Social Web | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Social Web 2014-04-04T05:54:02Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/social-web Messenger-Mix: Kostenlos telefonieren mit Facebook, chatten mit Vine http://t3n.de/news/messenger-mix-538154/ 2014-04-04T05:54:02Z
Facebook hat seiner hauseigenen Messenger-App eine kostenlose Telefonfunktion spendiert. Und: Twitter nimmt sich Instagram zum Vorbild und bietet Nutzern jetzt auch die Möglichkeit, Videos und...

Facebook hat seiner hauseigenen Messenger-App eine kostenlose Telefonfunktion spendiert. Und: Twitter nimmt sich Instagram zum Vorbild und bietet Nutzern jetzt auch die Möglichkeit, Videos und Textnachrichten privat auszutauschen.

Facebook führt kostenlose VoIP-Funktion ein

Obwohl Facebook mit WhatsApp im Besitz des populärsten Smartphone-Messengers der Welt ist, behandelt das Soziale Netzwerk seinen hauseigenen Facebook Messenger alles andere als stiefmütterlich: Nachdem man mit Version 4.0 kürzlich eine Gruppenchat-Funktion einführte, bringt man jetzt Version 4.1 und damit ein weiteres oft gewünschtes Feature an den Start: eine kostenlose Telefoniefunktion per VoiP. Nutzer können ihre Freunde also über das Internet anrufen.

Die Telefonie ist über WLAN und das mobile Datennetzwerk via UTMS oder LTE-Verbindung möglich. Um einen Telefonanruf zu einem anderen Nutzer des Facebook Messengers zu starten, muss man lediglich das kleine Hörersymbol neben dem Namen der gewünschten Gesprächsperson anklicken und der Anruf wird eingeleitet.

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Vine: Twitters Videodienst kann jetzt auch Messenger

Vine: Twitter spendiert seiner Video-App eine Messenger-Funktion. (Foto: Vine)
Vine: Twitter spendiert seiner Video-App eine Messenger-Funktion. (Foto: Vine)

Instagram hat es, Vine jetzt auch – um mit der Konkurrenz gleichzuziehen, wurde der bekannte Kurzvideodienst mit einer Messaging-Funktion zum Tausch von Text- und Videonachrichten bestückt. Vine gehört zu Twitter und ist ein Dienst, mit dem Nutzer wenige Sekunden lange Clips aufzeichnen und teilen können. War dies bislang nur öffentlich möglich, funktioniert der Austausch jetzt auch privat mit einzelnen Nutzern.

Wie die Vine-Macher in einem Blogeintrag schreiben, habe man schon frühzeitig erkannt, dass es von Seiten der Nutzerschaft ein Bedürfnis für diese Funktion gebe. Warum der US-Dienst die Funktion jedoch erst jetzt – sechs Monate nachdem Instagram eine solche vorstellte – einführt, bleibt fraglich. Um loszulegen, brauchen Nutzer nur den „Nachrichten“-Tab im Navigationsmenü auswählen und können dann wahlweise eine Textnachricht oder einen zuvor aufgenommenen Kurzclip an Freunde und Bekannte versenden. Ein Versenden der Nachrichten an mehrere Empfänger ist möglich.

Nach Schätzungen haben sich bei Vine rund 50 Millionen Menschen registriert. Der Kurzvideodienst wird inzwischen aber auch zu Werbezwecken von Marken und Unternehmen genutzt. Eine Auswahl kreativer Beispiele hat unser Autor Jochen G. Fuchs zusammengestellt.

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Daniel Hüfner
Bring Bewegung in deinen Onlineshop: 15 kreative Vine-Produktvideos http://t3n.de/news/vine-produktvideos-onlineshop-535724/ 2014-03-24T08:48:51Z
Produktbeschreibungen sollen beim Verkaufen und beim Verrringern von Retouren helfen. Was macht der Händler, wenn der Kunde nicht Lesen will? Richtig: Produktvideos. Mit sechs-sekündigen...

Produktbeschreibungen sollen beim Verkaufen und beim Verrringern von Retouren helfen. Was macht der Händler, wenn der Kunde nicht Lesen will? Richtig: Produktvideos. Mit sechs-sekündigen Vine-Produktvideos geht das ziemlich gut. Wir zeigen wie. Es gibt unterschiedliche Auffassungen dazu, wie Menschen Informationen aufnehmen – eine der am weitesten verbreiteten Theorien dazu ist die, dass Menschen Informationen über verschiedene Wahrnehmungskanäle aufnehmen: optisch beziehungsweise visuell, auditiv, haptisch oder kognitiv. Inwiefern das zutrifft oder nicht, sei dahingestellt. Zumindest aber ist es logisch, dass Bilder Informationen optisch schneller transportieren als Texte – Produktfotos wirken stärker als Produkttexte. Und mancher Online-Händler kann ein Lied davon singen, was passiert, wenn Produktbeschreibungen nicht vom Kunden wahrgenommen, sprich gelesen, werden: Mißverständnisse und Ärger ist vorprogrammiert.

Gerade deshalb sind umfangreiche und realistische Produktfotografien so wichtig. Geht der Online-Händler einen Schritt weiter, gelangt er zu Produktvideos. Klingt nach viel Aufwand, ist es aber nicht unbedingt – zumindest nicht mit , dem Mini-Video-Clip-Dienst von Twitter. Und mit etwas Kreativität kommt etwas richtig Unterhaltsames dabei raus. Lasst euch überraschen.

Produktvideos in 6 Sekunden: Vine. (Bild: Esther Vargas / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0 )
Produktvideos in sechs Sekunden: Vine. (Bild: Esther Vargas / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Vine-Produktvideos: Produkte vorführen

Diese Möglichkeit liegt auf der Hand: ein Produkt vorstellen oder in Aktion zeigen. Wichtig dabei: Zeige dein Produkt von allen Seiten. Fast noch wichtiger: Wenn es ein Gebrauchsgegenstand ist, zeig, wie man ihn benutzt. Ein Produkt im Kontext seiner Nutzung demonstriert nicht einfach ein Feature, sondern zeigt seinen Nutzwert auf.

Vorteile von Servicemerkmalen herausstreichen

Nicht nur die Produkte, die ein Onlinehändler verkauft, haben einen Nutzen, auch die zusätzlichen Dienstleistungen sollten einen Kundennutzen bieten. Den Kundennutzen herauszustreichen kann ein gutes Mittel sein, um den Wert eines Alleinstellungsmerkmals hervorzuheben. Wie im Fall von eBay Now, dem Same-Day-Delivery-Dienst von eBay.

Tipps zur Anwendung der Produkte

Was mache ich mit dem Produkt, wenn ich es habe? Anwendungsmöglichkeiten zu zeigen, ist nicht nur ein Kundenservice, sondern regt zum weiteren Einkauf ein. Nach dem Motto: „Wenn ich weiß, was ich damit machen kann, nutze ich es öfter.“ Ein schönes Beispiel dafür ist die Marke Oreo. Der kleine Keks durchwandert bei Vine auf unterhaltsame Weise verschiedene Einsatzmöglichkeiten.

Kundenservice: Gebrauchsanweisungen

Erklärungsbedürftige Produkte profitieren von richtigen Bedienungsanweisungen. „Wie binde ich denn gleich nochmal eine Krawatte richtig?“, hat sich der US-Retailer Nordstrom gefragt und gleich mit einem Vine-Video die Antwort geliefert.

Vine-Produktvideos: Infos rund um die Produkte

Know-How im eigenen Produktsegment zeigen, wenn man Gartenzubehör verkauft, kann es sinnvoll sein, Tipps zum Gärtnern zu zeigen. Kleine, simple „Life-Hacks“, die nicht zwingend ein Produkt verkaufen oder bewerben müssen, sondern nur in einem losen Zusammenhang zum eigenen Sortiment stehen – aber einen Mehrwert für den Kunden bieten. Ein schönes Beispiel gibt hier der US-Heimwerker- beziehungsweise Haushaltswaren-Händler Lowes ab.

