Twitter | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Twitter 2015-05-26T14:46:41Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/twitter Twitters Live-Streaming-App Periscope jetzt auch für Android verfügbar [Update] http://t3n.de/news/periscope-twitter-meerkat-live-streaming-app-602371/ 2015-05-26T14:46:41Z
Die Live-Streaming-App ist jetzt auf für Android verfügbar. Damit ist Twitter wieder etwas langsamer als die Konkurrenten von Meerkat.

Die Live-Streaming-App ist jetzt auf für Android verfügbar. Damit ist Twitter wieder etwas langsamer als die Konkurrenten von Meerkat.

Update vom 26. Mai 2015: Einen Monat nach Meerkat hat auch Twitter eine Android-Version ihrer Live-Streaming-App Periscope veröffentlicht. Der Funktionsumfang entspricht weitestgehend dem der iOS-Version. Allerdings gibt es unter Android die Möglichkeit direkt zu einem Broadcast zurückzukehren und genau zu bestimmen, für welche Ereignisse ihr Benachrichtigungen erhalten wollt.
Periscope
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Entwickler: Twitter, Inc.
Preis: Kostenlos

Periscope: Twitters Antwort auf den Meerkat-Hype

Keine App hat im noch jungen Jahr 2015 einen solchen Hype ausgelöst wie Meerkat. Die iOS-App erlaubt es ihren Nutzern, einen Live-Stream ins Netz zu stellen und per Twitter zu verbreiten. Über einen Link können dann alle interessierten Personen die Live-Übertragung in ihrem Browser betrachten. Allerdings hat das Konzept einen nicht unerheblichen Nachteil: Die Streams werden nicht aufgezeichnet. Entweder seid ihr also live dabei oder ihr verpasst alles. Mit Periscope hat Twitter jetzt eine eigene Live-Streaming-App vorgestellt, bei der es dieses Hindernis nicht gibt.

Standardmäßig werden alle Live-Streams bei Periscope zum späteren Abrufen gespeichert. Allerdings können Nutzer diese Funktion auch deaktivieren. Wenn ihr euch per Twitter in der App anmeldet, seht ihr zunächst alle aktuellen Live-Streams. Darunter findet ihr Streams die kürzlich aufgenommen wurden. Das Nutzerinterface wirkt deutlich durchdachter als bei Meerkat, was allerdings nicht verwunderlich ist. Meerkat entstand in nur wenigen Wochen, während das Team hinter Periscope über ein Jahr an der App gearbeitet haben soll.

Periscope: Twitter stellte eigene Meerkat-Alternative vor. (Screenshot: iTunes)
Periscope: Twitter stellte eigene Meerkat-Alternative vor. (Screenshot: iTunes)

Periscope: Android-Version der Meerkat-Alternative soll folgen

Derzeit gibt es Periscope wie Meerkat nur für iOS. Eine Android-Fassung soll laut Twitter allerdings folgen. Periscope wurde nicht von Twitter selbst entwickelt, sondern stammt von einem gleichnamigen Startup, das erst im Januar 2015 von dem sozialen Netzwerk übernommen wurde. Der Kaufpreis soll bei 100 Millionen US-Dollar gelegen haben.

Es bleibt abzuwarten, ob Twitter es schafft, Nutzer von Meerkat zum Wechsel auf Periscope zu bewegen. Ausreichende Argumente dafür bietet die App allemal. Für die Meerkat-Macher könnte der Hype um ihre App dann schneller vorbei sein, als es ihnen lieb ist. Andererseits verfügt die App mit dem Erdmännchen-Logo noch über ausreichend Investmentgelder. Es bleibt also spannend, wie sich der Markt für Live-Streaming-Apps entwickeln wird.

In diesem Zusammenhang solltet ihr auch einen Blick auf unseren Artikel „Nichts gelernt: Meerkat und der Herdentrieb der Early Adopter [Kolumne]“ werfen.

Periscope
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Entwickler: Twitter, Inc.
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Veröffentlichungsdatum des Original-Artikels: 26. März 2015

via www.theverge.com

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Kim Rixecker
Planlos und ohne Publisher: Wie Medium die Neuausrichtung versucht http://t3n.de/news/planlos-ohne-publisher-medium-612439/ 2015-05-26T12:46:34Z
Twitter-Mitgründer Evan Williams bezeichnete sein Startup jahrelang als Publishing-Tool. Jetzt schlägt der CEO eine neue Richtung ein. Der Medium-Chef spricht jetzt von einem „Netzwerk“.

Twitter-Mitgründer Evan Williams bezeichnete sein Startup jahrelang als Publishing-Tool. Jetzt schlägt der CEO eine neue Richtung ein. Der Medium-Chef spricht jetzt von einem „Netzwerk“. Einem, dessen Struktur allerdings nicht klar ist.

Medium stellt eigene Magazine ein

Medium ist die Zukunft des Publishings. So zumindest hat Evan Williams sein Unternehmen seit der Gründung vor zweieinhalb Jahren verkauft – bis jetzt. In einem Beitrag auf Medium macht der CEO klar, dass es sich dabei nicht mehr um ein Publishing-Tool handelt. Der Gründer sieht darin neuerdings ein „Netzwerk“ und betont die Wichtigkeit der Interaktion. Was den Service wertvoll mache, sei das Feedback, dass die Autoren von ihren Lesern bekommen. Williams will die Antwort-Funktion und damit den Austausch zwischen den Usern fördern.

Vom Publishing hat sich das Startup aus San Francisco in den letzten Monate leise verabschiedet. Während in den Anfangstagen noch aktiv nach unabhängigen Medien gesucht wurde, die ihre Inhalte gegen Bezahlung auch bei Medium veröffentlichen wollen, sind die meisten dieser Partnerschaften mittlerweile beendet. Zwei der eigenen Magazine – „Re:form“ und „Matter“ – werden seit April nicht mehr betrieben.

