Online-Shop | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Online-Shop 2015-01-26T09:02:29Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/online-shop Marktüberblick E-Commerce in Europa: Wachstumsmärkte http://t3n.de/news/e-commerce-europa-582337/ 2015-01-26T09:02:29Z
Ihr wollt mit eurem Shop auch über die Landesgrenzen hinaus verkaufen? Dann ist Wissen über eure Zielmärkte angesagt. Heute geht es in unserem Überblick um die E-Commerce-Märkte in Europa, die …

Ihr wollt mit eurem Shop auch über die Landesgrenzen hinaus verkaufen? Dann ist Wissen über eure Zielmärkte angesagt. Heute geht es in unserem Überblick um die E-Commerce-Märkte in Europa, die trotz großen Nachholbedarfs durchaus interessant sind und zum Teil mit großen Wachstumsraten punkten können. Wir haben euch im ersten Teil unserer Serie „Marktüberblick E-Commerce in Europa“ bereits die wichtigsten Zahlen und Fakten zu den europäischen Vorreiter-Märkten zusammengefasst, im letzten Teil geht es um die Wachstumsmärkte. Die langsamste Entwicklung hat der E-Commerce bislang in Süd- und Osteuropa hingelegt. Dort kommen alle Länder zusammen noch lange nicht an den Online-Umsatz von Vorreiter Großbritannien heran. Unschlagbar sind die dortigen Märkte jedoch in Sachen Wachstum, denn wo noch viel Nachholbedarf ist, versteckt sich auch noch so einiges an Potenzial.

E-Commerce in Europa: Spanien

Als Spitzenreiter im südeuropäischen Markt bringt es Spanien aktuell auf einen jährlichen E-Commerce-Umsatz von 14 Milliarden Euro. Mit einer Internet-Versorgungsrate von 72,7 Prozent kommt der spanische Markt einer E-Commerce-Studie der „Cross-Border Ecommerce Community“ (CBEC) zufolge auf 16,4 Millionen Online-Shopper.

Die Nutzung internetfähiger mobiler Geräte ist in Spanien sehr weit verbreitet: 66 Prozent aller Spanier verfügen über ein Smartphone, immerhin 23,3 Prozent über ein Tablet. Nahezu alle Geräte laufen auf einem Android-Betriebssystem (91 Prozent). In Sachen Tablet liegt Spanien damit nur ganz knapp hinter Deutschland auf Rang drei in Europa. Der Umsatz im mobil erwirtschafteten e-commerce verpasste 2013 knapp die 1 Milliarden-Euro-Grenze.

Kredit- und Debitkarten sind in Spanien die beliebtesten Zahlungsarten im beim Online-Einkauf: Etwa 45 Prozent aller Zahlungen, so eine Studie von Payvision, werden darüber abgewickelt. Platz zwei belegt PayPal mit 18 Prozent.

Über 1 Milliarde Euro erwirtschafteten jeweils die Branchen Kleidung/Schuhe und Lebensmittel, abgeschlagen auf Rang drei folgt mit knapp 800 Millionen Euro Umsatz der Sektor Medien, gefolgt von Unterhaltungselektronik und Spiele-Hardware.

Der Anteil der grenzüberschreitenden Online-Transaktionen ist in Spanien recht hoch, interessanterweise sind allen Sprachgemeinsamkeiten zum Trotz die lateinamerikanischen Länder nicht unter den Top-3-Handelspartnern im E-Commerce.

Übrigens: Die anhaltende Wirtschaftskrise hat Spanien zwar nach wie vor im Griff – der E-Commerce ist aber aktuell der einzige Wachstumssektor des Landes.

E-Commerce in Europa: Italien

Etwa 37,5 Millionen Italiener haben einen Internet-Zugang – das sind gerade mal 61 Prozent. Damit bewegt Italien sich eher auf dem Niveau der durchschnittlich schlechter vernetzten osteuropäischen Länder – in Südeuropa hat nur noch die Türkei eine schlechtere Quote. In Sachen Umsatz hat Italien allerdings wieder die Nase vorn und belegt mit online getätigten Verkäufen im Wert von etwas mehr als elf Milliarden Euro nach Spanien den zweiten Rang in Südeuropa.

Angesichts der mäßigen Internet-Verbreitung ist es kein Wunder, dass der Mobile-Commerce in Italien boomt. Knapp zwei Drittel aller Handy-Besitzer hatten 2013 Zugriff auf ein Smartphone, das entspricht einem Wachstum von 23,5 Prozent. Und die mobil erwirtschafteten Umsätze stiegen sogar um 37 Prozent.

Wenn es ums Bezahlen geht, kommt man in Italien an einer Lokalisierung nicht vorbei: Drei Viertel aller Zahlungen laufen über Kredit-/Debitkarte und ohne die CartaSì geht hier gar nichts.

Und was kaufen die Italiener am liebsten im Netz? Auf Rang eins der Onlinebranchen stehen die Themen Tourismus und Verkehr. Die am häufigsten verkauften Produkte sind, wie so oft, Elektrogeräte und Kleidung.

E-Commerce in Europa: Russland

Russland war 2013 der am stärksten wachsende E-Commerce-Markt Europas: Um satte 50,5 Prozent konnte er Ecommerce Europe zufolge zulegen. Etwa 59 Prozent der erwachsenen Russen hatten zu Beginn des Jahre 2014 einen Internetzugang, 2013 gab es 30 Millionen russische Onlineshopper.

Tablets und Smartphones sind im Vergleich zu anderen europäischen Märkten noch verhältnismäßig wenig verbreitet (14 beziehungsweise 29 Prozent), die Verbreitung steigt aber auch hier. Der mobil erwirtschaftete Umsatz lag 2013 bei 800 Millionen Euro.

In Sachen Payment legt Russland einen Sonderweg vor: Nach dem Motto „Nur Bares ist Wahres.“ zahlen 69 Prozent der Online-Shopper ihre Bestellungen bar. Logistisch kein Problem, da Bestellungen seltener nach Hause, sondern meist an eine Abholstation geliefert werden, in der dann auch die Zahlung erfolgt.

Besonders gerne kaufen die russischen Online-Shopper Consumer Electronics, Spielzeug und Mode im Netz, auch Lebensmittel werden immer häufiger online bestellt.

E-Commerce in Europa: Polen

Unser Nachbarland im Osten gehört ebenfalls zu den am schnellsten wachsenden E-Commerce-Märkten Europas: bei 24 Prozent lag das Wachstum im Jahr 2013. Derzeit liegt der Anteil der Online-Shopper an der Gesamtbevölkerung bei cirka 30 Prozent - das sind mehr als in Spanien oder Italien. Insgesamt kaufen 12,6 Millionen Polen online ein.

Etwa 30 Prozent der polnischen Bevölkerung verfügen über ein Smartphone, ca. 14 Prozent über ein Tablet. Im Mobile Commerce wurden im Jahr 2013 rund 255 Millionen Euro umgesetzt.

Auch in Polen wird Barzahlung bevorzugt: 45 Prozent der Online-Käufe werden über Nachnahme abgewickelt. Zweithäufigste Zahlungsweise ist die Direktüberweisung (35 Prozent). Lediglich 10 Prozent aller Transaktionen laufen über Kreditkartenzahlung.

Das stärkste Wachstum legte in den vergangenen Jahren der Sektor der Haushaltsgeräte hin, gefolgt von Haus und Garten, Kleidung und Medien.