Engagement: Beziehe deine Kunden mit ein

Dafür gibt es viele Möglichkeiten: Ein Wettbewerb ist eine schöne Möglichkeit – für Online-Händler bietet es sich besonders an, die Kunden zum Filmen des „Unboxing“ zu animieren, wie es Modehändler ASOS im ersten und zweiten Clip demonstriert. Aber auch spielerische Ansätze, die eine Identifikation mit der Marke ermöglichen – wie bei Coca Cola im dritten Clip –, sind ein gutes Mittel.

Bau deine Marke auf

Die Botschaft deiner Marke lässt sich gut mit einem emotionalen Clip unterstützen. Hier hat der US-Online-Händler Threadless zwei Mitarbeiter beim Skaten im Lager gefilmt – Threadless adressiert unter anderem die Skater-Community und will so zeigen, dass sie auch Teil der Community sind. Das zweite Beispiel ist wieder einer der kultigen Oreo-Nonsense-Clips – denn auch lustige Clips, die scheinbar keinen Zweck erfüllen, transportieren eine Markenbotschaft.

Hinter die Kulissen blicken lassen

Einer Firma ein Gesicht verleihen? Das lässt sich auch durch einen schnellen Blick hinter die Kulissen realisieren. Hier zeigt die US-Deisnger-Marke Kenneth Cole wörtwörtlich einen Blick hinter die Kulissen einer Modeschau, während die US-Mode-Marke American Apparel die Arbeitsbedingungen ihrer US-Mitarbeiter in leuchtenden Tönen zeigen möchte.

Fazit: In 6 Sekunden lässt sich viel Spannendes ausdrücken

How-Tos und Ratschläge auf sechs Sekunden zu komprimieren, hört sich auf den ersten Blick nicht sinnvoll an. Die Beispiele zeigen aber, dass sich mit etwas Kreativität ziemlich viel in dieser kurzen Zeit machen lässt. Mit einem Smartphone können auch kleine bis mittlere Online-Händler auf unkomplizierte Weise kleine Produktvideos erstellen, die sich auch im eigenen einbinden lassen.

Ein kleines Tutorial für Vine-Einsteiger findet sich übrigens im Artikel meines Kollegen Kim Rixecker: „Berühmt für 6 Sekunden: So gelingen dir tolle Vine-Videos“.

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Jochen G. Fuchs
Social Media: 10 Tipps für mehr Viralität im Social Web http://t3n.de/news/social-media-10-tipps-viralitat-531186/ 2014-03-09T09:17:29Z
Ihr teilt eure Inhalte auf euren Social Media-Kanälen? Und eure Fans und Kunden tun das auch? Damit das quasi von selbst richtig gut aussieht und sich fast von selbst verbreitet, haben wir hier ein. ...

Ihr teilt eure Inhalte auf euren Social Media-Kanälen? Und eure Fans und Kunden tun das auch? Damit das quasi von selbst richtig gut aussieht und sich fast von selbst verbreitet, haben wir hier ein paar Tipps für euch zusammengestellt.

Es sind die Kleinigkeiten, die auch in oft eine große Rolle spielen. Mit wenigen Klicks lassen sich eure Inhalte und euer Webauftritt so optimieren, dass die Vorschau in Facebook, Twitter und Co. viel besser aussieht. Und was besser aussieht, wird auch öfter geteilt. Dabei ist es dann auch egal, wer etwas wo geteilt hat. Übrigens ist keiner dieser brandneu, aber bei meinem Streifzügen durchs Netz sehe ich immer noch viel Optimierungspotential.

1. Schreibt kurze Teaser

In beinahe jedem CMS oder Blogsystem lässt sich ein Teasertext eintragen, alternativ die Meta-Description bearbeiten. Tragt hier eine kurze Zusammenfassung des Inhalts ein, denn dann bricht der Text nicht mittendr ...

2. Das Facebook-Vorschaubild für Links

Wenn die Vorschaubilder das richtige Seitenverhältnis haben, ist auch das Ergebnis in der Facebook-Timeline schön. (Screenshot: Facebook)
Wenn die Vorschaubilder das richtige Seitenverhältnis haben, ist auch das Ergebnis in der Facebook-Timeline schön. (Screenshot: Facebook)

Wenn man einen Link bei Facebook postet, könnte man meinen, dass es Glückssache sei, wie ein Bild zum Link angezeigt wird. Ist es natürlich nicht, es kommt auf das Format des Bildes an. Die meisten Bildformate werden in ein quadratisches Kästchen neben dem Titel und der Beschreibung des Texts gepackt. Es sei denn, das Vorschaubild hat ein Seitenverhältnis von 1,91:1. Dann bekommt der Link die volle Aufmerksamkeit im Newsfeed, denn das Bild wird schön groß dargestellt und der Text erscheint unten darunter.

Als Bildformat eignet sich zum Beispiel 377 x 197 Pixel. Das ist das Format, in dem die Bilder nachher angezeigt werden. Und natürlich jedes Vielfache davon. Facebook selbst rät zu 1200 x 630 Pixeln. Sollte das aus bestimmten Gründen bei euch absolut nicht gehen: Viele CMS bieten die Möglichkeit, an Facebook ein separates Vorschaubild zu liefern.

3. Teilen oder nur gefallen?

Natürlich sollte es den Besuchern eurer Webseite möglichst einfach gemacht werden, den Link zu teilen. Für Facebook sind dann zum Beispiel die Teilen-Buttons die bessere Wahl als die Gefällt-mir-Buttons. Denn nur über das Teilen wird der Link den Facebook-Freunden im Newsfeed angezeigt — dank des Algorithmus aber nicht allen. Das „Gefällt mir“ schafft es hingegen nur bis in die Kurzmeldungen und wird folglich noch weniger beachtet.

4. Mit Twitter-Cards eine Vorschau für die Timeline

Durch die Twitter-Card erhalten Follower in der Timeline schon einen Vorgeschmack auf den Inhalt. (Screenshot: Twitter)
Durch die Twitter-Card erhalten Follower in der Timeline schon einen Vorgeschmack auf den Inhalt. (Screenshot: Twitter)

Ist euch in der Twitter-Timeline schon mal das Icon aufgefallen, das wie eine Zeitung aussieht? Wenn man so einen Tweet anklickt, wird in der Timeline eine Vorschau des Inhalts angezeigt. Der Follower kann dann schon in der App sehen, was ihn erwartet. Das sind die Twitter-Cards. Um das auch für eure Webseite oder euren Blog einzurichten, müsst ihr nur im Entwickler-Bereich von Twitter die Twitter-Cards aktivieren, die Meta-Tags in eure Webseite einbauen und die Gültigkeit bestätigen lassen. Es gibt verschiedene Twitter-Cards: Standard ist die Summary-Card, doch auch spezielle Cards wie Product und App sind verfügbar. Das ist natürlich besonders für gesponserte Tweets interessant, funktioniert aber genauso gut für andere Inhalte.

5. Bilder am besten direkt über Twitter posten

Wer ein Bild twittern will, sollte das auch über Twitter tun. Mittlerweile ist es egal, ob ihr das über eine App oder über die Webseite macht. Solange die Bilder über pic.twitter.com eingebunden werden, sind sie direkt in der Timeline der Follower zu sehen – natürlich auch bei Retweets. Wenn das Bild stattdessen zum Beispiel über Hootsuite getwittert wurde, bekommt es nur einen Link. Dann kann aber immer noch die Twitter-Card Photo weiterhelfen (siehe oben).

6. Kürzere Tweets lassen sich besser retweeten

Es gibt Twitter-Clients, die nicht den nativen Retweet verwenden. Stattdessen wird im Prinzip ein neuer Tweet verfasst, dem dann RT @Nutzername vorangestellt wird. Damit der Ursprungstweet jetzt nicht gekürzt werden muss, empfiehlt es sich, dass euer Tweet nur etwa 120 Zeichen hat. So bleibt Platz fürs Retweeten.

