Trends | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Trends 2015-01-19T09:37:26Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/trends Kein Augenschmaus: Ein Rückblick auf die Anfangszeiten der zehn reich­wei­ten­stärks­ten deut­schen Web­sites http://t3n.de/news/kein-augenschmaus-rueckblick-589126/ 2015-01-19T09:37:26Z
Responsive, Flat Design, Card Design, schi­ckere Typo­gra­fie – ein Webdesign-Trend jagt den nächs­ten. Vom pixe­li­gen, unbe­hol­fe­nen Lay­out der frü­hen Web­sites ist das Netz …

Responsive, Flat Design, Card Design, schi­ckere Typo­gra­fie – ein Webdesign-Trend jagt den nächs­ten. Vom pixe­li­gen, unbe­hol­fe­nen Lay­out der frü­hen Web­sites ist das Netz heute weit ent­fernt. Wer mit der „Way­back Machine“ auf archive.org in der Zeit zurück reist und sich ansieht, wie heute große Por­tale in ihrer Anfangs­zeit aus­sa­hen, bekommt mög­li­cher­weise einen klei­nen Kul­tur­schock. Hier könnt ihr sehen, wie gro­tesk die zehn reich­wei­ten­stärks­ten deut­schen Web­sites auf die Augen heu­ti­ger User wir­ken, nämlich auf deine:

T-Online (Februar 1997)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) T-Online in 1997

Dem einen oder ande­ren mag die­ser Screen­shot mit dem Wis­sen der heu­ti­gen Zeit ein klei­nes Schmun­zeln ent­rin­gen. Das Por­tal T-Online, heute ein Wust aus Con­tent und Wer­bung, prä­sen­tiert sich damals noch rela­tiv über­sicht­lich. An zen­tra­ler Stelle trom­melt die Tele­kom dort damals für die Teil­nahme ihres Teams an der Tour de France. Zu die­sem Zeit­punkt sieht noch alles nach Heile Welt aus: Im Vor­jahr hat der Däne Bjarne Riis im Tri­kot des „Team Tele­kom“ die Tour de France gewon­nen, im Som­mer 1997 wird der junge Jan Ulrich den Erfolg wie­der­ho­len. Was in die­ser Zeit wirk­lich gesche­hen ist, kommt erst zehn Jahre spä­ter, im Rah­men der „Doping­af­färe Team Tele­kom“ her­aus. Der Spon­sor been­det dar­auf­hin schlag­ar­tig sein gesam­tes Enga­ge­ment im Rad­sport. Mit sei­nem Por­tal T-Online liegt das Unter­neh­men dafür noch heute auf dem ers­ten Platz der Reich­wei­ten­ran­kings von Agof und IVW. Dies dürfte zu einem nicht uner­heb­li­chen Maß daran lie­gen, dass das Por­tal bei vie­len Deut­schen mit einem Telekom-Internetzugang über lange Jahre als Start­seite vor­ein­ge­stellt war und nicht wenige dort noch heute über eine E-Mail-Adresse ver­fü­gen. Zuletzt gab es jedoch Gerüchte über Ver­kaufs­ge­sprä­che mit Axel Sprin­ger.

Ebay.de (Okto­ber 1999)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) Ebay in 1999

Auch die­ser Screen­shot hat gleich aus meh­re­ren Grün­den Schmun­zel­po­ten­zial. Zum einen, weil Ebay mit der dar­auf sicht­ba­ren Auk­tion des gel­ben Pul­lun­ders von Hans-Dietrich Gen­scher lan­des­weit Presse bekam. Der ehe­ma­lige Außen­mi­nis­ter soll das Klei­dungs­stück getra­gen haben, als die Grenze zwi­schen Ost- und West­deutsch­land fiel. Angeb­lich soll der Pul­lun­der einen Auk­ti­ons­preis von 2.000 D-Mark erzielt haben. Aus Online-Branchensicht ist aber sicher­lich das gemein­same Logo von Ebay und Alando noch amü­san­ter. Alando war die erste Grün­dung der Samwer-Brüder: Nach­dem sie der Über­lie­fe­rung zufolge von Ebay USA auf ihre Anfrage, ob sie nicht das Deutsch­land­ge­schäft des Unter­neh­mens auf­bauen könn­ten, keine Ant­wort erhiel­ten, kopier­ten sie die US-Seite ein­fach. Vier Monate spä­ter ver­kauf­ten sie Alando, ihre Ver­sion des Online-Auktionshauses, für 50 Mil­lio­nen US-Dollar an Ebay. Der Coup legte den Grund­stein für den spä­te­ren Auf­stieg der drei Jung­un­ter­neh­mer. Das Buch von Joel Kacz­ma­rek über die Samwer-Brüder gibt einen klei­nen Ein­druck davon, wel­che Skur­ri­li­tä­ten sich in die­ser Zeit ereig­net haben müs­sen. Ebay ist noch heute zweit­reich­wei­ten­stärkste Seite in Deutschland.

Bild.de (1996)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) Bild.de in 1996

Bild Online gelang es mit dem Start 1996 die eigene CI unver­kenn­bar ins Netz zu über­tra­gen. In den fol­gen­den Jah­ren erlebte die Springer-Marke im Netz dann eine kleine Ach­ter­bahn­fahrt. Nach dem Plat­zen der New-Economy-Blase brachte das Medi­en­haus die Marke Bild in ein Joint-Venture mit der Tele­kom ein und das Por­tal war lange Jahre unter bild.t-online.de zu errei­chen. Erst im Jahr 2008 been­dete Sprin­ger die Zusam­men­ar­beit.

gutefrage.net (Januar 2006)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) Gutefrage.net in 2006

Unter dem Dach von Holtz­brinck ent­wi­ckelte New-Economy-Veteran Jens Doka, heute für die Digi­tal­sparte von Pro-Sieben-Sat1 tätig, die Q&A-Community gutefrage.net. Noch heute ist das Por­tal ein Traffic-Bringer – vor allen Din­gen Google spült wegen der guten Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung regel­mä­ßig Tau­sende von User auf die Seite.

Chip Online (Mai 1998)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) Chip in 1998

Das Wort „Net­Sur­fing“ würde heute wohl nie­mand mehr iro­nie­frei ver­wen­den, aber damals wie heute gilt: Chip ist die am stärks­ten fre­quen­tierte Anlauf­stelle für den IT-Nerd-Mainstream im Netz. Schön auf die­sem Screen­shot auch die Wer­bung für den heute noch Maß­stäbe set­zen­den Website-Editor Front­page 98 (lei­der ist die Bild­da­tei auf Archive.org nicht mehr ver­füg­bar).

Web.de (Okto­ber 2002)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) Web.de in 2002

Das Por­tal Web.de ist nach Betrei­ber­an­ga­ben 1999 ins Netz gegan­gen; der erste Screen­shot in der Way­back Machine datiert auf das Jahr 2002.

Com­pu­ter­bild (Januar 1998)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) Computerbild in 1998

Sprin­gers IT-Marke fin­det im Web zuerst bei AOL ein zu Hause – das erklärt auch den Hin­weis „Nur für AOL-Mitglieder ver­füg­bar!“ zu eini­gen Navigations-Buttons in die­sem Screen­shot. Ab 1999 ist die Medi­en­marke online unter eige­ner Domain zu errei­chen.

Focus (Juni 1997)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) Fokus in 1997

„Fak­ten, Fak­ten, Fak­ten“ – damit will Focus auch in der Früh­zeit des Webs punk­ten. Wie der Screen­shot zeigt, waren damals die typo­gra­phi­schen Mög­lich­kei­ten auf allen Web­sites noch recht ein­ge­schränkt, da im Web­de­sign nur mit den auf den Rech­nern der User vor­in­stal­lier­ten Fonts gear­bei­tet wer­den konnte.

Chef­koch (Juni 2000)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) Chefkoch in 2000

Chef­koch dürfte heute eines der weni­gen Digi­tal­pro­jekte sein, dass dem Ham­bur­ger Ver­lag Gruner+Jahr wirk­li­che Freude berei­tet. Gestar­tet ist das Pro­jekt bereits 1998; G+J kaufte das Betrei­ber­un­ter­neh­men erst 2008 auf. In den fol­gen­den Mona­ten musste das Ver­lags­haus erst ein­mal gericht­li­che Aus­ein­an­der­set­zun­gen in Urhe­ber­rechts­schutz­fra­gen mit einem ande­ren, eher zwie­lich­ti­gen Online-Kochbuchbetreiber, durch­ste­hen. Heute bezeich­net sich Chef­koch als größte Platt­form rund ums Kochen in Europa; Gru­ner hat die Marke um eine App und eine Print-Ausgabe erwei­tert.

RTL.de (April 1997)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) RTL in 1997

RTL war in den ers­ten Jah­ren im Netz mit der eige­nen Marke noch ein eher klei­nes Licht – kein Wun­der, wirft man einen Blick auf das ein­ge­schränkte Ange­bot auf die­sem Screen­shot. Natür­lich gab es damals aber auch noch nicht die tech­ni­sche Infra­struk­tur, um online mit Video-Inhalten ein grö­ße­res Publi­kum zu errei­chen. Heute hat der Köl­ner Sen­der sein Video-Angebot RTL Now auf die eigene Domain über­führt und liegt damit im Reichweiten-Ranking auf Platz 10.

„BONUSTRACKS“: Google, Face­book und Youtube

Weil die US-Konzerne Google und Face­book die Reich­weite ihrer Platt­for­men nicht von Agof oder IVW erfas­sen las­sen, diese aber trotz­dem zu den reich­wei­ten­stärks­ten Zie­len im Netz gehö­ren, haben wir für Euch auch noch frühe Screen­shots von deren Ange­bo­ten aus­ge­gra­ben. Google begann im Jahr 2001 mit dem Ver­kauf von Adwords in Deutsch­land und bewarb das Pro­dukt auf der Start­seite als „do-it-yourself Mar­ke­ting­sys­tem“. Face­book bot ab 2008 eine deutsch­spra­chige Ver­sion an. Von Youtube haben wir lei­der kei­nen frü­hen Screen­shot der deut­schen Ver­sion gefun­den. Inter­es­sant an dem Screen­shot der Haupt­platt­form aus dem Jahr 2005 ist aber, dass er das Gerücht bestä­tigt, dass die Grün­der des Unter­neh­mens zuerst eine Dating-Plattform ent­wi­ckeln woll­ten.

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(Foto: Online Marketing Rockstars) Facebook in 2008
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(Foto: Online Marketing Rockstars) Google in 2001
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(Foto: Online Marketing Rockstars) Youtube in 2005

Von Roland Eisenbrand. Ursprünglich publiziert bei Online Marketing Rockstars.

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Online Marketing Rockstars
Personalarbeit 2015: 5 Trends für das Talent-Management von morgen http://t3n.de/news/personalarbeit-2015-5-trends-588104/ 2015-01-12T09:55:39Z
Die Digitalisierung ist allgegenwärtig und wird noch weit über das Jahr 2015 hinaus die Arbeitswelt verändern. Doch wie werden Unternehmen dem steten Wandel und Innovationsdruck gerecht?

Die Digitalisierung ist allgegenwärtig und wird noch weit über das Jahr 2015 hinaus die Arbeitswelt verändern. Doch wie werden Unternehmen dem steten Wandel und Innovationsdruck gerecht? Nur mit den richtigen Talenten, die Veränderung gestalten können, lassen sich diese Aufgaben bewältigen.

Personaler spüren die Herausforderung direkt: Durch den War for Talents können sich die top-ausgebildeten Kandidaten von heute meist aussuchen, für welchen Arbeitgeber sie arbeiten. So sehen sich Personaler neuen Herausforderungen und Bedingungen ausgesetzt, die nicht nur reaktive, sondern vor allem proaktive Maßnahmen, ein Umdenken innerhalb der Unternehmen und die Neuausrichtung klassischer Personalarbeit erfordert: Wettbewerbsfähige und moderne Personalarbeit richtet sich immer stärker an der Gewinnung und vor allem auch Bindung der besten Talente aus und muss damit auf oberster Unternehmensebee angesiedelt werden. Die technischen Trends und Innovationen forcieren dabei die Entwicklung von der „klassischen“ Personalarbeit hin zu einem ganzheitlichen Talent-Management.

