Trends | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Trends 2014-07-28T07:59:36Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/trends Abschied auf Zeit von Smartphone und Co.: Der neue Trend heißt Digital Detox http://t3n.de/news/neuer-trend-digital-detox-559550/ 2014-07-28T07:59:36Z
Der neueste Trend aus dem Silicon Valley hat nichts mit Apps und Smartphones zu tun, sondern mit dem Verzicht darauf. Digital Detox nutzen immer mehr ansonsten hypervernetzte Menschen, um richtig …

Der neueste Trend aus dem Silicon Valley hat nichts mit Apps und Smartphones zu tun, sondern mit dem Verzicht darauf. Digital Detox nutzen immer mehr ansonsten hypervernetzte Menschen, um richtig abzuschalten – und danach produktiver zu sein.

Das Oxford Dictionary kennt den Begriff bereits: Digital Detox ist demnach ein Zeitraum, in der eine Person auf die Benutzung elektronischer Geräte wie Smartphones oder Computer verzichtet – als Möglichkeit, Stress zu reduzieren und mit der physischen Welt zu interagieren.

In den USA gibt es bereits Digital-Detox-Camps, die ihren Kunden eine Art Neustart für den Körper anbieten. Besonders in der kalifornischen Tech-Hochburg Silicon Valley sind die Camps beliebt. Voice of America beschreibt die Regeln eines solchen Camps in einem Wald drei Autostunden von San Francisco entfernt: Keine Gespräche über die Arbeit, kein Alkohol, keine Vornamen oder Diskussionen darüber, wie alt die Anwesenden sind – und am wichtigsten natürlich: keine Handys, keine Computer, Tablets oder Uhren.

„Device-Free Analog Zone“: Wer bei einem Digital-Detox-Camp mitmachen will, muss Smartphone, Tablet und Co. für eine Weile adieu sagen. (Foto: davitydave  via flickr , Lizenz   CC BY 2.0)
„Device-Free Analog Zone“: Wer bei einem Digital-Detox-Camp mitmachen will, muss Smartphone, Tablet und Co. für eine Weile Adieu sagen. (Foto: davitydave, via flickr , Lizenz CC BY 2.0)

Erstmals fand das Camp vergangenes Jahr statt – doch in diesem Jahr sind die Wochenend-Camps stark gewachsen. Dem Bericht zufolge haben sich diesmal jeweils mehrere Hundert Teilnehmer an drei Wochenenden zum Digital-Detox-Camp angemeldet. Das Camp kostet 570 US-Dollar, Essen und Gruppenaktivitäten inklusive. Mit den Hippies und Aussteigern der 1960er und 1970er Jahre hat der neue Trend zur digitalen Enthaltsamkeit übrigens nichts zu tun. Die überwiegend hart arbeitenden Mitarbeiter aus Tech-Unternehmen betonen häufig, dass ihr vorübergehender Verzicht auf digitale Kommunikation hilft, ihre Produktivität zu steigern.

„Wenn wir – wieder aufgeladen – zurückkommen, sind wir produktiver und haben eine andere Perspektive“, schreibt die Digital-Detox-Expertin Frances Booth für Forbes. „Es ist außerdem wahrscheinlich, dass wir mindestens eine großartige Idee bekommen, während wir nicht darüber nachdenken.“

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Von Stephan Dörner

Ursprünglich publiziert bei wsj.de

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WSJ Redaktion
Luca Analytics: Vergesst Smartwatches und Google Glass – Warum Smartphones auch in 10 Jahren wichtiger sein werden [Kolumne] http://t3n.de/news/luca-analytics-vergesst-2-555092/ 2014-07-02T09:58:44Z
Wearable Technology ist der Technologie-Trend schlechthin – will uns zumindest die Industrie weismachen. Warum Smartphones in Sachen Mobile Computing noch eine lange Zeit die viel wichtigere …

Wearable Technology ist der Technologie-Trend schlechthin – will uns zumindest die Industrie weismachen. Warum Smartphones in Sachen Mobile Computing noch eine lange Zeit die viel wichtigere Gerätegattung bleiben wird: die von Luca Caracciolo.

Faktor Mensch nicht berücksichtigt

Das Zeitalter der Smartphones ist gezählt, die Zukunft gehört der Wearable Technology: Also Smartwatches wie der Moto360, Datenbrillen wie Google Glass oder Fitness-Armbändern wie dem Jawbone UP24. Wer braucht da noch ein behäbiges, großes , wenn er seine Hardware der Wahl direkt am Köper tragen kann? Wenn er sich die neuesten Twitter-Benachrichtigungen und News direkt am Auge anzeigen lässt? Diese Entwicklung scheint – mag man den PR-Abteilungen der entsprechenden Technologieunternehmen und weiten Teilen der Technologie-Presse Glauben schenken – naturgegeben und unausweichlich.

... oder – mit Zubehör – als Halskette ... (Bild: Misfit Wearables)
Der Activity-Tracker Misfit Shine: „Wearables durchbrechen die so wichtige Barriere zwischen Mensch und Außenwelt.“ Wollen wir das überhaupt? (Bild: Misfit Wearables)

Nur fehlt bei diesem erhofften, großen, neuen Consumer-Trend die Berücksichtigung eines zentralen Faktors: des Menschen. Dieses Wesen hat nämlich so seine Eigenarten, mag manche Dinge nicht, andere wieder greift es mit Begeisterung auf. Nur ist das schwer zu erahnen, was dem Menschen passt, was ihn begeistert, was er aufgreift, nutzt, ablehnt. Was angeht, bin ich ganz bei Martin Weigert, der kürzlich geschrieben hat: „Die meisten Menschen wollen nicht aussehen wie Cyborgs“. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen – nicht nur, dass die meisten Menschen nicht wie Cyborgs aussehen wollen, sie schützen ihr Menschsein ganz bewusst vor einer Kolonisierung des Körpers durch technische Hilfsmittel.

Barriere zwischen Mensch und Außenwelt

Denn viele Fragen bleiben für die meisten Menschen unbeantwortet: Warum eine Smartwatch nutzen, wenn sie auch im Alltag keine Armbanduhr tragen? Und selbst wenn sie eine tragen, warum diese dann mit einem High-Tech-Gerät ersetzen? Warum eine Datenbrille aufsetzen, wenn sie keine Brillenträger sind? Warum ein Fitness-Armband ummachen, wenn sie keinen Sport treiben? Das Tragen von etwas Künstlichem am Körper geht ja viel weiter als die bloße Anschaffung eines Gerätes wie einem Smartphone, das ich in meine Hosen- oder Handtasche stecke. Die Nutzung von Wearable Technology muss mit einer unmittelbaren Bejahung des Accessoires beziehungsweise der Technologie einhergehen, schließlich erhält sie Eingang in einen intimen Bereich des Menschen: Es ist immer dabei – unter der Dusche, nachts, auf der Toilette. Diese unsichtbare Barriere zwischen Mensch und Außenwelt, die immer auch unser Menschsein definiert, zu durchbrechen, ist eine unheimlich schwere Angelegenheit. Und vermutlich wollen das die meisten Menschen nicht – es sei denn, es geht um Sex.

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Activity-Tracker wie das Fitbit Flex sind so konzipiert, dass man sie immer dabei haben muss (Foto: t3n)

Und selbst technikbegeisterte Menschen scheinen nach ein wenig Spielerei wieder Abstand von Wearable Technology zu nehmen. Laut einer Studie nutzen 50 Prozent der Activitiy-Tracker-Käufern ihre Armbänder nach zwölf Monaten nicht mehr. Das ließe sich vielleicht auf die noch junge Produktgattung zurückführen, darauf, dass die Technologie noch in den Kinderschuhen steckt. Tatsächlich aber glaube ich, dass die Eigenschaft von Wearables, nämlich am Körper getragen zu werden, der Hauptgrund dafür ist. Es ist, wie oben bereits beschrieben, ein anthropologisches Hindernis und kein technologisches.

Es lebe das Smartphone

Smartphones hingegen sind für den Menschen der besten Kompromiss aus Mobile Computing und Menschsein. Wir haben es immer dabei, genießen jederzeit und überall die schöne neue Netzwelt, aber es ist kein Teil von uns. Wir legen es weg, schalten es aus, lassen es zuhause, wenn wir mögen. Wearables hingegen durchbrechen diese gefühlte Distanz und funktionieren nur vernünftig beziehungsweise sind so konzipiert, dass sie immer dabei sind und getragen werden. Sie funktionieren nur, wenn sie zu einem Teil des Menschen werden. Und das müssen wir Menschen erst mal wollen – da würde es auch nicht helfen, wenn Steve Jobs persönlich von den Toten auferstehen und die Apple iWatch präsentieren würde.