Grenzenlose Chancen für den E-Commerce in Europa . (Foto: pixabay.com)
Grenzenlose Chancen für den E-Commerce in Europa . (Foto: pixabay.com)

E-Commerce in Europa: Grenzenlose Chancen

Jede Menge Potenzial also alleine in Europa, das sich mit der entsprechenden Vorbereitung sicherlich anzugehen lohnt. Über besonders herausfordernde Märkte und über Wachstumstreiber außerhalb Europas erzählen wir euch gerne später mehr, denn die Chancen des Cross-Border-E-Commerce machen an den Grenzen Europas ja keineswegs halt.

Ihr habt Blut geleckt und braucht mehr Infos? Noch mehr Zahlen und Fakten findet ihr zum Beispiel bei Ecommerce Europe, Payvision und The Paypers.

Ansonsten gibt es im Shop-Kompendium noch ein paar hilfreiche Kapitel, worauf es beim Auslandshandel ankommt.

Anmerkung der Redaktion: Die Zahlen des Verbandes „E-Commerce Europe“ beinhalten sämtliche digitalen Umsätze, also Handelswaren ebenso wie Services (Downloads, Ticketing und ähnliches).

Mehr E-Commerce-News auf netzaktiv.de

Von Dr. Katja Flinzner

Ursprünglich publiziert bei netzaktiv.de.

]]>
netzaktiv.de-Redaktion
Warenkorb-Erinnerungen: Wettbewerbszentrale hält Bestellabbrecher-Mails für unzulässig http://t3n.de/news/wettbewerbszentrale-warenkorb-erinnerungen-590072/ 2015-01-23T13:05:02Z
Online-Händler, die E-Mails an Bestellabbrecher schicken, wandeln auf dünnem Eis. Die Wettbewerbszentrale weist daraufhin, dass Warenkorb-Erinnerungen „wettbewerbsrechtlich unzulässig und …

Online-Händler, die E-Mails an Bestellabbrecher schicken, wandeln auf dünnem Eis. Die Wettbewerbszentrale weist daraufhin, dass Warenkorb-Erinnerungen „wettbewerbsrechtlich unzulässig und datenschutzrechtlich mehr als bedenklich“ sind.

Wettbewerbszentrale äußert wettbewerbs- und datenschutzrechtliche Bedenken

Wenn sich ein Kunde in einem umschaut und den Bestellvorgang startet, etwa, indem er Produkte in den virtuellen Warenkorb legt und seine Daten eingibt, die Bestellung aber nicht abschließt, darf er nicht ohne Weiteres per E-Mail kontaktiert werden, wie jetzt die Wettbewerbszentrale mitteilt.

Die Wettbewerbszentrale sei bereits mehrfach mit solchen Fällen konfrontiert worden. Die Betreffzeilen würden dann so oder so ähnlich lauten: „Ihre Bestellung bei (...) wurde unterbrochen“ oder „Warenkorb-Erinnerung: Ihre Wein-Auswahl“. Teilweise wurden die sogenannten Erinnerungen auch an Nutzer verschickt, die noch kein Kundenkonto angelegt hatten.

online marktplatz
Warenkorberinnerungen durch Online-Shop-Betreiber laut Wettbewerbszentrale unzulässig. (Bild: © rdnzl - Fotolia.com)

Hat der Verbraucher zuvor keine Einwilligung erteilt, liegt laut Wettbewerbszentrale in wettbewerbsrechtlicher Hinsicht „ein Fall der unzulässigen und belästigenden E-Mail-Werbung vor“ (§ 7 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 3 UWG). Der Shop-Betreiber sei an die Daten weder durch einen abgeschlossenen Verkauf gelangt, noch hätten die betroffenen Nutzer eine Einwilligung zur Verarbeitung und Nutzung der E-Mail erklärt. Auch Datenschutzbedenken wurden geäußert.

Wettbewerbszentrale geht gegen unzulässige E-Mail-Werbung vor

Die Wettbewerbszentrale ist nach eigenen Angaben in den entsprechenden Fällen bereits wegen unzulässiger E-Mail-Werbung eingeschritten. Die betreffenden Unternehmen haben sich demnach zur Unterlassung verpflichtet.

Zu einem ähnlichen Urteil kamen Martin Rätze und Lars Klatte im Shopbetreiber-Blog bereits im Sommer 2013. Das damalige Fazit in Sachen Bestellabbrecher-Mails, das nun auch von der Wettbewerbszentrale bestätigt wird: „Der Versand von Bestellabbrecher-Mails ist sowohl aus datenschutz- wie auch wettbewerbsrechtlicher Sicht unzulässig, sofern der Besucher des Shops nicht seine ausdrückliche Einwilligung hierzu erteilt.“

]]>
Jörn Brien
Kaufabbrüche verhindern – mit dem richtigen Online-Bezahlsystem für deinen Shop [Sponsored Post] http://t3n.de/news/payment-service-provider-online-bezahlsystem-589216/ 2015-01-21T09:30:33Z
Online-Händler dürfen eines nie vergessen: Ihre Kunden vertrauen ihnen blind. Denn Blickkontakte gibt es keine im E-Commerce. Zahlungen müssen deshalb schnell, sicher und zuverlässig abgewickelt …

Online-Händler dürfen eines nie vergessen: Ihre Kunden vertrauen ihnen blind. Denn Blickkontakte gibt es keine im E-Commerce. Zahlungen müssen deshalb schnell, sicher und zuverlässig abgewickelt werden. Am besten über ein professionelles Bezahlsystem, über das du die beliebtesten Payment-Verfahren in deinem Shop akzeptieren kannst.

Schlüsselkriterium für den Erfolg deines Webshops ist die passende Auswahl der Bezahlverfahren. Der brandneue E-Commerce Benchmark Report von Payment-Service-Provider Sage Pay bestätigt: 72 Prozent der befragten Online-Shopper brechen einen Einkauf ab, wenn das von ihnen bevorzugte Bezahlverfahren nicht angeboten wird. 38 Prozent der befragten Händler bestätigen, dass ihr Shop ohne Rechnungskauf nicht überleben würde, gefolgt von PayPal und Kreditkarte.

Vertrauen haben Online-Shopper also nur zu Bezahlverfahren, die sie bereits kennen. Kreditkarten sind da eine gute Wahl und nicht umsonst das weltweit beliebteste Bezahlverfahren im Online-Handel.

Payment Service Provider_sagepay-gute-Karten-300dpi-Final-2

Welche Vorteile bietet Dir als Händler die Akzeptanz von Kreditkarten?

  • Du gewinnst neue Kundenpotenziale, auch aus dem Ausland
  • Du reduzierst Kaufabbrüche, da viele Endkunden gern mit Kreditkarte zahlen – auch um Punkte für Bonusprogramme zu sammeln
  • Du hast höhere Umsatzchancen, da Kreditkarteninhaber nachweislich mehr Geld ausgeben
  • Du profitierst von weniger Rückbelastungen und mehr Sicherheit durch den Einsatz passender Tools (3D Secure, CV2, PCI DSS)

Das Profi-Paket für t3n-Leser: Umfassende Leistung zu Top-Konditionen

Wer den passenden Payment Service Provider an seiner Seite hat, macht es seinen Kunden besonders einfach, Zahlungen per Visa oder MasterCard oder andere ePayment-Verfahren wie PayPal, Sofortüberweisung oder giropay schnell und sicher abzuwickeln.

Das Sage Pay Profi-Paket bietet Neukunden für nur 30 Euro monatlich ein Online-Bezahlsystem inklusive:

  • 350 Frei-Transaktionen pro Monat
  • Keine Einrichtungsgebühr
  • Keine Mindestservicegebühr für Kreditkartenakzeptanz
  • Kreditkarten-Disagio für 2,75 Prozent (anstelle der regulären 2,99 Prozent)
  • Tägliche Auszahlung der verarbeiteten Kreditkarten-Transaktionen
  • Gratis-Betrugspräventionstools
  • Individuell zu gestaltende Bezahlseiten
  • Akzeptanz von Zahlungen per Telefon oder E-Mail (MOTO)
  • 350 Token für vereinfachten und sicheren Checkout
  • Und vieles mehr

Zu haben ist dieses Profi-Paket bis 30. April 2015. Und auch für E-Commerce-Neulinge gibts ein attraktives Einsteiger-Angebot.

