Online-Shop | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Online-Shop 2015-07-04T08:22:13Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/online-shop E-Commerce-kreativ: Einhorn, der etwas andere Kondom-Onlineshop http://t3n.de/news/e-commerce-kreativ-einhorn-620129/ 2015-07-04T08:22:13Z
Ein Onlineshop für völlig austauschbare Allerweltsprodukte? Das soll spannend sein? Ja, wenn es sich um einen Onlineshop für vegane Öko-Kondome in bunten Chipstüten handelt – und das ganze …

Ein Onlineshop für völlig austauschbare Allerweltsprodukte? Das soll spannend sein? Ja, wenn es sich um einen Onlineshop für vegane Öko-Kondome in bunten Chipstüten handelt – und das ganze ernsthaft „Einhorn“ heißt. Ein Horn. Echt jetzt.

Wirklich? Einen Onlineshop für Kondome stellen wir euch vor? Klingt ja echt spannend ... Also, Kondome sind jedenfalls langweilig. Na gut, nicht in der Anwendung, aber das Produkt selbst – das ist jetzt wirklich nicht spannend. Kautschuk, medizinisch gestaltete Produktverpackungen und völlig austauschbar. Außerdem ist vielen das Kaufen dieses Produkts unangenehm, sogar so unangenehm, dass man die Dinger lieber klaut, statt sie zu kaufen. Gibt ja einen Grund dafür, dass der Einzelhandel die Regale der kleinen Gummiüberzieher strenger bewacht als Fort Knox. Und wenn schon nicht klauen, dann wenigstens unter der Chipstüte auf dem Band verstecken. Muss ja nicht jeder sehen.

Also wieso gehen wir euch mit einem Kondom-Shop auf die Nüsse? Weil dieser Onlineshop völlig durchgeknallt ist und mal richtig schön demonstriert, wie aus einem gelegentlich sogar unbeliebten Allerweltsprodukt etwas Besonderes wird. Ein Ausflug in die schöne, bunte Nische, die sich das Startup Einhorn mit seinen selbstproduzierten, nachhaltigen, veganen Kondomen geschaffen hat. Und die bunte Nische beginnt schon auf der Startseite.

Einhorn-Kondome-E-Commerce-kreativ
Vorsichtshalber zeigen wir euch die Startseite erstmal nur Ausschnittsweise. (Screenshot: Einhorn)

Würde Andy Warhol Onlineshops gestalten ...

... dann würde Einhorn.my wahrscheinlich noch bunter getüncht, aber das an Pop-Art erinnernde Design des Onlineshops geht mit seinen Farben und den auffälligen Sprechblasen schon mal in die richtige Richtung. Eine schnarchige Startseite mit Themenwelt, Sonderangeboten und jeder Menge seltsamer Siegel ist das auf jeden Fall nicht, was Einhorn da abliefert.

Überlebt? Gut, dann hier die komplette Startseite. (Screenshot: Einhorn)
Überlebt? Gut, dann hier die komplette Startseite. (Screenshot: Einhorn)

Der Stil wird auf den Produktseiten etwas ruhiger, bleibt aber schön bildlastig und ansehlich. Und vor allem einzigartig, was für jeden Onlinehändler in jedem Geschäftsmodell immer wichtiger wird: aus der Masse hervorstechen.

Für meinen Geschmack hätte Einhorn allerdings auf der Startseite irgendwie etwas eindeutiger durchblicken lassen können, dass es um Kondome geht. Eine alte Erkenntnis zur Gestaltung von Startseiten besagt schließlich, dass die Entscheidung über das Verweilen im Shop in den ersten Millisekunden nach dem Aufruf der Startseite fällt.

Aber sonst: alles richtig gemacht.

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Jochen G. Fuchs
Neue Ideen für den Onlinehandel: Supermarkt-Kette lässt Kunden die Sonderangebote selbst auswählen http://t3n.de/news/sonderangebote-marketing-620576/ 2015-07-03T09:34:42Z
Sonderangebote locken Kunden an, aber nicht immer findet der Kunde in den Sonderangeboten etwas Passendes. Die britische Kette Waitrose hat sich für ihren Onlineshop und die etwa 300 Filialen …

Sonderangebote locken Kunden an, aber nicht immer findet der Kunde in den Sonderangeboten etwas Passendes. Die britische Kette Waitrose hat sich für ihren Onlineshop und die etwa 300 Filialen deshalb etwas Neues einfallen lassen.

Die Reklameprospekte trudeln auch heute noch kiloweise in manchen Haushalten ein, vollgestopft mit Sonderangeboten. Und trotzdem ist irgendwie nie das dabei, was gerade gebraucht wird. Die britische Supermarkt-Kette Waitrose macht es ihren Kunden jetzt leichter: Sie dürfen sich einfach zehn Sonderangebote selbst aussuchen.

Die britische Supermarktkette Waitrose bietet ihren Kunden Sonderangeboten zum selber aussuchen. Ein cleveres Marketing-Konzept. (Screenshot: Waitrose)
Die britische Supermarktkette Waitrose bietet ihren Kunden Sonderangebote zum selber aussuchen. Ein cleveres Marketing-Konzept. Die Dauerbrenner der Aktion sind bisher wohl Toilettenpapier, Tomaten und Speck. (Screenshot: Waitrose)

Waitrose' neues Marketing-Konzept: „Wähle deine eigenen Sonderangebote“

Die Supermarkt-Kette bietet ihren eher anspruchsvollen Kunden auch eine Bonuskarte, die Goodies dieser Karte sind jedoch etwas ungewöhnlich: Jeder Kunde bekommt täglich gratis einen Kaffee und eine Zeitung nach Wahl. Einzige Bedingung: für fünf Pfund, umgerechnet etwa sieben Euro, einkaufen.

Ab sofort gibt es aber nicht nur die Zeitung nach Wahl, sondern gleich noch Rabatte nach Wahl: Statt mit unnützen Sonderangeboten bombardiert zu werden, dürfen sich die Waitrose-Kunden auf der Waitrose-Website selbst zehn Produkte aussuchen, die sie mit 20 Prozent Rabatt im Onlineshop und in jeder Filiale kaufen können. Dauerhaft, nicht nur einmal. Erwartungsgemäß ist die Auswahl beschränkt, damit keine teuren Produkte die Aktion unrentabel machen: Rund 950 Artikel stehen zur Auswahl. Vorerst läuft die Aktion bis September.

Nachmachen erwünscht: Gute Idee für den Onlinehandel

Wie Peer Schrader vom Supermarktblog zu der Aktion folgerichtig schreibt, ist das Marketingkonzept von Waitrose ein Konzept, das gerade vom deutschen Online-Lebensmittelhandel gut übernommen werden könnte: Es gibt sowieso Mindestbestellwerte – dass nur die Sonderangebote gekauft werden, kann also eher ausgeschlossen werden.

Die Idee lässt sich aber ebenso gut auf alle Produktsegmente im Onlinehandel übertragen: Einen eingeschränkten Produktbereich definieren – mit Artikeln, die potentiell auch regelmäßig gekauft werden – und dem Kunden die Wahl des Sonderangebots überlassen. Das könnte für regelmäßig wiederkehrende Kunden sorgen. Kombiniert mit Mindestbestellwerten oder der Kopplung an eine versandkostenfreie Lieferung mit mindestens x zusätzlichen unrabattierten Produkten. Einfach ein bisschen kreativ werden.

Vielleicht interessiert dich auch dieser Artikel: Die Deutschen lieben ihren Supermarkt: Warum der Einzelhandel der Online-Konkurrenz trotzt.

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Jochen G. Fuchs
Preisdruck im E-Commerce elegant lösen mit Eigenmarken http://t3n.de/news/eigenmarken-e-commerce-619758/ 2015-07-01T14:22:38Z
Die Preisspirale dreht sich, für Onlinehändler wird an vielen Stellen die Luft immer dünner. Einen guten Ausweg aus diesem Dilemma können Eigenmarken für den E-Commerce liefern.

Die Preisspirale dreht sich, für Onlinehändler wird an vielen Stellen die Luft immer dünner. Einen guten Ausweg aus diesem Dilemma können Eigenmarken für den E-Commerce liefern.

Auf eBay, auf Amazon und durch die vielen verschiedenen Preisvergleich-Seiten reduzieren sich viele Angebote ausschließlich auf den Preis. Identische Artikel werden aus China importiert und von verschiedenen Händlern gleichzeitig über die Plattformen und Marktplätze angeboten. Unterschiede zwischen den Produkten gibt es nicht. Unterschiede zwischen den einzelnen Händlern sind wenig erkennbar. Ausschlaggebend für eine Kaufentscheidung ist oftmals nur der Preis. Der Onlinehändler spielt das Spiel mit, und die Preisspirale ist in Gang gesetzt. Das sind die Umstände und gleichzeitig auch die Herausforderungen. Einen Ausweg aus dem Dilemma bietet die Eigenmarke.

Die Eigen- oder Handelsmarke

Die stärksten Eigenmarken des deutschen Handels.
Die stärksten Eigenmarken des deutschen Handels.