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Luca Caracciolo
Die vernetzte Welt kommt – Trends und Geschäftsmodelle für das Internet of Things http://t3n.de/magazin/internet-dinge-aktuelle-trends-geschaeftsmodelle-234099/ 2014-06-17T08:01:04Z
Das Internet der Dinge ist als Begriff nicht neu – bereits seit einigen Jahren verspricht Presse und Industrie die umfassende Vernetzung von Alltagsgegenständen, Häusern, Autos und vielem mehr.

Das Internet der Dinge ist als Begriff nicht neu – bereits seit einigen Jahren verspricht Presse und Industrie die umfassende Vernetzung von Alltagsgegenständen, Häusern, Autos und vielem mehr. Doch was lange nur als Buzzword galt, beginnt jetzt Realität zu werden. Wir diskutieren den aktuelle Stand und zeigen, wohin die Reise gehen wird.

Moore’s Law wird ja oft und gerne für tot erklärt: Der spätere Intel-Chef Gordon Moore beobachtete, dass Chips gleicher Leistung alle zwei Jahre nur noch halb so viel kosteten. Damals glaubte er wohl selbst nicht daran, dass dies über 40 Jahre später immer noch Gültigkeit haben sollte. Irgendwann muss es ja auch mal aufhören mit dem explosiven Wachstum der Prozessorleistungen und den Chips, die immer günstiger werden. Und doch sehen wir nach wie vor diese Entwicklung, auch wenn sich der Fokus mittlerweile verschoben hat. Denn ging es bis vor kurzem noch darum, Gigahertz-Rekorde zu schlagen, so dreht sich nun alles um kleinere, billigere und energiesparendere Chips. Der Halbleiterhersteller Freescale Semiconductor stellte Ende Februar den neuesten Winzling vor: Der Msieheikrocontroller Kinetis KL02 ist nur zwei mal zwei Millimeter groß. Damit produziert Freescale den bislang kleinsten ARM-Chip der Welt. Chips, die nahezu jeden Gegenstand smart machen können.

Was bisher geschah

Als der britische IT-Pionier Kevin Ashton den Begriff „Internet of Things“ prägte, waren diese Chips noch in weiter Ferne. Als Mitgründer der Auto-ID Labs am Massachusetts Institute of Technology (MIT) ging er Ende der 1990er der Frage nach, was wohl passieren würde, wenn nicht mehr die Menschen einen Großteil der digital erfassten Daten produzierten, sondern Computer. Die erste theoretische Anwendung verfolgte die Auslieferung von Produkten mit Hilfe von RFID-Chips. Ein Netz aus Standortdaten der Gegenstände entstand – ein Internet der Dinge. Diese sollten dabei Auskunft über ihre Herkunft, Herstellung und ihren Transportweg geben: Wem gehören sie? Kam es beim Transport etwa zu Schäden? Welche Versicherung würde dafür aufkommen?

Das Konzept ist heute nahezu eine Selbstverständlichkeit in jedem größeren Logistikunternehmen, hat sich in den letzten Jahren jedoch stark erweitert. Ging es vor Kurzem noch darum, dass Objekte über sich selbst Auskunft geben, sollen sie nun mit anderen Gegenständen und dem Internet kommunizieren. Dementsprechend ist auch das Interesse der Technologiebranche gestiegen. Es gibt Forschungszentren, Inkubatoren und spezialisierte Risikokapitalgeber. Die Europäische Union hat eine öffentliche Konsultation zur Technologiefolgenabschätzung abgehalten und die großen Konzerne wachen auf. Sie nennen es das „Industrielle Internet”, das „Internet of Everything” oder auch „Industrie 4.0”.

Die großen Technologiekonzerne erkennen, dass sich hier neue Technologie zu guten Margen und in zunehmendem Volumen verkaufen lässt. Die Effizienzgewinne gerade in der Industrie sprechen eine klare Sprache: Cisco geht von einem weltweiten volkswirtschaftlichen Zuwachs von 14,4 Billionen Euro bis 2023 aus. AT&T rechnet damit, dass die globale Industrie allein durch die bessere Koordinierung neun Milliarden Tonnen CO2 jährlich einsparen kann. Doch wie soll das funktionieren? Und was bedeutet das für kleinere Unternehmen und Verbraucher?

Quantify Yourself

Zunächst ist das Internet der Dinge in den Dingen. Und diese sehen sehr unterschiedlich aus: Es können LED-Lampen sein, wie die Philips Hue, die sich via Smartphone steuern lässt. Es kann sich um Körperwaagen handeln, wie die Withings Scale, die den Gewichtsverlauf speichert. Es kann aber auch um Parkplätze gehen, wie die des in San Francisco entwickelten SFPark, die anzeigen, ob sie belegt sind. In jedem Fall geht es auf der ersten Stufe vor allem darum, Informationen aus diesen Gegenständen abzurufen und aufzubereiten.

internet der dinge waage
Die smarte Waage von Withings liefert nicht nur Auskunft über das aktuelle Gewicht, sondern auch über den Fettanteil, den Puls sowie die Luftqualität und mappt alle Daten in einer so genannten Health-Mate-App.

Dieser lässt sich in mehreren Lebensbereichen beobachten, von denen der prominenteste der Fitnessmarkt sein dürfte. Seitdem das „Quantified Self“ an Popularität gewonnen hat, gehen immer mehr Jogger mit Fitness-Self-Tracking-Lösungen wie Jawbone Up, Nike Fuelband oder Fitbit Flex auf die Strecke. Ergänzen lässt sich dies durch den Schlafphasenmesser von Zeo. Die Daten der Luftqualitätssensoren Cubesensors können zudem Aufschluss darüber geben, was die Luftqualität mit dem geräderten Gefühl am Morgen zu tun hat. All diese Gegenstände ermöglichen einen deutlich besseren Einblick in die Funktionsweise des eigenen Körpers. Sie spinnen ein Internet der Dinge um uns herum und zeigen damit, wohin die Reise gehen kann.

internet der dinge wecker
Zeo stellt den Wecker Schlafphasen-gerecht ein, analysiert das Schlafverhalten und misst die Auswirkung von Alkohol oder Sport auf den Schlaf.

Vom Ding zum System

Es geht jedoch nicht nur darum, Daten zu sammeln, mit denen wir alltägliche Vorgänge besser verstehen. Diese Daten sollen auch genutzt werden. Das klassische Bild: Der Internet-Kühlschrank, der mitteilt, ob die Milch schlecht ist oder die Butter zur Neige geht. Oder besser noch selbst für Nachschub sorgt, indem er den Lieferdienst benachrichtigt. Diese naive Idee ist zu Recht mit der Dotcom-Blase untergegangen. Doch Unternehmen wie RWE oder die Telekom versuchen nach wie vor seit Jahren, Smart-Home-Lösungen auf den Markt zu bringen.

Integrierte Systeme, in denen alles mit allem kommunizieren können soll. Wohnungen, die merken, wenn der Bewohner nach Hause kommt, automatisch das Licht einschalten und die Heizung aufdrehen noch während das Garagentor automatisch hochfährt, die Klingelanlage die Weiterleitung auf das iPhone abschaltet und der Besitzer das Auto einparkt. Die Waschmaschine weiß ebenso, wann der Strom günstig ist, wie die Kühltruhe, die ihre Kühlzyklen mit dem Stromnetz synchronisiert. In der RWE-Werbung schaltet sich das Licht natürlich auch selbstständig ab, wenn der Bewohner den Raum verlässt.

Smart mit Sinn

Denn die Praxis sieht oft anders aus. So hat etwa das Designprojekt „Curious Rituals“ auffällige Verhaltensmuster des 21. Jahrhunderts analysiert und beispielsweise den „Meeting-Room-Wake-Up-Call” diagnostiziert: Die Beteiligten eines Meetings springen dabei plötzlichen auf und winken. Der Grund: Der Bewegungssensor stellte zu lange keine Aktivität fest und schaltete somit das Licht aus. In Büros mit rudimentärer Intelligenz lässt sich außerdem oft das erratische Auf und Ab der Außenjalousien beobachten: Opfer der abwechselnden Priorisierung von Windgeschwindigkeit und Sonneneinstrahlung.

