Trends | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Trends 2014-08-23T05:50:20Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/trends Sex-Tech: Wenn Gründer das heißeste aller Startup-Pflaster erobern http://t3n.de/news/sex-tech-startups-563057/ 2014-08-23T05:50:20Z
Mit dem wachsenden Trend Sex-Tech verbinden Gründer die Bereiche Internet, Elektronik und Erotik in vielerlei Hinsicht. Oft kommen die Ideen skurril daher, in jedem Fall aber tragen sie dazu …

Mit dem wachsenden Sex-Tech verbinden Gründer die Bereiche Internet, Elektronik und Erotik in vielerlei Hinsicht. Oft kommen die Ideen skurril daher, in jedem Fall aber tragen sie dazu bei, das milliardenschwere Geschäft mit einem unserer wichtigsten Grundbedürfnisse aus der Schmuddelecke zu holen. Ein Feature von Daniel Hüfner.

Andreas Stockburger hat in den letzten Monaten mehrere sechsstellige Angebote von Investoren abgelehnt. Das Startup des 28-jährigen Schweizers, der auf Frauen in High-Heels nach eigener Beschreibung ebenso steht wie auf Rock’n’Roll, Liegestütze und Innovation, läuft einfach zu gut. Schon seit dem zweiten Monat nach Gründung wächst er mit positivem Cashflow. Dabei ist es immer noch ein Nebenprojekt.

Zwar könne man mit Investorengeldern daraus viel mehr machen, doch er schätze die unternehmerische Freiheit, die er sich dadurch bewahrt. Und die passt ohnehin gut zu dem, was er macht: Gemeinsam mit seinen Kompagnon Marc Schlegel hat Stockburger vor zwei Jahren „Vibraa“ gegründet, einen Online-Shop für anspruchsvolle Sex-Toys – ohne Schmuddelfaktor.

Einer dieser bunten und wenig maskulinen Vibratoren aus dem Vibraa-Store. (Foto: Vibraa)
Einer dieser bunten und wenig maskulinen Vibratoren aus dem Vibraa-Store. (Foto: Vibraa)

„Wir glauben, dass jeder seine Leidenschaften frei ausleben muss, um glücklich zu sein – unabhängig davon, in welchen Bereichen man Leidenschaft empfindet. Leidenschaft bringt Menschen zusammen, lässt uns erleben, dass wir leben“, erklärt Stockburger seine Vision. Entsprechend führt Vibraa über 250 Produkte rund um das Thema Sex im Sortiment: Gleit- und Stimulationsgele, Massageöle, Kondome und bunte Vibratoren. Flankiert wird das Angebot mit Authentizität, Qualität und Information als kommunizierten Werten.

Mit Vibraa haben Andreas Stockburger (rechts) und Marc Schlegel (links) einen Sex-Shop mit Niveau gegründet. Sie bedienen damit den Trend im Bereich Sex-Tech. (Foto: Vibraa)
Mit Vibraa haben Andreas Stockburger (rechts) und Marc Schlegel (links) einen Sex-Shop mit Niveau gegründet. Sie bedienen damit den Trend im Bereich Sex-Tech. (Foto: Vibraa)

Entstanden ist die Idee aus einer Bierlaune heraus an Silvester 2012. „Sex-Toys waren das brisanteste Thema des Abends“, sagt Stockburger, „doch wirklich Ahnung hatten wir davon nicht“. Gepackt von der Neugierde und Faszination ergoogelten beide den Markt für Liebesspielzeug – und wurden schnell enttäuscht: Die Suchergebnisse seien befremdlich, irgendwie abstoßend gewesen. Von der maskulinen und offensiven Präsentation der Produkte habe man sich selbst als Mann nicht angesprochen gefühlt. „Wir haben weniger Orion und Beate Uhse, sondern mehr Nespresso und Apple erwartet.“ Die Idee für Vibraa, einen Shop, der niveauvolles Sex-Spielzeug mit Transparenz und Design verbinden soll, war geboren.

Von coolen Porno-Netzwerken, smarten Dildos und Lieferhelden für Prostitution

„Sex-Tech vereint Internet, Elektronik und Erotik.“

So wie Vibraa aus der Schweiz entdecken seit einigen Jahren immer mehr den Bereich Sex-Tech als lukratives Gründungspflaster. Mit dem Trend verbinden Gründer die Bereiche Internet, mobile Endgeräte und Erotik in vielerlei Hinsicht. MakeLoveNotPorn aus den USA zum Beispiel versteht sich als Soziales Netzwerk, über das Menschen sich über Sex austauschen können. Das klingt zunächst unspektakulär, soll nach dem Willen von Gründerin Cindy Gallop jedoch mit gängigen Klischees aus der Porno-Industrie aufräumen. Die Plattform informiert ihre Nutzer unter anderem darüber, dass eben nicht per se jede Frau im Schambereich rasiert sei und sich gerne von ihrem Partner ins Gesicht ejakulieren lasse. Mit dem an das Netzwerk angeschlossenen Kernfeature MakeLoveNotPorn.tv hat Gallop ihren Nutzern zugleich die Möglichkeit geschaffen, ihre privaten Sex-Videos zu teilen und so ein authentischeres Bild zu erzeugen.

Raus aus der Schmuddelecke will auch das Berliner Startup Peppr. Mit dem Anspruch, das „Lieferheld für die Prostitution“ werden zu wollen, vermittelt es Escort-Dienste per App. Dank GPS und individueller Filter können Nutzer schnell und einfach ihren gewünschten Sexarbeiter finden – weiblich wie männlich, frei nach Vorlieben. Peppr selbst verdient an einer Provision. Weitere Beispiele für Gründungen im Bereich Sex-Tech finden sich mit Amorelie, das ähnlich wie Vibraa einen viel beachteten Shop für Sex-Spielzeuge auf der Höhe der Zeit betreibt.

Hardware-Boom beflügelt neuen Gründergeist

Sex-Tech in smart: Vibease ist ein Mini-Vibrator, der sich mit dem Smartphone koppelt und ferngesteuert werden kann. (Foto: Vibease)
Sex-Tech in smart: Vibease ist ein Mini-Vibrator, der sich mit dem Smartphone koppelt. (Foto: Vibease)

Der Boom rund um das Thema Sex-Tech hat über Shops und Online-Portale hinaus aber auch noch einen anderen Hintergrund: billige und einfach für Jedermann zu produzierende Hardware. So fördern nicht nur experimentielle Mini-Computer wie Raspberry Pi oder Arduino den Tüftler-Geist. Dank dem langsam massentauglich werdenden 3D-Druck können Gründer auch immer günstiger mit einem echten Prototypen in den Markt einsteigen. Durch spezialisierte Netzwerke haben sie zudem leichteren Zugang zu fernöstlichen, günstigen Manufakturen. Und: Crowdfunding hat sich als alternative Finanzierungsquelle ebenso durchgesetzt wie die Symbiose von Hardware und mobilen Endgeräten im Sinne des Internet of Things.

Dass der Ideenreichtum dabei nicht einzig und allein bei smarten Lichtschaltern oder Thermostaten endet, zeigt das Beispiel Vibease. Vibease ist ein intelligenter Vibrator für Paare in Fernbeziehungen. Unter den Prämissen „tragbar“, „diskret“ und „100 Prozent freie Hand“ kann das pinkfarbene Gadget unauffällig getragen werden – gesteuert und an die persönlichen Vorlieben angepasst wird es per Smartphone-App. Laut Vibease-Erfinder Dema Tio, hätten viele Leute am Anfang über die Idee gelacht, die aus seinem Bedürfnis nach mehr Intimität zu seiner am anderen Ende der Welt lebenden Frau entstanden ist. Doch der Erfolg gibt ihm Recht: Über Indiegogo sammelte Tio letztlich 130.000 US-Dollar für die Fertigung von Vibease ein – noch im September soll das Sex-Spielzeug für die Generation Touch auf den Markt kommen.

Sex-Tech: Probleme nicht nur bei der Finanzierung

Kein Wunder also, dass die – sich aus diesen Entwicklungen für Gründer und Startups ergebenden – Chancen entsprechend groß sind. Zwar mögen Ideen, wie sie Peppr, MakeLoveNotPorn oder auch Vibease umsetzen, zunächst skurril und mitunter auch moralisch fragwürdig erscheinen. An unternehmerischer Potenz aber fehlt es ihnen kaum. Ganz im Gegenteil: Immer klare Zielgruppen, garantierte mediale Aufmerksamkeit und das milliardenschwere Geschäft mit einem der wichtigsten Grundbedürfnisse versprechen hohe Gewinne. Sex sells.

Gründungspflaster Sex-Tech: „It's all about fear of what other people think.“

Das macht es leicht, auch Investoren zu überzeugen. Oder doch nicht? Glaubt man zumindest den Erfahrungen, wie sie sie Cindy Gallop mit ihrer Plattform MakeLoveNotPorn gemacht hat, ist die Realität oft eine andere. Die Probleme im Bereich Sex-Tech kommen ihr zufolge spätestens mit der Finanzierung. So habe ein junger VC-Investor die Verhandlungen mit Gallop schnell abgebrochen, und das, obwohl er sich sogar erst für ihre Idee habe begeistern können. Am Ende sei das Investment jedoch einfach an der Angst gescheitert, die VC-Firma könnte durch eine entsprechende Beteiligung an dem Netzwerk ihren Ruf beschmutzen. „It’s all about fear of what other people think“, bringt es Gallop auf den Punkt.