Unverbindliches Angebot anfordern

Was erfolgreiche Webshops von der Masse der Angebote abhebt, erfährst du im aktuellen Sage Pay E-Commerce Benchmark Report. Außerdem findest du Antworten auf die Fragen: Wie lassen sich Umsätze steigern? Welche Marketingmaßnahmen sind die überzeugendsten? Wie lässt sich der Checkout vereinfachen? Die Studie kannst du hier kostenlos herunterladen.

Payment Service Provider Inhaltsbild Benchmark Cover

]]>
t3n Redaktion
Kredite für Selbständige ohne Bank: P2P-Anbieter Lendico öffnet sich http://t3n.de/news/lendico-kredite-selbstaendige-589397/ 2015-01-20T14:04:05Z
Für die schwierige Kreditvergabe an Selbständige und Existenzgründer bietet Lendico seit neuestem eine Alternative. Auch Onlinehändler können von der Mikrokreditvergabe profitieren.

Für die schwierige Kreditvergabe an Selbständige und Existenzgründer bietet Lendico seit neuestem eine Alternative. Auch Onlinehändler können von der Mikrokreditvergabe profitieren. Das Fintech-Startup Lendico hat bisher Kredite zwischen Privatpersonen vermittelt. Jetzt hat Lendico angekündigt auch Selbständigen Kredite zwischen 1.000 und 50.000 Euro zu vermitteln. Ein Kreditrahmen, der in dieser Höhe in Deutschland für Selbständige bei Banken kaum oder nur unter großen Schwierigkeiten verfügbar ist.

lendico-kredite-selbstaendige
Lendico will Mikrokredite an Slebständige vermitteln. (Screenshot: Lendico)

Lendico kündigt Kreditvergabe für Selbständige an

Bisher hat Lendico nur Peer-to-Peer-Kredite zwischen Privatpersonen vermittelt. Peer-to-Peer-Kredite zeichnen sich dadurch aus, dass sie ohne zwischengeschaltetes Bankinstitut direkt zwischen Kreditnehmer und Kreditgeber zustande kommen. Von der Vereinfachung des Vergabeverfahrens profitieren nun auch Selbständige bei Lendico. Selbständige können sich über Lendico Kredite von Kleinanlegern vermitteln lassen und so die problematische Kreditvergabe bei den Banken umgehen. Die Kreditsummen beginnen bei 1.000 Euro und enden bei maximal 50.000 Euro.

Lendico Werbevideo

Lendico Konditionen

Die Kosten für den Selbständigen-Kredit werden im Lendico-Blogpost zum Start des neuen Produktes nicht explizit genannt. Zum Vergleich hier die Konditionen aus einer Beispielrechnung für einen Privat-Kredit über 9.000 Euro: „Eff. Jahreszins 8,87 Prozent, geb. Sollzins 7,22 Prozent pro Jahr, Nettokreditbetrag € 8.000, Laufzeit 4 Jahre, Gebühr einmalig 2,5 Prozent des Nettokreditbetrages.“ Die berechneten Gebühren werden bei der Auszahlung einbehalten.

Anleger sollten sich bei der Investition grundsätzlich darüber im Klaren sein, dass Lendico nicht für einen Ausfall des Kreditnehmers haftet. Zwar bemüht Lendico gegebenenfalls ein Inkassobüro, ersetzt aber keinen Ausfall. Im Zweifelsfall verliert der Anleger seine Investition also vollständig.

Kreditsituation in Deutschland

Banken sind bei der Kreditvergabe an Selbständige generell schwierig, Mikrokredite mit Summen von wenigen Tausend Euro sind für Selbständige oder gar Existenzgründer noch viel schwerer zu erlangen. Für Freiberufler gilt in den meisten Fällen dasselbe. Fällt dann noch das Stichwort Onlineshop bei der Vorstellung des Businessplans, kann der Gründer eigentlich schon wieder zusammenpacken. Umfangreiche Sicherheiten, die gefordert werden, können selten erbracht werden.

Eine flächendeckend in Deutschland verfügbare Alternative gibt, beziehungsweise gab es bis Dezember 2014: Eine Initiative der Bundesregierung hat 2009 den Mikrokreditfonds auf den Weg gebracht, mit einem Volumen von rund 100 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt und dem Europäischen Sozial Fonds. Der effektive Jahreszins liegt bei 8,9 Prozent, Gebühren fallen keine weiteren an und die Auszahlung erfolgt vollständig.

Für die Betreuung der Kreditnehmenden sind sogenannte Mikrofinanzinstitute zuständig, die Anträge an die Bank weiterreichen, die für die Vergabe der Kredite eingesetzt wurde: die GLS-Bank. Die Fonds wurde bis 2015 aufgelegt, seit Dezember 2014 herrscht allerdings ein Kreditvergabestopp, da die Kooperation mit der GLS-Bank nicht mehr besteht. Aktuell wird wohl ein neuer Bank-Partner gesucht.

Lendico hat sich für den Start des neuen Produkts offensichtlich einen günstigen Zeitpunkt ausgesucht.

]]>
Jochen G. Fuchs
Online-Shopping-Trick: Wie Amazon es schafft, immer am günstigsten zu erscheinen http://t3n.de/news/online-shopping-amazon-589125/ 2015-01-19T08:44:40Z
Beim Online-Shopping ist oft Amazon die erste Anlaufstelle. Auch weil die Preise dort günstiger zu sein scheinen. Um diesen Eindruck zu erwecken, wendet der E-Commerce-Riese einen simplen Trick an, …

Beim Online-Shopping ist oft Amazon die erste Anlaufstelle. Auch weil die Preise dort günstiger zu sein scheinen. Um diesen Eindruck zu erwecken, wendet der E-Commerce-Riese einen simplen Trick an, wie ein US-Startup herausgefunden hat.

Wer auf Online-Shopping-Tour geht, kommt – außer er ist Totalverweigerer – eher früher als später auch zu Amazon. Die Plattform hat es offenbar geschafft, dem Verbraucher zu implizieren, er würde dort weniger zahlen als bei der Konkurrenz. Allerdings trickst der E-Commerce-Konzern dabei offenbar etwas, wie das Startup Boomerang Commerce in einer Studie herausgefunden haben will. Der Analyse zufolge verfolgt Amazon eine ausgefeilte Preisstrategie.

Amazon: Günstige Preise eine Frage der Wahrnehmung

Die Preise seien nicht durch die Bank weg günstiger als bei der Konkurrenz, kommen die Studienautoren zum Schluss. Amazon achte dafür peinlich genau darauf, dass die bei den Kunden am meisten nachgefragten Produkte günstiger seien. So entsteht der Eindruck, dass Amazon allgemein günstiger ist, obwohl die weniger nachgefragten Waren teurer sein können als bei anderen Anbietern. Alles also eine Frage der Wahrnehmung.

Cyber-Monday-Woche: Amazon wird wieder einige Produkte günstiger verkaufen. (Bild: Robert Scoble / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)
Bei Amazon scheinen die Preise immer am günstigsten zu sein. (Bild: Robert Scoble / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

„Amazon ist vielleicht nicht der preislich günstigste Anbieter eines bestimmten Produkts zu jeder Zeit, aber es senkt regelmäßig die Preise der am meisten nachgefragten und sich am besten verkaufenden Artikel, so dass bei den Verbrauchern der Eindruck entsteht, Amazon biete durchweg die besten Preise“, heißt es in der Studie, die Teil eines Whitepapers von Boomerang Commerce ist.