Eine Eigenmarke oder auch Handelsmarke genannt, ist eine Marke die sich „im Besitz“ des jeweiligen Händlers befindet. Der Händler ist in der Regel kein Hersteller, sondern kauft die Artikel ein und handelt sie dann unter seiner eigenen Marke. Das Gegenstück wäre die Herstellermarke. Ritter Sport ist eine Herstellermarke, „JA!“ ist eine Handelsmarke.

Wieso ist eine Eigenmarke für Onlinehändler sinnvoll?

In Klarsteins breitem Produktsortiment finden sich Haushaltshelfer aller Art: Von Küchengeräten, über Haushaltsgeräte bis hin zu Produkten für die Klimaregulierung.(Screenshot: Chal-Tec)
Ein Beispiel für eine Eigenmarke im E-Commerce: Klarstein. In deren breitem Produktsortiment finden sich Haushaltshelfer aller Art: Von Küchengeräten, über Haushaltsgeräte bis hin zu Produkten für die Klimaregulierung.(Screenshot: Chal-Tec)

Mit einer Eigenmarke kann ich meinen Artikel vom Wettbewerb abgrenzen und mir Alleinstellungsmerkmale erarbeiten. Durch solche Unterschiede wird für einen Kunden das Angebot identischer Artikel schwerer vergleichbar. Ein Käufer achtet aber auch auf die Mehrwerte, die ihr mit einer Marke anbietet. Und Ihr erreicht so einen Wiedererkennungswert für eure Marke und eure Artikel.

Gut gelöst hat das die Firma chal-tec GmbH von Peter Chaljawski: Sie hat viele Eigenmarken für viele Produktsegmente im E-Commerce im Einsatz, darunter zum Beispiel Klarstein, eine Marke für Haushaltsgeräte, die sowohl über den hauseigenen Onlineshop Electronic-Star.de vertrieben wird, als auch beispielsweise über Amazon.

Die eigene Marke aufladen

Um eine gute Marke aufbauen zu können, braucht es natürlich auch ein ansprechendes Logo und einen stimmigen Markenauftritt. Aber eine Marke lässt sich auch „aufladen“: Dazu könnt ihr verlängerte Garantieaussagen, technische Kompetenz, Tradition, Werthaltigkeit, Innovation durch Texte oder Bilder in die Marke und somit zu euren Artikeln transportieren. Das könnt ihr mit Bildern, dem Markennamen selbst oder durch Texte erreichen. Die Zauberworte, die bei der Online-Markenbildung dazugehören, sind Storytelling, Content- und virales Marketing. Hört sich hochgestochen an, sie sind aber ganz einfach zu entzaubern.

Mit Marken Geschichten zu erzählen macht Lidl in diesem Beispiel.
Mit Marken Geschichten zu erzählen macht Lidl in diesem Beispiel.

Geschichten erzählen: Erzählt eine Geschichte zu eurer Marke und euren Produkten. Neben den nüchternen technischen Daten könnt ihr auch Hintergründe oder Zahlen und Informationen, die euer Produkt in einen Kontext stellen, in eine Geschichte verpacken.

Ein gutes Beispiel wäre ein Modellauto-Händler. Er kann etwas über die Verbreitung und Geschichte der Automarke schreiben und die damaligen Zulassungszahlen erzählen. Welche Käuferschicht kaufte den Wagen, welche technischen Herausforderungen wurden bei der damaligen Produktion gelöst? Welche Emotionen löste der Wagen aus? Alte Werbe-Prospekte können mit dargestellt werden.

In der Kneipe stehen und erzählen. Nichts anderes ist virales Marketing. Ihr versucht durch coole Nachrichten und Information zu erreichen, dass über euch erzählt wird. Die Informationen müssen nicht direkt auf eure Marke abzielen oder sie nennen. Auch hier ein Beispiel: Ein Video mit einem ferngesteuertem Sattelschlepper, der ein Baby durch die Wohnung fährt. Auf dem Sattelschlepper steht klein eure Marke drauf.

Die Markenanmeldung: Ablauf und Kosten

Eine Markenanmeldung oder Eintragung könnt ihr auch selber machen. Beim DPMA könnt ihr auch recherchieren, ob eine Marke bereits eingetragen ist. Üblich ist es jedoch, das über einen Markenrechtsanwalt zu machen. Die Kosten sind überschaubar und liegen insgesamt bei etwa 800 Euro für eine Eintragung über einen Anwalt. Sie wird beim Deutschen Marken- und Patentamt eingetragen. Die Markeneintragung erfolgt dann für Produktklassen: zum Beispiel Haushaltsgeräte.

Heidi Kneller von der auf Markenrecht spezialisierten Kanzlei IP-Kneller rät: „Markenschutz ist nicht einfach, aber es lohnt sich für euch und euer Unternehmen auf Dauer. Denn es unterstützt Kundenbindung, verteidigt die Marktstellung und fördert den „Goodwill“ eures Unternehmens“.

Beim Deutschen Marken- und Patentamt können Marken eingetragen werden. Hier seht Ihr in der letzten Zeile die eingetragenen Klassen beziehungsweise Bereiche für die sich der Markeninhaber die Wortmarke „MO“ schützen lassen hat. (Screenshot: dpma.de)
Beim Deutschen Marken- und Patentamt können Marken eingetragen werden. Hier seht ihr in der letzten Zeile die eingetragenen Klassen beziehungsweise Bereiche, für die sich der Markeninhaber die Wortmarke „MO“ schützen lassen hat. (Screenshot: dpma.de)

Fazit: Eigenmarken im E-Commerce sind der Fluchtweg aus der Preispirale

Alles in Allem sind nur ein paar Kniffe nötig, um eine großartige Marke zu bilden, anzumelden und zu nutzen. Ihr schafft euch mit diesen einfachen Mitteln die Möglichkeit, aus der Preisspirale raus zu drehen und euch gegenüber eurem Wettbewerb abzugrenzen.

Unter dem Strich sollen eure Kunden einen Mehrwert und/oder Mehrnutzen erkennen. Und dann seit ihr richtig erfolgreich. Ich hatte im Übrigen auch meine eigene Handelsmarke. Kaum eingeführt, machte sie sich schon in den einschlägigen Foren bekannt.

Dieser Artikel könnte dir auch gefallen: Es ist angerichtet: Wie Onlinehändler ihren Kunden mit der Lieferung ein Erlebnis verschaffen.

Dieser Artikel wurde ursprünglich bei Wortfilter.de veröffentlicht, ein unabhängiges Infoportal für Onlinehändler.

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Mark Steier
Amazon poliert Händlerservices auf: Kreditprogramm und verbesserte Gebührenstruktur für „Versand durch Amazon“ http://t3n.de/news/amazon-versandgebuehren-gebuehren-620002/ 2015-07-01T12:06:06Z
Amazon will seinen Händlern das Leben leichter machen: Die Gebührenstrukturen werden vereinfacht und verbessert, die Gebühren selbst sinken. Gleichzeitig startet Amazon ein Kreditprogramm für …

Amazon will seinen Händlern das Leben leichter machen: Die Gebührenstrukturen werden vereinfacht und verbessert, die Gebühren selbst sinken. Gleichzeitig startet Amazon ein Kreditprogramm für Onlinehändler.

Amazon generiert einen beträchlichen Teil seiner Handelsumsätze durch Händler, die ihre Produkte über die diversen Amazon-Marktplätze verkaufen. Einige Services für diese Händler überarbeitet Amazon gerade: Die komplexe Gebührenstruktur des Fulfillment-Dienstes „Versand durch Amazon“ wird vereinfacht und die Versandgebühren werden gesenkt. Und schließlich wird für ausgewählte Händler auch ein Kreditprogramm in verschiedenen Ländern etabliert – darunter auch Deutschland.

Amazon-Streik: Bis voraussichtlich Mittwoch wollen rund 1.800 Beschäftigte an drei deutschen Standorten gleichzeitig ihre Arbeit niederlegen.
Amazon-Logistikzentrum: Die Strukturen und die Gebühren für den Fulfillment-Dienst „Versand durch Amazon“ sind verändert worden – zum Positiven.

Versand durch Amazon: Die Änderungen in der Übersicht

Pick-&-Pack-Gebühren entfallen

Der wichtigste Punkt dürfte der Wegfall der sogenannten Pick-&-Pack-Gebühren sein: Bisher setzten sich die Versandgebühren aus einer Gebühr für jeden eingepackten Artikel sowie einer Versandgebühr zusammen. Händler, die zwei Artikel versenden, mussten somit zweimal die Pick-&-Pack-Gebühren zu den Versandgebühren addieren. Das vereinfachte die Kalkulation der Deckungsbeiträge nicht gerade, weshalb sich die betroffenen Händler jetzt über den Wegfall der Gebühr freuen dürfen: Amazon hat die beiden Punkte zu einem Pauschalpreis verschmolzen und verzichtet auf Gebühren für weitere Artikel in der selben Sendung.