1. Die Digitalisierung sorgt für neue Anforderungen an Mitarbeiter und Arbeitskultur

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Mitarbeiter von morgen brauchen unternehmerisches Denken, Kreativität, Schnelligkeit und maximale Anpassungsfähigkeit. (Foto: © fotostorm – iStock.com)

Die Digitalisierung nimmt weiter an Fahrt auf und führt zum strukturellen Wandel von traditionellen Branchen, wie beispielsweise dem Verlagswesen oder der Medienwirtschaft. Change Management wird so für viele Organisationen überlebenswichtig. Veränderung ist jedoch nur möglich, wenn Unternehmen flexibel und agil agieren können. Dies verändert auch die Anforderungen an die Mitarbeiterauswahl. Der Mitarbeiter von morgen muss Eigenschaften wie unternehmerisches Denken, Kreativität, Schnelligkeit und maximale Anpassungsfähigkeit, gepaart mit einer Affinität für digitale Technologien, mitbringen.

Diese anvisierten Mitarbeiter sind häufig Vertreter der Generation Y, die sogenannten Digital Natives, die früh gelernt haben, direkt zu kommunizieren, selbständig zu arbeiten, Entscheidungen zu fällen und ihre Bedürfnisse  einzufordern. Diese Generation prägt damit die Arbeitswelt von morgen: Behandlung auf Augenhöhe, zielorientiertes Arbeiten ohne maßgebliche zeitliche oder räumliche Einschränkungen oder die Weiterentwicklung der eigenen Potenziale in Zusammenarbeit mit der Führungskraft sind nur einige Beispiele, welche jetzt schon den Alltag der Unternehmen verändern und weiterhin prägen werden.

All diese Faktoren müssen Personaler bereits beim Recruiting berücksichtigen: Die Rolle des Arbeitgebers und -nehmers mag noch klar sein, doch die Frage, wer sich bei wem bewirbt, wird im War for Talent immer häufiger zu Gunsten der Arbeitnehmer entschieden. Als Konsequenz bedeutet dies, dass Unternehmen künftig noch wesentlich mehr in die Talentgewinnung investieren müssen. Damit einhergehen muss eine noch tiefere Spezialisierung der Personalarbeit. Dabei geht der Trend immer mehr vom Generalisten hin zum Spezialisten: Employer-Branding-Aktivitäten sollten beispielsweise von Marketing- oder Kommunikationsexperten verantwortet werden. Das Sourcing, also die aktive Suche von Talenten über diverse Kanäle, sollte von speziell ausgebildeten Suchexperten verantwortet werden und die Kandidatenerstprüfung beispielsweise von betriebswirtschaftlich orientierten Talent-Managern, die nahe am Puls des Geschäftsmodells und im engen Austausch mit den Fachabteilungen sind. Nur so können sie die Anforderungen der Organisation auch exzellent verstehen und die am besten passenden Talente für das Unternehmen auswählen und gewinnen.

2. Big Data und SAAS-Lösungen verhelfen auch kleinen Unternehmen zu Effizienz und Spezialisierung

Neue technische Entwicklungen finden zunehmend Einzug in das Personalmanagement. Dabei spielt Big Data eine wichtige Rolle: Exzellente Auswertungsmöglichkeiten für alle relevanten HR-Bereiche schaffen neue Möglichkeiten. So können beispielsweise die Wechselwahrscheinlichkeit und Interessenwahrscheinlichkeit von Kandidaten für spezifische Vakanzen berechnet werden. Ganze Kandidatenmärkte können damit effizienter analysiert werden und Kandidaten so noch treffsicherer und zügiger erreicht werden.

Die Erfolgsmessung der Personalarbeit wird durch die höhere Datenqualität und -menge ebenfalls vereinfacht: Die unmittelbare Verknüpfung von Recruiting, Retention (Mitarbeiterbindung) und Unternehmenserfolg lässt sich damit noch einfacher nachvollziehen. Alle relevanten Aktivitäten, von Employer-Branding-Maßnahmen bis hin zum Bewerbungsverhalten von Kandidaten, können so noch detaillierter auf ihren Erfolg hin gemessen werden.

Der Trend bei neuen HR-Lösungen geht immer mehr zu SAAS-Anwendungen, welche sich meist kosteneffizient implementieren lassen. Dies stellt vor allem für kleinere Unternehmen einen Vorteil dar. Gerade in vielen Startups lässt sich deshalb ein starker Professionalisierungstrend beobachten: Hier sind Parameter wie Prozesseffizienz besonders entscheidend. So können etwa zeitintensive administrative Aufgaben, wie beispielsweise die Pflege von Personalakten oder die Prozessnachhaltung noch stärker automatisiert werden. Personalarbeit gewinnt so weiterhin an Effizienz, die wiederum bei der Talentgewinnung und Mitarbeiterbindung zu Buche schlägt.

3. Mobil optimieren wird für die Talentgewinnung wichtiger

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Immer mehr potenzielle Jobkandidaten sind vor allem mobil unterwegs. (Foto: © Maksim Kostenko – Fotolia.com)

Die Nutzung von mobilen Endgeräten nimmt weiterhin zu. Trotzdem sind leider noch nicht genügend Karriereseiten in Deutschland mobil optimiert. Da Kandidaten ihre Nachrichten und auch Jobinformationen immer häufiger mobil konsumieren, sollten Unternehmen darauf reagieren. Vor allem, da zielgruppenspezifisch optimierte Inhalte mobil häufig besser funktionieren. Auch beim Thema „mobile“ nicht zu vergessen: Inhalte sollten immer stärker auf lokale Ergebnisse und auf den Standort gerichtet entwickelt werden.

4. Kein Talent verlieren – Mitarbeiterbindung als zentrale Unternehmensaufgabe

Nicht nur das Erreichen der richtigen Talente und deren Gewinnung stehen 2015 im Vordergrund. Weil Mitarbeiter von heute auch wesentlich flexibler ihre Arbeitsstelle wechseln, müssen Unternehmen nicht nur um die Besten werben, sondern genauso zusehen, diese auch langfristig zu binden. Dieser Anspruch beschäftigt nicht nur Personaler, sondern vor allem auch die Führungskräfte. Sie sind die tragenden Säulen der Mitarbeitermotivation und -entwicklung.

Diese Entwicklung stellt eine Herausforderung für Manager dar, die Mitarbeiter aus verschiedenen Generationen an das Unternehmen binden müssen. Wenn es um Mitarbeiterbindung geht, darf es schon alleine aus demographischen Gründen künftig nicht alleine um die Generationen Y oder Z gehen. Die Herausforderung liegt auch darin, die Generationen, die sich bereits in den Organisationen befinden, mit abzuholen und in den Veränderungsprozess mit einzubeziehen.

Führungskräfte müssen somit als Coaches agieren, um die Mitarbeiter bei dem Veränderungsprozess zu begleiten. Die Konsequenz daraus: Unternehmen müssen ihre Führungskräfte verstärkt hinsichtlich dieser veränderten Anforderungen ausbilden und flexible Antworten auf individuelle Anforderungen ermöglichen.

5. Talent-Management setzt Lernfähigkeit voraus

Wettbewerbsfähigkeit wird durch das proaktive Management von Wandel bedingt, denn Veränderungen begleiten Unternehmen als konstanter Partner. Damit das HR-Management Schritt halten kann, müssen sich die Prozesse ändern: Für alle Beteiligten bedeutet das, ein ganzheitliches Talent-Management unter Einbezug der technischen Möglichkeiten zu entwickeln und zu implementieren.

Wer als Organisation den Fokus auf flexibles Lernen, Agilität und Talent-Management als strategische Unternehmensfunktion legt, wird Innovation und Digitalisierung meistern können und diejenigen Talente gewinnen, die befähigt sind, künftigen Wandel zu gestalten.

Zur Autorin

Martina.Weiner_big

Martina Weiner ist Partnerin der i-potentials GmbH in Berlin, einer Personalberatung für den Arbeitsmarkt der digitalen Wirtschaft. Sie ist spezialisiert auf den Organisations- und Teamaufbau von Startups in starken Wachstumsphasen.

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Martina Weiner
CES 2015: Das sind die wichtigsten Trends der Tech-Messe http://t3n.de/news/ces-2015-trends-587019/ 2015-01-05T13:18:17Z
Auch in diesem Jahr findet in Las Vegas die Consumer Electronics Show statt. In diesem Artikel erfahrt ihr, welche Trends auf der CES 2015 dominieren werden.

Auch in diesem Jahr findet in Las Vegas die Consumer Electronics Show statt. In diesem Artikel erfahrt ihr, welche Trends auf der CES 2015 dominieren werden.

CES 2014: Im Westen nichts Neues

Auch im vergangenen Jahr haben wir von der CES in Las Vegas berichtet. Bahnbrechende Neuerungen gab es damals nicht zu bestaunen. Ob 2015 ein besseres Jahr für Technik-Trends wird, erfahren wir ab dem sechsten Januar – dann startet die CES 2015. Im Folgenden geben wir euch einen kleinen Vorgeschmack in unserem Überblick über die vier größten Trends der CES 2015.

1. Das „Internet of me“

Das Internet der Dinge wird in Zukunft zum „Internet of me“. (Bild: <a href="http://www.shutterstock.com/cat.mhtml?lang=de&amp;language=de&amp;ref_site=photo&amp;search_source=search_form&amp;version=llv1&amp;anyorall=all&amp;safesearch=1&amp;use_local_boost=1&amp;searchterm=internet%20of%20things&amp;show_color_wheel=1&amp;orient=&amp;commercial_ok=&amp;media_type=images&amp;search_cat=&amp;searchtermx=&amp;photographer_name=&amp;people_gender=&amp;people_age=&amp;people_ethnicity=&amp;people_number=&amp;color=&amp;page=1&amp;inline=240286873">Shutterstock</a>)
CES-Trend 2015: Das Internet der Dinge wird in Zukunft zum „Internet of me“. (Bild: Shutterstock)

Das Internet der Dinge ist längst Realität. Unser Leben wird stark von der Vernetzung alltäglicher Gegenstände beeinflusst. Sie unterstützen uns und bieten uns häufig einen Mehrwert zu ihrer ursprünglichen Funktion.

Laut einer Prognose von Shawn Dubravac, Chef-Ökonom der Consumer Electronics Association, wird das Internet der Dinge zukünftig immer mehr zum „Internet of me“. Ein Beispiel: Die vernetzte Zahnbürste gibt dem Zahnarzt Informationen über das Zahnputz-Verhalten. So kann er uns Tipps zur Zahnpflege geben.

Der Trend ist so etwas wie ein „Meta-Trend“, der über den anderen  steht und das Leben in Zukunft in jeglicher Hinsicht beeinflussen wird. Auf der CES 2015 wird dieser Gedanke in fast allen Bereichen sichtbar.

2. Virtual Reality

Oculus Rift und SamsungGearVR werden von vielen heiß erwartet. (Screenshot: oculus.com)
Präsentation auf der CES 2015: Oculus Rift und SamsungGearVR werden von vielen heiß erwartet. (Screenshot: oculus.com)

Virtual Reality wird voraussichtlich eines der Themen des Jahres 2015 – im positiven oder im negativen Sinne. Die Erwartungen an die Vertreter wie Occulus Rift und Co. sind hoch. Im Laufe des Jahres wird sich zeigen, ob sie diese Erwartungen erfüllen können.

Auf der CES 2015 wird Virtual Reality in jedem Fall einer der großen Trends sein. Oculus VR wird in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem großen Stand vertreten sein und das VR-Headset Oculus Rift vorstellen. Auf Twitter mehren sich zudem unter #gearvr die Hinweise, dass Samsung, zusammen mit Oculus VR, das Gear-VR-Headset vorstellen wird.

Auch abseits von Oculus VR uns Samsung ist das Virtual-Reality-Segment in großer Zahl vertreten: Zu den Nachbarn des Unternehmens gehören unter anderem Virtuix, AntVR sowie immersiON-VRealia.

