Trends | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Trends 2015-02-27T10:23:06Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/trends Smartwatches made in Switzerland: So versuchen traditionelle Uhrenhersteller mit dem Trend mitzuhalten http://t3n.de/news/smartwatches-switzerland-596470/ 2015-02-27T10:23:06Z
Auch traditionelle Schweizer Uhrenhersteller müssen mit der Zeit gehen. Eine neue Plattform soll die Features von Smartwatches auf Oldschool-Quartzuhren bringen.

Auch traditionelle Schweizer Uhrenhersteller müssen mit der Zeit gehen. Eine neue Plattform soll die Features von Smartwatches auf Oldschool-Quartzuhren bringen.

Um den Trend zu Smartwatches nicht zu verschlafen, wollen Schweizer Luxushersteller ihren traditionellen Uhren intelligente Features verpassen. Die Markenfabrikanten Frederique Constant, Mondaine und Alpina haben gemeinsam mit der auf Bewegungserfassung spezialisierten Softwarefirma Fullpower die „MMT Horological Smartwatch Platform“ vorgestellt. Dadurch sollen die Vorteile der Smartwatches und der traditionellen Quartzuhren vereint werden.

Smartwatches von Schweizer Traditionsherstellern

Gemeinsam mit der Plattform, auf der verschiedene Sensoren, Software und eine Backup-Möglichkeit für Cloud-Speicher versammelt sind, haben die drei Schweizer Uhrenhersteller auch gleich eigene Smartwatches vorgestellt – jede mit einem eigenen schicken Design. Mondaine etwa nennt seine intelligente Uhr Helvetica No.1 Horological Smartwatch (PDF).

Die Schweizer Traditionsmarken haben dabei bewusst auf das typische Aussehen der modernen Smartwatches verzichtet und bleiben dem herkömmlichen Design treu. Die Smartwatch-Funktionalitäten wie der Schrittzähler sind zurückhaltend in das Ziffernblatt integriert worden.

Die Mondaine Helvetica No.1 Horological Smartwatch ist eine der ersten Smartwatches eines Schweizer Traditionsherstellers. (Foto: Mondaine)
Die Mondaine Helvetica No.1 Horological Smartwatch ist eine der ersten Smartwatches eines Schweizer Traditionsherstellers. (Bild: Mondaine)

Schweizer Smartwatches: Smarte Funktionen und Ziffernblatt

Die neuen Smartwatches der Schweizer Uhrenhersteller verbinden sich aller Tradition zum Trotz via Bluetooth mit dem Smartphone des Nutzers (iOS und Android). So wird das Smartphone genutzt, um die Uhrzeit zu synchronisieren. Über eine entsprechende Smartphone-App können etwa die gelaufenen Schritte oder Informationen zum Schlaf abgerufen werden.

Zu den Vorteilen der Schweizer Modelle gegenüber den „normalen“ Smartwatches zählt, dass die Batterien mindestens zwei Jahre halten sollen. Dafür müssen die Nutzer darauf verzichten, dass ihnen eingehende Anrufe oder Nachrichten angezeigt werden. Die traditionellen Luxusuhren mit dem smarten Kern sind zudem nicht billig. Wenn die ersten Modelle im Mai 2015 in den Verkauf gehen, müssen zwischen 500 und 1.000 US-Dollar auf den Tisch gelegt werden.

via www.cnet.com

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Jörn Brien
Online-Marketing 2015: Die wichtigsten Trends im Überblick [Infografik] http://t3n.de/news/online-marketing-2015-596267/ 2015-02-26T11:00:29Z
Eine schicke Infografik zeigt euch alle wichtigen Zahlen zum Online-Marketing im Jahr 2015. Wer keinen wichtigen Trend verschlafen möchte, sollte einen Blick darauf werfen.

Eine schicke Infografik zeigt euch alle wichtigen Zahlen zum Online-Marketing im Jahr 2015. Wer keinen wichtigen Trend verschlafen möchte, sollte einen Blick darauf werfen.

Online-Marketing im Jahr 2015: Content-Marketing bleibt auf dem Vormarsch

Gegen Ende 2014 nutzten weltweit fast drei Milliarden Menschen das Internet. Damit dürfte auch klar sein, dass Online-Marketing auch in diesem Jahr eine immer wichtigere Rolle spielen wird. Vor allem der Content-Marketing-Bereich wird 2015 weiter wachsen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr im B2C- oder im B2B-Sektor beheimatet seid. Auch der Mobile-Bereich ist nach wie vor am Wachsen. Zumal es hier noch deutlichen Nachholbedarf gibt: Die Konversionsraten auf dem Desktop und auf Tablets sind nach wie vor um einiges höher als auf dem Smartphone. Hier hätten passende Lösungen ein enormes Potenzial.

Aber nicht nur der Mobile-Bereich wird immer wichtiger, auch vergleichsweise neue Gerätetypen, wie Smart-Watches oder Smart-TVs, könnten bald eine ernstzunehmende Rolle bei der Internetnutzung spielen. Wir dürfen daher gespannt sein, welche Werbeformate auf diesen Geräten funktionieren, und wie die Nutzer mit ihnen umgehen werden.

Online-Marketing 2015: Die wichtigsten Informationen im Überblick

Experten wie Mitch Joel, Noah Kagan und Indra Zemzoum haben in unserem Artikel „Die größten Online-Marketing-Trends 2015“ bereits über die wichtigsten Entwicklungen im Jahr 2015 gesprochen. Außerdem haben die Online-Marketing-Firmen Smart Insights und TFM&A jetzt alle wichtigen Fakten zum Thema Digitalmarketing 2015 gesammelt und in Form einer schicken Infografik aufbereitet. Wer einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen haben will, sollte unbedingt einen Blick darauf werfen.

Ein Klick auf den unten stehenden Ausschnitt öffnet die vollständige Infografik.

Online-Marketing 2015: Alle wichtigen Daten im Überblick. (Grafik: Smart Insights)
Online-Marketing 2015: Alle wichtigen Daten im Überblick. (Grafik: Smart Insights)

via www.adweek.com

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Kim Rixecker
Equity, Crowdfunding, P2P-Lending: Alternativer Finanzmarkt in Europa wächst um 144 Prozent http://t3n.de/news/alternativer-finanzmarkt-europa-entwicklung-595667/ 2015-02-24T11:01:05Z
Der alternative Finanzmarkt in Europa wächst und gedeiht. Doch der Trend wird vor allem von Großbritannien aus getrieben. Deutschland nimmt nur Platz drei am Anteil des Gesamtmarktes ein – mit …

Der alternative Finanzmarkt in Europa wächst und gedeiht. Doch der Trend wird vor allem von Großbritannien aus getrieben. Deutschland nimmt nur Platz drei am Anteil des Gesamtmarktes ein – mit weitem Abstand.

Dass Startups es in Europa im Vergleich zu den USA nicht besonders leicht haben, an frisches Gründungskapital zukommen, ist bekannt. Umso erfreulicher ist, dass sich daraus derzeit ein Trend entwickelt, der nicht nur den zahlreichen Gründern in die Karten spielt, sondern auch den etablierten Finanzmarkt noch stärker demokratisiert. Wie ein Bericht der britischen Cambridge-Universität kürzlich dargelegt hat, ist der alternative Finanzmarkt in Europa nämlich um 144 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen.

Alternativer Finanzmarkt soll 2015 auf 7 Milliarden Euro ansteigen

Gesamtvolumen des alternativen Finanzmarktes in Europa. (Grafik: University of Cambridge)
Gesamtvolumen des alternativen Finanzmarktes in Europa. (Grafik: University of Cambridge)

Ausgangspunkt der Studie ist das Jahr 2012. Während des ersten Berechnungsjahres zum Ende 2013 hin haben die Studienautoren einen Gesamtumfang der bereitgestellten finanziellen Mittel von 1,21 Milliarden Euro ermittelt. Ende 2014 haben die Analysten bereits eine Gesamthöhe von 2,96 Milliarden Euro ausgemacht. Zum Ende des Jahres 2015 wird mit einem Anstieg auf insgesamt sieben Milliarden Euro gerechnet. Alternative Finanzierungsformen haben somit derzeit zweifelsohne einen Höhenflug.

Zu den alternativen Finanzierungsformen zählen unter anderem Equity-Crowdfunding, Crowdfunding und P2P-Lending. In den vergangenen Jahren sind etliche Plattformen in dieser Richtung entstanden, die Unternehmensgründern bei der Finanzierung ihres Startups unter die Arme greifen. Zu den Equity-Crowdfunding-Plattformen zählen beispielsweise Seedrs, FundedByMe oder Crowdcube. Crowdfunding-Plattformen wie Startnext oder Vision Bakery sind vor allem in Deutschland bekannt. Und unter den bekanntesten P2P-Lending-Plattformen werden unter anderem Funding Circle, Zopa und Auxmoney gelistet.

Alternativer Finanzmarkt in Europa: Großbritannien führt Entwicklung an

Alternativer Finanzmarkt in Europa wächst um 144 Prozent. Treiber ist Großbritannien. (Grafik: University of Cambridge)
Alternativer Finanzmarkt in Europa wächst um 144 Prozent. Treiber ist Großbritannien. (Grafik: University of Cambridge)

Obwohl der Trend ein gesamteuropäisches Phänomen ist, zeigt sich die Entwicklung am stärksten in Großbritannien – und zwar derzeit mit weitem Vorsprung zu den restlichen europäischen Staaten. Das vereinigte Königreich ist für 74,3 Prozent des Gesamtvolumens des alternativen Finanzmarktes verantwortlich. 25,7 Prozent verteilen sich unter anderem auf Frankreich, Deutschland, Schweden und die Niederlande, die Platz zwei bis fünf ausmachen. Interessant zu sehen ist, dass der Trend sich – wenn auch nur in kleinem Maße – auch in krisengebeutelten Ländern wie Spanien fortsetzt, wo Investitionen derzeit wohl am stärksten benötigt werden und am schwierigsten zu bekommen sind.

An der Studie beteiligt sind neben dem Center of Alternative Finance der Cambridge-Universität zudem der internationale Wirtschaftsverein EY sowie diverse Industrieverbände wie das European Crowdfunding-Network und CrowdfundingHub. Ein PDF zur Studie der Entwicklung des alternativen Finanzmarktes in Europa ist online veröffentlicht worden.

via tech.eu

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Andreas Weck
Live-Streams rund ums Programmieren: Watchpeoplecode lässt euch Programmierern über die Schulter gucken http://t3n.de/news/live-streams-programmieren-watchpeoplecode-592716/ 2015-02-09T13:09:07Z
Der große Internet-Trend der letzten Jahre: Leuten dabei zusehen, wie sie am Computer sitzen, zocken und sich dabei filmen. Watchpeoplecode nutzt ein ähnliches Prinzip, nur dass hier programmiert …

Der große Internet-Trend der letzten Jahre: Leuten dabei zusehen, wie sie am Computer sitzen, zocken und sich dabei filmen. Watchpeoplecode nutzt ein ähnliches Prinzip, nur dass hier programmiert wird statt zu spielen – frei nach dem Motto „Let's code“.

Was erwartet mich bei Watchpeoplecode?

