Open Source | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Open Source 2015-03-28T15:13:47Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/open-source Apple Pay: Warum Kunden, Datenschützer und Apple das neue Feature lieben werden [Kommentar] http://t3n.de/news/apple-pay-601820/ 2015-03-28T15:13:47Z
Apple Pay wird heiß diskutiert – die einen sagen ihm eine große Zukunft voraus, die anderen halten das Projekt für einen Rohrkrepierer. LaterPay-Gründer Cosmin Ene meint: Kunden, …

Apple Pay wird heiß diskutiert – die einen sagen ihm eine große Zukunft voraus, die anderen halten das Projekt für einen Rohrkrepierer. LaterPay-Gründer Cosmin Ene meint: Kunden, Datenschützer und natürlich Apple werden Apple Pay lieben. Ein Gastkommentar.

Apple Pay bietet die Möglichkeit, mit dem Mobiltelefon zu bezahlen, indem man das iPhone gegen das Bezahlterminal hält und die Zahlung mit seinem Fingerabdruck autorisiert. Dabei ermöglicht Apple es, mehrere Kreditkarten anzulegen und mit einer beliebigen Karte zu bezahlen – ähnlich wie bei einem Portemonnaie, in dem man mehrere Karten sammelt.

Kunden und User werden Apple Pay lieben, weil sie mit einem Fingerabdruck zahlen können. Datenschützer werden es lieben, weil beim Bezahlen weder Kreditkartendaten noch Kundendaten hin- und hergehen. Apple wird Apple Pay lieben, weil es eine kleine Beteiligung an jeder Transaktion bekommt und mit den persönlichen Daten sowie den Zahlungsdaten der Kunden nichts zu tun hat. Mit Menschen über Apple Pay zu sprechen, ist ein bisschen, wie mit Anwälten zu sprechen. Jeder hat da so seine Meinung zum gleichen Thema. Neulich sprach ich mit mehreren Leuten über Apple Pay und mir fiel auf, dass keiner von uns so richtig verstand, wie es funktioniert. Apple-Produkte benutze ich seit einer Dekade jeden Tag, und Payment sagt mir eigentlich etwas, da wir bei LaterPay an einer Payment-Plattform arbeiten. Also bin ich der Frage nachgegangen, wie Apple Pay funktioniert – und was das Besondere daran ist.

Es muss einfach und besonders sein, denn ansonsten hätte es wenig Chancen. Mir ist nämlich noch nie jemand begegnet, der verzweifelt war, weil er an der Kasse nicht zahlen konnte. Bezahlen „können“ ist seit der Erfindung der Münze beziehungsweise des Geldes an Einfachheit eigentlich nicht zu überbieten (immerhin werden 85 Prozent aller weltweiten Transaktionen immer noch in Cash getätigt), und die moderne Kartenzahlung hat dieses simple System schon in unsere digitale Welt gebracht. Daher muss ein anderer Mehrwert als nur Einfachheit dahinter stecken, wenn Apple einen so gewaltigen Schritt unternimmt. Dieser Mehrwert ist Anonymität. Speziell bei Firmen wie Apple klingt sowas erst mal seltsam, da man sie als Datenkrake wahrnimmt. Daher will ich erklären wie Apple Pay genau funktioniert, und zum Schluss fasse ich zusammen, wer was davon hat. Ich habe mich auf die Abstraktion des Wesentlichen und die Darstellung in eigenen Illustrationen konzentriert, denn komplexe Erklärungstexte über Apple Pay gibt es zuhauf.

Um Apple Pay zu verstehen, müssen wir uns vier Bereiche anschauen – zwei aus Kundensicht, zwei aus Expertensicht

  1. Die Bezahlung mit Apple Pay aus Kundensicht.
  2. Die Registrierung bei Apple Pay aus Kundensicht.
  3. The Magic behind Apple Pay, Teil 1: Was passiert im Hintergrund der Registrierung?
  4. The Magic behind Apple Pay, Teil 2: Was passiert im Hintergrund des Bezahlprozesses?

1. In der täglichen Nutzung durch den Kunden sieht die Bezahlung mit Apple Pay so aus:

Die Bezahlung mit Apple Pay aus Kundensicht. (Grafik: Cosmin Ene/ Tobias Alt / ubereck.com)
Die Bezahlung mit Apple Pay aus Kundensicht. (Grafik: Cosmin Ene / Tobias Alt / ubereck.com)

Man hält das Telefon (iPhone 6 und iPhone 6+) an ein Terminal, das mit NFC ausgestattet ist und bestätigt den Kauf mit dem Fingerabdruck über Touch-ID. Das war’s. Oder man hält die Apple Watch, die mit dem iPhone gekoppelt sein muss, an das Terminal und bestätigt mit dem seitlichen Knopf den Kauf. Apple-Watch-Besitzer können hierbei auch mit einem iPhone 5s oder 5c bezahlen, da der NFC-Chip in der Uhr steckt und nicht mehr im Handy vorhanden sein muss.

Der Apple-Pay-Nutzer erfährt eine weitere Vereinfachung des Bezahlprozesses – und einen Glücksmoment. Es ist nicht so, dass es bislang „schwer“ war, die eigene Kreditkarte gegen das Terminal zu halten und über NFC zu bezahlen, aber es ist einfach cool, mit Apple Pay zu bezahlen, denn das Handy halten wir nun mal häufiger in der Hand als die Geldbörse. Es vermittelt das eigenartige Gefühl, dass es noch sicherer ist, zu bezahlen.

