Trends | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Trends 2016-02-11T15:14:22Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/trends Diese Nachrichten-App lässt dich mit einem Bot reden http://t3n.de/news/nachrichten-app-bot-quartz-679132/ 2016-02-11T15:14:22Z
Das Nachrichtenportal Quartz hat am Donnerstag eine neue iOS-App veröffentlicht, die zwei große Trends vereint: Messaging und Push-Notifications. Anstatt die Inhalte der Homepage abzubilden, setzt …

Das Nachrichtenportal Quartz hat am Donnerstag eine neue iOS-App veröffentlicht, die zwei große Trends vereint: Messaging und Push-Notifications. Anstatt die Inhalte der Homepage abzubilden, setzt die App auf einen Nachrichten-Bot.

Das Portal für Wirtschaftsnachrichten ist einer der Senkrechtstarter der US-amerikanischen Medienszene in den letzten Jahren. Bisher hat der Anbieter konsequent auf eine mobiloptimierte Homepage und auf den erfolgreichen Newsletter „Daily Brief“ gesetzt. Obwohl das Portal schon seit vier Jahren am Markt ist, hat sich das zu Atlantic Media gehörende Qz.com ungewöhnlich viel Zeit mit der Veröffentlichung einer App gelassen. Ein Jahr nach Entwicklungsbeginn ist die App jetzt für iOS verfügbar. Eine Android-Version soll folgen.

Ein Bot, der von Menschen mit Inhalten gefüttert wird

Quartz erinnert vom Aufbau her nicht an eine klassische Nachrichten-App sondern eher an einen Messenger. (Grafik: Quartz)
Quartz erinnert vom Aufbau her nicht an eine klassische Nachrichten-App sondern eher an einen Messenger. (Grafik: Quartz)

Wer eine gewöhnliche Nachrichten-App erwartet, wird verwundert auf den Schirm starren. Der Nutzer wird von einem klassischen iMessage-Look begrüßt. Statt eine Artikelübersicht vorgesetzt zu bekommen, poppt eine kurze Chat-Message „Hey there.“ auf. Quartz setzt auf Interaktion und lässt den Nutzer aus verschiedenen vorgegebenen Antworten auswählen. So kann man entscheiden, ob mehr Informationen über ein Thema angezeigt werden oder man zur nächsten Nachricht springt.

Eine wichtige Rolle im Konzept spielen Push-Notifications. Anstatt statisch wirkende Nachrichtenüberschriften, bekommt der Nutzer menschlich wirkende Benachrichtigungen – gerne mit vielen Emojis – angezeigt, die zur Interaktion animieren sollen und nicht nur zum passiven Konsum. Das passt auch in das Gesamtbild, denn die App verkauft sich eher als Messenger und spart nicht an GIFs und Fotos.

Eine App irgendwo zwischen Messenger und Nachrichtenquelle

Zach Seward, Chefredakteur von Quartz, beschreibt die App als eine Mischung aus Point-and-Click-Adventure, Messenger und seriöser Nachrichtenquelle. Als ernstzunehmender Berichterstatter hat sich Quartz auch schon einen Namen gemacht. Aber ob die neuartige Dialogform von jedem Nutzer direkt verstanden wird und die zahlreichen Emojis in Wirtschaftsnachrichten nicht fehlplatziert wirken, muss der Nutzer für sich entscheiden. Quartz bleibt seinem Ruf, gerne ein Experiment zu wagen, jedenfalls treu.

Quartz • News in a whole new way
Quartz • News in a whole new way
Entwickler: Quartz
Preis: Kostenlos
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Dominik Schmidt
Einstieg in die Games-Entwicklung: So können Webentwickler umsteigen http://t3n.de/news/einstieg-games-entwicklung-675367/ 2016-01-31T10:11:25Z
Wie man von der Webentwickler in den Spielebereich wechselt? Eine Frage, die sich viele Webentwickler nach ihrem abgeschlossenen Studium oder ihrer Ausbildung fragen. Ein Leitfaden mit Anforderungen …

Wie man von der Webentwickler in den Spielebereich wechselt? Eine Frage, die sich viele Webentwickler nach ihrem abgeschlossenen Studium oder ihrer Ausbildung fragen. Ein Leitfaden mit Anforderungen und Voraussetzungen von Spieleunternehmen, gemischt mit einer kleinen Übersicht über die Spieleindustrie im Web-Bereich und im Gesamten, sowie zukünftige

Videospiele sind heutzutage präsenter denn je. Seien es interaktive Spielereien im Internet, Fernseh- und Plakatwerbung oder Messen, die zahlreiche Massen anlocken. Dutzende Spiele erscheinen tagtäglich für jeden Spieletyp, jedes Spielgerät und jede Altersklasse – dabei spielt es keine Rolle, ob jung oder alt.

Doch was für Voraussetzungen braucht es, um in ein Spieleunternehmen zu kommen und an Spielen mitzuwirken?

Zunächst einmal sollte man sich die Frage stellen, ob man im Frontend- oder Backend-Bereich arbeiten möchte. Schließlich gibt es Unterschiede zwischen serverseitigem und clientseitigem Programmieren. Serverseitig setzen Browsergame-Entwickler wie gamigo und Bigpoint größtenteils auf die Programmiersprachen Java und C++, um ihre Account-Systeme zu verwalten und Game-Server anzubinden. Clientseitig setzt man bei oben genannten Firmen auf Kenntnisse in JavaScript, HTML5, CSS3 und Ajax. Bei den meisten namhaften Entwicklern ist der Umgang mit Versionskontrollsystemen wie zum Beispiel Git mittlerweile eine weitere Anforderung. Frameworks wie Zend für PHP oder Angular.js für JavaScript sind ebenfalls Voraussetzungen, um im Spielebereich Fuß fassen zu können. Die Optimierung für mobile Endgeräte ist abhängig vom Unternehmen noch von Vorteil, wird sich aber in den nächsten Jahren sicherlich noch standardisieren.

Nutzung mobiler Endgeräte für Spiele. (Grafik: Statista, 2015)
Nutzung mobiler Endgeräte für Spiele. (Grafik: Statista, 2015)

Weitere Voraussetzungen für Hobby-Programmierer ohne einen Abschluss in Informatik oder einer Ausbildung mit vergleichbarer Erfahrung, ist oftmals ebendieser (dazu später mehr). Gute Englischkenntnisse sind ebenso wichtig, da Programmiersprachen meist in Englisch geschrieben sind und man ein größeres Spieleunternehmen auch international, zum Beispiel auf Messen oder Meetings, vertreten könnte.

Wie sehen die Spiele-Trends im Web-Bereich aus?

Das Spiel „Spacelamb“ des Entwicklers „12Wave Production“ basiert auf WebGL. (Screenshot: Spacelamb)
Das Spiel „Spacelamb“ des Entwicklers „12Wave Production“ basiert auf WebGL. (Screenshot: Spacelamb)

Ein ganz großes und faszinierendes Thema ist momentan das standardisierte WebGL. Wahrscheinlich ist es die Neuheit für Browser und Entwickler. Mittels der auf JavaScript basierenden 3D-Bibliothek three.js lassen sich kurzerhand 3D- Umgebungen für den Browser darstellen.

Mobile Gaming und mobile Apps sind ebenfalls in einem Hoch und der Trend mit den portablen Geräten scheint nicht abklingen zu wollen.

Wie sieht es als Webentwickler in dem großen, weiten Arbeitsmarkt aus und was kann man künftig erwarten?

Onlinespiele: Umsatzzahlen und Prognose bis 2018 (Grafik: Statista, 2015)
Onlinespiele: Umsatzzahlen und Prognose bis 2018 (Grafik: Statista, 2015)

2013 war kein gutes Jahr für die Spieleunternehmen im Bereich der Browsergames. Firmen wie Zynga oder Bigpoint hatten enorme Umsatzeinbrüche – die Folge: Sie mussten zahlreiche Arbeitsplätze streichen. Der Konzern Zynga, bekannt geworden durch Spiele wie „Farmville“ oder „Mafia Wars“, musste ganze 520 Stellen komplett streichen, bei der Bigpoint GmbH hingegen waren es 120 Arbeitsplätze.

Heute sieht die Welt – zumindest bei Bigpoint – anders aus. Der Vorstand hat sich das Ziel gesetzt, international zu wachsen und die läppischen elf Prozent des Gesamtumsatzes außerhalb von Europa zu vergrößern. Im mittleren Osten und Nordafrika sollen neue Stellen besetzt werden und in Deutschland gibt es auch wieder freie Stellen. Zynga hingegen macht sich das (Über-)Leben schon seit geraumer Zeit schwer. Auch dieses Jahr sollen weitere 364 Arbeitsplätze und somit 18 Prozent der Belegschaft entlassen werden. Dadurch sollen 100 Millionen US-Dollar pro Jahr eingespart und die verbliebenen Mitarbeiter auf den gesunkenen und gründlich aussortierten Spielebestand verteilt werden.

Ein Screenshot aus dem Browsergame „Anno Online“ des Entwicklers „Blue Byte“. (Screenshot: Anno)
Ein Screenshot aus dem Browsergame „Anno Online“ des Entwicklers „Blue Byte“. (Screenshot: Anno)

Man könnte meinen, dass es weniger Arbeitsplätze für Programmierer geben würde, doch das ist sowohl vom Unternehmen als auch vom Standort abhängig. In Wirklichkeit ist bei genauerem Hinsehen genau das Gegenteil der Fall. Die Spieleindustrie wächst immer weiter steil bergauf – auch im Web-Bereich. Zahlreiche Indie-Spieleentwickler und namhafte Branchen-Urgesteine setzen mittlerweile auf die für mobile Apps und Spielereien auf dem Smartphone und Tablet. Unternehmen wie Travian Games, Gamigo oder Blue Byte suchen immer wieder nach Verstärkung in ihren Entwicklerstudios.

Außerhalb des Web-Bereiches ist die Lage deutlich stabiler. Sowohl die Arbeitsplätze, als auch die Umsatzzahlen der Spieleunternehmen, die sich nicht auf Online- und Browsergames spezialisiert haben, steigen jährlich in die Höhe. Programmierer, die kompliziertere Hochsprachen wie C(#), C++ oder Java beherrschen, sind laut Stellenausschreibungen bei Travian Games, Goodgame oder Rockstar Games, oft gesucht. Trotz der steigenden Arbeitsplätze sind die Chancen oft gering, auf Anhieb in ein Unternehmen zu kommen. Praktika und Arbeitszeugnisse sind deshalb oft gern gesehen.

Sollte man dann nicht eher Game-Programming oder Informatik studieren, um einen gesicherten Arbeitsplatz zu ergattern?

Beim Spieleunternehmen Zynga sind Entlassungen an der Tagesordnung. (Bild: Zynga Inc.)
Beim Spieleunternehmen Zynga sind Entlassungen an der Tagesordnung. (Bild: Zynga Inc.)

Um richtig in der Gaming-Branche durchstarten zu können, braucht es nicht zwingend einen Abschluss in Informatik oder als Spieleprogrammierer. Viele Spieleentwickler haben aber durch ein abgeschlossenes Informatikstudium das nötige Know-How erlernt und sind durch Praktika in die Spielebranche gekommen. Eine auf Spieleentwicklung zugeschnittene Ausbildung oder ein Medienstudium ist natürlich allemal von Vorteil, um die Workflows zu optimieren und Menschen aus dem Entwicklerumfeld kennenzulernen. Für den optimalen Umgang und das perfekte Zusammenspiel mit Code-Editoren und Game-Designern ist ein Medienstudium ratsam. Man sollte dabei bedenken, dass es kein staatlich anerkanntes Berufsbild ist und man zur Finanzierung somit meist in die eigene Tasche greifen muss.

Kleinere und auch größere Spieleentwicklerstudios nehmen Initiativbewerbungen eines Bewerbers entgegen. Oftmals werden Stellen dank ebendieser Bewerbungen vor ihrer offiziellen Ausschreibung schon vergeben. Eine zielgerichtete, floskelfreie Initiativbewerbung könnte das Aufsehen des Studios zu eigenen Gunsten erwecken.

Fazit

„Für eingefleischte Webentwickler ist der Umstieg auf die Programmierung von Spielen noch relativ simpel gehalten.“

Zum Entwickeln von Videospielen braucht es – wie bei allem was man macht – ein gewisses Fachwissen und zusätzlich noch Geschick im Umgang mit anderen Programmierern und Codes, welches sich jederzeit in einer Ausbildung, einem Studium oder auch in der Freizeit aneignen lässt. Für eingefleischte Webentwickler ist der Umstieg auf die Programmierung von Spielen noch relativ simpel gehalten. Als Developer im Web-Bereich hat man den Vorteil, dass man sich mit Codeschnipseln auskennt und das Aneignen von beliebten Hochsprachen wie C, C++, C# oder Java auch gut von der Bühne läuft. Die Vorgehensweise in einem Team ist meistens auch bekannt und sollte dies nicht der Fall sein, lernt man diese spätestens dann, wenn man bei einem Entwicklerstudio eingestellt ist. Der Arbeitsmarkt boomt und es gibt reichlich Firmen, die auf neue Gesichter warten, die vor Talent und Wissbegierde strotzen. Das richtige Unternehmen lässt sich bei der umfangreichen Auswahl schnell finden, die momentan auf dem Markt herrscht. Doch die Arbeitsplätze sind sehr begehrt und meist bewerben sich deutlich mehr Bewerber um offene Stellen, als offene Stellen vorhanden sind. Praktika und Arbeitsproben sind in den Medien vorteilhaft zum Sammeln von Berufserfahrung und essenziell für Bewerbungen.

Sollte das Arbeiten im Team nichts für einen sein oder man einfach keinen Arbeitsplatz findet, lassen sich kleinere Apps und Spiele anfangs auch alleine mit ein wenig Übung programmieren. Doch auf Dauer sollte man zusehen, dass man vom alleinstehenden Freelancer zum Teamplayer wird, da die Technik immer anspruchsvoller sowie komplexer wird und größere Projekte alleine kaum zu bewältigen sind. Auch der Erfolg eines Spieles hängt von der Größe des Teams ab – schließlich arbeiten drei produktive Programmierer mehr als einer.

