Online-Shop | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Online-Shop 2015-02-28T13:01:41Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/online-shop E-Commerce: Die große Same-Day-Delivery-Übersicht für Deutschland http://t3n.de/news/e-commerce-same-day-delivery-uebersicht-565331/ 2015-02-28T13:01:41Z
Same-Day-Delivery für Onlinehändler ist in bestimmten Fällen eine sinnvoll Ergänzung des Lieferportfolios. Welche Anbieter Onlinehändlern hier aktuell weiterhelfen können, haben wir in einer …

Same-Day-Delivery für Onlinehändler ist in bestimmten Fällen eine sinnvoll Ergänzung des Lieferportfolios. Welche Anbieter Onlinehändlern hier aktuell weiterhelfen können, haben wir in einer Übersicht für euch zusammengefasst.

Same-Day-Delivery: Oft reicht den Kunden auch ein flexibler Wunschtermin

Same-Day-Delivery ist ein Trendthema im E-Commerce geworden, die Lieferung einer Bestellung am selben Tag scheint für Onlineshops in naher Zukunft zum Alltag zu gehören. Auch wenn davon auszugehen ist, dass es sich um keinen Service für den Massenmarkt handeln dürfte, wird es Nischen für Same-Day-Delivery geben. Es wird viel experimentiert, wenige Liefer-Angebote sind schon soweit in der Entwicklung vorangeschritten oder von der Kostenstruktur her so konzipiert, dass eine Implementierung bei Onlinehändlern lohnenswert sein könnte. Ein Überblick über die Startups und alteingesessene Logistik-Unternehmen, die aktuell als Partner für den Onlinehandel in Frage kommen könnten.

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Same-Day-Delivery erleichtert einer speziellen Zielgruppe das Leben. (Foto: © YinYang - iStock.com)

Same-Day-Delivery steht für die Abholung und Lieferung am selben Werktag, die Logistiker gehen in der Regel auch davon aus, dass im selben Liefergebiet abgeholt und zugestellt wird – zum Beispiel von Berlin nach Berlin. Viele Kunden brauchen keine Lieferung am selben Tag, sondern wünschen sich schlicht eine akzetable und verlässliche Zustellung, am besten zu einem möglichst präzisen Wunschtermin, wie auch eine Studie von ibi Research bestätigt. Mehr dazu findet ihr auch in meinem Kommentar „Same-Day-Delivery-Hype: Lieber laufen lernen, bevor man zu rennen versucht“.

Same-Day-Delivery hat eine Daseinsberechtigung in speziellen Anwendungsfällen oder bei speziellen Kundengruppen. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Lieferung von Luxusgütern, Weihnachts-Last-Minute-Bestellungen oder Lebensmittellieferungen von lokalen Händlern oder Filialen, wie sie Rewe mittlerweile praktiziert. Die folgenden Angebote gibt es in Deutschland schon.

Tiramizoo

Das Münchner Startup Tiramizoo hat Same-Day-Delivery bei verschiedenen deutschen Online- und Einzelhändlern realisiert: Lodenfrey, Notebooksbilliger und den Media- und Saturn-Märkten. Seit Daimler als Anteilseigner eingestiegen ist, werden auch Ersatzteile für den Autokonzern befördert. Tiramizoo kann zur Auslieferung in 18 Großstädten auf etwa 1.500 Kuriere zurückgreifen.

Onlinehändler können Tiramizoo entweder über ein kostenfreies Oxid- oder Magento-Plugin oder über eine direkte Anbindung via API in den Onlineshop einbinden. Genauso ist es möglich Versandaufträge über die Website manuell zu erstellen. Tiramizoo unterscheidet preislich zwischen der Sofortlieferung innerhalb von 90 Minuten für mindestens 14,90 Euro und der Lieferung innerhalb eines Wunschzeitfensters von zwei Stunden am selben Tag für mindestens 9,90. Der Preis steigt mit der Größe des Pakets und der Entfernung, die bei der Zustellung zurückgelegt werden muss.

Same-Day-Delivery ist in Deutschland zum Beispiel über den Spezialisten Tiramizoo möglich. Der München Edel-Trachtenmoden-Händler Lodenfrey gehört beispielsweise zu den Tiramizoo-Kunden. (Foto: Tiramizoo)
Der München Edel-Trachtenmoden-Händler Lodenfrey gehört beispielsweise zu den Tiramizoo-Kunden. (Foto: Tiramizoo)

Liefery: Same-Day-Delivery für den Online- und Offlinehandel

Aus der eigenständigen Lufthansa-Unternehmensgruppe time::matters herausgeboren, ist Liefery jetzt nicht nur für für große Logistikkunden sondern auch für den Einzel- und Onlinehandel verfügbar. Liefery fungiert als Technologie- und Service-Plattform für mehr als 1.500 angeschlossene Kuriere. Plattform und Integration in den Onlineshop bietet Liefery umsonst an, Grundgebühren fallen für die Plattform-Nutzung ebenfalls nicht an. Lieferungen können aber auch über eine Website oder eine App initiiert werden.

Aktuell ist Liefery in der Pilotphase mit mehrere führenden Einzelhandelsketten und verfügt schon über mehrere hundert lokale Händler. In der E-Commerce-Landschaft findet sich Liefery bei Otto Gourmet (keine Zugehörigkeit zur Otto-Group) und bei MyMuesli. Otto Gourmet hat die Endkunden-Liefergebühren für die aktuell verfügbaren sechs Städte gestaffelt: Bis 150 Euro kostet die Lieferung 19,99 Euro, bis 250 Euro nur noch 9,99 Euro und oberhalb von 250 Euro ist die Lieferung umsonst.

(Screenshot: Liefery)
(Screenshot: Liefery)

MyTaxi

MyTaxi hatte mal größere Ambitionen und war ursprünglich mit Media-Saturn an der Realisierung eines Same-Day-Delivery-Services für die Elektrohandelsmärkte der Gruppe beteiligt. Letztlich ist der Dienst dann über Tiramizoo realisiert worden, seit dem ist es still geworden um die Liefer-Funktion von MyTaxi.

Mytaxi Delivery bei Media Markt (Screenshot: Filmbrauerei / Youtube)
Mytaxi-Delivery bei Media Markt (Screenshot: Filmbrauerei / YouTube)

Shippies

Das Frankfurter Startup Shippies liefert Einkäufe und Bestellungen aus Onlineshops am selben Tag über die Crowd aus. Eine Community von Helfern, ebenfalls Shippies genannt, soll die vorbestellten Einkäufe bei ihren eigenen Erledigungen in der Stadt abholen und dann an den jeweiligen Kunden ausliefern. So wird theoretisch jedermann zum Paketzusteller.

Shippies kann direkt in den Onlineshop integriert werden oder die Lieferaufträge werden über die Website des Anbieters eingegeben. Aktuell beschränkt sich Shippies noch für ein Pilotprojekt auf Frankfurt am Main – das Rhein-Main-Gebiet und weitere Städte sollen folgen.

(Screenshot: Shippies)
(Screenshot: Shippies)

DHL

Der größte deutsche Anbieter DHL bietet einen klassischen Kurierdienst, der weltweite Zustellung am selben Tag verspricht. Die Preisklassen von DHL Same Day liegen aber außerhalb der Preisspanne, die der reguläre Onlinehandel für den Dienst bezahlen könnte: Die Preisbeispiele beginnen erst bei einem Grundpreis von 65 Euro zuzüglich Kilometerpreis.

Für den Handel scheinen aber brauchbare Konzepte realisierbar zu sein, im letzten Jahr hat DHL zusammen mit eBay ein Pilotprojekt in Berlin realisiert – dort soll die Zustellung für einen Aufpreis von fünf bis zehn Euro auf die Versandkosten umgesetzt worden sein.

(Screenshot: DHL)
(Screenshot: DHL)

Hermes

Hermes hat Same-Day-Delivery schon erfolgreich in einem Pilotprojekt erprobt, ist aber noch nicht soweit, den Dienst flächendeckend anbieten zu können, wie Hermes in einem Interview mit etailment im Herbst durchklingen ließ.