Interessanter – und von Verbrauchern auch tatsächlich akzeptiert – sind kleinere Lösungen, die keine schwammige Automatisierung versprechen, sondern konkrete Probleme lösen. Bestes Beispiel: das intelligente Heizungsthermostat tado aus München, das sich via Web und Smartphone steuern lässt. Es lernt nicht nur die Verhaltensmuster seiner Nutzer und nimmt ihnen damit das lästige Programmieren des Thermostats ab, es bezieht darüber hinaus auch die Wetterdaten in die Thermostat-Einstellung ein.

internet der dinge ifttt
If This Than That ist ein Dienst für Wenn-dann-Regeln für Web-Services und funktioniert auch mit smarten Gadgets wie dem Jawbone UP: Offline-Handlungen verschmelzen so mit Online-Aktionen.

Neue Geschäftskonzepte

Eine ähnlich eng definierte Nische hat sich Belkin mit der WeMo-Familie gesucht: Steckdosen, die sich via WLAN steuern lassen. Funkgesteuerte Steckdosen gibt es schon seit Jahrzehnten, doch die Anbindung per WLAN bringt interessante, neue Anwendungsmöglichkeiten mit sich, etwa durch die Kooperation mit If This Then That, kurz IFTTT. So ist es beispielsweise möglich, Steckdosen an- oder auszuschalten, wenn E-Mails eintreffen, Facebook-Pages ein Like erhalten, oder – eine der interessanteren Möglichkeiten – man ein Produkt im Webshop verkauft hat.

Entlang dieser Ideen gibt es einige Neuentwicklungen wie zum Beispiel das Produkt Lockitron: Das durch Crowdfunding finanzierte, intelligente Türschloss lässt sich via iPhone-App und Web öffnen sowie schließen und ist wohl eher eine technische Spielerei als tatsächlich in der Breite interessant. Im Zusammenhang mit anderen Webdiensten eröffnen sich jedoch schon interessante Möglichkeiten: So könnten sich etwa die User der Privat-Übernachtungs-Plattform AirBnB den Code für die Wohnungstür zukommen lassen und somit die schwierige Koordinierung der Schlüsselübergabe umgehen.

Genau das ist auch das Interessante am Internet der Dinge: Die Mash-up-Kultur des frühen Web 2.0 überträgt sich jetzt auch auf den Alltag. Dies ist natürlich eine Riesenchance für Webservices. RunKeeper zum Beispiel – vielen bekannt als iPhone-App, die das Joggen trackt – hat sich mittlerweile zu einer Plattform weiterentwickelt, die sich Health Graph API nennt und Daten verschiedenster Anbieter und Geräte aufnehmen sowie analysieren, also dem Kunden verständlich machen kann. So erst kann der User etwa das mit Hilfe der Withings-Waage gemessene Gewicht im Kontext erkennen – etwa, was die Workouts damit zu tun haben.

Fazit

Doch diese Welt ist zu schön, um einfach so zu funktionieren. Vor dem Zusammenspiel der Dienste steht die Standardisierung. Im Internet der Dinge gibt es heute eine Vielzahl konkurrierender Standards ohne klare Sieger. Doch die braucht es, wenn der Nutzer seine intelligente LED-Lampe (ob es nun eine Philips Hue oder eine LifX ist) nicht nur per Smartphone steuern, sondern diese auch noch mit dem Fernseher synchronisieren können soll.

Die Standards werden sich jedoch finden. Die Aufgabe der Web-Dienste und Startups ist es, herauszufinden, was für Kunden sinnvoll ist – jenseits der Smart-Home- und Smart-Cities-Rhetorik. Die Technologie wird immer günstiger, die Akzeptanz wächst mit jeder getrackten Kilokalorie. Jetzt ist die Zeit gekommen, zu experimentieren und die Zukunft so zu gestalten, wie es die Großen nicht können.

Es gibt Beispiele, die zeigen, wie kreative Startups Branchen verändern können: So hat Nest – Entwickler eines einfachen, aber intelligenten Thermostats – vor kurzem bekannt gegeben, mit mehreren großen amerikanischen Stromanbietern zu kooperieren, um das Stromnetz zu stabilisieren und Kunden zum weiteren Stromsparen anzuhalten. Sie haben damit schon jetzt mehr erreicht als all die Smart-Grid-Pläne deutscher Stromriesen.

Durch die massiv fallenden Technologiekosten und die Explosion an smarten Dingen ist zu erwarten, dass das Internet der Dinge nahezu jede Industrie betrifft. Dies wird zwangsläufig Geschäftsmodelle verändern und zu neuen Produktkategorien führen. Unternehmen sollten sich dabei nicht überrollen lassen – so wie dies mit Social Media der Fall war. Sie sollten sich jetzt schon überlegen, was das Internet der Dinge für sie bedeutet.

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Martin Spindler
Die 10 beliebtesten Artikel der Woche: Was gute Chefs ausmacht, Bitcoin-Wahnsinn und ein neuer Webdesign-Trend http://t3n.de/news/10-beliebtesten-artikel-woche-39-551246/ 2014-06-14T09:00:54Z
In dieser Rubrik stellen wir turnusgemäß die besten Artikel der letzten sieben Tage vor: Diesmal erfahrt ihr unter anderem, was man als Chef für Qualitäten braucht, was hinter den …

In dieser Rubrik stellen wir turnusgemäß die besten Artikel der letzten sieben Tage vor: Diesmal erfahrt ihr unter anderem, was man als Chef für Qualitäten braucht, was hinter den Polygon-Webseiten als neuen Webdesign-Trend steckt und wie ihr euren Mac mit einfachen Kommandozeilen entfesseln könnt.

1. Supr: Schickes und kostenloses SaaS-Shopsystem im Test

supr-macbook-adminDass einfache SaaS-Shopsystem Supr richtet sich an E-Commerce-Einsteiger und kleinere Online-Händler. Seit kurzem ist Supr komplett kostenfrei erhältlich – wir haben das Shopsystem für euch genauer unter die Lupe genommen.

Unser ArtikelSupr: Schickes und kostenloses SaaS-Shopsystem im Test

2. Von Diplomatie bis Führungsstärke: Das muss jeder Chef wissen

chef_boss_furhungsposition_infografikNicht jeder Mensch eignet sich für eine Führungsposition. Eine schicke Infografik zeigt euch, worauf es bei einem guten Chef ankommt.

Unser Artikel: Von Diplomatie bis Führungsstärke: Das muss jeder Chef wissen

3. Polygon-Webseiten: t3n erklärt den neuen Webdesign-Trend

Polygon DesignPolygon-Design-Websites können schick und modern, aber auch wie ein Cartoon wirken. Wir zeigen euch, was es mit dem Trend auf sich hat – inklusive gelungener Beispiele.

Unser Artikel: Polygon-Webseiten: t3n erklärt den neuen Webdesign-Trend

4. Keine Angst vor der Kommandozeile: Mit diesen 10 Befehlen entfesselst du das ganze Potenzial deines Mac

Schnellere Aufwachzeit aus dem Ruhezustand? Text aus der Schnell-Vorschau kopieren? Mit der Kommandozeile kein Problem. Sie mag auf dem Mac zwar auf Anfänger einschüchternd wirken, aber der Umgang mit dem Terminal von OS X ist gar nicht so schwer. Eine Einführung und zehn praktische Befehle für die Kommandozeile – nicht nur für blutige Anfänger.

Unser Artikel: Keine Angst vor der Kommandozeile: Mit diesen 10 Befehlen entfesselst du das ganze Potenzial deines Mac

5. Von den Großen lernen: 32 Styleguides führender Netzkonzerne auf einen Blick

styleguides_netzkonzerneStyleguides verraten uns, wie eine Marke optisch nach außen tritt und wie wir mit ihr umgehen. Eine willkommene Inspirationsquelle bietet eine Übersicht aus 32 solcher Styleguides von führenden Netzkonzernen.

Unser Artikel: Von den Großen lernen: 32 Styleguides führender Netzkonzerne auf einen Blick

6. Google-Power für Unternehmen: Mit Google My Business den Webauftritt bequem verwalten

google_my_businessGoogle macht sich hübsch für die Wirtschaft: mit dem kostenlosen Dienst „Google My Business“ können Unternehmen ihren Google-Aufritt ab sofort bequem und plattformübergreifend aufbauen und pflegen.