MakeLoveNotPorn-Gründerin Cindy Gallop kämpft für ein authentischeres Image in der Porno-Welt. Mit ihrem Sozialen Netzwerk verkörpert sie den Bereich Sex-Tech wie keine andere. (Foto: DublinWebSummit)
MakeLoveNotPorn-Gründerin Cindy Gallop kämpft für ein ehrlicheres Image in der Porno-Welt. Mit ihrem Sozialen Netzwerk verkörpert sie den Bereich Sex-Tech wie keine andere. (Foto: DublinWebSummit)

Außerdem stehen Gründern oft auch Geschäftsbedingungen im Weg, die pornographische Inhalte beziehungsweise solche zur „Erwachsenenunterhaltung“ ausschließen. Ein Geschäftskonto bei der Bank? Eine E-Mail-Adresse? Eine Crowdfunding-Kampagne? Hindernisse gibt es reichlich. Mit der Idee, seine smarten Vibratoren über das populärere Kickstarter zu finanzieren, sei Dema Tio von Vibease beispielsweise wegen solcher Restriktionen abgeblitzt. Er musste daraufhin über Indiegogo einen ähnlichen Umweg einschlagen wie das Berliner Startup Peppr, das sein Konzept zur Vermittlung von Escort-Diensten sicher gerne auch als native App auf das iPhone seiner Kunden gebracht hätte. Da Apple bekanntlich aber die meisten Anwendungen mit erotischen Inhalten aus seinem Ökosystem aussperrt, blieb Peppr nur der Kompromiss mit einer responsiven, mobilen Webseite.

„Wer schnell und kreativ ist, kann viel gewinnen“

Auch Andreas Stockburger musste feststellen, dass es oft kreative Mittel braucht, um die Hindernisse als Gründer im Bereich Sex-Tech zu überwinden. Das Thema Social Media habe für Vibraa zum Beispiel gar nicht funktioniert. „Wem gefällt schon ein Vibrator auf seinem Facebook-Newsfeed?“, sagt er. Mit einer viralen Guerilla-Aktion bei der letzten Bundestagswahl, bei der man die Wahlversprechen aus Plakaten auf sein Geschäftsmodell ummünzte, konnte Vibraa laut Stockburger dennoch für einen Konter und mehr Sichtbarkeit im Netz sorgen.

Und so überwiegen für den 28-Jährigen denn auch die unternehmerischen Chancen, die sich für Gründer im Bereich Sex-Tech ergeben. Nicht nur, weil Sex im Unterschied zu Autoreifen oder Rasierklingen praktisch jeden etwas angeht. Vor allem, so sagt er, weil neue Technologien oft nicht bis in diesen Markt vordringen oder von den etablierten Branchendinos nur schleppend adaptiert werden. Entsprechend lukrativ sind Neugründungen. „Wer schnell und kreativ ist sowie nutzerzentriertes Design mit innovativer Technologie agil kombiniert, kann viel gewinnen“, so Stockburger. Sex-Tech, ein bunter Spielplatz mit vielen Möglichkeiten für kreative Jungunternehmer.

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Daniel Hüfner
Glasbruch adé: Apple soll iPhone 6 ein widerstandsfähigeres Saphir-Display spendieren http://t3n.de/news/glasbruch-ade-apple-iphone-6-saphir-display-562434/ 2014-08-15T08:06:00Z
Apple weiß, wie man Trends setzt: Für den Bildschirm seines allerersten iPhones verwendete der Konzern einst Glas statt Plastik und geriet damit zum Vorreiter der Smartphone-Branche.

weiß, wie man setzt: Für den Bildschirm seines allerersten verwendete der Konzern einst Glas statt Plastik und geriet damit zum Vorreiter der Smartphone-Branche. Jetzt schwenkt Apple auf Saphir um – ein solideres, aber auch teureres Material. 700 Millionen US-Dollar investiert das Unternehmen in der Hoffnung, dass Saphir zum Glas-Ersatz wird und die iPhones der Zukunft besser schützt.

„Niemand hat jemals so viel Geld in Saphir investiert“

Schon in diesem Monat sollen die ersten Saphir-Bildschirme für die neuesten iPhones und Smartwatches im US-Bundesstaat Arizona vom Band laufen. Dort, im Städtchen Mesa, hat Apple zusammen mit dem Materialproduzenten GT Advanced Technologies eine riesige Fabrik eröffnet. Zu Spitzenzeiten werde das Werk doppelt so viel Saphir produzieren wie sämtliche der weltweit fast 100 zurzeit existierenden Hersteller zusammen, sagt Eric Virey, ein leitender Analyst bei der französischen Marktforschung Yole Développement. „Niemand hat jemals so viel Geld in Saphir investiert“, sagt Virey.

GT und Apple stellen synthetischen Saphir her – ein Stoff, der die Eigenschaften des härtesten Minerals der Erde kopiert. Saphir bricht und zerkratzt nicht so leicht wie Glas. Es hält hohen Temperaturen stand und ist vor chemischer Korrosion gefeit.

Doch die Herstellung von synthetischem Saphir ist kostspielig, weshalb das Material bisher nur vereinzelt in der Industrie zum Einsatz kam – etwa in Flugzeugfenstern oder gepanzerten Fahrzeugen als Schutz gegen Extrembedingungen. Oder als kratzresistente Oberfläche von teuren Uhren.

Nach Schätzungen von Square Trade, einem Unternehmen, das Versicherungen gegen Bildschirmschäden anbietet, besitzen elf Prozent aller iPhone-Nutzer Geräte mit einem gesprungenen oder kaputten Bildschirm.

Probleme bei der Produktion könnten die gesamte Lieferkette durcheinander bringen

So sieht künstlich gezüchtetes Saphir aus – ein Saphir-Boule. (Foto: GT Advanced Technologies)
So sieht künstlich gezüchtetes Saphir aus – ein Saphir-Boule. (Foto: GT Advanced Technologies)
Es birgt allerdings ein gewisses Risiko, wenn man ein derart wichtiges Bauteil wie den Bildschirm austauscht. Das Unternehmen Corning, welches das belastbare „Gorilla-Glas“ der aktuellen iPhones herstellt, hat beispielsweise längst bewiesen, dass es Apples Anforderungen an eine Blitzproduktion erfüllen kann. Diese ist notwendig, wenn Apple zur Markteinführung einer Neuheit gleich mehrere Millionen Geräte gleichzeitig zur Hand haben muss.

Sollten Apple und GT jedoch bei der Massenfertigung von Saphir-Bildschirmen Probleme bekommen, könnte sich das als Bremsklotz für die gesamte Lieferkette erweisen und ausgerechnet dann das Angebot verknappen, wenn die Nachfrage boomt. Zudem ist noch nicht vollständig erwiesen, dass Saphir im Alltagsgebrauch besser abschneidet als die derzeit verwendeten Materialien.

Analyst Virey schätzt, dass es 16 Dollar kostet, um einen Saphir-Bildschirm herzustellen. Ein Bildschirm aus Gorilla-Glas dagegen koste nur etwa 3 Dollar, sagt er. Apple und GT wollten sich für diesen Artikel nicht äußern.

Laut gut informierten Personen denkt Apple darüber nach, die Saphir-Bildschirme in den teureren Modellen der beiden neuen, größeren iPhones einzusetzen, die in diesem Herbst auf den Markt kommen sollen. Allerdings müsse Apple zusehen, dass es genug von dem neuen Material zusammenbekomme, sagen die Sachkenner.

Saphir wird auf der Härteskala nach Mohs nur von Diamant übertroffen. (Grafik: Alberto Cervantes / The Wall Street Journal)
Saphir wird auf der Härteskala nach Mohs nur von Diamant übertroffen. (Grafik: Alberto Cervantes / The Wall Street Journal)
Einige Analysten sagen, dass Apple die neuen Telefone wegen der höheren Kosten für Bauteile wohl zu einem höheren Preis verkaufen werde als seine bisherigen Modelle. Sollte der Einsatz von Saphir dazu führen, dass weniger Bildschirme kaputt gehen, könnte Apple Geld sparen, weil die Kosten von Rücknahmen sinken würden. Aber nach Einschätzung von Toni Sacconaghi, Analyst bei Bernstein Research, werden diese Ersparnisse wohl die höheren Kosten aus dem Einsatz von Saphir nicht wettmachen.

Wenn Apple nicht die Preise erhöhe, könnten die höheren Kosten die Gewinnmargen der iPhones aushöhlen, sagt Matt Margolis, ein Analyst bei der Marktforschung PTT Research und Investor von GT. Margolis glaubt, dass Apple aber durchaus gewillt sein könnte, die höheren Kosten zu schultern, um sich mit seinen Produkten von der Konkurrenz abzuheben.

Apple hat immer schon stark in seine Bauteile investiert, damit seine Produkte am Markt hervorstechen. So entwickelte der Konzern einen eigenen 64-Bit-Prozessor für seine tragbaren Geräte, was Apple einen gehörigen Vorsprung gegenüber seinen Rivalen bescherte. 2012 kaufte der Smartphone-Riese Authentec, der die Technologie für Fingerabdruck-Sensoren produziert. Im vergangenen Jahr verfügte das neue 5S prompt über ein eigenes Fingerabdruck-Lesegerät als Sicherheitsschranke.