(Foto: Darren Hull)
Medium will den Fokus auf Interaktionsraten statt auf Lesezeit legen. (Foto: Darren Hull)

In den vergangenen Monaten ließ Williams auf Konferenzen immer wieder leichten Unmut über sein Startup laut werden. Im November kritisierte er öffentlich das Design der Website und betonte, dass Netzwerke ohne Inhalte nicht leben könnten.

Bezahlung auf Basis der Interaktion

Bei einem Strategiemeeting im April soll schließlich der Fokus klar auf das User-Engagement gesetzt worden sein, berichtet Buzzfeed. Das könnte sich auch in der Bezahlung der Autoren bemerkbar machen. Wurden sie bisher nach der „Total Time Reading“ – einer Kennzahl, die Williams ständig gepriesen hat – bezahlt, so dürfte bald die Interaktionsrate die Basis dafür sein.

Ein Grund, warum der Medium-Gründer aktuell eine neue Ausrichtung sucht, könnte auch in seiner Nebentätigkeit liegen. Mit „Obvious Ventures“ hat Williams kürzlich einen Risikokapital-Fonds in Höhe von 123,5 Millionen US-Dollar gestartet, der soziale Startups unterstützen will.

via www.buzzfeed.com

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Elisabeth Oberndorfer
140- vs. Zero-Characters-Communication! 5 Beispiele, die zeigen, warum Yo das nächste Twitter werden kann http://t3n.de/news/yo-twitter-zero-character-kommunikation-611031/ 2015-05-24T14:21:49Z
Warum Yo das nächste Twitter wird? Weil es genau wie der Microblogging-Dienst ein simples Kommunikationsprotokoll bietet – nur noch reduzierter. Fünf Beispiele, die das unterstreichen.

Warum Yo das nächste Twitter wird? Weil es genau wie der Microblogging-Dienst ein simples Kommunikationsprotokoll bietet – nur noch reduzierter. Fünf Beispiele, die das unterstreichen.

Yo, so einfach ist das. Die Applikation bietet ein enorm reduzierten Kommunikationsprotokoll. (Screenshot: Yo)
Yo, so einfach ist das. Die App bietet ein enorm reduzierten Kommunikationsprotokoll. (Screenshot: Yo)

Kaum ein Dienst wurde in der Vergangenheit so sehr belächelt wie Yo. Anfangs nur eine App, die es ermöglichte, ein ausformuliertes „Yo!“-Signal zwischen zwei Nutzern zu verschicken, hat sich der Dienst inzwischen jedoch gemausert – wie wir zuletzt auch in dem Artikel „Vergiss alles, was du über Yo gehört hast – die App ist keine Spielerei mehr“ aufgezeigt haben.

Derzeit ist wesentlich mehr möglich: Medienunternehmen wie die Washington Post, die BBC, TechCrunch oder wir selbst – unter dem Handle „T3NMAG“ – nutzen die App, um Inhalte zu veröffentlichen.

Yo-App könnte das neue Twitter werden – nur wesentlich reduzierter

Kleiner Einblick in den Yo-Store. Dienste wie TechCrunch oder Spotify haben eigene Yo-Channel. (Screenshot: Yo-Store)
Kleiner Einblick in den Yo-Store. Dienste wie TechCrunch oder Spotify haben eigene Yo-Channel. (Screenshot: Yo-Store)

Nachrichten in Echzeit und so reduziert, wie möglich, auf das Smartphone der Nutzer zu bringen – das kann Yo und gilt allein deshalb schon unter vielen Beobachtern als das neue Twitter. Die Yo-API erlaubt, genau wie die von Twitter, die Integration in andere Webdienste und Anwendungen. Yo bietet somit Inhaltsanbietern aller Couleur im Grunde ein ähnlich simples Kommunikationsprotokoll an – nur eben noch stärker vereinfacht. Es braucht keine 140 Zeichen mehr, gepaart mit einem Link oder einem anderen Inhalt. Es braucht nur noch eine kleine, aber feine Benachrichtigung in Form eines „Yo!“, das – mit einem Link, Video oder Bild ausgestattet – direkt über die Mitteilungszentrale auf das Smartphone kommt.

Zu einfach? Das hat man damals auch über Twitter gesagt, bevor es zu dem Microblogging-Dienst wurde, den wir heute kennen – und der aus der Medienwelt kaum noch wegzudenken ist. Eine ähnliche Entwicklung könnte auch Yo nehmen. Die aktuelle Nutzung der vielen Medienhäuser unterstreicht das. Doch nicht nur die Accounts von Washington Post, BBC und Co. schlagen in die Kerbe. Es gibt auch noch ganz andere Kanäle außerhalb der Medienwelt, die in ihrer Art und Weise sehr an die ersten auf Twitter erinnern. Fünf haben wir uns rausgesucht, um sie kurz vorzustellen.

1. LARGEEARTHQUAKE

Der Yo-Channel LARGEEARTHQUAKE gibt eine Erdbebenwarnung aus. (Grafik: Shutterstock)
Der Yo-Channel LARGEEARTHQUAKE gibt eine Erdbebenwarnung aus. (Foto: Shutterstock)

Twitter hatte anfangs große Startschwierigkeiten. Nutzer experimentierten damit, wussten aber nicht so recht, was Twitter war, was es kann und wozu es gut sein soll. Das änderte sich schlagartig, als sich in San Francisco ein Erdbeben freisetzte und die Meldung darüber schon vor Eintreten der ersten Erschütterungen auf dem Smartphone einiger Nutzer eintraf – quasi in Echtzeit.

Auf einmal wurde der Sinn und Zweck darüber, was Twitter sein könnte, klarer. Der Yo-Channel LARGEEARTHQUAKE liefert genau die gleichen Informationen, genauso schnell – jedoch wesentlich verkürzter.