Ob im clientseitigen Frontend oder im serverseitigen Backend, ob als JavaScript-Meister oder als Datenbank-Spezialist – der Weg vom Webentwickler zum Spieleentwickler ist auf alle Fälle machbar und relativ leicht zu meistern. Es bieten sich einem viele aussichtsreiche Wege auf dem Weg zum Game-Developer an. Und auf die der Spielebranche darf man bei diesem unvorhersehbaren Arbeitsmarkt zukünftig sicherlich noch gespannt sein.

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Daniel Baralic
Die 10 beliebtesten Artikel der Woche: Der Tagesablauf von Frank Thelen und 30 außergewöhnliche Airbnb-Unterkünfte http://t3n.de/news/10-beliebtesten-artikel-woche-94-673619/ 2016-01-23T10:00:49Z
In dieser Rubrik präsentieren wir euch im Wochenturnus die klickstärksten t3n-Artikel der vergangenen Woche. Besonders angesagt: Ein kostenloses Scoring-Tool für Websites und fünf Trends im …

In dieser Rubrik präsentieren wir euch im Wochenturnus die klickstärksten t3n-Artikel der vergangenen Woche. Besonders angesagt: Ein kostenloses Scoring-Tool für Websites und fünf Trends im Online-Marketing.

1. Wie gut ist deine Website? Dieses kostenlose Scoring-Tool verrät es dir

Der Website Grader unterzieht jede beliebige Website einem Qualitätscheck mit nützlichen Erkenntnissen. Wir haben uns das Tool angesehen.

Unser Artikel: Wie gut ist deine Website? Dieses kostenlose Scoring-Tool verrät es dir

2. Wer prokrastiniert, ist kreativer!

Prokrastination, das Aufschieben von Aufgaben, hat keinen guten Ruf. Eine hat jetzt aber gezeigt, dass mit dem Aufschieben ein erhöhtes Maß an Kreativität einhergeht. 

Unser Artikel: Wer prokrastiniert, ist kreativer!

3. „08:00 Uhr: Der iPhone-Wecker klingelt“: Ein Tag im Leben des Startup-Investors Frank Thelen

In unserer neuen Serie „Ein Tag im Leben von…“ protokollieren außergewöhnliche Köpfe der deutschen Startup-Szene ihren Berufsalltag. Den Anfang macht: Startup-Investor und DHDL-Star Frank Thelen.

Unser Artikel: „08:00 Uhr: Der iPhone-Wecker klingelt“: Ein Tag im Leben des Startup-Investors Frank Thelen

4. Du arbeitest mit zwei Monitoren? Hier findest du schicke Desktop-Hintergründe

Einen Rechner mit mehr als einem Monitor zu betreiben, ist heute keine Seltenheit mehr. Wir verraten euch, wo ihr die schicksten Multi-Screen-Wallpaper für eure Monitore findet.

Unser Artikel: Du arbeitest mit zwei Monitoren? Hier findest du schicke Desktop-Hintergründe

5. WhatsApp wird kostenlos – Aus für Gebührenmodell

WhatsApp-Chef Jan Koum hat im Zuge der DLD-Konferenz bekanntgegeben, dass das Gebührenmodell abgeschafft wird. Damit wird der beliebteste der Welt kostenlos. Außerdem zeigt er Interesse an Unternehmenslösungen.

Unser Artikel: WhatsApp wird kostenlos – Aus für Gebührenmodell

6. Karriere: Warum viele Millennials wirklich ihren Job wechseln wollen

Einer weltweiten Umfrage zufolge wollen zwei Drittel aller sogenannten „Millennials“ innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre ihren Job wechseln. Als Hauptgrund für die Wechselbereitschaft haben die Forscher ein neues Phänomen ausgemacht.

Unser Artikel: Karriere: Warum viele Millennials wirklich ihren Job wechseln wollen

7. Airbnb-Porn: Die 30 coolsten und ungewöhnlichsten „Wohnungen“ weltweit

Es gibt Airbnb-Wohnungen und Unterkünfte, die so fantastisch und außergewöhnlich sind, dass man sofort seine Koffer packen will. Schlafen im Baumhaus, Kirchturm, Weinfass, Leuchtturm oder Loft im 42. Stock? Alles möglich! Wir haben einige besonders coole Angebote auf gesammelt.

Unser Artikel: Airbnb-Porn: Die 30 coolsten und ungewöhnlichsten „Wohnungen“ weltweit

8. Die Zukunft des Online-Marketings: 5 Trends von mehr Menschlichkeit bis Customer-Journey

Wie machen wir in Zukunft Marketing und was sollten Marketer dafür auf dem Schirm haben? In seinem Gastartikel schreibt Olaf Kopp über fünf Trends, die uns in Zukunft begleiten werden.

Unser Artikel: Die Zukunft des Online-Marketings: 5 Trends von mehr Menschlichkeit bis Customer-Journey

9. Beschwerdemanagement: 8 Tipps, mit denen du unzufriedene Kunden wieder von dir überzeugst

Unzufriedene Kunden sind in der Regel keine verlorenen Kunden. Mit dem richtigen Geschick kann man sie meist zurückgewinnen – und hat auch noch was gelernt. Worauf es beim Beschwerdemanagement ankommt.

Unser Artikel: Beschwerdemanagement: 8 Tipps, mit denen du unzufriedene Kunden wieder von dir überzeugst

10. Von wegen unberechenbar: So können SEO-Kosten kalkuliert werden

Kosten und Erfolge sind für viele Maßnahmen im sehr vorhersehbar. Doch die Suchmaschinenoptimierung zeigt sich für viele Unternehmen wie ein unbeherrschbares schwarzes Loch. Wir zeigen, wie Transparenz in die Sache kommt.

Unser Artikel: Von wegen unberechenbar: So können SEO-Kosten kalkuliert werden

 

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Daniel Hüfner
Die größten Online-Marketing-Trends 2016 http://t3n.de/news/online-marketing-trends-2016-671915/ 2016-01-21T08:30:07Z
Was sind die Online-Marketing-Trends 2016? Diese Fragen haben wir 15 Experten gestellt, darunter Mitch Joel, Meike Leopold und Marcus Tandler. Ihre Antworten fasst dieser Artikel zusammen.

Was sind die Online-Marketing-Trends 2016? Diese Fragen haben wir 15 Experten gestellt, darunter Mitch Joel, Meike Leopold und Marcus Tandler. Ihre Antworten fasst dieser Artikel zusammen.

„Strategy first, later“ war das Schlusswort der Online-Marketing-Trends 2015. Auch 2016 betonten diesen Punkt einige der von uns befragten Experten mit Hinweis auf die Basics guten Marketings: die Strategie.

Laura Waste: „Schaffe Relevanz, nicht Reichweite“

Laura Waste (Foto: construktiv GmbH)
Laura Waste (Foto: construktiv GmbH)

Den Anfang machte Laura Waste von der construktiv GmbH, sie schrieb: „Stell dir vor, du hast 10.000 Follower, ganz viel Content, aber niemanden interessiert’s“. Die wichtigste Frage, die Marketer 2016 beantworten müssen, ist ihrer Meinung nach: „Wie verschaffe ich mir und meinen Inhalten mehr Aufmerksamkeit und vor allem Relevanz?“

Die Grundlage sei eine „stringente Strategie, die klar über alle Kanäle gespielt wird.“ Waste wünscht sich insofern „lieber 1.000 echte Freunde als 10.000 Follower, die dich sofort vergessen, wenn du nicht mehr da bist“ und betont: „Reichweite ist nicht alles. Es sind wertvolle Beziehungen, die zählen.“

Eva Hieninger nennt „drei essenzielle Fragen“

Eva Hieninger. (Foto: Marketing for Good)
Eva Hieninger. (Foto: Marketing for Good)

Auch Eva Hieninger, Inhaberin von Marketing for Good, sind die Basics wichtig. „Ich könnte viel über Marketing-Automation, Attribution, Customer-Life-Journey, , Content- und Performance-Maßnahmen erzählen. Fakt ist jedoch, dass vielen Organisationen und Unternehmen die Basis fehlt, neue Trends umzusetzen.“

Unternehmen sollen demnach zunächst drei essenzielle Fragen beantworten: „Wer und wo sind wir eigentlich?“; „Wo wollen wir hin?“ und „Wen wollen wir erreichen?“. Erst danach können Trends implementiert werden, betont Hieninger. „Alles andere führt zum unendlichen K(r)ampf.“

Meike Leopold: „Kläre die grundsätzlichen Fragen“

Meike Leopold.
Meike Leopold. (Foto: Meike Leopold)

Als „Head of Digital Communication“ von Salesforce Germany prognostizierte Meike Leopold im vergangen Jahr „messbar erfolgreiches Content-Marketing“. Der neugewonnene Fokus auf die Beratung von Unternehmen unter dem Banner ihrer Kommunikationsagentur Start Talking führt Leopold 2016 die Bedeutung der Grundlagen vor Augen.

„Können sie mich beraten, ob wir auch Instagram oder Snapchat machen müssen? Solche Anfragen kriege ich von meinen B2B-Kunden ständig“, schreibt Leopold. „Da frage ich erst einmal zurück: Wer sind denn ihre Zielgruppen und wie erreichen sie die Entscheider am besten?“ Die Beantwortung dieser grundsätzlichen Fragen klärt auch die Wahl des Kommunikationswegs.

Kerstin Hoffmann: „Unternehmen brauchen Gesichter mit Wiedererkennungswert“

(Foto: Susanne Fern)
Dr. Kerstin Hoffmann (Foto: Susanne Fern)

Wie wichtig diese Grundlagen sind, weiß auch PR-Doktor Kerstin Hoffmann. Die meisten Unternehmen können mit der Entwicklung aktuell nicht Schritt halten, schreibt sie. Es sei deshalb schwierig, „verlässliche Prognosen selbst für kurze Zeiträume abzugeben. Sicher ist für mich aber eines: Die Zeit der gesichtslosen Firmen-Accounts im Web ist vorbei.“ Menschen suchen nach Vertrauenspersonen, „die sie durch die virtuelle Welt lotsen.“

„Online-Strategien und Content-Marketing funktionieren mehr und mehr nur noch über Gesichter mit Wiedererkennungswert“, so Hoffmann. „Das Marketing in vielen (wenn nicht sogar den meisten) Unternehmen muss umdenken, und zwar schnell.“ Sie brauchen „Menschen, die ihren Kopf für sie hinhalten und sichtbar Stellung beziehen.“

Kathrin Siemokat, Marketing Performers: „Betrachte das Gesamtkonstrukt“

Kathrin Siemokat (Foto: Marketing Performers)
Kathrin Siemokat (Foto: Marketing Performers)

Die Überleitung zu einem der meistgenannten Trends 2016 schafft Kathrin Siemokat, Geschäftsführerin der Marketing Performers. „Wir werden immer mobiler und wollen mit spannenden Inhalten und personalisierten Angeboten gecatcht werden. Content Marketing wird 2016 in Hochform kommen.“ Ihr geht es dabei vor allem um kanalübergreifende Kommunikation.

Sie schreibt: „Wir werden kleine Geschichten erzählen via Videos, Bildern und Livestreams über Netzwerke, Messenger und Apps. Unternehmen werden die Marketingkanäle endgültig nicht mehr separat betrachten, sondern als Gesamtkonstrukt. Alles greift ineinander, online und offline.“

Brian Solis fordert Blick aufs große Ganze, die „Customer Journey“

Brian Solis (Foto: briansolis.com)
Brian Solis (Foto: briansolis.com)

Diese Bedeutung der kanalübergreifenden Kommunikation leitet Brian Solis, Principal Analyst der Altimeter Group und mehrfacher Buchautor, gleich zu Beginn seines Statements ein: „Meine Vorhersage ist ein Weckruf für Marketer, einen Schritt zurückzutreten und mehr darüber zu lernen wie Marketing das Kundenerlebnis an jedem Kontaktpunkt beeinflussen kann.“

Die Mischung aus klassischen (Push) und modernem Marketing (Pull) führe dazu, dass „Marken nicht mehr das sind, was sie mal waren. Sie sind jetzt wandelbar und müssen Kunden daran erinnern, was sie interessant macht.“ Der Blick aufs große Ganze – die Customer Journey – wird 2016 deshalb umso wichtiger. Unternehmen brauchen dafür ein „Verständnis der Zielgruppe, ihres Verhaltens und ihrer Vorlieben“.

Marcus Tandler: „Der große Trend wird User-Experience-Optimization“

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Marcus Tandler. (Foto: OnPage.org)

Wenn nicht in die gleiche, dann zumindest in eine ähnliche Kerbe schlägt Marcus Tandler, Mitgründer von OnPage.org. Er schreibt: „Der größte Online-Marketing-Trend im nächsten Jahr wird meiner Meinung nach User-Experience-Optimization.“ Die Aufgabe von Marketern wird, den Fokus von einzelnen Seiten (Conversion-Optimization) auf alle Kontaktpunkte zu verschieben.

Es geht „somit um die Optimierung sämtlichter Touchpoints, also aller Markenkontakte, einschließlich aller bespielten Social-Media-Plattformen sowie traditioneller Marketing-Aktivitäten. Der größte Hebel ist hierbei wohl die Personalisierung“, heißt es weiter. Das Ziel: „keine breitgestreute Werbung, sondern authentischer Dialog“.

Olaf Kopp: „Content-Marketing entlang der Customer Journey

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Olaf Kopp (Foto: Aufgesang)

Olaf Kopp, Mitgründer der Aufgesang Inbound Marketing GmbH und Gründer von Kopp Online Marketing Consulting, wird konkreter. Er setzt für 2016 auf Content-Marketing entlang der Customer Journey. In einem t3n-Artikel beschreibt er beispielhaft verschiedene „Touchpoints“ und empfiehlt „Inhalte gemäß des Wissensstands des potenziallen Kunden zu erstellen“.