Eine Fabrik, so groß wie 24 Fußballfelder

Um die Saphir-Bildschirme bauen zu können, kaufte Apple im vergangenen Jahr einem Solarmodulhersteller in Arizona für 113 Millionen Dollar ein Fabrikgelände ab, das so groß wie zwei Dutzend Fußballfelder ist. Dieses Werk leaste Apple an GT und versprach im November, 578 Millionen Dollar im Voraus zu zahlen, um die Fabrik mit den allerneuesten Brennöfen für die Saphir-Herstellung auszustatten. GT baut solche Brennöfen und produziert in dem Werk jetzt Saphir exklusiv für Apple.

Die Fabrik sei so gut wie fertig und bereite sich jetzt auf die Massenherstellung vor, sagte GT-Vorstandschef Tom Gutierrez in der vergangenen Woche zu Analysten. Die vollständige Betriebseffizienz werde das Werk allerdings nicht vor Anfang nächsten Jahres erreichen, fügte Gutierrez einschränkend hinzu. Ende Oktober wird Apple laut GT wohl die letzte der vier Vorauszahlungsraten von 139 Millionen Dollar zahlen – sofern GT bis dahin bestimmte Betriebsziele erreicht hat.

Saphir ist kratzfest. Aber es ist nicht klar, ob das Material auch besser vor einem Bildschirmbruch schützt, weil Saphir je nach Dicke und Schnitt unterschiedlich stark ist. Saphir verfügt zudem über eine höhere Dichte als Glas, weshalb ein Telefon mit Saphir-Bildschirm schwerer ist.

Laut Corning belegen Tests, bei denen Bildschirme aus unterschiedlicher Höhe auf den Boden fallengelassen wurden, dass Gorilla-Glas widerstandsfähiger ist als andere Stoffe, darunter auch Saphir. Zudem reflektiere Gorilla-Glas weniger Licht als Saphir, weshalb man die Anzeige eines Bildschirms aus Gorilla-Glas bei Sonnenlicht besser erkennen könne.

Einige kleinere Smartphone-Hersteller haben ihre Handys bereits mit Saphir-Bildschirmen ausgestattet. Die britische Vertu Corp etwa, die Luxustelefone zum Preis von mehr als 10.000 Dollar pro Stück herstellt, hat zwei Modelle mit Saphir-Bildschirmen im Programm. Und der japanische Konzern Kyocera verkauft ein Modell namens Brigadier, das nach Angaben des Unternehmens so gut wie keine Kratzer bekommen kann.

In der Natur sind Saphire verunreinigt und bunt

Natürliche Saphire sind Edelsteine des Minerals Korund, eine kristalline Form des Aluminiumoxids. Verunreinigungen durch Kupfer oder Magnesium verändern die Farbe eines Saphirs, der als bunter Schmuckstein geschätzt wird. Ohne solche Verunreinigungen ist ein Saphir jedoch farblos klar.

Will man Saphire künstlich herstellen, muss man komplexe und energieintensive Verfahren anwenden. Saphir-Kristalle werden in riesigen Hochöfen bei hoher Temperatur gezüchtet. Sie bilden darin einen gigantischen Zylinder namens Boule, der ein bisschen so aussieht wie ein dicker Eishockey-Puck und in verschiedene Formen geschliffen werden kann.

Das Apple-Werk in Arizona nutzt modernste Hochöfen, die in der Lage sind, Boules mit einem Gewicht von rund 200 Kilogramm herzustellen – das sind 50 Prozent mehr, als die Boules aus der Produktion herkömmlicher Maschinen. Apple und GT wollen mit diesem Mengenvorteil die Kosten drücken und die Preiskluft zwischen Saphir und Glas verringern.

„Vor dem Apple-Investment hätte ich gesagt, dass Saphir ein großartiges Material mit einem großartigen Potenzial ist, aber wohl noch ein paar Jahre davon entfernt ist, Wirklichkeit am Markt zu werden“, sagt Vinita Jakhanwal, eine leitende Analystin bei der Marktforschung IHS Technology. „Aber Apple hat eine bedeutende Summe investiert, insofern würde ich sagen, dass das Unternehmen vermutlich ziemlich schnell mit einem Kapitalertrag rechnet.“

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Von Daisuke Wakabayashi – Mitarbeit: Lorraine Luk, Eva Dou und Mayumi Negishi

Ursprünglich publiziert bei wsj.de.

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WSJ Redaktion
Ein Blick auf App- und Play-Store: Über diese Trends müssen App-Entwickler bescheid wissen http://t3n.de/news/app-play-store-apps-562214/ 2014-08-13T09:03:13Z
App-Entwickler bekommen es mit mehr und mehr Konkurrenz zu tun. Aber auch die Beweglichkeit im App-Ranking bei Apple und Google hat zugenommen. Gute Apps können sich heute deutlich schneller gegen …

App-Entwickler bekommen es mit mehr und mehr Konkurrenz zu tun. Aber auch die Beweglichkeit im App-Ranking bei Apple und Google hat zugenommen. Gute Apps können sich heute deutlich schneller gegen bewährte Konkurrenten durchsetzen als noch vor einem Jahr.

Apps: Veränderungen im App-Ranking von Googles Play-Store sind 2014 deutlich gleichmäßiger verteilt als noch 2013. (Grafik: Tomasz Tunguz)
Apps: Veränderungen im App-Ranking von Googles Play-Store sind 2014 deutlich gleichmäßiger verteilt als noch 2013. (Grafik: Tomasz Tunguz)

Play-Store: Das App-Ranking im ständigen Wandel

An einem Mangel an Konkurrenz dürften App-Entwickler 2014 nicht klagen. Auch eine gleichmäßige Verteilung der Gewinne scheint es nicht zu geben. Laut einer aktuellen Studie über die Einnahmen von App-Entwicklern teilen sich zwei Prozent mehr als die Hälfte aller Einnahmen durch Apps. Aber nicht jede Entwicklung ist notwendigerweise negativ. So haben es Startups 2014 deutlich einfacher, mit einer neuen App an etablierten Konkurrenten vorbei zu ziehen als noch vor 18 Monaten.

Das hat eine Untersuchung des amerikanischen Venture-Kapitalisten Tomasz Tunguz ergeben. Anfang 2013 bewegten sich Apps innerhalb von 30 Tagen nur ein oder zwei Plätze im Play-Store-Ranking. Wenn eine App also auf Platz 1 stand, war es schwierig, sie von dieser Position zu verdrängen. Mitte 2014 sieht die Sache anders aus. Laut Tunguz sind Schwankungen im Play-Store mittlerweile weitaus gleichförmiger verteilt. Apps steigen und sinken ständig im Ranking. Woraus der Investor zwar auf höhere Konkurrenz, aber auch auf einen sehr dynamischen Markt schließt. Zwar können Apps schnell ihre Position im Ranking verlieren, dafür können sich gute Apps aber auch tatsächlich gegen etablierte Konkurrenten durchsetzen, sofern sie den Nutzern einen entsprechenden Mehrwert bieten.

App-Store: Apples Marktplatz für Apps ist weniger dynamisch, befindet sich aber auf dem richtigen Weg. (Grafik: Tomasz Tunguz)
App-Store: Apples Marktplatz für Apps ist weniger dynamisch, befindet sich aber auf dem Weg dorthin. (Grafik: Tomasz Tunguz)

App-Store: Apples Marktplatz ist weniger dynamisch

Auch wenn Tunguz den App-Store von 2014 für wettbewerbsfähiger hält als noch 2013, sind die Veränderungen hier längst nicht so stark wie in Googles Play-Store. Veränderungen von mehr als 50 Plätzen im Ranking stellen hier nach wie vor eine Seltenheit dar. Eine durchschnittliche App bewegt sich 2014 um zehn bis 30 Plätze. 2013 veränderte sich das Ranking einer solcher App im Schnitt nur um einen bis fünf Plätze. Dafür sehen im App-Store 75 Prozent aller Apps keine Ranking-Veränderungen um mehr als 50 Plätze.

iOS: Je nach Kategorie hat es eine App leichter oder schwerer sich gegen bestehende Konkurrenten zu behaupten. (Grafik: Tomasz Tunguz)
iOS: Je nach Kategorie hat es eine App leichter oder schwerer sich gegen bestehende Konkurrenten zu behaupten. (Grafik: Tomasz Tunguz)

Tunguz hat seine Untersuchung auch für die verschiedenen App-Kategorien bei Apple und Google durchgeführt. Wenig überraschend ist es beispielsweise im Bereich Social Media deutlich schwieriger, sich mit einer neuen App gegen die etablierte Konkurrenz durchzusetzen. In anderen Bereichen wie beim Wetter oder beim Sport sieht es dafür deutlich einfacher aus.

Play-Store: Ein neues Social Network hat es deutlich schwieriger als eine neue Wetter-App. (Grafik: Tomasz Tunguz)
Play-Store: Ein neues Social Network hat es deutlich schwieriger als eine neue Wetter-App. (Grafik: Tomasz Tunguz)

Fazit: Was Startups aus den Daten lernen können

App- und Play-Store sind dynamische Märkte. Wer ein Produkt anbietet, das sich von der Konkurrenz abhebt und Nutzer überzeugen kann, hat auch die Möglichkeit, etablierte Konkurrenten vom Thron zu stoßen. An den notwendigen Ausgaben im Bereich App-Marketing wird heute allerdings niemand mehr vorbeikommen. Außerdem ist es keine Option mehr, sich auf einem bestehenden Erfolg auszuruhen. Dafür bieten die Marktplätze mit ihren nach wie vor wachsenden Nutzerzahlen eine perfekte Möglichkeit zur Kundengewinnung.