7. Bei Social Media Google+ nicht vergessen

Google+ wird im Social Media-Reigen oft übersehen. Hier zählen prägnante Überschriften. (Screenshot: Google)
Google+ wird im Social Media-Reigen oft übersehen. Hier zählen prägnante Überschriften. (Screenshot: Google)

Auch Google+ solltet ihr nicht vergessen. Das Schöne: Ein für Facebook optimiertes Beitragsbild passt genauso zu Google+. Allerdings übernimmt Google+ bei geteilten Links nur die Überschrift. Insofern müsst ihr beim Texten der Überschrift darauf achten, dass sie prägnant ist — und maximal 190 Zeichen hat. Der Rest wird von Google+ verschluckt.

8. Kurzvideos durch alle Social-Media-Kanäle

Die Kurzvideos von Vine und Instagram verbreiten sich rasant. Doch auf welches Netzwerk soll man dabei setzen? Ganz einfach: auf alle! Denn jeder Dienst bevorzugt seinen eigene Videodienst. Wer ein Vine-Video auf Facebook veröffentlich, postet im Prinzip nur den Link zu . In Twitter dagegen werden Vine-Videos in der Timeline sofort abgespielt, sobald der Tweet geöffnet wurde. Umgekehrt bei Instagram: Getwittert wird nur ein Link, während in Facebook das Video sofort im Newsfeed abgespielt werden kann. Eine Lösung könnte so aussehen:

  1. Ein Video in Vine aufnehmen und twittern. Vine speichert das Video als Datei auf dem Smartphone, kann aber selber keine vorbereiteten Dateien posten.
  2. Das kann dann Instagram. Die Vine-Videodatei zu Instagram hochladen und gleichzeitig bei Facebook posten (geht auch für Seiten).
  3. Weil wir eben schon daran erinnert haben: Google+. Weder Vine noch Instagram können zu Google+ posten, aber mit der App für Google+ lässt sich das Video dort posten.

Natürlich macht das Crossposten durch die unterschiedlichen Videostile nicht immer Sinn, aber wir wollten euch diesen Tipp nicht vorenthalten.

9. Lasst euch pinnen

Pinterest gehört ebenfalls (noch) zu den unterschätzten sozialen Netzen. Während bei den meisten Diensten die Bilder eher zum schmückenden Beiwerk taugen, basiert Pinterest in erster Linie auf Bildern. Deshalb ist mindestens ein Bild, das sich zum Pinnen eignet, Pflicht. Ohne Bild lässt sich nichts pinnen. Dabei sollten die Bilder so hochwertig wie möglich sein — sowohl technisch als auch von der inhaltlichen Gestaltung. Auswertungen haben ergeben, dass vor allem farbige Bilder gepinnt werden, die viele helle Erdtöne beinhalten und dabei keine Person, sondern Gegenstände, Tiere oder Landschaften zeigen.

10. Ein kleiner Gruß an die Pocket-Nutzer

Kleiner Gruß an die Leser, die eure Inhalte über Pocket lesen. (Screenshot: Pocket)
Kleiner Gruß an die Leser, die eure Inhalte über Pocket lesen. (Screenshot: Pocket)

Mittlerweile lesen viele Nutzer längere Texte nicht mehr auf der Webseite selbst, sondern in speziellen Lese-Apps wie zum Beispiel Pocket. Wenn ihr eure Besucher dabei erwischt, lasst ihnen doch einen speziellen Gruß zukommen. Das macht zum Beispiel Caschys Blog. Das geht ziemlich einfach: Ihr müsst euch nur bei Pocket als Publisher registrieren und eure Seite verifizieren. Anschließend könnt ihr die Footer-Message festlegen.

Bonus-Tipp: Fordert zum Teilen auf!

Wenn eure Inhalte entsprechend aufs Teilen optimiert sind, macht euren Nutzern auch deutlich, dass ihr das wollt. Nichts bewirkt das stärker als der klare Call-to-action.

Habt ihr noch weitere Tipps?

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Timo Stoppacher
Luca Analytics: „Diese Twitter-App ist tot“ oder warum wir ein offenes Social-Media-Protokoll brauchen [Kolumne] http://t3n.de/news/luca-analytics-diese-twitter-app-521350/ 2014-01-10T09:03:38Z
Das zunehmende Aussterben von Twitter-Apps zeigt: Das Social Web braucht ein offenes Social-Media-Protokoll. Die Luca-Analytics-Kolumne von Luca Caracciolo.

Das zunehmende Aussterben von Twitter-Apps zeigt: Das Social Web braucht ein offenes Social-Media-Protokoll. Die Luca-Analytics-Kolumne von Luca Caracciolo.

Wir verlieren die Kontrolle über unseren Social Stream.

Eigentlich fing alles relativ harmlos an. Vor ein paar Monaten habe ich mir ein neues Smartphone zugelegt, bin von iOS auf Android umgestiegen. Für viel genutzte iPhone-Applikationen, die es für Android nicht gibt, musste ich Ersatz finden. Auch für . Nachdem ich zunächst auf die offizielle Twitter-App zurückgegriffen habe, um mich in Ruhe den anderen App-Baustellen widmen zu können, war es schließlich an der Zeit, einen probaten Ersatz für Tweetbot ausfindig zu machen – was gar nicht so einfach ist. Als ich schließlich auf Carbon für Twitter gestoßen bin und gerade meinen Twitter-Account einbinden wollte, der Schock: „Die Applikation kann zurzeit keine weiteren Nutzer authentifizieren.“ Nochmal probiert, gleiche Fehlermeldung. Kurz im Netz recherchiert und siehe da: Carbon für Twitter hat das von Twitter festgelegte Token-Limit erreicht. Das bedeutet, dass neue Nutzer die App nicht mehr verwenden können. Im Klartext: Diese App ist tot – denn wenn eine App keine neuen Nutzer mehr „reinlässt“, dann ist der Anfang vom Ende besiegelt. Wenn ein Party überfüllt ist und die Organisatoren die Schotten dicht machen, dann zieht die Party-Crowd eben weiter.

Carbon für Twitter hat das Token-Limit bereits erreicht, neue Nutzer können die App nicht mehr einsetzen.
Carbon für Twitter hat das Token-Limit schon erreicht, neue Nutzer können die App nicht mehr einsetzen.

Dabei nervt die offizielle Twitter-App. Irgendwie scheint in ihr ein Algorithmus verbaut zu sein, der bei zunehmender Nutzung Sponsored Tweets an prominenter Stelle (zweiter oder dritter Tweet im Stream) anzeigt. Und das ist doof, das will ich nicht. Ich möchte für mich relevanten Content lesen und keine Werbung. Lange Zeit gab es dafür einfache Lösungen: Clients beziehungsweise Apps von Dritt-Anbietern nutzen. Aber Twitter hat vor geraumer Zeit dieser Lösung einen Riegel vorgeschoben. Bis auf wenige Ausnahmen haben sämtliche Twitter-App-Anbieter für ihre Apps ein Token-Limit verpasst bekommen, um – sagen wir es einfach, wie es ist – auszusterben. Damit langfristig alle Twitter-Nutzer die offizielle App nutzen. Damit Twitter die volle Kontrolle über die Ansicht des Streams hat, wie er den Nutzern angezeigt wird. Damit die Werbekunden maßgeschneiderte Werbeplätze buchen können. Und Sponsored Tweeds sind da nur der Anfang.