Bei der Verbreitung dieser Inhalte sei der Zeitpunkt entscheidend. „Hier können Marketing-Automations- beziehungsweise automatisierte Planungs-Systeme helfen“. Das Ziel ist letztlich „ein Zusammenspiel von publizierten Inhalten über Owned, Earned und Paid Media“.

Kathrin Weßling über „die Stärken der Plattformen“

Kathrin Weßling. (Foto: Kathrin Weßling)
Kathrin Weßling. (Foto: Kathrin Weßling)

Damit Inhalte auch 2016 funktionieren, müssen sie verstärkt der Plattform angepasst werden, auf der sie stattfinden sollen, betont Kathrin Weßling von Spiegel Online. „Die Frage, die sich Brands und Publisher stellen müssen, ist nicht mehr, wo ist meine Zielgruppe, sondern: Wie kann ich meine Zielgruppe auf der jeweiligen Plattform mit den dafür optimierten Inhalten erreichen?“

Ihr geht es insofern „nicht mehr um große Schritte, sondern um kluge und mutige Entscheidungen, die eigene Marke nicht länger als über allem erhaben anzusehen, sondern die unterschiedlichen Stärken der Plattformen zu nutzen“. Man könne die Nutzer sowie die Plattformen, auf denen sie sind, nicht zwingen, sich einer Marke anzupassen.

Bernadette Brown: „Konsumenten erwarten Real-Time-Content“

Bernadette Brown. (Foto: Socialbakers)
Bernadette Brown. (Foto: Socialbakers)

Neben Weßling betont auch Bernadette Brown, VP DACH von Socialbakers, die Bedeutung der Content-Optimierung. Interessant sei hierbei der Trend hin zu Bewegtbild-Content. „Er lässt den Nutzer noch tiefer in eine Story einsteigen, macht sie greifbar und führt zu einem emotionaleren Nutzererlebnis“, schreibt Brown.

Im Kontext sozialer Medien gewinnen Livestreamings an Bedeutung, prognostiziert sie. Beispiele hierfür sind Periscope und Snapchat. „Konsumenten werden mehr Real-Time-Content erwarten, auch von Marken. Das erfordert Flexibilität und ein tiefes Zielgruppenverständnis.“

Christoph Burseg über „vorhersagbaren Erfolg auf YouTube“

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Christoph Burseg (Foto: Veescore)

Videoexperte Christoph Burseg, Gründer von Veescore, verweigert sich einer disruptiven Trendvorhersage. Wie auch Brown sieht er viel Potenzial im Bewegtbild, ist aber „erschrocken, wie vorhersagbar Erfolg ist und wie viele Kanäle auf YouTube mit wenig Einsatz hohe Abrufzahlen erzielen können.“

„Ein hoher Prozentsatz der Videoreichweite ist von Nachfrage gesteuert“, so Burseg. „Wenn wir uns bisher über komische Kanäle mit Millionenreichweite wundern, liegt das nicht daran, dass nur komische Kanäle funktionieren, sondern an dem Vakuum besserer Inhalte.“ Er erwartet, dass 2016 „eine neue Generation cleverer Produzenten die Videonetzwerke entert und damit auch Geld verdient“.

Mitch Joel prognostiziert mehr „Mobile-first“-Denken

Bei all den Trends holt uns Mitch Joel auf den Boden der Tatsachen zurück. Er sagt: „Konzentriere dich auf das, was du wirklich kannst. Löse dich von Trends und konzentriere dich auf eine Strategie“.
Mitch Joel. (Foto Twist Image)

Mitch Joel, Präsident von der Digitalagentur Mirum und Autor der Bestseller „Six Pixels of Separation“ sowie „CTRL ALT Delete“, prognostiziert den Vormarsch eines Kanals, der bereits 2015 größere Beachtung fand: Die Rede ist von Mobile. Er „ist für viele Nutzer der primäre Kanal“, schreibt Joel. „Der PC wird 2016 einen noch unwichtigeren zweiten Platz belegen und ein Anhang der mobilen Nutzererfahrung.“

Joel erwartet „mehr Kanäle und Plattformen, die mobile-first denken“, darunter auch alte Bekannte, etwa Facebook, YouTube und LinkedIn. Dieser Wechsel werde sich am Arbeitsplatz bemerkbar machen, aber auch in anderen Lebensbereichen. „Streaming wird explodieren und alte Medien stärker treffen, als viele vermuten“, schreibt er.

Joachim Graf erwartet eine „steigende Anzahl von Auswertungs-Tools“

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Joachim Graf (Foto: iBusiness)

Im Angesicht dieser neuen Aufgaben und Kanäle wird das Aggregieren der daraus resultierenden Daten wichtiger, meint Joachim Graf. Der Zukunftsforscher und Herausgeber von iBusiness spekuliert darauf, dass die steigende Anzahl an Kundeninteraktionen zu einer „steigenden Zahl von (Auswertungs-)tools“ führen wird, die „erst miteinander und danach mit dem Backend integriert werden“.

In einer von iBusiness durchgeführten Befragung kürten mehr als die Hälfte der Experten, die Auseinandersetzung mit Daten und ihrer Verarbeitung zum Marketingtrend 2016. Graf schreibt deshalb: „Das ist der Megatrend, der Marketing-Entscheider 2016 und die Jahre danach beschäftigen wird.“

Nadja Vogel: „Wir brauchen nachhaltige Transformation“

Nadja Vogel (Foto: HiRes!)
Nadja Vogel (Foto: HiRes!)

Wie Unternehmen mit diesen neuen Herausforderungen umgehen müssen, weiß Nadja Vogel von Hi-Res!. Sie schreibt in ihrem Ausblick: „Es wird immer offensichtlicher, dass firmeneigene, digitale Labs nicht das halten, was sie versprechen. Die Fahne der erwünschten, disruptiven Innovationen wird auf Halbmast gehisst.“

Darauf zu reagieren, ist jetzt die Aufgabe des Managements. „Sie müssen an ihrem Urkern arbeiten: der Unternehmenskultur und Organisation.“ Als Paradebeispiel nennt sie das US-Unternehmen Netflix. „2016 sollte nicht wieder ein Jahr der reinen Lippenbekenntnisse werden, sondern der nachhaltigen Transformation und Strategie. Ich bin zuversichtlich, dass darüber dieses Jahr viel diskutieren wird.“

Carlo Siebert: „Kreativität wird eine wichtigere Rolle spielen“

Carlo Siebert. (Foto: carlosiebert.com)
Carlo Siebert. (Foto: carlosiebert.com)

Einen optimistischen Abschluss beschert uns schließlich Carlo Siebert. Der selbstständige AdWords-Experte betont, dass „uns clevere Algorithmen noch mehr Arbeit abnehmen“ werden, schließt daraus aber, dass „die eigene Kreativität eine wichtigere Rolle“ spielen wird, „weil reguläre Prozesse immer schneller in die Hand von Maschinen gegeben werden können“.

Abseits all der neuen Trends können wir uns demnach auf etwas besinnen, das in den vergangenen Jahren zumindest in der äußeren Wahrnehmung an Bedeutung verlor: unserer Kreativität.

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Lars Budde
Mobile-Commerce-Trends 2016: Mobiles Web läuft Apps den Rang ab http://t3n.de/news/mobile-commerce-trends-2016-672575/ 2016-01-20T10:24:53Z
Welche Trends im Mobile Commerce Händler 2016 auf keinen Fall verpassen sollten, zeigt ein aktueller Report. Im Fokus stehen Apps und mobiles Bezahlen.

Welche Trends im Mobile Commerce Händler 2016 auf keinen Fall verpassen sollten, zeigt ein aktueller Report. Im Fokus stehen Apps und mobiles Bezahlen.

Mobile Commerce: Riesiges Potenzial

Wer 2016 erfolgreich verkaufen will, muss sich stärker auf mobile Käufer einstellen – auch wenn dort etwa die Konversionsrate deutlich niedriger ist als beim Online-Shopping am Desktop-PC. Einer der Mobile-Commerce-Trends 2016 ist daher, dass die Suche nach besseren Lösungen für das mobile Bezahlen vorangetrieben werden muss. Schließlich hat sich im Vorweihnachtsgeschäft in den USA schon gezeigt, welche Bedeutung das mobile Shopping haben kann. Dort haben Smartphones für 57 Prozent des Traffics und 30 Prozent der Umsätze gesorgt – ein riesiges Potenzial.

Mobile Commerce: Grenzen zwischen mobiler Online- und realer Welt verschwimmen. (Grafik: Moovweb)
Mobile Commerce: Grenzen zwischen mobiler Online- und realer Welt verschwimmen. (Grafik: Moovweb)

Zu den sieben Mobile-Commerce-Trends 2016 in dem Report von Moovweb zählt auch das weitere Verschmelzen von physischer und der Online-Welt. Weil immer mehr Menschen mittlerweile mehrere mobile Geräte haben, steigt nicht nur die Bedeutung des mobilen Einkaufens, sondern auch die des Interagierens mit Händlern und Marken. Stationäre Händler mit Online-Shops werden den Prognosen nach in den kommenden Monaten diese beiden Welten noch stärker miteinander verknüpfen, indem sie etwa Online-Reservierungen für den späteren Kauf im Laden oder Same-Day-Delivery-Modelle ausbauen. Auch die Beacon-Technologie soll – zumindest in den USA – im laufenden Jahr massiv eingesetzt werden, um Kunden direkt vor Ort mit Gutscheinen oder Sonderaktionen am Handy zum Kauf zu verleiten.

Mobile Commerce: M-Payment kommt nicht in Schwung

Ein weiterer Trend im Bereich Mobile Commerce ist das Thema mobiles Bezahlen. Das hat selbst in den USA, wo Tim Cook für 2015 das Jahr von Apple Pay ausgerufen hatte, noch nicht gezündet. Ein Jahr nach der Einführung wurden nur ein Prozent der Transaktionen in den USA mit dem Apple-Bezahlsystem abgewickelt – und das, obwohl schon eine Million Händler Apple Pay unterstützen. Ob der Durchbruch schon 2016 kommt, ist fraglich, aber das Thema steht auch in diesem Jahr weit oben auf der Trend-Liste.

Ebenfalls interessant ist der Kampf zwischen Mobile Web und Apps. Die App-Nutzung beschränkt sich Studien zufolge vor allem auf die großen Marken. Insgesamt wird nicht einmal ein Drittel der mobilen Umsätze über die Apps der Händler realisiert. Dieser Trend wird auch 2016 anhalten, meint Moovweb. Das mobile Web wird zunehmend wichtiger für den Mobile-Commerce. Genauso an Bedeutung gewinnen werden demnach Wearables und der Internet der Dinge. Die sieben Mobile-Commerce-Trends 2016 von Moovweb findet ihr hier noch einmal in der Übersicht.

Auch spannend in diesem Zusammenhang ist der t3n-Artikel „Höchste Zeit für Mobile: Was Onlinehändler über M-Commerce wissen müssen“.

via www.adweek.com

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Jörn Brien
Die Zukunft des Online-Marketings: 5 Trends von mehr Menschlichkeit bis Customer-Journey http://t3n.de/news/zukunft-online-marketing-trends-671102/ 2016-01-17T16:02:29Z
Wie machen wir in Zukunft Marketing und was sollten Marketer dafür auf dem Schirm haben? In seinem Gastartikel schreibt Olaf Kopp über fünf Trends, die uns in Zukunft begleiten werden.

Wie machen wir in Zukunft Marketing und was sollten Marketer dafür auf dem Schirm haben? In seinem Gastartikel schreibt Olaf Kopp über fünf Trends, die uns in Zukunft begleiten werden.

Trend 1: Markenpositionierung für bessere Findbarkeit bei Google & Co. und bessere Abschlussraten

Die Positionierung der eigenen Marke in Themenbereichen ist in den letzten Jahren für das Ranking gerade in umkämpften Bereichen immer wichtiger geworden und wird auch zukünftig eine entscheidende Rolle dabei spielen, für wie viele Begriffe man in einem Themen-Spektrum bei Google & Co. auffindbar ist. Von Google identifizierte Autoritäten in einem Themenbereich werden es immer einfacher haben mit Dokumenten Top-Rankings zu erzielen. Deswegen sollte man bei allem Online- und Offline-Marketing-Aktivitäten darauf achten, die eigene Marke mit Themen zusammen zu bringen. So kann man über Kooperationen und Kampagnen auch im On- und Offline-Bereich Signale schaffen, über die eine Nachfrage auch in Form von Suchanfragen, die eigene Markenbegriffe in Kombination mit Themen und Produkten enthalten, kommt. Beispielsweise „Zalando-Sneaker“. Wenn diese Art der Suchanfragen öfter vorkommen, ist daraus für Google einfach zu erkennen, dass Zalando eine Autorität im Themenbereich Sneaker sein muss. Mehr zum Thema Marke und SEO gibt es in diesem Beitrag bei Aufgesang.

„Man sollte schon bei der Gründung darauf achten, wie man sich in Zukunft positionieren möchte.“

Zudem sollte man schon bei der Unternehmensgründung darauf achten, wie man sich in Zukunft positionieren möchte. Für die bessere Findbarkeit bei Google und Co. kann auch die Firmenbenennung beziehungsweise der Markenname sehr hilfreich sein. Die Kombination eines neutralen, themenunabhängigen Markennamens wie zum Beispiel t3n mit dem zu besetzenden Thema, zum Beispiel Digital Business, als Firmenname oder Marken-Claim-Kombination kann durch stetige Nennung im On- und Offline-Bereich deutliche Signale für die Suchmaschinen geben, dass es sich um eine Autorität in einem Bereich handelt.