Watchpeoplecode bezieht die Streams direkt vom gleichnamigen Subreddit auf Reddit.com. (Screenshot: Watchpeoplecode/Reddit.com)
Watchpeoplecode bezieht die Streams direkt vom gleichnamigen Subreddit auf Reddit.com. (Screenshot: Watchpeoplecode/Reddit.com)

Eines ist sicher: Auf der website watchpeoplecode.com erwartet euch kein aufwändiges Webdesign – hier geht es ausschließlich um die Inhalte. Ein Counter auf der Homepage zeigt euch an, wie viele Streams gerade laufen. Zudem findet ihr dort einen aktuellen sowie den Hinweis auf die nächsten angekündigten Streams.

Über einen Link gelangt ihr zudem zum Archiv der aufgezeichneten Streams. Bisher umfasst das Archiv 27 Videos, darunter Themen wie „So baue ich ein Internetradio“ oder „Java und Angular“. Unter den teilweise über fünf Stunden langen Videos gibt es allerdings auch Besipiele wie „Beginner Java: Lesson 1“. Watchpeoplecode soll also nicht nur Profis ansprechen. Die meisten der bisher veröffentlichten Clips stammen vom Initiator des Projektes, Alexander Putilin alias „eleweek“.

Wie kommt der Stream zur Website?

Watchpeoplecode bezieht die Streams direkt vom gleichnamigen Subreddit auf Reddit.com. Um einen Stream an watchpeoplecode.com anzubinden, muss nur ein Link zum jeweiligen YouTube- oder Twitch-Kanal an /r/WatchPeopleCode übermittelt werden. Unter dem Subreddit findet ihr auch alle eingereichten Themen noch mal übersichtlich aufgelistet. Anhand von Markierungen könnt ihr dort zudem den Status des jeweiligen Themas erkennen. So wisst ihr sofort, ob ein Stream gerade läuft, noch aussteht oder abgeschlossen ist beziehungsweise als Aufnahme vorliegt.

Die Markierungen sind insofern wichtig, als nicht alle eingetragenen Themen auf watchpeoplecode.com verfügbar sind geschweige denn überhaupt schon „verfilmt“ wurden. Außerdem dient der Subreddit auch als Disukusions-Plattform für neue Themen und generelle Fragen bezüglich Watchpeoplecode – und nicht jeder Thread entspricht einem Stream. Schaut man sich die Beteiligung im Subreddit an, besitzt Watchpeoplecode durchaus Potential.

Solltet ihr also dem Gedanken nicht abgeneigt sein, selbst einen Stream zu erstellen, solltet ihr Watchpeoplecode ausprobieren. Projekte wie dieses können nur durch eine engagierte Community aufrecht erhalten werden. Neben der Website und dem Subreddit ist WatchPeoplecode auch auf Twitter vertreten. Hier sollen in Zukunft alle neuen Streams angekündigt werden. Auf GitHub findet ihr zudem umfangreichen Source-Code zum Projekt WatchPeopleCode.

via www.watchpeoplecode.com

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Gerrit Kilian
Globaler E-Commerce: Experten von Forrester, Zalando und Facebook verraten ihre Trends http://t3n.de/news/globale-e-commerce-trends-experten-592098/ 2015-02-07T13:43:38Z
Immer mehr E-Commerce-Unternehmen internationalisieren ihr Geschäft. Doch welche globalen E-Commerce-Trends gibt es, wo öffnen sich neue Märkte? Wir haben sechs ausgewiesene Experten dazu befragt.

Immer mehr E-Commerce-Unternehmen internationalisieren ihr Geschäft. Doch welche globalen E-Commerce-Trends gibt es, wo öffnen sich neue Märkte? Wir haben sechs ausgewiesene Experten dazu befragt.

Mobile wird zum primären Kontaktpunkt

Mobiles Shoppen gehört zu den globalen E-Commerce-Trends. (Foto: Shutterstock/MJTH)
Mobiles Shoppen gehört zu den globalen E-Commerce-Trends. (Foto: Shutterstock/MJTH)

Internationalisierung ist eines der Top-Themen der Internet-Branche – steht doch bei vielen deutschen E-Commerce-Unternehmen die Expansion ihrer Geschäfte ins Ausland gerade ganz oben auf der To-do-Liste. Doch bevor an dieser Stelle fundierte Entscheidungen getroffen und Investitionen getätigt werden können, ist es ratsam, den Zielmarkt genau unter die Lupe zu nehmen. Jedes Land hat unterschiedliche Anforderungen, Gepflogenheiten und Trends und wenn du es genau nimmst, unterscheiden sich diese Punkte sogar innerhalb eines Landes.

„Mobile ist keine Technologie sondern ein Konsumenten-Verhalten.“

Wir haben unsere Beziehungen spielen lassen und renommierte Branchenvertreter aus fünf Ländern zu den Trends in ihrem Heimatland befragt. Branchen-Insider von Shopkick und Forrester Research USA, Zalando Schweden, Facebook Deutschland, web2asia China oder Millésima Frankreich plaudern exklusiv für euch aus dem Nähkästchen.

Unisono einer Meinung sind sich die Experten in der Frage, dass sich die digitale und stationäre Handelslandschaft derzeit im Umbruch befindet. Schuld daran sind Smartphone und Co. und das damit völlig veränderte Kaufverhalten. Kristina Walcker-Mayer von Zalando bringt den globalen Top-Trend der Branche auf den Punkt: „Mobile ist keine Technologie sondern einKonsumenten-Verhalten“, fasst sie die neuen Anforderungen an den E-Commerce der Zukunft zusammen. Angesichts der Tatsache, dass viele Smartphone-Nutzer sich kaum eine Stunde von ihrem Gerät trennen können, ist sie weiter überzeugt, dass Mobile zunehmend zum primären Kontaktpunkt zwischen Einzelhandel und Endkunden werden wird.

E-Commerce-Trends: Die Marktkonsolidierung wird sich weiter fortsetzen

(Screenshot: Amazon)
Wie Amazon werden sich zukünftig noch mehr Online-Player in die Offline-Welt wagen. (Screenshot: Amazon)

Doch es gibt auch die etwas leiseren Trends, die von unseren E-Commerce Experten gesehen werden. Denn auch aus Marketer-Sicht findet gerade ein Wandel statt. So glaubt Stefan Edl von Facebook, dass die Kundenansprache der Zukunft neben mobil auch individuell sein muss. „Der Wirkungsgrad von Werbung kann heute an einzelnen Kontaktpunkten individuell bewertet werden. Nur auf den letzten Klick zu schauen, ist spätestes 2015 nicht mehr zeitgemäß“, ergänzt er.

Asien, die Region, die gerne als globales Role-Model für den E-Commerce der Zukunft hergenommen wird, erlebt gerade die Verschmelzung von Online- und Offline-Handel am Point of Sale. Lac Tran von web2asia begründet das Konsumentenverhalten dort mit dem Wunsch nach mehr Produktsicherheit. Und Peter Thulson von shopkick glaubt an eine wechselseitige Beeinflussung der Online- und Offline-Welt und ist überzeugt, dass sich zukünftig noch mehr Online-Player in die Offline-Welt wagen werden, weil der Nutzen und der Wert des stationären Handels nicht von der Hand zu weisen sei. Ähnlich gelagert ist die Trendprognose von Gerard Spatafora von Millésima SA aus Frankreich. Er setzt auf das Thema Click & Collect und sieht außerdem für seinen Heimatmarkt großes Potenzial für Online-Abonnement-Geschäfte.

Einen eher übergeordneten Trend sieht Simon Saneback, E-Commerce- und Cross-Border-Spezialist aus Schweden in weiter anstehenden Firmenzusammenschlüssen und -übernahmen: „Ich glaube, dass sich die schon in 2014 beobachtete Marktkonsolidierung weiter fortsetzen wird.“ Es sei zu erwarten, dass etablierte Großunternehmen weiter gezielt nach mittelständischen Online-Pure-Playern suchen, um sich einen funktionierenden Online-Kanal und das damit verbundene Know-how ins Haus zu holen.

Globale Hot-Spots für den E-Commerce

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Die derzeit größten E-Commerce Märkte sind die USA und China. (Foto: © Bastos – Fotolia.com)

„Die Millennials sind jetzt in einem Alter, wo der Bedarf an Wein und Genuss einen höheren Stellenwert bekommt.“

Global gesehen sagen Analysten dem E-Commerce rosige Zeiten voraus und erwarten für den B2C-Sektor ein Umsatzvolumen von 2.489 Milliarden US Dollar bis 2018. Das wäre im Vergleich zu den Schätzungen für 2014 fast eine Verdoppelung der Umsätze. Das meiste Wachstumspotenzial wird dabei Asien und den Ländern im Pazifik-Raum wie Indonesien zugeschrieben. Das sehen auch die Internet-World-Experten so. Jährlich zu beobachtende Zuwachsraten von um die 30 Prozent bestätigen diese Vermutung.

„Die derzeit größten E-Commerce Märkte sind die USA und China“, erklärt Sucharita Mulpuru vom US-Marktforschungsunternehmen Forrester Research. Stefan Edl von Facebook ergänzt: „Überall, wo die Nutzung des mobilen Internets rasant zunimmt, ist auch ein wahnsinniges Wachstumspotenzial für den Online-Handel. Besonders gute Chancen räumt Gerard Spatafora zudem dem Online-Weinmarkt in den USA ein: „Die Bevölkerungsgruppe der Millennials ist jetzt in einem Alter, wo der Bedarf an Wein und Genuss einen höheren Stellenwert bekommt und dieser online am einfachsten gedeckt werden kann.“ Simon Saneback erweitert die Weltkarte der interessanten E-Commerce-Länder um die Benelux-Staaten und außerhalb Europas um Indien, Brasilien und die Türkei.

E-Commerce-Trends: Internationalisieriung – kein Fahrplan ins Ungewisse

„Es gibt in Europa viele einzigartige Produkte, die nur dort erhältlich sind und die Amerikaner mit Vergnügen kaufen würden.“

Migrationen, Firmenzusammenschlüsse und strategische Partnerschaften zwischen Unternehmen unterschiedlicher Nationalität bereichern den Markt, führen zu steigenden Innovationen und nicht zuletzt zu mehr Wachstum, Umsatz und einer gefestigten Marktposition. Expansion ins Ausland ist daher für viele Unternehmen ein erstrebenswerter Weg, um das im Inland langsam abflachende Wachstum weiter anzukurbeln. „Nehmen wir nur den US-Markt“, erklärt Sucharita Mulpuru von Forrester. „Es gibt in Europa viele einzigartige Produkte, die nur dort erhältlich sind und die Amerikaner mit Vergnügen kaufen würden. Mit einfachen Mitteln wie einer professionell übersetzten Website, transparenten Versandinformationen inklusive Kosten, einem für USA adaptierten Check-out-Formular, englischem Kundenservice und etwas Werbebudget für die US-Suchmaschinen kann der Schritt über den großen Teich gelingen.“ Doch es gibt auch Gefahren. Unsere E-Commerce-Experten geben wertvolle Tipps, wie der Internationalisierungsplan nicht in der Sackgasse landet:

  1. Identifiziere deine Zielgruppe und freunde dich mit ihr an. Nur so lernst du, wie und wo sie lebt, welche Bedürfnisse sie hat und wie dein Produkt ihr helfen kann.
  2. Betrachte dir deine Konkurrenz genau und studiere wie das Business im Ausland funktioniert.
  3. Beachte, dass es innerhalb eines Landes unter Umständen kulturelle Unterschiede geben kann, die das Konsumentenverhalten und die Reaktion auf dein Produkt verändern.
  4. Suche Mitarbeiter mit doppelter Staatsbürgerschaft, die beide Welten kennen und nutze ihr Wissen.
  5. Biete deinen ausländischen Kunden ein Produkt mit einem klaren USP.
  6. Teste und bewerte deine Maßnahmen so detailliert wie möglich.
  7. Meine es ernst! Wachstum ohne Risiko gibt es nicht.