2. CHELSEAGOAL

Der Yo-Channel CHEALSEAGOAL verschickt ein „Yo!“ bei jedem gefallenen Tor. (Bild: Der Yo-Channel LARGEEARTHQUAKE gibt eine Erdbebenwarnung aus. (Grafik: Shutterstock)
Der Yo-Channel CHEALSEAGOAL verschickt ein „Yo!“ bei jedem gefallenen Tor. (Foto: Shutterstock)

Wenn der FC Chealsea aus London ein Tor schießt, wird automatisiert über CHELSEAGOAL ein „Yo!“ an die Follower verschickt. Somit bekommt man in Echtzeit die Nachricht auf das Smartphone gepusht – ohne, dass man – wie beispielsweise im Twitter-Feed – danach scrollen beziehungsweise suchen muss.

Der Account gilt schon als Vorbild für andere Vereine. Über YOGOAL können interessierte Nutzer unzählige Benachrichtigungen dieser Art einstellen – beispielsweise für deutsche Teams wie Bayern München oder Hannover 96 oder auch ausländische Vereine aus der Serie A, Premier League oder Primera División.

3. RED-ALERT: ISRAEL

Der Yo-Channel REDALERTISRAEL gibt Raketenwarnungen an Israelis aus. (Grafik: Shutterstock)
Der Yo-Channel REDALERTISRAEL gibt Raketenwarnungen an Israelis aus. (Foto: Shutterstock)

Israel und das benachbarte Palästina gehören so ziemlich zu den gefährlichsten Gegenden auf dem Planeten. Krieg und Terrorismus herrschen dort – fast ununterbrochen. Für viele Menschen in Israel hat sich insofern ein Yo-Channel etabliert, der Leben retten kann. REDALERTISRAEL schickt ein „Yo!“ mit einer Raketenwarnung an die Nutzer.

Wie auch bei den anderen Accounts geschieht das in Echtzeit – das heißt in dem Fall: noch vor dem Einschlag. Auch solche Benachrichtigungen machen auf Twitter schnell die Runde, mit Yo bekommt man sie direkt per Notification auf das Gerät.

4. YO I’M IN

Der Yo-Channel YESIMIN benachrichtigt über jeden offiziell bestätigten Präsidentschaftkandidaten. (Bild: Frontpage / Shutterstock.com)
Der Yo-Channel YESIMIN benachrichtigt über jeden offiziell bestätigten Präsidentschaftkandidaten. (Foto: Frontpage / Shutterstock.com)

Meldungen wie diese sind Breaking. Und Breaking hieß bislang, dass sie zuerst auf Twitter erschienen. Der Channel YOIMIN verschickt sofort ein „Yo!“, sobald ein neuer Präsidentschaftskandidat beziehungsweise eine Kandidatin die Teilnahme bekannt gibt.

Einen Eindruck davon konnten Nutzer schon im April bekommen, als Hillary Clinton ihre Kandidatur offiziell bestätigt hat. Noch bevor ich den ersten Tweet dazu gelesen habe, hat Yo mich mit einer Benachrichtigung informiert. Das zeigt mir das Potential am deutlichsten auf – auch wenn der Channel hier mit Online-Nachrichten der HuffPo arbeitet und nicht unbedingt als Echtzeit-Beispiel taugt.

5. NEWACQUISITION

Der Yo-Channel NEWACQUISITION meldet sich sobald ein Startup aufgekauft wurde. (Foto: Shutterstock)
Der Yo-Channel NEWACQUISITION meldet sich. sobald ein Startup aufgekauft wurde. (Foto: Shutterstock)

Facebook kauf WhatsApp. Auch derartige Meldungen können über Twitter – und eben auch über Yo – verbreitet werden. Jedes Mal, wenn NEWACQUISITION sich meldet, ist ein Startup aufgekauft wurden. Mit dem „Yo!“ bekommen Nutzer eine Info, die dann auch gleich einen Link zu einem Medienbericht oder einer Pressemitteilung enthält.

Für derartige Updates müsste man auf Twitter entweder dem jeweiligen Startup oder den jeweiligen Branchenmedien folgen. Der Yo-Channel bündelt alles an einer Stelle.

Und welche Yo-Kanäle habt ihr abonniert? Und: Haltet ihr den Dienst auch für zukunftstauglich?

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Andreas Weck
Twitterperlen: Die besten Tech-Tweets der Woche (17) http://t3n.de/news/twitterperlen-tech-tweets-17-611950/ 2015-05-21T14:11:29Z
Wir fassen die Tech-Woche in zehn mal 140 Zeichen zusammen. Diese Woche dabei: der Bahnstreik und die NSA-Affäre, eine Tastatur zum Selberbauen und wie ist das eigentlich mit der Ladezeit bei …

Wir fassen die Tech-Woche in zehn mal 140 Zeichen zusammen. Diese Woche dabei: der Bahnstreik und die NSA-Affäre, eine Tastatur zum Selberbauen und wie ist das eigentlich mit der Ladezeit bei doppelt so langen Kabeln?

Welche Tweets waren eure Favoriten in der vergangenen Woche?

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Johannes Schuba
Aufgekauft: Wie ein Kölner Student zum Valley-Millionär wurde http://t3n.de/news/aufgekauft-koelner-student-611047/ 2015-05-20T14:25:18Z
Mit Leidenschaft, Perfektionismus und passionierten Co-Foundern hat Jan Senderek innerhalb von vier Jahren den Weg aus dem Hörsaal ins Silicon Valley gefunden. Heute ist er IT-Millionär und hat mit …
Aufgekauft: Wie ein Kölner Student zum Valley-Millionär wurde | t3n

Aufgekauft: Wie ein Kölner Student zum Valley-Millionär wurde

Mit Leidenschaft, Perfektionismus und passionierten Co-Foundern hat Jan Senderek innerhalb von vier Jahren den Weg aus dem Hörsaal ins Silicon Valley gefunden. Heute ist er IT-Millionär und hat mit seiner Firma „Loom“ das geschafft, wovon Startups weltweit träumen. Wie man als deutsches Team die Eintrittskarte zum Elite-Accelerator Y Combinator löst – und wieso er am Ende seine Firma an Dropbox verkauft hat.