Hierbei sollte man darauf achten, vorausschauend zu denken und eventuelle, zukünftig neu zu erschließende Themenbereiche nicht schon bei der Festlegung des Markennamens auszuschließen. Mehr zum Thema findet ihr in diesem Artikel.

Um sein digital agierendes Unternehmen zukunftssicher für das immer umkämpfter werdende Online-Business und das Web 3.0 zu machen, sollte der Aufbau einer digitalen Marke im Zentrum jeder (Online-)Marketing-Strategie stehen. Neben den schon erwähnten positiven Effekten auf die Findbarkeit in Suchmaschinen funktionieren starke Marken inbound beziehungsweise erzeugen eine Sog-Wirkung. Der Anteil des wichtigen Marken-Traffics, der aufgrund des warmen Kontakts beziehungsweise des Vertrauensvorschusses in die Marke in der Regel deutlich höhere Abschlussraten aufweist, wird durch den Pull-Effekt der Marke größer. Dadurch muss man weniger Geld für die Akquise von Besuchern und Kunden im Performance-„Marketing“ investieren. Mehr zu diesem Thema findet ihr in unserem Artikel dazu.

Im Gegensatz zu früher definiert sich eine Marke aber nicht mehr nur durch die Popularität beziehungsweise den Bekanntheitsgrad. Starke Marken leben von der Beziehungsqualität mit allen Marktbeteiligten. Die Intensität der Beziehungen zu allen Marktbegleitern wie zum Beispiel potenziellen Kunden, bestehenden Kunden, Influencern, Kooperationspartnern, Journalisten, Bloggern etc. sind entscheidender als die reine Menge der Kontakte zu potenziellen Kunden. Deswegen hat die Reichweite als Marketing-Kennzahl endgültig ausgedient und damit auch der TKP.

(Grafik: Aufgesang Inbound Marketing)
Darauf kommt es bei digitaler Markenstärke an. (Grafik: Aufgesang Inbound Marketing)

Trend 2: Effektiveres Online-Marketing durch Personalisierung

Differenzierte Landingpages nach Bedarfsgruppe, Kanal und Kontext

Landingpages entscheiden in großen Teilen darüber, ob Besucher einer Website mit dem Angebot in Interaktion treten beziehungsweise das oder die gewünschten Ziele abschließen. Deswegen sollten bei der Erstellung des Landingpage-Konzepts nach Kanal, der Suchabsicht beziehungsweise Absicht des Nutzers, Zweck und Ziel der jeweiligen Landingpage differenziert werden. Kommt ein Besucher über einen Direktzugriff oder eine Suchanfrage nach der Marke auf die Seite, handelt es sich in der Regel um einen warmen Kontakt beziehungsweise um Marken-Traffic, der sich völlig anders verhält als ein Neukontakt. Meistens ist für diese Art von Traffic die Startseite die optimale Landingpage. Ein Neukontakt muss in der Regel viel zielgerichteter angesprochen werden. Sucht er Informationen, will er diese ausreichendeund passend erhalten. Will er etwas kaufen, reichen oft kurz und knapp die für den Besucher wichtigsten Informationen zum Angebot. Dieser Artikel von Konversionskraft vertieft das Thema.

Hier ist es auch wichtig, die verschiedenen Betrachtungsebenen auf ein Produkt beziehungsweise Angebot zu berücksichtigen. Wie man die Suchabsicht für Nutzer von Google herausfinden kann, habe ich hier beschrieben.

Zur Identifizierung der Bedarfsgruppe kann man zum einen nach dem Persona-Prinzip vorgehen (siehe zum Beispiel diesen Beitrag von Marcel Schrepel) oder sich an Ereignissen orientieren, die die Recherche auslösen. Für welche Methodik man sich entscheidet, hängt von der Art und Weise des Kanals ab. Für Landingpages, die Besucher aus Push-Kanälen wie Display-Werbung zum Beispiel im Google-Display-Netzwerk oder Facebook-Werbung empfangen sollen, macht aufgrund der Targeting-Möglichkeiten eine Landingpage-Gestaltung nach dem Persona-Prinzip Sinn.

Für Besucher, die über Pull-Marketing wie zum Beispiel Content auf die Landingpage stoßen, macht eine Ereignis-bezogene Methodik Sinn. Für alle Online-Marketing-Kanäle gilt Usability gemäß Kontext als wichtigster Hebel zur Verbesserung der Abschlussraten.

Trend 3: Content-Marketing-Strategien entlang der Customer-Journey zur Erhöhung der Aufmerksamkeit

Bei der Entwicklung von Content-Marketing-Strategien sollte man auf ein Zusammenspiel von publizierten Inhalten über Owned sowie EarnedMedia und entsprechenden bezahlten Maßnahmen für Content-Promotion, aber auch klassischer Produktwerbung, achten.

(Grafik: Aufgesang Inbound Marketing)
Bei der Content-Marketing-Strategie sollten Owned, Earned und Paid Media bedacht werden. (Grafik: Aufgesang Inbound Marketing)

Je nachdem, wo sich ein (potenzieller) Kunde gerade im Recherche-Prozess befindet, sollte er unterschiedlich angesprochen werden. Das könnte ungefähr so aussehen:

(Grafik: Aufgesang Inbound Marketing)
So könnten etwaige Ansprachen der (potenziellen) Kunden in verschiedenen Positionen aussehen. (Grafik: Aufgesang Inbound Marketing)

Bei der Content-Kreation und -Planung sollte man darauf achten, die Inhalte gemäß des Wissensstands des potenziellen Kunden zu erstellen. Hier kann man zum Beispiel folgende drei Phasen berücksichtigen:

  • Recherche-Phase
  • Vergleichs-Phase
  • Abwägung und Kauf

Hier gibt es verschiedene Ansätze für die Definition der Phasen. Eugene Schwarz hat zum Beispiel ein fünf-stufiges Modell entwickelt, welches in die Phasen

  • Unaware
  • Problem-Aware
  • Solution-Aware
  • Product-Aware
  • Most-Aware

aufgeteilt ist.

Dazu gibt es auf konversionskraft einen guten Beitrag.

Inhalte sollten gemäß der unterschiedlichen Phasen gestaltet sein. In der Recherche-Phase machen Grundsatzartikel zu allgemeinen Themen Sinn. In der Vergleichs-Phase machen angebotsspezifische Inhalte Sinn. Diese beiden ersten Phasen sind die wichtigsten für die Content-Erstellung. Für welche Phasen der Customer-Journey man Inhalte erstellen möchte, ist eine Kosten-/Nutzen-Frage. Allgemein kann man sagen, dass je später man innerhalb der Customer-Journey mit Inhalten gefunden wird, desto geringer der Streuverlust.

Zudem können verschiedene Inhalts-Arten unterschiedliche Ziele haben. Mirko Lange hat sich in seinem FISH-Modell Gedanken zu der Zweckerfüllung von Content gemacht und Inhaltsarten nach Zweck differenziert.

Bei der Verbreitung der Inhalte sollte man darauf achten, dass der richtige Inhalt zum richtigen Zeitpunkt an den potenziellen Kunden adressiert wird. Hier können Marketing-Automations- beziehungsweise automatisierte Planungs-Systeme helfen, wenn es um die Content-Distribution über E-Mail, Social Media oder Paid Media geht. Um die Erfolgschancen für die Distribution über Earned Media zu erhöhen, sollte man auch auf Content-Highlights beziehungsweise Content-Marketing-Kampagnen zurückgreifen. Zur Erreichung von kurz bis mittelfristigen Zielen wie zum Beispiel Leads, Backlinks oder Social Buzz sind Content-Marketing-Kampagnen ebenfalls ein probates Mittel.

Trend 4: Überleben sichern durch digitales Denken und digitale Transformationsfähigkeit

„Die digitale Denkweise muss von mindestens einer Person in der Unternehmens-führung verstanden und gelebt werden.“

Gerade Unternehmen, die aus der Offline-Welt kommen, tun sich mit dem digitalen Wandel sehr schwer. Der häufigste Grund dafür ist das fehlende digitale Verständnis in der Leitung oder der Führungsetage. Um online erfolgreich zu agieren, genügt es nicht, Stabsstellen zu schaffen, die sich um IT und Online-Marketing kümmern. Die digitale Denkweise muss von mindestens einer Person in der Unternehmensführung verstanden und gelebt werden. In vielen Fällen sieht man Unternehmen gerade im deutschen Mittelstand, die sich mit dem digitalen Wandel sehr schwer tun, weil versucht wird, diesen Wandel bottom-up zu vollziehen. Die Digitalisierung eines Unternehmens muss top-down vollzogen werden.

Zudem müssen sich Unternehmen, um langfristig digital erfolgreich zu bleiben, mit dem stetigem Wandel am Markt, sowohl was technische Entwicklungen als auch verändertes digitales Konsumverhalten angeht, permanent beschäftigen. Wir müssen damit rechnen, dass sich mindestens alle fünf Jahre entscheidende digitale Faktoren ändern, die man bei der strategischen Ausrichtung des Unternehmens berücksichtigen muss. Deswegen ist es umso wichtiger, dass Personen mit technischer Kernkompetenz in Form eines CTOs Teil des Führungskreis einer Unternehmung sind. Karl Kratz hat zum Thema digitale Transformationsfähigkeit einen guten Beitrag geschrieben.

Trend 5: Größere Nähe zum Kunden durch Authentizität und Menschlichkeit

„Kommunikation findet immer noch zwischen Menschen statt.“

Neben den ganzen Entwicklungen hin zu Big Data, Marketing-Automation und Machine-Learning sollte eine Komponente nicht vergessen werden: Kommunikation findet immer noch zwischen Menschen statt. Deshalb wird diese nie komplett durch Maschinen ersetzbar sein. Deswegen trennt die Etablierung von Markenbotschaftern zukünftig immer noch die Spreu vom Weizen. Diese Markenbotschafter können fiktive Gestalten wie das Michelin-Männchen oder Captain Onpage.org sein, oder echte im Unternehmen tätige Menschen wie ein Steve Jobs oder Mark Zuckerberg. Ihr Charakter beziehungsweise ihre Außendarstellung bestimmen das Außenbild eines Unternehmens oder einer Marke mehr als jede Marketing-Kampagne und sorgt für menscheln zwischen Marken und Kunden.

Über den Autorolafkopp_big

Olaf Kopp ist Online-Marketing-Berater für digitale Markenpositionierung, Mitbegründer und Head of SEO der Agentur Aufgesang Inbound Marketing GmbH. Der leidenschaftliche Blogger und diplomierte Kaufmann beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit den Themen Suchmaschinenmarketing (SEO & AdWords), PPC-Werbung, Google Analytics, Content-Marketing und generellen Trends im Marketing..

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Olaf Kopp
Gegen den Trend: Apple einziges Unternehmen mit Wachstum im PC-Sektor http://t3n.de/news/apple-pc-absatz-gegen-trend-670977/ 2016-01-14T10:53:21Z
Dass das PC-Sterben im vollen Gange ist, dürfte mittlerweile kein Geheimnis mehr sein; die letzten von Gartner vorgelegten Zahlen zeichnen erneut ein deutliches Bild. Nur ein Hersteller legt in …

Dass das PC-Sterben im vollen Gange ist, dürfte mittlerweile kein Geheimnis mehr sein; die letzten von Gartner vorgelegten Zahlen zeichnen erneut ein deutliches Bild. Nur ein Hersteller legt in diesem Sektor noch zu: .

PC-Markt: Alle Windows-PC-Hersteller sacken ab

Das Marktforschungsunternhmen Gartner beobachtet seit Jahren unter anderem die Absatzzahlen von PCs, darunter versteht das Unternehmen Notebooks, Desktop-Rechner und Ultramobile Rechner. Die Erkenntnis: Seit vier Jahren sind die Verkaufszahlen dieser Produktkategorie rückläufig – im vierten Qurtal letzten Jahres sanken die Verkäufe weltweit um 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Als Grund für diesen Rückgang sei nach Aussagen der Gartner-Chefanalystin Mikako Kitagawa unter anderem ein verändertes Konsumverhalten der Nutzer verantwortlich – nicht einmal im Weihnachtsgeschäft gingen die PC-Verkaufszahlen hoch, obwohl wenn Windows 10, die neue Betriebssystem-Version Microsofts positive Resonanz erhielt.

Seit Jahren schon im Abwärtstrend: die klassischen Windows-PCs. (Bild: Dell)
Seit Jahren schon im Abwärtstrend: die klassischen Windows-PCs und -Notebooks. (Bild: Dell)

Als weitere Faktoren für die sinkenden Absätze will Gartner den Wechsel des Konsumenten-Interesses von PCs auf andere elektronische Güter wie Wearables und TV-Geräte identifiziert haben. Zudem seien Tablets ein weiterer Grund für das Desinteresse an PCs – das aber schon seit 2012. Das Marktforschungsunternehmen IDC, das ebenso einen Bericht zu PC-Absätzen veröffentlicht hat, vermutet, dass lange Lebenszyklen von PCs und Mobilgeräte wie Smartphones aber auch Tablets die Ursachen für den schwächelnden PC-Markt seien. Darüber hinaus dürfe die Währungsabwertung nicht vergessen werden, die das Konsumverhalten im EMEA-Raum sowie in Lateinamerika und Japan beeinträchtigte.

(Screenshot: Gartner)
Gartners Absatzzahlen für den PC-Markt sehen nicht rosig aus – nur die von Apple stechen positiv hervor. (Screenshot: Gartner)

Apple zeigt dem schwächelnden PC-Sektor die Stirn

Interessant am Gartner- und IDC-Bericht ist, dass die großen PC-Hersteller wie Lenovo, HP, Dell, Asus sowie Acer negatives Wachstum verzeichnen – also allesamt Hersteller von Windows-Rechnern. Der Entwickler und Bauer von Rechnern mit OS X – also Apple – ist das einzige Unternehmen, das noch positive Wachstumszahlen vorlegen kann, so Gartner. Während Lenovo und Co. ein Minus zwischen 3,1 bis 15,3 Prozent verzeichnen, ist bei Apple ein Plus von 5,8 Prozent zu erkennen. Auch Interessant: Apple kann trotz seiner Premium-Preispolitik weiterhin wachsen und sogar Platz fünf im Ranking der größten PC-Hersteller für sich verbuchen. Damit positioniert das Unternehmen sich sogar noch vor Acer, das unter anderem für preiswerte Produkte bekannt ist.