Gegründet wurde Boomerang Commerce vom ehemaligen Amazon-Manager Guru Hariharan. Sein Startup hat sich auf die Echtzeit-Analyse von Preisen im Internet spezialisiert. Während Verbraucher aus der Studie lernen können, dass sich ein wiederholter Preisvergleich auf den einschlägigen Plattformen lohnt, können E-Commerce-Firmen daraus die Erkenntnis ziehen, dass man nicht alle Preise senken muss, um als günstigster Anbieter zu erscheinen.

via recode.net

]]>
Jörn Brien
Marktüberblick E-Commerce in Europa: Vorreitermärkte http://t3n.de/news/marktueberblick-e-commerce-europa-580228/ 2015-01-18T15:30:28Z
Ins Ausland zu expandieren kann sich für Onlinehändler lohnen. Aber wohin? Netzaktiv.de stellt euch in dieser Serie die interessantesten E-Commerce-Märkte in Europa vor. Teil 1: Die Vorreiter.

Ins Ausland zu expandieren kann sich für Onlinehändler lohnen. Aber wohin? Netzaktiv.de stellt euch in dieser Serie die interessantesten E-Commerce-Märkte in Europa vor. Teil 1: Die Vorreiter.

Ihr tragt euch damit, mit eurem auch ins europäische Ausland zu verkaufen? Dann solltet ihr euch im ersten Schritt entscheiden, welche Märkte ihr angehen möchtet. Wir geben euch einen Überblick über die wichtigsten Zahlen und Fakten zu den interessantesten E-Commerce-Märkten in Europa.

Im Ausland verlaufen - Europas Vorreitermärkte (Foto: pixabay.com)
E-Commerce in Europa: Vorreitermärkte. (Foto: pixabay.com)

E-Commerce in Europa im Überblick

Im Jahr 2013 lag der B2C-Umsatz des im gesamteuropäischen Raum, einer Statistik des Verbandes „Ecommerce Europe“ zufolge, bei 363,1 Milliarden Euro. Das waren 16,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Beinahe die Hälfte dieses Umsatzes wird in Westeuropa erwirtschaftet (darunter fasst „Ecommerce Europe“ Großbritannien und Irland, Frankreich und die Benelux-Staaten zusammen): Hier wurden 177,7 Milliarden Euro online umgesetzt. Das schnellste Wachstum ist allerdings in Zentraleuropa (Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn) zu verzeichnen: Mit einer Steigerungsrate von 22,7 Prozent lag der Online-Umsatz hier deutlich über dem europäischen Durchschnitt.

Übrigens, zum Thema "Internationale Vermarktung" gibt es für potentielle Shop-Betreiber im Shop-Kompendium ein paar Gedankenanstöße. Kommen wir aber nun zum größten Stück der Torte:

The Big Three

Die wichtigsten E-Commerce-Märkte in Europa sind Großbritannien, Deutschland und Frankreich. Diese drei Länder zusammen machen alleine 61 Prozent des europäischen Gesamtumsatzes im E-Commerce aus. An der Spitze dieses starken Trios stehen nach wie vor unangefochten die Briten, die mit 116 Milliarden Euro bereits über 30 Prozent des europäischen Umsatzes erwirtschaften.

E-Commerce in Großbritannien

Im führenden europäischen E-Commerce-Markt sind Internet und Online-Shopping beinahe selbstverständlich geworden: 84,1 Prozent der Briten verfügen einer Studie der Cross-Border-E-Commerce-Community CBEC zufolge über einen Internetzugang, 72 Prozent aller Erwachsenen haben 2013 mindestens einmal online eingekauft, das sind 46,8 Millionen Online-Shopper. Die Mobile-Nutzung nimmt immer mehr zu: 65,2 Prozent aller Briten haben ein Smartphone – größtenteils mit Android-Betriebssystem. In zwei Jahren, so schätzt man, wird mindestens jeder zweite Brite über ein Tablet verfügen. Der Mobile-Commerce-Umsatz lag 2013 bei 6,2 Milliarden Euro.

Die Briten sind Kartenzahler – 88,5 Prozent aller Online-Zahlungen werden, so die Zahlen von Payvision, über Kredit- oder Debitkarten abgewickelt. PayPal belegt unter den Zahlungsarten Rang zwei, mit allerdings vergleichsweise schwachen 7,7 Prozent.

Die meistverkauften Produktkategorien in Großbritannien waren 2013 Kleidung und Schuhe (circa neun Milliarden Euro Umsatz), gefolgt von Lebensmitteln, Medien und Unterhaltungselektronik.

Ein zentraler Wettbewerbsvorteil der britischen Online-Händler im grenzüberschreitenden E-Commerce ist die englische Sprache, die Großbritannien auch im internationalen Online-Handel zu einem zentralen Knotenpunkt werden lässt.

E-Commerce in Deutschland

Als Händler mit Sitz in Deutschland habt ihr das dickste Stück des Kuchens schon genau vor der Nase: Mit 63,9 Millionen Online-Shoppern sitz rein mengenmäßig in Deutschland das europaweit größte Potenzial. Und auch die Internet-Versorgungsrate ist die höchste der Big Three: 86,8 Prozent aller Deutschen haben einen Internetzugang. Dennoch schafft der E-Commerce insgesamt weniger als die Hälfte des britischen Online-Umsatzes: In Sachen Pro-Kopf-Umsatz sind die Briten also ungeschlagen.

Was Mobile-Nutzung und –Umsatz angeht, platziert sich Deutschland genau zwischen Großbritannien und Frankreich: mit einer Smartphone-Dichte von 62 Prozent kam der M-Commerce-Umsatz 2013 auf fünf Milliarden Euro.

Glaubt man der Payvision-Studie, wäre die außergewöhnliche Beliebtheit der Rechnungszahlung in Deutschland übrigens ein Märchen: Sie kommt in der Studie auf gerade mal 11 Prozent, nach PayPal, Sofortüberweisung und Kreditkarte. Frei nach dem Motto „Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast“, sollte man da hellhörig werden, denn das passt so gar nicht zu den gängigen Studienergebnissen zum deutschen Zahlungsverhalten und wäre sicherlich nochmal einen genaueren Blick wert. In der Studie Erfolgsfaktor Payment kommt ibi research zu ganz anderen Ergebnissen: Durch alle Altersgruppen hindurch ist die Zahlung per Rechnung mit 45 Prozent die mit Abstand beliebteste Zahlungsmethode der deutschen Online-Shopper.

Und was kaufen wir Deutschen am liebsten im Netz? Kleidung, Consumer Electronics sowie Bücher und Medien, darin sind sich die diversen Studien einig.

E-Commerce in Frankreich

Nach Deutschland die Nummer drei in Europa, mit einer Internet-Versorgungsrate von 86 Prozent. Knapp 90 Prozent aller Internetnutzer kaufen auch online ein, das macht 33,8 Millionen Online-Shopper.

Auch in Frankreich nimmt die Mobile-Nutzung zu, liegt aber noch weit unter der Akzeptanz in Großbritannien: Bei einer Smartphone-Dichte von 53 Prozent (62,8 Prozent davon mit Android-Betriebssystem) wurden im Mobile-Commerce 2013 circa 1,4 Milliarden Euro umgesetzt.

Auch die Franzosen zahlen gerne mit Karte: Etwa 51 Prozent aller Online-Zahlungen werden mit Kredit- oder Debitkarten durchgeführt. Dabei geht nichts ohne die „Carte Bleue“, die mit einem Marktanteil von 64 Prozent den Kreditkartenmarkt dominiert. PayPal kommt immerhin auf einen Anteil von 16 Prozent und belegt im Payment-Ranking Platz zwei.

