583667/ 2014-12-10T09:22:37Z
Von drauß' vom Walde komm ich her und ich sage euch, es weihnachtet sehr. Wie sehr es in den Onlineshops der Otto Group geweihnachtet hat, zeigt die „Bilanz“ und die Aufzeichnung …

Von drauß' vom Walde komm ich her und ich sage euch, es weihnachtet sehr. Wie sehr es in den Onlineshops der Otto Group geweihnachtet hat, zeigt die „Bilanz“ und die Aufzeichnung des Echtzeit-Dashboards im Otto-Blog. Vor zwei Tagen, am 08. Dezember 2014, öffnete die Otto-Group einen Tag lang teilweise ein internes Dashboard. Damit zeigte sie in Echtzeit, wie der Weihnachtskaufrausch am möglicherweise umsatzstärksten Tag des Weihnachtsgeschäfts durch die eigenen Onlineshops rollte. Jetzt hat Otto ein Fazit gezogen und die Aufzeichnung des Livestreams veröffentlicht. Die Visualisierung im Dashboard zeigt, in welcher Stadt in Deutschland gerade etwas zum Warenkorb hinzugefügt wird und wo gerade etwas gekauft wird. Zusätzlich werden aktuelle Daten angezeigt. Wer schon immer mal „sehen“ wollte, wie hoch es zur Weihnachtszeit in einem Onlineshop hergeht, ist hier richtig.

Update vom 10. Dezember 2014: Zwischenzeitlich hat die Otto Group ein Fazit zu der Aktion gezogen, da noch Rücksendungen und Gutscheineinlösungen anstehen, ist leider der definitive Umsatz des Tages noch nicht bekannt, aber einige Fakten gibt es zu vermelden :

Das Shopping-Fieber erreichte gegen Abend den Gipfel. Umsatzstärkste Stunde war die nach 20 Uhr, die Stunden nach 21 Uhr und nach 19 Uhr folgen auf den Rängen. Was zu dieser Zeit in den Online-Shops der Unternehmen der Otto Group im DACH-Raum los war, können Sie weiter unten in einem Video sehen, das die Aktivitäten gegen 19 Uhr zeigt.
 
Insgesamt wurden innerhalb von 24 Stunden knapp 100.000 Warenkörbe bestellt. Der kleinste Warenkorb betrug 74 Cent (ein Büroartikel), der größte belief sich auf 20.000 Euro.
 
Dass Weihnachten vor allem ein Fest für Kinder ist, zeigt die Liste der am häufigsten eingegebenen Suchbegriffe. Sie wird klar durch das Spielzeug-Sortiment dominiert. So landete „Lego“ (mit verschiedenen Suchwort-Varianten wie „Lego-City“, „-Minecraft“, „-Technik“) auf Platz 1 der am häufigsten eingegebenen Suchbegriffe, gefolgt von Playmobil, Eiskönigin und Playstation. Aus anderen Sortimenten schafften es nur die Schlagwörter „Bettwäsche“ und „Bademantel“ unter die Top 10.
 
Insgesamt wurden am 8. Dezember rund 1,5 Millionen Suchworte eingegeben – das entspricht im Schnitt rund 17 Suchworten pro Sekunde – also auch in der Nacht.

Die Bilanz zu „E-Commerce-in-Echtzeit“ | Otto Group unterwegs 10. Dezember 2014

(Screenshot: Otto)
Das Dashboard mit Daten aus 16 Unternehmen der Otto Group. (Screenshot: Otto)

Das Echtzeit-Dashboard im Otto-Blog

Das Dashboard zeigt in vier Bereichen verschiedene Performance-Daten aus den Onlineshops von 16 Unternehmen der Otto-Group. Unter anderem zeigt Otto die Warenkorb-Größen an und markiert durch eine farbliche Kennzeichnung, welche Warenkörbe am Desktop, Tablet oder Smartphone entstanden sind. Hier können Onlinehändler bei dieser Gelegenheit gleich überprüfen, wie relevant Mobile-Commerce gerade wirklich ist. Die ständig durch das Blickfeld wabernden M-Commerce-Warenkörbe sprechen eine deutliche Sprache für die große Relevanz des Themas M-Commerce.

Das Dashboard im Überblick:

1) Links: Standorte der Kunden, die aktuell bestellen bzw. Produkte dem Warenkorb hinzufügen

2) Mitte: Ein Auszug aktuell eingegebener Suchbegriffe

3) Rechts: Meist aufgerufene Artikeldetailseiten der letzten fünf Minuten

4) Unten: Aktuell bestellte Warenkörbe in Euro (die Farbe definiert das dabei genutzte Endgerät*)

Erklärung zum Dashboard | Otto Unterwegs, das Otto-Corporate-Blog 08. Dezember 2014

Wer das Dashboard sehen möchte, sollte heute reinschauen, die Marketing-Aktion dauert nur einen Tag.

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Jochen G. Fuchs
Wie erfolgreich ist mein Shop? Die wirklich wichtigen Kennzahlen im Überblick http://t3n.de/news/controlling-shop-kennzahlen-582571/ 2014-12-06T11:01:00Z
E-Commerce wächst und wächst und dennoch bleibt nur wenigen Onlinehändlern am Ende des Jahres Ertrag übrig. Oft liegt das am vernachlässigten Controlling. Peter Höschl von shopanbieter.de zeigt …

E-Commerce wächst und wächst und dennoch bleibt nur wenigen Onlinehändlern am Ende des Jahres Ertrag übrig. Oft liegt das am vernachlässigten Controlling. Peter Höschl von shopanbieter.de zeigt einige der wichtigsten Kennzahlen im E-Commerce auf.

Die Besucherzahlen entwickeln sich positiv, die Conversion Rate ist gut, die Google-Rankings spitze. Und trotzdem schreibt der Onlineshop Monat für Monat rote Zahlen. Der Grund dafür, dass viele Shops nicht erfolgreich bewirtschaftet werden, liegt darin, dass die Betreiber kaufmännische Grundtugenden vernachlässigen. Nur wer sämtliche Kosten im Shop-Betrieb konkret beziffern und zuordnen kann, hat die Chance, langfristig erfolgreich zu handeln.

onlineshopping
Controlling: Zufriedene Kunden sind gut, Umsatz ist gut – Ertrag ist wichtiger. (Foto: © sturti - iStock.com)

Als Onlinehändler hat man immer etwas zu tun. Die Conversion Rate will ständig optimiert, die Gründe für eine hohe Bounce Rate analysiert und die Suchmaschinen-Rankings ausgewertet und verbessert werden. Gleichzeitig versucht man Reichweite und Umsätze durch die Kooperationen mit Online-Marktplätzen, Preissuchmaschinen und anderen Händlern zu steigern. Die Erfolge der jeweiligen Aktionen lassen sich anschließend im Backend der Shopsoftware schwarz auf weiß ablesen. Dort können die Shop-Betreiber exakt nachschlagen, wie viele Besucher pro Tag verzeichnet wurden, wo diese herkamen, wie viele etwas gekauft haben und wie hoch der durchschnittliche Warenkorb war. Das Controlling ihres Unternehmens beschränken viele Händler darauf, diese Kennziffern in der Shop-Software und die Daten, die kostenlose Tracking-Tools wie Google Analytics bereitstellen, oberflächlich im Auge zu behalten.