Gartners Ausblick auf das Jahr 2016 sieht nicht sonderlich positiv aus: Kitagawa rechne mit einem weiteren Rückgang der PC-Absätze von einem weiteren Prozent, wobei sich der Markt im Laufe der nächsten Monate entspannen könnte. Nichtsdestotrotz befinde sich der PC-Markt in einem strukturellen Wandel, der PC-Hersteller dazu zwingt, seine Produktstrategie umzustellen. Als erste Resultate dieses Wandels können Hybrid-Rechner wie beispielsweise Microsofts Surface Pro 4 (zum Test) betrachtet werden, die eine Mischung aus Tablet und Notebook darstellen.

via appleinsider.com

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Andreas Floemer
Die 10 beliebtesten Artikel der Woche: Mega-Trends 2016 – und vieles mehr http://t3n.de/news/10-beliebtesten-artikel-woche-92-669664/ 2016-01-09T09:59:43Z
Die erste Woche des Jahres 2016 neigt sich dem Ende zu – Zeit, in unseren Wochenrückblick die zehn wichtigsten Themen der letzten Tage zusammenzufassen. Diesmal unter anderem dabei: „Wenn ihr …

Die erste Woche des Jahres 2016 neigt sich dem Ende zu – Zeit, in unseren Wochenrückblick die zehn wichtigsten Themen der letzten Tage zusammenzufassen. Diesmal unter anderem dabei: „Wenn ihr diese Technologien noch kennt, seid ihr offiziell alt!“ und Pläne, sein 140-Zeichen-Limit aufzuheben. Viel Spaß beim Schmökern!

1. Mega-Trends 2016 – 12 Experten und ihre Prognosen fürs neue Jahr

Unser Artikel: Mega-Trends 2016 – 12 Experten und ihre Prognosen fürs neue Jahr

2. Responsive Webdesign: 18 kostenlose Tools und Extensions zum Testen deiner Seite

Beim können Tools und Test-Werkzeuge viel Zeit sparen. Das einfache Umschalten zwischen Viewport-Größen vereinfacht die Arbeit enorm. Wir stellen euch 18 kostenlose Tools, Browser-Extensions und Bookmarklet dafür vor.

Unser Artikel: Responsive Webdesign: 18 kostenlose Tools und Extensions zum Testen deiner Seite

3. Butler statt Bücher: Das ist Mark Zuckerbergs Neujahrsvorsatz für 2016

Der Facebook-Gründer teilt auf seinem Social Network wieder seine persönliche Herausforderung für die kommenden zwölf Monate. Dieses Jahr will sich Mark Zuckerberg einen mit Künstlicher Intelligenz angetriebenen persönlichen Assistenten bauen.



Unser Artikel: Butler statt Bücher: Das ist Mark Zuckerbergs Neujahrsvorsatz für 2016

4. Ohne Google: Facebook arbeitet an Notfallplan für Android-App

Facebook, das größte soziale Netzwerk der Welt, hat Angst aus dem Play Store geworfen und somit von Android-Smartphones verbannt zu werden. Um diesem GAU zu entgehen, arbeitet das Unternehmen an Lösungen.

Unser Artikel: Ohne Google: Facebook arbeitet an Notfallplan für Android-App

5. 400.000 Besucher in den ersten 6 Monaten? Die Geheimnisse eines erfolgreichen Unternehmensblogs

In nur sechs Monaten erreichte der deutsche Softwarehersteller Ashampoo mit einem neuen Unternehmensblog über 400.000 Besucher. Wir haben mit den Oldenburgern über ihr Erfolgsprojekt gesprochen.



Unser Artikel: 400.000 Besucher in den ersten 6 Monaten? Die Geheimnisse eines erfolgreichen Unternehmensblogs

6. Wenn ihr diese Technologien noch kennt, seid ihr offiziell alt! [Bildergalerie]

Ihr habt noch mit Walkman, Pager und MiniDisc herumhantiert? Glückwunsch, ihr seid offiziell alt! Ein kleiner Blick auf Technologien und Geräte, mit denen die „Gen-Z“ kaum mehr etwas anfangen können.

Unser Artikel: Wenn ihr diese Technologien noch kennt, seid ihr offiziell alt! [Bildergalerie]

7. DuckDuckGo: Alternative Suchmaschine wächst weiter – 10 Millionen Anfragen pro Tag

Die alternative DuckDuckGo erlebt regen Nutzerzuspruch und wächst langsam, aber kontinuierlich. Gegen Ende letzten Jahres verzeichnete die Google-Alternative, mit dem Anspruch auf die Sammlung von Nutzerdaten zu verzichten, 12 Millionen Suchanfragen an einem Tag.

Unser Artikel: DuckDuckGo: Alternative Suchmaschine wächst weiter – 10 Millionen Anfragen pro Tag

8. Kein Support mehr: Microsoft läutet das Ende für Internet Explorer 8, 9 und 10 ein

Am 12. Januar 2016 kommt das letzte Update für den in Version 8, 9 und 10. Da es danach keine Sicherheitsupdates mehr geben wird, soll ein eingeblendeter Hinweis die Nutzer dazu auffordern, endlich auf eine neuere Version des Browsers umzusteigen.

Unser Artikel: Kein Support mehr: Microsoft läutet das Ende für Internet Explorer 8, 9 und 10 ein

9. Von 140 auf 10.000 Zeichen: Twitter bestätigt die mögliche Ausweitung von Tweets

Nach monatelangen Gerüchten äußert sich jetzt CEO Jack Dorsey zu dem Experiment. Demnach will Twitter tatsächlich längere Texte einführen, kurze Tweets sollen trotzdem erhalten bleiben.



Unser Artikel: Von 140 auf 10.000 Zeichen: Twitter bestätigt die mögliche Ausweitung von Tweets

10. Merkurist: Deutschlands heißestes Journalismus-Startup, bei dem sogar die Konkurrenz schon abschreibt

Ein neues Gesicht für den Lokaljournalismus – das ist die Ambition von Merkurist aus Mainz. Wie das kostenlose Online-Angebot funktioniert und warum die Idee ziemlich gut ist, erfahrt ihr im Artikel.

Unser Artikel: Merkurist: Deutschlands heißestes Journalismus-Startup, bei dem sogar die Konkurrenz schon abschreibt

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Andreas Floemer
Mega-Trends 2016 – 12 Experten und ihre Prognosen fürs neue Jahr http://t3n.de/news/mega-trends-2016-experten-666837/ 2016-01-05T09:48:18Z
Auch im Jahr 2016 haben wir wieder Experten zu den aufkommenden Trends in ihren Fachgebieten gefragt. Das Ergebnis: die Mega-Trends 2016. Was passiert beispielsweise in den Bereichen E-Commerce, …

Auch im Jahr 2016 haben wir wieder Experten zu den aufkommenden in ihren Fachgebieten gefragt. Das Ergebnis: die Mega-Trends 2016. Was passiert beispielsweise in den Bereichen , , Public Relations und Human Ressources?

E-Commerce: Globaler, mobiler, innovativer – der Online-Handel 2016

Jochen Krisch: „2016 wird zudem das Jahr der Handelshäuser, die online neue Brands entwickeln und vertreiben können!“ (Foto: JK)
Jochen Krisch: „2016 wird zudem das Jahr der Handelshäuser, die online neue Brands entwickeln und vertreiben können!“ (Foto: JK)

Der Online-Handel entwickelt sich gerade auf mehreren Ebenen. Die Großen agieren zunehmend globaler und dringen in Umsatzdimensionen vor, wie sie bisher allenfalls Amazon vorbehalten waren. Die Kleinen müssen sich zunehmend spezialisieren, um sich im Wettbewerb abzuheben. Denn dauerhaft gewinnen auch online nur die, die am besten wissen, was ihre Kunden wollen.

Mobile wird im Online-Handel erst jetzt das zukunftsentscheidende Thema: Wer wird die mobilen Traffic-Ströme im Online-Handel auch in entsprechende Umsätze wandeln können? Welche neuen Ansätze und Konzepte werden dabei entstehen? Welche werden sich durchsetzen? Hier werden 2016 wesentliche Impulse kommen und erste wichtige Weichen gestellt. Denn eines ist gewiss: Mobile wird den Online-Handel nochmal komplett auf den Kopf stellen. Und das nächste Amazon wird garantiert ein Mobile-Pure-Player.

2016 wird zudem das Jahr der Handelshäuser, die online neue Brands entwickeln und vertreiben können. Unternehmen wie Chal-tec, Celexon, KW-Commerce, Lesara und andere weisen hier den Weg. Und zu guter Letzt wird spannend sein zu verfolgen, wie sich die Infrastruktur (Lagerhaltung, Versandlogistik, Lieferkonzepte, etc.) zunehmend an die Online-Bedürfnisse anpasst. Vom Idealzustand, dass das bestellte Produkt den Kunden dann erreicht, wann und wo er es erwartet, sind wir noch weit entfernt.

Jochen Krisch zählt mit Exciting Commerce und den Exchanges-Podcasts zu den Vordenkern im E-Commerce. Seit 5 Jahren lädt er die 500 stärksten Online-Händler, Marken und Hersteller zur K5 Konferenz und hat 2015 den Global Online Retail Fonds auf den Weg gebracht – als Publikumsfonds für den globalen Handel von Morgen.

Social Media: 2016 wird das Jahr der Teilbarkeit

Carline Mohr: „Inhalte müssen von Anfang an neu gedacht werden.“ (Foto: Stefan Beetz)
Carline Mohr: „Inhalte müssen von Anfang an neu gedacht werden.“ (Foto: Stefan Beetz)

Meine Prognose 2016: Es gibt nicht mehr „den Print“ und „das Internet“. Denn das Internet ist nicht nur die Startseite und irgendwas mit Social Media. Das Internet ist heute ein buntes Mosaik aus verschiedenen Plattformen. Die großen Fragen für die Medienhäuser 2016 bleiben bestehen: Auf welchen Plattformen sollten wir sein? Welche Zielgruppen wollen wir ansprechen? Welche Inhalte brauchen wir dafür?

Vor allem braucht jede Plattform eine eigene Definition für Erfolg. Es geht nicht immer nur um Klicks, Klicks, Klicks. Deshalb glaube ich, dass eines der wichtigsten Stichworte 2016 „Shareability“ sein wird. Den analogen „Küchenzuruf“ gab es natürlich schon immer: „Ey, hast du gesehen, was die auf dem Titel haben?“ Um diesen Zuruf geht es nun auch in der digitalen Welt. Menschen müssen sich so sehr für Geschichten begeistern, dass sie sie teilen, verschicken, sich unter Artikeln taggen oder einzelne Elemente zum Weitergeben screenshotten.

Für den digitalen Küchenzuruf ist es übrigens weniger entscheidend, wie viele Fans eine Seite beispielsweise auf Facebook hat. Entscheidend ist, ob eine Geschichte von Anfang an für einzelne Plattformen so gut und passend umgesetzt wurde, dass sie im Netz lebt und sich verbreitet.

Eine gute Geschichte bleibt eine gute Geschichte, klar. Content bleibt King. Immer. Damit das aber auch möglichst viele Menschen auf unterschiedlichen Kanälen merken, müssen Geschichten entsprechend verpackt werden. Je nachdem, ob sie im Print oder online, mobil oder stationär, bei Facebook oder Snapchat erzählt werden soll.

Das Umwandeln einer Klick-Strategie in ein Shareability-Konzept erfordert auch ein Umdenken in der Vermarktung von Inhalten. Immer wieder werden sich Verlage die Frage stellen müssen: Welche Reichweiten lassen sich mit welchen Formaten auf welcher Plattform vermarkten?

Die Häuser, die eine Plattformstrategie ernst meinen, werden deshalb 2016 ihre Workflows ändern: Redaktion, Produkt und Entwicklung gehören nämlich an einen Tisch, um auf die vielen Fragen, die jede neue Plattform aufwirft, gute Antworten zu finden.

Carline Mohr lebt in Berlin. Gemeinsam mit Andreas Rickmann leitet sie das Social-Media-Team bei BILD. Carline liebt das Internet und glaubt daran, dass es der perfekte Ort ist, um Geschichten zu erzählen. Bei Twitter ist sie als @mohrenpost zu finden. Auf ihrem gleichnamigen Blog erzählt sie Geschichten über Tinder, Familie im Netz, besorgte Bürger und die Zukunft des Journalismus. 

SEO: Accelerated Mobile Pages wird das Thema im kommenden Jahr 2016

Raphael Raue: „Es muss endlich Schluss sein mit 23MB großen Seiten, auf die ich dann mit Edge in der Bahn warten soll!“ (Foto: RR)
Raphael Raue: „Es muss endlich Schluss sein mit 23MB großen Seiten, auf die ich dann mit Edge in der Bahn warten soll!“ (Foto: RR)

Ich muss mich nicht prophetisch betätigen, um zu sagen, dass 2016 ein Thema die SEO-Szene ganz besonders beschäftigen wird: Accelerated Mobile Pages (AMP). Schon 2015 waren mobile Seiten, Ladezeiten und eine sinnvolle Mobile User Experience die Themen, die uns umgetrieben haben.

Die Einführung mobiler SERPS im April 2015 war ein klares Zeichen an alle Webmaster, wie ernst es Google mit der mobilen Suche ist – und mit der Ankündigung von AMP wird dieser Weg konsequent weitergeführt. Google war schon immer nutzerzentriert, und deutlich schnellere Ladezeiten durch Vereinheitlichung sind definitiv etwas, auf das ich mich freue. Es muss endlich Schluss sein mit 23MB großen Seiten, auf die ich dann mit Edge in der Bahn warten soll.