Kontrollverlust im Social Web: Nichts neues, aber aktueller denn je

Andere Soziale Netzwerke wie und Google+ haben es zu diesem absolut positiv zu bewertenden App-Wildwuchs gar nicht kommen lassen. Vor allem bei Facebook sieht man die Folgen schon jetzt: Nicht nur die Werbung nervt, auch die Zusammensetzung des Streams ist nicht mehr durchsichtig. Längst bestimmt Facebook, welche Inhalte unserer „Freunde“ wir überhaupt zu Gesicht bekommen und welche nicht. Bei Twitter ist das noch nicht der Fall – und selbst wenn, hatten wir lange Zeit die Möglichkeit, auf alternative Twitter-Clients und Apps zurückzugreifen. Aber diese Ausweichmöglichkeit wird bald der Vergangenheit angehören. Und wer garantiert denn, dass nicht auch Twitter früher oder später einen Algorithmus einführt, der Tweets von unseren Followings filtert, um mehr Platz für Sponsored Tweets zu schaffen? Richtig geraten: niemand. Und was bedeutet das? Dass wir die Kontrolle über unseren Social Stream verlieren. Oder ehrlicher: längst verloren haben.

Was wir brauchen: Ein offenes Social-Media-Protokoll

Die Mär von der Kontrolle unserer Daten ist nicht neu, die Diskussion schon mehrfach geführt worden. Aber es schmerzt einfach enorm, zu sehen, wie Twitter – eine Plattform, die quasi mit dem Wildwuchs von Dritt-Apps überhaupt groß geworden ist – den genau gleichen Weg geht wie Facebook und Konsorten. Den Weg, den alle kommerziell betriebenen Social Networks gehen. Und dieser Weg ist falsch. Denn menschliche Kommunikation lässt sich nicht mit Werbung monetarisieren. Dafür ist sie viel zu kostbar. Ganz zu schweigen von der Leidenschaft gewisser Geheimdienste, zentralistisch organisierten Sozialen Netzwerken regelmäßig einen Besuch abzustatten, weil die Daten gebündelt bei einem Anbieter gespeichert sind. Snowden und so, da war ja was.

Dalton Caldwell baut mit App.net eine Social-Media-Plattform, die komplett ohne Werbung auskommt. Von der Idee her birgt App.net ein riesiges Potenzial. (Foto: Hardy Wilson)
Dalton Caldwell baut mit App.net eine Social-Media-Plattform mit offenen APIs, die komplett ohne Werbung auskommt. Von der Idee her hat App.net ein riesiges Potenzial. (Foto: Hardy Wilson)

Was wir deshalb brauchen, ist ein offenes Social-Media-Protokoll (SMP), in dem per se jeder seine Inhalte verlinken, reinschreiben, eintragen kann; in dem die Inhalte, die der Nutzer hochgeladen hat, unter seiner Kontrolle sind und nicht in den proprietären Systemen der Anbieter lagern; dass offen ist, so dass verschiedenste Dienste per API darauf zugreifen können. Nutzer rufen die per SMP erstellten Inhalte mit verschiedensten Clients ab, die dieses Protokoll verarbeiten können und die Möglichkeit bieten, neue Inhalten zu erstellen. Spannende Nutzungsszenarien entstünden dann über die Clients, die die Inhalte beispielsweise in besonderer Art und Weise darstellen. Neue Dienstleister würden entstehen, die besondere Formen der Protokollverarbeitung anbieten.

Wir dürfen soziale Kommunikation nicht in private Hände geben.

Die E-Mail etwa ist deshalb so erfolgreich, weil sie quasi universell nutzbar ist. Undenkbar ein Szenario, indem sich Gmail-Nutzer und Yahoo-Mail-Nutzer keine Nachrichten schicken könnten. Aber genau eine solche proprietäre Konstellation akzeptieren wir aktuell im . Nutzer wollen etwas mitteilen oder spannende Inhalte mit anderen teilen und müssten erst mal überlegen, in welchem Netzwerk sie posten. Und wer möchte schon 20 Netzwerke pflegen, um möglichst viele Menschen zu erreichen?

Soziale Kommunikation gehört heute zu den Grundpfeilern des modernen Webs. Sie ist so fundemantal, dass wir sie nicht in private Hände geben dürfen. Ähnlich wie vor 30 Jahre zuvor die E-Mail (SMTP) den Standard für elektronische Nachrichten schuf und das http-Protokoll zwecks Dokumentenaustausch den Aufstieg und den Siegeszug des Internets möglich machte, ist es unabdingbar, dass wir einen offenen Standard für die Übertragung und Verarbeitung sozialer Kommunikation schaffen. Facebook, Twitter und Co. würden dann zu SMP-Clients degradiert. Schlimm fände ich das nicht. Und es wäre ein leichtes, eine Alternative für einen Client oder eine App zu finden – unabhängig vom mobilen OS, das ich im Einsatz habe.

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Luca Caracciolo
Social Media 2013: Samsung ist die beliebteste Marke im sozialen Netz http://t3n.de/news/social-media-2013-samsung-518508/ 2013-12-23T09:54:14Z
Starcount hat eine Liste der zehn erfolgreichsten Marken im Social-Web des Jahres 2013 erstellt. Mit Samsung, Google, Facebook, Instagram und YouTube finden sich gleich fünf Technologie-Marken auf...

Starcount hat eine Liste der zehn erfolgreichsten Marken im Social-Web des Jahres 2013 erstellt. Mit Samsung, Google, Facebook, Instagram und YouTube finden sich gleich fünf Technologie-Marken auf der Liste.

Social Media: Diese Marken waren 2013 besonders erfolgreich

Der Anbieter der gleichnamigen Social-Media-App Starcount hat sich angeschaut, welche Marken im sozialen Web im Jahr 2013 besonders erfolgreich waren. Geht es nach dem Anbieter, hat Handysparte alle anderen Marken in diesem Jahr getoppt. Ganze vierzehn Millionen neue Fans soll der Hersteller aufgrund seiner erfolgreichen Social-Media-Strategie in diesem Jahr auf hinzugewonnen haben. Außerdem sollen die Koreaner vier Millionen neue Twitter-Follower und 86 Millionen Views auf im letzten Jahr generiert haben.

Auf dem zweiten Platz folgt Disney, die unter anderem auf der chinesischen Twitter-Kopie Sina-Weibo eine Million neue Fans gefunden haben sollen. Danach folgen National Geographic und der Sportbekleidungshersteller Nike. Erst auf dem fünften Platz erscheint mit der zweite Technologie-Konzern auf der Liste. Die Firma konnte sich mit ihrer Marke YouTube außerdem den zehnten Platz auf der Liste sichern.

Social Media: Auch Facebook schafft es zweimal auf die Liste

Der Facebook-Konzern belegt mit seinen Marken Facebook und die Plätze acht und neun. Wenig überraschend sind beide auf den jeweiligen sozialen Netzwerken ungemein populär. Facebook konnte im Jahr 2013 beispielsweise sechzehn Millionen neuer Fans auf der Facebook-Seite der Firma verbuchen. Das offizielle Profil von Instagram brachte es im eigenen Netzwerk ebenfalls auf einen Anstieg um sechzehn Millionen Nutzer.

Die Liste zeigt, wie sich zumindest einige weltweit bekannte Marken einer sehr engagierten und erfolgreichen Social-Media-Strategie bedienen. Die vollständige Liste findet ihr in der Infografik unter diesem Artikel.

Ein Klick auf den unten stehenden Ausschnitt öffnet die vollständige Infografik.

Social Media: Die Top-Brands 2013. (Infografik: Starcount)
Social Media: Die Top-Brands 2013. (Infografik: Starcount)

via mashable.com

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Kim Rixecker
Das Buch zur Jobsuche im Social Web: Bewerbungen sind keine „Rocket Science“ [Verlosung] http://t3n.de/news/buch-jobsuche-social-web-509940/ 2013-11-20T06:09:50Z
„Das Social Web hat nicht nur viele neue Berufe hervorgebracht, sondern auch die Bewerbungskultur stark verändert“, heißt es auf der Website des O'Reilly-Verlags einführend zur jüngst...

„Das Social Web hat nicht nur viele neue Berufe hervorgebracht, sondern auch die Bewerbungskultur stark verändert“, heißt es auf der Website des O'Reilly-Verlags einführend zur jüngst erschienenen Erstausgabe „Das Buch zur Jobsuche im Social Web – Personal Branding mit Blogs, Twitter, Pinterest & Co.“. Überzeugt euch selbst und gewinnt bei unserer Verlosung eins von fünf Exemplaren. 