Cyfe bezeichnet seinen Dienst als „All-in-One“-Lösung für KPI-Dashboards. Sie soll Marketer wie Startups gleichermaßen ansprechen. (Screenshot: Cyfe/PlaceIt)
Um seine Key-Performance-Indicators im Blick zu behalten, helfen Lösungen wie Cyfe. Die richtigen KPIs müssen Onlinehändler aber noch selbst auswählen. (Screenshot: Cyfe/PlaceIt)

Controlling: Shop-Statistik liefert nicht alle wichtigen Daten

Die Shop-Statistiken und die Tracking-Daten liefern einem Online-Händler ohne Frage wichtige Erkenntnisse darüber, ob Marketing-Maßnahmen funktionieren und wo im Shop-Frontend noch Optimierungsbedarf besteht. Letztendlich sind all dies aber keine entscheidenden Werte. Wirklich wichtig ist am Ende nämlich nur, ob ein Shop Gewinn gemacht hat und wenn ja, wie hoch dieser ausgefallen ist. Diese Einschätzung teilt auch Alexander Graf, Herausgeber von Kassenzone.de:

„Was bringen dem Händler 95 Prozent Lieferfähigkeit, 20 Euro CPO (Kosten je Auftrag) und 25 Prozent Retouren als Bester im Wettbewerb, wenn kein Geld verdient wird?“

Um zu ermitteln, ob mit dem Verkauf im Shop oder auf Online-Marktplatz A oder B auch wirklich Geld verdient wurde, liefern die Shop-Statistiken nur unzureichende Informationen. Dort können Online-Händler nämlich nicht ablesen, ob die Abwicklung einer Bestellung sechs oder acht Euro kostet. Auch bei der Berechnung des Wareneinsatzes liefert die Statistik nicht zwangsläufig zuverlässige Daten. So lässt sich zwar oftmals durch den gespeicherten Einkaufspreis (EK) der Wareneinsatz berechnen – sobald jedoch beispielsweise aufgrund der Zusammenarbeit mit mehreren Lieferanten der EK variiert, stößt die Statistik an ihre Grenzen. Dann lässt sich nicht mehr auf einen Blick erkennen, ob der Wareneinsatz bei einem Kanal 40 oder 50 Prozent betragen hat.

Wenn Shop-Betreiber ermitteln wollen, welcher Vertriebskanal die beste Performance erzielt hat und ob ein Kanal möglicherweise trotz hohem Umsatz den Betrieb Geld kostet satt Geld zu verdienen, gilt es, sämtliche Kostenfaktoren zu berücksichtigen. Die Grundlage ist dabei natürlich der Umsatz, der über einen Vertriebskanal erwirtschaftet wurde. Der Kanal, der den höchsten Umsatz erzielt hat, ist aber noch lange nicht der beste. Die zweite Aufgabe besteht darin, den Umsatz durch die Anzahl der entsprechenden Aufträge zu teilen und so den durchschnittlichen Warenkorbwert zu ermitteln. Die Anzahl der Aufträge zu ermitteln ist deshalb wichtig, weil jede Bestellbearbeitung im Shop-Betrieb Kosten verursacht. Es macht einen großen Unterschied, ob ein oder 100 Aufträge bearbeitet werden mussten, um Umsatzerlöse in Höhe von 1.000 Euro zu erzielen.

Das bisherige Dashboard wurde neu gestaltet. Jetzt sollen hier Echtzeit-Daten, Key-Performance-Indikatoren und Umsatzprognosen angezeigt werden. (Screenshot: Prestashop)
Enige Onlineshop-Systeme, wie hier zum Beispiel das Board von PrestaShop, zeigen Echtzeit-Daten, Key-Performance-Indikatoren und Umsatzprognosen an. (Screenshot: Prestashop)

Kosten pro Bestellabwicklung

Welche Kosten eine Bestellabwicklung tatsächlich verursacht, lässt sich in der Shop-Statistik nicht ablesen. Hierfür müssen Daten aus der Finanzbuchhaltung und dem Controlling analysiert werden. Was kosten die Verpackungsmaterialien? Was verdienen die Mitarbeiter im Lager? Wie viele Bestellungen wickelt ein Mitarbeiter am Tag ab? Hier müssen diverse fixe und variable Kosten berücksichtigt werden, um zu ermitteln, welcher finanzielle Aufwand pro Bestellung entsteht.

Die Kosten pro Bestellabwicklung zu ermitteln, ist für eine professionelle Kalkulation unverzichtbar. Hierbei wird der Wareneinsatz vom Umsatz = DB I (Deckungsbeitrag) abgezogen, anschließend werden die Kosten je Bestellabwicklung substrahiert. Der Wareneinsatz sollte dem durchschnittlichen Warenkorb deshalb gegenüber gestellt werden, weil die Verkaufspreise von Kanal zu Kanal variieren können. So sind die Preise bei Shop und Preissuchmaschinen zwar identisch, doch auf Online-Marktplätzen lassen sich die eigentlichen Preise aufgrund der Konkurrenzsituation oftmals nicht durchsetzen. Das führt dazu, dass die Verkaufspreise gesenkt und somit der prozentuale Wareneinsatz erhöht werden muss – was natürlich zu Lasten der Rentabilität geht.

Enlight Shopware Backend
Auch Shopware bietet verschiedene Möglichkeiten um Daten für das Controlling aufzubereiten. Ohne Daten aus der Buchhaltung, können aber KPIs wie „Abwicklungskosten pro Bestellung“ nicht ermittelt werden.  (Screenshot: Shopware)

Controlling: Umsatzrendite pro Kanal berechnen

Einen weiteren Kostenfaktor stellen die Gebühren und Provisionen an, die bei externen Vertriebskanälen fällig werden. Angebotsgebühren, Klickpreise, Verkaufsprovisionen: All diese direkten Kosten gilt es zu summieren und durch die Anzahl der Aufträge zu teilen.