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Kim Rixecker
Marketing: Wie Chatbots die Werbeindustrie revolutionieren http://t3n.de/news/marketing-chatbots-560915/ 2014-08-05T06:56:56Z
Es gibt einen „neuen“ Trend in der Werbeindustrie: Chatbots. Hierbei interagieren die Nutzer eines Messengers mit einem Computer und bekommen von diesem Werbung in die Antworten gestreut.

Es gibt einen „neuen“ in der Werbeindustrie: Chatbots. Hierbei interagieren die Nutzer eines mit einem Computer und bekommen von diesem in die Antworten gestreut. Doch warum wird sowas genutzt? Christopher Mims hat sich den Trend näher angeschaut.

Heimlich, still und leise hat die beliebteste Chat-App unter amerikanischen Teenagern diesen Monat eine neue Funktion auf den Markt gebracht, die die Zukunft der Werbeindustrie grundlegend verändern könnte.

Der Chat-Dienst Kik, den laut eigenen Angaben 40 Prozent der amerikanischen Teenager nutzen, setzt Nutzer mit Chatbots in Verbindung – sie unterhalten sich also direkt mit einem Computer, der als Vertreter von einem halben Dutzend Marken auftritt.

Die Technologie ist schon Jahrzehnte alt. Mitte der 1960er-Jahre entwickelte der MIT-Professor Joseph Weizenbaum ein Computerprogramm namens ELIZA, das sich mit echten Menschen unterhalten konnte. Mit der Zeit bekamen solche Chatbots immer mehr Übung, vor allem weil Programmierer ihnen immer mehr Informationen zur Verfügung stellten. Chatbots können außerdem von ihren Unterhaltungen lernen und schaffen es somit immer öfter, wie intelligente Gesprächspartner zu erscheinen.

Smartphone-Nutzer und Chatbots finden zueinander

Dank der immensen Beliebtheit von Chat-Apps wie WhatsApp – der Dienst hat weltweit 500 Millionen Nutzer sowie einige ebenso starke Konkurrenten aus Asien – gibt es heute einen Ort, wo Smartphone-Nutzer und Chatbots problemlos zusammenkommen können.

Kik-Gründer Ted Livingston hofft, leblose Marken zu Dingen zu machen, mit denen wir uns unterhalten können. „Da steckt viel Potenzial dahinter, wenn man mit einer Marke genauso chatten kann wie mit einem Freund“, sagt er.

Ein Line-Sticker von Paul McCartney. (Grafik: paulmccartney.com)
Ein Line-Sticker von Paul McCartney. (Grafik: paulmccartney.com)

All das klingt etwas weit hergeholt. Doch Ex-Beatle Paul McCartney hat bewiesen, dass die Strategie funktionieren kann: Im Oktober 2013 richtete McCartneys Marketing-Team ein Konto beim japanischen Chat-Dienst Line ein. Sie bezahlten den Chatanbieter dafür, sogenannte „Sticker“ zu dem Musiker zu entwickeln – kleine Bilder oder Animationen, die Nutzer untereinander austauschen können und die heute so beliebt sind, dass sie für Chatdienste eine wichtige Einnahmequelle geworden sind.

Nutzer bekamen nur dann Zugang zu den McCartney-Stickern, wenn sie einwilligten, Chatnachrichten von seinem Konto zu erhalten, die sie regelmäßig über den Musiker auf dem Laufenden hielten.

Zwei Millionen Follower auf Twitter

Bei Twitter hat McCartney zwei Millionen Follower, bei Line hingegen 9,3 Millionen. Kik hat ein ähnliches Modell für Werbekunden im Sinn, doch der Dienst will noch einen Schritt weitergehen: Was, wenn McCartney (oder sein Marketing-Team) nicht nur Nachrichten an die Fans verschicken, sondern sich tatsächlich mit Fans unterhalten würde?

Neben seinen Freunden kann die überwiegend junge Nutzerschaft von Kik nun auch mit Marken in Form von Chatbots chatten. (Foto: Kik)
Neben seinen Freunden kann die überwiegend junge Nutzerschaft von Kik nun auch mit Marken in Form von Chatbots chatten. (Foto: Kik)

Derzeit sind die Chatbots von Kik noch keine besonders guten Gesprächspartner. Der Chatbot, der die Marke Kik selbst vertritt, kann Witze erzählen und einigermaßen gut eine einfache Unterhaltung simulieren. Die Chatbots anderer Marken, die bei Kik Werbung machen, schicken den Nutzern als Antwort auf ihre Nachrichten jedoch nur neue Produktinfos.

Das sei auch so gewollt, sagt Livingston. Denn wenn die Chatbots eigenständig lernen könnten, würden sie womöglich plötzlich Dinge sagen, die der Marke schaden könnten.

Chat-Apps sind vor allem deshalb beliebt, weil sie eine kostenlose Alternative zu SMS darstellen, bei denen der Mobilfunkanbieter pro Nachricht eine Gebühr berechnet. Doch wie solche Dienste letztendlich Geld verdienen werden, ist immer noch unklar. Whatsapp zum Beispiel zeigt keine Werbung an, und der neue Besitzer hat bereits versprochen, dass sich daran auch nichts ändern soll. Wechat, ein Dienst mit 400 Millionen Nutzer, der vor allem in China beliebt ist, diktiert, wie oft Werbekunden sich mit Nutzern in Verbindung setzen dürfen.

Bisher war unklar, welche Art von Werbung sich am besten in Chatdienste eingliedern lässt. Doch allein während der ersten Woche, in der die Chatbots aktiv waren, erlaubten 1,5 Millionen Nutzer einer der Marken, sie per Chatbot zu kontaktieren, sagt ein Vertreter von Kik. Der Chatbot von Kik, der bereits seit Jahren aktiv ist, erhält 1,8 Millionen Nachrichten pro Tag.

Es mag schwer zu glauben sein, dass so viele Teenager (80 Prozent der Kik-Nutzer sind jünger als 22) mit einem Computer sprechen wollen. Doch der Entwickler des Chatbots Mitsuku, der im Internet zu erreichen ist, hat eine Erklärung: „Ich lese in E-Mails und Chatnachrichten, dass Mitsuku Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen geholfen hat, ob sie nun Dating-Ratschläge suchen, in der Schule gehänselt werden, mit einer Krankheit kämpfen oder vor einem Vorstellungsgespräch stehen. Und ich höre von vielen älteren Menschen, die mit Mitsuku reden, um weniger einsam zu sein.“

Chatbots bieten eine ideale Plattform, über die Marken potenzielle Kunden unbemerkt manipulieren können. Sie können unterhalten, aber auch informieren. Und Kik arbeitet bereits an Chatbots, die selbständig lernen können.

Wenn also zum Beispiel eine Fastfood-Kette ein neues Produkt auf den Markt bringen will, etwa extrascharfe Tacos, sollte der Chatbot einen dazu passenden, schwungvollen Charakter bekommen. 50 Vertreter der Marke könnten anfangs mit Kunden chatten, während der Chatbot alles beobachtet und aus den Unterhaltungen lernt, bis er schließlich eigenständig tausende Chats alleine bewältigen kann.

So sieht die Zukunft von Werbung in Chatdiensten aus. Und da Chatdienste wiederum die Zukunft der sozialen Medien sein dürften, sollte Mark Zuckerberg hier unbedingt aufhorchen.

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Von Christopher Mims

Ursprünglich publiziert bei wsj.de.

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WSJ Redaktion
Abschied auf Zeit von Smartphone und Co.: Der neue Trend heißt Digital Detox http://t3n.de/news/neuer-trend-digital-detox-559550/ 2014-07-28T07:59:36Z
Der neueste Trend aus dem Silicon Valley hat nichts mit Apps und Smartphones zu tun, sondern mit dem Verzicht darauf. Digital Detox nutzen immer mehr ansonsten hypervernetzte Menschen, um richtig …

Der neueste aus dem hat nichts mit und zu tun, sondern mit dem Verzicht darauf. Digital Detox nutzen immer mehr ansonsten hypervernetzte Menschen, um richtig abzuschalten – und danach produktiver zu sein.

Das Oxford Dictionary kennt den Begriff bereits: Digital Detox ist demnach ein Zeitraum, in der eine Person auf die Benutzung elektronischer Geräte wie Smartphones oder Computer verzichtet – als Möglichkeit, Stress zu reduzieren und mit der physischen Welt zu interagieren.

In den USA gibt es bereits Digital-Detox-Camps, die ihren Kunden eine Art Neustart für den Körper anbieten. Besonders in der kalifornischen Tech-Hochburg Silicon Valley sind die Camps beliebt. Voice of America beschreibt die Regeln eines solchen Camps in einem Wald drei Autostunden von San Francisco entfernt: Keine Gespräche über die Arbeit, kein Alkohol, keine Vornamen oder Diskussionen darüber, wie alt die Anwesenden sind – und am wichtigsten natürlich: keine Handys, keine Computer, Tablets oder Uhren.