2. Der Registrierungsprozess aus Kundensicht

Die Registrierung bei Apple Pay aus Kundensicht. (Grafik: Cosmin Ene/ Tobias Alt / ubereck.com)
Die Registrierung bei Apple Pay aus Kundensicht. (Grafik: Cosmin Ene/ Tobias Alt / ubereck.com)

Um Apple Pay nutzen zu können, muss man das richtige Endgerät haben. Derzeit funktioniert Apple Pay nur mit dem iPhone 6 und 6+ oder mit der Apple Watch in Kombination mit einem iPhone 5S, 5C, 6 oder 6+. Dann muss man Apple Pay aktivieren, in dem man über Passbook eine Kreditkarte hinzufügt: Karte abfotografieren oder die Daten manuell eingeben. Wenn die eigene Bank Apple Pay unterstützt und einem erlaubt, Apple Pay zu nutzen, kann man ab diesem Zeitpunkt mit Apple Pay bezahlen. Doch was passiert im Hintergrund?

The Magic, Teil 1: Was passiert im Hintergrund des Registrierungsprozesses?

Was passiert im Hintergrund der Registrierung? (Grafik: Cosmin Ene/ Tobias Alt / ubereck.com)
Was passiert im Hintergrund der Registrierung? (Grafik: Cosmin Ene / Tobias Alt / ubereck.com)
  1. Eine Besonderheit an diesem Prozess ist, dass das Bild von der Kreditkarte weder auf dem Gerät noch bei Apple oder in der Cloud gespeichert wird. Die Informationen daraus werden verschlüsselt übertragen, um über verschiedene Schritte eine eindeutige Identifikation des Geräts durch die Kreditkarten-herausgebende Bank zu erzielen.
  2. Zuerst wird das Kreditkarteninstitut (MasterCard, Visa et cetera), dann die Kreditkarten-herausgebende Bank (Issuer) identifiziert.
  3. Die Bank prüft, ob es dem Kunden die Nutzung von Apple Pay erlauben will – und wir gehen jetzt davon aus, dass sie es tut. Die Bank erzeugt dann eine eindeutige, gerätespezifische Gerätekontonummer (Device-Account-Number oder DAN) sowie einen Schlüssel zur Erzeugung von digitalen Einmal-Sicherheits-Codes – also so etwas wie einen Schlüssel zur Generierung von einmal gültigen TANs.
  4. Gerätekontonummer und Schlüssel werden an Apple geschickt und Apple verknüpft sie mit dem Endgerät. An diesem Punkt kennt Apple den Kunden beziehungsweise den User nicht mehr. Apple kann diese Information nicht entschlüsseln, sondern verknüpft sie einfach mit dem Sicherheits-Chip auf dem Endgerät. Apple speichert bei sich ausschließlich einen Teil der langen Gerätekontonummer und einen Teil der Kreditkartennummer, damit der User seine Karte(n) verwalten kann.
  5. Jetzt ist das Endgerät in der Lage, mit Apple Pay zu bezahlen.

The Magic, Teil 2: Was passiert im Hintergrund des Bezahlprozesses?

Was passiert im Hintergrund des Bezahlprozesses? (Grafik: Cosmin Ene/ Tobias Alt / ubereck.com)
Was passiert im Hintergrund des Bezahlprozesses? (Grafik: Cosmin Ene/ Tobias Alt / ubereck.com)

Eine weitere Besonderheit bei Apple Pay ist, dass die eigentliche Transaktion nichts Besonderes ist. Apple schafft es, dass die Transaktion vom Prozess her genauso stattfindet wie bei einer jetzigen Zahlung mit einer NFC-kompatiblen Kreditkarte. Bloß, dass beim Austausch zwischen NFC-Terminal und dem Endgerät keine Kreditkartendaten, Kundendaten oder sonstige persönliche Daten ausgetauscht werden, sondern ausschließlich die Transaktionsinformation (beispielsweise der Preis des gekauften Produkts) – zusammen mit der Gerätekontonummer und einer einmaligen, transaktionsgebundenen TAN.

Das Kreditkartennetzwerk oder die Bank prüfen, ob die Gerätekontonummer mit dem richtigen Gerät verbunden ist und ob die TAN mit dem richtigen Schlüssel erzeugt wurde – und geben die Transaktion frei. So gehen keinerlei Kunden- oder Zahlungsdaten hin und her, sondern nur nicht-personenbezogene Daten und Proxys, die keinerlei Rückschluss auf den Kunden geben, was die Transaktion sicherer und einige Kunden sowie den Datenschutz glücklich machen dürften.

Wer wird Apple Pay lieben und warum?

Kunden und User werden Apple Pay lieben, weil sie mit einem Fingerabdruck zahlen können. Datenschützer werden es lieben, weil beim Bezahlen weder Kreditkartendaten noch Kundendaten hin und her gehen. Eine herkömmliche Kreditkartentransaktion ist da erheblich gefährdeter, ausspioniert oder missbraucht zu werden. Durch die Kombination aus Gerätekontonummer und TAN ist keine direkte Verbindung zum Kunden sichtbar. Das ist wie beim Autokennzeichen: Jeder kann mein Kennzeichen sehen, wenn er sich dafür interessiert und hinschauen will, aber er weiß deshalb noch lange nicht, wer ich bin.

Und Apple? Apple wird Apple Pay lieben, weil es wohl eine kleine Beteiligung an jeder Transaktion bekommt und mit den persönlichen Daten sowie den Zahlungsdaten der Kunden nichts zu tun hat. Eventuelle Missbrauchsfälle gehen zu Lasten der Kreditkarteninstitute und der Bank. Apple hat in die Entwicklung dieser Technologie investiert und betreibt diese Payment-enabling-Technology. Wenn Apple Pay so funktioniert wie geplant, wird es das Bezahlen einfacher und sicherer machen. Spannend wird es, wenn sich die ersten neue Geschäftsmodelle in der digitalen Welt rund um Apple Pay bilden. Ob es dazu kommt, wird die Zukunft zeigen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf cosmo.me.