Und aus all diesen Faktoren ergibt sich die folgende Rechnung:

Durchschnittlicher Warenkorb - durchschnittlicher Wareneinsatz - interne Kosten pro Bestellung - Provisionen / Gebühren pro Vertriebskanal pro Verkauf _____________________________________________________________ = Durchschnittlicher Erlös

Mit dieser Rechnung können Sie auf einen Blick erkennen, welcher Vertriebskanal wirklich profitabel ist. Allerdings ist diese Kostenrechnung noch nicht komplett. Zwei wichtige Kostenfaktoren sind nämlich noch nicht berücksichtigt. So dürfen Online-Händler nicht außer Acht lassen, dass die Retourenquote bei den jeweiligen Vertriebskanälen sehr unterschiedlich ausfallen kann. Retournieren die eBay-Käufer beispielsweise zu 5 Prozent, während die Amazon-Käufer nur zu 2 Prozent Ware zurückschicken, kann das die Erlösrechnung völlig verändern. Durchschnittlich verursacht eine Retoure einer aktuellen Studie von ibi Research zu Folge Gesamtkosten in Höhe von 14 Euro. Deshalb sollte die Retourenquote pro Vertriebskanal unbedingt ermittelt und in die Kostenrechnung einbezogen werden.

Eine weitere Controlling-Studie aus dem Jahr 2013 von ibi Research bestätigt die Einschätzung, dass viele Online-Händler ihre kaufmännischen Grundtugenden vernachlässigen. Demnach wissen nämlich 40 Prozent der Händler nicht, welche Kosten eine Retoure tatsächlich innerbetrieblich verursacht. Dabei ist dieser Wert für die Kalkulation unverzichtbar. Und das gilt nicht nur für den Verkauf über Marktplätze, sondern auch im eigenen Online-Shop.

Bei der Berechnung der Umsatzrendite von Vertriebskanälen wird ein Kostenfaktor von vielen Online-Händlern vergessen: die Versandkosten. Versandkostenfrei zu liefern ist inzwischen auf den großen Online-Marktplätzen Amazon und eBay fast selbstverständlich geworden. Wer sich als Händler dafür entscheidet, darf die Kosten, die durch diese Subventionierung entstehen, bei der Kalkulation nicht vergessen. Nur wenn alle Kosten berücksichtigt werden, ergibt sich ein aussagekräftiges Bild, das dem Händler zeigt, welcher Kanal nur eine Kostenfalle darstellt und welche Vertriebswege nicht nur Umsatz, sondern auch Ertrag bringen.

Um die Rentabilität ihres Shops zu überprüfen und langfristig zu verbessern, dürfen Online-Händler sich nicht zu sehr auf die Kennziffern im Online-Marketing konzentrieren. Letztendlich entscheidend ist nicht die Conversion Rate, die Click-Through-Rate oder das Google-Ranking. Wichtig ist nur die Umsatzrendite. Mehr zum Thema Marketing-Controlling und Steigerung der Umsatzrendite finden Online-Händler in der zweiten Ausgabe von shopanbieter to go.

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Peter Hoeschl
Die 10 beliebtesten Artikel der Woche: Weihnachtsgeschenke, Adventskalender und die goldenen Regeln des UI-Designs http://t3n.de/news/10-beliebtesten-artikel-woche-56-583610/ 2014-12-06T09:04:29Z
Es ist wieder Wochenende und die Woche neigt sich dem Ende zu. Blicken wir zurück: PayPal hat Shopbetreibern noch mal eine Gnadenfrist gegeben, der Google-Plus-Designer schimpft vor sich hin und …

Es ist wieder Wochenende und die Woche neigt sich dem Ende zu. Blicken wir zurück: PayPal hat Shopbetreibern noch mal eine Gnadenfrist gegeben, der Google-Plus-Designer schimpft vor sich hin und Product Hunt und Hacker News räumen ab.

1. Weihnachtsgeschenke für deinen Lieblingsgeek gesucht? Hier sind 20 coole Ideen

Der typische Geek ist wählerisch. Das gilt auch beim Thema Weihnachtsgeschenke. Wer jetzt noch nicht sicher ist, mit was er seinen Lieblingsgeek unter dem Baum überraschen will, sollte sich langsam sputen. Wir haben für euch ein paar richtig coole Ideen zusammengestellt, die euch bei der Mission Geek-Geschenk unterstützen – das Ganze unterteilt in unterschiedliche Preiskategorien für jeden Geldbeutel.

Unser Artikel: Weihnachtsgeschenke für deinen Lieblingsgeek gesucht? Hier sind 20 coole Ideen

2. Vergesst QR-Codes: Was Fujitsu entwickelt hat, ist um Längen besser

QR-Codes sind geliebt und verhasst zugleich. Vor allem aber ist ihre Funktionalität ziemlich eingeschränkt. Ein Grund, warum Fujitsu seit einiger Zeit an einer Alternative arbeitet. Und die hat das japanische Unternehmen jetzt vorgestellt.

Unser Artikel: Vergesst QR-Codes: Was Fujitsu entwickelt hat, ist um Längen besser

3. Die 7 goldenen Regeln des UI-Designs

Erik Kennedy ist UX-Designer – doch er hat schnell gemerkt, dass das beste User-Experience-Design ohne eine gute Bedienoberfläche wertlos ist. Also hat er sich daran gemacht, die goldenen Regeln des UI-Designs zu meistern. Seine Erfahrungen teilt er in diesem Gastartikel.

Unser Artikel: Die 7 goldenen Regeln des UI-Designs

4. PayPal deaktiviert SSL 3.0: Diese Shopsysteme müssen jetzt aktualisiert werden [Update]

PayPal im Einsatz? Dann sind vielleicht Updates nötig, um den Dienst auch später noch anbieten zu können. Definitiv betroffen sind Oxid, xt:Commerce und Prestashop – die Frist zur Umstellung läuft aktuell am 12. Januar ab.

Unser Artikel: PayPal deaktiviert SSL 3.0: Diese Shopsysteme müssen jetzt aktualisiert werden [Update]

5. Die schönsten Online-Adventskalender 2014 für Webworker [Update]

Wir haben auch in diesem Jahr wieder die besten Online-Adventskalender für Webworker ausfindig gemacht. Bis Heilig Abend warten über 200 Türchen auf dich. Viel Spaß!

Unser Artikel: Die schönsten Online-Adventskalender 2014 für Webworker [Update]

6. „I fucked up“: Google+-Chefdesigner schimpft öffentlich über das gescheiterte Netzwerk

User Experience-Designer Chris Messina hat das vor mehr als einem Jahr verlassen. Jetzt beschreibt er in einem ausführlichen Blogpost, warum nicht funktioniert.

Unser Artikel: „I fucked up“: Google+-Chefdesigner schimpft öffentlich über das gescheiterte Netzwerk

7. Erfolgreich über Nacht – wie Product Hunt und Hacker News 300.000 Views in 30 Tagen einbrachten

Die Geschichte von zwei Freunden, die quasi über Nacht eine neue E-Commerce-Idee in die Tat umsetzten – mit unglaublichem Erfolg.