Text, Videos und Fotos: Moritz Stückler

Einen Käufer für seine Firma zu finden, ist oft der ultimative Indikator für den Erfolg der eigenen Geschäftsidee. Aber nur wenige Startups gehen diesen Weg – manche lehnen ihn sogar ab. Die Gefahren einer Akquisition sind groß: Überlebt das Produkt? Überlebt das Team? Stimmt der Preis? Wie ist der neue Arbeitgeber? Nur ein mikroskopisch kleiner Teil der Startup-Szene schafft einen der berühmten Bilderbuch-Exits, bei denen Tech-Medien und Blogs am nächsten Tag Rekordsummen vermelden. Mit der deutschen Gründerszene hat das augenscheinlich nicht viel zu tun. Im internationalen Vergleich schaffen es Firmen hierzulande nur selten, ihre Unternehmen für viel Geld zu verkaufen. Der Kölner Jan Senderek und sein Team aber haben vor einigen Monaten genau diesen Schritt gewagt – und ihn bis heute nicht bereut.

Erster Kontakt mit der Startup-Szene: Von Köln nach London

Die Grundlage für den späteren Erfolg seines Vorzeige-Startups „Loom“ legt Senderek während seines Studiums an der Kölner Hochschule Fresenius. Schon damals beginnt der heute 30-Jährige, sich für Startups zu interessieren und sich durch Praktika und Nebenjobs in Medien- und Marketing-Firmen zum ersten Mal mit der Szene vertraut zu machen. Interessiert verfolgt er auch die amerikanische Startup-Szene und lernt Investment-Konzepte und Business-Accelerator-Programme kennen – etwa den prestigeträchtigen, amerikanischen „Y Combinator“. Doch nach dem Bachelor entscheidet sich Senderek erst mal für ein Master-Studium im Ausland. Seine Wahl fällt auf die University of London.

„Ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen, da waren VWL und Unternehmensgründung eigentlich gar kein Thema.“ Jan Senderek

An der Hochschule, die einen exzellenten, aber auf elitären Ruf genießt, festigt er seinen Wunsch nach dem Gründerdasein endgültig und schreibt sich für das Master-Studium „Technology Entrepreneurship“ ein. Gleich zu Beginn steckt er sich ein ehrgeiziges Ziel: Nach dem Master will er endlich eine Geschäftsidee haben – eine Idee, die ihn weit genug trägt, um nicht gezwungen zu sein, sich einen „ganz normalen“ Job suchen zu müssen.

Die Chance, diesen Plan in die Tat umzusetzen, ergibt sich erstmals bei einem Startup-Wettbewerb im Rahmen des Studiums. Die Teilnehmer seines Studiengangs sollen jeweils eine Idee für die „London Entrepreneurs Challenge“ einreichen – einen klassischen Gründer-Wettbewerb, bei dem Geschäftsideen von einer Jury bewertet werden. Er muss also unter Zeitdruck eine tragfähige Geschäftsidee entwickeln. Viele empfinden eine Deadline bei kreativen Prozessen als hinderlich, aber Senderek ist heute sogar dankbar dafür: „Ohne Deadline hätte ich da nie was abgegeben.“ So aber fühlt er sich gezwungen und reicht schließlich eine Idee ein – auch wenn er sie für alles andere als perfekt hält. Eigentlich untypisch für Senderek, der selbst von sich sagt, er sei stellenweise zwanghaft perfektionistisch.

Während des Studiums pitcht Jan Senderek seine erste App „eeve“ bei einem Gründer-Wettbewerb.

Die erste Idee: Die Foto-App „eeve“

Für den Wettbewerb holt sich Senderek Unterstützung: Philipp Wein, ein ehemaliger Arbeitskollege, den er während des Bachelor-Studiums in Deutschland kennengelernt hatte, und ein zweiter deutscher Kommilitone aus dem Master-Kurs im London stoßen dazu. Den beiden geht es ähnlich wie ihm: Interesse und Leidenschaft für Startups und das Gründen sind vorhanden, aber es fehlt die passende Idee. Also pitchen sie im Dezember 2010 gemeinsam ihre erste App: „eeve“. Sie soll Nutzern primär helfen, interessante Veranstaltungen in der Nähe zu entdecken und Bilder von diesen Events zu aggregieren. Fotos von allen Nutzern, die auf der selben Veranstaltung sind, werden automatisch in einem Fotoalbum gesammelt. Die Idee wird von der Jury mit einem Preis ausgezeichnet und das kleine Team bekommt zum ersten Mal Geld: 3.000 Britische Pfund, um die App zu entwickeln. Schon kurz danach stößt mit Daniel Wagner ein weiterer Freund aus Deutschland dazu – und das vierköpfige Gründungsteam ist vollständig.

Durch die Auszeichnung bei der Startup-Challenge werden zum ersten Mal Medien auf die jungen Deutschen aufmerksam. Schon in diesem frühen Stadium schaffen sie es in einen Artikel bei TechCrunch – für viele Startups, damals wie heute, so etwas wie ein Ritterschlag – und die ideale Möglichkeit, große Investoren und Partner auf sich aufmerksam zu machen. Senderek und seine drei Mitgründer surfen zum ersten Mal auf einer kleinen Welle des Erfolgs – ein Gefühl, das viele andere Dinge in den Hintergrund drängt und dafür sorgt, dass Senderek sich kaum noch um sein Studium kümmert.