Über den Autor

apple pay autorCosmin Ene ist der Gründer und CEO des Münchner Start-ups LaterPay – einer Payment-Infrastructure-Plattform. Vor LaterPay baute er als Gründer den Musik-Sender Deluxe Music auf und war für den Risikokapitalgeber TecVenture Partners tätig. Bei Twitter könnt ihr ihm unter @cosmoene folgen.

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Cosmin Ene
Slack gehackt – Was Nutzer jetzt wissen müssen http://t3n.de/news/slack-gehackt-602819/ 2015-03-27T19:42:46Z
Schwere Sicherheitslücke bei Slack: Über vier Tage lang sollen Hacker Zugriff auf die zentrale Nutzerdatenbank des beliebten Team-Messengers gehabt haben. Zwar seien nur wenige Konten …

Schwere Sicherheitslücke bei Slack: Über vier Tage lang sollen Hacker Zugriff auf die zentrale Nutzerdatenbank des beliebten Team-Messengers gehabt haben. Zwar seien nur wenige Konten kompromittiert worden und der Fehler ist inzwischen auch behoben. Nutzer aber sollten ihre Passwörter trotzdem umgehend ändern und die neuen Sicherheitsfeatures aktiveren.

Hacker hatten vier Tage Zugriff auf Slack-Datenbank

Slack rät Nutzern zur Änderung der Passwörter. (Bild: Slack)
Slack rät Nutzern zur Änderung der Passwörter. (Bild: Slack)

Slack-Nutzer, aufgepasst: Wie der beliebte Team-Messenger am Abend vermeldet, sind Hacker in den Besitz von Nutzerdaten in nicht genannter Höhe gekommen. Von der Sicherheitslücke, die bereits im Februar entdeckt und vier Tage aktiv gewesen sein soll, war die zentrale Nutzerdatenbank von Slack betroffen, die unter anderem Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern sowie das verschlüsselte Passwort des Nutzers enthält. Sensible Kreditkartendaten sowie teaminterne Nachrichten hingegen seien nicht entwendet worden, versichert Slack.

Obwohl nach Angaben von Slack nicht davon auszugehen sei, dass diese Passwörter von den Hackern auch entschlüsselt wurden, werde Nutzern die umgehende Änderung ihres Passworts empfohlen. Nutzer wurden per E-Mail benachrichtigt. Mehr zu sicheren Passwörtern findet ihr hier in diesem Artikel.

Slack ab sofort mit Zwei-Faktor-Authentifizierung

Die Sicherheitslücke ist inzwischen geschlossen. Allerdings arbeite das Unternehmen aus San Francisco weiter mit Hochdruck an einer Aufarbeitung des Vorfalls.Im Zuge dieser Untersuchungen hat Slack am Abend zwei neue Sicherheitsfunktionen veröffentlicht. So unterstützt Slack ab sofort die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Diese kann in den Einstellungen aktiviert werden. Das mehrstufige Verfahren erhöht die Sicherheit enorm und wird dringend empfohlen. Weitere Informationen zur Zwei-Faktor-Authentifizierung findet ihr hier.

Zusätzliche Sicherheit soll außerdem ein sogenannter „Passwort-Killswitch“ schaffen, den Slack ebenfalls neu eingeführt hat. Admins können so mit einem Klick die aktiven Passwörter aller Nutzer außer Kraft setzen. Diese Funktion wird angesichts des damit einhergehenden Mehraufwands nur in Notfällen empfohlen.

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Daniel Hüfner
Google-Cloud-Launcher: 120 Open-Source-Pakete mit nur ein paar Klicks nutzen http://t3n.de/news/google-cloud-launcher-602551/ 2015-03-27T09:33:50Z
Google will es Entwicklern künftig leichter machen, eine Reihe von beliebten Open-Source-Paketen wie WordPress oder Drupal zu nutzen. Mit dem neuen Google-Cloud-Launcher soll die Installationszeit …

Google will es Entwicklern künftig leichter machen, eine Reihe von beliebten Open-Source-Paketen wie WordPress oder Drupal zu nutzen. Mit dem neuen Google-Cloud-Launcher soll die Installationszeit auf Googles Cloud-Platform deutlich gesenkt werden.

Google-Cloud-Launcher soll Entwickler anziehen

Google will offenbar die Popularität seiner Cloud-Platform erhöhen, indem der Suchmaschinenriese Entwicklern Zeit sparen hilft. Vor allem VM-basierte Lösungen benötigten normalerweise viel Aufwand, etwa um alle Laufzeitkomponenten und Pakete richtig zu konfigurieren, heißt es in einem entsprechenden Blogeintrag.

Auswahl der Pakete im Google-Cloud-Launcher. (Screenshot: Google)
Auswahl der Pakete im Google-Cloud-Launcher. (Screenshot: Google)

Mit dem neuen Google Cloud Launcher sollen jetzt etwas mehr als 120 beliebte Open-Source-Pakete wie WordPress, Drupal, MongoDB, Magento oder Joomla mit wenigen Klicks zum Laufen gebracht werden können. Dazu wird eins der Pakete aus der Bibliothek ausgewählt, einige Parameter angegeben und dann sollte die Software laufen. Voraussetzung ist natürlich, dass man die Google-Cloud-Platform verwendet.

Google-Cloud-Launcher: Erster Schritt zu einem Marktplatz

Alle Pakete sind nach Google-Angaben speziell für die Cloud-Platform adaptiert worden und unterstützen das Monitoring-Tool, sodass die Performance gemessen, die Alarmfunktion für die Cloud-Infrastruktur und die Software-Pakete gesetzt werden können.