Unser Artikel: Erfolgreich über Nacht – wie Product Hunt und Hacker News 300.000 Views in 30 Tagen einbrachten

8. Collaboration: 20 Tools für mehr Produktivität im Team

Collaboration-Tools erleichtern die Arbeit im Team ungemein, wie wir euch im Rahmen unserer zeigen. Sie ermöglichen nicht nur ortsunabhängige Tätigkeiten, sondern können auch die Produktivität merklich steigern. Egal ob Gantt-Chart, Kanban, gemeinsame ToDo-Liste oder umfassende Kollaborations-Suite – das Angebot ist riesig. Eine Übersicht von Sébastien Bonset.

Unser Artikel: Collaboration: 20 Tools für mehr Produktivität im Team

9. Die größten Online-Marketing-Trends 2015

2014 neigt sich dem Ende zu, weshalb wir Experten nach ihren Marketing-Trends fürs nächste Jahr gefragt haben. Unter anderem mit von der Partie: Mitch Joel, Noah Kagan und Indra Zemzoum.



Unser Artikel: Die größten Online-Marketing-Trends 2015

10. Vergesst QR-Codes: Was Fujitsu entwickelt hat, ist um Längen besser

QR-Codes sind geliebt und verhasst zugleich. Vor allem aber ist ihre Funktionalität ziemlich eingeschränkt. Ein Grund, warum Fujitsu seit einiger Zeit an einer Alternative arbeitet. Und die hat das japanische Unternehmen jetzt vorgestellt.

Unser Artikel: Vergesst QR-Codes: Was Fujitsu entwickelt hat, ist um Längen besser

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Jochen G. Fuchs
Expresslieferung bei Media Markt und Saturn im Test: Teilweise sinnvoll http://t3n.de/news/media-markt-saturn-same-day-delivery-2-583150/ 2014-12-05T16:12:52Z
Media Markt und Saturn führen Same-Day-Delivery ein. In einem kurzen Test haben wir überprüft, wie das Angebot in den Onlineshops umgesetzt wurde. Das Ergebnis ist recht durchwachsen.

Media Markt und Saturn führen Same-Day-Delivery ein. In einem kurzen Test haben wir überprüft, wie das Angebot in den umgesetzt wurde. Das Ergebnis ist recht durchwachsen. Media Markt und Saturn liefern seit kurzem Bestellungen aus ihrem Onlineshop per Express am selben Tag aus – per sogenannter Same-Day-Delivery. Abgesehen von der allgemeinen Annahme, dass das Thema Same-Day-Delivery nur für eine begrenzte Kundengruppe attraktiv ist, sollten solche Lieferoptionen sinnvoll und für den Endkunden verständlich eingebunden werden. Gerade der Vorteil eines Filialisten bei diesem Thema, die dezentrale Lagerverteilung, sorgt im Prozess oftmals für Verwirrung: Der Artikel kann ja nur an den Endkunden ausgeliefert werden, wenn die bestellten Waren auch tatsächlich in der Filiale auf Lager sind, die dem Kunden am nächsten liegt. Was bei dem Versuch herauskommt, diese Prozesse im Onlineshop und im Bestellprozess abzubilden, ist ganz unterschiedlich, wie das Beispiel von Media Markt und Saturn in unserem kleinen t3n-Test zeigt.

Same-Day-Delivery bei Media Markt und Saturn im t3n-Test

Uns hat interessiert, wie die beiden Elektrofachmärkte Media Markt und Saturn die Herausforderung gemeistert haben: Ist der Bestellprozess und die Verfügbarkeit der Expresslieferung übersichtlich und verständlich gestaltet? Bis zur tatsächlichen Lieferung haben wir den Test nicht vollzogen, da wir uns nur auf die Abbildung der Bestellmöglichkeit in beiden Onlineshops konzentriert haben.

Ein wenig Geduld war vonnöten, um in den Onlineshops einen Artikel zu identifizieren, der per Expresslieferung noch am selben Tag zugestellt werden könnte – in unserem kurzen Test wäre das dann schließlich der 13. angeklickte Artikel gewesen. Wenn mehrere Märkte am Wohnort vorhanden sind, müssen mehrere Märkte „durchprobiert“ werden, bis man einen Markt entdeckt, der den Artikel führt. Einen Hinweis, dass der Artikel in einem anderen nahegelegenen Markt verfügbar ist, haben wir, zumindest in unserem nicht repräsentativen Test, nicht entdecken können.

So funktioniert die Bestellung per Expresslieferung – oder eben nicht

Die Expressoption wird bei beiden Marken prominent beworben, aber um eine Aussage treffen zu können, ob die Expresslieferung bei dem gewünschten Artikel möglich ist, müssen Kunden im ersten Schritt den Markt in ihrer Nähe wählen. Bei Saturn wird die Option „Expresslieferung prüfen“ direkt in der Artikelbeschreibung angezeigt, bei Media Markt erfahre ich erst während des Checkouts, ob die Expresslieferung denn theoretisch verfügbar wäre oder nicht. Beide Onlineshops zeigen die tatsächliche Verfügbarkeit der Expresslieferung nicht unter ihren gewohnten Lieferoptionen an, wie unten im Beispiel von Saturn zu sehen ist.

Immerhin gibt Saturn dem Kunden die Möglichkeit die Verfügbarkeit der Expresslieferung vorab zu prüfen. (Screenshot: Saturn.de)
Immerhin gibt Saturn dem Kunden die Möglichkeit die Verfügbarkeit der Expresslieferung vorab zu prüfen. (Screenshot: Saturn.de)
Im Gegensatz zu Saturn liefert Media Markt gar keine Möglichkeit, die Verfügbarkeit vorab zu prüfen. Der Kunde ist auf seine Kombinationsgabe angewiesen – siehe Tipp unter diesem Bild. (Screenshot: Media Markt)
Im Gegensatz zu Saturn liefert Media Markt gar keine Möglichkeit, die Verfügbarkeit vorab zu prüfen. Der Kunde ist auf seine Kombinationsgabe angewiesen – siehe Tipp unter diesem Bild. (Screenshot: Media Markt)

Tipp: Wenn das Produkt als „In meinem Saturn/Media Markt sofort abholbereit“ angezeigt wird, man sich im Liefergebiet befindet und es zwischen 09:25 und 16:45 ist, dann wird die Expresslieferung wohl verfügbar sein.