3. Wearables

Kann die Apple Watch den Wearables den Weg ebnen? (Screenshot: apple.com)
Kann die Apple Watch den Wearables den Weg ebnen? (Screenshot: apple.com)

Sie werden immer kleiner und dabei immer leistungsfähiger. Wearables haben den Sprung in den Alltag bereits geschafft – sie sind allerdings noch nicht etabliert. Genau wie für Virtual Reality kann 2015 auch ein entscheidendes Jahr für die Wearables werden, denn in diesem Jahr erscheint die Apple Watch. Wie schon bei den Smartphones, kann Apple die Wearables auf ein neues Level der Akzeptanz und Verbreitung heben.

Auf der CES 2015 wird das Thema in jedem Fall eine große Rolle spielen. Die Möglichkeit, die Smartwatch als Fernbedienung für den Fernseher, das Smart-Home oder andere Gadgets zu nutzen findet Anklang bei vielen Nutzern. Diverse Anbieter stellen ihre neuen Smart-Tracker vor und von der französischen Firma Cityzen Sciences gibt es sogar ein smartes Shirt, das eure Vitaldaten aufzeichnet, während ihr Sport treibt. Auch die smarte Brille ist auf der CES vertreten: Sony hat angekündigt, seinen Google-Glass-Konkurrenten auf der Messe vorzustellen.

4. Vernetzte Autos

Der i3 von BMW kann selbstständig einparken – wenn er die Umgebung kennt. (Screenshot: bmw.de)
Der i3 von BMW kann selbstständig einparken – wenn er die Umgebung kennt. (Screenshot: bmw.de)

Das Internet der Dinge geht auch an der Automobilindustrie nicht vorbei. Einige Projekte wie Apple CarPlay, Android Auto und Ford Sync haben bereits erste Schritte unternommen, um die allgegenwärtige Vernetzung der Dinge auf die Autos auszuweiten. Schaut man sich den Einzug der Smart-Devices in alle anderen Lebensbereiche an, so ist es nur die logische Konsequenz.

Es ist nicht das erste Mal, dass dieses Thema auf der CES angeschnitten wird. Durch den technologischen Fortschritt bieten sich allerdings von Jahr zu Jahr bessere Möglichkeiten, die Ideen auch zu realisieren. In  Zukunft sollen die Fahrzeuge mit den smarten Endgeräten der Fahrer vernetzbar sein. Sie sollen Informationen abrufen, die für den Fahrer von Nutzen sind, selbstständig auf Behinderung auf der Route reagieren oder sich gegenseitig vor Unfällen warnen.

Auch einige Beispiele für das komplett selbständig fahrende Auto wird es auf der CES 2015 zu sehen geben. BMW wird beispielsweise den i3 vorstellen. Dieses mit Sensoren vollgepackte Fahrzeug kann über die Smartwatch zum Parken geschickt werden. Das Auto sucht sich selbstständig einen Parkplatz und parkt ein – vorausgesetzt es hat einen Plan der Umgebung vorliegen. Neben BMW werden unter anderem auch Mercedes und Audi ihre Konzepte des autarken Autos präsentieren.

Was erwartet uns auf der CES 2015?

Es ist wie vor jeder großen Technik-Messe: Egal wie gut eine Idee klingt, ob sie sich durchsetzt erfahren wir erst später. Besonders bei Virtual Reality gibt es bezüglich der Marktreife gemischte Prognosen von den Experten. Auch die Wearables müssen ihren festen Platz in unserem Alltag erst noch finden. Die Autos und ihre Fahrer werden in Zukunft sicher von der besseren Vernetzung profitieren. Ob das komplett autonome Auto allerdings bald serienreif wird, bleibt abzuwarten. Mehr Informationen zur CES 2015 findet ihr auf cesweb.org.

via venturebeat.com

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Gerrit Kilian
Mega-Trends 2015 – 18 Experten und ihre Prognosen fürs neue Jahr http://t3n.de/news/mega-trends-2015-585671/ 2015-01-03T08:08:18Z
Ganz frisch im neuen Jahr werfen wir einen Blick auf die größten Trends der kommenden zwölf Monate. 18 Experten präsentieren bei uns ihre Prognose für 2015. Das Ergebnis: die Mega-Trends 2015.

Ganz frisch im neuen Jahr werfen wir einen Blick auf die größten der kommenden zwölf Monate. 18 Experten präsentieren bei uns ihre Prognose für 2015. Das Ergebnis: die Mega-Trends 2015.

Gunter Dueck

(Foto: Axel Schmidt)
(Foto: Axel Schmidt)

Gunter Dueck ist Mathematiker, Philosoph und Schriftsteller. 24 Jahre lang arbeitete er bei IBM, die meiste Zeit davon als CTO, verantwortlich für „Cultural Change“. Heute beschäftigt er sich in seinen Publikationen mit der digitalen Revolution und damit, was die Technik mit den Menschen macht. Er bloggt auf Omnisophie.com.

Mentale Akzeptanz, dass das Internet tatsächlich Umwälzungen erzeugt

Unternehmensführungen erkennen nun klarer, dass evolutionärer Schritt-für-Schritt-Wandel nicht hilft, auch keine weiteren Überstunden und grundlose Begeisterung. Alte Businessmodelle werden obsolet, ja – und das wird nicht mehr schwarmdumm verleugnet. Frust setzt ein. Was tun? Erste Handlungsenergien sammeln sich schon. Bald geht es los, auch in Deutschland. Wer es akademisch erklärt haben mag, google unter Elisabeth Kübler-Ross' „Grieving Process = Denial-Anger-Bargaining-Depression-Acceptance“ (Ein Schwerkranker akzeptiert nach langem Ignorieren und Zetern seine Diagnose und auch, dass er jetzt etwas tun muss).

Stefan Ploechinger

Stefan-Ploechinger
(Foto: Stefan Plöchinger)

Als Chefredakteur von Süddeutsche.de steht Stefan Ploechinger für modernen Online-Journalismus. Er lehrt an der Henri-Nannen-Schule und der Deutschen Journalistenschule in München. Zuvor war er unter anderem für „Spiegel Online“, „Financial Times Deutschland“ und „Abendzeitung“ tätig.

„Scrum als Businessprinzip“

Als ich vor vier Jahren als Chefredakteur von SZ.de anfing, funktionierte der digitale Markt vergleichsweise eindimensional: Mach ein gutes Angebot für Desktop-Rechner, ein recht ähnliches für Mobile, und fertig.

Wie anders stellt sich die Welt 2015 dar!

Nutzer erwarten im Zweifelsfall eine digitale Produktlinie von der Uhr bis zum Fernseher, und zwar nicht „One Size Fits All“, sondern angepasst auf die Möglichkeiten jedes Geräts. Eine Nachrichten-App, die bloß „Klick“ durch „Touch“ ersetzt und sich ansonsten vom Angebot auf dem Bürocomputer kaum unterscheidet, hat keine große Zukunft mehr. Mit jeder neuen Device-Größe und -Funktion wächst angesichts der umfassenden Digitalisierung unseres Alltags zum einen die Erwartung der Nutzer, dass jede Chance ausgenutzt wird, die praktisch sein könnte, zum anderen die Komplexität der Programmierung und der Produktkonzepte. Beispiel: Was erwarten Leser auf einer Smartwatch von Journalisten wie uns? Wirklich ganz viele Eilmeldungen? Komplette Texte im Wort-Stakkato? Oder am Ende doch gar nichts Großes, weil sie fürs Informiertwerden lieber das Smartphone nutzen? 2015 wird wichtiger denn je: sich auf die neue Plattformvielfalt einlassen, damit experimentieren, die eigenen Angebote raffinieren, recht agil neue Produkt- und Geschäftsmodelle ausprobieren. Programmierer würden wohl sagen: Scrum als Businessprinzip. Das wird so anstrengend wie spannend.

Frank Thelen

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(Foto: Frank Thelen)

Frank Thelen hat sich als Gründer und Investor einen Namen gemacht, zuletzt in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“. In seiner Rolle als CEO von e42 fördert er junge Unternehmen in ihrer Frühphase. Aktuell ist er darüber hinaus als Gründer von Scanbot aktiv, einer App zum Scannen von Dokumenten und QR-Codes.

Startups werden an den Marmorgebäuden der Finanzindustrie rütteln

In 2015 werden erste Startups die Finanzindustrie spürbar verändern. Die alten Strukturen mit abgekapselten Vorständen und teuren Mamorgebäuden in London und Frankfurt werden zum ersten Mal wirklich herausgefordert. Wir werden alle von niedrigeren Kosten, einfacheren Produkten, die Spaß machen, und neuen Ansätzen bei Kontoführung und Geldanlage profitieren.

Darüber hinaus wird Apple die „Smart Watch” zum ersten Mal erfolgreich im Markt platzieren. Es wird wenige Apps geben, die im Vergleich zum Smartphone auf der Armbanduhr wirklich besser sind. Dennoch werden wir aus meiner Sicht drei bis vier Beispiele sehen, ohne die wir Ende 2015 nicht mehr leben wollen.

Im B2B-Bereich werden die Unternehmen endlich begreifen, dass die Cloud und SaaS-Modelle Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Kosteneinsparung ermöglichen. Es ist verrückt, wie viele Unternehmen noch in der alten Client-Server-Welt leben.

Und dann hoffe ich natürlich auf einen „Black-Swan” – also ein Produkt, an das keiner gedacht hat und das unser Leben verändern wird.

Sina Gritzuhn

(Foto: Sina Gritzuhn)
(Foto: Sina Gritzuhn)

Die Mitgründerin und Geschäftsführerin von Hamburg Startups leitet das „Hamburg Startup Monitor“-Projekt federführend. Bis Ende des Jahres 2013 war Sina Gritzuhn als freie Social-Media-Redakteurin für die beebop media AG und als rasende Reporterin für die Initiative Hamburg@work unterwegs. Sie bloggt seit drei Jahren auf sinaswelt.com über Themen rund um Hamburg, Social Media und Startups. Als bekennender Social-Media-Addict und Startup-Evangelist ist sie ein aktiver Bestandteil der Hamburger Startup-Szene und das Netz ist ihr zu Hause.

2015 wird das Jahr der Startups

Mein Mega-Trend 2015? Startups und deren Wahrnehmung und Akzeptanz in einer breiteren Öffentlichkeit. 2014 hat den Weg bereits vorgezeichnet: Das Thema Entrepreneurship und seine Hauptakteure, die Gründer, haben über TV-Formate wie die „Die Höhle der Löwen“ oder das Gründerspecial „Kampf der Startups“ im ZDF, aber auch durch intensive Coverage der schreibenden Zunft, mehr Öffentlichkeit erhalten. Endlich mal Einblicke in die Startup-Welt ohne entrückt nerdigen Beigeschmack.

Junge Unternehmer und Unternehmerinnen werden nicht länger als Spinner belächelt, sondern als mutige Visionäre und Arbeitgeber von zahlreichen Mitarbeitern portraitiert. Das ist unter anderem nötig, um den speziellen Bedürfnissen der Jungunternehmer gerecht zu werden. Nur wer gesehen und gehört wird, kann von seinen Problemen, wie zum Beispiel Venture Capital, Fachkräftemangel und Steuerhindernissen, berichten und genügend politisches und gesellschaftsrelevantes Gewicht ausüben, um die Situation für alle zu verbessern.

2015 wird das Jahr der Startups und ich bin stolz, mit Hamburg Startups die Sichtbarkeit zumindest in Hamburg weiter zu steigern.

Miriam Rupp

(Foto: Miriam Rupp)
(Foto: Miriam Rupp)

Miriam Rupp ist Gründerin und Geschäftsführerin von Mashup Communications, der Berliner Agentur für PR und digitales Storytelling. Mit der Philosophie „Wir lieben es, neue Geschichten zu erzählen“ fokussiert sich die Agentur vor allem auf Zukunftsthemen aus der digitalen Welt.

Weg vom Produkt hin zur Sehnsucht: „Stories“

Wer seine Botschaften mit Bildern oder Videos untermauern will, muss sich trauen, vom Produkt weg zu kommen. Wie Andres Davis, Autor von Brandscaping, sagt: „Think less like a beat reporter and more like a television network executive“. Es geht nicht nur darum, das Produkt zu bewerben und einfach nur die nächste spannende Story zu finden oder zu schreiben.