Übrigens: Für die E-Commerce-Trends des Jahres 2015 haben wir auch schon Experten von Klarna, Shopanbieter.de, pixi oder Shoplupe befragt.

Ihr wollt mehr erfahren? Die E-Commerce-Experten Peter Thulson (shopkick), Sucharita Mulpuru (Forrester Research), Lac Tran (web2asia), Stefan Edl (Facebook), Simon Saneback, Kristina Walcker-Mayer (Zalando) und Gerard Spatafora (Millésima) sind Referenten des Internet World Kongresses am 24./25. März 2015 in München, wo sie über E-Commerce-Trends, neue Märkte und mehr sprechen.

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Nicole Rüdlin
Content-Commerce: Online-Shops mit Erlebnisfaktor http://t3n.de/news/content-commerce-online-shops-590790/ 2015-02-01T11:07:24Z
Information, Unterhaltung und Shopping verbinden: Dieses Ziel verfolgt Content-Commerce. Dem E-Commerce-Trend wird von Experten ein großes Potenzial bescheinigt. Schon jetzt zeigen einige Anbieter, …

Information, Unterhaltung und Shopping verbinden: Dieses Ziel verfolgt Content-Commerce. Dem E-Commerce-Trend wird von Experten ein großes Potenzial bescheinigt. Schon jetzt zeigen einige Anbieter, wie das Konzept erfolgreich umgesetzt werden kann.

Die meisten Shop-Betreiber konzentrieren sich darauf, Besucher auf ihre Website zu locken, die sich für Produkte interessieren, die sie anbieten. Beim Content-Driven-Commerce, kurz auch Content-Commerce genannt, steht hingegen ein anderer Ansatz im Vordergrund. Hier sollen die potenziellen Kunden abgeholt werden, bevor sie überhaupt eine konkrete Kaufentscheidung getroffen haben.

(Screenshot: Tambini)
Der Onlineshop „Tambini“ kombiniert Inhalte mit einem Produktkonzept. (Screenshot: Tambini)

Das Konzept Content-Commerce

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Tambini vertreibt Produkte für Kinderfeste. (Screenshot: Tambini)

Das Konzept von Content-Commerce-Anbietern ist in der Theorie relativ simpel. Man biete seinen Kunden einen hochwertigen Content, der sie unterhält, informiert und inspiriert. In diese Content-Welt werden die Produkte aus dem eingebettet. Dadurch wird erreicht, dass sich die Kunden lange auf den Shop-Seiten aufhalten, sich zu Käufen anregen lassen und den Shop möglichst auch noch Freunden und Bekannten weiterempfehlen.

Praxis-Beispiel Tambini: Informationen und Zubehör für Kindergeburtstage

Ein Shop, der schon jetzt den Content-Commerce-Ansatz erfolgreich umsetzt, ist Tambini. Betrieben wird der Online-Shop vom Verlagshaus Gruner + Jahr. Bei Tambini finden Eltern alle erdenklichen Informationen zu Kindergeburtstagen. Mögliche Mottos für Geburtstage werden vorgestellt, Spiele, Rezepte und Tipps präsentiert. Das nötige Zubehör können die Eltern dann direkt bei Tambini kaufen. Besonders beliebt sind dabei die Boxen, die alle Produkte beinhalten, mit denen eine komplette Motto-Party umgesetzt werden kann.

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Content-Commerce: Tambini bietet Eltern Anregungen und Gestaltungstipps für Feste. (Screenshot: Tambini)

Erfolg durch Print-Anzeigen

Tambini setzt beim Marketing für einen Online-Shop auf einen eher ungewöhnlichen Weg. Für die Neukundenakquise werden nämlich Anzeigen in Print-Magazinen geschaltet und Oversive-Beilagen mit Gutschein-Codes beigelegt. Hier kommt dem Shop natürlich die Familienzugehörigkeit zum Verlag zu Gute. Gruner + Jahr vertreibt diverse Titel, die sich speziell an Eltern und Mütter richten. Da die Zielgruppe des Shops und der Zeitschriftentitel exakt übereinstimmen, sind die Print-Anzeigen-Kampagnen nach Angaben von Tambini sehr erfolgreich.

Content-Commerce hat nicht nur den Vorteil, den Kunden ein neues Einkaufserlebnis zu bieten und Online-Shopping nicht mehr ausschließlich funktional wirken zu lassen. Durch hochwertigen Content können Shops ihre Google-Sichtbarkeit deutlich erhöhen. Content-Commerce-Shops tauchen bei Suchanfragen nicht nur auf, wenn potenzielle Kunden konkret nach Produkten oder Kategorien suchen, die im Shop angeboten werden. Stattdessen erscheinen Shop-Seiten auch dann als Treffer, wenn Google-Nutzer nach Informationen, Ideen, Vorschlägen oder ähnlichem sucht. Das sorgt für zusätzlichen Traffic, der die Chance auf eine Konversion bietet.

Zielgruppe definieren, hochwertigen Content liefern

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Die Produkte aus den redaktionellen Beiträgen sind dann direkt im Shop erhältlich. (Screenshot: Tambini)

Erfolgversprechend ist der Content-Commerce-Ansatz immer dann, wenn die Zielgruppe eines Shops exakt definiert und ein hochwertiger Content produziert wird. „Bei der Themenfindung und der Erstellung der Texte ist es entscheidend, dass der Content zu den Produkten im Shop passt. Für alle möglichen Fragen der User rund um Kindergeburtstage müssen passende Beiträge angeboten werden. Mit interessanten Texten und Bildern soll der Besucher der Webseite auf seiner Suche abgeholt werden, sodass am Ende von ihm eine Kaufentscheidung getroffen wird“, erklärt Katharina Looks, Online-Redakteurin bei Tambini.

In der Praxis stehen Shop-Betreiber, die auf Content-Commerce setzen wollen, aber noch vor konkreten technischen Fragen. Wie können Content und Shop miteinander verbunden werden? Sollen CMS- und Shop-Software gleichrangig nebeneinander laufen? Oder aber soll die Shop-Software die Führung übernehmen und die Content-Elemente aus dem CMS geladen werden. Oder aber wird die Website hauptsächlich durch das CMS entwickelt und gepflegt. Die Shop-Software fungiert in diesem Fall nur als Service-Layer.

Mehr zum Thema Content-Commerce finden Online-Händler in der neuen Ausgabe des kostenlosen Magazins shopanbieter to go. Shop-Betreiber erfahren in der aktuellen Ausgabe unter anderem, wie Storytelling im funktioniert, wie guter Content die Conversion Rate verbessert und für welche Shops ein Blog als Content-Plattform lohnenswert sein könnte. Zudem wird der erfolgreiche Content-Commerce-Anbieter Tambini ausführlich vorgestellt.

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Peter Hoeschl
Kein Augenschmaus: Ein Rückblick auf die Anfangszeiten der zehn reich­wei­ten­stärks­ten deut­schen Web­sites http://t3n.de/news/kein-augenschmaus-rueckblick-589126/ 2015-01-19T09:37:26Z
Responsive, Flat Design, Card Design, schi­ckere Typo­gra­fie – ein Webdesign-Trend jagt den nächs­ten. Vom pixe­li­gen, unbe­hol­fe­nen Lay­out der frü­hen Web­sites ist das Netz …

Responsive, Flat Design, Card Design, schi­ckere Typo­gra­fie – ein Webdesign-Trend jagt den nächs­ten. Vom pixe­li­gen, unbe­hol­fe­nen Lay­out der frü­hen Web­sites ist das Netz heute weit ent­fernt. Wer mit der „Way­back Machine“ auf archive.org in der Zeit zurück reist und sich ansieht, wie heute große Por­tale in ihrer Anfangs­zeit aus­sa­hen, bekommt mög­li­cher­weise einen klei­nen Kul­tur­schock. Hier könnt ihr sehen, wie gro­tesk die zehn reich­wei­ten­stärks­ten deut­schen Web­sites auf die Augen heu­ti­ger User wir­ken, nämlich auf deine:

T-Online (Februar 1997)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) T-Online in 1997

Dem einen oder ande­ren mag die­ser Screen­shot mit dem Wis­sen der heu­ti­gen Zeit ein klei­nes Schmun­zeln ent­rin­gen. Das Por­tal T-Online, heute ein Wust aus Con­tent und Wer­bung, prä­sen­tiert sich damals noch rela­tiv über­sicht­lich. An zen­tra­ler Stelle trom­melt die Tele­kom dort damals für die Teil­nahme ihres Teams an der Tour de France. Zu die­sem Zeit­punkt sieht noch alles nach Heile Welt aus: Im Vor­jahr hat der Däne Bjarne Riis im Tri­kot des „Team Tele­kom“ die Tour de France gewon­nen, im Som­mer 1997 wird der junge Jan Ulrich den Erfolg wie­der­ho­len. Was in die­ser Zeit wirk­lich gesche­hen ist, kommt erst zehn Jahre spä­ter, im Rah­men der „Doping­af­färe Team Tele­kom“ her­aus. Der Spon­sor been­det dar­auf­hin schlag­ar­tig sein gesam­tes Enga­ge­ment im Rad­sport. Mit sei­nem Por­tal T-Online liegt das Unter­neh­men dafür noch heute auf dem ers­ten Platz der Reich­wei­ten­ran­kings von Agof und IVW. Dies dürfte zu einem nicht uner­heb­li­chen Maß daran lie­gen, dass das Por­tal bei vie­len Deut­schen mit einem Telekom-Internetzugang über lange Jahre als Start­seite vor­ein­ge­stellt war und nicht wenige dort noch heute über eine E-Mail-Adresse ver­fü­gen. Zuletzt gab es jedoch Gerüchte über Ver­kaufs­ge­sprä­che mit Axel Sprin­ger.

Ebay.de (Okto­ber 1999)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) Ebay in 1999

Auch die­ser Screen­shot hat gleich aus meh­re­ren Grün­den Schmun­zel­po­ten­zial. Zum einen, weil Ebay mit der dar­auf sicht­ba­ren Auk­tion des gel­ben Pul­lun­ders von Hans-Dietrich Gen­scher lan­des­weit Presse bekam. Der ehe­ma­lige Außen­mi­nis­ter soll das Klei­dungs­stück getra­gen haben, als die Grenze zwi­schen Ost- und West­deutsch­land fiel. Angeb­lich soll der Pul­lun­der einen Auk­ti­ons­preis von 2.000 D-Mark erzielt haben. Aus Online-Branchensicht ist aber sicher­lich das gemein­same Logo von Ebay und Alando noch amü­san­ter. Alando war die erste Grün­dung der Samwer-Brüder: Nach­dem sie der Über­lie­fe­rung zufolge von Ebay USA auf ihre Anfrage, ob sie nicht das Deutsch­land­ge­schäft des Unter­neh­mens auf­bauen könn­ten, keine Ant­wort erhiel­ten, kopier­ten sie die US-Seite ein­fach. Vier Monate spä­ter ver­kauf­ten sie Alando, ihre Ver­sion des Online-Auktionshauses, für 50 Mil­lio­nen US-Dollar an Ebay. Der Coup legte den Grund­stein für den spä­te­ren Auf­stieg der drei Jung­un­ter­neh­mer. Das Buch von Joel Kacz­ma­rek über die Samwer-Brüder gibt einen klei­nen Ein­druck davon, wel­che Skur­ri­li­tä­ten sich in die­ser Zeit ereig­net haben müs­sen. Ebay ist noch heute zweit­reich­wei­ten­stärkste Seite in Deutschland.