Auch der Warenkorb enthält keinen Hinweis auf eine mögliche Expresslieferung. Oder eine Unmögliche.(Screenshot: Media Markt)
Auch der Warenkorb enthält keinen Hinweis auf eine mögliche Expresslieferung. Oder eine Unmögliche.(Screenshot: Media Markt)
Erst nach erfolgter Anmeldung oder Registrierung im Onlineshop und der Eingabe meiner Adressdaten, kann ich im zweiten Schritt erfahren, ob eine Express-Lieferung möglich ist oder nicht. So wird das nichts, mit Same-Day-Delivery, lieber Media-Markt. (Screenshot: Media Markt)
Erst nach erfolgter Anmeldung oder Registrierung im Onlineshop und der Eingabe meiner Adressdaten, kann ich im zweiten Schritt erfahren, ob eine Express-Lieferung möglich ist oder nicht. So wird das nichts, mit Same-Day-Delivery, lieber Media-Markt. (Screenshot: Media Markt)

Deutschlandweit Same-Day-Delivery und Wunschlieferung bei Media Markt und Saturn

Gegenüber Channelpartner hat sich Media-Saturn Chef Wolfgang Kirsch zur weiteren Entwicklung des Same-Day-Deliverys bei Media-Saturn geäußert:

Media-Saturn-Deutschlandchef Wolfgang Kirsch betont den Vorteil, den der Elektronik-Retailer mit seinem dichten Filialnetz beim Angebot von Same-Day-Delivery-Diensten hat: "Dabei spielen wir den Vorteil, den wir als Multichannel-Händler durch die enge Verknüpfung des Online-Angebots mit unserem dichten Netz an stationären Märkten haben, voll aus. Der Mehrwert für den Kunden: Er kann beliebig wählen, ob er die online bestellte Ware vor Ort im Wunschmarkt abholen oder sich nach Hause senden lassen möchte." Mit der Erweiterung der Expresslieferung auf nun über 20 Städte biete Media-Saturn noch mehr Kunden die Möglichkeit, ihre Online-Bestellung sogar innerhalb weniger Stunden nach Hause geliefert zu bekommen. "Ziel ist es, im Laufe des kommenden Jahres diesen Service in allen Regionen Deutschlands auszurollen", so Kirsch.

Wolfgang Kirsch, Media-Saturn-Deutschlandchef | Channelpartner 04. Dezember 2014

Logistik-Partner für die Zustellung: Das Startup Tiramizoo

Der eindeutige Gewinner der aktuellen Entwicklung bei Media-Saturn scheint neben den Kunden vor allem einer zu sein: Tiramizoo. Das Startup Tiramizoo, das wir auch schon vorgestellt haben, hat in der Pilotphase offensichtlich den Konkurrenten MyTaxi ausstechen können. Nach Informationen von Channelpartner hat Levin von Bothmer, der für den Aufbau der SDD-Sparte bei MyTaxi verantwortlich gewesen sein soll, diesen Herbst das Unternehmen verlassen. Das Experiment Lieferung per Taxi könnte damit, zumindest bei MyTaxi, vorerst beendet sein.

Bedingt benutzerfreundlich: Erträglich bei Saturn, umständlich bei Media Markt

Unser vorläufiges Fazit zur Benutzerfreundlichkeit der Expresslieferung in den Onlineshops von Media Markt und Saturn ist recht durchwachsen: Bei Media Markt kann man als Normalanwender ohne Hintergrundkenntnisse schlichtweg gar nicht erkennen ob, ein Artikel denn jetzt lieferbar ist per Expresslieferung oder nicht. Das die Lieferoption erst im zweiten Schritt des Checkouts sichtbar wird ist komplett unlogisch. Eine Expresslieferung ist entweder für Kunden mit wenig Zeit, für Kunden, die gerade den aktuellen Ort nicht verlassen können oder jemand mit einem dringenden Bedürfnis. Und damit ist nicht die Toilette gemeint. Es ist also davon auszugehen, dass der Kunde explizit nach der Expresslieferung ausschau halten wird – alle anderen sparen sich die 9,90 Euro und gehen selbst einkaufen. Und dem Kunden die für die Kaufentscheidung nötige Information, nämlich die Verfügbarkeit der Expresslieferung vorzuenthalten, ist genauso sinnvoll, wie Ware auf der Fläche nicht mit Preisen auszuzeichnen. Nämlich gar nicht. Saturn ermöglicht dem Kunden immerhin die Vorab-Prüfung der Verfügbarkeit, auch wenn man sich wünschen könnte, dass die Verfügbarkeit einfach an der gewohnten Stelle automatisch angezeigt wird: dort wo die Warenverfügbarkeit angezeigt wird.

Kompliment für die Einführung des Services an Media-Saturn, auch wenn ich die gleichzeitig durchgeführte Einführung der Lieferung zum exakten Wunschtermin als fast noch wichtiger erachte, aber an der Usability dieses Angebots muss noch dringend gearbeitet werden.

Wie sinnvoll das Thema Same-Day-Delivery für Onlinehändler tatsächlich ist, damit habe ich mich zu einem früheren Zeitpunkt einmal in einem Kommentar auseinandergesetzt: „Same-Day-Delivery-Hype: Lieber laufen lernen, bevor man zu rennen versucht“.

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Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
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Jochen G. Fuchs
Media Markt und Saturn führen deutschlandweit Same-Day-Delivery ein http://t3n.de/news/media-markt-saturn-same-day-delivery-583008/ 2014-12-04T11:03:27Z
Die Onlineshops von Media Markt und Saturn liefern ab sofort innerhalb von drei Stunden oder pünktlich zum Wunschtermin. Das Angebot der Onlineshops in der Übersicht.

Die Onlineshops von Media Markt und Saturn liefern ab sofort innerhalb von drei Stunden oder pünktlich zum Wunschtermin. Das Angebot der Onlineshops in der Übersicht.Die Elektronik-Fachmärkte Media Markt und Saturn liefern ab sofort in 22 deutschen Städten Online-Bestellungen innerhalb eines Zeitfensters von drei Stunden aus, wie das Fachhandelsmagazin Channelpartner vermeldet. Zusätzlich zum Same-Day-Delivery (SDD) führen beide Ketten noch die Lieferung zum Wunschtermin ein. Logistik-Partner ist das Münchner Startup Tiramizoo.

(Screenshot: Media Markt)
Die Elektronikketten Media markt und Saturn führen Same-Day-Delivery und eine Zustellung zum Wunschtermin ein. (Screenshot: Media Markt)

Media Markt und Saturn führen neue Lieferservices im Onlineshop ein

Nach einer ausgiebigen Pilotphase bei Media Markt und Saturn, über die auch t3n berichtet hatte, hat der Unternehmensverbund Media-Saturn beschlossen die Lieferung am selben Tag als dauerhafte Dienstleistung ins eigene Dienstleistungsportfolio aufzunehmen. Für 9,90 Euro werden Bestellungen, die zwischen 09:25 Uhr und 16:45 Uhr im Onlineshop eingehen innerhalb von maximal drei Stunden innerhalb des jeweiligen Stadtgebietes zugestellt. Der Zustellradius beträgt vom Markt aus gerechnet acht Kilometer. Die Expresslieferung kann auch von Kunden genutzt werden, die persönlich im örtlichen Media Markt einkaufen.