„Device-Free Analog Zone“: Wer bei einem Digital-Detox-Camp mitmachen will, muss Smartphone, Tablet und Co. für eine Weile adieu sagen. (Foto: davitydave  via flickr , Lizenz   CC BY 2.0)
„Device-Free Analog Zone“: Wer bei einem Digital-Detox-Camp mitmachen will, muss Smartphone, Tablet und Co. für eine Weile Adieu sagen. (Foto: davitydave, via flickr , Lizenz CC BY 2.0)

Erstmals fand das Camp vergangenes Jahr statt – doch in diesem Jahr sind die Wochenend-Camps stark gewachsen. Dem Bericht zufolge haben sich diesmal jeweils mehrere Hundert Teilnehmer an drei Wochenenden zum Digital-Detox-Camp angemeldet. Das Camp kostet 570 US-Dollar, Essen und Gruppenaktivitäten inklusive. Mit den Hippies und Aussteigern der 1960er und 1970er Jahre hat der neue Trend zur digitalen Enthaltsamkeit übrigens nichts zu tun. Die überwiegend hart arbeitenden Mitarbeiter aus Tech-Unternehmen betonen häufig, dass ihr vorübergehender Verzicht auf digitale Kommunikation hilft, ihre Produktivität zu steigern.

„Wenn wir – wieder aufgeladen – zurückkommen, sind wir produktiver und haben eine andere Perspektive“, schreibt die Digital-Detox-Expertin Frances Booth für Forbes. „Es ist außerdem wahrscheinlich, dass wir mindestens eine großartige Idee bekommen, während wir nicht darüber nachdenken.“

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Von Stephan Dörner

Ursprünglich publiziert bei wsj.de

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WSJ Redaktion
Luca Analytics: Vergesst Smartwatches und Google Glass – Warum Smartphones auch in 10 Jahren wichtiger sein werden [Kolumne] http://t3n.de/news/luca-analytics-vergesst-2-555092/ 2014-07-02T09:58:44Z
Wearable Technology ist der Technologie-Trend schlechthin – will uns zumindest die Industrie weismachen. Warum Smartphones in Sachen Mobile Computing noch eine lange Zeit die viel wichtigere …

Wearable Technology ist der Technologie-Trend schlechthin – will uns zumindest die Industrie weismachen. Warum Smartphones in Sachen Mobile Computing noch eine lange Zeit die viel wichtigere Gerätegattung bleiben wird: die von Luca Caracciolo.

Faktor Mensch nicht berücksichtigt

Das Zeitalter der Smartphones ist gezählt, die Zukunft gehört der Wearable Technology: Also Smartwatches wie der Moto360, Datenbrillen wie Google Glass oder Fitness-Armbändern wie dem Jawbone UP24. Wer braucht da noch ein behäbiges, großes , wenn er seine Hardware der Wahl direkt am Köper tragen kann? Wenn er sich die neuesten Twitter-Benachrichtigungen und News direkt am Auge anzeigen lässt? Diese Entwicklung scheint – mag man den PR-Abteilungen der entsprechenden Technologieunternehmen und weiten Teilen der Technologie-Presse Glauben schenken – naturgegeben und unausweichlich.

... oder – mit Zubehör – als Halskette ... (Bild: Misfit Wearables)
Der Activity-Tracker Misfit Shine: „Wearables durchbrechen die so wichtige Barriere zwischen Mensch und Außenwelt.“ Wollen wir das überhaupt? (Bild: Misfit Wearables)

Nur fehlt bei diesem erhofften, großen, neuen Consumer-Trend die Berücksichtigung eines zentralen Faktors: des Menschen. Dieses Wesen hat nämlich so seine Eigenarten, mag manche Dinge nicht, andere wieder greift es mit Begeisterung auf. Nur ist das schwer zu erahnen, was dem Menschen passt, was ihn begeistert, was er aufgreift, nutzt, ablehnt. Was angeht, bin ich ganz bei Martin Weigert, der kürzlich geschrieben hat: „Die meisten Menschen wollen nicht aussehen wie Cyborgs“. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen – nicht nur, dass die meisten Menschen nicht wie Cyborgs aussehen wollen, sie schützen ihr Menschsein ganz bewusst vor einer Kolonisierung des Körpers durch technische Hilfsmittel.

Barriere zwischen Mensch und Außenwelt

Denn viele Fragen bleiben für die meisten Menschen unbeantwortet: Warum eine Smartwatch nutzen, wenn sie auch im Alltag keine Armbanduhr tragen? Und selbst wenn sie eine tragen, warum diese dann mit einem High-Tech-Gerät ersetzen? Warum eine Datenbrille aufsetzen, wenn sie keine Brillenträger sind? Warum ein Fitness-Armband ummachen, wenn sie keinen Sport treiben? Das Tragen von etwas Künstlichem am Körper geht ja viel weiter als die bloße Anschaffung eines Gerätes wie einem Smartphone, das ich in meine Hosen- oder Handtasche stecke. Die Nutzung von Wearable Technology muss mit einer unmittelbaren Bejahung des Accessoires beziehungsweise der Technologie einhergehen, schließlich erhält sie Eingang in einen intimen Bereich des Menschen: Es ist immer dabei – unter der Dusche, nachts, auf der Toilette. Diese unsichtbare Barriere zwischen Mensch und Außenwelt, die immer auch unser Menschsein definiert, zu durchbrechen, ist eine unheimlich schwere Angelegenheit. Und vermutlich wollen das die meisten Menschen nicht – es sei denn, es geht um Sex.

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Activity-Tracker wie das Fitbit Flex sind so konzipiert, dass man sie immer dabei haben muss (Foto: t3n)

Und selbst technikbegeisterte Menschen scheinen nach ein wenig Spielerei wieder Abstand von Wearable Technology zu nehmen. Laut einer Studie nutzen 50 Prozent der Activitiy-Tracker-Käufern ihre Armbänder nach zwölf Monaten nicht mehr. Das ließe sich vielleicht auf die noch junge Produktgattung zurückführen, darauf, dass die Technologie noch in den Kinderschuhen steckt. Tatsächlich aber glaube ich, dass die Eigenschaft von Wearables, nämlich am Körper getragen zu werden, der Hauptgrund dafür ist. Es ist, wie oben bereits beschrieben, ein anthropologisches Hindernis und kein technologisches.

Es lebe das Smartphone

Smartphones hingegen sind für den Menschen der besten Kompromiss aus Mobile Computing und Menschsein. Wir haben es immer dabei, genießen jederzeit und überall die schöne neue Netzwelt, aber es ist kein Teil von uns. Wir legen es weg, schalten es aus, lassen es zuhause, wenn wir mögen. Wearables hingegen durchbrechen diese gefühlte Distanz und funktionieren nur vernünftig beziehungsweise sind so konzipiert, dass sie immer dabei sind und getragen werden. Sie funktionieren nur, wenn sie zu einem Teil des Menschen werden. Und das müssen wir Menschen erst mal wollen – da würde es auch nicht helfen, wenn Steve Jobs persönlich von den Toten auferstehen und die Apple iWatch präsentieren würde.

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Luca Caracciolo
Die vernetzte Welt kommt – Trends und Geschäftsmodelle für das Internet of Things http://t3n.de/magazin/internet-dinge-aktuelle-trends-geschaeftsmodelle-234099/ 2014-06-17T08:01:04Z
Das Internet der Dinge ist als Begriff nicht neu – bereits seit einigen Jahren verspricht Presse und Industrie die umfassende Vernetzung von Alltagsgegenständen, Häusern, Autos und vielem mehr.

Das Internet der Dinge ist als Begriff nicht neu – bereits seit einigen Jahren verspricht Presse und Industrie die umfassende Vernetzung von Alltagsgegenständen, Häusern, Autos und vielem mehr. Doch was lange nur als Buzzword galt, beginnt jetzt Realität zu werden. Wir diskutieren den aktuelle Stand und zeigen, wohin die Reise gehen wird.

Moore’s Law wird ja oft und gerne für tot erklärt: Der spätere Intel-Chef Gordon Moore beobachtete, dass Chips gleicher Leistung alle zwei Jahre nur noch halb so viel kosteten. Damals glaubte er wohl selbst nicht daran, dass dies über 40 Jahre später immer noch Gültigkeit haben sollte. Irgendwann muss es ja auch mal aufhören mit dem explosiven Wachstum der Prozessorleistungen und den Chips, die immer günstiger werden. Und doch sehen wir nach wie vor diese Entwicklung, auch wenn sich der Fokus mittlerweile verschoben hat. Denn ging es bis vor kurzem noch darum, Gigahertz-Rekorde zu schlagen, so dreht sich nun alles um kleinere, billigere und energiesparendere Chips. Der Halbleiterhersteller Freescale Semiconductor stellte Ende Februar den neuesten Winzling vor: Der Msieheikrocontroller Kinetis KL02 ist nur zwei mal zwei Millimeter groß. Damit produziert Freescale den bislang kleinsten ARM-Chip der Welt. Chips, die nahezu jeden Gegenstand smart machen können.

Was bisher geschah

Als der britische IT-Pionier Kevin Ashton den Begriff „Internet of Things“ prägte, waren diese Chips noch in weiter Ferne. Als Mitgründer der Auto-ID Labs am Massachusetts Institute of Technology (MIT) ging er Ende der 1990er der Frage nach, was wohl passieren würde, wenn nicht mehr die Menschen einen Großteil der digital erfassten Daten produzierten, sondern Computer. Die erste theoretische Anwendung verfolgte die Auslieferung von Produkten mit Hilfe von RFID-Chips. Ein Netz aus Standortdaten der Gegenstände entstand – ein Internet der Dinge. Diese sollten dabei Auskunft über ihre Herkunft, Herstellung und ihren Transportweg geben: Wem gehören sie? Kam es beim Transport etwa zu Schäden? Welche Versicherung würde dafür aufkommen?