Führende Branche im französischen E-Commerce ist der Reise- und Touristiksektor, gefolgt von Dienstleistungen und Tickets/Veranstaltungen. Etwa die Hälfte aller französischen Online-Shopper kauft Kleidung und Mode online ein, knapp 40 Prozent bestellen technische Geräte im Netz.

E-Commerce in Skandinavien

Und wohin geht’s nach den größten Drei? In den Norden. Die zahlenmäßig kleineren skandinavischen Märkte sind als Early-Adopter schon lange ganz vorne mit dabei im Online-Shopping: Satte 95 Prozent aller Schweden und Dänen beispielsweise haben einen Internetzugang, 77 Prozent aller schwedischen Internetnutzer kaufen im Netz auch ein. Am liebsten kaufen die Schweden Bücher und Zeitschriften, Elektrogeräte oder Kleidung und Schuhe via Internet. Auch der Lebensmittel-Onlinehandel wächst derzeit: von 2012 auf 2013 um 38 Prozent.

Der Mobile-Commerce legte in Schweden von 2010 bis 2013 um mehr als 700 Prozent zu und erreicht 2014 vermutlich einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro.

Die Dänen kümmern sich online besonders gerne um ihre Finanzen: Bank- und Finanzprodukte und –dienstleistungen führen die Branchenrangliste im E-Commerce an, gefolgt von Reise- und Veranstaltungsangeboten, Medien und Spielzeug, IT und Telekommunikation. Auch die dänischen Online-Shopper greifen im Check-Out am liebsten zur Karte, am häufigsten zur „Dankort Debitkarte“.

Norwegen und Finnland gehören zu den gesättigsten E-Commerce-Märkten Europas: gemeinsam mit den Niederlanden bewegen sich ihre Wachstumsraten als einzige in Europa unter der Zehn-Prozent-Marke.

E-Commerce in Europa: Geht noch mehr?

Auch wenn die Wachstumszahlen in den letzten Jahren immer wieder gerne die moderater gewordenen Erwartungen gesprengt haben und ein Ende noch lange nicht abzusehen ist: Das Wachstum in den großen europäischen E-Commerce-Nationen wird naturgemäß derzeit etwas langsamer. Mit imposanteren Steigerungszahlen können die Märkte aufwarten, die in Sachen Online-Handel noch Nachholbedarf haben – mit denen beschäftigen wir uns in Teil zwei unseres Marktüberblicks…

Noch mehr Zahlen und Fakten zu den europäischen E-Commerce-Märkten findet ihr übrigens bei Ecommerce EuropePayvision und The Paypers.

Anmerkung der Redaktion: Die Zahlen des Verbandes „E-Commerce Europe“ beinhalten sämtliche digitalen Umsätze, also Handelswaren ebenso wie Services (Downloads, Ticketing und ähnliches).

Mehr E-Commerce-News auf netzaktiv.de

Von Dr. Katja Flinzner

Ursprünglich publiziert bei netzaktiv.de.

]]>
netzaktiv.de-Redaktion
Mobile-Strategie: So finden Shops die passende Lösung http://t3n.de/news/mobile-strategie-shops-588001/ 2015-01-12T07:59:51Z
Welche Mobile-Strategie ist für Shops und Shopbetreiber die richtige? Die Internet World Messe hat sich in diesem Sektor umgesehen und liefert einige wichtige Antworten.

Welche Mobile-Strategie ist für Shops und Shopbetreiber die richtige? Die Internet World Messe hat sich in diesem Sektor umgesehen und liefert einige wichtige Antworten.

Shopbetreiber reiben sich gerade die Augen. Der Anstieg der mobilen Zugriffe auf ihre Plattformen ist in den vergangenen zwölf Monaten enorm angestiegen und hat einige Prognosen sogar übertroffen. So hatte zum Beispiel Adobe in seinem Shopping Forecast 2014 mit einer 14-prozentigen Steigerung mobil getätigter Weihnachtseinkäufe gerechnet und veröffentlichte gerade, dass der Einkauf mit Smartphones und Tablets hierzulande sogar um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen sei.

Doch welches ist die richtige Mobile-Strategie für Unternehmen und welche Potenziale bieten sich? Die Internet World Messe ist der Frage nachgegangen und eines ist jetzt schon klar: Eine griffige Mobile-Strategie hört nicht bei der mobilen Nutzung auf, sondern verfolgt einen integrierten Ansatz bis hin ins Verkaufslokal. Denn noch nie gab es ein persönlicheres Gerät als das Smartphone, mit dem sich der Kunde identifizieren lässt.

Mobile-Strategie für Shops: Auf welche Technologie soll man setzen?

Mit Technologien wie Beacons, NFC, RFID oder QR-Codes führen diverse Einzelhändler schon erste Pilot-Projekte durch. (Foto: Shutterstock)
Mit Technologien wie Beacons, NFC, RFID oder QR-Codes führen diverse Einzelhändler schon erste Pilot-Projekte durch. (Foto: Shutterstock)

Inzwischen ist bei Smartphones eine gewisse App-Müdigkeit festzustellen. Ohne Mehrwert wird nicht mehr installiert. Die Tendenz geht eindeutig weg von der App hinzu mobil-optimierten Webseiten für Smartphones. In der Branche haben sich zwei Lager gebildet: Die einen schwören auf Responsive-Technologien, die anderen auf mobil-optimierte Web-Templates, die sich auch weiter entwickeln und zusätzlich als Hybride-Apps über App-Stores vermarkten lassen. Grundsätzlich gilt folgende Faustregel: Je einfacher eine Webseite ist und je weniger Interaktionen gefordert sind, desto besser eignen sich responsive Lösungen, bei denen dieselbe Webseite sowohl für Desktop, Tablet als auch Smartphones ausgeliefert wird und sich entsprechend anpasst.

Jedoch greift eine Mobile-Strategie für Shops, die nur den Informationsabruf, Kaufanbahnung oder gar den Kauf unterwegs abdeckt, zu kurz. Gerade für viele stationäre Händler bietet sich Mobile auch als Identifikationsmittel in der Fläche an. 72 Prozent der deutschen Smartphone-Nutzer bekunden hohes Interesse an der Nutzung ihrer mobilen Geräte beim Einkaufsbummel durch Läden, Kaufhäuser und Einkaufszentren, so das Ergebnis einer Studie, die die Internet World Messe bei Fittkau und Maaß in Auftrag gegeben hat.

Identifikation am POS bis hin zur Zahlung

Händler, die keine Kundenkarte im Einsatz haben, kennen ihre Kunden im Laden in den wenigsten Fällen. Das könnte sich aber mit der intelligenten Nutzung von Smartphones ändern. Mit Technologien wie Beacons, NFC, RFID oder QR-Codes führen diverse Einzelhändler schon erste Pilot-Projekte durch, um die Kunden spätestens beim Betreten des Lokals zu erkennen, ihnen Navigationshilfen durch das Sortiment zu bieten, personalisierte Angebote und Empfehlungen auf das Smartphone zu senden und einiges mehr. Denn anders als die Kundenkarte, die die Identifikation erst zum spätestmöglichen Zeitpunkt erlaubt, nämlich bei der Zahlung, kann das Smartphone Kunden um einiges früher erkennen und bietet damit auch bessere Beratungs- und Abverkaufsoptionen.