Zugestellt werden außer Produkten mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren alle Artikel im Sortiment, wie Matthias Hell von Channelpartner über den neuen Media-Markt- und Saturn-Service berichtet: selbst sperrige Fernseher und Haushaltsgeräte werden per Expresszuschlag zugestellt – die Expresskosten dürften sich in diesen Fällen aber höchstwahrscheinlich zu den normalen Zustellzuschlägen für Sperrgut addieren.

So bewirbt Media Markt die neue Expresslieferung. (Screenshot: Media Markt)
So bewirbt Media Markt die neue Expresslieferung. (Screenshot: Media Markt)

Wo und wie die Expresslieferung verfügbar ist

Die Expresslieferung ist, wie wir nach kurzem Selbstversuch im Saturn und Media-Markt-Onlineshop zumindest für Hannover bestätigen können, ab sofort in den Stadtgebieten von Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Erding, Essen, Frankfurt, Gütersloh, Hamburg, Hannover, Ingolstadt, Köln, Leipzig, Ludwigshafen, Mainz, Mannheim, München, Nürnberg/Fürth, Stuttgart und Sindelfingen verfügbar. Beachten sollte man dabei, dass nur die tatsächlich im Bestand des örtlichen Markts verfügbaren Artikel auch tatsächlich per Express ausgeliefert werden können.

Im Laufe des nächsten Jahres will die Media-Saturn-Gruppe die neuen Dienstleistungen in allen Märkten Deutschlands anbieten.

Wir haben uns die Onlineshops der Gruppe und die neuen Expresslieferungs-Dienste etwas genauer angesehen und werden morgen Vormittag ein detailliertere Analyse veröffentlichen.

 

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Jochen G. Fuchs
Verkaufen auf Raten: Was Online-Händler wissen müssen http://t3n.de/magazin/online-haendler-wissen-muessen-verkaufen-raten-236742/ 2014-12-04T08:45:53Z
Die Ratenzahlung ist der Klassiker des Versandhandels. Doch mittlerweile ist diese Payment-Methode auch für immer mehr Online-Händler interessant. Vor deren Einführung sollten Shop-Betreiber …

Die Ratenzahlung ist der Klassiker des Versandhandels. Doch mittlerweile ist diese Payment-Methode auch für immer mehr Online-Händler interessant. Vor deren Einführung sollten Shop-Betreiber jedoch genau recherchieren, welcher Anbieter für sie der richtige ist – und ob die Ratenzahlung zu ihrem Angebot passt.

In Zeiten niedriger Zinsen scheint bei Kunden die Akzeptanz für Ratenkredite zu wachsen. In einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) gaben bereits vergangenes Jahr 33 Prozent der Befragten an, einen Ratenkredit zu nutzen. Zwar machten den größten Teil dabei Konsumkredite von Banken sowie Autofinanzierungen aus. Doch immerhin zehn Prozent entfielen auf einen Ratenkauf über den Einzel- oder Versandhandel. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich, dass die Zahlen sogar steigen. Damit wird diese Payment-Methode auch für den klassischen Internet-Handel immer interessanter.

Neue Käufergruppen eröffnen

Mit dem Angebot des Kreditkaufs erhoffen sich zusätzliche Umsatzpotenziale. „Händler können durch das Angebot des Ratenkaufs als ergänzende Zahlungsart einer größeren Kundengruppe höherpreisige Produkte anbieten. Das führt nicht nur zu durchschnittlich größeren Warenkörben, sondern steigert gleichzeitig auch die Conversion, da sich Kaufabbrüche verhindern lassen,“ erklärt Lena Hackelöer, Director Market Growth and Strategy bei dem Ratenkauf-Dienstleister Klarna.

Dass diese Rechnung durchaus aufgehen kann, zeigt die aktuelle IZ-Studie 2013 des Kölner ECC Handel: Knapp 44 Prozent der befragten Händler, die Ratenzahlung anboten, gaben an, mit der Einführung dieser Zahlmethode ihren Umsatz gesteigert zu haben – im Schnitt um satte 14 Prozent! Damit stieg der Umsatz ähnlich stark wie bei der Einführung der Kreditkartenzahlung und sogar stärker als bei der der Sofortüberweisung.

Kein Wunder, dass der Ratenkauf in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus vieler Online-Händler rückt. Laut der Internet-Zahlungsverkehr-Studie IZ 2013 des ECC-Handels boten 2013 bereits 16,8 Prozent der befragten Online-Händler den Ratenkauf als Zahlungsoption an. Weitere 9,4 Prozent planen die Implementierung bis Ende 2014.

Die steigende Nachfrage auf der Händlerseite spürt auch der Heidelpay: „Die Ratenzahlung ist im E-Commerce noch relativ neu. Aber allein an der Nachfrage merken wir, dass sie definitiv ein Payment-Trend ist. Da dieses Verfahren für den Verkäufer relativ geringe Kosten verursacht und neue Käuferschichten erschließen kann, ist es für Händler durchaus attraktiv,“ erklärt Heidelpay-Geschäftsführer Mirko Hüllemann. Begünstigt wird der Trend dadurch, dass neben einigen Banken sowie etablierten Zahlungsdienstleistern mittlerweile auch spezialisierte Ratenkauf-Dienstleister Fertiglösungen anbieten, die den Händlern die Implementierung einfach machen und ihnen eine breite Auswahl an Möglichkeiten bieten.

mar ratenzahlung ECC Studie IZ 2013 UmsatzsteigerungenaufgrundderEinfhrungneuerZahlungsverfahren 700ps
Fragetext der IZ Payment-Studie von 2013: 1) Hat sich der Online-Umsatz ihres Unternehmens aufgrund der Einführung der folgenden Zahlungsverfahren verändert? (dargestellt wird der Anteil der ?Ja?-Antworten) 2) Um welchen Prozentsatz hat sich der Online-Umsatz aufgrund der folgenden Zahlungsverfahren geändert? (Die prozentuale Umsatzsteigerung wird nur für Verfahren mit mindestens 30 Beobachtungen ausgewiesen).

Ratenkauf im Onlineshop

Der Ablauf eines Ratenkaufs ist in der Regel so: Der Kunde wählt bei der Zahlarten-Auswahl zunächst die Option „Ratenkauf“. Daraufhin erscheint das Antragsformular des Dienstleisters, das der Kunde ausfüllt. Manche Anbieter schicken Kunde und Shop nun in Echtzeit eine vorläufige Kreditzu- oder absage. Im Fall einer Zusage schließt der Kunde den Kaufvorgang ab.

Bei Banken muss der Kunde anschließend den vorausgefüllten Kreditvertrag ausdrucken und per Ident-Verfahren an den Dienstleister senden. In diesen Fällen erfolgt die endgültige Bewilligung einen bis einige Tage später. Nun kann der Händler die Ware versenden. Spezialisierte Dienstleister verzichten dagegen auf diesen für den Kunden umständlichen Weg und bewilligen den Kredit direkt online und in Echtzeit.