Früher war alles so einfach: Stellenanzeigen fand man im Stellenmarkt der Zeitung oder am schwarzen Brett der Uni. Klassische mit Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnissen und ohne Eselsohren in die Post gegeben, mit frisch gebügeltem Hemd beim Bewerbungsgespräch gepunktet – und los ging’s im neuen Job. Heute sind Arbeitssuchende und Personaler immer öfter auf den verschlungenen Pfaden des Social Webs unterwegs, um in gepflegter Halböffentlichkeit zusammenzufinden. Bei Facebook, Twitter und Konsorten treffen Social-Recruitment-Kampagnen auf personal gebrandete Netzidentitäten.

Bewerbungen im Social Web sind keine „Rocket Science“

Vor allem webaffine Kreative wissen diese neue Bewerbungswelt für sich zu nutzen: 8 super kreative Beispiele aus der Webwelt hatten wir euch schon zusammengestellt – und auch Larissa Vassilian beginnt ihr Buch mit den Rosinen, die Lust drauf machen, mit der nächsten Bewerbung selbst zum viralen Hit zu werden. Gut aber, dass die Autorin gleich auch klar macht: Das ist die Kür – die kann nicht jeder, doch auch wer die Pflicht Ernst nimmt, kommt am Ende zum Ziel. Die Jobsuche im ist keine „Rocket Science“, man sollte es nur richtig machen.

„Das Buch zur Jobsuche im Social Web" (Bild: O'Reilly Verlag).
„Das Buch zur Jobsuche im Social Web“. (Bild: O'Reilly Verlag).

Und wie man es richtig macht, erklärt Larissa Vassilian in den folgenden 15 Kapiteln in denen sie das Social Web im Hinblick auf das Thema Bewerbung aufrollt: Sie startet mit Facebook und Google+ und kommt über Vine, Pinterest sowie einem kleinen Abstecher Richtung „Das eigene Blog“ schließlich zur „Jobsuchmaschine XING“ sowie dem „amerikanischen XING: LinkedIn“. Es folgt ein spannendes Gastkapitel von Christine Dingler (alias Punktefrau), die im Januar 2013 ihre Kampagne „Punktefrau sucht neuen Job in der Online-Kommunikation“ im Social Web startete – und uns an ihren Erfahrungen teilhaben lässt. Kapitel zu Jobportalen (Wie finde ich Stellenangebote?). Freelancern (Wie gelingt die Projektakquise? Wie mache ich mein eigenes Ding), der Jobsuche per Smartphone (Sind die Unternehmen überhaupt schon mobil) sowie zur „klassische“ E-Mail-Bewerbung runden eine runde Sache ab.

„Das Buch zur Jobsuche im Social Web“ ist eher ein „Blog zum Blättern“

Im querformatigen Layout wird dabei auf einer Doppelseite immer ein Aspekt des Themas behandelt – links ein Screenshot, rechts der Text, der schnell zum Punkt kommt, das Thema kurz einführt, viele nützliche How-Tos, Tipps und Tricks bietet und auch mit Verweisen zum Weiterlesen im Web nicht geizt. Jedes Kapitel wird mit thematisch passenden Kurzinterviews abgeschlossen – Experten wie Lutz Leichsenring (Geschäftsführer der Young Targets), Social Media-Guru Klaus Eck oder Autorin und Beraterin Nicole Simon kommen zu Wort. So kommt „Das Buch zur Jobsuche im Social Web“ leichtfüßig daher – eher wie ein „Blog zum Blättern“ als ein schwergewichtiges Fachbuch.

Jetzt kommentieren und eines von fünf Exemplaren gewinnen

Welche Erfahrungen habt ihr bei der Jobsuche im Social Web gemacht? Kennt ihr weitere Beispiele kreativer Online-Bewerbungen, die man sich mal ansehen sollte? Oder denkt ihr: „Was soll der ganze Chichi? – Lebenslauf, Anschreiben und gut!“

Hinterlasst einfach einen Kommentar unter dem Artikel. Am Freitag, den 22. November 2013, verlosen wir unter allen Kommentatoren fünf Exemplare von Larissa Vassilians „Das Buch zur Jobsuche im Social Web – Personal Branding mit Blogs, Twitter, Pinterest & Co.“. Die Gewinner benachrichtigen wir per E-Mail. Eure Daten werden natürlich vertraulich behandelt und nicht weitergegeben. Viel Erfolg – wir freuen uns auf eure Kommentare.

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Thomas Kemp
Social-Media-Strategie: In 5 Schritten zum perfekten Konzept [inkl. Kanalstrategie-Beispiel] http://t3n.de/news/social-media-strategie-muster-504445/ 2013-10-25T10:08:03Z
Wer sich ins Social Web wagen möchte, der ist mit einer Social-Media-Strategie gut beraten. Wie Verantwortliche ein passendes Konzept aufsetzen können, verraten wir euch in diesem Beitrag.

Wer sich ins Social Web wagen möchte, der ist mit einer Social-Media-Strategie gut beraten. Wie Verantwortliche ein passendes Konzept aufsetzen können, verraten wir euch in diesem Beitrag.

Social-Media-Strategie: Wichtige Fragen sollten geklärt werden

Für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs), kann wahre Wunder bewirken – nicht zuletzt in Sachen Marketing. Laut einer Studie von phaydon research + consulting, die wir kürzlich thematisierten, haben deutsche KMUs vor allem mehr Kundenkontakte generiert, einen höheren Bekanntheitsgrad der eigenen Marke ausgemacht und sogar eine Steigerung der Abverkäufe festgestellt. Die Entscheidung sich auf Social Media zuzubewegen, kann insofern für ganz neue Potentiale sorgen, das eigene Geschäft im Internet anzukurbeln. Die Ergebnisse der Studie könnt ihr in dem Beitrag „Einblicke ins Online- und Social-Media-Marketing deutscher KMUs [Studie]“ nachlesen.

Was den Einstieg um einiges leichter macht, ist eine gut durchdachte Social-Media-Strategie, die einige essentielle Fragen im Voraus klärt. Welche Netzwerke sollten beispielsweise genutzt und wie oft sollten Updates abgesetzt werden? Das sind nur einige der Dinge, die geklärt werden sollten. Klar ist auch, dass jedes Geschäftsmodell die unterschiedlichen Fragen für sich anders beantwortet. Sich von anderen inspirieren zu lassen, ist insofern nicht immer empfehlenswert, respektive nur bei Mitbewerbern. Online-Händler haben sicherlich andere Ziele, als Non-Profit-Organisationen und Agenturen sprechen im sowieso eine ganz andere Sprache.

In den folgenden Schritten geben wir euch Anhaltspunkte, welche Fragen ihr in eurem strategischen Plan einbeziehen solltet.

Schritt 1: Unternehmensziele definieren

Bevor sich Verantwortliche für Social Media entscheiden, sollten sie sich darüber im Klaren sein, welche oberen Zwecke erfüllt werden sollen. Es gibt verschiedene Ziele, die erreicht werden können. Beispielsweise kann ein Kundendienst etabliert, die Marke bekannter gemacht oder neue Leads für das Online-Marketing generiert werden. Das obere Ziel beeinflusst maßgeblich die Beantwortung aller nachträglich aufkommenden Fragen. Auch ist es absolut empfehlenswert die Unternehmensziele mit messbaren Kennziffern zu unterlegen, um den Fortschritt überwachen zu können. Möchten Verantwortliche beispielsweise die Marke bekannter machen, kann es sinnvoll sein, die Anzahl der Follower im Vorfeld festzulegen, die innerhalb eines Jahres erreicht werden sollen.