Allerdings sind SEO-Trends mit Vorsicht zu genießen. Die Basisarbeit ist wichtiger. Wenn der Crawler keine für ihn verständliche Architektur vorfindet, ständig in Sackgassen läuft, kein sinnvolles Markup oder keine interessanten Inhalte vorhanden sind, dann wird auch AMP keine Seite retten. SEO ist vor allem die kontinuierliche Verbesserung einer Webseite und ihrer technischen sowie inhaltlichen Struktur; das wird sich auch 2016 nicht ändern.

Ein weiteres spannendes Thema könnte die Facebook-Suche sein, falls sie global ausgerollt wird. Hier werden Beiträge von Freunden mit Beiträgen von beliebten Seiten und Publishern angereichert. Alles sehr rudimentär und ich fühle mich an die Zeiten von Altavista erinnert. Social Media und SEO würde so noch enger zusammenrücken. Und wer weiß, vielleicht wäre Facebook dadurch gezwungen, auch an diesem Internet teilzunehmen, weil sie Daten crawlen müssten, um ihre SERPS zu verbessern.

Raphael Raue ist Head of Seo bei Spiegel Online. Als Vermittler zwischen Inhalt und Technik, Webseite und Nutzern, Ästhetik und Daten, ist er der Schnelligkeit des digitalen Wandels verfallen. Er bloggt auf Raue.it und ist ansonsten ständig wartend auf Godot.

Digitale Arbeit: In 2016 wird Digitalisierung zur Chefsache

Lars Klingbeil: „Es braucht mehr als den Internet-Beauftragten auf der dritten Ebene der Firmenhierarchie!“ (Foto: LK)
Lars Klingbeil: „Es braucht mehr als den Internet-Beauftragten auf der dritten Ebene der Firmenhierarchie!“ (Foto: LK)

Kein Vorstand, keine Geschäftsführung wird im Jahr 2016 daran vorbei kommen Digitalisierungskompetenzen in der Führungsebene zu verankern. Es braucht mehr als den Internet-Beauftragten auf der dritten Ebene der Firmenhierarchie oder ein Vorzeigeprojekt mit einem Startup.

Dabei zu sein, entscheidet über Zukunftschancen. Digitalisierung muss und wird 2016 Chefsache werden. Nur von dort können die Umbrüche, die die Digitalisierung in allen Branchen mit sich bringt so gestaltet werden, dass Unternehmen zukunftsfähig sind. Das zeigen viele positive Beispiele der vergangenen Monate.

Der Axel-Springer Verlag führt seit Jahren vor, wie sich Führungspersonal auf die Veränderungen der Digitalisierung einlässt und den Medienkonzern behutsam aber deutlich umbaut. Gisbert Rühl, der CEO des börsennotierten Stahlkonzerns Klöckner & Co. hat zuletzt auf der „hub conference“ eindrucksvoll beschrieben wie Digitalisierung zur Chefsache wird. Und Andrea Nahles hat als Bundesarbeitsministerin den Prozess „Arbeit 4.0“ zur Chefsache im Ministerium erklärt.

In einer Accenture-Studie wurde 2015 offenbart dass nur 16 Prozent der Top-500-Unternehmen der Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle die oberste Priorität geben. Gleichzeitig geben knapp 80 Prozent der Unternehmen aber an, die Bedeutung der Digitalisierung erkannt zu haben.

Diese Lücke wird sich schließen: Die digitale Transformation wird aus der Führungsebene getrieben werden. Gerade der Mittelstand wird dies für sich erkennen müssen. Gleiches gilt aber auch für Politik und Verwaltungen. Auch hier braucht es klare Strukturen und Verantwortlichkeiten, wenn wir die Digitalisierung positiver gestalten wollen.

Lars Klingbeil ist Abgeordneter im deutschen Bundestag, ordentliches Mitglied des Verteidigungsausschusses und netzpolitischer Sprecher der SPD. Im Juli 2011 hat er anhand von sechs Aufgaben an die Sozialdemokratie sein Bild einer „echten sozialdemokratischen Netzpolitik“ zusammen mit Mathias Richel und Martin Oetting formuliert. Auf Twitter ist Klingbeil unter dem @LarsKlingbeil zu finden.

Social-Intranet: Slack- und HipChat-Hype – Jede Firma braucht es!

Andreas Lenz: „2016 wird das Jahr von Kommunikations- sowie Social-Intranet-Lösungen!“ (Foto: AL)
Andreas Lenz: „2016 wird das Jahr von Kommunikations- sowie Social-Intranet-Lösungen!“ (Foto: AL)

Nachdem Messenger wie Slack und HipChat im vergangenen Jahr bereits in aller Munde, vom Nutzerkreis jedoch vornehmlich in Startups und Agenturen anzufinden waren, wird 2016 das Jahr dieser und weiterer Kommunikations- sowie Social-Intranet-Lösungen. Im Zuge der sich immer schneller vollziehenden digitalen Transformation wird kaum ein Unternehmen, fast egal aus welcher Branche, ohne eine derartige Kommunikationszentrale auskommen.

Auch auf Investorenseite scheint dieses B2B-Thema sehr attraktiv zu sein. So setzt HipChat, das zu Atlassian gehört (unter anderem auch Jira und Confluence), unter dem Kürzel „TEAM“ zum fulminanten letzten großen Tech-IPO 2016 an und wird damit zum Milliarden-Player. Das mit 2,8 Mrd. Dollar bewertete Slack rüstet sich ebenfalls für den Sprung auf das Börsenparkett und hat gerade damit begonnen, auch den Massenmarkt mit gelungenen TV-Werbespots anzugreifen.

Um die Anwendungen voranzutreiben, hat Slack neben einem App-Verzeichnis auch einen 80 Millionen Dollar schweren Fonds eingerichtet. Slack will damit die Entwicklung von externen Anwendungen und Schnittstellen noch aktiver befeuern. Weiter soll der zunehmende Wildwuchs um die extrem beliebte Slack-API aufgefangen werden.

Da sich mit Slack und HipChat von Atlassian relativ junge und unabhängige Player den größten Teil des schnell wachsenden Marktes teilen, stellt sich auch in 2016 die Frage einer Big-Player-Übernahme. Lassen Google, Facebook, IBM und Co. das Jahr verstreichen, könnte es in 2017 gegebenenfalls ziemlich teuer werden.

Andreas Lenz ist Mitgründer und Geschäftsführer der yeebase media GmbH , dem Verlag hinter dem t3n-Magazin sowie Co-Gründer der Hardwrk GmbH, einem Hersteller für Apple-Zubehör. Er ist bei t3n für die Bereiche Marketing und Kommunikation verantwortlich und beschäftigt sich tagtäglich mit Zukunftstrends im digitalen Business. Außerdem ist er auf Twitter aktiv.

Human Ressources: Personalmarketing wird 2016 endlich effizient!

Jan Kirchner: „Employer-Branding wird seine volle Wirkung entfalten!“ (Foto: JK)
Jan Kirchner: „Employer-Branding wird seine volle Wirkung entfalten!“ (Foto: JK)

2016 wird das Jahr, in dem die HR-Branche mit Data-Driven-Recruiting und Real-Time-Bidding zwei aus dem Marketing bekannte Entwicklungen für sich erschließt. Zusammengenommen ermöglichen sie der HR-Branche die Automatisierung des Personalmarketings. Treiber dieses Trends ist die Einführung von HR-Web-Analytics, die Arbeitgebern erstmalig einen klaren Überblick über die Effizienz der eingesetzten HR-Budgets und Personalmarketing-Maßnahmen ermöglicht.

Mit diesem Wissen können datenbasierte Personalmarketing-Strategien entwickelt und Karriereseiten auf eine bessere Bewerber-Conversion getrimmt werden. Job-Multiposting nach dem Real-Time-Bidding-Verfahren versorgt die Karriereseiten dann automatisch mit ausreichend vielen potenziellen Bewerbern.

In der Folge kann auch endlich der Employer-Branding-Trend der Vorjahre seine volle Wirkung entfalten, da die Bewerber nicht länger nur über Jobbörsen an den Karriereauftritten der Arbeitgeber vorbei- sondern gezielt darauf hingelenkt werden.

Die Technik steigert im HR zukünftig also nicht nur die Personalmarketing-Effizienz, sondern verhilft auch der Unternehmenskultur und der Arbeitgebermarke zur Blüte. Und wenn die Personaler, die durch die Automatisierung frei werdende Zeit in die direkte Auseinandersetzung mit potenziellen Bewerbern investieren, hat das Ganze vielleicht sogar eine positive Auswirkung auf die nationale Candidate-Experience.

Jan Kirchner ist Partner der Wollmilchsau GmbH, einer auf Employer Branding und Personalmarketing spezialisierten Digitalagentur, die mit der Job-Multiposting-Software Jobspreader ein Vorreiter der Personalmarketing-Automatisierung ist. Zusammen mit den anderen Wollmilchsäuen begleitet er Unternehmen bei der Verbesserung ihrer Karriereseiten und Recruiting-Kampagnen, hält Vorträge über digitales Personalmarketing und bloggt für mehr Innovation im Recruiting.

Technologie: Virtual Reality wird zur Real Reality

Jan Christe: „VR ist heiß und alle großen Player wollen den Markt früh besetzen!“ (Foto: JC)
Jan Christe: „VR ist heiß und alle großen Player wollen den Markt früh besetzen!“ (Foto: JC)

Als Facebook den VR-Pionier Oculus VR im März  2014 für zwei Milliarden US-Dollar kaufte, stellten viele Beobachter die Frage nach dem „Warum?“. Warum kauft ein Social-Network-Gigant wie Facebook ein Hardware-Startup, das eine VR-Brille herstellt.

Heute arbeiten fast alle großen Tech-Unternehmen an ihrer Vision eines Augmented- oder Virtual-Reality-Gerätes. Sony tüftelt beispielsweise an Morpheus, einer VR-Brille für die PlayStation 4.  Microsoft kündigte Anfang 2015 die HoloLens an, eine AR-Brille für Windows 10 und Xbox One. Und Google hat bereits 2012 mit Google Glass eine Datenbrille vorgestellt.

Das Thema ist heiß und alle großen Player wollen den Markt früh besetzen. Wer selbst einmal eine VR-Brille ausprobiert hat, weiß warum. Sehr schnell bekommt man beim Tragen ein Gefühl dafür, wie sehr die VR-Technologie unsere Wahrnehmung von Dingen und letztlich der Welt verändert wird. Die Gaming-Branche, die Vorreiter bei dem Thema ist, macht dabei nur den Anfang.

Für Unternehmen ergeben sich völlig neue Möglichkeiten, potenziellen Kunden ihre Produkte zu präsentieren. So experimentieren nahezu alle Autobauer mit dem Thema. Die BMW-Marke Mini produzierte beispielsweise im Rahmen einer weltweiten Marketing-Kampagne Werbe-Kurzfilmen, bei denen sich der Zuschauer frei im Raum umsehen kann. Auch Volvo und Mercedes haben ähnliche Projekte gestartet. Zahlreiche Startups widmen sich dem Thema ebenfalls. So wurde zum Beispiel das deutsche Startup Itizzimo im Rahmen des Pioneers Festival zum „Next Global Player“ gekürt.

Auch im Bereich Journalismus gibt es erste spannende Projekte. Die New York Times hat gemeinsam mit Google das Cardboard-VR-Kit an 1,1 Millionen Abonnenten verschickt. In Kombination mit einer App lassen sich so speziell produzierte Filme betrachten – etwa ein Spaziergang durch New York, bei dem man sich an den besuchten Orten selbst umschauen kann.

Besonders CardBoards senken die Einstiegshürde drastisch. Mit ihnen lässt sich auch ohne teure Datenbrille ein Blick in die Zukunft werfen. 2016 wird das noch mehr Menschen als zuvor begeistern – freut euch drauf!

Jan Christe ist Mitgründer und Chefredakteur von t3n. Ihn fasziniert Technik in allen Facetten, egal ob alt und analog (VW T3 Atlantik) oder neu und digital (Smart-Home-Zentrale Homey). Mehr von ihm gibt es unter anderem bei Twitter.

Marketing: Content-Marketing startet 2016 richtig durch

Klaus Eck: „2016 wollen wir mehr Unique Content sehen und weniger Werbung!“ (Foto: Raimund Verspohl)
Klaus Eck: „2016 wollen wir mehr Unique Content sehen und weniger Werbung!“ (Foto: Raimund Verspohl)

Die Zeit des zaghaften Herantastens an digitale Inhalte ist vorbei. Wer 2016 nicht auf professionelles Content-Marketing setzt, wird das Nachsehen haben. Unternehmen können es sich nicht mehr leisten, mit schlechten Inhalten an ihren Kunden vorbei zu kommunizieren. Dazu ist der Einsatz von Content längst zu wertvoll geworden. Im kommenden Jahr wollen wir mehr Unique Content sehen und weniger Werbung. Im Kampf um die Aufmerksamkeit der Stakeholder wird es immer wichtiger, relevante Inhalte zur Verfügung zu stellen, die die Zielgruppen zuverlässig erreichen und begeistern.

Deshalb startet Content-Marketing 2016 in die nächste Runde. Wir dürfen gespannt sein, wie sich insbesondere das Visual Storytelling im Content-Marketing entwickelt. Periscope, Vine, Facebook Live und Snapchat bieten zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, die im Rahmen von Corporate-Content noch kaum im Einsatz sind.