Man muss sich überlegen, nach was sich die Zielgruppe sehnt, langfristig das Verlangen dieser Zielgruppe mit den richtigen Inhalten füttern und jede Story in einen größeren Kontext packen. Ein „to be continued“ sollte immer machbar sein. Dabei sollte man sich fragen: Welchen visuellen Content erstellen meine Nutzer selbst gerne? Lieben die User Sonnenuntergänge, kann auch ein IT-Unternehmen ein Foto von seinem Hauptsitz mit Sonnenuntergang im Hintergrund zeigen. Ist das Verlangen der Zielgruppe nach Zahlen und Fakten groß, lassen sich diese wunderbar in visuelle Stories verpacken. Shutterstock hat mit seinem Projekt „Stories“ zum Beispiel sehr gut verstanden und umgesetzt, womit sich deren Nutzer am meisten identifizieren und auseinandersetzen. Mit eigenen Inhalten über die Macher der tausenden Stock-Fotos und -Videos erzählt das Video genau von der Leidenschaft, die die Community ausmacht.

Lukas Kahwe Smith

lukas-kahwe-smithLukas Kahwe Smith entwickelt seit Jahren mit PHP, war Co-Release-Manager von PHP 5.3 und Symfony-Evangelist 2013. Er ist Partner der Liip AG, ein Spezialist für agile Webprojekte, und arbeitet unter anderem als Co-Lead an PHPCR und dem Symfony CMF.

Angular.js gewinnt die Javascript-Framework-Wars

Der Kampf  der Javascript-Frameworks wird weitergehen, aber insbesondere Angular.js wird sich zunehmend als „Enterprise“-Standard etablieren. Weniger weil es der Weisheit letzter Schluss ist, sondern weil der Markt nach einem verlässlichen Standard dürstet und es Angular.js geschafft hat, sich bei Entscheidern auf den Radar zu bringen.

Kixka Nebraska

(Foto: Rieka Anscheit)
(Foto: Rieka Anscheit)

Kixka Nebraska ist seit Ende 2010 als Profilagentin im Netz aktiv und hilft, die digitale Sichtbarkeit ihrer Auftraggeber zu erhöhen. Nicht nur bei der individuellen digitalen Markenbildung sondern auch bei Fragen zu Tools und Networks im Internet wird sie von Freiberuflern, Journalistenschulen, Firmen, Stiftungen und Agenturen für Vorträge, Einzel-Coachings und Workshops gebucht. Kixka Nebraska ist Mitgründerin der Digital Media Women und ist mehrfach auf der re:publica als Referentin aufgetreten.

Digitale Szenografie

Das Digitale hat sich als Aufenthaltsort etabliert, sowohl für den Einzelnen als auch für Institutionen. 2015 wird es darum gehen, diesen Raum zu gestalten: Szenografie wird nach Storytelling das nächste Themenfeld sein, auf dem sich Social-Media-Manager, aber auch digital aktive Freiberufler, bewähren müssen. Die Kunst der Inszenierung auf der digitalen Bühne, gerahmt vom Bildschirm, findet nicht nur auf den Profilen sondern in der Gesamtpräsenz der Aktivitäten statt: Die 2014 noch viel beschworene Content-Strategie ist nicht mehr ausreichend. Es geht um kreative, die Sinne ansprechende Umsetzungen – der visuelle Auftritt vom Profilbild über die Header-Grafik bis zur Background-Gestaltung, die bewegten Bilder eines Video-Clips sind wie das Klangerlebnis im Podcast szenografisch einsetzbare Mittel. Dank Virtual-Reality-Brillen wie Oculus Rift stehen demnächst auch weitere sensorische Gestaltungsmöglichkeiten offen. Gewinnen wird, wer dabei visuell und emotional überzeugt, punktuell verstört und je nach Zielgruppe gehobene Unterhaltung bietet. Die Szenografie des digitalen Auftritts ist dann gelungen, wenn sie Neugier weckt und dazu verlockt, in einem bisher unbekannten Umfeld auf Entdeckungsreise zu gehen: Wibke Ladwig und Marcus John Henry Brown sind gelungene Beispiele dafür.

Joachim Diercks

(Foto: Joachim Dierks)
(Foto: Joachim Diercks)

Joachim Diercks ist Geschäftsführer der CYQUEST GmbH mit Sitz in Hamburg. CYQUEST ist unter dem Oberbegriff Recrutainment für die Erstellung von Lösungen aus den Bereichen Eignungsdiagnostik (Online-Assessment) sowie Berufs- und Studienorientierung für Unternehmen und Hochschulen bekannt. Diercks ist Herausgeber des Buchs „Recrutainment“, Autor einer Reihe von Fachartikeln zu verschiedenen E-Recruiting- und Employer-Branding-Themen sowie regelmäßiger Referent bei HR-Fachkongressen. Mit dem Recrutainment-Blog zeichnet er für einen der meistgelesenen deutschsprachigen HR-Blogs verantwortlich.

„Matching“ wird das zentrale Thema der HR-Branche

In der Personalgewinnung ist das zentrale Thema für 2015: „Matching“. Wie kommen die richtigen Personen in die richtigen Jobs bei den passenden Firmen?

Klar, diese Frage hat uns schon immer beschäftigt, aber es kommen zwei Dinge zusammen, die diesem Thema eine größere Bedeutung verleihen: Erstens wird es schlicht schwieriger, passendes Personal zu finden, was mit der Demografie, aber auch den immer stärker ausdifferenzierten Anforderungen zu tun hat. Zweitens stehen wir am Beginn eines Zeitalters, in dem Technologie unheimlich wertvolle Dienste beim Matching leisten kann.

Algorithmen werden sukzessive einen großen Teil der gegenseitigen Suche unterstützen, vielleicht irgendwann ganz übernehmen. Nicht, dass ich missverstanden werde; ich meine auf beiden Seiten – sowohl beim rekrutierenden Unternehmen als auch beim Kandidaten. Unternehmen werden selbstverständlich Online-Assessments, Big Data und Matching-Technologien einsetzen, um Kandidaten zu finden und vorzuselektieren. Aber auch Bewerber werden Plattformen und Tools nutzen, auf denen sie ihre Daten gezielt für sich arbeiten lassen.

Wir werden in gar nicht allzu ferner Zukunft (wenngleich noch nicht 2015) eine Welt erleben, in der Bots einen beträchtlichen Teil des „Zueinanderfindens“ von Unternehmen und Mitarbeiter autonom untereinander aushandeln. Das Lesen hunderter Stellenanzeigen und Schreiben dutzender Bewerbungen wird dann genauso der Vergangenheit angehören wie das Sichten tausender Bewerbungen oder das Führen hunderter Job-Interviews.

Benjamin Uebel

(Foto: Benjamin Uebel)
(Foto: Benjamin Uebel)

Benjamin Uebel ist UX-Experte und Psychologe. Als Gründer und Geschäftsführer von RapidUsertests.com gehört er zu den Pionieren des Crowd-Testings in Deutschland. Seine Erfahrungen als Geschäftsführer der Usability-Agentur Userlutions teilt er als Fachautor und Speaker.

Smartwatch, Smartphone, smarte Experience – Nahtlose Customer-Experience über alle Kanäle hinweg

Smartwatches, Smartphones, Tablets, Desktop-Rechner – 2015 stehen Unternehmen vor der Herausforderung, ihren Kunden eine einheitliche und nahtlose Customer-Experience über alle Geräteklassen hinweg zu bieten. Ich erhalte eine Produktempfehlung auf meiner Smartwatch, recherchiere ein paar Details unterwegs in der U-Bahn mit dem Smartphone und kaufe das Produkt schließlich abends im Bett am Tablet.

Der Medienbruch geht aber nicht nur über die Devices – auch Online- und Offline-Erfahrungen verschränken sich zunehmend. Ich kann meine online gekauften Brillen beim Optiker um die Ecke anpassen lassen, meine neue Kommode zuerst im Showroom begutachten oder mir mein im Netz gekauftes Paket im Baumarkt abholen. Volvo experimentiert in Schweden mit einem Service, Online-Lieferungen per GPS ins Auto zu liefern – ein Bote deponiert die Lieferung einfach im Kofferraum. Apple war mit seiner einheitlichen Customer-Experience von der Produktverpackung über die verschiedenen Devices bis zu den Apple-Stores früh Vorreiter dieser Bewegung.

Die Kunden denken dabei nicht in Kanälen, so wie es das Marketing tut. Sie wollen einfach nur eine einheitliche und gute Erfahrung machen. Digitale Unternehmen stehen vor der zunehmenden Herausforderung, diese einheitliche „Cross-Channel-Experience“ zu designen, zu tracken, zu testen und zu optimieren. User-Experience- und Service-Designer werden weiteren Aufwind bekommen und Multi-Channel-Testing- und Analyse-Tools, wie Crowdtests, werden intensiver genutzt werden.

Kerstin Hoffmann

(Foto: Susanne Fern)
(Foto: Susanne Fern)

Dr. Kerstin Hoffmann berät Unternehmen in Public Relations und Digitalstrategien. Sie hält Vorträge, schreibt Bücher und bloggt als „PR-Doktor“. Außerdem ist sie in den gängigen Netzwerken präsent, unter anderem auf Facebook und Twitter.

Weniger Werbemüll, sondern hochwertige Inhalte

Hochwertige Inhalte werden zum (fast) alles entscheidenden Faktor. Vorausgesetzt natürlich, die Strategie und der ganze Rest stimmen. Google und Facebook sind mit ihren geänderten Algorithmen nur die (Mit-)Wegbereiter einer Entwicklung, die immer mehr dahin geht, dass Werbemüll und vermeintlich Suchmaschinen-Optimiertes bei den Empfängern nicht mehr ankommen. „Hochwertig“ heißt dabei nicht zwangsläufig anspruchsvoll oder komplex. Entscheidend ist der Wert des Contents für den spezifischen Empfänger – vom Informationsvorsprung über reine Unterhaltung bis zum Einkaufsvorteil. Dabei müssen Unternehmen zukünftig viel mehr noch als bisher multimedial denken. Investitionen in eigene Plattformen („owned media“) sind dafür unabdingbar!

Marcus Tandler

In der weiteren Verbreitung mobiler Endgeräte und der darauf abzielenden Optimierung sieht Marcus Tandler „eine große Chance für ambitionierte Marketer“.
(Foto: Marcus Tandler)

Marcus Tandler, auch bekannt als „Mediadonis“, ist Partner bei Tandler.Doerje.Partner und Mitgründer von OnPage.org. Er gilt als einer der großen deutschen Experten zum Thema Suchmaschinenoptimierung. Als Redner sprach er auf zahlreichen Events, unter anderem der TEDx und LeWeb.

„Eine große Chance für Mobile-Marketer“

Der größte Online-Marketing-Trend im nächsten Jahr wird meiner Meinung nach Mobile Optimization. Google ist 2014 zu einem waschechten „Mobile First“-Unternehmen geworden, so besuchen mittlerweile mehr Leute Google mit mobilen Endgeräten als mittels stationärer Desktop-PCs. Die „Mobile-Friendliness“ von Webseiten wird daher immer wichtiger für Seitenbetreiber.

Google hat unlängst die Google-Webmaster-Zentrale mit einem neuen Report in diese Richtung aufgebohrt („Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten“/ „Mobile Usability“). Auch wird neuerdings ein „mobile friendly“-Label direkt in den Suchergebnissen angezeigt, wenn eine Seite auch auf mobilen Endgeräten gut les- und nutzbar ist. Mit Hilfe dieser Maßnahmen versucht Google Webmaster dafür zu sensibilisieren, ihre Websites auch für mobile Endgeräte zu optimieren. Über die Hälfte aller Tablet- und Smartphone-Nutzer haben bereits mindestens einmal mobil in einem Online-Shop eingekauft – es ist davon auszugehen, dass diese Zahl 2015 noch weiter steigen wird. Hier besteht eine große Chance für ambitionierte Mobile-Marketer, denn „mobile friendliness“ wird sicherlich, neben einer besseren Konversionsrate, auch ein bedeutsamer Rankingfaktor innerhalb der Suchergebnisseiten werden, der es gut optimierten Websites ermöglicht, an weniger gut optimierten Mitbewerbern vorbeizuschießen.