Das Konzept ist heute nahezu eine Selbstverständlichkeit in jedem größeren Logistikunternehmen, hat sich in den letzten Jahren jedoch stark erweitert. Ging es vor Kurzem noch darum, dass Objekte über sich selbst Auskunft geben, sollen sie nun mit anderen Gegenständen und dem Internet kommunizieren. Dementsprechend ist auch das Interesse der Technologiebranche gestiegen. Es gibt Forschungszentren, Inkubatoren und spezialisierte Risikokapitalgeber. Die Europäische Union hat eine öffentliche Konsultation zur Technologiefolgenabschätzung abgehalten und die großen Konzerne wachen auf. Sie nennen es das „Industrielle Internet”, das „Internet of Everything” oder auch „Industrie 4.0”.

Die großen Technologiekonzerne erkennen, dass sich hier neue Technologie zu guten Margen und in zunehmendem Volumen verkaufen lässt. Die Effizienzgewinne gerade in der Industrie sprechen eine klare Sprache: Cisco geht von einem weltweiten volkswirtschaftlichen Zuwachs von 14,4 Billionen Euro bis 2023 aus. AT&T rechnet damit, dass die globale Industrie allein durch die bessere Koordinierung neun Milliarden Tonnen CO2 jährlich einsparen kann. Doch wie soll das funktionieren? Und was bedeutet das für kleinere Unternehmen und Verbraucher?

Quantify Yourself

Zunächst ist das Internet der Dinge in den Dingen. Und diese sehen sehr unterschiedlich aus: Es können LED-Lampen sein, wie die Philips Hue, die sich via Smartphone steuern lässt. Es kann sich um Körperwaagen handeln, wie die Withings Scale, die den Gewichtsverlauf speichert. Es kann aber auch um Parkplätze gehen, wie die des in San Francisco entwickelten SFPark, die anzeigen, ob sie belegt sind. In jedem Fall geht es auf der ersten Stufe vor allem darum, Informationen aus diesen Gegenständen abzurufen und aufzubereiten.

internet der dinge waage
Die smarte Waage von Withings liefert nicht nur Auskunft über das aktuelle Gewicht, sondern auch über den Fettanteil, den Puls sowie die Luftqualität und mappt alle Daten in einer so genannten Health-Mate-App.

Dieser lässt sich in mehreren Lebensbereichen beobachten, von denen der prominenteste der Fitnessmarkt sein dürfte. Seitdem das „Quantified Self“ an Popularität gewonnen hat, gehen immer mehr Jogger mit Fitness-Self-Tracking-Lösungen wie Jawbone Up, Nike Fuelband oder Fitbit Flex auf die Strecke. Ergänzen lässt sich dies durch den Schlafphasenmesser von Zeo. Die Daten der Luftqualitätssensoren Cubesensors können zudem Aufschluss darüber geben, was die Luftqualität mit dem geräderten Gefühl am Morgen zu tun hat. All diese Gegenstände ermöglichen einen deutlich besseren Einblick in die Funktionsweise des eigenen Körpers. Sie spinnen ein Internet der Dinge um uns herum und zeigen damit, wohin die Reise gehen kann.

internet der dinge wecker
Zeo stellt den Wecker Schlafphasen-gerecht ein, analysiert das Schlafverhalten und misst die Auswirkung von Alkohol oder Sport auf den Schlaf.

Vom Ding zum System

Es geht jedoch nicht nur darum, Daten zu sammeln, mit denen wir alltägliche Vorgänge besser verstehen. Diese Daten sollen auch genutzt werden. Das klassische Bild: Der Internet-Kühlschrank, der mitteilt, ob die Milch schlecht ist oder die Butter zur Neige geht. Oder besser noch selbst für Nachschub sorgt, indem er den Lieferdienst benachrichtigt. Diese naive Idee ist zu Recht mit der Dotcom-Blase untergegangen. Doch Unternehmen wie RWE oder die Telekom versuchen nach wie vor seit Jahren, Smart-Home-Lösungen auf den Markt zu bringen.

Integrierte Systeme, in denen alles mit allem kommunizieren können soll. Wohnungen, die merken, wenn der Bewohner nach Hause kommt, automatisch das Licht einschalten und die Heizung aufdrehen noch während das Garagentor automatisch hochfährt, die Klingelanlage die Weiterleitung auf das iPhone abschaltet und der Besitzer das Auto einparkt. Die Waschmaschine weiß ebenso, wann der Strom günstig ist, wie die Kühltruhe, die ihre Kühlzyklen mit dem Stromnetz synchronisiert. In der RWE-Werbung schaltet sich das Licht natürlich auch selbstständig ab, wenn der Bewohner den Raum verlässt.

Smart mit Sinn

Denn die Praxis sieht oft anders aus. So hat etwa das Designprojekt „Curious Rituals“ auffällige Verhaltensmuster des 21. Jahrhunderts analysiert und beispielsweise den „Meeting-Room-Wake-Up-Call” diagnostiziert: Die Beteiligten eines Meetings springen dabei plötzlichen auf und winken. Der Grund: Der Bewegungssensor stellte zu lange keine Aktivität fest und schaltete somit das Licht aus. In Büros mit rudimentärer Intelligenz lässt sich außerdem oft das erratische Auf und Ab der Außenjalousien beobachten: Opfer der abwechselnden Priorisierung von Windgeschwindigkeit und Sonneneinstrahlung.

Interessanter – und von Verbrauchern auch tatsächlich akzeptiert – sind kleinere Lösungen, die keine schwammige Automatisierung versprechen, sondern konkrete Probleme lösen. Bestes Beispiel: das intelligente Heizungsthermostat tado aus München, das sich via Web und Smartphone steuern lässt. Es lernt nicht nur die Verhaltensmuster seiner Nutzer und nimmt ihnen damit das lästige Programmieren des Thermostats ab, es bezieht darüber hinaus auch die Wetterdaten in die Thermostat-Einstellung ein.

internet der dinge ifttt
If This Than That ist ein Dienst für Wenn-dann-Regeln für Web-Services und funktioniert auch mit smarten Gadgets wie dem Jawbone UP: Offline-Handlungen verschmelzen so mit Online-Aktionen.

Neue Geschäftskonzepte

Eine ähnlich eng definierte Nische hat sich Belkin mit der WeMo-Familie gesucht: Steckdosen, die sich via WLAN steuern lassen. Funkgesteuerte Steckdosen gibt es schon seit Jahrzehnten, doch die Anbindung per WLAN bringt interessante, neue Anwendungsmöglichkeiten mit sich, etwa durch die Kooperation mit If This Then That, kurz IFTTT. So ist es beispielsweise möglich, Steckdosen an- oder auszuschalten, wenn E-Mails eintreffen, Facebook-Pages ein Like erhalten, oder – eine der interessanteren Möglichkeiten – man ein Produkt im Webshop verkauft hat.

Entlang dieser Ideen gibt es einige Neuentwicklungen wie zum Beispiel das Produkt Lockitron: Das durch Crowdfunding finanzierte, intelligente Türschloss lässt sich via iPhone-App und Web öffnen sowie schließen und ist wohl eher eine technische Spielerei als tatsächlich in der Breite interessant. Im Zusammenhang mit anderen Webdiensten eröffnen sich jedoch schon interessante Möglichkeiten: So könnten sich etwa die User der Privat-Übernachtungs-Plattform AirBnB den Code für die Wohnungstür zukommen lassen und somit die schwierige Koordinierung der Schlüsselübergabe umgehen.

Genau das ist auch das Interessante am Internet der Dinge: Die Mash-up-Kultur des frühen Web 2.0 überträgt sich jetzt auch auf den Alltag. Dies ist natürlich eine Riesenchance für Webservices. RunKeeper zum Beispiel – vielen bekannt als iPhone-App, die das Joggen trackt – hat sich mittlerweile zu einer Plattform weiterentwickelt, die sich Health Graph API nennt und Daten verschiedenster Anbieter und Geräte aufnehmen sowie analysieren, also dem Kunden verständlich machen kann. So erst kann der User etwa das mit Hilfe der Withings-Waage gemessene Gewicht im Kontext erkennen – etwa, was die Workouts damit zu tun haben.

Fazit

Doch diese Welt ist zu schön, um einfach so zu funktionieren. Vor dem Zusammenspiel der Dienste steht die Standardisierung. Im Internet der Dinge gibt es heute eine Vielzahl konkurrierender Standards ohne klare Sieger. Doch die braucht es, wenn der Nutzer seine intelligente LED-Lampe (ob es nun eine Philips Hue oder eine LifX ist) nicht nur per Smartphone steuern, sondern diese auch noch mit dem Fernseher synchronisieren können soll.

Die Standards werden sich jedoch finden. Die Aufgabe der Web-Dienste und Startups ist es, herauszufinden, was für Kunden sinnvoll ist – jenseits der Smart-Home- und Smart-Cities-Rhetorik. Die Technologie wird immer günstiger, die Akzeptanz wächst mit jeder getrackten Kilokalorie. Jetzt ist die Zeit gekommen, zu experimentieren und die Zukunft so zu gestalten, wie es die Großen nicht können.