Außerdem werden Unternehmen ihre Social Media Aktivitäten im Jahr 2016 zu Recht auf den Prüfstand stellen. Viel Social-Media-Content bringt nicht viel, deshalb werden Unternehmen sich auf das Wesentliche beschränken und dabei bessere, relevante Inhalte anbieten, mit denen sie ihre Stakeholder wirklich auf den richtigen Kanälen erreichen. Es gibt keine Notwendigkeit, alte Social-Media-Kanäle wie Google+ und Facebook zu betreiben, wenn man darüber seine Ziele nicht erreicht. Lieber sollten Marken sich auf einzelne Content-Hubs und Plattformen konzentrieren, die erfolgreich sind. Dafür benötigen Unternehmen eine Content-Strategie mit klaren KPIs und ein Content-Controlling.

Snackable-Content wie ein Tweet hat eine geringe Halbwertzeit von gerade einmal 18 Minuten. Long-Form-Content wird hingegen wichtiger, weil von den flüchtigen Inhalten wenig bleibt, selbst die Erinnerung daran schwindet schnell. Oder wissen Sie noch, wer was vor einer Stunde getwittert hat? Demgegenüber bleiben uns fundierte Blog- oder Fachartikel, aber auch Video- und Audio-Podcasts in Erinnerung. Der Erfolg der Plattform Medium und das Entstehen einiger neuer Online-Magazine zeigt, dass es einen Markt für längere Inhalte gibt.

Klaus Eck ist Geschäftsführer der Eck Consulting Group. Im November 2015 hat er die Content-Marketing-Agentur d.Tales gegründet. Der Berater und Keynotespeaker unterstützt seit mehr als 18 Jahren Marken bei der Digitalisierung ihrer Unternehmens-, Marketing- und Kommunikationsprozesse. Außerdem gibt er seit 2004 den PR-Blogger heraus, in dem er sich mit den neuesten Trends in Kommunikation und Marketing auseinandersetzt.

Silicon Valley: Hardware- und Virtual-Reality-Startups sind der heiße Scheiß!

Teresa Hammerl: „VR wird 2016 also verstärkt in den Alltag der Menschen Einzug halten!“ (Foto: Lukas Fittl)
Teresa Hammerl: „VR wird 2016 also verstärkt in den Alltag der Menschen Einzug halten!“ (Foto: Lukas Fittl)

Als „The Next Big Thing“ hier im Valley gelten derzeit vor allem Hardware- und Virtual-Reality-Startups. Der im Silicon Valley angesiedelte Accelerator Y-Combinator holte sich deswegen jüngst sogar Luke Iseman als neuen „Director of Hardware“ zu sich. Iseman schrieb dazu im August: „Wir haben aktuell 22 Firmen in unserem Programm und Nutzer werden viele deren Produkte in den nächsten zwölf Monaten verwenden.”

Auch von „Robo Wunderkind“, einem Robotics- und Coding-Kit für Kinder, wird man im nächsten Jahr hören. Der Auslieferungstermin ist für 2016 festgesetzt. Getroffen habe ich die Köpfe dahinter bereits beim TechCrunch-Disrupt-Event in San Francisco. Ebenso in San Francisco lief ich Katharina Unger über den Weg. Sie arbeitet am Hardware-Startup „Livin Farms“, das 2016 eine essbare Mehlwurm-Farm anbieten wird. Beide Projekte nahmen am Hardware Accelerator HAX teil, der in Shenzhen, China und San Francisco stationiert ist.

Interessant werden wird 2016 vor allem auch im Hinblick auf Facebook-CEO Mark Zuckerberg große Wette, die er im Juni diesen Jahres verlautbarte. Für ihn ist Virtual-Reality „die nächste große Computing- und Kommunikationsplattform”. Das von Facebook gekaufte Startup „Oculus VR“ bringt die Rift-VR-Brille im ersten Quartal 2016 auf den Markt. Dann wird auch Sony seine PlayStation-VR-Lösung ausliefern. Beim kalifornischen Virtual-Reality-Startup „Jaunt“ gab es in der Zwischenzeit im September diesen Jahres gute News – sie konnten eine 65 Million Dollar Finanzierung, unter anderem von Disney, aufstellen.

VR wird 2016 also verstärkt in den Alltag der Menschen Einzug halten. Dort wo ebenso Hardware-Startups smarte Lösungen für den Alltag bieten und nicht nur mit Hilfe von Wearables das Leben erleichtert wird.

Teresa Hammerl ist Silicon-Valley-Korrespondentin, schreibt für unterschiedliche Print- und Online-Medien über Technologie, Startups und Social Networks. Sie ist außerdem Co-Founderin von Fillmore.at, dem Magazin für Wirtschaft, Innovation und Lifestyle, das den Wissensaustausch zwischen dem Silicon Valley und dem deutschsprachigen Raum fördert. Teresa könnt ihr leicht auf Twitter folgen.

Web-Video: Etablierte TV-Sender werden zur Konkurrenz von YouTubern

Manniac: „2016 wird einmal mehr das Jahr aller Videoplattformen – AUSSER für YouTube!“ (Foto: M)
Manniac: „2016 wird einmal mehr das Jahr aller Videoplattformen – AUSSER für YouTube!“ (Foto: M)

2016 wird einmal mehr das Jahr aller Videoplattformen – AUSSER für YouTube. Natürlich wird trotzdem jeder über YouTube reden. Die wirklich interessanten Dinge spielen sich aber an den Fronten ab, die das Unternehmen seit 2012 vernachlässigt: Dort, wo das Spontane passiert. Dort, wo Videos noch viral gehen und wo sie vertikal oder in ungewöhnlichen Formaten laufen. Auch dort, wo Metadaten keine Arbeit mehr erfordern. Aber auch dort, wo Qualität und Produktionsbudget steigen und daher bessere Verdienstmöglichkeiten entstehen.

Nächstes Jahr wird zudem Facebook-Video zeigen müssen, dass sie auch ohne geklaute Videoinhalte echte Reichweite erzielen können, und ich denke, das wird ihnen gelingen – nicht zuletzt, weil die bisherige „Freebooting“-Praxis nur halbherzig verhindert wurde und ihnen dabei half, die Zuschauer und Creator auf sich aufmerksam zu machen. 2016 muss zudem Snapchat zeigen, ob eine Video-Content-App ohne Archiv und integrierter Follower-Suche profitabel sein und gegen garantiert neu auftauchende Konkurrenz bestehen kann.

Etablierte TV-Sender, die erst seit kurzem die Reichweiten der Online-Stars realisiert haben, werden übrigens im kommenden Jahr dank ihrer Infrastrukturen, ihrer Erfahrung im Umgang mit Künstlern und Vermarktungsstrategien sowie aufgrund ihrer einzahlenden Reichweite aus dem linearen Fernsehen, zur ernsthaften Konkurrenz von YouTubern. Schon jetzt sind einige der bekanntesten Online-Stars auch regelmäßige Gäste in Kino- und TV-Produktionen. Gleichzeitig wird es für unbekannte, doch nicht weniger begabte Künstler, immer schwerer, sich einen Platz an der YouTube-Spitze zu erobern. Für sie werden Nischen interessant – beispielsweise auf Snapchat oder auf ganz neuen Videodiensten, die uns 2016 mit unerwarteten Eigenschaften überraschen.

Manniac lebt seit Jahren im Internet. Um davon abzulenken, dass er kein Real Life hat, produziert er lustige Videos und Animationen sowie Kurz-Dokus über Fukushima und Roadtrips durch Australien. Am häufigsten findet man ihn auf YouTube und Twitter, aber man kennt ihn auch von anderen Plattformen wie Snapchat, Facebook, Instagram und Tumblr. Mit über 265.000 Abonnenten gehört sein YouTube-Kanal „Manniacmind“ zu den meist abonnierten in Deutschland. Seine Videos wurden mehr als 20 Millionen mal gesehen.

Journalismus: 2016 wird das Jahr der Rückbesinnung und der Vielfalt

Nadia S. Zaboura: „Wir brauchen den echten, öffentlichen Diskurs – und dafür den ethischen Journalismus als vierte Gewalt!“ (Foto: NSZ)
Nadia S. Zaboura: „Wir brauchen den echten, öffentlichen Diskurs – und dafür den ethischen Journalismus als vierte Gewalt!“ (Foto: NSZ)

Ich sehe vier große Trends für den Journalismus im Jahr 2016. Während sich Verlagsstrategen, Internetplattform-Anbieter und Politiker in Brüssel und Berlin darüber streiten, wer welche Inhalte ausspielen, weiterverwerten und zensieren darf, beobachten wir in 2016 die Rückeroberung des „Journalisten“-Begriffs. Eine neue Klasse von Aufklärern verschreibt sich der Erkenntnis und der eigenen Moral. So werden sich im neuen Jahr Journalisten, die ihren Beruf ethisch verstehen und anpacken, neu zusammenschließen und verbünden – gleich welchen Alters, Geschlechts und Mediums, ob Printler, Blogger, Radiomacher oder TV-Profi.

Im neuen Jahr treiben auch weitere Entlassungswellen zahlreiche Journalisten aus den Verlagen. Einige schließen sich freien Journalistenkollektiven und Recherchebüros wie Correct!v an. Die Finanzierungsformen sind gemischt (Privatinvestoren, Mäzene, Crowd) und die Themen bestimmen die Macher gemeinsam mit den Lesern – meist lebensnah, oft regional. Politische Akteure sind gut beraten, in 2016 die Gemeinnützigkeit des Journalismus für diese Verbünde gesetzlich neu festzuschreiben: klar geregelt und einfach umsetzbar.

Außerdem steht die Story 2016 im Vordergrund, nicht der Kanal. Vorausschauende Medienmarken haben das längst verstanden und ihre Teams mit Talenten ergänzt, die experimentierfreudig sind und plattformübergreifend denken. Die starren Systeme der Öffentlich-Rechtlichen geraten dabei zunehmend unter Druck. Nur wenn diese sich Neudenker und Nachwuchs ins Haus holen und sie mitten im System wirken lassen, können sie die eigene Legitimität aufrecht erhalten und ihren Auftrag erfüllen: die freie Meinungsbildung, die öffentliche Darstellung und Diskussion demokratischer Grundwerte.

Die Zahl der Angriffe auf Journalisten steigt, 2016 werden gemeinsame Schutzstrategien entwickelt werden müssen. Zeitgleich sehen wir vielseitiger besetzte Redaktionen: Journalistinnen und Journalisten mit und ohne Migrationshintergrund werfen einen vielfältigeren Blick auf die Welt, als homogene Gruppen es vermögen. Klar ist: Medienmarken, die Diversität verhindern, sind der Vielschichtigkeit unserer Zeit, unserer Kulturen und unserer Zukunft nicht mehr gewachsen.

VDS, Populismus, TTIP, Klimawandel: Die deutsche Demokratie und Gesamteuropa haben ein herausforderndes Jahr vor sich. Wir brauchen den echten, öffentlichen Diskurs – und dafür den ethischen Journalismus als vierte Gewalt.

Nadia S. Zaboura ist freie Politik- und Kommunikationsberaterin. Zu ihren Kunden zählen Ministerien, Verbände und Unternehmen der Medien- und Kreativwirtschaft. Sie vernetzt themenübergreifend – als Kuratorin,  Referentin und Moderatorin von Kongressen und Fach-Tagungen (SXSW Interactive, Gamescom Congress, CREATIVE.HEALTH). Seit 2012 ist Nadia S. Zaboura Jurorin des „Grimme Online Award“, seit 2013 Jurorin des „Deutschen Radiopreis“, seit 2015 Evaluatorin der Europäischen Kommission. Ihr Portfolio und ihre Texte finden sich unter Zaboura.de.

Public Relations: Alles bleibt wie immer – mit einer extra Portion Relations

Anna-Lena Müller: „Beziehungen gilt es 2016 nachhaltig und strategisch zu pflegen – digital und analog!“ (Foto: ALM)
Anna-Lena Müller: „Beziehungen gilt es 2016 nachhaltig und strategisch zu pflegen – digital und analog!“ (Foto: ALM)

Public Relations funktioniert heute und auch in Zukunft nur auf Basis von Dialog und Beziehungen – einzig wandeln sich die Werkzeuge, Plattformen sowie Ansprechpartner und damit einhergehend die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten von Pressesprechern.

PR-Manager müssen sich deshalb weiterhin regelmäßig mit internen und externen Zielgruppen austauschen und innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens als kompetenter Botschafter auftreten. Neben klassischer Pressearbeit gehört dazu unter auch das Sichtbarwerden und Interagieren auf branchenfremden Konferenzen und im Social Web. Beschleunigt durch die anhaltende Digitalisierung und neue Plattformen bleibt PR wortwörtlich Public Relations. Diese Beziehungen gilt es 2016 nachhaltig und strategisch zu pflegen – digital und analog!

Innerhalb von Unternehmen geht es für Pressesprecher 2016 deshalb darum, Verständnis für die Öffentlichkeitsarbeit in Zeiten von Social Media und dem Web zu schaffen und über neue Kommunikationsformen und -formate zu informieren. PRler müssen demnach intern weiter Aufklärungsarbeit leisten, wie Themen kontextbasiert über geeignete Kanäle bei der entsprechenden Zielgruppe ankommen – und zwar nachhaltig. Sie müssen ihre Stakeholder beraten und sie befähigen auf der jeweiligen Plattform angemessen zu kommunizieren.

Daneben werden wir erleben, dass Pressesprecher selbst – anders als früher – verstärkt öffentlich auftreten und wahrgenommen werden. Genauso wie Journalisten und Influencer zu Medienmarken werden, wird sich auch das Berufsbild von Pressesprechern personalisieren. PR-Manager werden künftig über ihre Funktion als Unternehmenssprecher hinaus eine Rolle spielen.

Die Herausforderung von PR liegt bedingt durch die Veränderungen der Kommunikationswelt in der Messbarkeit von Erfolgen sowie in der Abgrenzung von den Maßnahmen der Marketingkollegen, mit denen man sich beispielsweise Social Media Plattformen teilt. Zugegeben, das alles ist nicht der neuste heiße Sch***, aber so schnelllebig und kleinteilig Kommunikation im digitalen Zeitalter ist, umso wichtiger wird es sein, sich mit neuen Fähigkeiten und Fertigkeiten an die Kernkompetenz von Öffentlichkeitsarbeit zu erinnern, Public Relations.