Heike Scholz

(Foto: Heike Scholz)
(Foto: Heike Scholz)

Heike Scholz beschäftigt sich mit Innovationen und Entwicklungen rund um tragbare Endgeräte und Wearables und bezeichnet sich selbst als „bekennende Überzeugungstäterin in Sachen Mobile“. Sie startete mit mobile zeitgeist schon 2006 einen Weblog über Mobile Marketing, ist darüber hinaus als Speakerin auf Bühnen, als Trainerin in Workshops und als Consultant in Unternehmen aktiv.

Innovationsdruck im stationären Einzelhandel

Mobile verändert alle Branchen und Lebensbereiche und so werden wir 2015 an vielen verschiedenen Stellen „Mega-Trends“ beobachten können. Von der zunehmenden Verbreitung von Wearables, die weitere Funktionen übernehmen und Prozesse vereinfachen werden, über bemerkenswerte Veränderungen im Gesundheitswesen (mHealth), der Finanzbranche (Fintech) und den vielen Prozessen in und zwischen Unternehmen (B2B) bis hin zu den großen Themen wie zum Beispiel dem „Internet of Things“.

In Deutschland werden wir viel über eine Branche reden: den stationären Einzelhandel. Hier wuchs der Leidensdruck in den vergangenen Monaten nicht zuletzt durch den zunehmenden Online-Handel so stark, dass nun massiv neue Konzepte und Ideen ausprobiert werden.

Veränderte Ladenkonzepte – inspiriert von Events – bei denen das Einkaufserlebnis wieder an erster Stelle stehen soll, werden auch mobile Endgeräte in den Kaufprozess einbinden. Schlagworte wie „Omnichannel”, „Proximity oder Location Based Marketing”, „Inhouse Navigation” und natürlich „Mobile Payment” werden uns durch das Jahr begleiten.

Durch neue Player, die die Logistik-Märkte betreten, kann der Einzelhandel seine Services intelligent erweitern und Kunden an sich binden, sodass wir hier Angebote wie „Same Day Delivery” erwarten können. Am Ende des Jahres werden wir an so mancher Stelle vor veränderten Einkaufswelten stehen, die weitaus digitaler sein werden, als sie sich heute so mancher vorstellen kann.

Alexander Graf

(Foto: Alexander Graf)
(Foto: Alexander Graf)

Der E-Commerce-Experte Alexander Graf ist Herausgeber des Blogs Kassenzone und Gründer des Beratungsunternehmens eTribes sowie Gründer und Geschäftsführer von Spryker Systems.

Härterer Wettbewerb durch zunehmende Konsolidierung

Der Konsolidierungstrend wird 2015 den Wettbewerb weiter verschärfen und verändern. Eine deutlich gewachsene Zahl von Akteuren im Markt trifft auf die weniger stark gewachsene Aufmerksamkeit von Endkunden. Durchschnittliche Geschäftsmodelle und Apps hatten es schon 2014 schwer, Neukunden zu gewinnen. Der Wettbewerb entscheidet sich im kommenden Jahr noch weniger über bestehende Features als über die Fähigkeit, aus dem eigenen Geschäftsmodell heraus schnell neue Ideen an den Markt zu bringen. Das wird auch das Thema Mobile bestimmen. Keine noch so gute mobile Seite kann ein erstarrtes Geschäftsmodell dynamischer machen.

Constanze Buchheim

(Foto: Constanze Buchheim)
(Foto: Constanze Buchheim)

Constanze Buchheim ist Expertin für Recruiting und Führung im digitalen Zeitalter. Sie ist Autorin des Buches „HR Basics für Start-ups“. 2009 gründete sie die i-potentials GmbH, die sich zur führenden Personalberatung für Wachstumsunternehmen mit digitalem Fokus in Deutschland entwickelt hat. Das Unternehmen bietet in zwei voneinander getrennten Unternehmensbereichen Recruiting-Lösungen für die Besetzung von Fach- und Führungspositionen.

Der Wunsch nach Augenhöhe – die vollständige Demokratisierung der Gesellschaft

Jeder, der sich ein wenig mit Führung und menschlicher Interaktion auseinandersetzt, wird bemerkt haben, dass sich Ansprüche an Beziehungen jeder Form massiv verändert haben. Oft wurde das Phänomen als Motiv der Generation Y beschrieben, aber tatsächlich lässt sich das Bedürfnis als gleichberechtigter, mündiger Partner behandelt zu werden, quer durch alle Generationen beobachten: in der Arbeitswelt, in den Ansprüchen gegenüber Politikern und anderen öffentlichen Personen, gegenüber der Industrie. Der Ruf nach Gleichberechtigung und partnerschaftlicher, fairer Behandlung zieht überall ein und wird immer lauter. Er verändert Führungsbeziehungen und vor allem auch das Konzept privater Beziehungen und legt damit den Grundstein für eine massive gesellschaftliche Strukturveränderung. Dabei geht es vor allem um Macht beziehungsweie eine paritätische Machtverteilung in Beziehungen. Zu große Egos, Statusverhalten und Arroganz, aber auch fehlende Ehrlichkeit stoßen auf immer stärkere Ablehnung – die Medien sind voll davon: Debatten um schädliche und bisher verheimlichte Zusatzmittel in Produkten der Konsumgüterindustrie und das Aufdecken von Staatsgeheimnissen durch Edward Snowden sind nur zwei Beispiele, die 2014 deutlich erstarkte Frauenbewegung ein weiterer Beleg. Kernkompetenz im Zeitalter der Demokratisierung des Einzelnen wird es, dieses Bedürfnis zu erfassen und vor allem die Kommunikation darauf anzupassen. Das bedeutet vollständige Transparenz zu schaffen, rechtzeitig und vollständig zu informieren und sich öfter als bisher abzusprechen und die Meinung des Anderen einzuholen – denn jede Meinung zählt.

Thilo Specht

(Foto: Thilo Specht)
(Foto: Thilo Specht)

Thilo Specht entwickelt unter der Marke „cluetrain pr“ Strategien, Konzepte und Geschichten für die digitale Kommunikation. Er berät Unternehmen mit Fokus aufs Social Web. Den Grundstein hierfür legte 1999 der erste eigene Telefonanschluss mittels 56k-Modem.

Die Rückkehr der SoLoMo-Mantras

Aus Akquise-Gründen müsste ich jetzt schreiben, dass es im Online Marketing 2015 natürlich (!) vor allem (!!) um Inhalte (!!!) geht. Die Richtigen, versteht sich. Aber ganz ehrlich: Das sollte mittlerweile überall angekommen sein.

Was uns 2015 indessen sicher das ein oder andere Mal überraschen wird, ist ein alter Bekannter – das Mobile Marketing.

Rund 80 Prozent der 14- bis 29-Jährigen Social-Media-Nutzer greifen mobil auf ihre Netzwerke zu. Vier von fünf Millenials shoppen über Smartphone und Tablet. Rund 80 Mal schauen wir täglich auf das Display unseres Smartphones.

Dazu kommen neue Technologien wie Apple Pay und iBeacons, die das Smartphone noch stärker in unseren Alltag einbinden werden. Ich behaupte: Interaktive Aktionen am Point-of-Sale treffen auf größere Akzeptanz, sobald das Smartphone ein hilfreiches Werkzeug beim Einkauf wird.

Für das Online-Marketing heißt es nun, das angestaubte SoLoMo-Mantra wieder rauszuholen.

Und bitte achtet auf eure Inhalte.

Jan Christe

Jan Christe, t3n-Chefredakteur.
(Foto: t3n)

Jan Christe ist Mitgründer und Chefredakteur von t3n. Ihn fasziniert  Technik in allen Facetten, sowohl Altes (VW T3 Atlantik), Neues (iPhone 6), Digitales (Spotify) als auch Analoges (Kopfhörer). Mehr von ihm gibt es unter anderem bei Twitter und Google+  .

Der große Bitcoin-Boom

Die Kryptowährung wird im nächsten Jahr salonfähig und einen großen Schritt in Richtung Mainstream machen. Nicht nur immer mehr Onlineshops akzeptieren die digitale Währung, vor allem im stationären Handel wird Bitcoin deutlich präsenter werden. Auf Händlerseite ist der Treiber dieser Entwicklung die hohe Transaktionsgebühr, die der Händler bei jeder herkömmlichen Kartenzahlung an das Karteninstitut abführen muss. Mit Bitcoin lassen sich diese hohen Gebühren umgehen. Auf Kundenseite sorgen Initiativen wie die von Ric Ferrer in Hannover für mehr Präsenz und Aufmerksamkeit. Und letztlich werden Tech-Giganten und Startups mit neuen Produkten und Angeboten dafür sorgen, dass Bitcoin der Weg in den Massenmarkt geebnet wird.

Andreas Lenz

(Foto: t3n)
(Foto: t3n)

Andreas Lenz ist Mitgründer und Geschäftsführer der yeebase media GmbH, dem Verlag hinter dem t3n Magazin sowie Co-Gründer der Hardwrk GmbH, einem Hersteller für Apple-Zubehör. Er ist bei t3n für die Bereiche Marketing und Kommunikation verantwortlich und beschäftigt sich tagtäglich mit Zukunftstrends im digitalen Business. Außerdem ist er auf Twitter aktiv.

 

Unternehmen brauchen Produktivitätszentralen

Das Rauschen und der kommunikative Druck in Unternehmen nimmt exponentiell zu. Verantwortlich sind Mails, Xing- und LinkedIn-Nachrichten, Chat-Dienste wie Hipchat und Slack, Social Intranets, Meetings sowie private Netzwerke wie Facebook und WhatsApp. Die Vielzahl der Kommunikationswege hält Mitarbeiter von ihren eigentlichen Zielen und Aufgaben ab oder lässt diese im Nebel von Pings untergehen.

In 2015 werden wir eine Vielzahl neuer Produktivitäts- und Konzentrations-Tools und -Strategien erleben, die darauf abzielen, die Prioritäten der Mitarbeiter konzentriert im Auge zu behalten. Es werden Produktivitätszentralen als neuartige Arbeitsumgebungen entstehen, die dem Management dabei helfen, Mitarbeiter vor dem „Rauschen“ zu schützen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihren Prioritäten klar und fokussiert nachzugehen.

Martin Brüggemann

(Foto: t3n)
(Foto: t3n)

Martin Brüggemann ist Mitgründer und CTO der yeebase media GmbH, dem Herausgeber des t3n Magazins. Er leitet das sechsköpfige Technik-Team und verantwortet die Entwicklung neuer Projekte. Du erreichst ihn unter anderem auf Twitter und Google+.

Content-Commerce, Cloud-Hosting und „DevOps“

Ich sehe drei Trends, die parallel laufen.

Inhalte und Shops rücken näher zusammen, was zu extremen Verbesserungen bei der Shop-Qualität und Kundenzufriedenheit führt, aber auch viele Anbieter vor große Herausforderungen stellt. Stichwort: „Content Commerce“.

Cloudhosting-Lösungen und -Services werden auch in Deutschland zum Standard. Davon profitieren beispielsweise Amazon AWS Deutschland, Profitbricks und jiffybox, aber auch viele ähnlich gelagerte Anbieter. Probleme bekommen klassische Managed-Hosting und Webspace-Anbieter.

Die Rolle des „DevOps“-Mitarbeiters wird die HR-Szene aufmischen. Die bislang ungewöhnliche Mischung aus Entwickler und Administrator gewinnt an Bedeutung, kümmert sich im Unternehmen um die Automatisierung der Server-Konfiguration und optimiert dadurch den Live-Betrieb.

Was ist dein Mega-Trend 2015?

Hier findet ihr noch einmal die Ausgaben der letzten Jahre:

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Lars Budde
Chatten statt Posten: Messaging-Apps sollen 2015 die sozialen Netzwerke überholen http://t3n.de/news/chatten-statt-posten-586821/ 2015-01-02T09:20:30Z
Messaging-Apps wie Whatsapp liegen im Trend, allen Datenschutzbedenken zum Trotz. Für den US-Finanzinvestoren Fred Wilson steht sogar fest, dass das Ende der Social-Media-Phase des Internets …

Messaging-Apps wie liegen im , allen Datenschutzbedenken zum Trotz. Für den US-Finanzinvestoren Fred Wilson steht sogar fest, dass das Ende der Social-Media-Phase des Internets erreicht ist.