DPD

DPD kooperiert zur Abwicklung seines Services „DPD Now“ mit tiramizoo und bietet so die taggleiche Lieferung in 19 Großstädten an. Preislich unterscheidet DPD zwischen der Sofortlieferung innerhalb von 90 Minuten für mindestens 14,90 Euro und der Lieferung innerhalb eines Wunschzeitfensters von zwei Stunden am selben Tag für mindestens 9,90. Der Preis steigt mit der Größe des Pakets und der Entfernung, die bei der Zustellung zurückgelegt werden muss. Die Preise sind identisch mit den Originalpreisen von Tiramizoo.

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Jochen G. Fuchs
Ein Jackpot von 50 Milliarden Dollar: Wie Facebook das Online-Shopping verändern könnte http://t3n.de/news/facebook-bezahlen-online-shopping-595954/ 2015-02-28T12:03:26Z
Stehen wir vor einer Zukunft, in der soziale Netzwerke wie Facebook große, interaktive Shopping-Malls sind, in denen wir Freunde treffen und Kontakte knüpfen, während wir einkaufen?

Stehen wir vor einer Zukunft, in der soziale Netzwerke wie Facebook große, interaktive Shopping-Malls sind, in denen wir Freunde treffen und Kontakte knüpfen, während wir einkaufen? Facebook jedenfalls scheint auf dem Weg dorthin.

Facebook: Bald könnten Nutzer sich Geld schicken

Bezahlen per Kreditkarte ist oft mit hohen prozentualen Gebühren verbunden - an diesem Punkt könnte Facebook mit seinen Bezahldienst angreifen. (Foto: Fotolia)
Bezahlen per Kreditkarte ist oft mit hohen prozentualen Gebühren verbunden – an diesem Punkt könnte Facebook mit seinen Bezahldienst angreifen. (Foto: Fotolia)

Facebook organisiert schon dein Social Life – jetzt will es auch deine Geldgeschäfte führen. Kürzlich geleakte Screenshots zeigen eine versteckte Zahlungs-Option innerhalb der beliebten Messenger-App von Facebook, die von 200 Millionen Nutzern rund um den Globus verwendet wird. Das Feature – entdeckt von einem Stanford-Studenten, der im exisitierenden Code herumgeschnüffelt hat – könnte es Benutzern ermöglichen, einander in Nachrichten Geld zuzuschicken, indem es die Informationen einer Debit-Karte verwendet. Facebook hat den Leak noch nicht kommentiert; sollte das Netzwerk es jedoch jemals tun, dann vermutlich, um das Feature zu aktivieren. Aber im Moment ist die interessantere Frage, ob Facebook überhaupt in Erwägung zieht, diesen Weg zu gehen. Existierende Peer-to-Peer-Bezahl-Apps sind generell kostenlos vewendbar (Ein Gerücht sagt, dass Facebooks Messenger-Version auch kostenlos sein wird, zumindest zu Beginn). Tatsächlich gibt es Berichte darüber, dass Square Cash – ein ähnlicher Service von Twitter-Mitgründer Jack Dorsey – die Firma bei jeder Verwendung sogar um die 25 Cent kostet, weil jemand die Debit-Card-Transferkosten übernehmen muss, die von den Banken verlangt werden.

Jackpot von 40 bis 50 Milliarden Dollar

Facebook, das aggressiv nach neuen Einnahmequellen für Shareholder sucht, ist zur Zeit schwerlich in der Position, den Verlust von Geld zu riskieren – es sei denn, der kurzfristige Verlust mündet in einen langfristigen Geldregen. Davon abgesehen ist Facebooks Streifzug ins Zahlungsgeschäft eine spannende Möglichkeit. Könnte das weltgrößte Social Network sich für den Showdown mit den weltgrößten Kreditkartenfirmen bereit machen? Ein möglicher, gewaltiger Jackpot von 40 bis 50 Milliarden US-Dollar jährlich steht auf dem Spiel (allein in den USA), den die Kreditkarten anbietenden Banken aus den sogenannten Übertragungs-Raten erwirtschaften, das heißt: den heftigen Transaktionsgebühren, die Händler abdrücken müssen, sobald Kunden Kreditkarten verwenden.

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Facebook Messenger Payments feature demoed by @andyplace2 for TechCrunch

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Aber läuten ein paar geleakte Screenshots wirklich den Umsturz der gesamten Bezahlbranche ein? Vielleicht. Erst mal hat Facebook mit seinem Interesse für den Zahlungsverkehr nicht gerade hinter dem Berg gehalten. Schon im Juni hatte die Firma Paypals Geschäftsführer und Zahlungsguru David Marcus für die Leitung des Messengers abgeworben, ein Schachzug, der jetzt Sinn ergibt. In der Zwischenzeit, so berichtete TechCrunch, formulierte Facebooks CEO Mark Zuckerberg in der zweiten Quartals-Telefonkonferenz zur Gewinnsituation sehr deutlich, dass „es im Lauf der Zeit eine Überschneidung von [Messenger] und Zahlungsverkehr geben wird“. Mit anderen Worten: Der Grundstein für einen Facebook-Zahlungsdienst ist gelegt. Es ist wichtig zu erwähnen, dass – wie aus dem Leak hervorgegangen ist – das Payment-Feature des Facebook-Messengers nur Peer-to-Peer-Transaktionen erlaubt, also Geldtransfer zwischen den Banken normaler Nutzer, nicht zu Verkäufern oder Firmen. Es wird spekuliert, dass dieser Service vor allem bei ausländischen Arbeitskräften beliebt sein wird, die Geld an Verwandte nach Hause schicken wollen. Zur Zeit berechnen die Rücküberweisungs-Dienstleister bekanntermaßen hohe Gebühren. Indem Facebook sie unterbietet, könnte das Unternehmen eine gesunde Geldeinnahmequelle auftun, wenn es sich letztlich dafür entscheidet, den Dienst zu monetarisieren.

Alternative zu maßlosen Kreditkartengebühren

„Der Grundstein für einen Facebook-Zahlungsdienst ist gelegt.“

Aber – und hier wird die Sache interessant – gibt es niemanden, der Facebook daran hindert, den Zahlungsdienst am Ende auch für Verkäufer zu öffnen und ihnen ermöglicht, Debit-Card-Zahlungen von Kunden über den Messenger zu empfangen (Zuckerberg hat so viel durchblicken lassen, dass das geplante Tool letztlich „Menschen hilft, untereinander zu teilen und mit Händler zu interagieren“). Für Verkäufer hätte das ein paar Riesenvorteile. Während alle Kreditkarten, ganz zu schweigen von Paypal, Stripe, Square und anderen Diensten, Transfergebühren zwischen zwei und vier Prozent der Gesamtkaufsumme berechnen (ein Betrag, der von Kritkern als maßlos angesehen wird), ist die Gebühr für das Durchziehen der Debit-Karte in den USA derzeit auf läppische 21 Cents gedeckelt. Bei dieser möglichen Ersparnis ist es nicht schwer sich vorzustellen, dass sich Millionen von Verkäufern und möglicherweise hunderte Millionen von Konsumenten dafür anmelden. Man bedenke, dass es zur Zeit 79 Millionen Mastercard-Kreditikarten-Besitzer in den USA gibt – eine beträchtliche Zahl. Aber es gibt in diesem Land auch fast 200 Millionen monatlich aktive Facebook-Nutzer. Facebook hat – mit anderen Worten – das Potential, ein Bezahlnetzwerk zu schaffen, das buchstäblich über Nacht mit den großen Kreditkarten konkurriert und sie in einigen Fällen in den Schatten stellt.