Der Vorstoß von Google kann als Zeichen dafür gesehen werden, dass sich das Unternehmen harter Konkurrenz, vor allem von Amazon und Microsoft, erwehren muss. Eine gute Funktionalität ist neben dem Preis sicher einer der Hauptgründe, sich für eine Cloud-Plattform-Lösung zu entscheiden. Zudem könnte der Google-Cloud-Launcher auch ein erster Schritt zu einem Marktplatz für Services von Drittanbietern sein, ähnlich wie ihn auch die Konkurrenz anbietet.

via www.geekwire.com

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Jörn Brien
Bandbreite auch auf dem Desktop schonen: Google veröffentlicht Data-Saver-Erweiterung für Chrome http://t3n.de/news/google-chrome-data-saver-erweiterung-602409/ 2015-03-26T14:39:23Z
Mit der Data-Saver-Erweiterung für Chrome sollen Webseiten schneller geladen werden. Bislang war die Funktion nur im Chrome-Browser für iOS und Android verfügbar.

Mit der Data-Saver-Erweiterung für Chrome sollen Webseiten schneller geladen werden. Bislang war die Funktion nur im Chrome-Browser für iOS und Android verfügbar.

Data-Saver-Extension: Chrome-Erweiterung verringert die Größe von Webseiten

Die Chrome-Browser für iOS und Android bieten seit geraumer Zeit die Möglichkeit, die oftmals limitierte Bandbreite zu schonen. Dazu werden Webseiten zunächst über einen Proxy-Server von Google geleitet, durch den ihre Größe um bis zu 50 Prozent reduziert wird. Nur per HTTPS verschlüsselte Seiten und Websites, die ihr im Inkognito-Modus aufruft, laufen nicht über den Proxy, wenn ihr die Funktion aktiviert habt.

Data-Saver: Über einen Proxy komprimiert Google die aufgerufene Webseite. (Grafik: Google)
Data-Saver: Über einen Proxy komprimiert Google die aufgerufene Webseite. (Grafik: Google)

Am 23. März 2015 hat Google diese Funktion ohne große Ankündigung auch in Form einer Erweiterung für die Desktop-Version des Chrome-Browsers veröffentlicht. Die Erweiterung nennt sich „Data Saver“ und kann über Googles Chrome-Web-Store kostenfrei heruntergeladen werden. Die Erweiterung befindet sich noch in einer Beta-Version, scheint aber bereits ohne Probleme das zu tun, was man von ihr erwarten würde.

Google: Datenkomprimierung gibt es jetzt auch über eine Chrome-Erweiterung auf dem Desktop. (Screenshot: Chrome-Web-Store)
Google: Datenkomprimierung gibt es jetzt auch über eine Chrome-Erweiterung auf dem Desktop. (Screenshot: Chrome-Web-Store)

Chrome-Erweiterung komprimiert jetzt auch Desktop-Seiten

Wie viele Bytes euch dank der Erweiterung eingespart werden, hängt letztlich stark von der aufgerufenen Webseite ab. Immerhin zeigt euch die Data-Saver-Extension aber in Form eines Graphen, wie stark die Einsparung ist. Wie sinnvoll die Erweiterung für euch auf dem Desktop ist, müsst ihr letztlich selbst entscheiden. Zumindest wer unterwegs per Tethering ins Netz geht, könnte von dem Feature auch auf dem Notebook profitieren.

Nutzer des Google-Browsers sollten sich auch unseren Artikel „Wie der Browser eure Produktivität steigern kann: Mit diesen 8 Chrome-Erweiterungen erledigt ihr mehr in kürzerer Zeit“ anschauen.

via venturebeat.com

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Kim Rixecker
Android-Smartphones im Vergleich: Aktuelle Geräte von Einsteiger bis Highend http://t3n.de/news/aktuelle-android-smartphones-427155/ 2015-03-25T05:13:47Z
Der Smartphone-Markt ist nahezu unüberschaubar, beinah monatlich überraschen uns Hersteller mit neuen Produkten. Wer soll da noch den Überblick behalten? Wir haben uns im Smartphone-Wust umgeguckt …

Der Smartphone-Markt ist nahezu unüberschaubar, beinah monatlich überraschen uns Hersteller mit neuen Produkten. Wer soll da noch den Überblick behalten? Wir haben uns im Smartphone-Wust umgeguckt und stellen euch eine Reihe an aus verschiedenen Preisklassen vor.

Android-Smartphones der Oberklasse: Die „Crème de la Crème“

Der Kategorie der Oberklasse haben wir Geräte zugeordnet, die mit aktueller Technik ausgerüstet und preislich entsprechend hoch angesiedelt sind. Es handelt sich bei allen Geräten um das aktuelle Modell, es wird also locker die Preisgrenze von 500 Euro gebrochen. Ein Gerät fällt allerdings unter diese Marke – und kann sich trotzdem sehen lassen.

Google Nexus 6

Auf der Vorderseite ist das Nexus 6 erstaunlich unspektakulär. (Quelle: Google)
Nexus-Smartphone in groß: Das Nexus 6. (Foto: Google)

Das neueste Modell der Nexus-Reihe von Google bricht erstmals mit dem Schema der Highend-Hardware zum günstigen Preis. Die Oberklasse-Hardware ist geblieben, allerdings gehen für das Nexus 6 (Affiliate-Link) mindestens 599 Euro über die Ladentheke. Dafür gibt es ein Sechs-Zoll-Display, einen 2,7-Gigahertz-Quad-Core-Prozessor, den Snapdragon 805 und die neueste Version von Android.

Samsung Galaxy S6 & S6 Edge

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Das Samsung Galaxy S6: Das neue Samsung-Flaggschiff setzt endlich auf hochwertige Materialien. (Bild: Samsung)

Auf dem Mobile-World-Congress in Barcelona hat Samsung seine neuen Flaggschiffe vorgestellt. Das Galaxy S6 und das S6 Edge (Affiliate-Link). Beide Modelle kommen mit einem Quad-HD-Display und einem Octa-Core-Prozessor aus dem eigenen Haus. Endlich verwendet Samsung auch bei seinen Vorreitern Metall. Der einzige Unterschied liegt im Display, das bei der Edge-Variante an beiden Seiten leicht abgerundet ist. Ab dem 10. April sind die Modelle ab 699 beziehungsweise 849 Euro erhältlich.