Der Finanzinvestor Fred Wilson, dessen Firma Union Square Ventures früh in Social-Media-Unternehmen wie Twitter und Tumblr investiert hat, hat das Ende der Social-Media-Phase des Internets verkündet. Die Begründung: Zwar würden Gründer und Entwickler immer noch Social-Media-Applikationen hervorbringen, Wilson zufolge sind dabei aber keine Innovationen mehr zu erkennen. „Messaging ist das neue Social Media”, zitiert BusinessInsider den Finanzinvestoren.

Messaging-Apps: Kommunikation via Whatsapp-Gruppen

Statt via würden Familien und Freundeskreise mittlerweile verstärkt über Gruppen auf Whatsapp miteinander kommunizieren. Die Übernahme von Whatsapp durch Facebook im Frühjahr 2014 habe diesen Trend illustriert. Keine Frage, Facebook und Co. seien nicht am Ende, würden immer noch viel genutzt, aber sie hätten ihren Horizont erreicht, so Wilson.

Messaging-Apps haben 2014 gegenüber Social Networks massiv aufgeholt. (Grafik: BI Intelligence)
Messaging-Apps haben 2014 gegenüber Social Networks massiv aufgeholt. (Grafik: BI Intelligence)

Wilsons These wird auch von Zahlen gestützt. Berechnungen von BI Intelligence zufolge haben die vier größten Messaging-Apps im Jahr 2014 deutlich schneller neue Nutzer gewonnen als die vier größten Social Networks. Bereits 2015 könnten die Messaging-Apps die sozialen Netzwerke nach Nutzerzahlen überholen.

Facebook ist allerdings für die Entwicklung gut gerüstet. Denn Mark Zuckerberg gehören neben zwei der größten Social Networks, Facebook und Instagram, auch zwei der größten Messaging-Apps, Whatsapp und der Facebook-Messenger.

via uk.businessinsider.com

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Jörn Brien
Webdesign 2015: Diese Trends erwarten dich http://t3n.de/news/webdesign-trends-2015-586316/ 2014-12-30T07:50:35Z
Die letzte Kerze am Adventskranz ist abgebrannt, die Geschenke ausgepackt und umgetauscht. Das Jahr 2014 geht zu Ende. Zeit für einen kleinen Überblick auf das, was 2015 für Webworker bringen könnte.

Die letzte Kerze am Adventskranz ist abgebrannt, die Geschenke ausgepackt und umgetauscht. Das Jahr 2014 geht zu Ende. Zeit für einen kleinen Überblick auf das, was 2015 für Webworker bringen könnte.

Wieder neigt sich ein Jahr voller neuer Design-Innovationen und spannender Konzepte dem Ende zu. Oder etwa doch nicht? Die letzten zwölf Monate strotzten nicht gerade vor bahnbrechenden Entwicklungen. Ehemals Everybody’s Design-Darling Apple konnte mit neuer Größe glänzen, das Interface jeglicher Software-Produkte bewegt sich jedoch in den gewohnten, am Flat Design orientierten Mustern. Auch Google führte mit Material Design einen noch stärker an Flat Design angelehnten Ansatz in seine Produkte ein. Und sonst so? Parallax Scrolling ist fast schon ein alter Hut und Ghost Buttons als neuen Trend zu bezeichnen, ist vielleicht ein wenig zu weit ausgeholt.

Was erwartet uns also nach einem vergleichsweise schwachen Design-Innovations-Jahr 2014? Zur Zeit zeichnet sich nichts bahnbrechend Neues ab, so liegt die Vermutung nahe, dass aktuelle und Patterns weiter verbessert und mehr Verbreitung finden werden.

Responsive Or Go Home

Responsive Webdesign
Responsive Webdesign sollte spätestens 2015 als Standard angesehen und konsequent umgesetzt werden. (Grafik: Froont)

Wer sich bis heute gegen Responsive gewehrt hat, sollte seine Haltung spätestens 2015 noch mal überdenken. Zwar nähern sich Smartphone-Displays langsam immer mehr an Tablet-Bildschirme an, dennoch lässt sich eine für Desktop optimierte Version der Webseiten einfach nicht gut bedienen. Responsive Webdesign ist im Alltag angekommen und sollte spätestens 2015 von allen als Norm angesehen werden. Ganz so streng muss man da natürlich nicht sein: Eine Lösung mit Fallbacks für mobile Geräte hat je nach Projekt genau so eine Daseinsberechtigung.

Auch wird eine zunehmende Verschmelzung von mobilen Patterns und bewährten Desktop-Lösungen zu beobachten sein. So werden beispielsweise Navigationen wie Off-Canvas-Flyouts immer häufiger ihren Weg in Desktop-Versionen von Webseiten finden und so Platz für neue Ideen schaffen.

Flat Design reift zu Material Design

Google Material Design
Googles Material Design setzt auf die Flat-Design-Ästhetik auf und erweitert diese um dezente Verläufe und Animationen. (Screenshot: t3n)

Flat Design hat in den letzten ein bis zwei Jahren viel Fahrt aufgenommen und wird uns wohl auch 2015 mit minimalistischen Formen und klaren, kontrastreichen Farben erhalten bleiben. Das, was Google vor Kurzem als Material Design vorgestellt hat, könnte aber die nächste Evolutionsstufe für Flat Design bedeuten. Googles Material Design setzt auf Flat Design auf und erweitert es um subtile Verläufe, Ebenen und Animationen, ohne die eigentliche Flat-Design-Ästhetik zu beeinträchtigen.

Mikrointeraktionen

Mikrotransaktionen
Mikrointeraktionen sollen möglichst schnell zu mehr Engagement des Benutzers beitragen. (Screenshot: t3n)

Mikrointeraktionen werden seit einigen Jahren verstärkt eingesetzt. Eine der häufigsten Mikrointeraktionen, die du aus deinem Alltag kennst, ist das an eine Paywall angelehnte Overlay, das am Ende von Artikeln in diversen News-Portalen erscheint und dich beispielsweise zum Abo eines Newsletters auffordert. So soll die Interaktion mit der Webseite gefördert und in diesem konkreten Beispiel die Anzahl der Abonnenten erhöht werden.

In einer Zeit, in der jeder User und Klick zählen, wird diese Technik immer häufiger zum Einsatz kommen. Hoffentlich wird es aber auch das ein oder andere Pattern geben, wie man diese Elemente platzieren kann, so dass sie nicht als störend empfunden werden.

Infinite Scrolling, One-Page-Design und Parallax Scrolling

Parallax Scrolling und Storytelling
Storytelling und Parallax Scrolling sind miteinander verbunden und werden 2015 häufiger zum Einsatz kommen. (Screenshot: t3n)

Die Architektur einer Webseite entfernt sich immer weiter von der einer klassischen mehrseitigen und verschachtelten Anwendung hin zu One Page Design und infinite Scrolling. Dies ist nicht zuletzt den „neuen“ Surf-Gewohnheiten in Zusammenhang mit Touchscreens zu verdanken: Scrollen ist schneller und einfacher, als Links und Buttons mit dem Finger zu bedienen.

Dieser Seitenaufbau begünstigt auch das Storytelling auf Webseiten. Zusammen mit Parallax-Scrolling können so fantastische Webseiten mit interessanter Benutzerführung jenseits der sonst üblichen, textlastigen Produktbeschreibungen entstehen. Und damit ist nicht das übliche „eine Ebene scrollt schneller als die andere“ gemeint. Mit Parallax Scrolling können komplexe, fast schon filmreife Animationen ausgelöst und zur Benutzerführung eingesetzt werden.

Auch wenn dieser Trend Webworker vor neue Herausforderungen stellt und weit mehr als nur Coding-Skills und eine noch engere Zusammenarbeit mit dem Designer erfordert, werden werden 2015 immer häufiger solche Webseiten zu sehen sein. Dabei wird es nicht darum gehen, die Technik zu revolutionieren, sondern neue Wege zu finden, das Altbekannte einzusetzen, um noch spannendere und möglicherweise nie dagewesene Effekte zu erzielen.

Card Based Design

Kachel Design
Mit Card-Design sind spannende Layouts, die sowohl für Desktop- als auch Touch-Geräte gut geeignet sind, möglich. (Screenshot: t3n)

Eine der stärkeren Entwicklungen, die im Zusammenhang mit dem Voranschreiten von Mobile-Friendly-Design entstanden sind, ist das so genannte Card Design. Der an die Windows 8 Live-Tiles angelehnte Design-Ansatz findet sich auf immer mehr Webseiten wieder. Kacheln sind fingerfreundlich und lassen eine schnelle und einfache Navigation sowohl auf Desktop- als auch auf Touch-Geräten zu. Auch entstehen durch das Aufteilen der Webseite in verschiedene Kacheln zusätzliche Gestaltungsflächen für Webseiten, die weit über das Kachel-Design von Pinterest hinaus gehen können.

Fullscreen-Background Fotos und Videos

Vollflächige Hintergrundbilder und Videos
Vollflächige Bilder und Videos sind und bleiben ein enormer Eye-Catcher auf jeder Webseite. (Screenshot: t3n)

Vollflächige Fotos und Videos sind ebenfalls nichts bahnbrechend Neues. Nichtsdestotrotz sind sie weiterhin ein gutes Mittel, um Webseiten in Szene zu setzen und zu einer längeren Verweildauer anzuhalten. Vor allem Onepager können von großen Bildern und Videos profitieren. Aber auch als „Start-Bildschirm“ für verschachtelte Seiten sind vollfächige Bilder und Videos gut geeignet. Auch im kommenden Jahr werden vollflächige Bilder und Videos auf Webseiten eingesetzt werden.

Die Herausforderung hierbei wird sich mehr auf den technischen Ansatz erstrecken und Techniken für schnelle Ladezeiten bei weiterhin guter Qualität der eingesetzten Medien beinhalten.

Fazit

Das ein Jahr zu Ende geht bedeutet im Design wohl kaum, dass etwas schlagartig aufhört oder erscheint. Im kommenden Jahr 2015 wird das besonders deutlich werden: Bestehende Trends werden weitergeführt und optimiert werden. Bekannte Muster werden verbessert und bessere Ansätze für den Einsatz der Techniken entwickelt. Der ein oder andere Trend wie Material Design werden zu einem Standard.

Das kommende Jahr scheint sich als Jahr der Optimierung herauszukristallisieren. Ein wirkliches Problem ist das jedoch nicht. Es ist auch ohne monatlich erscheinende neue Design-Trends schwer genug, up to date zu sein. Gönnen wir uns also eine kleine Verschnaufpause – die nächste Design-Revolution kommt früh genug.

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Ilja Zaglov
E-Commerce-Trends 2015: Die große t3n-Experten-Umfrage http://t3n.de/news/e-commerce-trends-2015-585944/ 2014-12-23T09:45:28Z
Wir haben Experten aus allen Bereichen der E-Commerce-Landschaft die Glaskugel vorgehalten und um einen Ausblick gebeten: Welche E-Commerce-Trends werden 2015 besonders wichtig? Geantwortet haben …

Wir haben Experten aus allen Bereichen der E-Commerce-Landschaft die Glaskugel vorgehalten und um einen Ausblick gebeten: Welche E-Commerce-Trends werden 2015 besonders wichtig? Geantwortet haben unter anderem Alexander Graf und Peter Höschl.

Die E-Commerce-Trends 2015

e-commerce
Die E-Commerce-Trends 2015: Das Thema Mobile-Onlineshop-Optimierung sollte mittlerweile jeder Onlinehändler auf dem Schirm haben. Was bewegt die Branche außerdem? (Foto: © kizilkayaphotos – iStock.com

Dr. Gerrit Seidel

Dr. Gerrit Seidel, Senior Vice President DACH bei Klarna und CEO der SOFORT AG.Dr. Gerrit Seidel ist Senior Vice President DACH beim schwedischen Payment-Service-Provider Klarna, in Deutschland besonders bekannt für die Zahlart „Kauf auf Rechnung“, und CEO der Sofort AG, der Zahlungsdienstleister mit der „Sofort Überweisung“.

Onlineshopper dürfen sich freuen, alles wird einfacher werden: Weniger Logins, weniger Passwörter, weniger sensible Daten, kaum noch lästige Schritte bis zum Kaufabschluss. Die Mehrzahl der Shops werden vor allem ihren mobilen Checkout stark vereinfachen, nur so können Händler erfolgreich sein.