Abschließend erhält der Händler die volle Finanzierungssumme nach Erbringung des Liefernachweises ausgezahlt. Er muss weder auf den Eingang der Raten warten, noch Sorge um einen eventuellen Zahlungsausfall haben. Denn der Kunde zahlt seine Raten an den Dienstleister oder die Bank.

Risiken aus Händlersicht

Auch wenn heute viele Onlineshops die Ratenzahlung anbieten: Als Allheilmittel für alle Shops taugt diese Zahlart nicht. Das zeigen die 56 Prozent Händler, die laut IZ 2013-Studie dadurch keine Umsatzsteigerung erlebten. Auch Mirko Hüllemann von Heidelpay gibt zu bedenken: „Die Ratenzahlung ist natürlich nicht für alle Branchen und Produkte sinnvoll. Am stärksten dürften die Bereiche profitieren, die den Ratenkauf auch bisher schon praktiziert haben, wie beispielsweise die Möbelbranche. Bekannte Elektronikketten haben die Kunden mit aggressiven Kampagnen inzwischen ebenfalls an den Ratenkauf gewöhnt", so Hüllemann.

Seiner Erfahrung nach spricht deshalb auch nichts gegen den Ratenkauf – solange Online-Händler einige Grundsätze beachten. „Für gewöhnlich lohnt sich der Ratenkauf für Händler erst ab einem Produktpreis von mehreren Hundert Euro, wenn gleichzeitig die Laufzeit der Ratenzahlung die Lebensdauer des Produkts nicht wesentlich übersteigt,“ erläutert Hüllemann.

Theoretisch kann jeder Händler einen Kreditkauf in Zusammenarbeit mit seiner Hausbank anbieten. Das hat den Vorteil, dass er und seine Bank die volle Kontrolle über die Konditionen und die Kreditvergabe behalten. Doch das tun nur wenige Händler, da dies auch erhebliche Nachteile hat – vor allem bei der Prozess-Integration: Damit der Ratenkauf die Bestellung nicht hemmt, müssen Online-Händler den dazu notwendigen Ablauf so nahtlos wie möglich in den Checkout-Prozess integrieren. Einen direkten Online-Abschluss ohne Medienbruch bieten Hausbanken selten an: Meist folgt das Antragsformular zumindest im letzten Schritt noch auf Papier.

Spezialisierte Dienstleister

Spezialisierte Payment-Service-Provider punkten bei dieser Prozess-Integration. Sie bieten die Ratenzahlung als implementierbares Modul an – also sowohl den Zahlungsservice inklusive Risiko-Übernahme und sofortige Auszahlung des Gesamtbetrags, als auch die technische Abwicklung.

Die notwendige Technik können Online-Händler in der Regel als kompaktes Modul direkt in ihren Shop-Checkout einbinden. Dies gilt sowohl für spezialisierte Banken, wie Santander oder die Targobank, als auch für Ratenkauf-Dienstleister wie RatePay. Ist der Anbieter ein Payment-Service-Provider mit umfassenden Portfolio, so ist die Ratenzahlung unter Umständen bereits im generellen Payment-Modul enthalten. Per Mausklick lässt sich diese dann ganz einfach aktivieren.

Einen etwas anderen Weg geht das deutsche Startup Payever. Hier gibt es kein Modul für den Onlineshop, sondern eine eigene Payever-Zahlseite. Kunden werden zum Bezahlen aus dem Shop zur Payever-Zahlseite verwiesen – ähnlich wie bei Paypal. Darum funktioniert Payever nicht nur aus Shops heraus, sondern zum Beispiel auch per Link in einer E-Mail.

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Die Studie der Gesellschaft für Konsumforschung zeigt: Bereits 18 Prozent aller Ratenkredite wurden 2013 über das Internet abgeschlossen.

Ein Markt voller Anbieter

Der Markt der Ratenzahlungsanbieter ist heterogen. Zum einen bieten Banken Module zur „Absatzfinanzierung“, wie die Ratenzahlung in dieser Branche heißt. Anbieter wie die Commerzfinanz, die Santander Bank oder die Targobank stellen ihren Service über standardisierte Module zur Online-Abwicklung bereit.

Daneben haben mittlerweile einige große Payment-Service-Provider diese Finanzierung als Dienstleistung aufgenommen. Beispiele hierfür sind Wirecard, Heidelpay, Concardis Masterpayment und andere. Sie arbeiten für die Ratenzahlung oft mit spezialisierten Dienstleistern zusammen. Wirecard und Concardis kooperieren beispielsweise mit RatePay, Computop mit BillPay, Klarna und RatePay. Heidelpay leistet die Finanzierung über die Fidor Bank.

Händler, die nicht bereits mit einem Payment-Service-Provider kooperieren oder aber für die Ratenzahlung einen anderen Spezial-Anbieter nutzen wollen, finden auch hier eine große Auswahl. Neben dem bereits beschriebenen Payever mit seiner Bezahl-App gibt es vor allem RatePay, BillPay, Payolution (Skrill/Pay.on/Moneybookers), Klarna und Billsafe.

Auswahlkriterien und Fazit

So unterschiedlich wie die technischen Umsetzungen, so unterschiedlich sind auch die Rahmenbedingungen und Preise der Anbieter. Es gibt diverse Kostenmodelle mit verschiedenen Mindesteinkaufswerten, Anbindungskosten, Mindestumsätzen und Transaktionsgebühren oder Provisionen. Online-Händler sollten die Angebote deshalb zum Vergleich mit eigenen Verkaufsdaten – wie Bestellvolumen und Warenkorbgrößen – hochrechnen.

Doch die wichtigsten Erfolgskriterien für das richtige Ratenkauf-Modul liegen gar nicht mal so sehr bei den Kosten: Die Akzeptanz der Kunden steigt und fällt mit der reibungslosen Einbindung in den Shop-Checkout, der Vertrauenswürdigkeit des Dienstleisters sowie der schnellen und professionellen Abwicklung. Wichtig ist also auch das Kundenerlebnis, wie Lena Hackelöer von Klarna weiß: „Wie gestaltet sich der Prozess zum abgeschlossenen Ratenkauf? Kann der Kunde reibungslos und in Echtzeit im Shop seinen Einkauf abschließen? Welche Formalitäten muss der Kunde mit dem Dienstleister bewältigen und wie kundenfreundlich sind die Konditionen? Wie flexibel kann der Kunde bezahlen?”, nennt sie einige der Fragen, die es vorab zu klären gilt.