Bild.de (1996)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) Bild.de in 1996

Bild Online gelang es mit dem Start 1996 die eigene CI unver­kenn­bar ins Netz zu über­tra­gen. In den fol­gen­den Jah­ren erlebte die Springer-Marke im Netz dann eine kleine Ach­ter­bahn­fahrt. Nach dem Plat­zen der New-Economy-Blase brachte das Medi­en­haus die Marke Bild in ein Joint-Venture mit der Tele­kom ein und das Por­tal war lange Jahre unter bild.t-online.de zu errei­chen. Erst im Jahr 2008 been­dete Sprin­ger die Zusam­men­ar­beit.

gutefrage.net (Januar 2006)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) Gutefrage.net in 2006

Unter dem Dach von Holtz­brinck ent­wi­ckelte New-Economy-Veteran Jens Doka, heute für die Digi­tal­sparte von Pro-Sieben-Sat1 tätig, die Q&A-Community gutefrage.net. Noch heute ist das Por­tal ein Traffic-Bringer – vor allen Din­gen Google spült wegen der guten Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung regel­mä­ßig Tau­sende von User auf die Seite.

Chip Online (Mai 1998)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) Chip in 1998

Das Wort „Net­Sur­fing“ würde heute wohl nie­mand mehr iro­nie­frei ver­wen­den, aber damals wie heute gilt: Chip ist die am stärks­ten fre­quen­tierte Anlauf­stelle für den IT-Nerd-Mainstream im Netz. Schön auf die­sem Screen­shot auch die Wer­bung für den heute noch Maß­stäbe set­zen­den Website-Editor Front­page 98 (lei­der ist die Bild­da­tei auf Archive.org nicht mehr ver­füg­bar).

Web.de (Okto­ber 2002)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) Web.de in 2002

Das Por­tal Web.de ist nach Betrei­ber­an­ga­ben 1999 ins Netz gegan­gen; der erste Screen­shot in der Way­back Machine datiert auf das Jahr 2002.

Com­pu­ter­bild (Januar 1998)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) Computerbild in 1998

Sprin­gers IT-Marke fin­det im Web zuerst bei AOL ein zu Hause – das erklärt auch den Hin­weis „Nur für AOL-Mitglieder ver­füg­bar!“ zu eini­gen Navigations-Buttons in die­sem Screen­shot. Ab 1999 ist die Medi­en­marke online unter eige­ner Domain zu errei­chen.

Focus (Juni 1997)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) Fokus in 1997

„Fak­ten, Fak­ten, Fak­ten“ – damit will Focus auch in der Früh­zeit des Webs punk­ten. Wie der Screen­shot zeigt, waren damals die typo­gra­phi­schen Mög­lich­kei­ten auf allen Web­sites noch recht ein­ge­schränkt, da im Web­de­sign nur mit den auf den Rech­nern der User vor­in­stal­lier­ten Fonts gear­bei­tet wer­den konnte.

Chef­koch (Juni 2000)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) Chefkoch in 2000

Chef­koch dürfte heute eines der weni­gen Digi­tal­pro­jekte sein, dass dem Ham­bur­ger Ver­lag Gruner+Jahr wirk­li­che Freude berei­tet. Gestar­tet ist das Pro­jekt bereits 1998; G+J kaufte das Betrei­ber­un­ter­neh­men erst 2008 auf. In den fol­gen­den Mona­ten musste das Ver­lags­haus erst ein­mal gericht­li­che Aus­ein­an­der­set­zun­gen in Urhe­ber­rechts­schutz­fra­gen mit einem ande­ren, eher zwie­lich­ti­gen Online-Kochbuchbetreiber, durch­ste­hen. Heute bezeich­net sich Chef­koch als größte Platt­form rund ums Kochen in Europa; Gru­ner hat die Marke um eine App und eine Print-Ausgabe erwei­tert.

RTL.de (April 1997)

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(Foto: Online Marketing Rockstars) RTL in 1997

RTL war in den ers­ten Jah­ren im Netz mit der eige­nen Marke noch ein eher klei­nes Licht – kein Wun­der, wirft man einen Blick auf das ein­ge­schränkte Ange­bot auf die­sem Screen­shot. Natür­lich gab es damals aber auch noch nicht die tech­ni­sche Infra­struk­tur, um online mit Video-Inhalten ein grö­ße­res Publi­kum zu errei­chen. Heute hat der Köl­ner Sen­der sein Video-Angebot RTL Now auf die eigene Domain über­führt und liegt damit im Reichweiten-Ranking auf Platz 10.

„BONUSTRACKS“: Google, Face­book und Youtube

Weil die US-Konzerne Google und Face­book die Reich­weite ihrer Platt­for­men nicht von Agof oder IVW erfas­sen las­sen, diese aber trotz­dem zu den reich­wei­ten­stärks­ten Zie­len im Netz gehö­ren, haben wir für Euch auch noch frühe Screen­shots von deren Ange­bo­ten aus­ge­gra­ben. Google begann im Jahr 2001 mit dem Ver­kauf von Adwords in Deutsch­land und bewarb das Pro­dukt auf der Start­seite als „do-it-yourself Mar­ke­ting­sys­tem“. Face­book bot ab 2008 eine deutsch­spra­chige Ver­sion an. Von Youtube haben wir lei­der kei­nen frü­hen Screen­shot der deut­schen Ver­sion gefun­den. Inter­es­sant an dem Screen­shot der Haupt­platt­form aus dem Jahr 2005 ist aber, dass er das Gerücht bestä­tigt, dass die Grün­der des Unter­neh­mens zuerst eine Dating-Plattform ent­wi­ckeln woll­ten.

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(Foto: Online Marketing Rockstars) Facebook in 2008
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(Foto: Online Marketing Rockstars) Google in 2001
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(Foto: Online Marketing Rockstars) Youtube in 2005

Von Roland Eisenbrand. Ursprünglich publiziert bei Online Marketing Rockstars.

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Online Marketing Rockstars
Personalarbeit 2015: 5 Trends für das Talent-Management von morgen http://t3n.de/news/personalarbeit-2015-5-trends-588104/ 2015-01-12T09:55:39Z
Die Digitalisierung ist allgegenwärtig und wird noch weit über das Jahr 2015 hinaus die Arbeitswelt verändern. Doch wie werden Unternehmen dem steten Wandel und Innovationsdruck gerecht?

Die Digitalisierung ist allgegenwärtig und wird noch weit über das Jahr 2015 hinaus die Arbeitswelt verändern. Doch wie werden Unternehmen dem steten Wandel und Innovationsdruck gerecht? Nur mit den richtigen Talenten, die Veränderung gestalten können, lassen sich diese Aufgaben bewältigen.

Personaler spüren die Herausforderung direkt: Durch den War for Talents können sich die top-ausgebildeten Kandidaten von heute meist aussuchen, für welchen Arbeitgeber sie arbeiten. So sehen sich Personaler neuen Herausforderungen und Bedingungen ausgesetzt, die nicht nur reaktive, sondern vor allem proaktive Maßnahmen, ein Umdenken innerhalb der Unternehmen und die Neuausrichtung klassischer Personalarbeit erfordert: Wettbewerbsfähige und moderne Personalarbeit richtet sich immer stärker an der Gewinnung und vor allem auch Bindung der besten Talente aus und muss damit auf oberster Unternehmensebee angesiedelt werden. Die technischen Trends und Innovationen forcieren dabei die Entwicklung von der „klassischen“ Personalarbeit hin zu einem ganzheitlichen Talent-Management.

1. Die Digitalisierung sorgt für neue Anforderungen an Mitarbeiter und Arbeitskultur

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Mitarbeiter von morgen brauchen unternehmerisches Denken, Kreativität, Schnelligkeit und maximale Anpassungsfähigkeit. (Foto: © fotostorm – iStock.com)

Die Digitalisierung nimmt weiter an Fahrt auf und führt zum strukturellen Wandel von traditionellen Branchen, wie beispielsweise dem Verlagswesen oder der Medienwirtschaft. Change Management wird so für viele Organisationen überlebenswichtig. Veränderung ist jedoch nur möglich, wenn Unternehmen flexibel und agil agieren können. Dies verändert auch die Anforderungen an die Mitarbeiterauswahl. Der Mitarbeiter von morgen muss Eigenschaften wie unternehmerisches Denken, Kreativität, Schnelligkeit und maximale Anpassungsfähigkeit, gepaart mit einer Affinität für digitale Technologien, mitbringen.

Diese anvisierten Mitarbeiter sind häufig Vertreter der Generation Y, die sogenannten Digital Natives, die früh gelernt haben, direkt zu kommunizieren, selbständig zu arbeiten, Entscheidungen zu fällen und ihre Bedürfnisse  einzufordern. Diese Generation prägt damit die Arbeitswelt von morgen: Behandlung auf Augenhöhe, zielorientiertes Arbeiten ohne maßgebliche zeitliche oder räumliche Einschränkungen oder die Weiterentwicklung der eigenen Potenziale in Zusammenarbeit mit der Führungskraft sind nur einige Beispiele, welche jetzt schon den Alltag der Unternehmen verändern und weiterhin prägen werden.

All diese Faktoren müssen Personaler bereits beim Recruiting berücksichtigen: Die Rolle des Arbeitgebers und -nehmers mag noch klar sein, doch die Frage, wer sich bei wem bewirbt, wird im War for Talent immer häufiger zu Gunsten der Arbeitnehmer entschieden. Als Konsequenz bedeutet dies, dass Unternehmen künftig noch wesentlich mehr in die Talentgewinnung investieren müssen. Damit einhergehen muss eine noch tiefere Spezialisierung der Personalarbeit. Dabei geht der Trend immer mehr vom Generalisten hin zum Spezialisten: Employer-Branding-Aktivitäten sollten beispielsweise von Marketing- oder Kommunikationsexperten verantwortet werden. Das Sourcing, also die aktive Suche von Talenten über diverse Kanäle, sollte von speziell ausgebildeten Suchexperten verantwortet werden und die Kandidatenerstprüfung beispielsweise von betriebswirtschaftlich orientierten Talent-Managern, die nahe am Puls des Geschäftsmodells und im engen Austausch mit den Fachabteilungen sind. Nur so können sie die Anforderungen der Organisation auch exzellent verstehen und die am besten passenden Talente für das Unternehmen auswählen und gewinnen.