Unser Artikel: Google-Power für Unternehmen: Mit Google My Business den Webauftritt bequem verwalten

7. Wie gut sind deine Landing-Pages? Dieses Tool liefert Antworten

updated-adwords-landingpage-tool-teaserWordStream bietet mit dem „AdWords Landing Page Grader“ ein kostenloses Tool zur Bewertung von Landingpages an. Damit seht ihr beispielsweise, wie sich eure Landingpage im Vergleich zu denen eurer Konkurrenten schlägt.

Unser Artikel: Wie gut sind deine Landing-Pages: Dieses Tool liefert Antworten

8. Bitcoin-Wahnsinn: Wie wir einmal eine Story schreiben wollten und dabei 5.000 Euro verdient haben

Bitcoins im E-Commerce FeaturedMittlerweile hat vermutlich jeder auch nur ein bisschen digital-affine Mensch schon einmal von gehört. Aber nur ein Bruchteil dürfte wissen, wie genau Bitcoins funktionieren und wie man sie bekommt. Wir haben uns erkundigt, anschließend den Selbsttest gemacht und für knapp 10.000 Euro Bitcoins gekauft. Bisher entwickelt sich deren Wert recht positiv.

Unser Artikel: Bitcoin-Wahnsinn: Wie wir einmal eine Story schreiben wollten und dabei 5.000 Euro verdient haben

9. Medium: So cool arbeitet das Vorzeige-Startup aus San Francisco

Medium schickt sich an, die Blogger-Plattform der Zukunft zu werden. Die Zeichen stehen auf Erfolg – aber auch das Büro des Startups aus San Francisco weiß zu beeindrucken. Wir zeigen die besten Fotos.

Unser Artikel: Medium: So cool arbeitet das Vorzeige-Startup aus San Francisco

10. Schneller zum fertigen Artikel: 9 Schreib-Tools für Content-Marketeers

http://www.dahlstroms.comVon der Planung bis zum Verfassen eines Artikels kann einiges schief gehen. Wir zeigen euch neun Tools, mit denen ihr besser plant, Ablenkungen vermeidet und so schneller euer Ziel erreicht, großartigen Content zu liefern.

Unser Artikel: Schneller zum fertigen Artikel: 9 Schreib-Tools für Content-Marketeers

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Daniel Hüfner
Polygon-Webseiten: t3n erklärt den neuen Webdesign-Trend http://t3n.de/news/polygon-webseiten-t3n-erklaert-547293/ 2014-06-09T10:30:05Z
Polygon-Design-Websites können schick und modern, aber auch wie ein Cartoon wirken. Wir zeigen euch, was es mit dem Trend auf sich hat – inklusive gelungener Beispiele.

Polygon-Design-Websites können schick und modern, aber auch wie ein Cartoon wirken. Wir zeigen euch, was es mit dem auf sich hat – inklusive gelungener Beispiele.

Polygone beziehungsweise Vielecke sind geschlossene Formen, die mindestens drei Seiten haben und die sowohl zwei- als auch dreidimensionale Formen darstellen können. In Videospielen begegnen uns zig Objekte und Umgebungen, die aus Polygonen geformt wurden. Doch auch die verschiedener Videospiele nutzen verschiedene, weit weniger komplexe Polygon-Strukturen. Aber nicht nur in Videospielen wie Watchdogs oder in den Interfaces der Abstergro-Computer von Asassin’s Creed begegnen uns in letzter Zeit solche Gebilde. Viele Websites springen auf den Design-Trend auf, und so hat sich ein weiterer Begriff – der des Polygon-Designs – manifestiert.

Einige werden das Polygon-Design mit dem Flat-Design in Verbindung bringen: Flache Formen, die zusammen genommen auch dreidimensionale Formen abbilden können. Aber stimmt das auch? Lasst euch von zehn Polygon-Websites inspirieren!

Midori Aoyama

Midori Auyama Screenshot
Midori Auyama nutzt Polygon Design für die Gestaltung der Webseiten. (Screenshot: Midori Auyama)

Der japanische DJ Midori Auyama nutzt auf seiner Startseite animierte Polygone und verfremdet damit auch sein eigenes Portrait.

Polygon-Webseite von Midori Aoyama

HotDot

Hot Dot
Hot Dot nutzt Polygon Design für die Gestaltung der Webseiten. (Screenshot: Hot Dot)

HotDot verlässt die zweite Dimension und setzt polygonförmige Gebilde ein – die ein wenig an matte Rubine erinnern – und scrollabhängig verschiedene Perspektiven ermöglichen.

HotDot Webseite

Filidor Wiese

Filidor Wiese
Filidor Wiese kombiniert Polygon-Design mit Retro-Grafiken. (Screenshot: Filidor Wiese)

Der Frontend- und Webentwickler Filidor Wiese verbindet Retro-Feeling mit modernem Polygon-Design, um seinen Arbeitsalltag als Animation darzustellen.

Filidor Wiese

Dare With Us

Dare With Us
Dare With Us nutzt Polygon-Design für Hintergrundillustrationen. (Screenshot: Dare With Us)

„Dare With us“ nutzt das Polygon-Design, um die Landingpage mit einer Weltkarte zu schmücken.

Webseite von Dare With Us

Saghafi Mokhtar

Saghafi Mokhtar
Saghafi Mokhtar kombiniert Polygon Design mit Fotos. (Screenshot: Saghafi Mokhtar)

Der Designer Mokhtar Zaghaft nutzt Polygon-Design-Elemente und kombiniert sie mit Fotos und einem Parallax-Effekt.

Webseite von Saghafi Mokhtar

Aires & Cintra Arquitetura

Aires & Cintra Arquitetura nutzt Polygon Design für Key Visuals und den Hintergrund. (Screenshot: Aires & Cintra Arquitetura)
Aires & Cintra Arquitetura nutzt Polygon Design für Key Visuals und den Hintergrund. (Screenshot: Aires & Cintra Arquitetura)

Aires & Cintra Arquitetura nutzt Polygone, um den Hintergrund seiner Webseite zu gestalten und setzt bei den Key-Visuals auf aus Polygonen bestehende Formen.

Aires & Cintra Arquitetura

Send Me To South Pole

Send Me To Northpole
Send Me To Southpole ist eine animierte E-Card im Polygon-Design. (Screenshot: Send Me To Southpole)

Bei „Send Me To South Pole“ kannst du mit deinem Facebook-Profilfoto in eine Polygon-Design-Postkarte integriert werden.

Send Me To South Pole

Made By Vadim

Made By Vadim
Made By Vadim setzt Polygon Design für sein Portrait und die Hintergrundgrafiken ein. (Screenshot: Made By Vadim)

Der russische Designer „Vadim“ setzt Polygone dezent im Hintergrund und markant für sein Profilfoto ein.

Made By Vadim

Hush Flow

Hushflow
Hush Flow kombiniert Polygon-Design-Illustrationen mit klassischen Illustrationen. (Screenshot: Hush Flow)

Die Landingpage der Kollaborations-Plattform „Hushflow“ nutzt ein Key-Visual im Polygon-Stil in Kombination mit klassischen Illustrationen.

Hush Flow Webseite

Sanissimo

Sanissimo Polygon Design
Sanissimo wandelt das Polygon Design etwas abund texturiert die jeweiligen Flächen. (Screenshot: Sanissimo)

Der Stil von Sanissimo tanzt in dieser Liste ein wenig aus der Reihe, gehört aber immer noch zum Polygon-Trend. Das Unternehmen setzt auf texturierte Polygone und erzielt so einen Scherenschnitt-Effekt auf der Webseite.

Santissimo Webseite

Fazit

Das „Polygon-Design" als Weiterführung des beliebten Flat-Design-Trends zu bezeichnen, scheint ein wenig weit hergeholt. Ja, es ist zweidimensional. Aber nein, es steht nicht alleine da und kann auch dreidimensionale Formen abbilden. Viel mehr geht es um die Erstellung von Gestaltungs-Konstanten und Grafiken mit Polygonen, um verschiedene Effekte in Kombination mit anderen Stilrichtungen zu erzielen.

Was haltet ihr von dem Trend?