„Das Studium war mir zu diesem Zeitpunkt ziemlich egal. Ich hätte es fast abgebrochen und hatte eigentlich keinen Bock mehr die Thesis zu schreiben.“ Jan Senderek

Mit ihrer App „eeve“ gewinnen Jan Senderek und Philipp Wein bei der „London Entrepreneur's Challenge“. Die App kann Bilder, die von mehreren Personen auf einer gemeinsamen Veranstaltung aufgenommen werden, aggregieren.

Ende 2011 wechselt das vierköpfige Team zum ersten Mal den Kurs. Die Idee, Inhalte an Veranstaltungen festzumachen, wird begraben – und damit auch der Name „eeve“. „Das war ein FNAC, ein ‚Feature, not a company‘. Das ist zwar nett, aber das Problem ist nicht groß genug, als dass sich jeder eine eigene App dafür installieren würde“, blickt Senderek heute zurück. Durch Nutzerbefragungen findet das Team raus, dass es sich eher auf die reinen Foto-Funktionen in Kombination mit sozialen Features beschränken sollte. Mit dieser Neuausrichtung gibt sich das Team auch einen neuen Namen: „Popset“.

„Popset“ wird also eine App zum Aufnehmen und kollaborativen Teilen von Fotos in mehreren Fotoalben – ohne Veranstaltungsbezug. Eine Funktion, die heute bei den meisten Cloud-Diensten wie OneDrive, Google Drive oder Dropbox zum Standard-Funktionsumfang gehört. 2011 aber gibt es noch nicht viele Lösungen wie diese. Als eine der ersten großen Firmen versucht Apple 2011 mit iCloud und dem Fotostream, etwas ähnliches anzubieten – zunächst erfolglos.

„Als Steve Jobs den Fotostream vorgestellt hat, dachte ich mir: ‚Geil, endlich!‘ Aber dann hat das Produkt total enttäuscht.“ Jan Senderek

Ein langer Weg liegt hinter dem deutschen Team: Bis zum großen Erfolg korrigiert das Team zwei Mal seinen Kurs und launcht zwei neue Apps. (Grafik: Jan Senderek)

Heimlich – und anfangs, ohne seinen Mitgündern Bescheid zu geben – bewirbt sich Jan im Sog des Zuspruchs bei Y Combinator – zunächst auch ohne viel Aufwand und Vorbereitung. Er bekommt eine Absage. Ein halbes Jahr später versucht es das Team noch mal – dieses Mal gemeinsam und mit deutlich mehr Energie. Und tatsächlich werden sie zu einem Interview nach San Francisco eingeladen. Senderek übernimmt den Vortrag vor den Y-Combinator-Partnern und schafft es, die Juroren zu überzeugen. Das Team wird in die Winterklasse 2011 aufgenommen. Damit sind sie das erste deutsche Startup-Team in der Geschichte von Y Combinator – eine große Auszeichnung in Anbetracht der elitären Situation. Etwa 2.000 Startups bewerben sich zwei Mal im Jahr bei der Kaderschmiede im Valley – akzeptiert werden nur zwei bis drei Prozent davon.

Die berühmten „Office Hours“ bei Y Combinator. Startups der aktuellen Klassen können online Termine mit den Y-Combinator-Mitarbeitern machen, sich von ihnen beraten lassen oder neue Ideen pitchen. Die Gesprächspartner sind extrem erfahrene Investoren und Gründer (im Bild: Paul Graham, Investor und Gründer von Y Combinator).

Mit der Aufnahme bei Y Combinator erhält das „Popset“-Team um Jan Senderek zum ersten Mal eine nennenswerte Kapitalspritze: rund 170.000 US-Dollar – und noch deutlich mehr Geld von externen Investoren, die während dieser Phase auf das Projekt aufmerksam werden. Darunter sind auch Promis, zum Beispiel der Hollywood-Schauspieler Will Smith (in Form seiner Produktionsfirma Overbrook Entertainment). Am Ende der Winterklasse verfügt „Popset“ über 1,5 Millionen US-Dollar Kapital.

„Wir sind da angekommen und haben erst mal eine richtige Gehirnwäsche bekommen. Die denken da anders über Produkte, Marketing und PR. Eigentlich sehr anti-amerikanisch: kein Bullshitting und kein Sugar-Coating.“ Jan Senderek

Mit „Popset“ kann das Team erstmals große Investoren gewinnen – zum Beispiel den Schauspieler Will Smith. (Screenshot: Jan Senderek)

Y Combinator

ycombinator-logo
  • Eines der bekanntesten und erfolgreichen Startup-Accelerator-Programme der USA.
  • Zwei Mal pro Jahr können sich Startups mit ihren Ideen hier bewerben-
  • Von rund 2.000 Bewerbern werden nur 20 angenommen.
  • Nach der Aufnahme durchlaufen die jungen Firmen ein sechsmonatiges Coaching-Programm, kriegen 50.000 US-Dollar und Arbeitsplätze.
  • Als Gegenleistung verlangt Y Combinator etwa sechs Prozent der Firmenanteile.

Umzug ins Silicon Valley: Living The Startup Dream

Die Aufnahme bei Y Combinator bedeutet für alle Team-Mitglieder auch einen Umzug ins Silicon Valley, um in der Nähe des Y-Combinator-Büros in Mountain View sein zu können. Innerhalb von einem Monat packen Jan Senderek und seine Kollegen die Koffer und ziehen aus Deutschland und Großbritannien an die amerikanische Westküste. Zu viert kommen die Gründer in San Francisco an und beziehen eine kleine Wohnung am Fuß der Twin Peaks, in der sie gemeinsam arbeiten und wohnen.