Wenn Shopping-Erlebnisse zukünftig in Soziale Netzwerke integriert sind, könnten sie unser Freizeitverhalten noch mehr von Offline zu Online verschieben. (Foto: Fotolia.de)
Wenn Shopping-Erlebnisse zukünftig in Soziale Netzwerke integriert sind, könnten sie unser Freizeitverhalten noch mehr von Offline zu Online verschieben. (Foto: Fotolia)

Sobald Verkäufer und Konsumenten am Haken sind, könnte Facebook schließlich seinen Fokus auf Profite lenken. Auch hier hat Zuckerberg schon seine Bestrebungen signalisiert, indem er den profitgierigen Investoren im Juli erklärte, dass seine Firma plane, „sich die Zeit zu nehmen, es auf die Art zu machen, die für viele Jahre richtig sein wird“. Mit den zur Zeit so hoch angesetzten Kreditkartengebühren hätte Facebook viel Spielraum, um Geld mit Verkäufern zu verdienen, während sie weiterhin die traditionellen Kredikarten mit großem Abstand unterbieten. Wenn das Netzwerk eines Tages einen US-Dollar als Gebühr berechnen würde (wie vorgeschlagen), oder sogar nur den Anteil von einem Prozent jeder Transaktion behalten würde, könnten enorme Einnahmen fließen.

Neue Bezahldienste gehen zum Angriff über

„Für Konsumenten und Verkäufer gibt es viel zu gewinnen und wenig zu verlieren, abgesehen von hohen Gebühren.“

All das könnte ein wenig weit hergeholt erscheinen, wären nicht einige der größten Player der Tech-Branche gerade dabei, ähnliche Strategien zu verfolgen. Apple hat zum Beispiel im September Apple Pay enthüllt, eine mobile Bezahl-App, die es Nutzern ermöglicht, ihre Kreditkarteninformationen zu hinterlegen und dann mit ihrem iPhone per „Tap and Pay“ zu bezahlen. Momentan ist Apple damit zufrieden, in diesem Prozess als Mittelsmann zu fungieren, indem sie es für Kunden einfacher machen, ihre vorhandenen Kreditkarten zu verwenden und dabei eine kleine Gebühr von den Banken einsammeln. Aber mit der Zeit könnten sich Konsumenten und Verkäufer an die Vorstellung gewöhnen, Apple für ihre Transaktionen zu nutzen, mit Kreditkarten, die eine immer geringere Rolle spielen und – vielleicht eines Tages – ganz von der Bildfläche verschwinden. Was deutlich wird aus diesen Anstrengungen – genau wie aus den jüngsten Manövern von Square, Stripe und sogar dem Online-Payment-Veteranen PayPal – ist, dass der schwerfällige, alte Bezahlsektor, der so lange von traditionellen Banken und ihren Kreditkarten dominiert wurde, endlich ein paar ernste Konkurrenten bekommt. Für Konsumenten und Verkäufer gibt es viel zu gewinnen und wenig zu verlieren, abgesehen von hohen Gebühren. Und gleichzeitig sehen Tech-Player wie Facebook in Bezahldiensten den letzten, großen Weg zur Monetarisierung. Und was ist mit den Social-Media-Nutzern? Stehen wir vor einer Zukunft, in der soziale Netzwerke wie Facebook große, interaktive Shopping-Malls sind, in denen wir Freunde treffen und Kontakte knüpfen, während wir einkaufen? Sowohl Facebook als auch Twitter führen gerade Beta-Tests für spezielle „Kauf“-Buttons durch, die im Benutzer-Nachrichtenstream auftauchen, mit zielgerichteten Angeboten, die auf demografischen und psychografischen Informationen fußen. Diese Art Ein-Klick-Einkauf – mit zeitlich limitierten Deals, die akribisch an den Nutzerinteressen ausgerichtet sind und unter Freunden viral geteilt werden – deutet auf die dramatischen Veränderungen im Handel hin. Es ist ein Finale, dass Zuckerberg vermutlich nie vor Augen hatte, welches aber zunehmend wahrscheinlich und lukrativ scheint: Das soziale Netzwerk als Werbeträger, Shopping-Mall und Kreditkarte – alles in einem.
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Ryan Holmes
PayPal führt neuen Zahlungsdienst für Händler ein: Paypal Plus http://t3n.de/news/paypal-fuehrt-neuen-596258/ 2015-02-26T12:55:37Z
PayPal startet mit einem neuen Dienst für Onlinehändler. Unabhängig von einem PayPal-Konto können Kunden jetzt per Kreditkarte, Lastschrift oder Rechnung bezahlen. PayPal ist hier einen weiteren …

PayPal startet mit einem neuen Dienst für Onlinehändler. Unabhängig von einem PayPal-Konto können Kunden jetzt per Kreditkarte, Lastschrift oder Rechnung bezahlen. PayPal ist hier einen weiteren Schritt in Richtung Payment-Service-Provider gegangen. Der Zahlungsdienstleister PayPal betritt mit PayPal Plus nun endgültig das angestammte Terrain der sogenannten Payment-Service-Provider. Paypal Plus will kleinen bis mittleren Onlinehändlern einen einfachen Zugang zu den Zahlungsarten Kreditkarte, Lastschrift und Rechnung bieten – Paypal als Zahlungsart ist auch im Zahlungsmix. Das Besondere an PayPal Plus: Bisher hatten PayPal-Händler diese Zahlungsarten indirekt anbieten können, über den Paypal-Checkout, der meist auch in einem Paypal-Konto mündete. Paypal schaltet jetzt den „Umweg“ aus und ermöglicht Händlern die Zahlungsarten über PayPal Plus direkt anzubieten.

(Screenshot: PayPal Montage: t3n)
Auch der frisch verlängerte Käuferschutz steht Kunden bei PayPal Plus zur Verfügung – auch wenn für die Zahlung kein PayPal-Konto nötig ist, spätestens bei in Anspruchnahme des Käuferschutzes benötigen Kunden ein Kundenkonto bei PayPal. (Screenshot: PayPal Montage: t3n)

Paypal Plus: Kreditkarte, Lastschrift und Rechnung und PayPal

Eigentlich bietet Paypal die Zahlungsmethoden einzeln für sich genommen bereits an. Im Falle der Kreditkarte und der Lastschrift können Kunden zum Einen ihr PayPal-Konto damit auffüllen oder während einer Zahlung mit PayPal entscheiden dass ihre Kreditkarte oder ihr Bankkonto für den Einkauf belastet werden soll – unter Verwendung der bereits bei PayPal hinterlegten Zahlungsdaten. Zum Anderen bot PayPal Onlinehändlern indirekt so auch die Möglichkeit, den Kunden auch Kreditkarte und Lastschrift als Zahlungsart anzubieten, zuletzt auch leicht losgelöst von einem PayPal-Login über ein separates Formular für Nicht-PayPal-Nutzer, also als „Gast“ Allerdings führte letzteres oft im Enddefekt trotzdem zu einem PayPal-Konto. Für die Zahlungsart Rechnung konnten Händler auf Billsafe zurückgreifen – ein PayPal-Tochterunternehmen, das aber separat in den Onlineshop integriert und auch separat abgerechnet wurde. Diese etwas komplexe Gesamtkonstellation ändert sich jetzt.

Was ist neu: Alles unter einem Dach und es geht auch ohne PayPal-Konto

Die wichtigste Neuerung ist der Verzicht auf das PayPal Konto. Onlinehändler, die PayPal Plus integrieren, können ihren Kunden die vier Zahlungsarten zur Nutzung anbieten, ohne die Kunden zu einem PayPal-Konto zwingen zu müssen. Die Zahlungsarten stehen im Prinzip genauso zur Verfügung, wie sie bei einer einzelnen Integration auch zur Verfügung stehen würden.

So funktioniert PayPal Plus für Onlinehändler

Eingebunden wird die Bezahlseite von Paypal in den Checkout per iFrame (siehe untenstehende Abbildung), die Startseite ist für den Händler editierbar – so können weitere Zahlungsarten, die der Händler noch anbieten möchte, direkt per Verlinkung auf die Bezahlseiten der Anbieter, eingebaut werden. Der Checkout erfüllt laut PayPal alle regulatorischen SEPA- und PCI-Anforderungen und ist optimiert für die Darstellung auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets.