2. Big Data und SAAS-Lösungen verhelfen auch kleinen Unternehmen zu Effizienz und Spezialisierung

Neue technische Entwicklungen finden zunehmend Einzug in das Personalmanagement. Dabei spielt Big Data eine wichtige Rolle: Exzellente Auswertungsmöglichkeiten für alle relevanten HR-Bereiche schaffen neue Möglichkeiten. So können beispielsweise die Wechselwahrscheinlichkeit und Interessenwahrscheinlichkeit von Kandidaten für spezifische Vakanzen berechnet werden. Ganze Kandidatenmärkte können damit effizienter analysiert werden und Kandidaten so noch treffsicherer und zügiger erreicht werden.

Die Erfolgsmessung der Personalarbeit wird durch die höhere Datenqualität und -menge ebenfalls vereinfacht: Die unmittelbare Verknüpfung von Recruiting, Retention (Mitarbeiterbindung) und Unternehmenserfolg lässt sich damit noch einfacher nachvollziehen. Alle relevanten Aktivitäten, von Employer-Branding-Maßnahmen bis hin zum Bewerbungsverhalten von Kandidaten, können so noch detaillierter auf ihren Erfolg hin gemessen werden.

Der Trend bei neuen HR-Lösungen geht immer mehr zu SAAS-Anwendungen, welche sich meist kosteneffizient implementieren lassen. Dies stellt vor allem für kleinere Unternehmen einen Vorteil dar. Gerade in vielen Startups lässt sich deshalb ein starker Professionalisierungstrend beobachten: Hier sind Parameter wie Prozesseffizienz besonders entscheidend. So können etwa zeitintensive administrative Aufgaben, wie beispielsweise die Pflege von Personalakten oder die Prozessnachhaltung noch stärker automatisiert werden. Personalarbeit gewinnt so weiterhin an Effizienz, die wiederum bei der Talentgewinnung und Mitarbeiterbindung zu Buche schlägt.

3. Mobil optimieren wird für die Talentgewinnung wichtiger

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Immer mehr potenzielle Jobkandidaten sind vor allem mobil unterwegs. (Foto: © Maksim Kostenko – Fotolia.com)

Die Nutzung von mobilen Endgeräten nimmt weiterhin zu. Trotzdem sind leider noch nicht genügend Karriereseiten in Deutschland mobil optimiert. Da Kandidaten ihre Nachrichten und auch Jobinformationen immer häufiger mobil konsumieren, sollten Unternehmen darauf reagieren. Vor allem, da zielgruppenspezifisch optimierte Inhalte mobil häufig besser funktionieren. Auch beim Thema „mobile“ nicht zu vergessen: Inhalte sollten immer stärker auf lokale Ergebnisse und auf den Standort gerichtet entwickelt werden.

4. Kein Talent verlieren – Mitarbeiterbindung als zentrale Unternehmensaufgabe

Nicht nur das Erreichen der richtigen Talente und deren Gewinnung stehen 2015 im Vordergrund. Weil Mitarbeiter von heute auch wesentlich flexibler ihre Arbeitsstelle wechseln, müssen Unternehmen nicht nur um die Besten werben, sondern genauso zusehen, diese auch langfristig zu binden. Dieser Anspruch beschäftigt nicht nur Personaler, sondern vor allem auch die Führungskräfte. Sie sind die tragenden Säulen der Mitarbeitermotivation und -entwicklung.

Diese Entwicklung stellt eine Herausforderung für Manager dar, die Mitarbeiter aus verschiedenen Generationen an das Unternehmen binden müssen. Wenn es um Mitarbeiterbindung geht, darf es schon alleine aus demographischen Gründen künftig nicht alleine um die Generationen Y oder Z gehen. Die Herausforderung liegt auch darin, die Generationen, die sich bereits in den Organisationen befinden, mit abzuholen und in den Veränderungsprozess mit einzubeziehen.

Führungskräfte müssen somit als Coaches agieren, um die Mitarbeiter bei dem Veränderungsprozess zu begleiten. Die Konsequenz daraus: Unternehmen müssen ihre Führungskräfte verstärkt hinsichtlich dieser veränderten Anforderungen ausbilden und flexible Antworten auf individuelle Anforderungen ermöglichen.

5. Talent-Management setzt Lernfähigkeit voraus

Wettbewerbsfähigkeit wird durch das proaktive Management von Wandel bedingt, denn Veränderungen begleiten Unternehmen als konstanter Partner. Damit das HR-Management Schritt halten kann, müssen sich die Prozesse ändern: Für alle Beteiligten bedeutet das, ein ganzheitliches Talent-Management unter Einbezug der technischen Möglichkeiten zu entwickeln und zu implementieren.

Wer als Organisation den Fokus auf flexibles Lernen, Agilität und Talent-Management als strategische Unternehmensfunktion legt, wird Innovation und Digitalisierung meistern können und diejenigen Talente gewinnen, die befähigt sind, künftigen Wandel zu gestalten.

Zur Autorin

Martina.Weiner_big

Martina Weiner ist Partnerin der i-potentials GmbH in Berlin, einer Personalberatung für den Arbeitsmarkt der digitalen Wirtschaft. Sie ist spezialisiert auf den Organisations- und Teamaufbau von Startups in starken Wachstumsphasen.

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Martina Weiner
CES 2015: Das sind die wichtigsten Trends der Tech-Messe http://t3n.de/news/ces-2015-trends-587019/ 2015-01-05T13:18:17Z
Auch in diesem Jahr findet in Las Vegas die Consumer Electronics Show statt. In diesem Artikel erfahrt ihr, welche Trends auf der CES 2015 dominieren werden.

Auch in diesem Jahr findet in Las Vegas die Consumer Electronics Show statt. In diesem Artikel erfahrt ihr, welche Trends auf der CES 2015 dominieren werden.

CES 2014: Im Westen nichts Neues

Auch im vergangenen Jahr haben wir von der CES in Las Vegas berichtet. Bahnbrechende Neuerungen gab es damals nicht zu bestaunen. Ob 2015 ein besseres Jahr für Technik-Trends wird, erfahren wir ab dem sechsten Januar – dann startet die CES 2015. Im Folgenden geben wir euch einen kleinen Vorgeschmack in unserem Überblick über die vier größten Trends der CES 2015.

1. Das „Internet of me“

Das Internet der Dinge wird in Zukunft zum „Internet of me“. (Bild: <a href="http://www.shutterstock.com/cat.mhtml?lang=de&amp;language=de&amp;ref_site=photo&amp;search_source=search_form&amp;version=llv1&amp;anyorall=all&amp;safesearch=1&amp;use_local_boost=1&amp;searchterm=internet%20of%20things&amp;show_color_wheel=1&amp;orient=&amp;commercial_ok=&amp;media_type=images&amp;search_cat=&amp;searchtermx=&amp;photographer_name=&amp;people_gender=&amp;people_age=&amp;people_ethnicity=&amp;people_number=&amp;color=&amp;page=1&amp;inline=240286873">Shutterstock</a>)
CES-Trend 2015: Das Internet der Dinge wird in Zukunft zum „Internet of me“. (Bild: Shutterstock)

Das Internet der Dinge ist längst Realität. Unser Leben wird stark von der Vernetzung alltäglicher Gegenstände beeinflusst. Sie unterstützen uns und bieten uns häufig einen Mehrwert zu ihrer ursprünglichen Funktion.

Laut einer Prognose von Shawn Dubravac, Chef-Ökonom der Consumer Electronics Association, wird das Internet der Dinge zukünftig immer mehr zum „Internet of me“. Ein Beispiel: Die vernetzte Zahnbürste gibt dem Zahnarzt Informationen über das Zahnputz-Verhalten. So kann er uns Tipps zur Zahnpflege geben.

Der Trend ist so etwas wie ein „Meta-Trend“, der über den anderen  steht und das Leben in Zukunft in jeglicher Hinsicht beeinflussen wird. Auf der CES 2015 wird dieser Gedanke in fast allen Bereichen sichtbar.

2. Virtual Reality

Oculus Rift und SamsungGearVR werden von vielen heiß erwartet. (Screenshot: oculus.com)
Präsentation auf der CES 2015: Oculus Rift und SamsungGearVR werden von vielen heiß erwartet. (Screenshot: oculus.com)

Virtual Reality wird voraussichtlich eines der Themen des Jahres 2015 – im positiven oder im negativen Sinne. Die Erwartungen an die Vertreter wie Occulus Rift und Co. sind hoch. Im Laufe des Jahres wird sich zeigen, ob sie diese Erwartungen erfüllen können.

Auf der CES 2015 wird Virtual Reality in jedem Fall einer der großen Trends sein. Oculus VR wird in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem großen Stand vertreten sein und das VR-Headset Oculus Rift vorstellen. Auf Twitter mehren sich zudem unter #gearvr die Hinweise, dass Samsung, zusammen mit Oculus VR, das Gear-VR-Headset vorstellen wird.

Auch abseits von Oculus VR uns Samsung ist das Virtual-Reality-Segment in großer Zahl vertreten: Zu den Nachbarn des Unternehmens gehören unter anderem Virtuix, AntVR sowie immersiON-VRealia.

3. Wearables

Kann die Apple Watch den Wearables den Weg ebnen? (Screenshot: apple.com)
Kann die Apple Watch den Wearables den Weg ebnen? (Screenshot: apple.com)

Sie werden immer kleiner und dabei immer leistungsfähiger. Wearables haben den Sprung in den Alltag bereits geschafft – sie sind allerdings noch nicht etabliert. Genau wie für Virtual Reality kann 2015 auch ein entscheidendes Jahr für die Wearables werden, denn in diesem Jahr erscheint die Apple Watch. Wie schon bei den Smartphones, kann Apple die Wearables auf ein neues Level der Akzeptanz und Verbreitung heben.

Auf der CES 2015 wird das Thema in jedem Fall eine große Rolle spielen. Die Möglichkeit, die Smartwatch als Fernbedienung für den Fernseher, das Smart-Home oder andere Gadgets zu nutzen findet Anklang bei vielen Nutzern. Diverse Anbieter stellen ihre neuen Smart-Tracker vor und von der französischen Firma Cityzen Sciences gibt es sogar ein smartes Shirt, das eure Vitaldaten aufzeichnet, während ihr Sport treibt. Auch die smarte Brille ist auf der CES vertreten: Sony hat angekündigt, seinen Google-Glass-Konkurrenten auf der Messe vorzustellen.

4. Vernetzte Autos

Der i3 von BMW kann selbstständig einparken – wenn er die Umgebung kennt. (Screenshot: bmw.de)
Der i3 von BMW kann selbstständig einparken – wenn er die Umgebung kennt. (Screenshot: bmw.de)

Das Internet der Dinge geht auch an der Automobilindustrie nicht vorbei. Einige Projekte wie Apple CarPlay, Android Auto und Ford Sync haben bereits erste Schritte unternommen, um die allgegenwärtige Vernetzung der Dinge auf die Autos auszuweiten. Schaut man sich den Einzug der Smart-Devices in alle anderen Lebensbereiche an, so ist es nur die logische Konsequenz.

Es ist nicht das erste Mal, dass dieses Thema auf der CES angeschnitten wird. Durch den technologischen Fortschritt bieten sich allerdings von Jahr zu Jahr bessere Möglichkeiten, die Ideen auch zu realisieren. In  Zukunft sollen die Fahrzeuge mit den smarten Endgeräten der Fahrer vernetzbar sein. Sie sollen Informationen abrufen, die für den Fahrer von Nutzen sind, selbstständig auf Behinderung auf der Route reagieren oder sich gegenseitig vor Unfällen warnen.