Aber das ist längst nicht alles: Als Träger der Kundenkarte ist das Smartphone ohnehin prädestiniert und als elektronisches Zahlungsmittel positioniert es sich derzeit neu. Und das auf mehreren Ebenen: Zum einen werden internationale Mobile-Payment-Konzepte wie ApplePay, Paypal und andere stark an Bedeutung gewinnen. Zum anderen experimentieren viele Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Vodafone oder diverse Banken mit mobilen Wallets. Strategisch aber nicht minder sinnvoll ist die Integration eigener Zahlungsmittel in die Mobile-App. Und zwar diejenigen, die schon im Onlineshop zur Verfügung stehen und vom Kunden genutzt werden. Das erlaubt auch die Konsolidierung der Einkäufe über alle Touchpoints hinweg im Sinne des Cross-Channel-Gedankens.

Mobile-Strategie für Shops: 7 Eckpfeiler für die passende Lösung

Gerade Shops brauchen eine Mobile-Strategie. (Grafik: Shutterstock)
Gerade Shops brauchen eine Mobile-Strategie. (Grafik: Shutterstock)

Für den Handel geht es also längst nicht mehr um die Frage, wie man Webistes oder Shops mobil optimiert. Die Internet World Messe hat sieben Kernfragen formuliert, die helfen, eine integrative mobile Strategie für sich zu finden:

  1. Ziele und Zielgruppen: Wer sind die Nutzer und was ist das primäre Ziel Ihrer Präsenz auf dem Smartphone oder dem Tablet?
  2. Content und Leistungsumfang: Was sind die Inhalte und Leistungen, die Sie anbieten wollen?
  3. Marketing und Branding: Welche Marketing- und Branding-Effekte sollen erzielt werden?
  4. Identifikation und Payment: Wie kann das mobile Gerät auch zur Identifikation am POS oder gar als Träger von Loyality- und Payment-Funktionen dienen?
  5. Cross-Channel: Was für eine Rolle spielen die Mobilen-Geräte in der Cross-Channel Strategie und welche verbindenden Funktionen bieten sich an?
  6. Prozesse und Funktionen: Womit sollen die Inhalte genutzt oder Prozesse unterstützt werden?
  7. Realisierung und Betrieb: Wie viel darf es kosten, sowohl für die Umsetzung wie auch im Betrieb?

Das Thema Cross-Channel und Verknüpfung von Offline- und Online-Welt am Point of Sale wird auch auf der Internet World Messe und im Kongress-Programm eine wichtige Rolle einnehmen. Alle Infos zur Internet World Messe findest du hier.

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
]]>
Nicole Rüdlin
InDemand: Crowdfunding-Plattform Indiegogo startet Online-Shop http://t3n.de/news/indemand-crowdfunding-plattform-587419/ 2015-01-07T09:17:36Z
Die Crowdfunding-Plattform Indiegogo wandelt sich in Richtung E-Commerce. Mit InDemand wurde auf der CES 2015 ein Online-Shop vorgestellt, in dem Crowdfunder nach Beendigung der Kampagne Produkte …

Die Crowdfunding-Plattform Indiegogo wandelt sich in Richtung E-Commerce. Mit InDemand wurde auf der CES 2015 ein Online-Shop vorgestellt, in dem Crowdfunder nach Beendigung der Kampagne Produkte verkaufen können.

Manchmal erfährt man von einem coolen neuen Produkt, das via Crowdfunding finanziert werden soll, erst nach Beendigung der entsprechenden Kampagne auf Plattformen wie Kickstarter oder Indiegogo. Dann gibt es keine Möglichkeit mehr, sich das entsprechende Produkt vorzeitig zu sichern. Den finanzielle Unterstützung benötigenden Unternehmen oder Erfindern entgeht so möglicherweise viel Geld.

InDemand: Online-Shop für erfolgreiche Indiegogo-Kampagnen

Das soll InDemand ändern. Das neue Indiegogo-Feature, das im Rahmen der CES 2015 in Las Vegas vorgestellt wurde, ist eine Art Online-Shop. Hier sollen erfolgreiche Crowdfunder auch nach der erfolgreichen Beendigung der Kampagne weiter ihre Prototypen oder Vorbestellungen auf fertige Produkte verkaufen können.

Indiegogo stellt Online-Shop InDemand vor. (Foto: Indiegogo)
Indiegogo stellt Online-Shop InDemand vor. (Foto: Indiegogo)

So fließt weiter Geld in die Kassen der Crowdfunder. Darüber hinaus können die Unternehmen aber auch leichter Nutzen aus der Analyse von Kundendaten ziehen, konzentrieren die Bestellungen an einem Ort und können Tools von Indiegogo wie den E-Mail-Newsletter nutzen. Natürlich profitiert auch Indiegogo. Die Ausdehnung der Crowdfunding-Phase auf eine Art Vorverkauf im Online-Shop bringt der Plattform mehr Aufmerksamkeit – insbesondere bei besonders erfolgreichen Projekten – und hält Nutzer länger bei Indiegogo.

Angaben von Indiegogo zufolge soll InDeman in der zehnwöchigen Testphase bereits „Millionen Dollar“ generiert haben. Es gab einige Dutzend Teilnehmer, darunter Geek Audio, das Ende 2013 statt erwarteter 38.000 US-Dollar mehr als 1,17 Millionen US-Dollar einnehmen konnte. Mittlerweile sollen über InDemand Vorbestellungen im Wert von 1,4 Millionen US-Dollar verzeichnet worden sein.

Zuletzt hatte Indiegogo den Service Life vorgestellt, mit dem Nutzer kostenintensive, persönliche Feierlichkeiten wie die eigene Hochzeit oder aber Kampagnen für hilfsbedürftige Freunde und Familien zur Finanzierung anbieten können.

via venturebeat.com

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
]]>
Jörn Brien
Sind Pinterest und Instagram wirklich interessant für deutsche Onlinehändler? http://t3n.de/news/pinterest-instagram-wirklich-584053/ 2015-01-04T14:14:05Z
Pinterest mausert sich zur Top-Referral-Plattform und Onlinehändler partizipieren von der Traffic-Schleuder. Das ist echter Social Commerce und macht das Netzwerk als Verkaufskanal für Onlineshops …

Pinterest mausert sich zur Top-Referral-Plattform und Onlinehändler partizipieren von der Traffic-Schleuder. Das ist echter Social Commerce und macht das Netzwerk als Verkaufskanal für Onlineshops interessant.

Social-Media-Kanäle können Onlinehändlern dabei helfen, ihre Marken zu festigen, Serviceleistungen und Produkte durch Empfehlungen hervorzuheben und den Abverkauf zu steigern. Das funktioniert zum Beispiel beim größten sozialen Netzwerk Facebook, im Video-Kanal YouTube oder auch auf Twitter – und selbst auf Google+ lassen sich zumindest SEO-Effekte erzielen. Hier werden Inhalte veröffentlicht, mit Werbebudgets gepusht und zusätzliche Reichweite aufgebaut.

Bisher nicht eindeutig belegt ist, ob das auch auf den Plattformen Instagram und Pinterest funktioniert. Hier teilen die Nutzer in erster Linie Bilder – Fotos von Produkten aus Onlineshops oder aus dem realen Leben.

Bleibt also die Frage, welche Potenziale Pinterest für deinen Onlineshop hat:

Produktbilder in sozialen Netzwerken steigern die Interaktionsrate

Mit Bildern erzielst du Emotionen, als Onlinehändler kannst du dadurch eine eine nähere Beziehung zum Kunden herstellen. User, die hippe Partygänger beim Espresso vor der Schlacht sehen, fühlen sich persönlich angesprochen. Oder Kaffee-Experten, die ein Bild mit einer frisch gerösteten Bohne im Auffangbecken einer Röstmaschine betrachten – eine freigestellte Tasse Kaffee wäre hier ebenso wenig verkaufsfördernd wie drei bis vier Bohnen im Close-Up. So werden Geschichten geschrieben und Stimmungen transportiert. Das gelingt mit Text und Sprache bedingt, aber nachweislich sehr gut mit Bildern.