Alle Zahlungen gehen direkt im PayPal-Händlerkonto ein und können dort verwaltet werden. Einmalige und monatliche Kosten entstehen für die Nutzung keine, lediglich die übliche PayPal Transaktionsgebühr fällt an:  1,9 Prozent plus 0,35 Euro je Transaktion. Die Zahlungen sind im Rahmen der PayPal Verkäuferschutzrichtlinien gegen Ausfall gesichert – die Richtlinien sollten sorgfältig studiert werden, es ist nicht alles bedingungslos abgedeckt.

Die wichtigsten Fakten

  • Zahlungsarten: PayPal, SEPA-Lastschrift, Kreditkarte, Rechnung (folgt im Laufe des Jahres)
  • Gebühren: Keine einmaligen oder monatlichen, pro Transaktion 1,9 Prozent plus 0,35 Euro
  • Zahlungsausfall: PayPal Verkäuferschutz
  • Weitere Zahlungsarten integrierbar
(Screenshot: PayPal)
(Screenshot: PayPal)

So funktioniert PayPal Plus für Endkunden

Kunden steht der Checkout ganz normal zur Verfügung, ohne einen Login oder die Notwendigkeit ein PayPal-Konto zu erstellen können Lastschrift, Kreditkarte oder die Zahlung auf Rechnung genutzt werden. Wird PayPal als Zahlungsmethode ausgewählt, erfolgt der Login ganz wie gewohnt. Die untenstehenden Bildergalerien zeigen wie der Checkout abläuft.

Da Endkunden auch der PayPal Käuferschutz angeboten wird, sind die Bestellungen im Rahmen der Käuferschutzrichtlinie abgesichert, sollte ein Kunde den Käuferschutz in Anspruch nehmen möchten, kann der Antrag über die PayPal-Website erstellt werden. Vorraussetzung für die Nutzung des Käuferschutzes ist dann letztlich doch das PayPal-Konto. Sollte noch keines vorhanden sein, kann der Kunde während der Antragstellung auf Käuferschutz ein Konto eröffnen und findet dort seine Transaktion und Reklamation wieder. Auch hier gilt: Die Richtlinien sollten sorgfältig studiert werden, es ist nicht alles bedingungslos abgedeckt. Beispielsweise digitale Güter sind vom Käuferschutz ausgeschlossen.

Der Checkout für Kreditkarte

Der Checkout für Lastschrift

Der Checkout für PayPal

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Jochen G. Fuchs
Modest: Wie Obamas Ex-CTO die Mobile-Shopping-Welt erobern will http://t3n.de/news/modest-mobile-shopping-harper-reed-596154/ 2015-02-25T14:46:31Z
Mit Modest ist Harper Reed zurück in der Startup-Welt. Der ehemalige CTO von Präsident Obamas Wahlkampagne widmet sich mit seinem neuen Unternehmen Modest jetzt dem Mobile-Shopping.

Mit Modest ist Harper Reed zurück in der Startup-Welt. Der ehemalige CTO von Präsident Obamas Wahlkampagne widmet sich mit seinem neuen Unternehmen Modest jetzt dem Mobile-Shopping.

Modest: Harper Reed will Mobile-Shopping verbessern

Harper Reed ist kein unbeschriebenes Blatt. Nachdem er in der Funktion des CTO beim T-Shirt-Händler Threadless gearbeitet hat, nahm er dieselbe Position auch in Präsident Obamas Wahlkampagne im Jahr 2012 ein. Jetzt will Reed mit seinem Startup Modest das Online-Shopping auf mobilen Endgeräten verbessern. Vor allem kleinere Unternehmen sollen von dem Angebot profitieren.

Modest ermöglicht es, auf einfache Art und Weise eine eigene Shopping-App zu erstellen oder eine bestehende App um Shopping-Möglichkeiten zu erweitern. Derzeit wird nur iOS unterstützt, eine Android-Version des zugrundeliegenden Shop-Systems soll aber in Arbeit sein. Außerdem soll es mittels Modest bald auch möglich sein, einen einfachen Kauf-Button in Blog-Beiträge oder E-Mails zu integrieren. Nutzer können darüber hinaus auch bestehende Shopify- und Magento-Stores in Modest integrieren. Ab April 2015 soll das auch mit Big Commerce gehen.

Modest: Plattform erlaubt die Erstellung eines eigenen Mobile-Shops. (Screenshot: Modest)
Modest: Plattform erlaubt die Erstellung eines eigenen Mobile-Shops. (Screenshot: Modest)

Mobile-Shopping: Modest setzt auf Freemium-Modell

Modest kann in der Basisvariante vollkommen kostenfrei genutzt werden. Dann könnt ihr allerdings das Modest-Branding nicht durch euer eigenes ersetzen. Außerdem fehlen Push-Benachrichtigungen, Promotions und der Zugriff auf das Software-Development-Kit. Wer das will, zahlt 200 US-Dollar pro Monat. Allerdings sind die ersten sechs Monate kostenfrei.

Vor allem kleinere Online-Shops könnten von Harper Reeds neuem Produkt profitieren. An den Erfolg der Plattform scheinen auch andere zu glauben: Neben Google-Chairman Eric Schmidt haben auch Greylock Partners, 500 Startups und Base Ventures in das Startup investiert.

Wer sich für das Thema interessiert, der sollte auch unseren Artikel „Mobile Shopping: Wachstumstreiber im E-Commerce?“ lesen.

via techcrunch.com

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Kim Rixecker
E-Commerce-News: Einsteiger-E-Book mit 77 Tipps und Tricks für mehr Erfolg im Online-Shop http://t3n.de/news/e-commerce-news-5-595612/ 2015-02-23T18:57:56Z
E-Commerce-News: Interessante Meldungen, die es in der vergangenen Woche nicht mehr in unsere Berichterstattung geschafft haben: Kostenloser SaaS-Shop Supr bekommt mehr Funktionen, die JTL-WaWi 1.0 …

E-Commerce-News: Interessante Meldungen, die es in der vergangenen Woche nicht mehr in unsere Berichterstattung geschafft haben: Kostenloser SaaS-Shop Supr bekommt mehr Funktionen, die JTL-WaWi 1.0 ist als Open-Beta zum Download verfügbar.

E-Book für Einsteiger: „77 Tipps & Tricks für mehr Erfolg mit Ihrem Online-Shop“

Die E-Commerce-Spezialisten von der Agentur iTabs haben für Einsteiger eine Orientierungshilfe geschaffen. Das E-Book soll Startups oder Unternehmen beim ersten Schritt in den E-Commerce helfen: An was müssen Unternehmen denken, was ist vor dem Start zu beachten.

Inhaltsverzeichnis

  • Bevor Sie im E-Commerce durchstarten
  • Wählen Sie die richtige Shop-Software
  • Erstellen Sie gute und umfassende Produktbeschreibungen
  • Generieren Sie durch gutes Marketing Neukunden
  • Machen Sie keine Fehler beim Thema Zahlung & Versand
  • Holen Sie mehr aus Ihrem Online-Shop heraus
  • Weitere Tipps & Tricks für mehr Erfolg im E-Commerce
(Screenshot: iTabs)
Zum Download auf das Bild klicken. (Screenshot: iTabs)

Kostenlose Warenwirtschaft: JTL- Wawi 1.0 ab jetzt als Open Beta verfügbar

Die Warenwirtschaft JTL-Wawi steht ab sofort in der Version 1.0 kostenlos zum Download zur Verfügung. Noch ist die Version nur in einer Open-Beta erhältlich, die Vollversion soll ab April erhältlich sein.

Der JTL-Connector und die quelloffenen Schnittstellenimplementierung für Magento, Oxid, Shopware und Modified eCommerce Shopsoftware verhelfen Onlinehändler, die bereits eines dieser Shopsysteme nutzen, dazu, JTL-Wawi zur Sortimentsverwaltung und Bestellabwicklung ihres Onlineshops einsetzen. Der Connector steht ab März in der Open-Beta-Phase zur Verfügung.