Nach wie vor befindet sich auch der Vorgänger, das , in der Oberklasse, unseren Test des Android-Smartphones dazu findet ihr hier. Für Freunde der Note-Reihe von Samsung gibt es natürlich auch noch das Note 4 (Affiliate-Link), das mit bester Hardware ausgestattet ist.

HTC One M9

Das HTC One M9 gibt es in drei Farben, unter anderem in „Metal Grey“. (Bild: HTC)
Das HTC One M9 gibt es in drei Farben, unter anderem in „Metal Grey“. (Bild: HTC)

Ganz frisch aus der Produktion: das HTC One M9 (Affiliate-Link). Der Nachfolger des M8 kommt mit einem fünf Zoll großen Display mit Full-HD-Auflösung, einem Octa-Core-Prozessor, dem Snapdragon 810 und drei Gigabyte Arbeitsspeicher. Ein besonderes Schmankerl der One-Reihe: die Gehäuse aus Metall. Für Sparfüchse bietet es sich auch bei HTC an, beim Vorgänger zuzuschlagen, dessen Test ihr hier findet.

Sony Xperia Z3

In vielen verschiedenen Farben erhältlich und wasserdicht: Das Sony Xperia Z3. (Bild: Sony)
In vielen verschiedenen Farben erhältlich und wasserdicht: das Sony Xperia Z3. (Bild: Sony)

Das aktuelle Oberklasse-Smartphone aus dem Hause Sony ist das Xperia Z3 (Affiliate-Link). Neben einem Quad-Core-Prozessor und einem Full-HD-Display bringt das Flaggschiff eine 20-Megapixel-Kamera und die Möglichkeit, 4K-Videos aufzunehmen, mit. Wie gewohnt ist das Gerät außerdem wasserdicht. In diesem Frühjahr wird auch der Nachfolger erwartet.

Neben dem normalen Xperia Z3 gibt es das auch in der Compact-Variante (Affiliate-Link), die mit 4,6 Zoll ein kleineres Display hat. Dabei stattet Sony – anders als andere Hersteller seine Reihe mit der gleichen Hardware aus, die auch die großen Modelle haben und sorgt so für eine mehr als gute Performance – verlangt dafür aber auch einen ähnlichen Preis wie für den großen Bruder.

LG G3

Das LG G3. (Foto: LG)
Das LG G3. (Foto: LG)

Nachdem sich LG mit dem G2 eindrucksvoll auf dem Markt der Highend-Smartphones zurückgemeldet hat, ist auch mit dem G3 (Affiliate-Link) ein guter Wurf gelungen. Neben dem Quad-HD-Display mit 5,5-Zoll-Diagonale und 13-Megapixel-Kamera kommt das Gerät mit dem Snapdragon 801 als Prozessor, der vier Kerne hat.

OnePlus One

Der Preisbrecher in der Highend-Kategorie: Das OnePlus One. (Foto: Johannes Schuba)
Der Preisbrecher in der Highend-Kategorie: Das OnePlus One. (Foto: Johannes Schuba)

Zu guter Letzt: Der Preisbrecher in der Kategorie Highend unter den Android-Smartphones ist das OnePlus One, das aktuell noch für 269 Euro in der 16-Gigabyte- und für 299 Euro in der 64-Gigabyte-Variante erhältlich ist, kommt von OnePlus und lässt unter der Haube keine Wünsche übrig. Drei Gigabyte Arbeitsspeicher, Snapdragon 801 mit vier Kernen als Prozessor und ein Display mit 5,5-Zoll-Diagonale und Full-HD-Auflösung. Außerdem dabei: eine 13-Megapixel-Kamera. Mehr zum OnePlus One habe ich hier für euch aufgeschrieben. Nach dem letzten offenen Verkauf wird OnePlus den Preis wegen des schwachen Euro auf 299 beziehungsweise 349 Euro anheben, der aber nach wie vor ein mehr als gutes Preis-Leistungs-Verhältnis darstellt.

Disclaimer: Wir haben in diesem Artikel sogenannte Affiliate-Links verwendet und sie durch „(Affiliate-Link)“ gekennzeichnet. Erfolgt über diese Links eine Bestellung, erhält t3n.de eine Provision vom Verkäufer, für den Besteller entstehen keine Mehrkosten. Wir nutzen Affiliate-Links nur für Produkte, von denen wir überzeugt sind und die wir selbst getestet haben. Unsere redaktionelle Unabhängigkeit wird durch solche Links nicht beeinflusst.

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Johannes Schuba
Software-Paket: Microsoft-Apps sollen bald auf vielen Android-Geräten vorinstalliert sein http://t3n.de/news/software-paket-microsoft-apps-601623/ 2015-03-24T06:23:01Z
Microsoft hat Vereinbarungen mit Samsung, Dell und neun weiteren Herstellern getroffen, nach denen auf deren Android-Smartphones und -Tablets eine Reihe von Microsoft-Apps und -Software …

Microsoft hat Vereinbarungen mit Samsung, Dell und neun weiteren Herstellern getroffen, nach denen auf deren Android-Smartphones und -Tablets eine Reihe von Microsoft-Apps und -Software vorinstalliert sein werden.

Microsoft-Apps auf Samsung-Geräten vorinstalliert

Dass die neuen Samsung-Smartphones Galaxy S6 und S6 Edge mit den Microsoft-Apps OneNote, OneDrive und Skype ausgeliefert werden, wurde bereits auf dem Mobile World Congress 2015 bekannt gegeben. Nun hat Microsoft die Vereinbarung mit Samsung noch auf nicht näher benannte Android-Tablets von Samsung ausgeweitet. Auf diesen Tablets soll Microsoft Word, Excel, PowerPoint, OneNote, OneDrive und Skype vorinstalliert sein, wie der Redmonder Softwarekonzern mitteilte.