Schritt 2: Zielgruppen ermitteln

Die Frage nach der Zielgruppe ist essentiell im Rahmen einer Social-Media-Strategie. Bildquelle: etsy.com)
Die Frage nach der Zielgruppe ist essentiell im Rahmen einer Social-Media-Strategie. (Bildquelle: etsy.com)

Mindestens genauso essentiell wie die Frage nach den Unternehmenszielen, ist die Frage nach der Zielgruppe – nicht zuletzt, um die richtigen Inhalte zu kommunizieren sowie die passende Ansprache zu finden. Möchte man eine b2b-Zielgruppe ansprechen, wird in der Regel die „Sie“-Form in der Anrede empfohlen, während eine b2c-Zielgruppe im Social Web häufig „gedutzt“ wird. Erstere Zielgruppe bevorzugt zudem Inhalte, die Wissen vermitteln, während der letzteren Zielgruppe hin und wieder auch unterhaltsame Inhalte zur Marke präsentiert werden können – beispielsweise Virals oder Memes. Um das Kundenprofil zu zeichnen, ist es ratsam einige demografische Informationen, die Interessen und die Profession zu vergleichen.

Vor kurzem haben wir zu dem Thema einen interessanten Beitrag über ImmobilienScout24 veröffentlicht, die für ihre unterschiedlichen Zielgruppen sogar mehrere Fanpages auf Facebook aufgesetzt haben. Mehr zu den Hintergründen erfahrt ihr im Artikel „Fanpage-Splitting: Warum ImmobilienScout24 sich für verschiedene Fanpages entschieden hat“.

Schritt 3: Soziale Netzwerke identifizieren

Sind die beiden ersten Schritte überwunden, gilt es zu ermitteln, welche Sozialen Netzwerke wichtig sind, um die Unternehmensziele und die Zielgruppe zu erreichen. Beispielsweise ist in der Regel ein Facebook-Auftritt im b2c-Bereich immer sinnvoll, da sich hier der Großteil der potentiellen Kunden tummelt. Doch auch im b2b-Bereich kann man mit einer Facebook-Seite wichtige Kunden erreichen – auch an dieser Stelle lohnt sich der Blick in das oben genannte ImmobilienScout24-Beispiel.

Die Social-Media-Landschaft ist groß. Im Rahmen der Social-Media-Strategie müssen Verantwortliche relevante Netzwerke identifizieren. (Quelle: ethority)
Die Social-Media-Landschaft ist groß. Im Rahmen der Social-Media-Strategie müssen Verantwortliche relevante Netzwerke identifizieren. (Quelle: ethority)

Neben Facebook dürften vor allem die Plattformen Twitter, Google+, Pinterest, YouTube oder Karrierenetzwerke wie Xing oder LinkedIn von Interesse sein. Die Auswahl des Sozialen Netzwerks richtet sich vordergründig nach der Zielgruppe. Karrierenetzwerke sind beispielsweise für Recruiting-Agenturen oder Headhunter geeignet, Facebook und YouTube vereinen oft junge Menschen, die Consumer-Themen bevorzugen. Auf Twitter und Google+ tummelt sich häufig ein internetaffines, professionelles Publikum, das überwiegend auf Wissenstransfer aus ist und Pinterest ist besonders für Design- und Werbeagenturen spannend, da sich hier viele Grafiker und Kreative aufhalten. Nicht selten lohnt es sich aber auch, die Marke auf mehreren Plattformen zu präsentieren.

Schritt 4: Themenschwerpunkt setzen

Social-Media-Strategie: Was soll kommuniziert werden? (Bild: Flickr,  HowardLake / (CC BY-SA 2.0))
Social-Media-Strategie: Was soll kommuniziert werden? (Bild: Flickr, HowardLake / (CC BY-SA 2.0))

Die Frage nach den Unternehmenszielen, der Zielgruppe und den bevorzugten Sozialen Netzwerken ist beantwortet? Dann wird es Zeit sich mit den Themen auseinanderzusetzen, die kommuniziert werden sollen. Dabei ist zum einen wichtig, dass die Seitenbetreiber sich möglichst nah am eigenen Produkt oder der angebotenen Dienstleistung entlang hangeln, sich aber auch auf die Bedürfnisse der Zielgruppe konzentrieren. Ein E-Mail-Marketing-Unternehmen könnte beispielsweise selbst veranstaltete Gewinnspiele an die b2c-Kundschaft richten und somit Leads generieren. Wer es auf eine b2b-Zielgruppe abgesehen hat, könnte eigene Blogartikel zum Newsletter-Marketing an die Interessierten verteilen, die nicht zuletzt beweisen, wie kompetent man auf seinem Gebiet ist. Letzteres könnte dafür sorgen, dass ein b2b-Kunde für sein Gewinnspiel, die Verteiler des E-Mail-Marketing-Unternehmens bucht.

Ganz wichtig ist zudem – egal wer die Zielgruppe ist – sich über das Alleinstellungsmerkmal der Marke, des Produktes oder der angebotenen Dienstleistung des Unternehmens Gedanken zu machen. Was unterscheidet euch von anderen Mitbewerbern und wie kann man diesen Unterschied auch inhaltlich am besten herausarbeiten.

Schritt 5: Themenplanung aufsetzen

Gerade zu Beginn der Social-Media-Aktivität ist es wichtig, dass regelmäßig neue Inhalte an die Zielgruppe verteilt werden. Um sich da selbst ständig in die Pflicht zu nehmen und zu Beginn vor allem einen Automatismus zu entwickeln, ist es ratsam eine Themenplanung – quasi so etwas wie einen Redaktionsplan für die Fanpage – aufzustellen. Die Planung hilft zum einen zu gewährleisten, dass immer wieder Beiträge nachrutschen und der Social-Media-Auftritt nicht verwaist. Zum anderen kann man mithilfe eines Themenplans aber auch mögliche Beiträge schon im Vorfeld identifizieren, um nicht ständig improvisieren zu müssen. Außerdem hilft er einen Mix an Updates zu gewährleisten – mögliche Themen könnten beispielsweise Blog-Beiträge, Fallstudien, Fachartikel, Medienberichte, eBooks, Bilder und Videos sein.

Social-Media-Strategie am lebenden Beispiel – beebop media AG & t3n.de

Anhand welcher allgemeinen Schritte eine Social-Media-Strategie aufzusetzen ist, habt ihr in den oberen Absätzen erfahren. Wie so ein Konzept im Detail für ein bestimmtes Soziales Netzwerk aussehen kann, klären wir hier in einem Musterbeispiel. In Zusammenarbeit mit der beebop media AG aus Hamburg konnten wir eine beispielhafte Google+-Kanalstrategie organisieren, die skizziert, nach welchen Kriterien Interessierte den Auftritt im Google-Netzwerk planen können. Die beebop media AG organisiert seit vier Jahren erfolgreich die Digital-Strategien verschiedener Unternehmen – beispielsweise betreut sie klarmobil.de auf Google+.

In dem Konzept wird thematisiert, wie Social-Media-Verantwortliche Nutzergruppen auf Google+ identifizieren und ansprechen können, wie Kuratoren gefunden und an die Marke gebunden werden können, nach welchen Gesichtspunkten der Aufbau und die Pflege einer Community angepackt werden kann, welche Benefits durch eine Google+-Präsenz entstehen und was für Community-Aktionen aufgesetzt werden können.

Die ersten Schritte mit Google+ from beebop media
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Andreas Weck
Kreative Clips: 20 Vine-Videos, die du gesehen haben musst http://t3n.de/news/kreative-clips-vine-498708/ 2013-09-27T12:30:16Z
Ist der Hype um Vine-Videos vorbei? Wir hoffen nicht, denn kreative Clips wie diese 20 Exemplare sollten Grund genug sein, dass auch in Deutschland endlich eine Community heranwächst.

Ist der Hype um Vine-Videos vorbei? Wir hoffen nicht, denn kreative Clips wie diese 20 Exemplare sollten Grund genug sein, dass auch in Deutschland endlich eine Community heranwächst.