Kostenloser SaaS-Shop „Supr“ bekommt mehr Zahlungsmethoden und Hermes-Anbindung

Wir hatten das kostenfreie Shopsystem Supr bereits ausführlich vorgestellt, einer der Hauptkritikpunkte war die knappe Ausstattung mit Zahlungsmethoden. Jetzt hat der Zahlungsdienstleister Ratepay eine White-Label-Lösung von Wirecard speziell für die Bedürfnisse von Supr zugeschnitten. Die Nutzer des Shopsystems können hierüber nicht nur verschiedene Zahlungsarten wie Rechnung, Lastschrift, Kreditkarte, PayPal oder Sofortüberweisung einbinden, sondern brauchen sich auch nicht mehr um zugehörige Dienstleistungen wie Risikoprüfung oder Inkasso zu kümmern.

Zusätzlich ist im Backend des SaaS-Shopsystems Supr jetzt auch der ProfiPaketService von Hermes integriert worden, die Versandübergabe samt der dazugehörigen Etikettierung können Händler jetzt direkt aus Supr heraus vornehmen.

Infografik: Wie Deutschlands größte Einzelhändler im Netz agieren

Locafox, ein Marktplatzanbieter für den lokalen Einzelhandel, hat Deutschlands Top-Einzelhändler darauf untersucht, wie präsent diese im Internet sind, und welche Dienstleistungen die Händler den Kunden online anbieten: Gibt es einen Onlineshop, eine mobile App oder wird Click & Collect ermöglicht.

Einzelhaendler_im_Internet_Infografik
Zum Öffnen der Infografik auf den Bildausschnitt klicken. (Screenshot: Locafox)
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Jochen G. Fuchs
5 Schritte zum perfekten How-to-Video für Online-Shops http://t3n.de/news/5-schritte-perfekten-how-to-video-594629/ 2015-02-22T14:39:17Z
How-to- und Unboxing-Videos sind zweifellos in – du weißt schon, diese Clips, die dir erklären, wie du eine Krawatte bindest oder wie jemand ein elektronisches Gerät aus dem Karton holt, es …

How-to- und Unboxing-Videos sind zweifellos in – du weißt schon, diese Clips, die dir erklären, wie du eine Krawatte bindest oder wie jemand ein elektronisches Gerät aus dem Karton holt, es aufbaut und in Betrieb nimmt. Wir haben da fünf für dich:Tatsächlich sind How-to-Videos nicht nur bei Unternehmen, sondern auch bei Nutzern beliebt.Besonders bei Menschen, die nicht gerne viel Text lesen oder die einfach mit visuellen Anleitungen besser klarkommen. Es stimmt ja auch: Die Handhabung vieler Produkte lässt sich viel leichter lernen, wenn man sie im Einsatz sieht.

In der Realität schaffen es viele How-to-Videos jedoch nicht, die Conversion-Rate oder gar den Umsatz anzuheben. Der Grund ist meist nicht mal die technische Umsetzung des Videos, sondern eher die Planung. Die gute Nachricht: Du musst kein Filmprofi sein, um ein starkes How-to-Video hinzubekommen. Dieser Artikel enthält fünf Schritte für den Einstieg.

So könnte dein Set aussehen (Foto: „MakingOf KTM Quad“ von Stefan Krause, Germany / wikipedia.de)
So könnte dein Set aussehen (Foto: „MakingOf KTM Quad“ von Stefan Krause, Germany / wikipedia.de)

Schritt 1: Wähle ein spannendes Thema

Zunächst brauchst du ein gutes Thema. Die besten Karten hast du natürlich, wenn du eins findest, zu dem es noch kein Video gibt, das aber viele Menschen interessiert. In der Realität ist das jedoch meist leichter gesagt als getan. Dann lohnt es sich manchmal, sich auf ein bestimmtes Detail zu konzentrieren, das in den schon vorhandenen How-to-Videos zu demselben Thema nicht oder nur flüchtig erwähnt wird.

Wenn du beispielsweise ein neues, spezielles Objektiv für digitale Spiegelreflexkameras vertreibst, ist ein How-to-Video mit dem Titel „So benutzt du das neue XY-Objektiv“ nicht unbedingt die stärkste Idee. Viel besser könnte ein Clip mit dem Titel „So gelingen dir mit dem neuen XY-Objektiv traumhafte Porträtaufnahmen“ ankommen. Achte aber unbedingt darauf, dass du auch das notwendige Expertenwissen für dein Thema besitzt. Dein Publikum wird ganz sicher bemerken, wenn die Inhalte deines Videos einfach aus dem Internet zusammengeschustert sind. Ein paar Gedankenstösse, wie du eine Story für dein How-to-Video strickst, findest du hier.

Schritt 2: Verfasse ein Drehbuch

Das spannendste Thema nützt nichts, wenn du den Betrachter mit ärgerlichen Pannen irritierst, mit unnötigen Abschweifungen langweilst oder gar wichtige Schritte auslässt. Deshalb brauchst du selbst für das einfachste How-to-Video ein Drehbuch, das auf den Punkt kommt und in zwanglosem Tonfall verfasst ist. Marketing-Blabla und die ausführliche Vorstellung deiner Firma sollten hier keinen Platz haben. Der Betrachter deines Videos sucht die Lösung für ein bestimmtes Problem – und diese Frage solltest du ohne Umschweife beantworten.

Erkläre alles so, als würdest du mit einem Freund sprechen. In den meisten Fällen reichen zwei bis drei Minuten, denn mit der Videolänge steigt auch die Gefahr, dass du Besucher verlierst. Die Aufmerksamkeitsspanne im Internet ist kurz, und viele Menschen weichen gerade deshalb auf ein How-to-Video aus, weil sie keine Zeit und Muße zum Lesen ausführlicher schriftlicher Anleitungen haben. Denke beim Schreiben daran, dass circa 100 Wörter zu rund einer Minute Video werden (das gilt natürlich nur für Erklärfilme, in denen durchgehend gesprochen wird). Kümmer dich nicht darum, die ganze Sache auswendig zu lernen. Während des eigentlichen Drehs reicht es normalerweise, wenn du pro Einstellung nur ein paar Sätze sprichst (oder auch nur einen Satz). Ein paar hilfreiche Tipps zur Drehbuch-Konzeption kannst du hier nachlesen.

Schritt 3: Drehe die Clips ab

Wenn dein Budget nicht ausreicht, um einen Filmprofi zu buchen, musst du dich selbst um die optimale Beleuchtung der Szene kümmern und dich mit der Dauer der einzelnen Einstellungen auseinandersetzen. Du brauchst nicht unbedingt eine schicke, teure Kamera – für die meisten Zwecke und bei guten Umgebungsbedingungen genügen schon eine normale digitale Spiegelreflexkamera mit Videofunktion oder ein nicht allzu teurer Camcorder sowie ein Stativ.

Außer der Kamera sind Licht und Ton die beiden wichtigsten Faktoren: Hast du zu wenig Licht, kriegst du auch mit der besten Kamera dunkles und körniges Videomaterial. Achte außerdem auf Umgebungsgeräusche – für dich sind sie möglicherweise so alltäglich, dass du sie nicht mehr wahrnimmst, im Video sind sie dann aber deutlich hörbar. Sollte es dir nicht gelingen, die Umgebungsgeräusche zu unterdrücken, kannst du die Audiospur eventuell komplett aus dem Video löschen und sie durch Musik und Untertitel ersetzen – oder durch ein Voiceover, das die Erklärung zum gefilmten Material abgibt. Selbst die einfachsten Videoschnittprogramme geben dir die Möglichkeit, die bestehende Tonspur (mit den Umgebungsgeräuschen) durch eine oder mehrere andere Tonspuren (Musik und/oder Voiceover) zu ersetzen.