Anna-Lena Müller pressespricht als Communications-Manager bei Microsoft Deutschland. Sie beschäftigt sich mit den Chancen und Auswirkungen aus dem Neuland für Wirtschaft und Gesellschaft. Als @froileinmueller zwitschert sie unsortiert über Digitales und Analoges, Wesentliches und Unwesentliches.

Übrigens: Wer einmal abgleichen möchte, ob die Experten aus 2015 richtig lagen mit ihren Prognosen, kann gerne auch noch einmal einen Blick in die Mega-Trends 2015 werfen.

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Andreas Weck
„Wir Banken müssen agiler werden“ – Die Zukunft der Finanzbranche aus Expertensicht http://t3n.de/magazin/zukunft-finanzbranche-experten-239391/ 2016-01-04T16:01:41Z
Die Digitalisierung unserer Welt macht auch vor der Bankenbranche nicht halt. Junge Fintech-Startups zeigen, wie man den Komfort für Kunden erhöhen und neue Marktbereiche erschließen kann.

t3n_Nr41_Interviews_Kroener

t3n Magazin: Welche Leistungen muss eine Bank heute bieten, um für ihre jungen, zukünftigen Kunden attraktiv zu sein?

Matthias Kröner: Traditionelle Bankdienstleistungen wie Kontoführung oder Überweisungen werden zukünftig nur noch als Basis des Banking-Angebots akzeptiert. Die Vielzahl an neuen Playern und Diensten im Bankenumfeld zeigt ja bereits, wie vielfältig die Möglichkeiten für einen Ausbau des Angebots sind – angefangen beim Geldtransfer über virtuelle Währungen bis zu Crowdfinance-Produkten. Wichtig ist aber vor allem, dass das Produktangebot individuell und kundenzentriert funktioniert. Mit Standard-Lösungen und 08/15-Banking geben sich die Kunden von morgen nicht mehr zufrieden!

t3n Magazin: Welche Rolle spielen Kryptowährungen wie Bitcoin – Chance oder Tod für die bestehenden Währungssysteme?

Kröner: Wir sollten die klassischen Banken nicht zu früh ins Museum verabschieden, aber Fakt ist: Das traditionelle Zahlungssystem ist vor allem im internationalen Kontext veraltet, kostenintensiv und ineffizient.

Kryptowährungen, wie das von Ripple Labs entwickelte Ripple-Protokoll, stellen eine vielversprechende Alternative dar, da sie Überweisungen schneller und günstiger machen – auch währungsübergreifend. Wir befinden uns erst am Anfang einer spannenden Entwicklung, die wir aktiv mitgestalten wollen. Die Fidor Bank setzt als erste Bank weltweit auf das Ripple-Protokoll und kooperiert auch aktiv mit dem Bitcoin-Markplatz Bitcoin.de.

t3n Magazin: Wie werden soziale Netzwerke und die Crowd die Bankenbranche verändern?

Kröner: Soziale Netzwerke und die Crowd verändern die Bankenbranche bereits! Wir haben mit unserer Finanz-Community und Aktionen wie dem Like-Zins schon bewiesen, dass Social Media mehr als nur ein Feedback-Kanal ist. Der Einsatz von Facebook, Twitter, YouTube und Co. wird zukünftig nicht nur zur unbedingten Voraussetzung, um einen bestimmten Kundentyp überhaupt zu erreichen, sondern er wird auch zur Erschließung vollkommen neuer Geschäftsmodelle führen.

t3n_Nr41_Interviews_Leogrande

t3n Magazin: Welche großen in der Payment-Branche kommen auf uns zu?

Jörn Leogrande: Einerseits sehen wir auf breiter Front den Durchmarsch von NFC. Von Lidl über Aldi bis hin zum Mediamarkt und Netto – die großen Einzelhändler integrieren in Serie den kontaktlosen Bezahlstandard. Das gilt für Deutschland – und es gilt auch für den Rest von Europa. Gleichzeitig haben auch Technologieunternehmen wie Apple die Relevanz des mobilen Bezahlens erkannt. Das gibt dem Gesamtmarkt einen gewaltigen Push.

Darüber hinaus werden wir jenseits von Zahlungen mit Visa und MasterCard aber auch verstärkt Versuche sehen, mit Closed-Loop-Systemen erfolgreich zu sein. Starbucks in den USA ist hier das Vorbild. Mit über sechs Millionen mobilen Transaktionen in der Woche setzt das Unternehmen in den USA Maßstäbe.

Außerdem wird es im Bereich Mehrwertedienste eine Reihe von Innovationen geben. Es geht immer mehr um den Aufbau von kontextualen Services – also Angeboten, die sich aus der Location, den Interessen und der Kaufhistorie des Kunden ableiten. Auf diese Art und Weise werden Services etabliert, die genau auf die Bedürfnisse von Kunden abgestimmt sind. Im Mittelpunkt steht hier der Echtzeitbezug. Die heutigen Konsumenten erwarten personalisierte Services, die für sie eine Relevanz haben und hochreaktive Systeme, die in Sekundenbruchteilen funktionieren.

Das Shopping-Erlebnis findet künftig auf dem Smartphone statt. Mobile Couponing ist daher eines der Shopping-Trends. Gefragt sind Lösungen, die Zahlungs- und Kassensysteme verbinden oder Mehrwerte durch Couponing oder Loyalty schaffen. Von zentraler Relevanz sind hier zwei Aspekte: Die Abwicklung und das Fulfillment in Echtzeit und die nahtlose Integration. Verbraucher orientieren sich heute an Services wie Facebook oder WhatsApp – die gleiche Form von Geschwindigkeit und Klarheit erwarten Sie auch im Bereich der Mehrwerte.

Die Retailer erhalten durch die mobilen Kanäle auf der anderen Seite völlig neue Informationen über das Kaufverhalten ihrer Kunden und neue Wege der Kommunikation. Sie haben nun die Möglichkeit, Konsumenten direkt über ihr Smartphone mit relevanten Angeboten in Echtzeit anzusprechen. Das ist ein Paradigmenwechsel im stationären Handel.

t3n_Nr41_Interviews_Pertlwieser

t3n Magazin: Vor welche Herausforderungen stellen Fintech-Startups die traditionellen Banken in den kommenden Jahren?

Dr. Markus Pertlwieser: Die Fintechs haben den Banken gezeigt, wie viel mehr Bequemlichkeit und Nutzerfreundlichkeit sie für ihre Kunden schaffen können. Zudem haben die Banken gelernt, welche Dienstleistungen sie jenseits des klassischen Bankgeschäfts für ihre Kunden entwickeln können. Insofern waren und sind Fintech-Startups auch Katalysatoren für das Bankgeschäft und das ist vor allem gut für die Kunden.

Fintechs entwickeln ihre Ideen auf der einen Seite flexibler und schneller, da sie oft kürzere Entscheidungswege und weniger Prozesse haben. Auf der anderen Seite sind diese Wege und Prozesse auch ein Qualitätsfaktor des klassischen Bankings. Fintechs besitzen oft nicht die breite Erfahrung einer Bank, können sie aber gut ergänzen – wie unsere SmartÜberweisung zeigt. Bei dieser Entwicklung haben wir eng mit dem Fintech-Startup Gini zusammengearbeitet. Das ist auch unser Ansatz: Wir möchten kundenfreundliche Ideen einsetzen und sind für Kooperationen offen.

t3n Magazin: Welche Vorteile werft ihr den gegenüber in die Wagschale?

Pertlwieser: Zunächst einmal haben wir als Deutsche Bank eine enorm breite Kundenbasis mit 13 Millionen Kunden in ganz Europa. Das bedeutet nicht zuletzt, dass wir jahrzehntelange Erfahrung im Bank- und Kundengeschäft haben. Das ist genau das, was den Startups fehlt.

Darüber hinaus können wir alle Prozesse abdecken, die nötig sind, um eine Idee nachhaltig im Markt zu etablieren – von der Entwicklung über die Umsetzung und das Testing bis hin zur Vermarktung und Weiterentwicklung. Dabei greifen wir auf die Erfahrungen aus vergangenen Projekten zurück. Zusätzlich haben Datenschutz und Datenintegrität absolute Priorität.

t3n Magazin: Was müssen etablierte Bankhäuser wie die Deutsche Bank jetzt tun, um sich für die Zukunft aufzustellen?

Pertlwieser: Wir müssen uns zuerst einmal den Herausforderungen der Gegenwart stellen. Der Banking-Alltag der Menschen hat sich verändert, er ist nicht mehr an Öffnungszeiten oder Orte gebunden. Wenn es uns weiterhin gelingt, diesen Alltag durch zeitgemäße Ideen wie Banking mit der Apple Watch oder den FinanzPlaner zu erleichtern, dann gestalten wir die Zukunft aktiv mit. Dazu ist es gerade für etablierte Banken sicher ein Vorteil, wenn sie schneller, flexibler und agiler werden. Unsere Kernaufgabe als Bank ist und bleibt es, uns um die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kunden zu kümmern.

t3n_Nr41_Interviews_Diemer

t3n Magazin: Welche Chancen bieten Social-Data-basierte Scoring-Verfahren?

Sebastian Diemer: Wir sprechen in der Regel von „Alternative Data“, denn bei uns spielen die Daten aus sozialen Netzwerken nur eine sehr kleine Rolle unter den insgesamt 20.000 Datenpunkten, die wir erheben. Generell sind die Chancen hierbei weitaus größer als die Risiken: Das Scoring ist schneller, kundenfreundlicher, kostengünstiger und viel verlässlicher, weil es auf Beobachtung basiert, nicht auf vorformulierten Hypothesen.

Es geht um „Predictive Analysis“ und damit darum, was unser Algorithmus anhand von Datenpunkten aus dem Web über das Verhalten dieser Person in der Zukunft vorhersagen kann. Historische Daten, etwa „Mobilfunkrechnung nicht gezahlt“, werden von den klassischen Scoring-Modellen häufig überbewertet und sind meist die einzige Informationsquelle – was zu einer schwachen Vorhersagekraft führt.

t3n Magazin: Welche Faktoren, die traditionelle Scoring-Verfahren nicht berücksichtigen, haben einen starken Einfluss auf das Kreditverhalten?

Diemer: Ein einzelner Punkt kann niemals die Gesamtentscheidung beeinflussen. Generell geht es immer darum, dass die analysierten Datenpunkte ein Muster ergeben, welches Rückschlüsse auf die Kreditwürdigkeit zulässt.

t3n Magazin: Welche Bereiche werden für Scoring künftig relevant?

Diemer: Grundsätzlich probieren wir alle neuen Faktoren aus und schauen, ob sie wirklich einen Einfluss auf das Kreditverhalten eines Menschen haben. Die Semantik etwa ist ein komplexes Feld, an dem sich die besten Data Scientists dieser Welt üben. Allein schon dadurch, dass die gleiche Sprache häufig in anderen Ländern eine andere Bedeutung hat und es unzählige Dialekte gibt, ist das sehr komplex und schwierig. Bewegungsprofile und soziale Verflechtungen sind ebenfalls sehr aussagekräftig.

t3n Magazin: Warum sind die Vorbehalte gegenüber Social Scoring so hoch?

Diemer: Hierzulande hat sich historisch bedingt eine enorme Skepsis gegenüber datenbasierten Geschäftsmodellen aufgebaut. Durch schnellere und genauere Entscheidungen wird der Nutzer allerdings nicht „gläsern“. Im Gegenteil: Ein Algorithmus – kein Mensch – prüft eine logische Reihe an Faktoren. Ich persönlich finde einen Menschen, der meine persönlichen Dinge durchsucht und speichert, wesentlich bedenklicher.

t3n Magazin: Was fehlt dem Standort Deutschland, damit frische Unternehmen wie Kreditech richtig durchstarten können?

Diemer: Ein freier Markt, der sich entfalten kann – dazu gehört auch, dass Business Angels, die früh in innovative Technologien investieren, weiterhin nicht besteuert werden. Ein funktionierendes Ökosystem, das mehr Talente mit Kompetenzen in Marketing, Data Science oder Internationalisierung hervorbringt – diese Kompetenzen werden selten im Studium, sondern durch praktische Erfahrung erworben. Und Gesetze, die nicht den Status quo schützen, sondern den Nutzen des Kunden vertreten und junge Unternehmen unterstützen.

t3n_Nr41_Interviews_Bajorat

t3n Magazin: Welche maßgeblichen Veränderungen wird die Bankenbranche in den kommenden Jahren erleben?

Bajorat: Wohl eine der grundlegendsten, die sie je erlebt hat. Die fortschreitende Digitalisierung wird die Bankenlandschaft massiv verändern. Filialen werden verschwinden und heutige Bankmitarbeiter sind nicht die Mitarbeiter der Bank der Zukunft. Banken werden mehr und mehr in die Rolle des Abwicklers gedrängt und nur wenige werden es schaffen, das Customer-Frontend der Zukunft zu sein.

t3n Magazin: Welchem Projekt oder welchem Trend in der aktuellen Fintech-Startup-Welle räumst du das größte disruptive Potenzial ein?

Bajorat: Ich glaube in der Fintech-Welle, wie generell in der Tech-Welt, an mindestens zwei Grundwerte: erstens an Offenheit, also APIs, und zweitens an Aggregation. Sie werden die zukünftigen Services maßgeblich prägen.

t3n Magazin: Welcher Player wird den Payment-Sektor in fünf Jahren beherrschen – PayPal, Apple oder jemand ganz anderes?

Bajorat: Das mobile Endgerät wird beherrschen! Meine Identität bei meinem Zahlungsdienstleister ist dann direkt im mobilen Betriebssystem hinterlegt. Welcher genau? Das ist völlig egal. Payment ist Infrastruktur und kein Markenprodukt.

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Lea Weitekamp