Kreative Clips per weniger Klicks: Warum es mehr Vine-Videos braucht

Kreative Clips Vine
Kreative Clips auf Vine: Bitte mehr davon! (Screenshot: Jethro Ames-Vine / Placeit.Brezzi)

Vine-Videos sind die neuen animierten GIFs im Social Web – hat mir mal einer gesagt. Hier ein paar Loops, dort eine witzige Geschichte erzählt und das alles im Rahmen eines 6-Sekunden-Clips. Schön! Doch so oft begegnen mir die Vine-Clips im Feed gar nicht mehr, muss ich sagen – anders als animierte GIFs. Dabei sind Vine-Videos viel einfacher zu produzieren. Per Videofunktion dreht man ein oder mehrere kleine Videos, kann sie per Klick schneiden und mit einem weiteren Klick auf Facebook oder Twitter teilen. wurde im Juni 2012 gegründet. Bereits im Oktober wurde der Dienst von Twitter übernommen. Im Januar 2013 ging die App in den App-Store, im Juni 2013 folgte die Android-App. Seitdem kann man mit 40 Millionen-Nutzern punkten. Doch wo sind diese Nutzer alle? Jedenfalls nicht in meinem Feed.

Über das Potenzial von Vine wurde schon viel geschrieben. Auf The Next Web schrieb Zee kurz und bündig: „Vine was made for this generation“. Er spielte dabei auf die Kreativität und den Einfallsreichtum der Digital Natives an, die sich auf Vine austoben und kleine Kurzfilme produzieren. Ich habe mich mal im Web umgeschaut und 20 dieser künstlerisch wertvollen, aber oft auch einfach nur witzigen, Clips zusammengesucht. Nicht zuletzt um euch zu inspirieren. Überrascht mich, mit eigenen Clips. Bitte. Damit auch mein Feed wieder etwas „vinaler“ wird. Ein paar Tipps gibt es zudem im unten stehenden Artikel.

(Die kreativen Clips starten per Klick)

1.Es kommt zusammen, was zusammen gehört.

(via: danieljoerg.com)

2.Godzilla vs. Mr. Hand

(via: fastcocreate.com)

3. Ist das die Zukunft?

(via: 99designs.com)

4. Die Vespa-Tape-Driver

(via: 99designs.com)

5. Mit dem Essen spielt man nicht, oder?

(via: 99designs.com)

6. Warum denn nicht?

(via: oddee.com)

7. Früher war alles besser!

(via: 99designs.com)

8. Malerei + Kunstfilm = Vine-Hit.

(via: fastcocreate.com)

9. Kaffee am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen.

(via: fastcocreate.com)

10. Aaarrrrr!

(via: fastcocreate.com)

11. "Take On Me" - nur andersherum.

(via: oddee.com)

12. Achtung, leider kein Happy-End!

(via: oddee.com)

13. Böse Geister im Haus.

(via: oddee.com)

14. Ein Überraschungsei?!

(via: oddee.com)

15. We love Pepsi!

(via: oddee.com)

16. Psychedelisch ...

(via: 99designs.com)

17. FSK, 16! Mindestens...

(via: oddee.com)

18. Unter Strom!

(via: heavy.com)

19. Paper-Bug.

(via: heavy.com)

20. Wenn Print in Digital abwandert ...

(via: photojojo.com)

Ihr habt noch mehr sehenswerte Beispiele? Her damit!

Vine @ Google Play
Preis: Kostenlos

mzl.rdtsmkdp. 75 Vine @ App Store
Preis: Kostenlos
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Andreas Weck
Berühmt für 6 Sekunden: So gelingen dir tolle Vine-Videos http://t3n.de/news/vine-tipps-und-tricks-498761/ 2013-09-27T11:19:04Z
Ein interessantes und dabei gut aussehendes Video mit nur sechs Sekunden Laufzeit zu erstellen, ist nicht einfach. Wir geben euch Tipps, wie ihr das erreichen könnt.

Ein interessantes und dabei gut aussehendes Video mit nur sechs Sekunden Laufzeit zu erstellen, ist nicht einfach. Wir geben euch Tipps, wie ihr das erreichen könnt.

Vine: Mit etwas Planung und einer guten Idee kann man tolle Ergebnisse erzielen. (Screenshot: Vine)
Vine: Mit etwas Planung und einer guten Idee kann man tolle Ergebnisse erzielen. (Screenshot: Vine)

So sehr Vine-Videos auch Spaß machen können, als Ersteller eines Clips hat man mit der einen oder anderen Herausforderung zu kämpfen. Ein Foto mit Instagram zu machen und mit einem Filter zu versehen ist leicht. Einen sechs-sekündigen Mini-Film aufzunehmen, der interessant ist und dabei nicht völlig schrecklich aussieht dagegen ist hart. Mit etwas Planung und der richtigen Idee klappt es aber trotzdem. Wir zeigen euch, worauf ihr dabei achten müsst.

Vine: Planung ist alles

Das klingt zunächst offensichtlich aber die Wichtigkeit der Planung ist nicht zu unterschätzen. Es geht nicht nur um die Idee zu einem Video, auch die Umsetzung sollte exakt vorausgeplant werden. Wo nehme ich das Video auf? Wie sind die Lichtverhältnisse dort? Was genau brauche? Das alles sind Fragen, die ihr euch idealerweise bereits vorab selbst beantworten könnt. Auch wenn es langweilig klingt und eurer Meinung vielleicht der Idee schnell gedrehter kurzer Clips widerspricht, spart ihr euch im Nachhinein viel Zeit und Nerven, wenn ihr vorbereitet an euren Sechs-Sekunden-Film herangeht.

Vine-Video ins rechte Licht rücken

Okay, wir drehen hier keinen Hollywood-Film. Im Regelfall sollte man eine Szene nicht professionell ausleuchten müssen. Trotzdem trägt die Beleuchtung natürlich zum Gesamteindruck eures Videos bei. Vor allem wenn die Kamera eures Smartphones nicht gut in Situationen mit schlechten Lichtverhältnissen auskommt. Auch bietet die Vine-App keine Möglichkeit zum Weißabgleich. Im Normalfall dürftet ihr einige Lampen im Haus haben – also benutzt sie auch oder dreht gleich im Freien.

Stabilisiert euer Smartphone

Zugegeben, seit dem Blair Witch Project scheinen verwackelte Aufnahmen irgendwie ganz hip zu sein, aber ihr habt nur sechs Sekunden um etwas zu zeigen. Von daher wäre es wohl auch ratsam, dass man das, was ihr zeigen wollt, auch wirklich sieht. Es gibt genug Aufsätze um ein iPhone auf einem Stativ anzubringen. Wenn euch eine solche Investition zu teuer erscheint, befestigt die Kamera selbst irgendwo. Vor allem bei Stop-Motion-Aufnahmen sollte die Kamera an einem festen Punkt fixiert sein.

Vine: Vergesst den Ton nicht

In vielen Fällen kann euch die Audioqualität natürlich relativ egal sein. Wenn ihr euch aber beispielsweise beim Musizieren aufnehmt, wäre es durchaus ratsam auch auf den Ton zu achten. Sollte der Ton eine wichtige Rolle spielen, sucht euch einen Ort mit möglichst wenigen Hintergrundgeräuschen und guter Akustik. Wind, Autos, Gespräche anderer Personen sind nur störend. Wenn ihr eigentlich gar keinen Ton wollt, könntet ihr das Mikrophon eures Smartphones auch einfach mit etwas Klebeband überdecken.

Screenshots helfen bei Stop-Motion-Loops

Loop-Videos, also Filme, bei denen der Eindruck entsteht, dass der letzte Frame gleichzeitig der Erste ist, sind nicht einfach aber sehr beliebt auf . Gleiches gilt für Stop-Motion-Videos. Um beides zu kombinieren, kann es hilfreich sein, von eurem ersten Frame einen Screenshot zu machen. So wisst ihr genau, wie die Ursprungssituation aussah.