Geklaute Passwörter, Pishingmails, Identitätsdiebstahl, Kreditkartenmissbrauch - für den Consumer war 2014 ein Schattenjahr beim Thema Sicherheit und Vertrauen. Shopbetreiber werden zunehmend auf alternative Sicherheitskonzepte setzen und für mehr Vertrauen beim Kunden werben. Die klassischen Log-ins werden vor allem im mobilen Bereich der Vergangenheit angehören, Geräte-IDs sind zunehmend der neue Standard.


Peter Höschl, Shopanbieter.de

peter_hoeschl_300dpiPeter Höschl ist E-Commerce-Experte und bietet Onlinehändlern mit seinem Team rund um Shopanbieter.de viele Informationen und Know-How für den Geschäftsalltag. Bei t3n.de veröffentlicht er regelmäßig Beiträge zum Thema BWL und Controlling für Onlinehändler.

Der Megatrend wird für Onlinehändler in 2015 sein, endlich Geld mit ihrem Geschäft zu verdienen. Klar, das Wettbewerbsumfeld wird schwieriger und die Neukundeakquise immer teurer. Wem es aber gelingt, Themen wie Marketing-Controlling oder Sortimentsplanung in den Griff zu bekommen, dem muss nicht bange sein. Ganz im Gegenteil, haben diese Händler dann die Chance, das zu bekommen, was sie verdienen – Rendite! Wir, von shopanbieter.de, sind auf jeden Fall darauf vorbereitet und werden im neuen Jahr ein paar Tools für diese beiden wichtigen Erfolgshebel launchen.


Mario Rieß, Senior Vice President R&D + Consulting, ePages GmbH

pic-71Mario Rieß ist Senior Vice President R&D und Consulting bei der ePages GmbH. Als CTO verantwortet er die Entwicklung der weitverbreiteten Shop-Lösung ePages, die beispielsweise bei 1&1 als SaaS-Lösung für kleine bis mittlere Onlinehändler angeboten wird.

Viele Studien und Forschungen zielen auf die Großen der Branche. Andererseits wird allerorten von der Nische, vom Long-Tail gesprochen. Wer tummelt sich dort? Vorrangig kleine Shopbetreiber. Mit kleinen Budgets, wenigen Mitarbeitern und wenig Spezial-Know-How was die vielen Gebiete des E-Commerce betrifft.

2015 sollte das Jahr werden, in dem dieses wichtige Segment von den seitens der E-Commerce-Schwergewichte erprobten und ausgefeilten Technologien und Erfahrungen profitiert - und diese ohne technische Hürden preiswert, einfach und schnell adaptieren kann. Es geht dabei einerseits um auf das jeweilige Geschäft zugeschnittene Hinweise und Empfehlungen, wie der Shop weiter gezielt optimiert werden kann. Oft ist den Betreibern kleiner Shops gar nicht klar, wie sie ihr Portfolio an Zahlungs- und Marketingmethoden gewinnbringend gestalten können. Andererseits sollte die problemlose Integration kleiner Programmbausteine möglich sein und den Shopbetreiber damit schnell und einfach in die Lage versetzen, seinen Shop kostengünstig maßgeschneidert für sein Kundensegment zu platzieren. Eine gute Vernetzung des Shops, das heißt die Verbindung zu Marktplätzen und Preisvergleichsportalen, muss dem Händler die Möglichkeit geben, seinen Shop bekannt zu machen.

 


Tarek Müller

Tarek_MüllerTarek Müller ist Geschäftsführer von About You sowie Mitgründer und Teil der Geschäftsleitung von Collins. Er ist außerdem als Business-Angel aktiv und Mitbegründer der Entwickler-Konferenz code.talks. Das ambitionierte E-Commerce-Startup Collins aus dem Hause Otto hat dieses Jahr mit About You nicht nur bei uns große Beachtung gefunden und wird manchmal als Blaupause für Ottos Zukunft betrachtet.

E-Commerce sollte den Einzelnen widerspiegeln, dafür wird das kommende Jahr eine Reifeprüfung sein, gerade mit Blick auf Mobile. Entscheidend wird die aktive Personalisierung, also intelligente Algorithmen mit der Möglichkeit für den Kunden zu verbinden, sein Profil selbst zu schärfen und den eigenen Feed mitzugestalten. Dafür müssen Shops Inhalte schaffen, die Nutzer abonnieren möchten.


Alexander Graf

eTribesAlexander Graf ist Herausgeber des Blogs Kassenzone und Gründer des Beratungsunternehmens eTribes sowie Gründer und Geschäftsführer von Spryker Systems.  

Der Konsolidierungstrend wird 2015 den Wettbewerb weiter verschärfen und verändern. Eine deutlich gewachsene Zahl von Akteuren im Markt trifft auf die weniger stark gewachsene Aufmerksamkeit von Endkunden. Durchschnittliche Geschäftsmodelle und Apps hatten es schon 2014 schwer Neukunden zu gewinnen. Der Wettbewerb entscheidet sich im kommenden Jahr noch weniger über bestehende Features als über die Fähigkeit aus dem eigenen Geschäftsmodell heraus schnell neue Ideen an den Markt zu bringen. Das wird auch das Thema Mobile bestimmen. Keine noch so gute mobile Seite kann ein erstarrtes Geschäftsmodell dynamischer machen.


Dirk Haschke

Dirk_Haschke_pixi_Software_GmbHDirk Haschke ist Geschäftsführer der pixi* Software GmbH. Die Versandhandelslösung pixi* ist eine speziell auf Onlinehandel ausgerichtete ERP-Lösung.

Im nächsten Jahr wird es im Bereich der Bestellabwicklung noch mehr um Zuverlässigkeit und Transparenz gehen. Besonders weil Geschäftsmodelle immer individueller und komplexer werden haben auch die Prozesse hinter dem Shop stetigen Optimierungsbedarf.

Technisch bedeutet dies, dass Onlinehändler auf flexible und erweiterbare Systeme angewiesen sind, die individuelle Anforderungen – beispielsweise über ein SDK oder vorhandene Web Services – zeitnah abbilden können. Onlinehändler können sich durch zusätzliche Services, die sie ihren Endkunden anbieten, von der Konkurrenz abheben. Beispiele für solche Services sind etwa die Anzeige einer Echtzeitverfügbarkeit von Artikeln oder Benachrichtigungen zum jeweiligen Bestellstatus und zur Sendungsverfolgung. Auch über den Status einer Rücksendung oder über alternative Zustell- und Abholoptionen kann der Händler seine Kunden automatisiert informieren und sich damit Wettbewerbsvorteile sichern.


Johannes Altmann

e-commerce-trends-2015Johannes Altmann ist Gründer und Geschäftsführer der Shoplupe GmbH und berät mit seinem Team Onlinehändler in Deutschland. Er veranstaltet den vielbeachteten Shop Usability Award, dessen Jury aktuell auch t3n Chrefredakteur Jan Christe angehört.

Ich denke nicht, dass die groß angekündigte Konsolidierung der Onlineshops die Landschaft 2015 großartig verändern wird.

Auch im nächsten Jahr werden wieder viele kreative Unternehmer Onlineshops an den Start bringen und weiter optimieren – auf diese Vielfalt freue ich mich wie jedes Jahr.

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Jochen G. Fuchs
Und Action! So nutzt du Vine- und Instagram-Videos als Marketinginstrument http://t3n.de/magazin/vine-instagram-videos-marketinginstrument-action-236647/ 2014-12-12T08:39:35Z
Kurzfilme von Vine und Instagram sind nicht nur bei Privatanwendern beliebt, sondern gelten auch im Marketing als der neue Trend in Sachen virale Verbreitung. Unternehmen sollten sich allerdings …

Kurzfilme von Vine und Instagram sind nicht nur bei Privatanwendern beliebt, sondern gelten auch im Marketing als der neue Trend in Sachen virale Verbreitung. Unternehmen sollten sich allerdings vorher informieren, nach welchen Gesetzen die Schnipsel-Videos funktionieren.

Das Internet ist bereits überladen von Videos aller Art. Mit YouTube hat sich zudem eine Videoplattform etabliert, die alle anderen Video-Sites in den Schatten stellt und den Markt im Netz dominiert. Und dennoch: Inwiefern können die Kurzfilm-App Vine und die Videofunktion von Instagram einen Mehrwert bieten und für Unternehmen in Sachen Marketing von Interesse sein?

Perfektes Format für die mobile Welt

Das Spannende an den Filmchen ist vor allem, dass sie so simpel und kurz sind. Der Grundsatz der Vine-Entwickler ist radikale Vereinfachung: Statt erst Handyvideos zu drehen und die einzelnen Videosequenzen dann umständlich mit einer Bearbeitungs-App zusammenzuschneiden, vereint Vine die Arbeitsschritte und setzt den Filmen außerdem ein Zeitlimit von sechs Sekunden. Das Ergebnis sind revolutionär kleine Datenmengen und eine kaum noch zu vereinfachende Produktionstechnik. So entstehen in kürzester Zeit leicht und jederzeit konsumierbare Mini-Clips – das perfekte Format für den mobilen Zeitgeist. Kein Wunder, dass Twitter noch vor dem Release der Vine-App das Startup kaufte. Wegen des durchschlagenden Erfolgs in den USA ergänzte schließlich auch Instagram seine Bilder-App um eine 15-Sekunden-Videofunktion.

Vine vs. Instagram

Sowohl mit Vine als auch mit Instagram gestaltet sich die Filmproduktion sehr einfach. App herunterladen, öffnen, Kamerasymbol wählen, losfilmen. Ein Balken zeigt dabei an, wie viel der zur Verfügung stehenden Zeit schon verbraucht ist. Lässt der Filmer den Aufnahme-Button los und schwenkt dann zu einem anderen Motiv um, baut die App automatisch einen Schnitt ein. Ist der Kurzfilm fertig, können die Laien-Regisseure Text und Hashtags hinzufügen. Anschließend ist die Verbreitung über das Vine- oder Instagram-Netzwerk und weitere soziale Netzwerke möglich. Der größte Unterschied zwischen den beiden Apps liegt, neben der unterschiedlichen Filmlänge, im Abspielmodus. Während der Film bei Instagram nach spätestens 15 Sekunden stoppt, läuft der Sechssekünder von Vine im Loop.

Video-Funktionen

Beide Apps liefern über die reine Aufnahme hinaus Funktionen, die die Produktion erleichtern oder das Endergebnis verbessern. So punktet Vine mit einem Aufnahmeraster. Der filmende Nutzer kann das Smartphone dadurch besser ausrichten. Mit Aktivierung der „Ghost“-Funktion wird das letzte Bild der vorherigen Aufnahme schemenhaft in die nächste Sequenz eingeblendet. Wenn die sechs Sekunden erreicht sind, lassen sich über die Bearbeitungsfunktion noch einzelne Sequenzen verschieben oder löschen. Besonders beliebt bei Vine ist die Stopmotion-Funktion. Das Video wird dabei nicht durchgehend aufgenommen, sondern in ganz kurzen Sequenzen. Hintereinander abgespielt wirken die ultrakurzen Schnipsel wie ein Daumenkino und lassen, bei richtiger Handhabung, tolle Effekte entstehen.

Instagram dagegen setzt verstärkt auf die Nachbearbeitung. Zur Nachbesserung der Videos bietet die App einen Bildstabilisator und diverse Filter. Von Vorteil ist auch, dass die App Zugriff auf die Bilder- und Videogalerie des Smartphones bietet. Findige Filmer können bereits aufgenommene Medien so einfach in die App integrieren.

Community und Plattform

Hinsichtlich der Webpräsenzen stellt Vine seinen Nutzern einige Funktionen mehr zur Verfügung. Während Instagram einen minimalistischen Feed bietet, der abonnierte Bilder und Videos anderer User zeigt, hat Vine hier etwas mehr in petto. Neben der Profilseite können Besucher angesagte Videos entdecken – sei es über die Playlist, die beliebtesten Hashtags oder die verschiedenen Kanäle.

Unterschiede gibt es auch bei der Community selbt. Instagram hat zwar eine riesige Nutzerbasis, die sich allerdings zum Großteil auf Bilder und nicht auf Videos konzentriert. Vine hingegen ist eine reine Kurzfilm-App, hier dreht sich alles um das ultrakurze Bewegtbild. Bei den Nutzerzahlen kann Vine (40 Millionen) gegenüber Instagram (200 Millionen) nicht mithalten. Einen Favoriten in Sachen Funktionsumfang und in Bezug auf die Plattform zu küren, ist kaum möglich.