Auch für den Händler ist die Abwicklung schließlich wichtig, denn gestaltet sich der Liefernachweis zum bürokratischen Akt, ist das Payment-Modul instabil oder weist der Anbieter zu viele Kunden ab, kann aus dem erhofften Umsatzbringer ein lästiger Kostenfaktor werden. Vor Vertragsabschluss sollte man deshalb auf jeden Fall auch noch einmal in einschlägigen Händlerforen nach den Erfahrungen anderer Online-Händler mit einem Provider recherchieren.

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Nicola Straub
Conversion-Optimierung: „Kunden erinnern sich nicht an Produktpreise sondern an Kauferlebnisse“ [Sponsored Post] http://t3n.de/news/conversion-optimierung-581762/ 2014-12-01T09:30:40Z
Talia Wolf von der israelischen Consulting-Agentur Conversioner spricht im Interview mit Eric Lindig vom eShop Summit über Conversion-Optimierung, Multichannel-Shopping und die E-Commerce-Trends …

Talia Wolf von der israelischen Consulting-Agentur Conversioner spricht im Interview mit Eric Lindig vom eShop Summit über Conversion-Optimierung, Multichannel-Shopping und die E-Commerce-Trends 2015.

Im Vorlauf des  eShop Summit, welches vom 4.-5. Februar 2015 in Berlin stattfindet, lädt Conversion-Expertin Talia Wolf am 3. Dezember 2014 zum kostenlosen „eShop inside“-Webinar ein. Darin nennt sie 30 Tipps zur Conversion-Steigerung für den eigenen Onlineshop. Wolf ist CEO der israelischen Agentur Conversioner und wird auch auf dem eShop Summit sprechen. In ihrer Arbeit kombiniert sie die Auswertung von Daten aus dem Onlineshop mit Analysen der Kundenemotionen und sorgt so für höhere Konversionsraten.

Eric Lindig: Talia, du berätst Online-Händler zur Conversion-Optimierung. Erklärst du uns deine Arbeitsweise?

Wolf: Wir nutzen zur Conversion-Optimierung eine selbstentwickelte Methodik für emotionales Targeting. Dabei fokussieren wir uns auf den Endnutzer, seine Bedürfnisse und die menschliche Psychologie. Wir koppeln dieses Wissen mit Datenanalysen und harten Fakten und erreichen so Umsatzsteigerungen von bis zu 200-300 Prozent.

Unsere Methodik besteht aus vier Phasen. Zuerst betrachten wir intensiv die Statistiken der Seite. Woher kommen die User? Wo steigen sie aus? Dann betrachten wir die Zielgruppe und versuchen, sie emotional zu verstehen. Was sind psychologische Trigger und wie begründet sich ihr Kaufverhalten? Durch diese Analysen können wir die richtige Ansprache und den User-Flow der Website ableiten. So entsteht eine umfassende Optimierungsstrategie.

Danach werden A/B-Tests mit neuen Landing-Pages und Checkout-Prozessen durchgeführt. Diese Phase wird wiederholt, bis wir die optimale Mischung aus Design, User-Flow und Tonalität gefunden haben. Dadurch bieten wir unseren Kunden nicht nur eine bessere Conversion, sondern auch ein größeres Verständnis der eigenen Zielgruppe.

Lindig: Was sind die Hauptgründe geringer Conversions?

Wolf: Die Gründe niedriger Conversions sind vielfältig und variieren von Shop zu Shop. Oftmals können schon wenige technische Optimierungen den Checkout-Prozess vereinfachen. Viel wichtiger ist jedoch ein Verständnis des Kunden: Dieser erinnert sich selten an einen Produktpreis oder wo das Produkt online gekauft wurde. Jedoch bleibt die Erinnerung an den Anlass des Kaufs und das damit verbundene Kauferlebnis.

Anstatt sich also auf Produkte und deren Features zu fokussieren, kreieren erfolgreiche Onlineshops ein bleibendes Kauferlebnis und verbinden das Produkt mit emotionalen Bedürfnissen des Kunden. Im kostenlosen „eShop inside“-Webinar werde ich technische und emotionale Ansätze zur Conversion-Optimierung vorstellen.

Lindig: Multichannel-Shopping ist eines der derzeit wichtigsten Schlagworte im E-Commerce. Wie kann ich meinen Shop darauf ausrichten und welche Rolle spielen dabei mobile Endgeräte?

Wolf: Heute keinen mobile-optimierten Onlineshop zu betreiben, ist ein grober Fehler. 2014 liegt die Prognose für den Umsatz durch Mobile-Commerce in Deutschland bei 6,6 Milliarden Euro. Für Retailer ist auch die lokale Shop-Suche über mobile Devices von Bedeutung. Laut einer diesjährigen Studie von Google besuchen 50% der Nutzer noch am selben Tag der Suche ein betreffendes Ladengeschäft in Ihrer Nähe.

Extrem wichtig sind mobile Seiten und Apps, welche auf die unterschiedlichen Endgeräte und die jeweilige Kundengruppe angepasst sind. Smartphones bieten viele Optionen für Händler, Informationen über die eigenen Kunden zu erhalten. Letztlich gibt es keinen Königsweg, Grundlage für eine optimale Strategie ist jedoch immer eine tiefgründige Datenanalyse.

Lindig: Das Weihnachtsfest steht vor der Tür. Hast du einen Tipp für Online-Händler, wie man mit wenigen Schritten noch in diesem Jahr mehr Umsatz generiert?

Wolf: Schaut euch die Zahlen des letzten Weihnachtsgeschäfts an. Welche Produkte haben sich gut verkauft? Wie viel Zeit haben die Kunden auf welcher Seite verbracht? Durch welche Produkte wurde der meiste Umsatz generiert? Woher kamen meine Käufer?

Auf Basis dieser Daten können Produkte hervorgehoben oder mit Rabatten beworben werden. Auch kostenloser Versand oder ein Countdown bis zum Fest können zum Kauf animieren. Diese Strategien sollten mit regelmäßigen Newslettern, Rabatten für Interaktionen im Social Web und Empfehlungen an Freunde kombiniert werden. So wird die Beziehung zwischen Shop und Kunde durch ein langfristiges Community-Management gestärkt.

Lindig: Welche Trends erwarten uns im nächsten Jahr beim Thema E-Commerce?

Wolf: Ich arbeite gerade an einer Infografik dazu. Diese wird eine Zusammenfassung von 2014 sowie einen Ausblick auf die nächsten zwei Jahre beinhalten. Ich denke, Mobile-Shopping ist das Schlagwort. Mobile-Web-Stores sind unverzichtbar. Abschließend noch ein paar interessante Zahlen von Cisco: 44.3 Prozent aller Internetnutzer weltweit werden 2015 online einkaufen, die Einnahmen im E-Commerce-Einzelhandel werden allein in den USA 2015 auf 347,3 Milliarden US-Dollar steigen – und bis 2018 werden über 75 Prozent des Traffics auf Videocontent basieren.

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