Es gibt Beispiele, die zeigen, wie kreative Startups Branchen verändern können: So hat Nest – Entwickler eines einfachen, aber intelligenten Thermostats – vor kurzem bekannt gegeben, mit mehreren großen amerikanischen Stromanbietern zu kooperieren, um das Stromnetz zu stabilisieren und Kunden zum weiteren Stromsparen anzuhalten. Sie haben damit schon jetzt mehr erreicht als all die Smart-Grid-Pläne deutscher Stromriesen.

Durch die massiv fallenden Technologiekosten und die Explosion an smarten Dingen ist zu erwarten, dass das Internet der Dinge nahezu jede Industrie betrifft. Dies wird zwangsläufig Geschäftsmodelle verändern und zu neuen Produktkategorien führen. Unternehmen sollten sich dabei nicht überrollen lassen – so wie dies mit Social Media der Fall war. Sie sollten sich jetzt schon überlegen, was das Internet der Dinge für sie bedeutet.

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Martin Spindler
Die 10 beliebtesten Artikel der Woche: Was gute Chefs ausmacht, Bitcoin-Wahnsinn und ein neuer Webdesign-Trend http://t3n.de/news/10-beliebtesten-artikel-woche-39-551246/ 2014-06-14T09:00:54Z
In dieser Rubrik stellen wir turnusgemäß die besten Artikel der letzten sieben Tage vor: Diesmal erfahrt ihr unter anderem, was man als Chef für Qualitäten braucht, was hinter den …

In dieser Rubrik stellen wir turnusgemäß die besten Artikel der letzten sieben Tage vor: Diesmal erfahrt ihr unter anderem, was man als Chef für Qualitäten braucht, was hinter den Polygon-Webseiten als neuen Webdesign-Trend steckt und wie ihr euren Mac mit einfachen Kommandozeilen entfesseln könnt.

1. Supr: Schickes und kostenloses SaaS-Shopsystem im Test

supr-macbook-adminDass einfache SaaS-Shopsystem Supr richtet sich an E-Commerce-Einsteiger und kleinere Online-Händler. Seit kurzem ist Supr komplett kostenfrei erhältlich – wir haben das Shopsystem für euch genauer unter die Lupe genommen.

Unser ArtikelSupr: Schickes und kostenloses SaaS-Shopsystem im Test

2. Von Diplomatie bis Führungsstärke: Das muss jeder Chef wissen

chef_boss_furhungsposition_infografikNicht jeder Mensch eignet sich für eine Führungsposition. Eine schicke Infografik zeigt euch, worauf es bei einem guten Chef ankommt.

Unser Artikel: Von Diplomatie bis Führungsstärke: Das muss jeder Chef wissen

3. Polygon-Webseiten: t3n erklärt den neuen Webdesign-Trend

Polygon DesignPolygon-Design-Websites können schick und modern, aber auch wie ein Cartoon wirken. Wir zeigen euch, was es mit dem Trend auf sich hat – inklusive gelungener Beispiele.

Unser Artikel: Polygon-Webseiten: t3n erklärt den neuen Webdesign-Trend

4. Keine Angst vor der Kommandozeile: Mit diesen 10 Befehlen entfesselst du das ganze Potenzial deines Mac

Schnellere Aufwachzeit aus dem Ruhezustand? Text aus der Schnell-Vorschau kopieren? Mit der Kommandozeile kein Problem. Sie mag auf dem Mac zwar auf Anfänger einschüchternd wirken, aber der Umgang mit dem Terminal von OS X ist gar nicht so schwer. Eine Einführung und zehn praktische Befehle für die Kommandozeile – nicht nur für blutige Anfänger.

Unser Artikel: Keine Angst vor der Kommandozeile: Mit diesen 10 Befehlen entfesselst du das ganze Potenzial deines Mac

5. Von den Großen lernen: 32 Styleguides führender Netzkonzerne auf einen Blick

styleguides_netzkonzerneStyleguides verraten uns, wie eine Marke optisch nach außen tritt und wie wir mit ihr umgehen. Eine willkommene Inspirationsquelle bietet eine Übersicht aus 32 solcher Styleguides von führenden Netzkonzernen.

Unser Artikel: Von den Großen lernen: 32 Styleguides führender Netzkonzerne auf einen Blick

6. Google-Power für Unternehmen: Mit Google My Business den Webauftritt bequem verwalten

google_my_businessGoogle macht sich hübsch für die Wirtschaft: mit dem kostenlosen Dienst „Google My Business“ können Unternehmen ihren Google-Aufritt ab sofort bequem und plattformübergreifend aufbauen und pflegen.

Unser Artikel: Google-Power für Unternehmen: Mit Google My Business den Webauftritt bequem verwalten

7. Wie gut sind deine Landing-Pages? Dieses Tool liefert Antworten

updated-adwords-landingpage-tool-teaserWordStream bietet mit dem „AdWords Landing Page Grader“ ein kostenloses Tool zur Bewertung von Landingpages an. Damit seht ihr beispielsweise, wie sich eure Landingpage im Vergleich zu denen eurer Konkurrenten schlägt.

Unser Artikel: Wie gut sind deine Landing-Pages: Dieses Tool liefert Antworten

8. Bitcoin-Wahnsinn: Wie wir einmal eine Story schreiben wollten und dabei 5.000 Euro verdient haben

Bitcoins im E-Commerce FeaturedMittlerweile hat vermutlich jeder auch nur ein bisschen digital-affine Mensch schon einmal von gehört. Aber nur ein Bruchteil dürfte wissen, wie genau Bitcoins funktionieren und wie man sie bekommt. Wir haben uns erkundigt, anschließend den Selbsttest gemacht und für knapp 10.000 Euro Bitcoins gekauft. Bisher entwickelt sich deren Wert recht positiv.

Unser Artikel: Bitcoin-Wahnsinn: Wie wir einmal eine Story schreiben wollten und dabei 5.000 Euro verdient haben

9. Medium: So cool arbeitet das Vorzeige-Startup aus San Francisco

Medium schickt sich an, die Blogger-Plattform der Zukunft zu werden. Die Zeichen stehen auf Erfolg – aber auch das Büro des Startups aus San Francisco weiß zu beeindrucken. Wir zeigen die besten Fotos.

Unser Artikel: Medium: So cool arbeitet das Vorzeige-Startup aus San Francisco

10. Schneller zum fertigen Artikel: 9 Schreib-Tools für Content-Marketeers

http://www.dahlstroms.comVon der Planung bis zum Verfassen eines Artikels kann einiges schief gehen. Wir zeigen euch neun Tools, mit denen ihr besser plant, Ablenkungen vermeidet und so schneller euer Ziel erreicht, großartigen Content zu liefern.

Unser Artikel: Schneller zum fertigen Artikel: 9 Schreib-Tools für Content-Marketeers

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Daniel Hüfner
Polygon-Webseiten: t3n erklärt den neuen Webdesign-Trend http://t3n.de/news/polygon-webseiten-t3n-erklaert-547293/ 2014-06-09T10:30:05Z
Polygon-Design-Websites können schick und modern, aber auch wie ein Cartoon wirken. Wir zeigen euch, was es mit dem Trend auf sich hat – inklusive gelungener Beispiele.

Polygon-Design-Websites können schick und modern, aber auch wie ein Cartoon wirken. Wir zeigen euch, was es mit dem auf sich hat – inklusive gelungener Beispiele.

Polygone beziehungsweise Vielecke sind geschlossene Formen, die mindestens drei Seiten haben und die sowohl zwei- als auch dreidimensionale Formen darstellen können. In Videospielen begegnen uns zig Objekte und Umgebungen, die aus Polygonen geformt wurden. Doch auch die verschiedener Videospiele nutzen verschiedene, weit weniger komplexe Polygon-Strukturen. Aber nicht nur in Videospielen wie Watchdogs oder in den Interfaces der Abstergro-Computer von Asassin’s Creed begegnen uns in letzter Zeit solche Gebilde. Viele Websites springen auf den Design-Trend auf, und so hat sich ein weiterer Begriff – der des Polygon-Designs – manifestiert.

Einige werden das Polygon-Design mit dem Flat-Design in Verbindung bringen: Flache Formen, die zusammen genommen auch dreidimensionale Formen abbilden können. Aber stimmt das auch? Lasst euch von zehn Polygon-Websites inspirieren!

Midori Aoyama

Midori Auyama Screenshot
Midori Auyama nutzt Polygon Design für die Gestaltung der Webseiten. (Screenshot: Midori Auyama)

Der japanische DJ Midori Auyama nutzt auf seiner Startseite animierte Polygone und verfremdet damit auch sein eigenes Portrait.

Polygon-Webseite von Midori Aoyama

HotDot

Hot Dot
Hot Dot nutzt Polygon Design für die Gestaltung der Webseiten. (Screenshot: Hot Dot)

HotDot verlässt die zweite Dimension und setzt polygonförmige Gebilde ein – die ein wenig an matte Rubine erinnern – und scrollabhängig verschiedene Perspektiven ermöglichen.

HotDot Webseite

Filidor Wiese

Filidor Wiese
Filidor Wiese kombiniert Polygon-Design mit Retro-Grafiken. (Screenshot: Filidor Wiese)

Der Frontend- und Webentwickler Filidor Wiese verbindet Retro-Feeling mit modernem Polygon-Design, um seinen Arbeitsalltag als Animation darzustellen.