Gebührenstruktur für EU-weiten Verkauf vereinfacht

Die komplexe Berechnungsformel für den Verkauf und Versand über europäische Amazon-Marktplätze ist ebenfalls zusammengefasst worden. Dieso sogenanne Europäische-Versandnetzwerk-Gebühr (EFN) wird zukünftig ebenfalls als pauschale Gebühr berechnet.

Gebühren gesenkt

Die Versandgebühren von Amazon sind gleichzeitig im Vergleich zu den vorherigen Gesamtgebühren für den Versand eines einzelnen Artikels gesenkt worden – wenn auch nur minimal. Die detaillierte Übersicht zu den deutschen Versandgebühren mit einem exakten Vorher-nachher-Vergleich findet ihr in den unten abgebildeten Tabellen.

Lagerkosten gleichgeblieben

Die monatlichen Kosten für die Lagerung der Artikel sind gleichgeblieben, hier gibt es keine Änderungen zu vermelden: 12,50 Euro für Januar bis September und 18,00 Euro für Oktober bis Dezember.

Versandgebühren entfallen ab 350 Euro Verkaufspreis

Amazon berechnet Händlern, wie bisher auch, für Artikel über einem Verkaufspreis von 350 Euro, die über maximale Abmessungen von 45 × 34 × 26 Zentimetern (L x B x H) verfügen und einschließlich Verpackung maximal zwölf Kilogramm wiegen, keine Versandgebühren. 

Versandaufträge für den eigenen Onlineshop weiterhin mit Pick-&-Pack-Gebühren

Artikel, die nicht über die Amazon-Marktplätze verkauft werden, sind von den Änderungen unberührt – hier gelten weiterhin die bisherigen Konditionen mit einer Kombination aus Versand- und Pick-&-Pack-Gebühren.

Versand durch Amazon: Die neue Gebührenstruktur

 
Nicht-Medienprodukte
Medienprodukte
BisherNeuBisherNeu
Kleiner Briefumschlag1,631,601,111,09
Standard-Briefumschlag: 100 g1,781,721,261,24
Standard-Briefumschlag: 250 g1,781,731,261,24
Standard-Briefumschlag: 500 g1,781,771,261,26
Großer Briefumschlag: 1.000 g2,282,141,761,72
Standard-Paket: 250 g2,542,322,021,88
Standard-Paket: 500 g2,542,412,021,94
Standard-Paket: 1.000 g3,192,982,672,62
Standard-Paket: 1.500 g3,193,042,672,63
Standard-Paket: 2.000 g3,193,102,672,65
Standard-Paket: 3.000 g4,444,183,923,87
Standard-Paket: 4.000 g4,444,193,923,87
Standard-Paket: 5.000 g4,444,193,923,87
Standard-Paket: 6.000 g4,444,273,923,92
Standard-Paket: 7.000 g4,444,273,923,92
Standard-Paket: 8.000 g4,444,403,923,92
Standard-Paket: 9.000 g4,444,403,923,92
Standard-Paket: 10.000 g4,444,403,923,92
Standard-Paket: 11.000 g4,444,403,923,92
Standard-Paket: 12.000 g4,444,413,923,92
Amazon verändert zum 08. August 2015 die Versandgebühren für seinen Fulfillment-Dienst „Versand durch Amazon“. Wir zeigen die Gebühren für Amazon.de im Vergleich. Berechnungsgrundlage für die alten Gebühren ist je 1 Artikel in einem Paket, in der alten Amazon-Gebührenstruktur erhöhte sich die Versandgebühr mit jedem weiteren Artikel im selben Paket. Diese Regelung entfällt zukünftig bei Artikeln, die über die europäischen Amazon-Marktplätze verkauft werden. Alle Angaben in Euro.

Versand durch Amazon: Die neue Gebührenstruktur für Sperrgut

 
Bisher
Neu
Kleine Übergröße: 1.000 g5,134,78
Kleine Übergröße: 1.250 g5,134,89
Kleine Übergröße: 1.500 g5,134,92
Kleine Übergröße: 1.750 g5,134,92
Kleine Übergröße: 2.000 g5,134,99
Übergröße: 1 kg6,134,80
Übergröße: 2 kg6,134,99
Übergröße: 3 kg6,135,89
Übergröße: 4 kg6,135,93
Übergröße: 5 kg6,135,93
Übergröße: 6 kg6,135,93
Übergröße: 7 kg6,136,02
Übergröße: 8 kg6,136,06
Übergröße: 9 kg6,136,06
Übergröße: 10 kg6,136,09
Übergröße: 15 kg7,136,63
Übergröße: 20 kg7,137,06
Übergröße: 25 kg8,138,03
Übergröße: 30 kg8,138,03
Große Übergröße: 5 kg7,076,05
Große Übergröße: 10 kg7,077,05
Große Übergröße: 15 kg8,077,57
Große Übergröße: 20 kg8,078,03
Große Übergröße: 25 kg9,078,94
Große Übergröße: 30 kg9,078,96
Unsere Berechnungsgrundlage für Sperrgut-Versand durch Amazon ist identisch zur oberen Tabelle. Alle Angaben in Euro.

Kreditprogramm von Amazon

Amazon greift ausgewählten Händlern in einigen Ländern darüber hinaus mit Finanzierungen unter die Arme, wie Reuters vermeldet – auch in Deutschland wird das Programm im Laufe des Jahres verfügbar sein. Das Kreditprogramm steht allerdings leider nicht allen Händlern offen, sondern nur auf Einladung zur Verfügung.

Amazon verleiht Beträge zwischen 1.000 und 600.000 US-Dollar gegen nicht näher definierte Zinsen, die monatlichen Raten werden direkt von den Umsätzen abgezogen. Laut eigener Aussage habe Amazon seit 2012 schon mehrere Hundert Millionen US-Dollar an Händler verliehen.

Ähnliche Kreditprogramme betreiben PayPal und AliBaba schon mit reger Inanspruchnnahme durch Händler: AliBaba will schon rund 64 Milliarden US-Dollar verliehen haben.

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Jochen G. Fuchs
Billiger versenden – Was Onlinehändler gegen steigende Paketpreise tun können http://t3n.de/news/billiger-versenden-paket-preise-619233/ 2015-06-28T16:00:00Z
Der Internethandel lässt die Kosten der Paketzusteller steigen. Erste Dienstleister erhöhen deshalb bereits die Preise. Onlinehändler können dem entgegen wirken – mit diesen vier Einkaufsstrategien.

Der Internethandel lässt die Kosten der Paketzusteller steigen. Erste Dienstleister erhöhen deshalb bereits die Preise. Onlinehändler können dem entgegen wirken – mit diesen vier Einkaufsstrategien.

Der Distanzhandel hat mittlerweile einen Anteil von über elf Prozent am gesamten Einzelhandelsvolumen. Mit der zunehmenden Zahl der Bestellungen wächst auch die Zahl der zu verschickenden Pakete. Das verschafft den Zustelldienstleistern zwar wachsende Umsätze – verursacht aber auch zusätzliche Kosten.

Bisher haben die meisten Zusteller diese Kosten selbst getragen, um ihre Marktanteile zu schützen, denn der Wettbewerb im Paketmarkt ist hart. Doch jetzt ändern einige Unternehmen ihre Strategie. So hat beispielsweise Hermes kürzlich bekannt gegeben, die eigenen Preise um 2,4 Prozent zu erhöhen. Sollten andere Zusteller diesem Beispiel folgen, dürften Pakete und Dienste wie Pick-Up, Express- und Inselzustellungen, definierte Regellaufzeiten oder das Verarbeiten von Nachnahmeaufträgen bald teurer werden.

Das Zeitfenster von Hermes wurde von der Autorin Dr. Katja Flinzner auf Herz und Nieren geprüft
Hermes hat kürzlich bekannt gegeben, die eigenen Preise um 2,4 Prozent zu erhöhen. (Foto: Hermes)

Wer viele (wirklich viele) Pakete versendet, sollte nicht warten, bis es soweit kommt, sondern umgehend handeln – und eine, oder alle der fünf folgenden Strategien umsetzen:

1. Neu- oder Nachverhandeln

Die „Wettbewerbsintensivierung per Neuausschreibung“, wie Einkäufer sie nennen, ist nach wie vor der beste Weg zu niedrigeren Preisen. Denn selbst wenn ein Verfahren nicht per se zu niedrigeren Gebühren führt, kann dieses jedoch wichtige Informationen und Ideen bringen, mit denen sich besser strukturierte und deshalb günstigere Verträge abschließen lassen. Häufig können beispielsweise über die Veränderung des Leistungsspektrums (also etwa durch den Verzicht auf selten benötigte Zusatzdienste) Preisnachlässe erreicht werden. Wichtig dabei: Eine genaue Kenntnis der eigenen „Sende-Historie“ (wie viele Pakete pro Zeitraum, wohin, welche Gewichtsklassen usw.) und ein valider Forecast über den zu verhandelnden Zeitraum sind Pflicht.