Vine Vine @ Google Play
Preis: Kostenlos

Vine Vine @ App Store
Preis: Kostenlos

via www.videomaker.com

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Kim Rixecker
No-Love-Brands im Social Web: Tipps für eine erfolgreiche Facebook-Präsenz [Interview] http://t3n.de/news/no-love-brands-social-web-tipps-498523/ 2013-09-27T07:00:41Z
Können „No-Love-Brands“ erfolgreich sein im Social Web? Ja, meint Ina Lutterbüse und erklärt im Interview am Beispiel ImmobilienScout24 wie man es richtig macht.

Können „No-Love-Brands“ erfolgreich sein im Social Web? Ja, meint Ina Lutterbüse und erklärt im Interview am Beispiel ImmobilienScout24 wie man es richtig macht.

No-Love-Brands haben es schwer im Social Web

Sogenannte „Love-Brands“ haben es leicht auf . Nutella postet ein Nutella-Brot, Starbucks eine Kaffeetasse und Nike einen Sportler wie Usian Bolt beim Laufen mit einem NikePuma-Artikel – wenige Sekunden später hat das Bild hunderte Likes, Shares und Kommentare. So viel Glück haben die „No-Love-Brands“ aus der Dienstleistungs-, Versicherungs- und Bankenbranche nicht. Womit können die jeweiligen Unternehmen also punkten? Durch intelligente, Mehrwert bietende Inhalte, erfuhr man dieser Tage auf der Social Media Week in Berlin. In einem Master-Class-Workshop hat Ina Lutterbüse von ImmobilienScout24 Einblicke gegeben, wie man auch als Dienstleistungsunternehmen auf Facebook erfolgreich sein kann. Sie selbst ist seit über sechs Jahren in der Social-Media-Branche aktiv und hat unter anderem für Axel Springer und das New Yorker Startup BarterQuest gearbeitet. Seit November 2011 ist sie im Produktmanagement bei ImmobilienScout24, für die B2C- und B2B-Social-Media-Strategie verantwortlich und betreut die Facebook-Seite für Nachfrager, die kürzlich als beste Facebook-Präsenz der Immobilien-Branche ausgezeichnet wurde. Im beantwortet sie uns ein paar Fragen rundum das Thema der „No-Love-Brands“ im .

t3n.de: Warum ist ImmobilienScout24 deiner Meinung nach ein „No-Love-Brand“? Weckt das Thema „Wohnen“ keine Emotionen beim Follower?

Ina Lutterbüse No Love Brands
Ina Lutterbüse: „Wir haben es eben nicht so einfach wie die sogenannten „Love-Brands“
Ina Lutterbüse: Eigentlich ist das Thema „Wohnen“ hochemotional und persönlich – erstaunlicherweise zeigen unsere Umfragen aber, dass die Nutzer als erstes eine sehr funktionale und lösungsorientierte Suchmaske vor Augen haben, wenn sie an ImmobilienScout24 denken. Aber gerade um auch den emotionalen Aspekt der Wohnungssuche zu beleuchten, eignet sich Facebook optimal. Hier können wir in den direkten Dialog mit unseren Kunden beziehungsweise Nutzern treten und interessante Inhalte und Bilder jenseits der Suchmaske spielen. Allerdings haben wir es eben nicht so einfach wie die sogenannten „Love-Brands“. Die Wohnungssuche ist eben komplex, ein Prozess mit Höhen und Tiefen und ist nicht so leicht greifbar wie ein Nutella-Glas.

t3n.de: Mit welchen Inhalten gewinnt ihr dennoch die Aufmerksamkeit eurer Follower? Gibt es etwas, dass in der Regel immer zieht?

Ina Lutterbüse: Wir haben uns schon im letzten Jahr auf die Fahnen geschrieben, eigenproduzierte Inhalte – bei uns intern „EPC“ getauft – zu pushen. Das heißt, wir versuchen wertvolle Inhalte wie Miettipps oder Wohnstatistiken in „facebook-gerechter“ Art und Weise – also mit wenig Text und viel Bild – selbst zu gestalten. Die Datengrundlage haben wir im eigenen Haus: Umfragen, die von der PR durchgeführt werden, Suchdaten oder redaktionelle Inhalte. Ich überlege mir dann Motive, rekrutiere diverse Kollegen als Darsteller und meine Grafikerin gibt den Bildern dann den letzten Schliff. So entsteht ein einzigartiger Stil, der im Facebook-Stream auffällt. Diese eigenproduzierten Bilder werden signifikant öfter angeklickt als die generischen Bilder, die nach Stockmaterial aussehen. Unsere neuste EPC-Reihe bilden hochwertig produzierte Homeportraits von ImmoScout-Mitarbeitern ab. Da gibt es kontroverse Diskussionen aber auch die ganz klare Forderung der Fans: „Mehr davon!“

No Love Brands ImmobilienScout24
No-Love-Brands können mit den Köpfen punkten. ImmobilienScout besucht Mitarbeiter im eigenen Heim und zeigt wie sie wohnen. (Screenshot: ImmobilienScout24 Facebook)

t3n.de: Produziert ihr die Inhalte grundsätzlich selber oder kuratiert ihr auch zielgruppenrelevante Inhalte anderer Quellen?

Ina Lutterbüse: Da ich zwei- bis viermal die Woche poste, ist es unmöglich, jedes Mal „EPC“ zu posten. Also ja, wir posten auch Fremdcontent – allerdings sollte er immer einen sehr engen Bezug zu unserer Marke haben, sich also im weitesten Sinne um das Thema „Wohnen“ drehen. Die Erfahrung zeigt, dass Fans sonst verärgert sind und abspringen.

t3n.de: Ihr habt euch zudem für eine b2c- und b2b-Fanpage entschieden – für Wohnungssuchende und Makler. Warum das?

Ina Lutterbüse: Wir haben schnell gemerkt, dass unsere beiden Zielgruppen – Wohnungssuchende und Makler – einfach zu verschieden sind. Sobald wir branchenrelevante Inhalte für die Makler spielten, sprangen die Nachfrager ab. So war schnell klar, dass wir zwei Seiten brauchen, mit komplett unterschiedlichen Inhalten und unterschiedlicher Ansprache – „Du“ bei den Suchenden und „Sie“ bei den Maklern. Facebook selbst hatte uns empfohlen, bei einer Seite zu bleiben und die Posts eben einfach verschieden zu targeten. Aber gerade bei den Maklern ist unsere Facebook-Seite „ImmobilienScout24 Profis“ wie ein kleiner Heimathafen, zu dem sie immer wieder zurückkehren, um Fragen zu stellen, Kritik zu äußern oder Vorschläge zu machen. Infotainment-Inhalte, die an die Suchenden gerichtet sind, haben da nichts verloren.

t3n.de: Welche konkreten Ziele verfolgt ihr eigentlich mit euren Facebook-Fanpages? Sprich, wozu die ganze Anstrengung?

Ina Lutterbüse: Die obersten Ziele sind Emotionalisierung – weg von der nüchternen Suchmaske im Kopf – und eine nachhaltige Bindung an die Marke. Wir müssen nämlich einen „7-Jahre-Gap“ überbrücken: So häufig ziehen die Deutschen durchschnittlich um. Ziel ist es, uns dauerhaft als sympathische, wertvolle Marke im Gedächtnis zu verankern, so dass wir spätestens beim nächsten Umzug wieder „top of mind“ sind. Außerdem versuchen wir über unseren „EPC“ auch darauf aufmerksam zu machen, dass man bei uns beispielsweise auch nach Gewerbeimmobilien suchen oder ein Umzugsunternehmen buchen kann. Bei den Maklern ist es ganz klar der Dialog, das Angebot, auf Augenhöhe mit uns zu reden.

t3n.de: Welche drei Top-Tipps gibst du anderen Community-Managern von „No-Love-Brands“ mit auf den Weg?

Ina Lutterbüse: 1. Authentischer, eigener Content, der zudem „facebook-gerecht“ aufbereitet werden sollte, 2. Definitiv Gesicht zeigen – sprich, zeigt die Menschen hinter der Marke und 3. Kenne deine Zielgruppe!

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Andreas Weck