Bilder, als Posts auf Facebook verbreitet, erzielen bei den großen und kleinen Marken die höchsten Interaktionsraten im Vergleich zu Text- und Link-Posts. Natürlich ist auch hier ein wenig Kreativität gefragt – eine freigestellte Pfanne oder Elektrozigarette sind nicht so spannend wie dieselben Produkte in den Händen eines Mittvierzigers in einer fröhlichen Runde Gleichgesinnter. Stock-Fotografie-Datenbanken sind hier ein erster Weg. Solche Bilder lassen sich unter der Verwendung von Templates individualisieren. Das Ganze sollte in eine mittelfristige Content-Strategie eingebunden sein und relevante Geschichten rund um Marken, Produkte und Dienstleistungen aufbauen.

Produktbilder auf Instagram veröffentlichen

Auf Instagram lassen sich Fotos über die Mobile-App einstellen oder über den PC mittels BlueStacks veröffentlichen. Der mittlerweile zu Facebook gehörende Social-Media-Kanal ist entstanden und groß geworden, weil Nutzer die Filtereinstellungen schätzten, die Farbfiltern in der analogen Fotografie sehr nahe kommen. Das steht bei Corporate-Accounts jedoch nicht mehr im Vordergrund, wie zum Beispiel der Screenshot von http://instagram.com/adidas zeigt.

Schön, oder? (Screenshot: Instagram.com/adidas)
Schön, oder? (Screenshot: Instagram.com/adidas)

http://instagram.com/nike beispielsweise führt schön vor, dass es gleichermaßen mit fotografisch anspruchsvollen Bildkompositionen geht. Deutlich mehr abverkauforientiert nutzt der Händler Bluetomato den Kanal: http://instagram.com/bluetomato.

Um Kampagnen-Bilder von Nutzern der eigenen Marke zuordnen zu können, animiert man die Nutzer, ihre Bilder mit einem #Tag zu versehen. Profilbetreiber können diesen Kampagnen-Hashtag auch für ihre eigenen Bilder verwenden.

Pinterest für Onlineshops nutzen – Referral-Traffic generieren

Etwas anders tickt das soziale Netzwerk Pinterest. Es ist der optimale Traffic-Lieferant. Wenn du emotionale Bilder zu deinen Produkten und Marken kreieren kannst, wirst du hiermit punkten. Auf Pinterest stellen Nutzer Pinboards nach ihren eigenen Interessen zusammen – ganz so wie auf der guten alten Kork-Pinnwand oder am Kühlschrank mit Magneten. Das ist viel natürlicher, als wenn Marken sich präsentieren. Die Werbekraft geht hier originär von der potenziellen Kundschaft aus. Im Vordergrund der Content-Strategie steht es, die Nutzer dazu zu bewegen, eigene Inhalte zu repinnen.

Das kann sich lohnen, denn von Pinterest geht zwar noch nicht soviel Referral-Traffic aus wie von Facebook, aber anteilig hat das Netzwerk die Nase vor allen anderen sozialen Netzwerken vorn:

Wird Pinterest doch bald zur Nummer 1 in Deutschland? (Quelle: Shareaholic.com)
Wird Pinterest doch bald zur Nummer eins in Deutschland? (Quelle: Shareaholic.com)

Referral-Traffic nennt man Klicks von Nutzern, die durch die Verbreitung von Inhalten in sozialen Netzwerken entstehen. Zum einen entsteht er durch Links in Posts auf Facebook, Google+ oder Twitter direkt durch die Anzeige des Posts im Stream der Follower, zum anderen bei Werbeanzeigen durch die Targeting Group und viral bei geteilten Inhalten.

„Move over Zuck“ lautete unlängst die Schlagzeile des US-amerikanischen Wirtschafts-Magazins Forbes. Denn Grundlage für diesen starken und wirtschaftlich interessanten Referral-Traffic bei Pinterest sind auch die täglichen Millionen Zugriffe auf der Pinterest-Website und der mobilen App.

Oben rechts bei Pinterest: Jeder re-pin bringt Traffic auf die Herkunfts-URL (Screenshot: onepiece.com)
Oben rechts bei Pinterest: Jeder Re-Pin bringt Traffic auf die Herkunfts-URL (Screenshot: onepiece.com)

Pinterest-Integration in den eigenen Onlineshop

Bei Pinterest hängt an jedem Bild die Herkunfts-URL. Pinnen Onlineshops selbst ihre Produkte auf thematisch geordneten Boards und schaffen es, hier Follower zu bewegen die Pins zu repinnen, wird der Link von der eigenen, verifizierten Website mit angehängt.

Eine größere Rolle spielt aber die optimale Integration der Teilen-Buttons innerhalb des Onlineshops. Der Weg geht über die „Rich Pins“, die Onlinehändler in den Code des Shops implementieren müssen. Es gibt fünf Arten von Rich Pins: Filme, Rezepte, Produkte, Artikel und Orte. Diese werden mittels Metatags in deinen Webshop integriert (weitere Infos dazu gibt es hier). Bei Product-Pins werden etwa Produktdetails wie Preis, Verfügbarkeit, Product-ID, Marke und weitere Angaben direkt beim Pinnen übermittelt – und auch später aktualisiert. Der Einsatz von Rich Pins ist die optimale Integration des sozialen Netzwerks in den Marketing-Mix. Die Darstellung von Daten, die für eine Kaufentscheidung relevant sind, ermöglichen innerhalb des Netzwerks echte Social-Commerce-Experience für den Nutzer.

Die User im angelsächsischen Raum nutzen Pinterest schon heute genau so. Sie sind Spezialisten für Mode, Kosmetik, Interior-Design, Accessoires, Kaffee, Wein etc. und haben eine entsprechende „Followerschaft“. Diese Multiplikatoren kreieren Boards of Interest, denen andere folgen. Pinterest-Boards gleichen somit Experten-Blogs zu bestimmten Themen. In einer Content-Strategie gilt es zunächst, diese Multiplikatoren zu identifizieren und etwa durch Folgen und Re-Folgen zu Markenbotschaftern werden zu lassen.

Fazit: Instagram und Pinterest für Onlineshops

Onlineshops, die in den sozialen Medien aktiv sind, sollten vor allem Pinterest ernst nehmen. Das Netzwerk expandiert zur Zeit stark, ein neues Investment ist abzusehen und wird die Internationalisierung vorantreiben. Damit wird auch die Reichweite in Europa und Deutschland steigen. Wer hier von Anfang an im Onlineshop und mit einer eigenen Präsenz seine Hausaufgaben macht, wird mit Referral-Traffic in der Lage sein, wirtschaftliche Vorteile über die Verbreitung der eigenen Inhalte zu erzielen.

Weitere Tipps und Tricks für erfolgreiches Social-Media-Marketing findest du in unserem Shop-Kompendium.

Mehr E-Commerce-News auf netzaktiv.de

Von Tomas Renner-Jones

Ursprünglich publiziert bei netzaktiv.de.

via wp.me

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
]]>
netzaktiv.de-Redaktion
Mehr Umsatz durch Vertrauensbildung im E-Commerce http://t3n.de/news/mehr-umsatz-vertrauensbildung-582480/ 2014-12-28T15:08:16Z
Um aus Besuchern Kunden zu machen, braucht es im Online-Handel vor allem eins: Vertrauen. Vertrauensbildung zu betreiben, ist deshalb oberste Priorität für Shopbetreiber. Aber wie stellt man das …

Um aus Besuchern Kunden zu machen, braucht es im Online-Handel vor allem eins: Vertrauen. Vertrauensbildung zu betreiben, ist deshalb oberste Priorität für Shopbetreiber. Aber wie stellt man das an? Kein Hexenwerk, wir zeigen euch worauf es ankommt. An den Einkauf im Online-Shop statt in der Innenstadt haben wir uns inzwischen gewöhnt – der E-Commerce boomt und verzeichnet von Jahr zu Jahr neue Rekordzahlen. Doch immer wieder tun sich Online-Shopper schwer damit, in kleineren, weniger bekannten Shops einzukaufen.