Praxistipp: Sollte ein Dienstleister die Verhandlung für Preiserhöhungen nutzen wollen, halten Sie mit einem Hinweis auf die Diesel- und Mautpreise entgegen. Die liegen derzeit nämlich unter denen von vor zwei Jahren.

2. Andere Zustelloptionen bewerben

Viele Paketdienstleister gewähren hohe Rabatte auf Pakete, die nicht an einen einzelnen Empfänger geliefert werden müssen, sondern an eine Paketstation, einen Paketshop oder an einen ähnlichen „Drop-off-Point“. Diese Art der Zustellung erlaubt den Dienstleistern Sammellieferungen von mehr als einem Paket abzusetzen, was die Kosten pro Paket erheblich reduziert.

Wer mit Paketdienstleistern verhandelt, sollte die zuständigen Geschäftsbereiche im eigenen Unternehmen (meist Marketing und Vertrieb) frühzeitig auf diese Tatsache aufmerksam machen und sie mit einbeziehen: Vielleicht können die eigenen Kunden ja vom Nutzen solcher Zustelloptionen überzeugt werden?

3. Verpackungsgrößen optimieren

Wer bei der Verpackung genauer hinschaut, kann viel Geld sparen. (Foto: Dmitry Kalinovsky / Shutterstock)
Wer bei der Verpackung genauer hinschaut, kann viel Geld sparen. (Foto: Dmitry Kalinovsky / Shutterstock)

Die Optimierung von Verpackungsgrößen erschließt in der Regel zusätzliche Einsparreserven. Denn viele Unternehmen verschicken nach wie vor viel teure „Luft“.

Begrenzt diese Art von Verschwendung, indem ihr den Start entsprechender Verbesserungs-Projekte in eurem Unternehmen anregt. Kauft zudem gezielt spezielles Verpackungsmaterial – beispielsweise kleinere, bisher nicht verfügbare Kartongrößen.

Praxis-Tipp: Kleinere Verpackungsgrößen und höhere Füllstände sparen nicht nur Versandkosten, sondern senken häufig zusätzlich die Schadens- und Rücksendungsquoten.

4. Sendungen selbst vorsortieren

Wer die eigenen Sendungen vor der Abholung durch den Dienstleister selbst nach Postleitzahl- oder Zielregionen vorsortiert, kann Nachlässe von bis zu acht Prozent auf den Paketpreis erreichen.

Zudem kann eine eigene Vorsortierung die Zustellung zum Empfänger beschleunigen: Weil einzelne Sendungen nicht mehr im Versandzentrum des Dienstleisters sortiert und umgeschlagen werden müssen, sondern sofort in den „Hauptlauf“ gehen, kommen sie schneller beim Kunden an.

Praxis-Tipp: Die eigene Vorsortierung rechnet sich nicht für jedes Unternehmen. Alle Vorteile hat nur, wer ausreichend viele Sendungen beauftragt, um die Fahrzeuge des Zustelldienstleisters für dessen „Hauptlauf“ auszulasten.
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Frank Welge
Live-Tracking deiner Pakete: 6 Fragen an Marc Schmitt von Evertracker http://t3n.de/news/live-tracking-interview-evertracker-619098/ 2015-06-28T08:00:11Z
Was passiert eigentlich, wenn ein Paket nach der Bestellung den Online-Shop verlässt? Mit Sendungsverfolgung und Live-Tracking versuchen Logistik-Dienstleister sowohl Sender als auch Empfänger …

Was passiert eigentlich, wenn ein Paket nach der Bestellung den Online-Shop verlässt? Mit Sendungsverfolgung und Live-Tracking versuchen Logistik-Dienstleister sowohl Sender als auch Empfänger einigermaßen auf dem Laufenden zu halten. 

Doch trotzdem gehen immer wieder Pakete auf dem Weg zur Zustellung verloren – ob im Depot, beim Nachbarn oder irgendwo in der Firma. Das Hamburger Startup Evertracker möchte genau das verhindern. Wir haben Mitgründer Marc Schmitt für euch interviewt und er erzählt uns nicht nur, wie das funktioniert, sondern auch, was Evertracker mit seiner Technologie über den aktuellen Poststreik herausgefunden hat.

Redaktion: Wie seid Ihr auf die Idee zu Evertracker gekommen?

Schmitt: Ursprünglich bin ich Designer und ich habe lange für große Konzerne gearbeitet. Dabei habe ich oft Berichte erstellt, die knappe Deadlines hatten, weil wir die Daten vom Kunden erst auf den letzten Drücker erhalten haben. Dadurch war die Auslieferung sehr zeitkritisch. Und häufig kam die Lieferung dann zwar noch rechtzeitig an, aber nicht genau dort, wo sie eigentlich landen sollte. Das ist uns auch bei Sendungen mit Paketdienstleistern und zahlreichen Kurierdiensten passiert. Für meine kleine Agentur war das sehr ärgerlich.

Lange habe ich nach einer bestehenden Lösung gesucht, einer Kommunikationsplattform, die es mir ermöglicht, über den aktuellen Stand der Lieferung auch nach der Abgabe informiert zu sein. Das gab es einfach nicht.

2013 habe ich dann einen Masterstudiengang angefangen und dort Peter Lindqvist kennengelernt. Mit ihm zusammen habe ich Evertracker gegründet und entwickelt. Wir haben das gesamte Projekt alleine gestemmt, ohne Investor.

Redaktion: Evertracker ermöglicht eine lückenlose Dokumentation über den Verbleib von Versandstücken. Wie funktioniert das?

Seine Batterielaufzeit erlaubt dem Evertracker, eure Pakete – je nach Aktivität – zwischen sechs Tagen und sechs Monaten im Blick zu behalten. (Foto: Evertracker)
Seine Batterielaufzeit erlaubt dem Evertracker, eure Pakete – je nach Aktivität – zwischen sechs Tagen und sechs Monaten im Blick zu behalten. (Foto: Evertracker)

Schmitt: Für den Kunden ist das Ganze denkbar einfach: Er bekommt von uns Zugangsdaten zur von uns entwickelten Software und einen GPS-Sender. Der ist etwa so groß wie ein Smartphone und wiegt 144 g – wir nennen ihn Evertracker. Den Sender muss er dann nur ins Paket legen und in unserem Portal die Sendungsverfolgung aktivieren. Das ist alles.

Ab sofort übermittelt der Evertracker dann seine aktuellen GPS-Koordinaten über das Mobilfunknetz in Echtzeit an unsere Server. Die dort verarbeiteten Daten kann der Kunde jederzeit über jeden PC oder auch über mobile Endgeräte abrufen, so dass er immer in Echtzeit weiß, wo das Paket sich befindet. Und auch rückwirkend lässt sich nachverfolgen, welchen Weg die Sendung gegangen ist. Alternativ zum aktiven Abruf können die Daten auch automatisiert an die IT-Infrastruktur des Kunden übertragen werden. Darüber hinaus bieten wir für unsere Kunden verschiedene Module an, die Prozesse automatisieren.

Redaktion: DPD zum Beispiel bietet ja auch schon ein Live-Tracking von Paketen an. Was bietet Evertracker da für einen Zusatznutzen?

Schmitt: Bisherige Lösungen geben über RFID, Barcodes oder die GPS-Position des Transportmittels Auskunft darüber, wo das Paket zu einem bestimmten Zeitpunkt war. Nach diesem punktuellen Scan kann aber viel passieren – es kann sein, dass das Paket beim Einladen ins Zustellfahrzeug gescannt wurde und fünf Minuten später trotzdem nicht an Bord ist. Bei Evertracker spielt das alles keine Rolle. Ob das Paket im Auto transportiert wird, ob es sich bewegt oder nicht bewegt – wir verfolgen es durchgehend. Falls es verloren geht, wissen wir genau, wo es von der geplanten Route abgewichen ist und welchen Weg es danach genommen hat.

Ein großer Unterschied ist aber auch, dass das Tracking eines Logistikdienstleisters mit der Übergabe endet. Was mit dem Paket danach geschieht, weiß kein Mensch, deshalb gehen Lieferungen gerade in großen Unternehmen häufig verloren. Oder auch auf Messen, wo sie am Eingang B abgegeben werden und nie ihren Weg in Halle C finden. Dort ist das häufig besonders ärgerlich, weil Lieferungen an Messen fast immer sehr zeitkritisch sind.

Redaktion: Was für Kunden nutzen Evertracker denn bislang?

Schmitt: Ganz unterschiedliche. Es gibt zahlreiche Anfragen aus dem B2B-, aber auch aus dem B2C-Bereich. Natürlich ist unsere Lösung vor allem im E-Commerce sehr interessant. Eine Modedesignerin beispielsweise, die ihre Kleidung fast ausschließlich per Post zu ihren Kundinnen schickt, wollte ihre Versandprozesse optimieren. Sie will dabei den Weg der von ihr versandten Kleidung verfolgen, ihre Kunden rechtzeitig informieren, aber auch wissen, wann Retouren wieder auf dem Weg zu ihr sind. Dank unserer Software weiß sie jetzt jederzeit, wo sich die gelieferte Ware befindet und ihre Kunden werden automatisch informiert, wann nicht benötigte Kleidung in den Rückversand muss. Auf diese Weise ist sie nicht nur immer darüber informiert, wo die Sendungsstücke sind, sie kann sie auch schneller wieder in Umlauf bringen und nutzt damit ihre Kapazitäten viel besser aus.