Schon zu Beginn der Y-Combinator-Phase merken Jan, Daniel und Philipp, dass die Chemie zwischen ihnen und dem vierten Co-Founder Nicolas nicht mehr stimmt – er verlässt das Unternehmen. Die verbliebenen drei Gründer aber ergänzen sich bis heute perfekt: „Wir haben alle komplementäre Skills und das ist verdammt wichtig: Daniel kümmert sich um Technik und Backend, Philipp und ich um das Design und ich übernehme zusätzlich die wirtschaftlichen Aspekte.“

„Popset war nett, aber kein Riesending. Es war zu stark auf Social Features fokussiert.“ Jan Senderek

Die Mentoren bei Y Combinator verpassen dem etwas naiven, deutschen Team innerhalb von kürzester Zeit eine Gehirnwäsche, und auch die Idee von „Popset“ beginnt schnell zu bröckeln. Schon während der Entwicklung erkennt das Team, dass alle von ihnen ein Problem mit ihrem privaten Foto-Bestand haben. Keine existierende Lösung – ob online oder offline – erfüllt alle Kriterien. Die Gründer wittern ihre Chance.

Das technische Know-how im Umgang mit Fotos hat das „Popset“-Team schon, und mit einer geringen Kurskorrektur kann es eine viel größere Zielgruppe ansprechen: jeden, der sich schon mal über die schlechten existierenden Archivierungs- und Synchronisierungs-Möglichkeiten für Fotos geärgert hat. Nutzer, die bisher akribisch Ordner auf ihrer Festplatte angelegt, spezielle Foto-Datenbanken befüllt oder existierende Dienste wie Flickr oder Picasa verwendet haben. Denn alle diese Verfahren haben große Nachteile: mangelnde Verfügbarkeit auf mobilen Geräten, mangelnder Speicherplatz oder mangelnder Datenschutz. Während also „Popset“ weiterhin am Leben gehalten wird, um die bestehenden Nutzer nicht zu vergraulen, entwickelt das Team im Hintergrund über einen Zeitraum von etwa einem Jahr schon einen Prototypen für eine neue App: „Loom“.

Der Traum geht in Erfüllung: Nach der Aufnahme bei Y Combinator zieht das Team aus Europa ins Silicon Valley und arbeitet dort zusammen in einer Mischung aus WG und Büro in San Francisco – nicht weit weg vom Y-Combinator-Hauptquartier. (Foto: Jan Senderek)

Auch in den USA kommen Startups mit kleinem Geldbeutel nicht an schwedischen Möbelhäusern vorbei. (Foto: Jan Senderek)

Auch die zweite App von Senderek und seinen Kollegen namens „Popset“ sorgt für Aufmerksamkeit in der Presse. Vom Konzept sind die Macher aber nicht lange überzeugt – und entwickeln im Hintergrund schon „Loom“. (Foto: Jan Senderek)

„Unsere User haben gesagt: ‚Wir hätten gerne sowas wie Dropbox für Fotos!‘“ Jan Senderek

Im März 2013 erscheint die erste Version von „Loom“ für eine kleine, ausgewählte Nutzergruppe. „Loom“ ist geradliniger und schlanker als „Popset“, es gibt weniger Features und das Design ist deutlich ruhiger, fast schon minimalistisch. Im Juli öffnet sich „Loom“ für eine öffentliche Beta-Phase und ist ab dem ersten Tag ein voller Erfolg. Ein Grund für diesen guten Start: eine kluge Markting-Strategie.

Einige Monate vor dem Start macht Senderek durch provokante und interessante Blog-Einträge über das generelle Konzept von Dateien, Ordnern, Dateisystemen und Fotos auf sich aufmerksam. Die Beiträge verbreitet er über technik-affine Kanäle wie „Hacker News“ und Twitter. Zusammen mit einem abstrakten Produktvideo, das noch nichts von der fertigen App zeigt, sondern nur das Problem der Foto-Archivierung aufgreift, tragen sich schon vor dem Start Zehntausende bereitwillig für die Warteliste ein. Und auch die internationale Presse berichtet sofort zum Start über die neue App. Im Oktober 2013 öffnet „Loom“ sich endlich für jedermann und schon zum Jahresende heimst die App namhafte Auszeichnungen ein und schafft sich eine beachtliche Fangemeinde. Dank regelmäßiger Updates wird „Loom“ schnell zum Publikumsliebling und kann bald auch mit Videos und RAW-Files umgehen.

Loom soll eine universelle Möglichkeit zur Synchronisierung und Archivierung von Fotos werden, ohne Social Features oder ortsbasierte Funktionen. Außerdem wird die App im Gegensatz zu ihren Vorgängern optisch deutlich reduziert. (Bild: Jan Senderek)

Die Entwicklung der App im Lauf von etwa zweieinhalb Jahren: Bei einem Gründerwettbewerb wird „eeve“ geboren. Später fokussiert sich das Team stärker auf den Austausch und das Teilen von Fotos unter dem Namen „Popset“. Und schließlich werden die Social Features größtenteils verworfen und „Loom“ konzentriert sich auf die Archivierung und Synchronisierung zwischen allen Geräten.

Erster Kontakt mit Dropbox: Eine E-Mail und ein Mittagessen

Irgendwann im November 2013 bekommt Senderek dann unerwartet eine E-Mail. Die Absender: Drew Houston und Gentry Underwood. Houston ist einer der beiden Gründer von Dropbox, Underwood der CEO von Mailbox, einem E-Mail-Client, der damals gerade frisch von Dropbox gekauft worden ist. Schon kurz nach der Akquisition hat sich Underwood zu einer Führungspersönlichkeit bei Dropbox hochgearbeitet. Er lädt Senderek zum Mittagessen in die Dropbox-Zentrale in San Francisco ein, und Senderek nimmt an. Gespräche wie dieses sind nicht ungewöhnlich – gerade im Silicon Valley wird der Austausch zwischen Konkurrenten groß geschrieben und stärker zelebriert als in Deutschland.