Microsoft-Apps bald auf vielen Android-Tablets. (Foto: Microsoft)
Microsoft-Apps bald auf vielen Android-Tablets vorinstalliert. (Foto: Microsoft)

Für Samsungs Businesskunden bietet Microsoft drei Versionen von Office 365 an – Business, Business Premium and Enterprise – die mit Samsungs Sicherheitslösung KNOX verknüpft sein sollen. In dem Paket inkludiert sollen auch Support-Services von Samsung für Unternehmen sein. Der Startschuss für die vorinstallierten Softwarepakete auf Samsung-Geräten soll noch im Laufe des ersten Halbjahres 2015 gegeben werden.

Das ist aber noch längst nicht alles. Denn neben Samsung-Geräten sollen auch Android-Smartphones und -Tablets von Herstellern wie Dell und weiteren neun regionalen Anbietern, darunter das deutsche Unternehmen TrekStor, künftig mit vorinstallierten Microsoft-Apps wie Word, Excel, PowerPoint, OneNote, OneDrive und Skype auf den Markt kommen.

Marktanteil von Microsoft-Apps steigt

Die Entscheidung Microsofts, sein Office-Paket auf iOS- und Android-Geräten zugänglich zu machen, dürfte ein Erfolg für den Konzern gewesen sein. Einige dutzend Millionen Mal sollen die entsprechenden Apps heruntergeladen worden sein. Dank der Vereinbarungen mit Samsung, Dell und den anderen Herstellern sollte Microsofts Marktanteil auf dem Mobilmarkt weiter steigen.

via techcrunch.com

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Jörn Brien
Unlocked: Amazon will Prime-Mitgliedern künftig Android-Apps schenken http://t3n.de/news/unlocked-amazon-prime-apps-601320/ 2015-03-23T05:46:10Z
Amazon soll daran arbeiten, seinen Prime-Service um Apps zu erweitern. Mit „Unlocked“ bekämen Mitglieder Android-Apps inklusive der In-App-Käufe kostenlos, berichten US-Medien.

Amazon soll daran arbeiten, seinen Prime-Service um Apps zu erweitern. Mit „Unlocked“ bekämen Mitglieder Android-Apps inklusive der In-App-Käufe kostenlos, berichten US-Medien.

Wer bei Amazon in Deutschland Prime-Mitglied sein will, muss 49 Euro im Jahr bezahlen. Dafür bekommt er oder sie dann die Artikel im Amazon-Sortiment, die nicht von Drittanbietern stammen, in der Regel kostenlos geliefert und kann die Dienste Unlimited für das Streaming von Serien und Filmen sowie die Kindle-eBook-Leihbücherei nutzen. Außerdem können Fotos gratis in den Cloud-Speicher Drive geladen werden.

Kostenpflichtige Apps sollen bei Amazon Unlocked gratis sein

Nun arbeitet Amazon offenbar daran, auch Apps in das Prime-Angebot aufzunehmen. Statt der bereits täglichen Gratis-App könnten künftig für Prime-Mitglieder gleich eine ganze Reihe von Android-Apps kostenlos zum Download zur Verfügung stehen – inklusive der eigentlich kostenpflichtigen In-App-Käufe. Als Beweis für dieses Szenario zeigt der US-amerikanische Techblog TechCrunch eine interne Präsentation, in der zu sehen sein soll, was Amazon mit Unlocked planen könnte.

So könnte Unlocked laut der Präsentation von Amazon künftig aussehen. (Screenshot: TechCrunch)
So könnte Unlocked laut der Präsentation von Amazon künftig aussehen. (Screenshot: TechCrunch)

In der geleakten Präsentation heißt es in einem Spot: „Wir stellen vor: Amazon Unlocked für Apps und Games. Kostenpflichtige Apps und In-App-Käufe sind jetzt bei Amazon absolut kostenlos.“ Neben Spielen soll es sich bei der App-Auswahl auch um nützliche Programme wie einen PDF-Converter oder Bürosoftware handeln. Eine im Rahmen von Unlocked einmal heruntergeladene Android-App soll auch nach dem Ende des Gratis-Zeitraums nutzbar sein, die In-App-Käufe wären dann aber wieder kostenpflichtig.

Unlocked soll Amazon offenbar dazu dienen, seinen auf Android basierenden App Store zu promoten. Bereits jetzt gibt es täglich eine Gratis-App sowie in unregelmäßigen Abständen Aktionen, in denen App-Pakete kostenlos angeboten werden. Um Apps aus dem Amazon App Store zu laden, müssen sich Android-Nutzer die entsprechende Shop-App auf ihren Geräten installieren. Derzeit umfasst das Angebot 400.000 Apps. Zum Vergleich: In Apples App Store und Googles Play Store gibt es jeweils rund 1,2 Millionen Apps.

via uk.businessinsider.com

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Jörn Brien
WHD 2015: Whistleblower Snowden über Geheimdienste und unsere Daten http://t3n.de/news/worldhostingdays-2015-snowden-whd-601161/ 2015-03-20T14:32:08Z
Das größte Event rund um „Cloud“ und Hosting läuft vom 24. bis 26. März durch: die WorldHostingDays, kurz WHD.global 2015. Snowden, Kaspersky und Wozniak geben Einblicke in ihre Sicht auf …

Das größte Event rund um „Cloud“ und Hosting läuft vom 24. bis 26. März durch: die WorldHostingDays, kurz WHD.global 2015. Snowden, Kaspersky und Wozniak geben Einblicke in ihre Sicht auf das Internet, Geheimdienste und die Frage, wie Anbieter unsere Daten schützen können. Und t3n ist live dabei.