Woran liegt das? Daran, dass die Big Player wie Amazon, eBay, Zalando & Co. ein umfangreicheres Angebot, eine großzügigere Retourenpolitik, günstigere Preise und mediale Dauerpräsenz auf allen Kanälen bieten? Kein Zweifel, wer einmal groß ist, hat viele Möglichkeiten, seine Marktmacht für noch mehr Wachstum zu nutzen. Doch am Ende des Tages sind Preis, Service und Auswahl zweifellos wichtig, bei der Entscheidung darüber, wo ich einkaufe, aber trotz allem zweitrangig. An erster Stelle, behaupte ich, steht ein ganz anderes Zauberwort: Vertrauen.

So bauen deine Kunden Vertrauen auf

So sehr wir uns an den Einkauf per Mausklick gewöhnt haben – Online-Handel ist und bleibt Distanz-Handel. Wenn ich die Ware, die ich kaufen möchte, nicht anfassen und direkt mit nach Hause nehmen kann, muss ich davon überzeugt sein, dass der Händler mich mit den richtigen Informationen versorgt und mir das richtige Produkt in genau der gewünschten Form und in der vereinbarten Zeit nach Hause schickt. Ich muss ihm vertrauen – mir bleibt gar nichts anderes übrig.

Wenn du Shopbetreiber bist, ist deshalb dein wichtigster Job die Vertrauensbildung. Aber was entscheidet darüber, ob ein Kunde dir und deinem Shop vertraut oder nicht?

1. Lass deinen Shop zertifizieren

Diverse Unternehmen haben die Bedeutung des Themas Vertrauen erkannt und daraus ein Geschäftsmodell gemacht: Gütesiegel und Zertifikate versprechen dem Kunden, dass er es mit einem seriösen Händler zu tun hat, der sein Geld nicht einfach in die Tasche steckt und verschwindet. Und auch wenn der Prozess der Vertrauensbildung an dieser Stelle auf keinen Fall aufhören darf: Ein Gütesiegel ist zweifellos ein gutes Mittel, um einem Kunden den ersten Schritt in deinen Shop leichter zu machen.

(Screenshot: Trusted Shops)
Gütesiegel sind eine Möglichkeit, mit der sich Vertrauen erzeugen lässt. (Screenshot: Trusted Shops)

2. Sei offen und ehrlich

Du berechnest in deinem Shop 4,95 EUR Versandkosten? Dann sag das deinen Kunden. Klar und deutlich und möglichst frühzeitig. Versteckte Informationen, die dem Kunden irgendwo im Check-Out-Prozess plötzlich noch unter die Nase geschoben werden, sind die sicherste Methode zum Herbeiführen von Warenkorbabbrüchen. Kein Wunder – veralbern lässt sich wohl kaum jemand gerne. Also: Sei offen und ehrlich! Kommuniziere Kosten, Lieferzeiten und eventuelle Einschränkungen transparent.

3. Arbeite professionell

Dein Praktikant hatte eine Eins in Deutsch? Na, dann kann er doch sicherlich die Texte für den Online-Shop texten, oder? Auch wenn viele – auch große – Unternehmen, es bis heute nicht so recht glauben wollen: Texten ist ein Job für Profis. Die falsche Ansprache, mangelnde Berücksichtigung von Webspezifika oder ein fehlendes Korrektorat sind leider keine Seltenheit, kosten aber Kundenvertrauen. Fehlerfreier, hochwertiger Content, der die Zielgruppe anspricht und ihr Nutzen bringt, ist dagegen nicht nur ein zentrales Element für die Vertrauensbildung, sondern ganz nebenbei auch Voraussetzung für funktionierende Suchmaschinenoptimierung.

Natürlich beschränkt sich professionelles Arbeiten nicht nur auf die Texte. Javascript-Fehlermeldungen oder HTML-Anzeigefehler hinterlassen ebenfalls keinen guten Eindruck. Und dass man die angebotenen Produkte auf den Fotos auch ohne Lupe erkennen können sollte, versteht sich ohnehin von selbst.

4. Sprich mit deinen Kunden

Das Schöne an den digitalen Medien ist, dass sie uns mit wenig Aufwand ermöglichen, Distanzen zu überbrücken. Nutze diese Möglichkeit! Die Entfernung zwischen Händler und Kunden, die der Distanz-Handel mit sich bringt, lässt sich schnell dadurch zum Schmelzen bringen, dass man miteinander spricht. Deine Kunden mit automatisierten Mails regelmäßig über den Status ihrer Bestellung zu informieren, ist noch nicht einmal zusätzlicher Aufwand im Tagesgeschäft, steigert aber die Transparenz. Und wenn du Kundenanfragen so schnell und so verbindlich wie möglich beantwortest, zeigst du dich als zugänglich, kundenfreundlich und vor allem zuverlässig.

Falls möglich, biete auch über Social-Media-Kanäle wie Facebook oder Twitter eine Kontaktmöglichkeit an – aber nur dann, wenn du auch in der Lage und bereit bist, dort mit deinen Kunden zu kommunizieren. Kaum etwas ist unpersönlicher, als verwaiste Facebook-Pages, in denen Fragen und Kommentare wochenlang unbeantwortet bleiben.

Praxis-Tipp zur Vertrauensbildung: Persönlichkeit zeigen

Kleine Online-Shops haben den großen, anonymen Verkaufsplattformen gegenüber einen immensen Vorteil, der sich für die Vertrauensbildung wunderbar nutzen lässt: Man kann ihnen ein sehr menschliches, persönliches Antlitz verpassen. Ob Ein-Mann-Shop, hippes Start-Up oder kleines Familienunternehmen: Wer sich und seine Mitarbeiter zum Beispiel aus dem Arbeitsalltag erzählen lässt und mit Fotos und Geschichten persönliches Profil zeigt, bekommt nicht nur einen ganz anderen Draht zu seinen Kunden, sondern schafft – ihr ahnt es schon – Vertrauen.

(Screenshot: Arktis.de)
Vertrauensbildung: Gadget-Spezialist Arkits zeigt im Arktis-Blog wie's geht.(Screenshot: Arktis.de)

Wichtigster Schritt zur Vertrauensbildung: Den Kunden ernst nehmen

Alles gar nicht so schwierig, oder? Vertrauensbildung ist alles andere als eine Wissenschaft für sich, sondern bedeutet vor allem: den Kunden ernst nehmen. Eine Beziehung zu ihm aufbauen, zuverlässig sein und offenen und ehrlichen Umgang pflegen. Dann werden aus Besuchern nicht nur einmalige Umsätze, sondern zufriedene Kunden, die gerne wiederkommen.

Wir haben übrigens im Shop Kompendium ein paar Tipps zur Vertrauensbildung, wie du neben beispielsweise Produktkatalog und Pflichtseiten noch weitere Seiten anlegst, mit denen du bei deinen Kunden auch Vertrauen schaffen kannst.

Mehr E-Commerce-News auf netzaktiv.de

Von Dr. Katja Flinzner Ursprünglich publiziert bei netzaktiv.de.
NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
]]>
netzaktiv.de-Redaktion