Der große Vorteil von Evertracker ist: Wir machen alles transparent. So haben wir zum Beispiel ein besonderes Tool entwickelt, mit dem Laufzeiten innerhalb von Briefketten aufgezeichnet und analysiert werden. Einer unserer Kunden, der tonnenschwere Stahlblöcke bearbeitet, möchte die Lieferung seiner Produkte und die Rechnungslegung miteinander verknüpfen und automatisieren. Dazu binden wir unsere Tracking-Software an sein Warenwirtschaftssystem an.

Wir lieben es, auf Basis unserer Technologie individuelle Lösungen für spezielle Kundenbedürfnisse zu entwickeln. Damit wollen wir den Logistikmarkt revolutionieren.

Redaktion: Für eine Revolution braucht es aber ein bisschen mehr als nur ein paar Tracking-Prozesse, oder?

Schmitt: Unser Ansatz geht über das reine Tracking hinaus – wir verstehen uns als Prozessoptimierer.

Wir finden, jeder hat ein Recht zu wissen, wo genau seine Gegenstände sind. Wir vertrauen unsere Gegenstände Personen oder Unternehmen an, wissen aber nie lückenlos, wo sie sich befinden. Ist mal was verschwunden oder kommt nicht rechtzeitig an, dann geht der Ärger erst richtig los. Dabei geht es meist gar nicht so sehr um finanzielle Verluste – die bezahlt am Ende im Zweifel irgendeine Versicherung –, sondern mehr um immaterielle Werte. Geplatzte Projekte oder Reputationsschäden aufgrund eines nicht rechtzeitig angekommenen Pakets zum Beispiel lassen sich nicht so ohne weiteres bezahlen oder wieder wettmachen.

Mit Evertracker können wir nicht nur im Nachhinein Verlust oder Diebstahl aufdecken, sondern wir zeigen auch, wo die Schwächen im System sind. Dadurch können wir dazu beitragen, Prozesse zu optimieren und zu vereinfachen und Fehlerquellen auszuschließen – bevor etwas verloren geht.

Mit der Evertracker-Software kannst du deine Waren oder Dokumentensendungen verfolgen, siehst den Aufenthaltsort deines Containers oder den deiner Güter. (Screenshot: evertracker.com)
Mit der Evertracker-Software kannst du deine Waren oder Dokumentensendungen verfolgen, siehst den Aufenthaltsort deines Containers oder den deiner Güter. (Screenshot: evertracker.com)

Redaktion: Anlässlich des aktuellen Poststreiks habt ihr vergangene Woche Evertracker zum Einsatz gebracht. Was habt Ihr dabei herausgefunden?

Schmitt: Wir haben handbeschriebene Großbriefe in verschiedenen deutschen Städten kurz vor Streikbeginn bei der Post aufgegeben. Das ist natürlich nicht repräsentativ, aber wir können aus dieser Aktion viel erkennen und ableiten. Wir sehen, dass es große Unterschiede macht, wo gestreikt wird. Es gibt einige Briefe, die mittlerweile seit einer Woche in Hamburg-Altona im Verteilzentrum liegen, andere hatten nur kurze Verzögerungen, aber betroffen waren alle Sendungen. Auch in München und Freiburg liegen die Pakete besonders lange in den Verteilzentren. In Berlin gingen die Briefe bis zum Zustellposten, dort scheint es aber keinen Zusteller zu geben. In Leipzig gab es dagegen keine Schwierigkeiten, einen Brief auszuliefern, der verspätet aus Hamburg kam. Es war auch spannend zu sehen, dass das Verteilzentrum in Altona wohl überfüllt war und unsere fünf Briefe ein paar Tage innerhalb Hamburgs hin- und hertransportiert wurden. Wir konnten also sehr genau beobachten, wo es hakt und welche Städte besonders betroffen sind.

Die Hauptprobleme scheinen in den Verteilzentren aufzutreten, dann kommen die Briefträger, die in manchen Gebieten auch streiken, aber anscheinend nicht flächendeckend. Nur beim Transport selbst haben wir keine Verzögerungen festgestellt. Aber von wie gewohnt fahrenden LKWs hat der Kunde nichts, wenn seine Sendung dann irgendwo herumliegt und nicht an ihn ausgeliefert wird.

Redaktion: Danke für das Interview, Marc!

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Von Dr. Katja Flinzner

Ursprünglich publiziert bei netzaktiv.de.

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netzaktiv.de-Redaktion
Online-Marktplätze: Geliebt und gehasst von Online-Händlern http://t3n.de/news/online-marktplaetze-geliebt-618300/ 2015-06-27T15:00:00Z
Nicht für jeden Onlinehändler ist der Vertrieb über Marktplätze zwingend sinnvoll bzw. geeignet. Dennoch sollte sich jeder Händler mit dem Thema zumindest einmal intensiv auseinandergesetzt …

Nicht für jeden Onlinehändler ist der Vertrieb über Marktplätze zwingend sinnvoll bzw. geeignet. Dennoch sollte sich jeder Händler mit dem Thema zumindest einmal intensiv auseinandergesetzt haben, um eine Entscheidung treffen zu können.

Es ist noch nicht einmal ein Jahrzehnt her, dass eBay als Inbegriff für die Goldgrube Online-Handel angesehen wurde, als Eldorado für Start-ups. Ein attraktives Sortiment, eine Garage als Lager: Schon konnte die Karriere als Online-Händler starten. Auch heutzutage tummeln sich noch jede Menge Garagenhändler auf dem Online-Marktplatz, allerdings haben ihn auch längst die Big Player im E-Commerce als attraktiven Vertriebskanal für sich entdeckt. Hersteller verkaufen mit eigenen Markenshops direkt bei eBay oder Amazon und umgehen somit die traditionelle Handelskette.

(Screenshot: eBay)
Marktplätze wie eBay ziehen monatlich Millionen Besucher an. (Screenshot: eBay)

Die Attraktivität von eBay und Amazon liegen in der Reichweite der beiden Online-Marktplätze begründet. Im Oktober 2014 zählte, laut Statista, alleine eBay über 21 Millionen Besucher. Für Amazon liegen die Schätzungen sogar bei knapp 25 Millionen Besucher monatlich. Auf solch eine hohe Zahl kommen selbst große Online-Shops in Deutschland nicht einmal in einem Jahr! Kein Wunder also, dass nach Branchenschätzungen 175.000 Händler in Deutschland eBay als Verkaufsplattform nutzen.

Früher oder später steht jeder Betreiber eines Online-Shops vor der Entscheidung, ob er ausschließlich über den eigenen Laden, oder auch auf Online-Marktplätzen verkaufen will. Sortiert nach der Anzahl der meisten aktiven Händler kommen dabei diese großen Anbieter in Frage:

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Zusätzlich zu diesen großen „Vollsortimentern“ finden sich im Internet noch jede Menge Online-Marktplätze, die sich auf bestimmte Produktgruppen spezialisiert haben. Vordergründig könnte man als Händler auf die Idee kommen, einfach auf allen Portalen aktiv zu werden. Schließlich würde man so die Reichweite des eigenen Angebots maximal erhöhen. In der Praxis allerdings wäre solch ein Vorgehen mit erheblichen Nachteilen behaftet. „Der Vertrieb auf Marktplätzen ist keine Nebensache. Jeder Händlershop auf einem Marktplatz muss mit der gleichen Sorgfalt wie der eigene Onlineshop betreut werden. Je nachdem, auf wie vielen Marktplätzen der Händler vertreten ist, kann dies einen hohen administrativen Aufwand verursachen.

Online-Marktplätze gezielt auswählen

Online-Händler sollten also Kooperationen mit Online-Marktplätzen nicht wahllos starten, sondern zunächst überprüfen, welche Marktplätze in Frage kommen könnten und welche Vor- und Nachteile diese mit sich bringen würden. „Jeder Online-Marktplatz hat seine Schwerpunkte sowohl im Sortiment, in den E-Commerce-Prozessen als auch in der Zielgruppe. Der Händler sollte individuell festlegen, welche beliebten Online-Marktplätze zu seinem Konzept, seiner Auswahl und seinen Kunden passen.

Online-Händler finden bei Amazon und eBay eine immense Reichweite.

Bei der Auswahl der potenziellen Partner kommen Online-Händler naturgemäß nicht um die „Big 2“ herum: Amazon und eBay. Die anderen Marktplätze kommen in punkto Reichweite nicht einmal annähernd an diese beiden Anbieter heran. Und das wirkt sich auch auf den Umsatz der dort aktiven Händler aus.