WHD.global: Von Whistleblowern und Wikileaks-Aktivisten

Auf der wohl weltweit wichtigsten Konferenz rund um das Thema Infrastruktur werden mehr als 6.000 Besucher aus 85 Ländern erwartet. Der Höhepunkt: eine offene Diskussion zwischen Wikileaks-Aktivistin Sarah Harrison und Wistleblower Edward Snowden, der zugeschaltet wird. Erstmals werden Harrison und Snowden somit auf einer Konferenz gemeinsam „auftreten“. Zwei herausragende Akteure für ein freies Internet geben exklusive Einblicke und Hinweise, was Hosting- und Cloud-Anbieter tun können, um das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit zurück zu erlangen. Darüber hinaus werden Sarah Harrison und Edward Snowden dazu Stellung nehmen, wie erfolgreich Google, Amazon AWS und Yahoo den mit weit reichenden Befugnissen ausgestatteten Geheimdienst-Sektor von unseren Daten fernhalten.

whd
WHD: Das wichtigste Event in der Branche. (Foto: WHD)

Da digitale Überwachung ein täglich existierendes Problem für viele Anbieter ist, hat das Thema große Aktualität: Eugene Kaspersky, CEO des weltweit größten unabhängigen Antivirus-Entwicklers Kaspersky Lab, wird über die derzeitige Bedrohungslage durch Viren und Malware berichten. Er beschäftigt sich seit 1989 mit der Virenabwehr, dem Jahr, in dem sein privater Computer erstmals mit einem Virus infiziert wurde.

Steve Wozniak, der in den 1980er-Jahren mit der Erfindung des Apple I und des Apple II den Grundstein für den Erfolg von Apple legte, wird über seine Vergangenheit als Hacker und seine Zukunftspläne als „Chief Scientist“ der Firma Primary Data sprechen. Die WHD 2015 findet vom 24. bis 26. März im Europa-Park in Rust statt.

Wir sind bei den WHD.global 2015 für euch vor Ort und halten Augen und Ohren nach den spannendsten Themen offen. Seid ihr dabei?

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Mario Janschitz
Trojaner und AdWare: Deutschland wird angegriffen http://t3n.de/news/trojaner-adware-deutschland-600796/ 2015-03-19T12:21:28Z
Innerhalb eines Jahres konnte Kaspersky 4.643.582 schädliche Installationspakete, 295.539 neue Schadprogramme für mobile Geräte und 12.100 mobile Bank-Trojaner entdecken. Aber wie sehen die Zahlen …

Innerhalb eines Jahres konnte Kaspersky 4.643.582 schädliche Installationspakete, 295.539 neue Schadprogramme für mobile Geräte und 12.100 mobile Bank-Trojaner entdecken. Aber wie sehen die Zahlen für Deutschland aus? Auf der CeBIT 2015 haben wir mehr erfahren. Angriffe auf mobile Geräte boomen. Allein Kaspersky hat von November 2013 bis Oktober 2014 eine Vervierfachung der weltweiten Angriffe auf Android-Geräte verzeichnet. Praktisch jeder Fünfte wurde Opfer einer mobilen Bedrohung – 53 Prozent der Angriffe haben sich dabei mit Bank- und SMS-Trojanern auf den Diebstahl von finanziellen Mitteln konzentriert. Die Verbreitung von Bank-Trojanern hat sich im selben Zeitraum verneunfacht.

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Dabei ist die Anzahl der Attacken über SMS-Trojaner zwar rückläufig und macht derzeit 23,8 Prozent aller Angriffe aus, sie führt die Liste der mobilen Bedrohungen aber immer noch an. Die zweithäufigste Bedrohung geht von Werbeprogrammen (23,8 Prozent) und Trojanern (21,1 Prozent) aus. Der Grund für den Rückgang von SMS-Trojanern hängt vermutlich mit einer veränderten und kostenpflichtige Nachrichten betreffenden Regelung in Russland zusammen: Wird eine kostenpflichtige Nachricht verschickt, muss der Empfänger die Zahlung bestätigen, bevor die Kosten anfallen. Bei der Zahl der angegriffenen Anwender liegt Deutschland auf Platz 4, geht es um Angriffe mit Bank-Trojanern nimmt Deutschland Platz 6 ein.

Apple-Software für Hacker zunehmend attraktiver

Jeder zweite Anwender von Apple-Produkten war einem Angriff ausgesetzt, und im Laufe des Jahres sah sich jeder Mac-OS-X-Nutzer im Schnitt neunmal mit einer Bedrohung für sein Betriebssystem konfrontiert.

Die meisten Bedrohungen gehen eindeutig von Werbeprogrammen aus. Sie werden in der Regel mit legalen Programmen auf den Computer des Anwenders geladen – hauptsächlich, wenn die Programme nicht direkt beim offiziellen Anbieter beziehungsweise Hersteller runtergeladen werden.

Interessant ist, dass anscheinend auch virtuelle Maschinen betroffen sind. Auf dem achten Platz des Rankings der Top-20-Bedrohungen für Mac OS X liegt ein Trojaner, der nur in der Windows-Welt existiert.

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Deutschland: Auch Smartphones sind Angriffen ausgesetzt. (Foto: (Foto: Highways Agency / flickr.com, Lizenz: CC-BY))

Deutschland unter den meist angegriffenen Ländern

Von allen Angriffen auf Mac-OS-X-Systeme weltweit entfallen 12,56 Prozent auf Ziele in Deutschland – was dem zweiten Platz entspricht. Über 150.000 deutsche Nutzer wurden über das Web angegriffen. Wie oben angesprochen, hat es ein Großteil der Angriffe auf unsere Finanzen abgesehen. Die überwiegende Mehrheit der Schädlinge schleust HTML-Code in im Browser dargestellte Websites ein und fängt Bezahldaten ab. Sie werden mittels Spam-Mails verbreitet, deren Betreff sich immer auf das Online-Banking bezieht – in der E-Mail befindet sich ein Anhang, der das Schadprogramm installiert. Weltweit werden 72 Prozent aller Angriffe mit Bank-Malware umgesetzt, allerdings haben auch rund 24 Prozent der restlichen Angriffe Bitcoins zum Ziel – nur bei vier Prozent handelt es sich um Keylogger.