„Na klar wollten die mal auschecken, was wir machen. Aber du machst dir bei sowas keine Hoffnungen auf eine Akquisition. Der Weg ist noch viel zu weit.“ Jan Senderek

„Beim Mittagessen haben wir noch über Gott und die Welt geredet. Und dann kam sofort am gleichen Abend eine E-Mail: ‚Du musst dich auch unbedingt noch mit Drew zum Abendessen treffen.‘“ Bei diesem Dinner zeigen die beiden Senderek auch zum ersten Mal ihr neues Dropbox-Produkt namens „Carousel“: eine App, die ganz ähnlich wie „Loom“ funktioniert und alle Bilder von Smartphone und Dekstop-Rechner synchronisieren soll. „Carousel“ ist zu diesem Zeitpunkt jedoch in der Entwicklung noch lange nicht so weit wie „Loom“ und kann auch beim Funktionsumfang nicht mithalten. Bei diesem Gespräch lassen Underwood und Houston dann auch die Katze aus dem Sack und äußern ihre Kaufabsichten: „Ihr müsst das für uns machen! Das Gleiche, was ihr jetzt macht, müsst ihr für uns machen. Wir können das zusammen tun und müssen nicht gegeneinander arbeiten“, kommentieren sie ihren Vorschlag. Das „Loom“-Team soll mit dem „Carousel“-Team fusionieren und zusammen an einer optimalen Lösung für die Foto-Synchronisierung arbeiten.

Am nächsten Tag macht der Dropbox-Chef Senderek und Sara Adler miteinander bekannt. Adler kümmert sich bei Dropbox um den Aufgabenbereich „Corp Dev“ – also auch um Akquisitionen. Sie drängt Senderek zu einem möglichst schnellen Treffen und nur drei Stunden später werden beim Kaffee weitere Details besprochen. Adler fragt Senderek vor allem nach den Kennzahlen seines Unternehmens: Anzahl der Mitarbeiter, Kapitalanteile, allgemeine finanzielle Situation. Umgekehrt beginnt auch Senderek, den potenziellen Käufer immer genauer zu analysieren. Sein Studium und sein tiefgreifendes Interesse für den wirtschaftlichen Aspekt von Startups helfen ihm, die Kaufmotivation von Dropbox zu verstehen und einzuschätzen, wie gesund Dropbox wirtschaftlich ist – für ihn vor allem interessant, weil üblicherweise ein Teil der Kaufsumme von Akquisitionen in Aktien ausbezahlt wird.

„Carousel“ ist der Nachfolger von „Loom“ unter dem Dach von Dropbox. Seit der Akquisition arbeitet das gesamte Team von „Loom“ an „Carousel“ mit und hat inzwischen viele ursprüngliche „Loom“-Funktionen auch in „Carousel“ integriert.

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Moritz Stückler
Twitter wieder bei Google: So sehen die Tweets in der Suchmaschine aus http://t3n.de/news/twitter-google-sehen-tweets-611562/ 2015-05-20T04:00:23Z
Die beiden Plattformen arbeiten wieder zusammen: Twitter beliefert Google ab sofort wieder mit seinem Content. Vorerst ist die Integration in der Suche nur in der mobilen Version verfügbar.

Die beiden Plattformen arbeiten wieder zusammen: Twitter beliefert Google ab sofort wieder mit seinem Content. Vorerst ist die Integration in der Suche nur in der mobilen Version verfügbar.

Google holt sich Echtzeitdaten von Twitter

Vier Jahre war Funkstille zwischen Google und Twitter, vor drei Monaten gaben sie ihre erneute Partnerschaft bekannt: Tweets sollen wieder in den Suchergebnissen eingebettet werden. Am Dienstag begannen die beiden Partner mit dem Rollout. In der mobilen Suche sind die Tweets bereits sichtbar, am Desktop sollen sie bald folgen. Allerdings ist die Twitter-Integration vorerst nur in der englischen Version verfügbar. Andere Länder werden in den nächsten Monaten folgen, kündigen die Partner an.

Der Grund für die lange Vorlaufzeit: Die Portale haben sich für die Einbindung der Inhalte neue Formate überlegt. Wer einen Suchbegriff eingibt, sieht in der Ergebnisliste vorgeschlagene Tweets im Karusselformat angezeigt. Mit horizontalem Scrollen kann durch die Tweets geblättert werden. Bei der Suche nach Persönlichkeiten schlägt Google außerdem direkt das Twitter-Profil der gesuchten Person vor. Ein Klick darauf leitet zur Twitter-App weiter.

Bevor Google die Twitter-Einbindung international ausrollt, wird das Format noch verfeinert. (Bild: Twitter)
Bevor Google die Twitter-Einbindung international ausrollt, wird das Format noch verfeinert. (Bild: Twitter)

Integration noch in der Testphase

Während die Screenshots die Twitter-Einbindung an der Spitze der Ergebnisliste zeigen, war das Format im t3n-Test nicht ganz oben gereiht. Google hat Zugriff auf die Echtzeitdaten, sodass zu aktuellen Geschehnissen die neuesten Tweets auffindbar sind. Bisher werden jedoch noch nicht zu allen Begriffen Inhalte ausgespielt.

Die Integration in der Suchmaschine werde noch getestet und auf Basis des Nutzerfeedbacks verfeinert, erklärt ein Google-Sprecher gegenüber dem Wall Street Journal. Für Twitter könnte die Präsenz auf der reichweitenstärksten Suchmaschine einen besseren Zugang zum Massenmarkt bieten.

via googleblog.blogspot.com

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Elisabeth Oberndorfer
Pingendo: Einfaches Prototyping für Designer dank Bootstrap http://t3n.de/news/pingendo-einfaches-prototyping-608076/ 2015-05-17T15:02:21Z
Du willst wissen, wie sich dein Design responsive „anfühlt“, hast aber keine Lust, dich selbst mit HTML und CSS rumzuschlagen? Mit Pingendo kannst du innerhalb von Minuten einen funktionieren …

Du willst wissen, wie sich dein Design responsive „anfühlt“, hast aber keine Lust, dich selbst mit HTML und CSS rumzuschlagen? Mit Pingendo kannst du innerhalb von Minuten einen funktionieren Bootstrap-Prototypen erstellen.