Auch einige Beispiele für das komplett selbständig fahrende Auto wird es auf der CES 2015 zu sehen geben. BMW wird beispielsweise den i3 vorstellen. Dieses mit Sensoren vollgepackte Fahrzeug kann über die Smartwatch zum Parken geschickt werden. Das Auto sucht sich selbstständig einen Parkplatz und parkt ein – vorausgesetzt es hat einen Plan der Umgebung vorliegen. Neben BMW werden unter anderem auch Mercedes und Audi ihre Konzepte des autarken Autos präsentieren.

Was erwartet uns auf der CES 2015?

Es ist wie vor jeder großen Technik-Messe: Egal wie gut eine Idee klingt, ob sie sich durchsetzt erfahren wir erst später. Besonders bei Virtual Reality gibt es bezüglich der Marktreife gemischte Prognosen von den Experten. Auch die Wearables müssen ihren festen Platz in unserem Alltag erst noch finden. Die Autos und ihre Fahrer werden in Zukunft sicher von der besseren Vernetzung profitieren. Ob das komplett autonome Auto allerdings bald serienreif wird, bleibt abzuwarten. Mehr Informationen zur CES 2015 findet ihr auf cesweb.org.

via venturebeat.com

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Gerrit Kilian
Mega-Trends 2015 – 18 Experten und ihre Prognosen fürs neue Jahr http://t3n.de/news/mega-trends-2015-585671/ 2015-01-03T08:08:18Z
Ganz frisch im neuen Jahr werfen wir einen Blick auf die größten Trends der kommenden zwölf Monate. 18 Experten präsentieren bei uns ihre Prognose für 2015. Das Ergebnis: die Mega-Trends 2015.

Ganz frisch im neuen Jahr werfen wir einen Blick auf die größten der kommenden zwölf Monate. 18 Experten präsentieren bei uns ihre Prognose für 2015. Das Ergebnis: die Mega-Trends 2015.

Gunter Dueck

(Foto: Axel Schmidt)
(Foto: Axel Schmidt)

Gunter Dueck ist Mathematiker, Philosoph und Schriftsteller. 24 Jahre lang arbeitete er bei IBM, die meiste Zeit davon als CTO, verantwortlich für „Cultural Change“. Heute beschäftigt er sich in seinen Publikationen mit der digitalen Revolution und damit, was die Technik mit den Menschen macht. Er bloggt auf Omnisophie.com.

Mentale Akzeptanz, dass das Internet tatsächlich Umwälzungen erzeugt

Unternehmensführungen erkennen nun klarer, dass evolutionärer Schritt-für-Schritt-Wandel nicht hilft, auch keine weiteren Überstunden und grundlose Begeisterung. Alte Businessmodelle werden obsolet, ja – und das wird nicht mehr schwarmdumm verleugnet. Frust setzt ein. Was tun? Erste Handlungsenergien sammeln sich schon. Bald geht es los, auch in Deutschland. Wer es akademisch erklärt haben mag, google unter Elisabeth Kübler-Ross' „Grieving Process = Denial-Anger-Bargaining-Depression-Acceptance“ (Ein Schwerkranker akzeptiert nach langem Ignorieren und Zetern seine Diagnose und auch, dass er jetzt etwas tun muss).

Stefan Ploechinger

Stefan-Ploechinger
(Foto: Stefan Plöchinger)

Als Chefredakteur von Süddeutsche.de steht Stefan Ploechinger für modernen Online-Journalismus. Er lehrt an der Henri-Nannen-Schule und der Deutschen Journalistenschule in München. Zuvor war er unter anderem für „Spiegel Online“, „Financial Times Deutschland“ und „Abendzeitung“ tätig.

„Scrum als Businessprinzip“

Als ich vor vier Jahren als Chefredakteur von SZ.de anfing, funktionierte der digitale Markt vergleichsweise eindimensional: Mach ein gutes Angebot für Desktop-Rechner, ein recht ähnliches für Mobile, und fertig.

Wie anders stellt sich die Welt 2015 dar!

Nutzer erwarten im Zweifelsfall eine digitale Produktlinie von der Uhr bis zum Fernseher, und zwar nicht „One Size Fits All“, sondern angepasst auf die Möglichkeiten jedes Geräts. Eine Nachrichten-App, die bloß „Klick“ durch „Touch“ ersetzt und sich ansonsten vom Angebot auf dem Bürocomputer kaum unterscheidet, hat keine große Zukunft mehr. Mit jeder neuen Device-Größe und -Funktion wächst angesichts der umfassenden Digitalisierung unseres Alltags zum einen die Erwartung der Nutzer, dass jede Chance ausgenutzt wird, die praktisch sein könnte, zum anderen die Komplexität der Programmierung und der Produktkonzepte. Beispiel: Was erwarten Leser auf einer Smartwatch von Journalisten wie uns? Wirklich ganz viele Eilmeldungen? Komplette Texte im Wort-Stakkato? Oder am Ende doch gar nichts Großes, weil sie fürs Informiertwerden lieber das Smartphone nutzen? 2015 wird wichtiger denn je: sich auf die neue Plattformvielfalt einlassen, damit experimentieren, die eigenen Angebote raffinieren, recht agil neue Produkt- und Geschäftsmodelle ausprobieren. Programmierer würden wohl sagen: Scrum als Businessprinzip. Das wird so anstrengend wie spannend.

Frank Thelen

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(Foto: Frank Thelen)

Frank Thelen hat sich als Gründer und Investor einen Namen gemacht, zuletzt in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“. In seiner Rolle als CEO von e42 fördert er junge Unternehmen in ihrer Frühphase. Aktuell ist er darüber hinaus als Gründer von Scanbot aktiv, einer App zum Scannen von Dokumenten und QR-Codes.

Startups werden an den Marmorgebäuden der Finanzindustrie rütteln

In 2015 werden erste Startups die Finanzindustrie spürbar verändern. Die alten Strukturen mit abgekapselten Vorständen und teuren Mamorgebäuden in London und Frankfurt werden zum ersten Mal wirklich herausgefordert. Wir werden alle von niedrigeren Kosten, einfacheren Produkten, die Spaß machen, und neuen Ansätzen bei Kontoführung und Geldanlage profitieren.

Darüber hinaus wird Apple die „Smart Watch” zum ersten Mal erfolgreich im Markt platzieren. Es wird wenige Apps geben, die im Vergleich zum Smartphone auf der Armbanduhr wirklich besser sind. Dennoch werden wir aus meiner Sicht drei bis vier Beispiele sehen, ohne die wir Ende 2015 nicht mehr leben wollen.

Im B2B-Bereich werden die Unternehmen endlich begreifen, dass die Cloud und SaaS-Modelle Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Kosteneinsparung ermöglichen. Es ist verrückt, wie viele Unternehmen noch in der alten Client-Server-Welt leben.

Und dann hoffe ich natürlich auf einen „Black-Swan” – also ein Produkt, an das keiner gedacht hat und das unser Leben verändern wird.

Sina Gritzuhn

(Foto: Sina Gritzuhn)
(Foto: Sina Gritzuhn)

Die Mitgründerin und Geschäftsführerin von Hamburg Startups leitet das „Hamburg Startup Monitor“-Projekt federführend. Bis Ende des Jahres 2013 war Sina Gritzuhn als freie Social-Media-Redakteurin für die beebop media AG und als rasende Reporterin für die Initiative Hamburg@work unterwegs. Sie bloggt seit drei Jahren auf sinaswelt.com über Themen rund um Hamburg, Social Media und Startups. Als bekennender Social-Media-Addict und Startup-Evangelist ist sie ein aktiver Bestandteil der Hamburger Startup-Szene und das Netz ist ihr zu Hause.

2015 wird das Jahr der Startups

Mein Mega-Trend 2015? Startups und deren Wahrnehmung und Akzeptanz in einer breiteren Öffentlichkeit. 2014 hat den Weg bereits vorgezeichnet: Das Thema Entrepreneurship und seine Hauptakteure, die Gründer, haben über TV-Formate wie die „Die Höhle der Löwen“ oder das Gründerspecial „Kampf der Startups“ im ZDF, aber auch durch intensive Coverage der schreibenden Zunft, mehr Öffentlichkeit erhalten. Endlich mal Einblicke in die Startup-Welt ohne entrückt nerdigen Beigeschmack.

Junge Unternehmer und Unternehmerinnen werden nicht länger als Spinner belächelt, sondern als mutige Visionäre und Arbeitgeber von zahlreichen Mitarbeitern portraitiert. Das ist unter anderem nötig, um den speziellen Bedürfnissen der Jungunternehmer gerecht zu werden. Nur wer gesehen und gehört wird, kann von seinen Problemen, wie zum Beispiel Venture Capital, Fachkräftemangel und Steuerhindernissen, berichten und genügend politisches und gesellschaftsrelevantes Gewicht ausüben, um die Situation für alle zu verbessern.

2015 wird das Jahr der Startups und ich bin stolz, mit Hamburg Startups die Sichtbarkeit zumindest in Hamburg weiter zu steigern.

Miriam Rupp

(Foto: Miriam Rupp)
(Foto: Miriam Rupp)

Miriam Rupp ist Gründerin und Geschäftsführerin von Mashup Communications, der Berliner Agentur für PR und digitales Storytelling. Mit der Philosophie „Wir lieben es, neue Geschichten zu erzählen“ fokussiert sich die Agentur vor allem auf Zukunftsthemen aus der digitalen Welt.

Weg vom Produkt hin zur Sehnsucht: „Stories“

Wer seine Botschaften mit Bildern oder Videos untermauern will, muss sich trauen, vom Produkt weg zu kommen. Wie Andres Davis, Autor von Brandscaping, sagt: „Think less like a beat reporter and more like a television network executive“. Es geht nicht nur darum, das Produkt zu bewerben und einfach nur die nächste spannende Story zu finden oder zu schreiben.

Man muss sich überlegen, nach was sich die Zielgruppe sehnt, langfristig das Verlangen dieser Zielgruppe mit den richtigen Inhalten füttern und jede Story in einen größeren Kontext packen. Ein „to be continued“ sollte immer machbar sein. Dabei sollte man sich fragen: Welchen visuellen Content erstellen meine Nutzer selbst gerne? Lieben die User Sonnenuntergänge, kann auch ein IT-Unternehmen ein Foto von seinem Hauptsitz mit Sonnenuntergang im Hintergrund zeigen. Ist das Verlangen der Zielgruppe nach Zahlen und Fakten groß, lassen sich diese wunderbar in visuelle Stories verpacken. Shutterstock hat mit seinem Projekt „Stories“ zum Beispiel sehr gut verstanden und umgesetzt, womit sich deren Nutzer am meisten identifizieren und auseinandersetzen. Mit eigenen Inhalten über die Macher der tausenden Stock-Fotos und -Videos erzählt das Video genau von der Leidenschaft, die die Community ausmacht.

Lukas Kahwe Smith

lukas-kahwe-smithLukas Kahwe Smith entwickelt seit Jahren mit PHP, war Co-Release-Manager von PHP 5.3 und Symfony-Evangelist 2013. Er ist Partner der Liip AG, ein Spezialist für agile Webprojekte, und arbeitet unter anderem als Co-Lead an PHPCR und dem Symfony CMF.