Aber Deutschland ist nicht nur Opfer, sondern auch Täter – jedenfalls unbewusst. Rund 16,62 Prozent aller Angriffe werden über deutsche Infrastruktur getätigt, das sind rund zehn Millionen individuelle Hosts.

Zu den „sichersten“ Ländern beziehungsweise Ländern mit minimalen Computer-Infektionsraten gehören übrigens die Seychellen, Kuba, Finnland, Dänemark, Japan, Schweden, Tschechien, Singapur, Martinique und Norwegen. Im Schnitt wurden nur 23 Prozent der Computer hier einmal im Laufe des Jahres angegriffen.

Fazit: Deutschland ist Täter und Opfer zugleich

Spam-Mails bleiben zusammen mit AdWare die größte Gefahr. Auch mobile Geräte sind massiven Angriffen ausgesetzt und Mac OS X wird zunehmend Attraktiver für Angreifer.

Die Zahlen wurden von Kaspersky zur Verfügung gestellt.

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Mario Janschitz
Edward Snowden auf der CeBIT: Ein Stargast, der keiner sein will http://t3n.de/news/edward-snowden-cebit-stargast-600722/ 2015-03-19T10:06:38Z
Edward Snowden zu Gast in Hannover auf der CeBIT – oder besser gesagt: per Live-Schaltung aus Russland. Denn noch immer sitzt der Whistleblower im Exil ohne Aussicht auf Rückkehr in die USA.

Edward Snowden zu Gast in Hannover auf der CeBIT – oder besser gesagt: per Live-Schaltung aus Russland. Denn noch immer sitzt der Whistleblower im Exil ohne Aussicht auf Rückkehr in die USA. Mit dabei: Glenn Greenwald, der Snowden half, die NSA-Dokumente publik zu machen. Was hatte Snowden dem CeBIT-Publikum zu sagen? Vor allem eins: Dass er nicht wichtig ist.

Es war nicht der erste Auftritt des wohl wichtigsten Whistleblowers unserer Zeit: Bei der SXSW in Austin beispielsweise sprach er bereits zwei Mal. Und jetzt also auch auf den Global Conferences der CeBIT: Edward Snowden als Stargast. Und hier liegt auch so ein wenig die Problematik des gestrigen Auftritts: Edward Snowden ist kein Star. Er hat das auch im Gespräch mit Brent Goff, der durch die Global Conferences führt, mehrfach erklärt: „Es geht nicht um mich und mein Schicksal, es geht um die Sache, um das, was Geheimdienste weltweit tagtäglich tun.“

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Edward Snowden im Gespräch mit Global-Conferences-Moderator Brent Goff: „Es geht nicht um mich, es geht um die Sache.“(Bild: Luca Caracciolo)

Seine Person, seine ganze Ausstrahlung unterstreichen diese Haltung. Snowden schaut zum Publikum, aber auch immer wieder weg. Er wirkt fast schüchtern, scheint die Distanz zwischen ihm und sein Publikum geradezu zu brauchen. Doch offensichtlich kommt das bei Moderator Goff nicht ganz an. Der fragt nämlich immer wieder nach persönlichen Dingen: Ob Snowden denn nicht wieder in die USA will, wie er es finde, dass er in seiner Heimat vermutlich nicht mal einen fairen Prozess erwarten dürfte, ob er von Deutschland enttäuscht sei, weil ihm Angela Merkel kein Asyl gewährt, ob er um sein Leben bange.

Alles schön und und gut und solche Fragen kann man ja auch stellen, wenn man mit jemanden wie Snowden einen ganzen Tag verbringt. Aber eine halbe Stunde auf einer IT-Konferenz? Wenn es keine neue Enthüllungen gibt – und davon war auszugehen, schließlich nutzt Greenwald mittlerweile seine eigene Plattform „The Intercept“ öffentlichkeitswirksam dafür – warum dann nicht mehr in die Zukunft blicken? Etwa: Was Snowden glaube, wie die Entwicklung bezüglich des Überwachungsskandals politisch und ökonomisch weitergeht? Wie IT- und Software-Unternehmen in Zukunft agieren müssen? Was sie tun können, um den verheerenden Vertrauensverlust der Nutzer und Geschäftskunden wieder zu gewinnen?

Edward Snowdens Auftritt auf den Global Conferences (Foto: Luca Caracciolo)
Edward Snowdens Auftritt auf der Cebit: Er wirkt schüchtern, schaut oftmals nach unten.  (Bild: Luca Caracciolo)

Wenigstens zum Abschluss der Live-Schaltung ein wenig mehr Substanz – dann fragt Goff nämlich, was Snowden denn seinem Publikum mitgeben will: „Wir reden viel über den Verlust der Privatsphäre und Überwachung. Dabei vergessen wir oftmals vor allem eines: Ohne den Angriff auf die Infrastruktur des Internets wäre die Überwachung in dem uns bekannten Ausmaß nicht möglich.“

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Er spricht ein Technologie-Publikum an, das sein Geld damit verdient, Dienstleistungen auf Basis moderner Cloud-Technologien anzubieten. Ein Publikum, das gehörig etwas dagegen haben sollte, wenn die Infrastruktur ihrer Geschäftslösungen Adressat von unzähligen Angriffen und Hacks ist. „Die NSA greift gezielt Menschen an, die Zugriff auf wichtige IT-Systeme und kritische Infrastrukturen haben. Das müssen wir, das müsst ihr verhindern. Wir brauchen Verschlüsselungstechnologien, die einfach anzuwenden und von jedem einsetzbar sind.“

Gewiss keine neue Gedanken, aber ein Ausblick von jemandem, der nicht über sich sprechen will, sondern über die Zukunft.

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Luca Caracciolo