Für Unternehmen, die bereits Instagram für ihre Bilderwelt einsetzen, ist es naheliegend, die Plattform auch für Kurzvideos zu nutzen. So entfällt der mühsame Aufbau eines neuen Kanals mit neuen Followern. Andererseits überzeugt Vine mit seinem unverwechselbaren Format aus extremer Kürze und Loop-Effekt.

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Die Profilseiten, hier die von Ford, sind bei Vine radikal entschlackt und lenken die volle Aufmerksamkeit auf das Video.

Profitipps für den Dreh

Anders als bei Fernsehproduktionen, reicht beim Kurzfilm ein Smartphone. Mit einigen Tricks und kleineren Investitionen lässt sich aber die Qualität der Videos schnell verbessern. So ist für das Filmen mit dem Smartphone ein Stativ von Vorteil. Mit einem Universaladapter für das Smartphone lassen sich handelsübliche Stative leicht zu Smartphone-Stativen machen.

Beim Dreh des Videos mit dem Smartphone wird der Ton parallel mit aufgenommen. Daher hat sich ein externes Mikrophon bewährt. Die Helligkeit spielt ebenfalls eine große Rolle. Externe Lichtquellen, manchmal tut es auch eine einfache Schreibtischlampe, können hier Wunder wirken. Für besondere Effekte gibt es externe Linsen wie Makro-, Weitwinkel oder Teleobjektive, die direkt vor die Kamera des Smartphones gesetzt werden. Anspruchsvollere Kurzvideoproduktionen zehren darüber hinaus an der Akkuleistung. Ein bis zwei zusätzliche Akkus sollten bei einer Produktion immer mit dabei sein.

Ist der Film fertig, geht es an die Verbreitung im Netz. Dabei gilt für Vine als auch für Instagram, was für alle anderen Social-Media-Netzwerke genauso gilt: das Video wird nur durch eine aussagekräftige Beschreibung und mehrere sinnvolle Hashtags gefunden. Auf diese Weise erreicht das Kurzvideo viel mehr Publikum als nur die eigenen Follower. Bei Vine lohnt es, den Post einem der Kanäle wie beispielsweise Tiere, Kunst, Comedy, Familie, Do-it-Yourself oder Essen zuzuweisen, um die Sichtbarkeit nochmals zu erhöhen.

Jeder veröffentlichte Kurzfilm bei Vine und Instagram hat eine eindeutige URL, die über alle zur Verfügung stehenden Kanäle weiter verbreitet werden kann. Zudem bieten beide Plattformen die Möglichkeit, den Film in eine Website oder einen Blog einzubetten. Auch offline können die Kurzfilme echte Hingucker sein, zum Beispiel auf Bildschirmen im Foyer oder auf Messen.

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Franz-Josef Baldus
Mobile-E-Mail: Auf diese Entwicklung müssen Marketer achten [Infografik] http://t3n.de/news/mobile-e-mail-marketing-584504/ 2014-12-11T09:32:19Z
Das auf E-Mail-Lösungen spezialisierte Unternehmen ReturnPath hat sich mit aktuellen Trends im Bereich der mobilen E-Mail auseinandergesetzt. Das Ergebnis dieser Untersuchung hat die Firma in Form …

Das auf E-Mail-Lösungen spezialisierte Unternehmen ReturnPath hat sich mit aktuellen Trends im Bereich der mobilen E-Mail auseinandergesetzt. Das Ergebnis dieser Untersuchung hat die Firma in Form einer aufschlussreichen Infografik veröffentlicht.

Mobile-E-Mail: Das müssen Marketer wissen

Nichts hat den Bereich des E-Mail-Marketings in den letzten Jahren so bewegt wie die immer stärker werdende Verbreitung von mobilen Endgeräten. Infolgedessen wurden in den letzten Jahren immer mehr Mails auf Smartphones oder Tablets statt auf dem Desktop gelesen. Nach den Untersuchungen von ReturnPath scheint diese Entwicklung aber langsam zu einem Stillstand zu kommen.

Während in der Weihnachtszeit 2013 noch über 50 Prozent aller E-Mails auf mobilen Endgeräten gelesen wurden, sank dieser Wert im Verlauf des Jahres 2014 wieder etwas ab. Generell bleibt es aber dabei, dass Marketer sich weiterhin darum bemühen müssen, Empfängern auf allen Geräteklassen ansehnliche E-Mails anzubieten. Zumal Mails auf dem Smartphone nicht unbedingt nur unterwegs gelesen werden. Viel mehr steigen die Mobilen-Öffnungsraten vor allem auch an den Wochenenden um die Weihnachtszeit herum. Also an genau den Tagen, an denen die meisten Menschen schlicht weniger Zeit an ihrem Desktop-Rechner verbringen.

Mobile-E-Mail: Vor allem Bekleidungsindustrie muss auf Smartphone-Nutzer eingehen

Laut ReturnPath dominieren hierzulande Apples mobile Endgeräte. Aber auch Android ist mit 31 Prozent aller Zugriffe deutlich präsenter auf dem deutschen Markt als in anderen Ländern. Interessanter scheint aber die Erkenntnis, dass vor allem die Branche Einfluss darauf hat, wie viele Kunden ihre Mails mit einem Smartphone abrufen. Kunden der Bekleidungsindustrie lesen beispielsweise in fast 60 Prozent aller Fälle ihre Werbemails auf einem mobilen Endgerät. Für die Reisebranche liegt die Öffnungsrate auf Smartphone und Tablet hingegen bei nur 30 Prozent.

Alle weiteren Erkenntnisse, die ReturnPath aus der Analyse von 16 Milliarden E-Mail-Öffnungen gewonnen hat, findet ihr in der unten stehenden Infografik. Marketer sollten einen Blick riskieren.

Ein Klick auf den unten stehenden Ausschnitt öffnet die vollständige Infografik.

Die Trend im Bereich Mobile-E-Mail-Marketing. (Grafik: ReturnPath)
Die Trend im Bereich Mobile-E-Mail-Marketing. (Grafik: ReturnPath)

via onlinemarketing.de

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Kim Rixecker
Die 5 wichtigsten Trends der Share-Economy [LeWeb 2014] http://t3n.de/news/trends-share-economy-584163/ 2014-12-10T09:34:49Z
2015 wird das Jahr der Crowd – Das zumindest meint der Crowd-Unternehmer Jeremiah Owyang, der auf der LeWeb in Paris beeindruckende Zahlen zur Share-Economy präsentierte.

2015 wird das Jahr der Crowd – Das zumindest meint der Crowd-Unternehmer Jeremiah Owyang, der auf der LeWeb in Paris beeindruckende Zahlen zur Share-Economy präsentierte.

LeWeb 2014: 2015 – Das Jahr der Crowd?

Jeremiah Owyang prognostiziert der Share-Economy eine rosige Zukunft. So unterstrich er gleich zu Beginn seines Impulsvortrags auf der Le Web in Paris, dass der Markt mehr Finanzspritzen erhalten habe als etwa Social-Media-Startups. Im Gegensatz zu den 5,4 Milliarden US-Dollar, die Facebook, Twitter und Co. bisher bekamen, sind laut Owyang schon rund acht Milliarden US-Dollar in Unternehmen der Share-Economy geflossen. Mit drei Milliarden US-Dollar ist der größte Teil dieser Summe an den Transport-Bereich, also in Uber und Co, gegangen.

Jeremiah Owyang leitete das Panel über die Share-Economy mit einem Impulsvortrag ein ein. Owyang ist davon überzeugt, dass die Share-Economy unsere Wirtschaft  maßgeblich verändern wird (Foto: LeWeb)
Jeremiah Owyang leitete das Panel über die Share-Economy mit einem Impulsvortrag ein ein. Owyang ist davon überzeugt, dass die Share-Economy unsere Wirtschaft maßgeblich verändern wird (Foto: LeWeb)

Noch im Mai 2014 nannte Owjang sechs Wirkungsbereiche der Share-Economy und präsentierte im Frühjahr diesen Jahres die Crowd-Honeycumb 1.0, ein Schaubild, das diese Wirkungsbereiche veranschaulichte. Gerade mal sieben Monate später stellt der Unternehmer jetzt die Version 2.0 des Schaubilds vor. Er hat es von sechs Waben auf mittlerweile zwölf erweitert. Hinzugekommen sind etwa die Bereiche „Health & Wellness“, „Logisitcs“ und „Money“.

Diese Entwicklung zeige laut Owyang, dass früher oder später jeder Lebensbereich unserer Gesellschaft von Diensten der Share-Economy erfasst werden wird. Angesichts der Überbevölkerung sei das nur gut, schließlich könne man mit solchen Diensten Ressourcen besser verwerten. So seien Dienste wie BlaBlaCar, Lyft oder Uber ein Segen für Großstädte, schließlich führten sie dazu, dass weniger Autos auf den Straßen sind.

Die Crowd-Honeycomb: Das Schaubild zeigt zwölf Wirkungsbereiche der Share-Economy. Laut Owyang wir langfristig jeder Lebensbereich mit Diensten der Share-Economy durchzogen. (Bild: Crowd Companies)
Die Crowd-Honeycomb 2.0: Das Schaubild zeigt zwölf Wirkungsbereiche der Share-Economy. Laut Owyang wird langfristig jeder Lebensbereich mit Diensten der Share-Economy durchzogen. (Grafik: Crowd Companies)

LeWeb 2014: Die 5 wichtigsten Trends der Share-Economy

Owyang nannte zum Abschluss seines Talks fünf , die in den kommenden Monaten die Share-Economy maßgeblich prägen werden:

  1. In jeder Wabe des Schaubilds wird es etliche Startups geben. Wer sein Geschäftsmodell frühzeitig vorantreibt und Funding erhält, hat die besten Karten, sich durchzusetzen.
  2. Uber ist erst der Anfang: Die Entwicklung von APIs – was einst Facebook zum Erfolg verhalf – wird in der Branche zusätzliches Wachstum vorantreiben. Mehr und bessere Daten werden dazu führen, Dienste noch besser an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen zu können.
  3. Eine globale Debatte über Sicherheit, Datenschutz aber auch das Sharing von Daten wird in Gang gesetzt. Beispielsweise sei es bisher kaum möglich, auf persönliche Reputationen dienstübergreifend zurückzugreifen.
  4. Die Crowd wird zunehmend von den Unternehmen der Share-Economy verlangen, dass sie einen Teil der Gewinne und des Wohlstands an die Leute zurückgeben, die die den Erfolg der Plattform überhaupt erst möglich gemacht haben.
  5. Unternehmen der „Old Economy“ wird zunehmend bewusst, dass sie den Trend zum Teilen nicht mehr aufhalten können – und werden selbst eigene Konzepte und Dienste entwickeln, was dazu führt, dass die Share-Economy noch stärker Verbreitung finden und endgültig im Mainstream ankommen wird.

„Die Gesetze und Regularien sind 50 Jahre alt!“

Im anschließenden Panel mit Frédéric Mazzella, CEO von BlaBlaCar, Olivier Gremillon, Europa- und Afrika-Chef von Airbnb und David Estrada, VP of Goverment Relations bei Lyft ging es schließlich um die aktuellen Herausforderungen im aktuellen Crowd-Business. Vor allem die Regularien der „old“ Economy werden von den Unternehmen als großes Hindernis angesehen. So wies Estrada darauf hin, dass die Gesetze zur Regulierung, etwa im Taxi-Gewerbe zum Teil älter als 50 Jahre sind.

Gleichzeitig war aber auch allen Diskutanten bewusst, dass Sicherheit und Vertrauen – also Dinge, die etwa Gesetze im Taxi-Gewerbe sicherstellen sollen – Schlüsselaspekte für den Erfolg sind. Fehlen diese, entscheiden sich mögliche Kunden gegen eine Nutzung der entsprechenden Dienste. Anders als die politischen Kräfte wollen aber Lyft, Airbnb und BlaBlaCar diese Schlüsselaspekte ohne kompliziertes Regelwerk gewährleisten.

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Luca Caracciolo