Angular.js gewinnt die Javascript-Framework-Wars

Der Kampf  der Javascript-Frameworks wird weitergehen, aber insbesondere Angular.js wird sich zunehmend als „Enterprise“-Standard etablieren. Weniger weil es der Weisheit letzter Schluss ist, sondern weil der Markt nach einem verlässlichen Standard dürstet und es Angular.js geschafft hat, sich bei Entscheidern auf den Radar zu bringen.

Kixka Nebraska

(Foto: Rieka Anscheit)
(Foto: Rieka Anscheit)

Kixka Nebraska ist seit Ende 2010 als Profilagentin im Netz aktiv und hilft, die digitale Sichtbarkeit ihrer Auftraggeber zu erhöhen. Nicht nur bei der individuellen digitalen Markenbildung sondern auch bei Fragen zu Tools und Networks im Internet wird sie von Freiberuflern, Journalistenschulen, Firmen, Stiftungen und Agenturen für Vorträge, Einzel-Coachings und Workshops gebucht. Kixka Nebraska ist Mitgründerin der Digital Media Women und ist mehrfach auf der re:publica als Referentin aufgetreten.

Digitale Szenografie

Das Digitale hat sich als Aufenthaltsort etabliert, sowohl für den Einzelnen als auch für Institutionen. 2015 wird es darum gehen, diesen Raum zu gestalten: Szenografie wird nach Storytelling das nächste Themenfeld sein, auf dem sich Social-Media-Manager, aber auch digital aktive Freiberufler, bewähren müssen. Die Kunst der Inszenierung auf der digitalen Bühne, gerahmt vom Bildschirm, findet nicht nur auf den Profilen sondern in der Gesamtpräsenz der Aktivitäten statt: Die 2014 noch viel beschworene Content-Strategie ist nicht mehr ausreichend. Es geht um kreative, die Sinne ansprechende Umsetzungen – der visuelle Auftritt vom Profilbild über die Header-Grafik bis zur Background-Gestaltung, die bewegten Bilder eines Video-Clips sind wie das Klangerlebnis im Podcast szenografisch einsetzbare Mittel. Dank Virtual-Reality-Brillen wie Oculus Rift stehen demnächst auch weitere sensorische Gestaltungsmöglichkeiten offen. Gewinnen wird, wer dabei visuell und emotional überzeugt, punktuell verstört und je nach Zielgruppe gehobene Unterhaltung bietet. Die Szenografie des digitalen Auftritts ist dann gelungen, wenn sie Neugier weckt und dazu verlockt, in einem bisher unbekannten Umfeld auf Entdeckungsreise zu gehen: Wibke Ladwig und Marcus John Henry Brown sind gelungene Beispiele dafür.

Joachim Diercks

(Foto: Joachim Dierks)
(Foto: Joachim Diercks)

Joachim Diercks ist Geschäftsführer der CYQUEST GmbH mit Sitz in Hamburg. CYQUEST ist unter dem Oberbegriff Recrutainment für die Erstellung von Lösungen aus den Bereichen Eignungsdiagnostik (Online-Assessment) sowie Berufs- und Studienorientierung für Unternehmen und Hochschulen bekannt. Diercks ist Herausgeber des Buchs „Recrutainment“, Autor einer Reihe von Fachartikeln zu verschiedenen E-Recruiting- und Employer-Branding-Themen sowie regelmäßiger Referent bei HR-Fachkongressen. Mit dem Recrutainment-Blog zeichnet er für einen der meistgelesenen deutschsprachigen HR-Blogs verantwortlich.

„Matching“ wird das zentrale Thema der HR-Branche

In der Personalgewinnung ist das zentrale Thema für 2015: „Matching“. Wie kommen die richtigen Personen in die richtigen Jobs bei den passenden Firmen?

Klar, diese Frage hat uns schon immer beschäftigt, aber es kommen zwei Dinge zusammen, die diesem Thema eine größere Bedeutung verleihen: Erstens wird es schlicht schwieriger, passendes Personal zu finden, was mit der Demografie, aber auch den immer stärker ausdifferenzierten Anforderungen zu tun hat. Zweitens stehen wir am Beginn eines Zeitalters, in dem Technologie unheimlich wertvolle Dienste beim Matching leisten kann.

Algorithmen werden sukzessive einen großen Teil der gegenseitigen Suche unterstützen, vielleicht irgendwann ganz übernehmen. Nicht, dass ich missverstanden werde; ich meine auf beiden Seiten – sowohl beim rekrutierenden Unternehmen als auch beim Kandidaten. Unternehmen werden selbstverständlich Online-Assessments, Big Data und Matching-Technologien einsetzen, um Kandidaten zu finden und vorzuselektieren. Aber auch Bewerber werden Plattformen und Tools nutzen, auf denen sie ihre Daten gezielt für sich arbeiten lassen.

Wir werden in gar nicht allzu ferner Zukunft (wenngleich noch nicht 2015) eine Welt erleben, in der Bots einen beträchtlichen Teil des „Zueinanderfindens“ von Unternehmen und Mitarbeiter autonom untereinander aushandeln. Das Lesen hunderter Stellenanzeigen und Schreiben dutzender Bewerbungen wird dann genauso der Vergangenheit angehören wie das Sichten tausender Bewerbungen oder das Führen hunderter Job-Interviews.

Benjamin Uebel

(Foto: Benjamin Uebel)
(Foto: Benjamin Uebel)

Benjamin Uebel ist UX-Experte und Psychologe. Als Gründer und Geschäftsführer von RapidUsertests.com gehört er zu den Pionieren des Crowd-Testings in Deutschland. Seine Erfahrungen als Geschäftsführer der Usability-Agentur Userlutions teilt er als Fachautor und Speaker.

Smartwatch, Smartphone, smarte Experience – Nahtlose Customer-Experience über alle Kanäle hinweg

Smartwatches, Smartphones, Tablets, Desktop-Rechner – 2015 stehen Unternehmen vor der Herausforderung, ihren Kunden eine einheitliche und nahtlose Customer-Experience über alle Geräteklassen hinweg zu bieten. Ich erhalte eine Produktempfehlung auf meiner Smartwatch, recherchiere ein paar Details unterwegs in der U-Bahn mit dem Smartphone und kaufe das Produkt schließlich abends im Bett am Tablet.

Der Medienbruch geht aber nicht nur über die Devices – auch Online- und Offline-Erfahrungen verschränken sich zunehmend. Ich kann meine online gekauften Brillen beim Optiker um die Ecke anpassen lassen, meine neue Kommode zuerst im Showroom begutachten oder mir mein im Netz gekauftes Paket im Baumarkt abholen. Volvo experimentiert in Schweden mit einem Service, Online-Lieferungen per GPS ins Auto zu liefern – ein Bote deponiert die Lieferung einfach im Kofferraum. Apple war mit seiner einheitlichen Customer-Experience von der Produktverpackung über die verschiedenen Devices bis zu den Apple-Stores früh Vorreiter dieser Bewegung.

Die Kunden denken dabei nicht in Kanälen, so wie es das Marketing tut. Sie wollen einfach nur eine einheitliche und gute Erfahrung machen. Digitale Unternehmen stehen vor der zunehmenden Herausforderung, diese einheitliche „Cross-Channel-Experience“ zu designen, zu tracken, zu testen und zu optimieren. User-Experience- und Service-Designer werden weiteren Aufwind bekommen und Multi-Channel-Testing- und Analyse-Tools, wie Crowdtests, werden intensiver genutzt werden.

Kerstin Hoffmann

(Foto: Susanne Fern)
(Foto: Susanne Fern)

Dr. Kerstin Hoffmann berät Unternehmen in Public Relations und Digitalstrategien. Sie hält Vorträge, schreibt Bücher und bloggt als „PR-Doktor“. Außerdem ist sie in den gängigen Netzwerken präsent, unter anderem auf Facebook und Twitter.

Weniger Werbemüll, sondern hochwertige Inhalte

Hochwertige Inhalte werden zum (fast) alles entscheidenden Faktor. Vorausgesetzt natürlich, die Strategie und der ganze Rest stimmen. Google und Facebook sind mit ihren geänderten Algorithmen nur die (Mit-)Wegbereiter einer Entwicklung, die immer mehr dahin geht, dass Werbemüll und vermeintlich Suchmaschinen-Optimiertes bei den Empfängern nicht mehr ankommen. „Hochwertig“ heißt dabei nicht zwangsläufig anspruchsvoll oder komplex. Entscheidend ist der Wert des Contents für den spezifischen Empfänger – vom Informationsvorsprung über reine Unterhaltung bis zum Einkaufsvorteil. Dabei müssen Unternehmen zukünftig viel mehr noch als bisher multimedial denken. Investitionen in eigene Plattformen („owned media“) sind dafür unabdingbar!

Marcus Tandler

In der weiteren Verbreitung mobiler Endgeräte und der darauf abzielenden Optimierung sieht Marcus Tandler „eine große Chance für ambitionierte Marketer“.
(Foto: Marcus Tandler)

Marcus Tandler, auch bekannt als „Mediadonis“, ist Partner bei Tandler.Doerje.Partner und Mitgründer von OnPage.org. Er gilt als einer der großen deutschen Experten zum Thema Suchmaschinenoptimierung. Als Redner sprach er auf zahlreichen Events, unter anderem der TEDx und LeWeb.

„Eine große Chance für Mobile-Marketer“

Der größte Online-Marketing-Trend im nächsten Jahr wird meiner Meinung nach Mobile Optimization. Google ist 2014 zu einem waschechten „Mobile First“-Unternehmen geworden, so besuchen mittlerweile mehr Leute Google mit mobilen Endgeräten als mittels stationärer Desktop-PCs. Die „Mobile-Friendliness“ von Webseiten wird daher immer wichtiger für Seitenbetreiber.

Google hat unlängst die Google-Webmaster-Zentrale mit einem neuen Report in diese Richtung aufgebohrt („Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten“/ „Mobile Usability“). Auch wird neuerdings ein „mobile friendly“-Label direkt in den Suchergebnissen angezeigt, wenn eine Seite auch auf mobilen Endgeräten gut les- und nutzbar ist. Mit Hilfe dieser Maßnahmen versucht Google Webmaster dafür zu sensibilisieren, ihre Websites auch für mobile Endgeräte zu optimieren. Über die Hälfte aller Tablet- und Smartphone-Nutzer haben bereits mindestens einmal mobil in einem Online-Shop eingekauft – es ist davon auszugehen, dass diese Zahl 2015 noch weiter steigen wird. Hier besteht eine große Chance für ambitionierte Mobile-Marketer, denn „mobile friendliness“ wird sicherlich, neben einer besseren Konversionsrate, auch ein bedeutsamer Rankingfaktor innerhalb der Suchergebnisseiten werden, der es gut optimierten Websites ermöglicht, an weniger gut optimierten Mitbewerbern vorbeizuschießen.

Heike Scholz

(Foto: Heike Scholz)
(Foto: Heike Scholz)

Heike Scholz beschäftigt sich mit Innovationen und Entwicklungen rund um tragbare Endgeräte und Wearables und bezeichnet sich selbst als „bekennende Überzeugungstäterin in Sachen Mobile“. Sie startete mit mobile zeitgeist schon 2006 einen Weblog über Mobile Marketing, ist darüber hinaus als Speakerin auf Bühnen, als Trainerin in Workshops und als Consultant in Unternehmen aktiv.