Versuch nicht, das ganze Video in einer einzigen Einstellung zu filmen. Für ein gelungenes How-to-Video ist es – wie schon erwähnt – besser, wenn du kurze Szenen aufnimmst und die einzelnen Clips später im Videoschnittprogramm zusammensetzt. Dann hast du auch flexiblere Möglichkeiten, einzelne Szenen gegebenenfalls mehrmals abzudrehen. Und du kannst Pausen einlegen. Wenn du erschöpft bist oder deine Konzentration nachlässt, wird man das deinen Videos nämlich deutlich anmerken. Halte jede Einstellung so lange, dass der Betrachter genau mitbekommt, was vor sich geht. Zu lang(-atmig) geratene Szenen kannst du später im Schnittprogramm kürzen.

Schritt 4: Schneide und teste das Video

Nach dem Abfilmen sämtlicher Szenen öffnest du die einzelnen Clips in einem Videoschnittprogramm. Es gibt zahlreiche kostenlose und kostenpflichtige Varianten. Die meisten basieren auf Projekten – das heißt, dass du einfach die einzelnen Clipdateien nebeneinander anordnest, sodass sie nacheinander abgespielt werden. Jetzt hast du noch die Möglichkeit, beispielsweise Anfang oder Ende der einzelnen Clips wegzuschneiden, sie mit kreativen Übergängen zu versehen oder Zwischentitel einzufügen.

Denk daran, dass kurze Einstellungen, schnelle Schnitte und Übergänge helfen können, das Interesse des Betrachters aufrecht zu erhalten. Untertitel für die einzelnen Erklärschritte wiederum geben dem Nutzer die Möglichkeit, durch das Video zu scrappen und dabei schnell die gewünschten Stellen zu finden. Am besten testest du dein Video anschließend mit möglichst vielen Personen, die nichts oder nur wenig von der Materie verstehen – jede von ihnen muss in der Lage sein, die im Video gezeigten Schritte nachzuvollziehen. Nur wenn das der Fall ist, darfst du dein Werk als gelungen betrachten.

Schritt 5: Klappern gehört zum Handwerk

Das beste Video der Welt bringt nichts, wenn niemand es sich anguckt. Um ein möglichst großes Publikum zu erreichen, muss der Clip für Google auffindbar sein. Dazu gehören die richtigen Keywords-Tags sowie eine (eventuell gestraffte) Textversion, die auf derselben Seite verfügbar ist.

Plattformen wie YouTube und Vimeo bieten dir die Möglichkeit, Videos einzubetten, damit sie leichter geteilt werden können: Auf YouTube klickst du dazu auf den Link „Teilen“ und dann auf „Einbetten“. Den im erweiterten Feld angezeigten Code kannst du jetzt kopieren und in deine Webseite einfügen. Schließlich solltest du auch einen Facebook-Like-Button hinzu nicht vergessen, damit die Betrachter dein Video mit ihren Freunden teilen können.

Habt ihr schon ein Video produziert? Teilt es mit uns – hier als Kommentar.

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Von Isolde Kommer

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netzaktiv.de-Redaktion
Stripe: Payment-Anbieter akzeptiert jetzt Bitcoins http://t3n.de/news/stripe-bitcoin-594974/ 2015-02-20T06:30:05Z
Bitcoins sind weiter auf dem Vormarsch: Jetzt hat der bei kleinen Online-Händlern beliebte US-Payment-Anbieter Stripe die digitale Kryptowährung in sein umfassendes Portfolio an Zahlungsmethoden …

Bitcoins sind weiter auf dem Vormarsch: Jetzt hat der bei kleinen Online-Händlern beliebte US-Payment-Anbieter Stripe die digitale Kryptowährung in sein umfassendes Portfolio an Zahlungsmethoden aufgenommen.

Stripe lässt Online-Händler mit Bitcoins abrechnen

Mit der Möglichkeit, bequem eine kreditkartengestützte Zahlungsfunktion ohne Grundgebühr und zusätzliche Verträge zu integrieren, hat sich Stripe inzwischen auch in Deutschland einen Namen unter Online-Händlern gemacht. Von heute an akzeptiert der US-Payment-Anbieter nach einjähriger Testphase auch Bitcoins und nährt die Hoffnungen auf einen weiteren Durchbruch der digitalen Kryptowährung.

Stripe verspricht Konfiguration in wenigen Minuten

Der US-Payment-Anbieter Stripe akzeptiert jetzt Bitcoin. (Screenshot: t3n)
Der US-Payment-Anbieter Stripe akzeptiert jetzt Bitcoins. (Screenshot: t3n)

Zunächst sollen Online-Händler mit einem US-Bankkonto so von mehr Flexibilität bei der Abwicklung von Zahlungen profitieren. „Wir freuen uns, Händlern über lediglich eine Zeile zusätzlichen Code die Unterstützung von Bitcoin anbieten zu können“, teilte Stripe-Mitgründer John Collison mit. In der Tat soll die Implementierung des Bitcoin-Protokolls mithilfe von Stripe vergleichsweise einfach und binnen weniger Minuten möglich sein.

Stripe zwackt sich anteilig 0,5 Prozent an jeder erfolgreichen Bitcoin-Transaktion als Gebühr ab. Durchgeführte Zahlungen werden in der Abrechnung in einer Übersicht mit Kreditkartenzahlungen zusammengefasst. Bislang sehen sich viele Online-Händler häufig noch mit Schwierigkeiten bei der Umrechnung und Gutschrift von abgewickelten Bitcoin-Zahlungen konfrontiert. Stripe ermittelt den Bitcoin-Gegenwert zu Dollar-Beträgen automatisch und überweist Händlern ihr Geld auch in Dollar. Mit der Akzeptanz von Bitcoin erweitert Stripe sein Portfolio an Zahlungsmethoden, nachdem man zuletzt auch Apple Pay integrierte.

Wann Online-Händler eine Bezahlung mit der Kryptowährung auch für Transaktionen in Euro anbieten können, ist noch nicht bekannt. Stripe wollte sich auf Nachfrage nicht zu den Plänen äußern.

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Daniel Hüfner
Verbraucherzentrale: Saturn unterbietet eigene Online-Shop-Preise bei eBay http://t3n.de/news/verbraucherzentrale-saturn-594969/ 2015-02-20T05:47:08Z
Besondere Verkaufspraktiken haben Tester der Verbraucherzentrale NRW bei einer Stichprobe entdeckt: Bei eBay liefern sich zahlreiche Saturn-Filialen offenbar einen Preiskampf – bis zu 250 Euro …

Besondere Verkaufspraktiken haben Tester der Verbraucherzentrale NRW bei einer Stichprobe entdeckt: Bei eBay liefern sich zahlreiche Saturn-Filialen offenbar einen Preiskampf – bis zu 250 Euro können Verbraucher sparen.

Saturn versus Saturn auf eBay

Die Verbraucherzentrale NRW hat den sogenannten „Saturn-Outlet“ auf eBay unter die Lupe genommen und dabei Erstaunliches entdeckt. Denn dort sollen den Testern zufolge rund 120 rechtlich unabhängige Märkte mit Kampfpreisen um Kunden buhlen. Statt Ausstellungsstücken und Restgeräten gebe es dort vielfach Neuware, im Schnitt um 30 Euro günstiger als im Online-Shop des Mutterhauses.

Im Saturn-Outlet bei eBay können Verbraucher sparen. (Screenshot: ebay.de/saturn)
Im Saturn-Outlet bei eBay können Verbraucher sparen. (Screenshot: ebay.de/saturn)

Das Smartphone Alcatel Pop C7 etwa war bei der Stichprobe auf eBay bei gleich vier Saturn-Märkten günstiger als bei Saturn.de. Ein Markt unterbot die eigene Konzernmutter bei einem „neuen“ Modell um 14 Prozent. Die größte Ersparnis gab es demnach bei einem Kaffeeautomat von Melitta, bei dem via eBay um bis zu 250 Euro weniger gezahlt werden musste als auf dem Hausshop.