Konzentration auf eBay und Amazon

Amazon und eBay sind auch bei anderen Online-Händlern als Vertriebskanäle sehr beliebt.  Steffen Griesel, Geschäftsführer der plentymarkets GmbH, verrät hierzu eine Zahl: „Im 1. Quartal 2015 haben allein 60% aller plentymarkets-User auf einem der großen Marktplätze (Amazon und eBay) verkauft. 30% aller plentymarkets-User haben sogar beide Marktplätze bespielt.“ plentymarkets ist ein E-Commerce ERP-System, das Warenwirtschaft mit Shopsystem und Multichannel-Vertrieb verbindet.

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Dass inzwischen viele Shopbetreiber bei eBay, bei Amazon, oder bei beiden Anbietern gleichzeitig aktiv werden, ist wenig überraschend. Inzwischen werden große Teile des E-Commerce-Umsatzes in Deutschland über diese beiden Anbieter erzielt. eBay Deutschland kommt nach Branchenschätzungen auf ein Handelsvolumen von ca. 13 Mrd. Euro, Amazon folgt mit 9,5 Mrd. Euro. Nur zum Vergleich: Auf Platz 3 der Online-Marktplätze liegen gleichauf Allyouneed und Rakuten mit jeweils 125 Mio. Euro. Um Umsatz zu erzielen, müssen Händler dort sein, wo die Kunden sind: Und die sind eben hauptsächlich bei Amazon und eBay. Deshalb haben sich die externen Markplätze bei vielen Online-Händlern längst als zusätzliche Vertriebskanäle etabliert. „Aus unserer Erfahrung ist im modernen E-Commerce der Multi-Channel-Gedanke eine bedeutende Säule. Menschen nutzen für die Beschaffung verschiedene Wege. Händler sollten ihrer Zielgruppe an verschiedenen Stellen im Internet und stationär begegnen. So auch auf den beliebten Marktplätzen“, bekräftigt auch Fröbel-Schach, die beim E-Commerce-Dienstleister mergedmedia AG das Channel-Marketing verantwortet.

Nicht nur auf Marktplätze setzen

Online-Händler, die sich die Besucher ihres Shops anschauen und mit den Zahlen vergleichen, die eBay und Amazon zu bieten haben, könnten auf die Idee kommen, künftig ausschließlich auf die beiden Marktplätze zu setzen. Warum viel Geld in die ständige Weiterentwicklung des eigenen Shops stecken, wenn die Kunden eh nur bei Amazon und eBay einkaufen wollen? Doch nur auf Online-Marktplätze zu setzen, ist nach Meinung von Griesel keine gute Idee: „Online-Händlern ist grundsätzlich davon abzuraten, die Marktplätze als alleinigen Vertriebskanal zu nutzen. Dann wären Abhängigkeit und Risiko viel zu hoch.“

Online-Händler finden bei Amazon und eBay eine immense Reichweite vor. Allerdings auch jede Menge Wettbewerber. So finden sich beispielsweise bei Amazon etliche Produkte, bei denen Hunderte Shops um den Zuschlag der Kunden konkurrieren. Wer da nicht einen schnellen Versand und einen optimalen Kundenservice bietet, Amazon Prime-Partner ist und nebenbei auch noch den günstigsten Preis stellt, hat wenig Chancen in die „Buy Box“ zu kommen. Und ohne „Buy Box“ wird’s bei Amazon nichts mit dem Umsatz. Die Folge: Bei manchen Produktkategorien herrscht zwischen den Händlern ein immenser Preiskampf. Hierbei rät Fröbel-Schach Online-Händlern ab, jeden Preis mitzugehen: „Wenn die Margen im Preiskampf verloren gehen, sollte man ggf. Abstand von dem Verkauf betroffener Produkte nehmen, die Produktstrategie überdenken und neue Nischen ausloten.“

Auch ohne Preisdumping erfolgreich verkaufen

Erfolgreich verkaufen kann man über Online-Marktplätze wie Amazon aber auch dann, wenn man nicht mit Mini-Margen kalkuliert, um die Wettbewerber unterbieten zu können. Viele Amazon-Kunden nutzen nämlich die Suchfunktion des Marktplatzes, um nach generischen Begriffen (z.B. blaue Schuhe) zu suchen – und nicht nur nach exakten Produktbezeichnungen (z.B. Asics Tiger blau). Die Folge: Die Rangliste der entsprechenden Angebote, die Amazon auswirft, entscheidet darüber, wer die Chance auf einen Kaufabschluss bekommt. Ebenso wie bei Google-Suchanfragen haben nämlich nur wenige Nutzer Lust, zu blättern, um sich auch noch Angebote auf den Folgeseiten anzuschauen. Wer es also schafft, bei Suchanfragen prominent platziert zu werden, steigert damit fast zwangsläufig seinen Umsatz.

Amazon nutzt zur Berechnung der Ergebnislisten einen Algorithmus, der diverse Ranking-Faktoren beinhaltet. Für Online-Händler haben Marktplatz-Experten beispielsweise folgenden Tipp parat: Keywords im Titel haben großes Gewicht auf das Ranking. Auch der Übereinstimmungsgrad von Suchanfrage und Produkt-Keyword haben Einfluss auf das Ranking. Bestenfalls stehen die Schlüsselwörter in derselben Reihenfolge in einem Informationsfeld.“

Viele weitere Tipps zur SEO-Optimierung von Amazon- und eBay-Angeboten finden Online-Händler in der aktuellen Ausgabe des Praxismagazins shopanbieter to go. Außerdem warten dort ausführliche Experteninterviews mit Gabriele Fröbel-Schach und Steffen Griesel.

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Peter Hoeschl
Was tun bei Abmahnungen? Anwalt, Notar oder Richter? http://t3n.de/news/abmahnungen-616005/ 2015-06-27T10:00:03Z
Welcher Online-Händler hat sie nicht? Die Angst vor Abmahnungen. Mit jeder Gesetzesänderung und jedem Gerichtsurteil steigt die Gefahr, selbst ein anwaltliches Schreiben im Briefkasten zu finden.

Welcher hat sie nicht? Die Angst vor Abmahnungen. Mit jeder Gesetzesänderung und jedem Gerichtsurteil steigt die Gefahr, selbst ein anwaltliches Schreiben im Briefkasten zu finden. Die Handlungsalternativen in der Übersicht.

Wettbewerbsrechtliche Abmahnungen werden vor allem von Konkurrenten aber auch von Verbänden zum Schutz des Wettbewerbs oder der Verbraucher ausgesprochen. Gefordert wird zunächst einmal die Beseitigung der gerügten Rechtsverletzung. Klar! Zusätzlich soll eine Wiederholung des Verstoßes verhindert werden. Auch klar, in der Umsetzung aber schwierig bis riskant. Was also tun, wenn eine Abmahnung ins Haus flattert?

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Abmahnungen können schnell teuer werden. (© fovito - Fotolia.com)

Abmahnungen: Die Handlungsalternativen in der Übersicht

Derzeit bestehen drei Möglichkeiten, die Wiederholungsgefahr zu beseitigen:

  1. die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung,
  2. das „Kassieren“ eines gerichtlichen Verbotes oder
  3. die Abgabe eine notarielle Unterwerfungserklärung.

Letztere dürfte durch eine aktuelle Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Köln aber vor dem Aus stehen.

Notarielle Unterwerfungserklärung – teuer aber ohne Finanzierung der Konkurrenz

In letzter Zeit wurde immer wieder die notarielle Unterwerfungserklärung als Reaktionsmöglichkeit auf Abmahnungen ins Spiel gebracht. In dieser verspricht der Abgemahnte - wie bei der bereits bekannten strafbewehrten Unterlassungserklärung - den Verstoß nicht erneut zu begehen und lässt das von einem Notar beurkunden. Er verpflichtet sich jedoch nicht, für jede Zuwiderhandlung eine Vertragsstrafe an den Abmahner zu zahlen. Kommt es erneut zu Verstößen wird stattdessen ein Ordnungsgeld fällig, das in die Staatskasse fließt. Der Vorteil liegt auf der Hand: die Konkurrenz wird nicht finanziell unterstützt und das Ordnungsgeld ist meist „billiger“ als die Vertragsstrafe.

Notarielle Unterwerfungserklärung kaum noch attraktiv

Nachteil dieser Variante sind die hohen Gebühren, die für die Beauftragung des Notars anfallen. Je nach Ausgestaltung der Erklärung kommen weitere Kosten hinzu. Das OLG Köln könnte mit Urteil vom 10.04.2015 (AZ: 6 U 149/14) nun für das endgültige Aus dieser Alternative gesorgt haben. Denn nach Ansicht der Richter genügt die notarielle Unterwerfungserklärung allein nicht, um die Wiederholungsgefahr zu beseitigen. Was aber erforderlich wäre, um weitere Ansprüche des Abmahners auszuschließen.