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Ilja Zaglov
Die 10 beliebtesten Artikel der Woche: Pornhub, WhatsApp und die neuesten Logo-Trends http://t3n.de/news/10-beliebtesten-artikel-woche-36-547251/ 2014-05-24T08:58:48Z
Die vergangene Woche wurde von kreativen Themen dominiert – seien es originelle Visitenkarten, die 15 Trends des Jahres im Logo-Design oder die verrückte Crowdsourcing-Kampagne, mit der das …

Die vergangene Woche wurde von kreativen Themen dominiert – seien es originelle Visitenkarten, die 15 des Jahres im Logo-Design oder die verrückte Crowdsourcing-Kampagne, mit der das US-Sex-Portal Pornhub nach einem neuen Anzeigenmotiv sucht. Daneben haben wir einen Sofort-Check vorgestellt, mit dem ihr überprüfen könnt, welche Daten von euch im Netz kursieren, und das Abgeben der Nutzungsrechte bei hat euch auf die Palme gebracht. Hier sind eure zehn beliebtesten Artikel der Woche.

1. Pornhub zeigt mit großer Crowd-Kampagne, wie Marketing funktioniert

pornhub_finalist_teaserPornhub setzt bei seiner Suche nach einem Motiv oder einer Idee für seine Anzeigenkampagne auf . Jetzt hat das Unternehmen 15 Vorschläge ausgewählt und die Nutzer können auf Tumblr über die besten Kampagnen abstimmen. Die endgültige Entscheidung trifft jedoch die Sex-Seite. Wir zeigen euch die Finalisten unterhalb des Artikels.

Unser Artikel: Pornhub zeigt mit großer Crowd-Kampagne, wie Marketing funktioniert [Update]

2. WhatsApp: Mit jedem Selfie verschickst du dein Bildrecht

WhatsappWer die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von WhatsApp akzeptiert, tritt sämtliche Bildrechte an den Messenger ab. Für die 450 Millionen Nutzer des Dienstes kann das unbequeme Folgen haben.

Unser Artikel: WhatsApp: Mit jedem Selfie verschickst du dein Bildrecht

3. Logo-Design: Diese 15 Trends erwarten euch 2014

logo-trends-2014_designWie so vieles unterliegen auch Logos unterschiedlichen Trends. Ein neuer Bericht verrät jetzt, was wir in puncto Logo-Design im Jahr 2014 erwarten können.

Unser Artikel: Logo-Design: Diese 15 Trends erwarten euch 2014

4. Tipps für kreative Visitenkarten und 50 inspirierende Beispiele [Bildergalerie]

hairdresser-businesscards-l1_Inspirationfeed KopieVisitenkarten sind trotz Netzwerken wie Xing oder LinkedIn auch heute noch ein probates Mittel zur Kontaktaufnahme. Besonders Selbstständige können von dieser Form der Selbstvermarktung profitieren. Doch eine Visitenkarte muss aus der Masse hervorstechen, damit man nicht wieder in Vergessenheit gerät. Wer ein paar Tipps beherzigt und sich von unserer Bildergalerie inspirieren lässt, kommt da bestimmt auf die richtige Spur.

Unser Artikel: Tipps für kreative Visitenkarten und 50 inspirierende Beispiele [Bildergalerie]

5. Sofort-Check: Das wissen Cyberkriminelle über deine Identität

identity
© Marek - Fotolia.com

16 Millionen E-Mail-Adressen samt Passwörter haben Cyberkriminelle Anfang des Jahres gestohlen. Ein neuer Sofort-Check verrät, ob und in welchem Umfang Daten von Nutzern schutzlos im Netz umherirren und einen Identitätsdiebstahl ermöglichen.

Unser Artikel: Sofort-Check: Das wissen Cyberkriminelle über deine Identität

6. WhatsApp-Nachrichten auf dem Mac: Notifyr macht es möglich

Weil WhatsApp seinen Kult-Messenger nur für Smartphones anbietet, muss man schon tief in die Trickkiste greifen, um auch auf dem Desktop immer informiert zu sein. Notifyr macht das allerdings äußerst raffiniert.

Unser Artikel: WhatsApp-Nachrichten auf dem Mac: Notifyr macht es möglich

7. Linkbuilding: Was erlaubt Google, was nicht? Hier sind die Antworten

SEO Matt Cutts LinkbuildingWas ist laut Matt Cutts erlaubt und was nicht? Dieser Frage geht Markus Hövener, Gründer der Agentur Bloofusion, auf den Grund. Der aktuelle Stand zu Gastbeiträgen, Artikelverzeichnissen und Backlinks.

Unser Artikel: Linkbuilding: Was erlaubt Google, was nicht? Hier sind die Antworten

8. Clockpicker: Wenn Android und Bootstrap Kinder hätten

clockpickerAndroid hat uns mit einem erfrischend neuen Timepicker-Konzept überrascht, aber dieses Konzept funktioniert nicht nur auf mobilen Geräten, sondern auch im Web – jedenfalls wenn ihr euch ClockPicker anseht.

Unser Artikel: Clockpicker: Wenn Android und Bootstrap Kinder hätten

9. Responsive Webdesign verkaufen: So sieht der optimale Workflow aus

responsive-webdesign-currysMit „Responsive Webdesign“ werden oft nur die technischen Komponenten in Verbindung gebracht – wie Breakpoints, Responsive Images und progressive Enhancement. Kein Wunder, dass RWD-Projekte zum Scheitern verurteilt sind. Denn ist deutlich mehr. Es ist eine (im Grunde gar nicht so) neue Sicht auf den Inhalt und benötigt vor allem ein komplett neues Vorgehensmodell. Und das will erst gelernt und anschließend verkauft werden.

Unser Artikel: Responsive Webdesign verkaufen: So sieht der optimale Workflow aus

10. Sexy dank Tinder-Gen: So raffiniert ist die neue App von Tape.tv

tapetv_mockupDie neue App des Musikdienstes Tape.tv löst bei Nutzern Jubelstürme aus. Ein Grund ist das erfrischende Design- und Bedienkonzept. Doch dahinter steckt eine raffinierte Strategie.

Unser Artikel: Sexy dank Tinder-Gen: So raffiniert ist die neue App von Tape.tv

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Lea Weitekamp
Vergiss, was du gepostet hast: Voycee bringt den Privacy-Trend in ein Social Network http://t3n.de/news/voycee-social-network-546661/ 2014-05-22T08:48:15Z
Voycee, yet another Social Network? Stimmt, allerdings mit einer aus Nutzersicht längst überfälligen Portion Feinkosmetik: Das mobile Netzwerk gewährt ihnen ein Recht auf digitales Vergessen.

Voycee, yet another Social Network? Stimmt, allerdings mit einer aus Nutzersicht längst überfälligen Portion Feinkosmetik: Das mobile Netzwerk gewährt ihnen ein Recht auf digitales Vergessen. Wie das in der Praxis funktionieren soll, erklärt dieser Artikel.

Voycee überschreibt alte durch neue Postings

Innovationen im großen Heer der Sozialen Netzwerken gibt es schon lange nicht mehr. Wo Facebook und allenfalls noch Google+ ihrerseits mit nebensächlichen Zusatzfunktionen vor die Presse treten, bleibt ein gerade aus Nutzersicht wünschenswerter Paradigmenwechsel hinsichtlich des Umgangs mit Privatsphäre und persönlichen Daten bis heute weitgehend aus.

Mit Voycee, einem ausschließlich für Smartphones ausgelegten Sozialen Netzwerk mit Privacy-Ansatz kommt jetzt aber frischer Wind ins Spiel. Zwar beschränkt sich die derzeit nur für iOS verfügbare App in ihrer Oberfläche weitgehend auf bekannte Netzwerkfunktionen. So können Status-Updates verfasst, Fotos, Videos und Musikstücke geteilt und Freundschaften geschlossen werden. Die Besonderheit des Sozialen Netzwerks liegt aber vielmehr im inneren Kern seiner Umsetzung: es gewährt seinen Nutzern ein Recht auf Vergessen.

Voycee will den Privacy-Trend vom Messenger nun auch in die Welt eines Social Networks bringen. Alte Postings werden hier von neuen überschrieben. (Screenshot: t3n)
Voycee will den Privacy-Trend vom Messenger nun auch in die Welt eines Social Networks bringen. Alte Postings werden hier von neuen überschrieben. (Screenshot: t3n)

So erinnert sich die App immer nur an jenes Status-Update, das Nutzer zuletzt auf ihrer Profilseite veröffentlicht haben. Vorausgegangene Postings werden von neuen überschrieben und unwiderruflich gelöscht. Genauso wie Likes und von Freunden abgegebene Kommentare. Grundsätzlich und immer.