Filidor Wiese

Dare With Us

Dare With Us
Dare With Us nutzt Polygon-Design für Hintergrundillustrationen. (Screenshot: Dare With Us)

„Dare With us“ nutzt das Polygon-Design, um die Landingpage mit einer Weltkarte zu schmücken.

Webseite von Dare With Us

Saghafi Mokhtar

Saghafi Mokhtar
Saghafi Mokhtar kombiniert Polygon Design mit Fotos. (Screenshot: Saghafi Mokhtar)

Der Designer Mokhtar Zaghaft nutzt Polygon-Design-Elemente und kombiniert sie mit Fotos und einem Parallax-Effekt.

Webseite von Saghafi Mokhtar

Aires & Cintra Arquitetura

Aires & Cintra Arquitetura nutzt Polygon Design für Key Visuals und den Hintergrund. (Screenshot: Aires & Cintra Arquitetura)
Aires & Cintra Arquitetura nutzt Polygon Design für Key Visuals und den Hintergrund. (Screenshot: Aires & Cintra Arquitetura)

Aires & Cintra Arquitetura nutzt Polygone, um den Hintergrund seiner Webseite zu gestalten und setzt bei den Key-Visuals auf aus Polygonen bestehende Formen.

Aires & Cintra Arquitetura

Send Me To South Pole

Send Me To Northpole
Send Me To Southpole ist eine animierte E-Card im Polygon-Design. (Screenshot: Send Me To Southpole)

Bei „Send Me To South Pole“ kannst du mit deinem Facebook-Profilfoto in eine Polygon-Design-Postkarte integriert werden.

Send Me To South Pole

Made By Vadim

Made By Vadim
Made By Vadim setzt Polygon Design für sein Portrait und die Hintergrundgrafiken ein. (Screenshot: Made By Vadim)

Der russische Designer „Vadim“ setzt Polygone dezent im Hintergrund und markant für sein Profilfoto ein.

Made By Vadim

Hush Flow

Hushflow
Hush Flow kombiniert Polygon-Design-Illustrationen mit klassischen Illustrationen. (Screenshot: Hush Flow)

Die Landingpage der Kollaborations-Plattform „Hushflow“ nutzt ein Key-Visual im Polygon-Stil in Kombination mit klassischen Illustrationen.

Hush Flow Webseite

Sanissimo

Sanissimo Polygon Design
Sanissimo wandelt das Polygon Design etwas abund texturiert die jeweiligen Flächen. (Screenshot: Sanissimo)

Der Stil von Sanissimo tanzt in dieser Liste ein wenig aus der Reihe, gehört aber immer noch zum Polygon-Trend. Das Unternehmen setzt auf texturierte Polygone und erzielt so einen Scherenschnitt-Effekt auf der Webseite.

Santissimo Webseite

Fazit

Das „Polygon-Design" als Weiterführung des beliebten Flat-Design-Trends zu bezeichnen, scheint ein wenig weit hergeholt. Ja, es ist zweidimensional. Aber nein, es steht nicht alleine da und kann auch dreidimensionale Formen abbilden. Viel mehr geht es um die Erstellung von Gestaltungs-Konstanten und Grafiken mit Polygonen, um verschiedene Effekte in Kombination mit anderen Stilrichtungen zu erzielen.

Was haltet ihr von dem Trend?

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Ilja Zaglov
Die 10 beliebtesten Artikel der Woche: Pornhub, WhatsApp und die neuesten Logo-Trends http://t3n.de/news/10-beliebtesten-artikel-woche-36-547251/ 2014-05-24T08:58:48Z
Die vergangene Woche wurde von kreativen Themen dominiert – seien es originelle Visitenkarten, die 15 Trends des Jahres im Logo-Design oder die verrückte Crowdsourcing-Kampagne, mit der das …

Die vergangene Woche wurde von kreativen Themen dominiert – seien es originelle Visitenkarten, die 15 des Jahres im Logo-Design oder die verrückte Crowdsourcing-Kampagne, mit der das US-Sex-Portal Pornhub nach einem neuen Anzeigenmotiv sucht. Daneben haben wir einen Sofort-Check vorgestellt, mit dem ihr überprüfen könnt, welche Daten von euch im Netz kursieren, und das Abgeben der Nutzungsrechte bei hat euch auf die Palme gebracht. Hier sind eure zehn beliebtesten Artikel der Woche.

1. Pornhub zeigt mit großer Crowd-Kampagne, wie Marketing funktioniert

pornhub_finalist_teaserPornhub setzt bei seiner Suche nach einem Motiv oder einer Idee für seine Anzeigenkampagne auf . Jetzt hat das Unternehmen 15 Vorschläge ausgewählt und die Nutzer können auf Tumblr über die besten Kampagnen abstimmen. Die endgültige Entscheidung trifft jedoch die Sex-Seite. Wir zeigen euch die Finalisten unterhalb des Artikels.

Unser Artikel: Pornhub zeigt mit großer Crowd-Kampagne, wie Marketing funktioniert [Update]

2. WhatsApp: Mit jedem Selfie verschickst du dein Bildrecht

WhatsappWer die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von WhatsApp akzeptiert, tritt sämtliche Bildrechte an den Messenger ab. Für die 450 Millionen Nutzer des Dienstes kann das unbequeme Folgen haben.

Unser Artikel: WhatsApp: Mit jedem Selfie verschickst du dein Bildrecht

3. Logo-Design: Diese 15 Trends erwarten euch 2014

logo-trends-2014_designWie so vieles unterliegen auch Logos unterschiedlichen Trends. Ein neuer Bericht verrät jetzt, was wir in puncto Logo-Design im Jahr 2014 erwarten können.

Unser Artikel: Logo-Design: Diese 15 Trends erwarten euch 2014

4. Tipps für kreative Visitenkarten und 50 inspirierende Beispiele [Bildergalerie]

hairdresser-businesscards-l1_Inspirationfeed KopieVisitenkarten sind trotz Netzwerken wie Xing oder LinkedIn auch heute noch ein probates Mittel zur Kontaktaufnahme. Besonders Selbstständige können von dieser Form der Selbstvermarktung profitieren. Doch eine Visitenkarte muss aus der Masse hervorstechen, damit man nicht wieder in Vergessenheit gerät. Wer ein paar Tipps beherzigt und sich von unserer Bildergalerie inspirieren lässt, kommt da bestimmt auf die richtige Spur.

Unser Artikel: Tipps für kreative Visitenkarten und 50 inspirierende Beispiele [Bildergalerie]

5. Sofort-Check: Das wissen Cyberkriminelle über deine Identität

identity
© Marek - Fotolia.com

16 Millionen E-Mail-Adressen samt Passwörter haben Cyberkriminelle Anfang des Jahres gestohlen. Ein neuer Sofort-Check verrät, ob und in welchem Umfang Daten von Nutzern schutzlos im Netz umherirren und einen Identitätsdiebstahl ermöglichen.

Unser Artikel: Sofort-Check: Das wissen Cyberkriminelle über deine Identität

6. WhatsApp-Nachrichten auf dem Mac: Notifyr macht es möglich

Weil WhatsApp seinen Kult-Messenger nur für Smartphones anbietet, muss man schon tief in die Trickkiste greifen, um auch auf dem Desktop immer informiert zu sein. Notifyr macht das allerdings äußerst raffiniert.

Unser Artikel: WhatsApp-Nachrichten auf dem Mac: Notifyr macht es möglich

7. Linkbuilding: Was erlaubt Google, was nicht? Hier sind die Antworten

SEO Matt Cutts LinkbuildingWas ist laut Matt Cutts erlaubt und was nicht? Dieser Frage geht Markus Hövener, Gründer der Agentur Bloofusion, auf den Grund. Der aktuelle Stand zu Gastbeiträgen, Artikelverzeichnissen und Backlinks.

Unser Artikel: Linkbuilding: Was erlaubt Google, was nicht? Hier sind die Antworten

8. Clockpicker: Wenn Android und Bootstrap Kinder hätten

clockpickerAndroid hat uns mit einem erfrischend neuen Timepicker-Konzept überrascht, aber dieses Konzept funktioniert nicht nur auf mobilen Geräten, sondern auch im Web – jedenfalls wenn ihr euch ClockPicker anseht.

Unser Artikel: Clockpicker: Wenn Android und Bootstrap Kinder hätten

9. Responsive Webdesign verkaufen: So sieht der optimale Workflow aus

responsive-webdesign-currysMit „Responsive Webdesign“ werden oft nur die technischen Komponenten in Verbindung gebracht – wie Breakpoints, Responsive Images und progressive Enhancement. Kein Wunder, dass RWD-Projekte zum Scheitern verurteilt sind. Denn ist deutlich mehr. Es ist eine (im Grunde gar nicht so) neue Sicht auf den Inhalt und benötigt vor allem ein komplett neues Vorgehensmodell. Und das will erst gelernt und anschließend verkauft werden.

Unser Artikel: Responsive Webdesign verkaufen: So sieht der optimale Workflow aus

10. Sexy dank Tinder-Gen: So raffiniert ist die neue App von Tape.tv

tapetv_mockupDie neue App des Musikdienstes Tape.tv löst bei Nutzern Jubelstürme aus. Ein Grund ist das erfrischende Design- und Bedienkonzept. Doch dahinter steckt eine raffinierte Strategie.

Unser Artikel: Sexy dank Tinder-Gen: So raffiniert ist die neue App von Tape.tv

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Lea Weitekamp