Sanktionsloser Zeitraum darf nicht sein

Ausschlaggebend für die Entscheidung war, dass der Abgemahnte für weitere Verstöße erst dann bestraft werden kann, wenn neben der notariellen Unterwerfungserklärung ein sogenannter Androhungsbeschluss in der Welt ist. Der ist Voraussetzung dafür, dass ein Ordnungsgeld verhängt werden kann. Fehlt er, blieben erneute Verstöße sanktionslos. Die Wiederholungsgefahr wird für diese Zwischenzeit erst beseitigt, wenn der Abgemahnte weitere Vorkehrungen trifft. Die Richter schlagen eine strafbewehrte Unterlassungserklärung vor, die mit Zustellung des Androhungsbeschlusses ihre Wirkung verliert.

Der Abgemahnte müsste dann nicht nur die Auslösung der Vertragsstrafe in der Übergangszeit fürchten, sondern hätte auch die hohen Kosten der notariellen Beglaubigung zu tragen. Ob sich Betroffene nach der Entscheidung aus Köln noch für diese teure und aufwendige Variante begeistern können, ist zweifelhaft.

Strafbewehrte Unterlassungserklärung – risikoreiche Zukunft

Eine Alternative ist dann die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung. Um es dem Abgemahnten - vermeintlich – leicht zu machen, legen die Abmahner ihren Schreiben vielfach entsprechende vorformulierte Verträge bei. Diese müssten „nur noch“ unterschrieben zurückgesendet werden und der Fall wäre erledigt. Klingt unkompliziert, kann aber tückisch sein. Deshalb sollte die mitgelieferte Unterlassungserklärung anwaltlich überprüft werden.

Der große Nachteil der Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung ist nämlich nicht die Höhe der Vertragsstrafe, sondern hauptsächlich die Bindung für die Zukunft. Selbst wenn der angebliche Verstoß gar nicht rechtswidrig war, müsste der Abgemahnte bei Wiederholung die Vertragsstrafe zahlen. Und das ein Leben lang. Die Vorteile sind, dass durch die Abgabe ein Gerichtsverfahren abgewendet wird und zunächst keine weiteren Kosten entstehen.

Gerichtsverhandlung – Chance zum Freispruch

Wer sich den Forderungen des Abmahners nicht fügen will, kann es auf eine Gerichtsverhandlung ankommen lassen. Vorteil ist, dass der Betroffene nichts weiter tun muss, als abzuwarten. Und ob der Gegner seine Drohung, „notfalls gerichtliche Schritte einzuleiten“, tatsächlich wahr macht, ist nicht immer gesagt. Schließlich besteht die Möglichkeit, dass er den Prozess verliert. Dann nämlich, wenn das Gericht das Verhalten des Abgemahnten als rechtmäßig oder die Abmahnung als missbräuchlich einstuft.

Der Nachteil liegt im Stigma der Verurteilung und der Pflicht, nicht nur die Kosten der Abmahnung, sondern auch die Gerichts- und Anwaltsgebühren – die eigenen und gegnerischen – zu tragen.

Fazit: Abmahnungen nicht ignorieren

Wie auf Abmahnungen reagiert werden sollte, hängt vom Einzelfall ab. Die anwaltlichen Schreiben sollten aber nicht einfach ignoriert werden!

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Von Katrin Trautzold

Ursprünglich publiziert bei netzaktiv.de.

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netzaktiv.de-Redaktion
Yieldify: Diese E-Commerce-Lösung ist der neue Liebling von Google http://t3n.de/news/yieldify-e-commerce-google-618951/ 2015-06-26T05:04:48Z
Das Londoner Start-up holt sich frisches Kapital in Höhe von 11,5 Millionen Dollar, zu den Investoren zählen Google und Softbank. Yieldify verspricht mit seiner Technologie, Shop-Besucher rasch zu …

Das Londoner Start-up holt sich frisches Kapital in Höhe von 11,5 Millionen Dollar, zu den Investoren zählen Google und Softbank. Yieldify verspricht mit seiner Technologie, Shop-Besucher rasch zu Käufern zu konvertieren.

Yieldify erstellt Angebote für potenzielle Kunden

Mit seinem Investment-Programm Google Ventures konzentriert sich der Suchmaschinenkonzern seit einem Jahr auch auf den europäischen Markt. Das jüngste Investment ist das Londoner Start-up Yieldify. 11,5 Millionen US-Dollar hat das Unternehmen in seiner aktuellen Finanzierungsrunde eingesammelt. Beteiligt hat sich neben Google auch SoftBank Capital, der VC-Fonds des japanischen Telekom-Konzerns. Yieldify will mit seiner E-Commerce-Technologie vor allem eines erreichen: Besucher von Online-Shops zu tatsächlichen Käufern konvertieren.

Die Gründer Jay und Meelan Radia motivieren Shopbesucher mit einem Mix aus verschiedenen Tools zum Kauf. (Bild: Yieldify)
Die Gründer Jay und Meelan Radia motivieren Shopbesucher mit einem Mix aus verschiedenen Tools zum Kauf. (Bild: Yieldify)

Laut CEO Jay Radia kaufen 90 Prozent von den Usern, die in einem Shop landen, nichts. Die E-Commerce-Lösung analysiert daher das Verhalten der Nutzer, um diese zurückzugewinnen und zu einer Transaktion zu motivieren. Yieldify setzt dabei auf einen Mix aus Retargeting-Kampagnen und Email-Marketing. Mausbewegungen, Verweildauer und angesehene Produkte zählen zu den Komponenten, auf deren Basis das Start-up individuelle Angebote erstellt, die den User von einem Kauf überzeugen sollen. Das Software-Paket könne einem Webshop zehnmal mehr Umsatz bringen, schätzen die Betreiber. Yieldify wird für seinen Service nur bezahlt, wenn es zu einer Transaktion kommt.

800 Kunden im Portfolio

Das zwei Jahre alte Unternehmen bedient eigenen Angaben zufolge bereits 800 Kunden, darunter das Kaufhaus Marks & Spencer sowie die Modemarken French Connection und Ben Sherman. Vergangenes Jahr soll das Londoner Start-up seinen Umsatz um 480 Prozent gesteigert haben, Zahlen veröffentlicht das Management jedoch nicht.

Yieldify will durch das Investment vor allem von Googles Netzwerk profitieren. Der E-Commerce-Technologieanbieter hat 12o Mitarbeiter und weitere Niederlassungen in Berlin und New York.

via techcrunch.com

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Elisabeth Oberndorfer
Poststreik: Diese Lösungen und Postanbieter helfen Onlinehändlern aus der Patsche http://t3n.de/news/poststreik-private-postanbieter-paketdienste-618738/ 2015-06-25T12:53:31Z
Onlinehändler können durch den Poststreik Umsätze verlieren. Wir erklären welche Handlungsmöglichkeiten bestehen und welche privaten Postanbieter aus der Patsche helfen können.

Onlinehändler können durch den Poststreik Umsätze verlieren. Wir erklären welche Handlungsmöglichkeiten bestehen und welche privaten Postanbieter aus der Patsche helfen können.

Die Post streikt, die Verbraucher sind genervt und Onlinehändler verlieren Umsätze. Laut dem Branchendienst etailment meldet der Bundesverband Onlinehandel (BVOH), der hauptsächlich kleine und mittlere Onlinehändler vertritt, Umsatzrückgänge zwischen zehn und 25 Prozent. Ein kleines Stimmungsbild, das t3n bei Onlinehändlern eingeholt hat, zeigt völlig unterschiedliche Momentaufnahmen: Von völliger Gelassenheit und keinerlei spürbaren Veränderungen über Händler, die von verständnisvollen Kunden berichten, und Händlern, die vorsichtshalber auf Alternativen umgestiegen sind, bis zu Händlern, die täglich mit Beschwerden überhäuft werden. Wer negative Auswirkungen spürt, sollte dringend handeln. Wir erklären, welche Handlungsmöglichkeiten Händler jetzt haben.

kunde paket
Paket- und Briefzustellung ist während des Poststreik in einigen Postleitzahlengebieten mit Verzögerungen verbunden. (Bild: © Kzenon - Fotolia.com)

Poststreik: Alternativen für Briefsendungen und Warensendungen

Der Postmarkt in Deutschland bietet neben der Deutschen Post AG einige Dienstleister, die auch Briefe und Warensendungen in Briefform befördern. Leider können Onlinehändler sich nicht einfach einen davon aussuchen und alles läuft weiter wie bei der Post, denn die Anbieter sind regional orientiert. Es gibt also eine Voraussetzung, die erfüllt werden muss: Das Einlieferungsgebiet muss passen. Klappt aber oft, denn es gibt mittlerweile ziemlich viele regionale Anbieter.

Im Falle des Poststreiks gilt noch eine zweite Voraussetzung: Das Zustellgebiet muss von einem privaten Dienstleister selbst abgedeckt werden können und nicht in Kooperation mit der Deutschen Post AG beliefert werden.

  • Einlieferungsgebiet: Das ist der Postleitzahlenbereich oder das Bundesland, aus dem Kunden mit diesem Anbieter Briefsendungen versenden können.
  • Zustellgebiet: In dieses Gebiet kann der Anbieter die eingelieferten Sendungen zustellen. Eine kleine Stolperfalle gibt es dabei: Manche Anbieter geben an, dass sie in ganz Deutschland zustellen. Das ist zwar nicht falsch, aber etwas ungenau. Die Zustellung erfolgt dabei entweder über ein Dienstleister-Netzwerk, meist „Mail Alliance“ und „Die zweite Post“ oder diese Anbieter übergeben die Briefsendungen teilweise außerhalb des eigenen Zustellgebietes an die Deutsche Post AG.