Versandkosten sparen im eBay-Outlet von Saturn

Auch bei den Versandkosten können kräftige Einsparungen erzielt werden. Auf eBay werden laut Verbraucherzentrale etwa beim Kauf eines Fernsehgeräts rund fünf Euro Versandkosten fällig, manchmal wird hier auch mit Gratisversand gelockt. Bei Saturn.de müssen Verbraucher laut der Stichprobe hingegen „gerne 35 Euro für die Zustellung“ von TV-Geräten bezahlen.

Darüber hinaus fanden sich offenbar einige Produkte exklusiv im eBay-Outlet. Wird man nicht fündig, kann man sich per Telefon oder E-Mail mit dem Support in Verbindung setzen. Im Test wurden so auf Anfrage Fernsehgeräte ins eBay-Sortiment aufgenommen – dadurch hätte man dann 30 oder gar 35 Euro bei den Versandkosten sparen können.

via stadt-bremerhaven.de

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Jörn Brien
Konversionskiller Ladezeit: Studie zeigt starke Absprungraten in Onlineshops http://t3n.de/news/wahre-konversionskiller-lange-594340/ 2015-02-17T14:12:38Z
Eine aktuelle Studie zeigt die Brisanz des Themas „Ladegeschwindigkeit“ auf. Onlinehändler können es sich mit dem Konversionskiller Ladezeit ziemlich schnell und dauerhaft mit ihrer Kundschaft …

Eine aktuelle Studie zeigt die Brisanz des Themas „Ladegeschwindigkeit“ auf. Onlinehändler können es sich mit dem Konversionskiller Ladezeit ziemlich schnell und dauerhaft mit ihrer Kundschaft verderben.

Konversionskiller Ladezeit: 3 Sekunden, länger warten Kunden nicht

Die Ladegeschwindigkeit eines Onlineshops darf in Deutschland nicht über drei Sekunden liegen, sonst springt schon ein Drittel der Kunden wieder ab – so die Erkenntnis einer aktuellen Verbraucherbefragung. Die Erkenntnis ist nicht neu, wird aber auch nicht unwichtiger: Der König Kunde hat absolut keine Geduld. Vor der Optimierung der Konversionsrate sollten Onlinehändler also dafür sorgen, dass er wenigstens so lange bleibt, dass überhaupt noch ein Grund besteht, sich Sorgen über die Konversion zu machen.

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Konversionskiller Ladezeit: Bei Onlinekunden ist Ungeduld tonangebend. (Foto: © DDRockstar - Fotolia.com)

Die Geduld der Kunden bei Ladezeiten variiert offensichtlich von Land zu Land. In Deutschland nennt die Studie „2015 Report: Global Consumer Online Shopping Expectations“ mehrere Schwellenwerte, wie der Branchendienst etailment berichtet: Das erste Drittel der Kunden verlieren Onlinehändler bei einer Ladezeit über drei Sekunden, etwa ein weiteres Drittel springt bis zu einer Ladezeit von fünf Sekunden ab, denn nur 32 Prozent der befragten deutschen Onlinekunden waren laut Befragung bereit, länger als fünf Sekunden zu warten.

Die Studie des Performance-Spezialisten Dyn beleuchtet auch einen möglichen zweiten Einkaufsversuch des Kunden; Mit der Erkentnis, dass in Deutschland eine gewisse Anzahl von Kunden einem weiteren Versuch nicht abgeneigt sei. Der Begleittext zur Studie und die Studie selbst bringen hier allerdings verwirrenderweise zwei Zahlen ins Spiel: einmal 48 Prozent und einmal 80 Prozent. Bis eine laufende Anfrage vom Studien-Herausgeber beantwortet wurde, interpretiere ich die Zahlen wie folgt: Nur rund 48 Prozent der deutschen Kunden würden später erneut versuchen, den Einkauf abzuschließen. Noch dramatischer: Die einmal abgesprungenen Kunden sind zum überwiegenden Teil komplett verloren. Denn etwa 20 Prozent der Befragten würde dem jeweiligen Onlineshop generell keine zweite Chance mehr einräumen.

Update vom 17. Februar 2015: Die oben genannte Interpretation ist zutreffend. Der Herausgeber der Studie, Dyn, erklärte gegenüber etailment die beiden verschiedenen Zahlen durch die jeweilige Fragestellung:

  1. „Würden Sie einer Internetseite, auf der sie normalerweise nicht kaufen, eine zweite Chance geben, wenn zeitweilig nicht erreichbar oder langsam ist?“ Die Frage konnten 82,35 Prozent bejaen und 17,65 Prozent verneinen.
  2. „Was tun Sie im Regelfall, wenn sie etwas online kaufen möchten und die Internetseite langsam ist?“ Auf diese Frage wiederum antworteten 48,04 Prozent mit „Später nochmals versuchen“.

Die Studie mit den Erkenntnissen zum Konversionskiller Ladezeit behandelt noch weitere Aspekte bezüglich der Erwartungen den Onlinekunden. Unter anderem wünschen sich Kunden ein konsistentes Nutzererlebnis in allen Kanälen und ein schnelleres Auffinden von gewünschten Produkten.

Nichts Neues, aber deshalb nicht weniger dringlich: Kunden sind ungeduldig

Die Ungeduld ist allerdings nichts Neues, verschiedene Studien haben sich im Laufe der Jahre mit dem Thema beschäftigt, deren Zahlen deutlich zeigen, dass die Toleranz gegenüber langsam ladenden Onlineshops im Laufe der Jahre gesunken ist. Im Jahr 2010 vermeldete Akamai noch global rund 57 Prozent wartewillige Kunden, Dyn geht jetzt global nur noch von rund 35 Prozent aus. Je nach Studie mögen die Zahlen variieren, aber klar ist, dass Kunden langsame Onlineshops immer weniger tolerieren und unter Umständen den Anbieter gleich ganz aus dem Gedächtnis streichen.

Die Entscheidung des Kunden, ob er in diesem Onlineshop etwas einkauft oder nicht, fällt sowieso schon fast binnen eines Sekundenbruchteils. Ein Blick und der Kunde entscheidet, ob der Eindruck des Shops Vertrauen vermittelt oder nicht, wie Usability-Experte Johannes Altmann neulich sinngemäß auf dem „Best-in-eCommerce-Event“ in München erklärte. Die ersten Sekunden sind also entscheidend – ist der Onlineshop aber nicht in unter drei Sekunden geladen, brauchen sich Onlinehändler über einen schlechten Eindruck keine Sorgen mehr machen: Der Kunde ist dann schon bei der Konkurrenz.

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Jochen G. Fuchs
Energielabel sind jetzt Pflicht: Diese 4 Tipps müssen Onlinehändler beachten http://t3n.de/news/energielabel-tipps-onlinehaendler-593581/ 2015-02-15T11:18:58Z
Das neue Jahr hat einiges an Arbeit für Onlinehändler mit sich gebracht. Zumindest für diejenigen, die energieintensive Elektrogeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke oder neuerdings auch …

Das neue Jahr hat einiges an Arbeit für Onlinehändler mit sich gebracht. Zumindest für diejenigen, die energieintensive Elektrogeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke oder neuerdings auch Staubsauger verkaufen: Das Energielabel ist Pflicht.

Seit 1. Januar 2015 ist die Anzeige von Energielabeln auch beim Verkauf über das Internet Pflicht. Wir haben uns die Vorgaben der EU-Kommission und die bisherige Umsetzung im Netz mal näher angeschaut. Und haben uns außerdem die Frage gestellt, wie viel Sinn die neue Verordnung macht.

Die Energielabel-Pflicht für Onlineshops

(Quelle: Europäische Kommission)
So sieht ein Energielabel aus (Grafik: Europäische Kommission)

Dass der Stromverbrauch eines Haushaltsgeräts ein zentraler Faktor für die Kaufentscheidung ist, ist nicht neu, und ist auch sehr begrüßenswert. Denn schließlich sollte uns das Sparen von Energie allen ein Anliegen sein, wenn wir und unsere Kinder es noch eine Weile auf dieser Erde aushalten wollen. Und selbst wenn man es rein monetär betrachtet: Ein billiges Gerät, das viel Strom verbraucht, kommt den Verbraucher über seine gesamte Einsatzdauer gerechnet häufig teurer zu stehen als ein hochwertiges Gerät mit geringerem Stromverbrauch.