Damit will Voycee, so die Idee von Gründer Ilfan Radoncic, Nutzern, die längst verloren geglaubte Hoffnung auf eine angemessene Privatsphäre im Social Network zurückbringen. „Bei Voycee steht der Schutz der Privatsphäre klar im Vordergrund, bei uns gibt es keine Vergangenheit“, erklärt Radoncic gegenüber dem US-Branchenblog TechCrunch. „Die meisten Sozialen Netzwerke sammeln so viele Nutzerdaten wie nur möglich, um personalisierte Anzeigen zu schalten und unter Umständen sogar an die Werbeindustrie zu verkaufen.“

Mehr Privatsphäre bedeutet mehr Qualität für Inhalte

Die fortwährende Löschung von geteilten Inhalten ist insofern eine Neuerung, als sie den bereits seit geraumer Zeit bei Messengern beliebten Trend der digitalen Selbstzerstörung von Inhalten jetzt auch für ein adaptiert. Und nicht nur das: Voycee sieht darin auch die Chance, die Nutzung eines Sozialen Netwerks insgesamt wieder zu einem Erlebnis zu machen. Mit nur einer Feature-Klappe sollen also gleich mehrere Fliegen geschlagen werden.

Zum Beispiel im Hinblick auf die Interaktion der Nutzer. Wenn die von Freunden geteilten Inhalte jederzeit dem virtuellen Schredder zum Opfer fallen können, werden Mitglieder nach den Wünschen von Voycee die App überdurchschnittlich oft öffnen, um nichts zu verpassen.

In der Konsequenz soll sich auch die Qualitätsschraube bei den Inhalten ganz von allein wieder anziehen. Wer alte Status-Updates oder geteilte Urlaubsbilder per se mit einem neuen Posting ins Nirvana schickt, wird sich im Umkehrschluss mehr als einmal überlegen, ob er das nächste Katzenfoto wirklich teilen will. Eine Mentalität, von der Facebook bisher nur träumen kann.

Monetarisierung? Kaum Argumente für Werbegelder

Legitim ist in diesem Zusammenhang aber auch die Frage nach der finanziellen Zukunft des noch jungen Netzwerks. Schließlich hat Facebook schon, was Voycee erst noch entwickeln muss – nämlich ein funktionierendes Geschäftsmodell. Doch ist das mit dieser Privacy-Idee überhaupt zu machen? Tatsächlich schränkt Voycee seinen naheliegenden Kreis an finanzkräftigen Werbepartnern nämlich stark ein.

Personalisierte Anzeigen werden durch den ständigen Löschmechanismus ebenso erschwert, wie das Erfassen von Verhaltensmustern über längere Zeiträume hinweg. Deswegen will Voycee, so sagt es Radoncic, mit Effizienz und kuratierten Anzeigen zu Erfolg kommen. Das bedeutet: Die Serverkosten sollen durch die vergängliche Datenphilosophie vergleichsweise gering gehalten und der Feed partiell mit Promoted Post bestückt werden. Ob’s klappt? Man darf gespannt sein.

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Daniel Hüfner
Logo-Design: Diese 15 Trends erwarten euch 2014 http://t3n.de/news/logo-design-diese-15-trends-546009/ 2014-05-19T14:49:08Z
Wie so vieles unterliegen auch Logos unterschiedlichen Trends. Ein neuer Bericht verrät jetzt, was wir in puncto Logo-Design im Jahr 2014 erwarten können.

Wie so vieles unterliegen auch Logos unterschiedlichen . Ein neuer Bericht verrät jetzt, was wir in puncto Logo-Design im Jahr 2014 erwarten können.

Mono Crest: Logos in diesem Design sollen wir laut Bill Gardner 2014 häufiger sehen. (Grafik: Billd Gardner / Logolounge.com)
Mono Crest: Logos in diesem Design sollen wir laut Bill Gardner 2014 häufiger sehen. (Grafik: Billd Gardner / Logolounge.com)

Logo-Trends 2014: Das erwartet uns im Bereich der Firmenzeichen

Bereits seit elf Jahren veröffentlicht Bill Gardner auf Logolounge.com einen jährlichen Bericht über aktuelle Trends im Logo-Design. Auch in diesem Jahr konnte der Designer und Logo-Experte wieder 15 aktuelle Trends identifizieren. Dazu schaute sich Gardner insgesamt 24.500 Logos aus dem letzten Jahr an. Darüber hinaus schaute er sich Vorschläge und Ideen verschiedener Identity-Designer an, um die wichtigsten Trends des Jahres zu bestimmen.

Die 15 Logo-Trends unterscheiden sich teilweise recht stark und dürften uns 2014 daher auch mal mehr, mal weniger häufig über den Weg laufen. Bei einem der für 2014 prognostizierten Trends werden beispielsweise Buchstaben übereinandergestapelt. Dadurch kann die Lesbarkeit unter Umständen etwas leiden. Dafür entsteht eine Art Entdeckungsprozess beim Leser. Ein weiterer Trend sind handgemalte Logos. Aber auch Tiere, die aus einfachen geometrischen Formen bestehen, könnten wir dieses Jahr häufiger sehen.

Design: Das sind die 15 Logo-Trends 2014

In der untenstehenden Bildergalerie findet ihr alle 15 Trends, die Bill Gardner für dieses Jahr identifiziert hat. Was sagt ihr? Glaubt ihr, dass Gardner mit seiner Einschätzung der aktuellen Trends richtig liegt? Welchen Trend vermisst ihr auf der Liste? Schreibt uns eure Einschätzung in den Kommentaren.

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Kim Rixecker
BITKOM-Studie: Das sind die aktuellen Trends im E-Commerce http://t3n.de/news/e-commerce-bitkom-studie-retouren-543911/ 2014-05-08T08:39:22Z
BITKOM, der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche, hat eine aktuelle Studie zum Online-Shopping in Deutschland vorgelegt. Wir haben für euch einen Blick auf die …

BITKOM, der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche, hat eine aktuelle zum Online-Shopping in Deutschland vorgelegt. Wir haben für euch einen Blick auf die Zahlen geworfen.

E-Commerce: Nur wenige Deutsche sind bereit für Rücksendungen zu bezahlen. (Screenshot: BITKOM)
E-Commerce: Nur wenige Deutsche sind bereit für Rücksendungen zu bezahlen. (Screenshot: BITKOM)

E-Commerce: Deutsche sind kaum bereit für Retouren zu bezahlen

73 Prozent aller Bundesbürger über 14 Jahre kaufen mittlerweile auch im Internet ein. Das geht aus einer aktuellen Studie des BITKOM hervor. 42 Prozent der deutschen Internetnutzer kaufen sogar mehrmals im Monat Waren über das Netz. Generell scheint es auch nach wie vor einen Aufwärtstrend zu geben. Von den 1.242 Befragten der repräsentativen Umfrage gaben 39 Prozent an, heute häufiger Online-Shopping zu betreiben als noch vor zwölf Monaten. Allerdings dürfte sich die Branche nicht über jeden Besteller freuen.

Laut der Studie bestellen 36 Prozent der Online-Shopper Waren ohne jegliche Kaufabsicht. Sprich: Dem Besteller ist schon im Vorhinein klar, dass er die Ware nach Erhalt wieder zurückschicken wird. Zwar könnten aufgrund einer neuen gesetzlichen Regelung die Rücksendekosten ab Juni 2014 grundsätzlich dem Käufer aufbürden, laut der BITKOM-Studie sind aber nur wenige Käufer bereit, diese Kosten zu übernehmen. 29 Prozent der Befragten lehnen kategorisch ab, bei einem zu bestellen, wenn die Retourenkosten bei ihnen hängen bleiben. Weitere 25 Prozent gaben an, zumindest weniger bestellen zu wollen.

Immerhin 40 Prozent sagten, sie würden sich zukünftig genauer überlegen, ob sie ein Produkt online erwerben. Nur 18 Prozent der Befragten gaben an, auch nach in Kraft treten der Gesetzesänderung keine Änderung an ihrem Kaufverhalten vorzunehmen. Während allerdings drei von vier Online-Shoppern angaben, schon ein Mal etwas zurückgeschickt zu haben, sollen im Schnitt nur zwölf Prozent aller gekauften Waren von den Kunden zurückgeschickt worden sein.