Innovationsdruck im stationären Einzelhandel

Mobile verändert alle Branchen und Lebensbereiche und so werden wir 2015 an vielen verschiedenen Stellen „Mega-Trends“ beobachten können. Von der zunehmenden Verbreitung von Wearables, die weitere Funktionen übernehmen und Prozesse vereinfachen werden, über bemerkenswerte Veränderungen im Gesundheitswesen (mHealth), der Finanzbranche (Fintech) und den vielen Prozessen in und zwischen Unternehmen (B2B) bis hin zu den großen Themen wie zum Beispiel dem „Internet of Things“.

In Deutschland werden wir viel über eine Branche reden: den stationären Einzelhandel. Hier wuchs der Leidensdruck in den vergangenen Monaten nicht zuletzt durch den zunehmenden Online-Handel so stark, dass nun massiv neue Konzepte und Ideen ausprobiert werden.

Veränderte Ladenkonzepte – inspiriert von Events – bei denen das Einkaufserlebnis wieder an erster Stelle stehen soll, werden auch mobile Endgeräte in den Kaufprozess einbinden. Schlagworte wie „Omnichannel”, „Proximity oder Location Based Marketing”, „Inhouse Navigation” und natürlich „Mobile Payment” werden uns durch das Jahr begleiten.

Durch neue Player, die die Logistik-Märkte betreten, kann der Einzelhandel seine Services intelligent erweitern und Kunden an sich binden, sodass wir hier Angebote wie „Same Day Delivery” erwarten können. Am Ende des Jahres werden wir an so mancher Stelle vor veränderten Einkaufswelten stehen, die weitaus digitaler sein werden, als sie sich heute so mancher vorstellen kann.

Alexander Graf

(Foto: Alexander Graf)
(Foto: Alexander Graf)

Der E-Commerce-Experte Alexander Graf ist Herausgeber des Blogs Kassenzone und Gründer des Beratungsunternehmens eTribes sowie Gründer und Geschäftsführer von Spryker Systems.

Härterer Wettbewerb durch zunehmende Konsolidierung

Der Konsolidierungstrend wird 2015 den Wettbewerb weiter verschärfen und verändern. Eine deutlich gewachsene Zahl von Akteuren im Markt trifft auf die weniger stark gewachsene Aufmerksamkeit von Endkunden. Durchschnittliche Geschäftsmodelle und Apps hatten es schon 2014 schwer, Neukunden zu gewinnen. Der Wettbewerb entscheidet sich im kommenden Jahr noch weniger über bestehende Features als über die Fähigkeit, aus dem eigenen Geschäftsmodell heraus schnell neue Ideen an den Markt zu bringen. Das wird auch das Thema Mobile bestimmen. Keine noch so gute mobile Seite kann ein erstarrtes Geschäftsmodell dynamischer machen.

Constanze Buchheim

(Foto: Constanze Buchheim)
(Foto: Constanze Buchheim)

Constanze Buchheim ist Expertin für Recruiting und Führung im digitalen Zeitalter. Sie ist Autorin des Buches „HR Basics für Start-ups“. 2009 gründete sie die i-potentials GmbH, die sich zur führenden Personalberatung für Wachstumsunternehmen mit digitalem Fokus in Deutschland entwickelt hat. Das Unternehmen bietet in zwei voneinander getrennten Unternehmensbereichen Recruiting-Lösungen für die Besetzung von Fach- und Führungspositionen.

Der Wunsch nach Augenhöhe – die vollständige Demokratisierung der Gesellschaft

Jeder, der sich ein wenig mit Führung und menschlicher Interaktion auseinandersetzt, wird bemerkt haben, dass sich Ansprüche an Beziehungen jeder Form massiv verändert haben. Oft wurde das Phänomen als Motiv der Generation Y beschrieben, aber tatsächlich lässt sich das Bedürfnis als gleichberechtigter, mündiger Partner behandelt zu werden, quer durch alle Generationen beobachten: in der Arbeitswelt, in den Ansprüchen gegenüber Politikern und anderen öffentlichen Personen, gegenüber der Industrie. Der Ruf nach Gleichberechtigung und partnerschaftlicher, fairer Behandlung zieht überall ein und wird immer lauter. Er verändert Führungsbeziehungen und vor allem auch das Konzept privater Beziehungen und legt damit den Grundstein für eine massive gesellschaftliche Strukturveränderung. Dabei geht es vor allem um Macht beziehungsweie eine paritätische Machtverteilung in Beziehungen. Zu große Egos, Statusverhalten und Arroganz, aber auch fehlende Ehrlichkeit stoßen auf immer stärkere Ablehnung – die Medien sind voll davon: Debatten um schädliche und bisher verheimlichte Zusatzmittel in Produkten der Konsumgüterindustrie und das Aufdecken von Staatsgeheimnissen durch Edward Snowden sind nur zwei Beispiele, die 2014 deutlich erstarkte Frauenbewegung ein weiterer Beleg. Kernkompetenz im Zeitalter der Demokratisierung des Einzelnen wird es, dieses Bedürfnis zu erfassen und vor allem die Kommunikation darauf anzupassen. Das bedeutet vollständige Transparenz zu schaffen, rechtzeitig und vollständig zu informieren und sich öfter als bisher abzusprechen und die Meinung des Anderen einzuholen – denn jede Meinung zählt.

Thilo Specht

(Foto: Thilo Specht)
(Foto: Thilo Specht)

Thilo Specht entwickelt unter der Marke „cluetrain pr“ Strategien, Konzepte und Geschichten für die digitale Kommunikation. Er berät Unternehmen mit Fokus aufs Social Web. Den Grundstein hierfür legte 1999 der erste eigene Telefonanschluss mittels 56k-Modem.

Die Rückkehr der SoLoMo-Mantras

Aus Akquise-Gründen müsste ich jetzt schreiben, dass es im Online Marketing 2015 natürlich (!) vor allem (!!) um Inhalte (!!!) geht. Die Richtigen, versteht sich. Aber ganz ehrlich: Das sollte mittlerweile überall angekommen sein.

Was uns 2015 indessen sicher das ein oder andere Mal überraschen wird, ist ein alter Bekannter – das Mobile Marketing.

Rund 80 Prozent der 14- bis 29-Jährigen Social-Media-Nutzer greifen mobil auf ihre Netzwerke zu. Vier von fünf Millenials shoppen über Smartphone und Tablet. Rund 80 Mal schauen wir täglich auf das Display unseres Smartphones.

Dazu kommen neue Technologien wie Apple Pay und iBeacons, die das Smartphone noch stärker in unseren Alltag einbinden werden. Ich behaupte: Interaktive Aktionen am Point-of-Sale treffen auf größere Akzeptanz, sobald das Smartphone ein hilfreiches Werkzeug beim Einkauf wird.

Für das Online-Marketing heißt es nun, das angestaubte SoLoMo-Mantra wieder rauszuholen.

Und bitte achtet auf eure Inhalte.

Jan Christe

Jan Christe, t3n-Chefredakteur.
(Foto: t3n)

Jan Christe ist Mitgründer und Chefredakteur von t3n. Ihn fasziniert  Technik in allen Facetten, sowohl Altes (VW T3 Atlantik), Neues (iPhone 6), Digitales (Spotify) als auch Analoges (Kopfhörer). Mehr von ihm gibt es unter anderem bei Twitter und Google+  .

Der große Bitcoin-Boom

Die Kryptowährung wird im nächsten Jahr salonfähig und einen großen Schritt in Richtung Mainstream machen. Nicht nur immer mehr Onlineshops akzeptieren die digitale Währung, vor allem im stationären Handel wird Bitcoin deutlich präsenter werden. Auf Händlerseite ist der Treiber dieser Entwicklung die hohe Transaktionsgebühr, die der Händler bei jeder herkömmlichen Kartenzahlung an das Karteninstitut abführen muss. Mit Bitcoin lassen sich diese hohen Gebühren umgehen. Auf Kundenseite sorgen Initiativen wie die von Ric Ferrer in Hannover für mehr Präsenz und Aufmerksamkeit. Und letztlich werden Tech-Giganten und Startups mit neuen Produkten und Angeboten dafür sorgen, dass Bitcoin der Weg in den Massenmarkt geebnet wird.

Andreas Lenz

(Foto: t3n)
(Foto: t3n)

Andreas Lenz ist Mitgründer und Geschäftsführer der yeebase media GmbH, dem Verlag hinter dem t3n Magazin sowie Co-Gründer der Hardwrk GmbH, einem Hersteller für Apple-Zubehör. Er ist bei t3n für die Bereiche Marketing und Kommunikation verantwortlich und beschäftigt sich tagtäglich mit Zukunftstrends im digitalen Business. Außerdem ist er auf Twitter aktiv.

 

Unternehmen brauchen Produktivitätszentralen

Das Rauschen und der kommunikative Druck in Unternehmen nimmt exponentiell zu. Verantwortlich sind Mails, Xing- und LinkedIn-Nachrichten, Chat-Dienste wie Hipchat und Slack, Social Intranets, Meetings sowie private Netzwerke wie Facebook und WhatsApp. Die Vielzahl der Kommunikationswege hält Mitarbeiter von ihren eigentlichen Zielen und Aufgaben ab oder lässt diese im Nebel von Pings untergehen.

In 2015 werden wir eine Vielzahl neuer Produktivitäts- und Konzentrations-Tools und -Strategien erleben, die darauf abzielen, die Prioritäten der Mitarbeiter konzentriert im Auge zu behalten. Es werden Produktivitätszentralen als neuartige Arbeitsumgebungen entstehen, die dem Management dabei helfen, Mitarbeiter vor dem „Rauschen“ zu schützen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihren Prioritäten klar und fokussiert nachzugehen.

Martin Brüggemann

(Foto: t3n)
(Foto: t3n)

Martin Brüggemann ist Mitgründer und CTO der yeebase media GmbH, dem Herausgeber des t3n Magazins. Er leitet das sechsköpfige Technik-Team und verantwortet die Entwicklung neuer Projekte. Du erreichst ihn unter anderem auf Twitter und Google+.

Content-Commerce, Cloud-Hosting und „DevOps“

Ich sehe drei Trends, die parallel laufen.

Inhalte und Shops rücken näher zusammen, was zu extremen Verbesserungen bei der Shop-Qualität und Kundenzufriedenheit führt, aber auch viele Anbieter vor große Herausforderungen stellt. Stichwort: „Content Commerce“.

Cloudhosting-Lösungen und -Services werden auch in Deutschland zum Standard. Davon profitieren beispielsweise Amazon AWS Deutschland, Profitbricks und jiffybox, aber auch viele ähnlich gelagerte Anbieter. Probleme bekommen klassische Managed-Hosting und Webspace-Anbieter.

Die Rolle des „DevOps“-Mitarbeiters wird die HR-Szene aufmischen. Die bislang ungewöhnliche Mischung aus Entwickler und Administrator gewinnt an Bedeutung, kümmert sich im Unternehmen um die Automatisierung der Server-Konfiguration und optimiert dadurch den Live-Betrieb.

Was ist dein Mega-Trend 2015?

Hier findet ihr noch einmal die Ausgaben der letzten Jahre:

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Lars Budde