Dass Kaufinteressierte mehr über den Energieverbrauch einzelner Waschmaschinen, Trockner, Kühlschränke, Lampen oder Staubsauger erfahren sollen, ist also durchaus richtig und wichtig. Die Auszeichnung anhand eines standardisierten Energielabels war für Hersteller und für Händler im stationären Handel schon lange Pflicht, im Internet genügte bislang die Angabe von Einzelangaben, unter anderem der Energieeffizienzklasse.

Seit dem 1. Januar ist das anders. Denn nun müssen Hersteller ihre neuen Produkte nicht mehr nur mit den entsprechenden Aufklebern und Etiketten für den stationären Handel ausstatten, sondern ihren Händlern die grafisch aufbereiteten Label auch in digitaler Version zur Verfügung stellen – damit diese es in ihrem Online-Shop als digitales Bild anzeigen können.

Wie so oft hat die EU es mal wieder nicht bei der generellen Informationspflicht belassen, sondern ziemlich detaillierte Vorgaben gemacht. Die finden sich in der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 518/2014 der Kommission vom 5. März 2014 und sehen nach einigem an Anpassung für die betroffenen Händler aus.

Die Umsetzung des Energielabels

1. Platzierung

So muss das Energielabel nicht einfach irgendwo, sondern „in der Nähe des Produktpreises“ dargestellt werden. Da selbst den EU-Entscheidern wohl klar war, dass das in der Praxis ziemlich schwierig sein dürfte, darf das Etikett auch „mit Hilfe einer geschachtelten Anzeige“ – also über einen weiteren Klick – dargestellt werden.

2. Aussehen

Auch für die Gestaltung dieser „geschachtelten Anzeige“ gibt es aber strikte Vorgaben. Das als Vorschau verwendete Bild muss „ein Pfeil in der Farbe der Energieeffizienzklasse des Produkts auf dem Etikett“ sein, „auf dem Pfeil die Energieeffizienzklasse des Produkts in Weiß in einer Schriftgröße, die der des Preises entspricht, enthalten“ und außerdem einem in der Verordnung abgebildeten konkreten Format entsprechen:

In diesem Format müssen die Vorschaltbilder bei einer "geschachtelten" Anzeige laut Verordnung gestaltet sein.
In diesem Format müssen die Vorschaltbilder bei einer „geschachtelten“ Anzeige laut Verordnung gestaltet sein.

Nicht zuletzt muss es mit einem digitalen Bild des vollständigen Energielabels verlinkt sein.

3. Barrierefreiheit

Für den Fall, dass das Etikett nicht angezeigt werden kann, ist außerdem ein alternativer Text einzufügen – eine Maßnahme, die sich im Sinne eines barrierefreien Webdesigns von selbst verstehen sollte.

4. Produktdatenblatt

Ähnliche Vorgaben macht die EU-Verordnung übrigens für Produktdatenblätter, die die Hersteller ebenfalls in digitaler Form zur Verfügung stellen sollen.

Informationspflicht: So sehen Energielabel in der Praxis aus

So weit, so gut. Und wie sieht die Umsetzung bislang in der Praxis aus? Wir haben eine ganze Weile suchen müssen, bis wir Shops gefunden haben, die die neuen Vorgaben tatsächlich schon in die Praxis umsetzen. Was wohl zum Teil daran liegen mag, dass sie – wenn man die Formulierung in der Verordnung näher unter die Lupe nimmt – auch nur für solche Produkte verpflichtend ist, die „ab dem 01. Januar 2015 mit einer neuen Modellkennung in Verkehr gebracht“ werden. Für ältere Modelle gilt also weiterhin die alte Regelung.

Auch wenn man nicht direkt mit der Nase darauf stößt: Es gibt sie schon, die umgesetzte Form der neuen Energielabel-Verordnung. Zum Beispiel bei expert.de. Dort werden, in die Produktabbildungen integriert und dennoch in relativer Nähe zum Preis, Pfeile mit der jeweiligen Energieeffizienzklasse angezeigt. Beim Mouse-Over erscheint direkt das vollständige Energielabel, beim Klick wird dieses in einem neuen Tab vergrößert angezeigt. Und auch das Produktdatenblatt des Herstellers wird direkt oberhalb des Preises verlinkt.

Vom Pfeil zum Label - die Umsetzung der Energielabel-Verordnung bei expert.de (Screenshot: expert.de)
Vom Pfeil zum Label - die Umsetzung der Energielabel-Verordnung bei expert.de (Screenshot: expert.de)

Was machen die Plattformen?

Im eigenen Shop sind Händler ja immerhin noch selber dafür verantwortlich, wie sie mit den neuen Vorgaben umgehen. Wie so oft stellt sich bei solchen neuen Anforderungen aber immer auch die Frage: Wie wird damit auf den großen Plattformen umgegangen? Bei amazon.de scheint vorerst eine Lösung gefunden: Hier wird bei entsprechenden Produkten unterhalb des Produktbildes ein Pfeil in vorgeschriebenem Layout angezeigt, daneben finden sich Links zum „Energielabel“ und zum „Produktdatenblatt“, die die entsprechenden Dokumente bei Klick in einem neuen Layer öffnen. Ob die Positionierung unterhalb des Produktblattes noch unter „in der Nähe des Produktpreises“ fällt, darüber werden sich vermutlich in Kürze die Anwälte die Köpfe zerbrechen – je nach Monitorgröße dürften die Links lange nicht immer „über dem Falz“ platziert sein.

Ebay dagegen scheint derzeit noch keine Lösung gefunden zu haben – analoge Angebote zeigen sich zumindest noch ohne entsprechende Ergänzung im zentralen Preis- und Infobereich. Einzelne Händler versuchen möglichen Negativfolgen offenbar dadurch zu begegnen, dass sie im von ihnen selbst gestaltbaren Produktbeschreibungsbereich die Preisangabe prominent wiederholen und mit den geforderten Infos zu Energielabel und Produktdatenblatt ergänzen.

Energielabel: Und was bringt’s?

Erst einmal jede Menge Arbeit und neuen Nervenstress für betroffene Onlinehändler. Aber natürlich auch mehr Transparenz und Informationen für Verbraucher. Wobei: Die Informationen zu Energieeffizienzklasse, jährlichem Energieverbrauch, Wasserverbrauch und anderen, je nach Gerät unterschiedlichen, energierelevanten Werten waren auch vorher schon verpflichtende Angaben in jedem Verkaufskanal – auch im Internet.

Neu ist genau genommen nur die Verpackung: Die Infos müssen jetzt eben auch in grafischer Form und vor allem an einer bestimmten Stelle angezeigt werden. Besonders letzteres gehört zu diesen Kriterien, die Shopbetreibern schlaflose Nächte bereiten können, ohne wirklich einen nachvollziehbaren Nutzen für den Kunden zu bringen. Denn wer kauft schon eine Waschmaschine, ohne sich die Produktbeschreibung in Ruhe anzuschauen? Kann einem Kaufinteressenten nicht zugemutet werden, einmal nach unten zu scrollen, um sämtliche Informationen gesammelt und im Detail abzurufen?

Und ob die grafisch verklausulierten Informationen der Energielabels wirklich benutzerfreundlicher und verständlicher sind als die Klartextangaben? Man darf es bezweifeln. Die diversen Wölkchen und Flecken auf den Staubsauger-Labels habe ich jedenfalls erst begriffen, als ich mir die Klartextinformationen im Produktdatenblatt dazu durchgelesen habe...

Bei diesem Artikel handelt es sich nur um Tipps, er ersetzt keine juristische Beratung. Falls ihr von den Änderungen der Energielabel betroffen seid, befragt bitte euren Anwalt!

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Von Dr. Katja Flinzner

Ursprünglich publiziert bei netzaktiv.de.

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