E-Commerce: Jeder dritte Deutsche bestellt Waren ohne Kaufabsicht. (Screenshot: BITKOM)
E-Commerce: Jeder dritte Online-Shopper bestellt Waren ohne Kaufabsicht. (Screenshot: BITKOM)

E-Commerce: Kaufen auf dem Tablet wird immer beliebter

Etwa jeder vierte Online-Shopper greift laut der E-Commerce-Studie des BITKOM zum Einkaufen mittlerweile auf Tablet oder Smartphone zurück. Insgesamt hat sich die Anzahl der Käufer, die ein Tablet zum Einkaufen im Internet verwenden seit 2012 verdoppelt. Während Online-Shopper nach wie vor am häufigsten Zuhause von ihren mobilen Endgeräten aus einkaufen, soll jeder Vierte bereits in einen Laden gegangen, und vor Ort online eingekauft haben. Eine Entwicklung, die den stationären Handel mit Sorge erfüllen dürfte.

Auch die Zielgruppe über 65 Jahre kauft nicht nur häufiger online ein, sie nutzen dabei auch zunehmend mobile Endgeräte. Kunden in dieser Altersklasse nutzen 2014 sechsmal häufiger ein Tablet zum Online-Shopping als noch vor zwei Jahren. Zwar bleibt ihr Anteil am Gesamtvolumen nach wie vor gering, dafür lassen Kunden in dieser Alterskategorie deutlich seltener Produkte an den Verkäufer zurückgehen.

Die beliebteste Bezahlmethode in Deutschland bleibt der Kauf auf Rechnung mit einer Nutzungsrate von 63 Prozent. Auf dem zweiten Platz folgen Online-Bezahldienste wie PayPal oder ClickandBuy mit 56 Prozent. Das Lastschriftverfahren war immerhin noch für 46 Prozent der Befragten eine akzeptable Möglichkeit der Bezahlung. Die Zahlung per Kreditkarte oder per Vorkasse war mit 29 respektive 24 Prozent unter den Befragten wenig verbreitet. Das Schlusslicht bildete die Zahlung per Nachname, die nur von neun Prozent in Anspruch genommen wird.

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Kim Rixecker
Dropshipping-Guide: Die ultimativen Praxistipps für Einsteiger [Teil 3] http://t3n.de/news/dropshipping-guide-praxistipps-539655/ 2014-04-26T12:12:18Z
Der E-Commerce-Trend Dropshipping wirkt auf viele Einsteiger und erfahrene Online-Händler verlockend. Wir erklären, was bei der Umsetzung eines Dropshipping-Angebots beachtet werden muss und wie …

Der E-Commerce-Trend Dropshipping wirkt auf viele Einsteiger und erfahrene Online-Händler verlockend. Wir erklären, was bei der Umsetzung eines Dropshipping-Angebots beachtet werden muss und wie auftretende Probleme behandelt werden können.

Dropshipping klingt nach einem leichten Weg zum schnellen Geld, ist aber eigentlich das Gegenteil davon. Der Weg kann sehr schnell holperig und schwierig werden, ein hohes Maß an Organisation und zuverlässige Partner sind notwendig, um einen funktionierenden Ablauf zu gewährleisten. Sonst besteht für den Online-Händler die Gefahr, dass ihm „der Laden um die Ohren fliegt.“

Bisher haben wir das Konzept Dropshipping und was beim Start in das Dropshipping-Geschäft nötig ist, ausführlich erklärt. In diesem Artikel zeigen wir, welche Punkte beim Umsetzen eines Dropshipping-Geschäfts wichtig sind – und wie auftretende Probleme am besten gelöst werden.

Amazon-Lager im Streik: Bis voraussichtlich Mittwoch wollen rund 1.800 Beschäftigte an drei deutschen Standorten gleichzeitig ihre Arbeit niederlegen.
Dropshipping kann Onlinehändlern eigene, aufwendige Lagerhaltung ersparen – nicht jeder hat so viel Fläche wie Amazon zur Verfügung. (Foto: Amazon)

Abgleich des Warenbestands und der Preise

Problemlieferant Nummer 1 sind falsche Warenbestände, dicht gefolgt von Verlusten durch gestiegene Einkaufspreise. Der Warenbestand muss möglichst schnell vom Lieferanten in den Shop gelangen, um eine möglichst realistische Anzeige der Warenverfügbarkeit zu gewährleisten. Bestenfalls sollten die Warenbestände in Echtzeit mit dem eigenen synchronisiert werden. Kunden sind es gewohnt, eine verlässliche Lieferzusage zu erhalten, sollte trotz auf der Website ersichtlicher Warenverfügbarkeit keine Lieferung erfolgen können, ist das Vertrauen des Kunden dahin.

Tipps

  • Nur Lieferanten wählen, die Produktdaten in Echtzeit oder zumindest in kurzen Abständen synchronisieren können.
  • Einen ausreichenden Puffer in den Warenbestand einbauen. Wenn schon klar ist, dass der Lieferant nur in größeren Abständen Bestände aktualisiert, muss ein entsprechend großer Puffer im oder Warenwirtschaftssystem hinterlegt sein, der die Bestandsschwankungen abfedern kann.
  • Falls ein eigenes Lager betrieben wird, kann es sinnvoll sein, die Dropshipping-Artikel in einzelnen Stückzahlen selbst zu bevorraten, um im Worst-Case-Szenario noch eine einzelne Kundenbestellung zu „retten“ – beispielsweise, falls der Artikel plötzlich aus dem Programm des Großhändlers genommen wird oder eine Sendung verloren geht und der Großhändler keine Ersatzlieferung mehr leisten kann. Bei größeren Sortimenten schwer umzusetzen, bei einem überschaubarerem Produktangebot hingegen machbar.

Dropshipping: Versandstatus und Lieferzeiten

Sobald der Großhändler die Lieferung an den Zusteller übergeben hat, muss der Versandstatus auch im Onlineshop aktualisiert werden, weshalb der Großhändler unbedingt eine Versandbenachrichtigung versenden muss. Falls die nur per E-Mail erfolgt, muss der Händler den Versandstatus manuell übertragen – auf Dauer und bei größeren Bestellmengen kein tragbarer Zustand. Eine automatisierte Verarbeitung ist für einen reibungslosen Betrieb Pflicht.

Die Lieferzeiten müssen deutlich gekennzeichnet sein – besonders, falls die Lieferzeiten der Dropshipping-Artikel von denen der ab Lager erhältlichen Stammartikel abweichen. Wenn der Lieferant eine schwankende Lieferdauer produziert, sollte der Erfahrungswert eher am oberen Ende der Skala abgelesen werden: lieber eine einen Tag längere Lieferfrist angeben. Erwartungen eher übererfüllen als sie zu enttäuschen.

Tipps

  • Der Versandstatus sollte vom Dienstleister automatisiert und zeitnah übertragen werden, möglichst mit Tracking-Nummer.
  • Die Lieferzeiten des Kernsortiments sollten kurz sein, Dienstleister, die zu lange Lieferzeiten produzieren, sind auf Dauer nicht tragbar.

Verpackung und Rechnungsstellung

Die Verpackung der Warensendung und die beiliegenden Lieferpapiere sollten mindestens neutral gestaltet sein und keinerlei Rückschluss auf den Großhändler ermöglichen. Optimal ist es, wenn der Großhändler die Verwendung von gebrandeten Verpackungsmaterialen und Drucksachen des Händlers ermöglicht. Sollte das nicht möglich sein, sollte ein separates System dafür sorgen, dass der Endkunde zusammen mit der Versandbestätigung seine Rechnung erhält – notfalls auf dem Postweg, was aber die Marge unnötig schmälert.

Tipps

  • Großhänder müssen in neutraler Verpackung ohne Hinweis auf das eigene Unternehmen liefern.
  • Wenn möglich, den Großhändler mit eigenen Verpackungen ausstatten.
  • Absender- und Adressangaben des Onlineshops auf allen Materialien, keine Angaben des Lieferanten zulassen.

Reklamation und Retouren

Die Kundenseite dieses Problems wird im Absatz „Kundenservice“ erklärt, hier wollen wir uns eher mit dem Background beschäftigen. Werden Waren retourniert, ergeben sich für Dropshipper einige Fragen: Wohin retourniert der Kunde, zum Händler oder zum Lieferanten?  Im Regelfall wohl zum Händler, der dann die Retoure behandeln muss. Liegt ein Defekt vor, muss die Serviceregelung des Lieferanten berücksichtigt werden: Entweder geht die defekte Ware zum Hersteller oder zum Lieferanten. Um Verwirrungen zu vermeiden sollte, wie schon beim Punkt Verpackung erwähnt, die eigene Adresse klar und deutlich auf dem Versandkarton und den Lieferpapieren vermerkt sein. Sonst besteht die Gefahr, dass die Sendung zum Großhändler zurückgeschickt wird.