Einen einzelnen Anbieter, der es ermöglicht, deutschlandweit Briefsendungen einzuliefern und deutschlandweit mit eigenen Briefzustellern zustellt, oder mit Kooperationspartnern, ohne auf die Deutsche Post AG zurückzugreifen, haben wir nicht entdecken können. Manche Postleitzahlengebiete werden also während eines Poststreiks nicht ohne Verzögerung zugestellt werden können. Schätzungsweise betrifft das noch 15 Prozent der Zustellgebiete, aber mit etwas Glück wird dort gerade nicht gestreikt. Einfach bei der Post überprüfen ob an der Postleitzahl des Kunden überhaupt gestreikt wird.

Die Anbieter in der  Übersicht: Die privaten Postdienstleister

Mail Alliance und Die zweite Post: Das Netzwerk der Dienstleister

Die privaten, regionalen, Dienstleister haben sich in Netzwerken zusammengeschlossen, um eine möglichst flächendeckende Versorgung Deutschlands zu gewährleisten. Die beiden maßgeblichen Netzwerken sind die Mail Alliance und die Die Zweite Post. Bei beiden Anbietern können Händler auch nach einem privaten Zusteller vor Ort suchen.

Niedersachsen: Citipost

Das räumliche Zustellgebiet der Citipost mit Hauptsitz in Hannover umfasst einen Großteil von Niedersachsen mit den Regionen Hannover, Nienburg, Gifhorn, Wolfsburg und Peine sowie die Städte Marburg, Bielefeld. Das entspricht auch dem Einlieferungsgebiet. Den größten Teil der restlichen Bundesrepublik deckt Citipost über die Mail Alliance ab.

Berlin: Pin Mail

Die Berliner Pin Mail stellt in den neuen Bundesländern und in Berlin zu. Eingeliefert werden kann nur im Raum Berlin. Den größten Teil der restlichen Bundesrepublik deckt Pin über Partner ab.

Bayern, Oberpfalz

Citymail aus Regensburg deckt selbst die Oberpfalz ab und arbeiten für den größten Teil der restlichen Bundesrepublik mit der Mail Alliance zusammen. Eingeliefert werden kann nur in der Oberpfalz.

Baden-Württemberg

Das Arriva Zustellgebiet umfasst den Großraum Karlsruhe, Freiburg, Konstanz. Das ist gleichzeitig das Einlieferungsgebiet. Den größten Teil der restlichen Bundesrepublik deckt Arriva über die Mail Alliance ab.

Die „BW Post“ stellt selbst zu – in den Großräumen Stuttgart, im Schwarzwald, in Böblingen, in Esslingen, Rems-Murr und Zollernalb. Das ist gleichzeitig auch das Einlieferungsgebiet. Den größten Teil der restlichen Bundesrepublik deckt die BW Post über die Mail Alliance ab.

Rheinland-Pfalz

In der Pfalz stellt die Regiopost Pfalz selbst zu, das entspricht dann auch dem Einlieferungsgebiet. Den größten Teil der restlichen Bundesrepublik deckt die Regiopost Pfalz über „P2 - Die zweite Post“ ab.

Weitere Alternativen für Warensendungen

Hier kann es sich mit kleineren Einbußen lohnen, alternativ auf Staffelpreise von einigen Paketdienstleistern zurückzugreifen: Liefern Onlinehändler nur in der kleinsten Paketklasse ein, dann lassen sich zum Beispiel beim Profipaketservice von Hermes in der Paketklasse XS (längste und kürzeste Seite zusammen maximal 30cm lang) oder bei DPD (längste und kürzeste Seite zusammen maximal 35cm lang), je nach Sendungsaufkommen unter Umständen einigermaßen vertretbare Preise für die Beförderungen der 1,65-Euro-Warensendungen der Post finden.

Alternativen für die Paketzustellung

Hier können die klassischen Paketdienste in Deutschland eingesetzt werden: Hermes, DPD, GLS, UPS, TNT. Alle stellen über ihre eigene Infrastruktur zu und benötigen weder die Deutsche Post noch DHL für Zustellungen.

So gelingt die Umstellung mit möglichst wenig Aufwand

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Bevor die Sortierbänder währen des Poststreiks ganz stillstehen, gilt es Alternativen zu berücksichtigen. (Foto: mdornseif / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Manuell

Die Pakete oder Briefsendungen können manchmal einzeln über die Onlinedienste der Dienstleister selbst mit Versandaufklebern versehen werden, bei manchen Anbieter ist das bei einzelnen Sendungen sogar Pflicht oder zumindest billiger. Das lohnt sich aber nur für kleine Sendungsmengen.

Halb-automatisiert

Für größere Sendungsmengen stellen viele Brief- und Paketdienstleister ein Frankiertool bereit, das mit CSV-Dateien gefüttert werden kann. Für das Netzwerk Mailalliance gibt es beispielsweise den Sendungsmanager. Gibt es das nicht beim Dienstleister, dann gibt es entweder einen Frankierservice beim Anbieter oder es gibt wenigstens klassische Briefmarken. Dann kann das eigene Warenwirtschaftssystem oder ein Serienbrief-Etikettendruck das Etikettieren übernehmen und die Sendungen müssen nur noch frankiert werden. Entweder vom Händler durch simples Aufkleben der Briefmarken oder vom Dienstleister.

Vollautomatisiert im ERP-System

Die professionelle Variante – eine direkte Anbindung des Logistik-Dienstleisters an das Warenwirtschaftssystem – kann Sinn machen, wenn bei der Auswahl darauf geachtet wird, dass auch nach dem Streik noch ein sinnvoller Einsatz für den Dienstleister gefunden wird, siehe unten.

Onlineshop nicht vergessen: Standardisierte Paketdienst-Anbindung über Module

Statt an die Warenwirtschaft zu gehen, können Händler, die auf eine Standardsoftware wie Magento, Shopware, Oxid, Prestashop, xt:commerce oder ähnliches setzen, auch auf die vorhandenen Plugins der Logistikdienstleister setzen. Die ermöglichen eine schnelle Umstellung auf eine Übergangslösung. Fertige Module für Briefdienstleister sind uns leider keine bekannt.

SaaS-Logistikplattformen für Paketdienste nutzen

Shipcloud bietet als Onlinedienst den Zugriff auf viele Logistiker und kann mit quasi einem Knopfdruck in den SaaS-Shoplösungen von Commercetools, ematters, Jimdo und Versacommerce genutzt werden oder der SaaS-ERP weclapp. Für Standard-Shoplösungen stehen ebenfalls Module bereit: Oxid eShop, Magento, Prestashop, Shopware, Modified eCommerce Shopsoftware. Für die kostenlose Versandhandels-Warenwirtschaft von JTL gibt es im JT-Forum ein Modul mit Dokumentation. Andere ERP-Systeme können angebunden werden. Wer bereits bestehende Logistikverträge hat, die günstiger sind als die Konditionen, die über Shipcloud bei den Paketdienstleistern vermittelt werden, kann seinen Vertrag weiterhin nutzen.

Nutzen für die Zeit nach dem Poststreik

Händler, die sich dazu entscheiden einen automatisierten oder halb-automatisierten Workflow für den neuen Logistikdienstleister einzurichten, sollten darauf achten, dass Sie für sich und ihre Kunden einen dauerhaften Nutzen aus der Situation mitnehmen – für die Zeit nach dem Streik. Ein zweiter Anbieter für einen Teil des eigenen Versandaufkommens zu nutzen, kann Vorteile bringen: Vielleicht kann der Logistikanbieter ja etwas, das der bisherige Dienstleister nicht kann. Das können unterschiedliche Punkte sein:

  • Mehr Auswahl für den Kunden. Manche Kunden bevorzugen bestimmte Dienstleister.
  • Besondere Zustellservices, wie die Abholung in Paketshops, exaktere Zeitfenster.
  • Günstigeres Porto für eine bestimmte Paketklasse oder eine Paketart. Beispielsweise Sperrgut, oder die Zustellung auf die deutschen Inseln.

Wichtig: Umsatz retten und offensiv auf den funktionierenden Versand hinweisen

Onlinehändler, die die Auswirkungen des Streiks stark spüren und auch unter vermehrten Kundenbeschwerden leiden und noch keine Ausweichmöglichkeit auf einen anderen Brief- oder Paketdienstleister haben, sollten auf jeden Fall handeln und Alternativen hinzuziehen. Für alle Onlinehändler empfiehlt es sich, prominent auf der Startseite und auch während des Checkouts darauf hinzuweisen, dass die Bestellung wie gewohnt zugestellt werden kann, da man während des Poststreiks auf Alternativen zurückgreift. Das rettet unter Umständen Umsatz und Konversionsrate.

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Jochen G. Fuchs