Was passiert mit der Retoure? Ein ordentlicher Großhändler sollte eine vernünftige RMA-Regelung anbieten, auch ein Dropshipper sollte also im Falle einer Retoure wegen Nichtgefallens die Möglichkeit haben, den Artikel ebenfalls zu retournieren. Artikel, die häufig verkauft werden oder deren Marge durch Rücksendekosten zu sehr geschmälert wird, können auch im Lager des Onlinehändlers verbleiben.

retoure
Retourenregelungen sind beim Dropshipping sowohl für den Endkunden, als auch für den Händler wichtig. (Foto: © Leonardo Franko – Fotolia.com)

Dropshipping: Technische Umsetzung

Zweierlei Daten werden zwischen Händler und Großhändler übertragen: Produktdaten und Versanddaten. Ohne zu sehr in die technischen Details zu gehen: Es existieren zwei Kategorien von Anbindungen. Entweder bietet der Lieferant eine Datei zum Austausch an, beispielsweise CSV-Dateien, oder es wird eine direkte Anbindung über eine definierte Schnittstelle angeboten. Entscheidend sind drei Punkte:

1. Aktualität der Daten

Damit möglichst wenig Probleme durch Überverkauf entstehen, also die Verfügbarkeit der Waren realistisch eingeschätzt wird, sollte eine Aktualisierung in möglichst kurzen Intervallen möglich sein. Je nachdem, in welchen Intervallen der Großhändler Preisanpassungen vornimmt, ist die Aktualität auch für die Kalkulation wichtig.

2. Automatisierung

Bei Aktualisierungen mit CSV-Dateien sollten diese nicht nur zum manuellen Export und Import zur Verfügung stehen, sondern auch für eine automatisierte Verarbeitung vom Großhändler bereit gehalten werden – beispielsweise in einem per FTP erreichbaren Ordner, damit per Cron-Job die Aktualisierung durchgeführt werden kann. Optimal ist eine in Echtzeit arbeitende Schnittstelle, die Änderungen proaktiv in den Onlineshop überträgt. Die selben Kriterien gelten für die unverzichtbare Versandbestätigung des Großhändlers an den Händler.

3. Selektive Aktualisierung

Manche Großhändler bieten CSV-Dateien mit einem kompletten Produktkatalog samt Artikelbeschreibungen an. Das mag für einen ersten Aufbau des Sortiments ganz nützlich sein, wird später aber eigentlich nicht benötigt. Onlinehändler sollten zum einen Artikelbeschreibungen so überarbeiten, dass sie zum eigenen Shop passen – zum anderen werden auch meist Onpage-SEO-Optimierungen an den Produktbeschreibungen durchgeführt. Wird jetzt ein ganzer Produktkatalog übertragen, werden Händler-eigene Daten überschrieben. Hier ist es wichtig, nur die Preise und Warenbestände zur Aktualisierung aufzunehmen.

Klare Kommunikation

Die eigenen Prozesse müssen realistisch eingeschätzt werden. Die Zeitangaben, die Kunden vorab kommuniziert werden, müssen eingehalten werden. Lieber die Zeitangaben etwas großzügiger gestalten und Erwartungen übererfüllen. Ist der Kunde aus dem Händler-eigenen Sortiment eine kurze Lieferzeit gewohnt, muss bei den Dropshipping-Artikeln klar erkennbar sein, ob die Versandzeit abweicht. Unter solchen Umständen kann auch klar kommuniziert werden, dass der Artikel nicht lagernd vorrätig ist und von einem Partner erfüllt wird – besonders bei starken Abweichungen von der Regellieferzeit.

Kundenservice kostet Geld: Bei Dropshipping mehr als üblich

Um es gleich zu sagen: Es wird etwas schief gehen. Nein, es wird unter Umständen sogar viel schief gehen. In dem Moment, in dem ein Dritter mit in den Prozess eingebunden wird, sorgt der Kontrollverlust gleichzeitig für zusätzliche, mögliche Fehlerquellen. Wichtig ist es für den Händler jetzt, richtig zu reagieren: Die Kalkulation im Auge zu behalten und zu argumentieren, man würde an einer einzelnen Lieferung nichts mehr verdienen und könne sich deswegen keine Kulanz leisten, wird nach hinten losgehen. Dropshipping kann mehr Service-Probleme verursachen eine eigene Versandabwicklung. Das müssen Onlinehändler mit in ihre Überlegungen einbeziehen und entsprechend kulant handeln: Kostenlose Expresslieferungen bei Ersatzsendungen und teilweise Erstattungen bei Lieferverzögerungen gehören mit zum Dropshipping-Handwerkszeug.

Retouren erfordern oft eine größere Kulanz und können auch das Kapital des Händlers belasten. Schickt der Kunde Ware zurück und der Händler leistet Ersatz, ist auf einmal Ware im doppelten Wert unterwegs – die Gutschrift für die Retoure bekommt der Händler erst noch von seinem Lieferanten. Steht eine Gutschrift beim Kunden an, wäre es eine schlechte Reaktion, hier auf die Gutschrift des Lieferanten zu warten. Die Bearbeitungszeit für den Kunden verdoppelt sich so und macht sich unangenehm bemerkbar.

Die Kunst beim Kundenservice für Dropshipper besteht darin, die Ecken und Kanten des Dropshippings mit erweiterter Kulanz auszugleichen. Keine leichte Aufgabe.

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Kundenservice kostet Geld – schlechter Kundenservice kostet noch mehr Geld. (Foto: Tax Credits / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Fazit: Eine automatisierung und realistische Kalkulation entscheidet über Gewinn oder Verlust

Auch auf die Gefahr hin, dass jetzt kommerzielle Dropshipping-Vermarkter aufheulen werden: Dropshipping ist keine besonders leichte oder „günstige“ Methode, um als Onlinehändler durchzustarten – und erst recht keine Methode, um ohne nennenswertes Kapital durchzustarten, wie ganz oft unterschwellig mit „keine Vorfinanzierung, keine Kapitalbindung“ beworben wird. Ein komplett aus Vorkassezahlungen finanziertes Geschäftsmodell ist nicht stabil und hart an der Grenze zur Unseriösität. Retouren müssen finanziert, die Warenbestellungen beim Großhändler bezahlt werden, und eine eventuelle zeitliche Differenz zwischen der Ausschüttung des Payment-Dienstleisters und der Abrechnung des oder der Großhändler sorgt da schon für Kapitalbedarf – sicher für einen geringeren Bedarf als bei eigener Lagerhaltung des kompletten Sortiments, aber ohne Kapitaldecke geht es nicht.

Die entstehenden Kosten durch Retouren sowie die Kosten für die eingeforderte erweiterte Kulanz müssen in die Kalkulation des Händlers mit einfließen. Gerade in der Startphase sollten Händler eher großzügig kalkulieren, bis reelle Erfahrungswerte gesammelt werden können. Keinsfalls sollte sich ein frisch gestarteter Händler auf die Verlockung einlassen, die auch des öfteren beworben wird: Preiskampf, der in niedrigen Margen resultiert. Es spielt keine Rolle, wo das Lager ist und wer die Ware versendet – die Marge muss sinnvoll kalkuliert werden.

Automatisierung ist ein Schlüsselwort bei der Umsetzung von Dropshipping. Die Infrastruktur der beteiligten Großhändler muss die Möglichkeit eines hohen Automatisierungsgrads bieten – auch wenn anfangs noch einiges manuell erledigt wird. Der Zeitpunkt kommt, an dem der Händler die vielen Änderungen nicht mehr zeitgerecht durchführen kann und am eigenen Erfolg scheitern könnte. Hohe Automatisierung führt bei den Bestandsdaten zu einer hohen Aktualität – und das führt letztlich zum Erfolg beim Dropshipping. Denn: Je aktueller die Versanddaten sind, desto schneller werden die Kunden eine Versandbenachrichtigung erhalten. Je aktueller die Warenbestände sind, um so weniger Kunden werden Schiffbruch an Fehlbeständen erleiden.

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Jochen G. Fuchs