Pingendo: Responsive durch Bootstrap

Pingendo ist ein LESS-basierter WYSIWYG-Bootstrap-Editor. Das hat den unschätzbaren Vorteil, dass man einerseits auf das vorhandene Gerüst von Bootstrap aufbauen kann und dieses eben nicht „blind“ im Code-Editor, sondern direkt mit visuellem Feedback bearbeiten kann. Da Pingendo – durch Bootstrap – schon responsives Verhalten aller Elemente vorsieht, scheint es als Prototyping-Tool sehr geeignet.

Startet man Pingendo, kann man sich entscheiden, ob man mit einem leeren Projekt oder einem der mitgelieferten Templates starten will. Die Templates sind ganz praktisch, wenn man sich in das Programm einfinden oder nicht ganz bei Null anfangen möchte.

(Screenshot: Pingendo)
Los geht's. (Screenshot: t3n)

Die Benutzeroberfläche kommt sehr aufgeräumt daher und besteht aus fünf Bereichen:

  1. Viewport
  2. Menüleiste
  3. Bereichs- und Komponentenbibliothek
  4. Eigenschafteneditor
  5. HTML- und CSS-Editor (beim Start minimiert)
(Screenshot: Pingendo)
Die Bereiche der App. (Screenshot: t3n)

Mit Hilfe der Bereichs- und Komponentenbibliothek kann man sich sehr schnell ein Grundgerüst seiner Seite zusammenstellen – ganz einfach per Drag & Drop. Dazu bietet Pingendo fertige Aufteilungen in Spalten, Navigation, Footer, diverse Bild-Text-Aufteilungen und vorgefertigte Slider.

(Screenshot: Pingendo)
(Screenshot: t3n)

Da Pingendo auf Bootstrap basiert, kann man Elemente breakpointbasiert ein- und ausblenden. So bekommt man innerhalb kürzester Zeit eine Seite, die sich in Struktur und Verhalten dem jeweiligen Viewport anpasst.

Genauso schnell kann man die strukturellen Elemente dann mit Inhalten füllen – sowohl mit lokalen, als auch mit externen (Web-)Quellen. Mit dem Eigenschaften-Editor kann man Elemente befüllen und anpassen – wobei die Möglichkeiten hier doch sehr begrenzt sind. Man hat eine feste Anzahl an vordefinierten Farben, Größen und Spezialeigenschaften.

Testen des Prototyps: Wo Pingendo an seine Grenzen stößt

Ein erster Prototyp lässt sich soweit sehr gut und innerhalb kurzer Zeit erstellen. Testen kann man die Seite allerdings erst, wenn man sie exportiert hat – so etwas wie eine Preview-Funktion gibt es leider nicht. Verschiedene Interaktionen, wie zum Beispiel das Ausklappen eines Drop-Down-Menüs, lassen sich erst in der gespeicherten HTML-Datei ausführen. Gerade das hat doch Nervpotential, da man diese Elemente dann auch schwer gestalten und bearbeiten kann.

Will man tiefer eintauchen (und beispielweise die Inhalte eines Drop-Down-Menüs anpassen), muss man sich dann doch die Mühe machen und im Quelltext des Projekts arbeiten. Zum Glück ist der entsprechende HTML-/CSS-Editor in Pingendo integriert und man muss nicht die Anwendung wechseln.

Die HTML- und CSS-Dateien sind sehr gut strukturiert und bieten somit eine sehr gute Basis für Entwickler, um damit weiter arbeiten zu können. Das Angenehme ist, dass Änderungen wie Farben gleich mit in das UI übernommen werden, sodass man sämtliche Eigenschaften, die man in CSS/LESS definiert, auch sehr einfach auf andere Elemente anwenden kann, ohne wieder in den Quelltext zurückkehren zu müssen.

Eigene Regeln und Eigenschaften kann man jedoch nicht zum UI  hinzufügen, sondern nur bestehende editieren.

Fazit

Pingendo ist sehr gut dafür geeignet, schnell einen Prototypen einer responsiven Website zu erstellen, die nach bestimmten Standardschemata und mit gängigen Elementen aufgebaut ist. Da schon sehr viel „Grundverhalten“ der Elemente mitgebracht wird, kann man hier wenig Fehler machen. Wünschenswert wäre es, wenn man im UI mehr breakpointbasierte Eigenschaften einstellen könnte, außer Elemente ein- und auszublenden. Schriftgrößen, Farben, Größen, Abstände … all das kann man nicht über die Benutzeroberfläche einstellen.

Somit ist Pingendo ein Tool, um Seiten zu erstellen, die wahrscheinlich so aussehen werden, wie die meisten anderen. Für außergewöhnliche, innovative Interaktionen und Navigationen sind Programme mit mehr Freiraum und Flexibilität wesentlich besser geeignet.

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Jürn-Christian Hocke
Twitterperlen: Die besten Tech-Tweets der Woche (16) http://t3n.de/news/twitterperlen-tech-tweets-16-610703/ 2015-05-15T09:47:47Z
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Wir fassen die Tech-Woche in zehn mal 140 Zeichen zusammen. Bei uns stand die Woche ganz klar im Zeichen des t3n Magazins Nr. 40, unserer Jubiläumsausgabe. Außerdem diese Woche mit dabei: ein Patchkabel für den Notfall und Tom von MySpace.

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Johannes Schuba
Periscope: Jetzt auch ohne Twitter-Account http://t3n.de/news/periscope-ohne-twitter-account-meerkat-alternative-609995/ 2015-05-12T07:52:21Z
Twitters Live-Streaming-App Periscope steht jetzt auch Nutzern außerhalb des sozialen Netzwerks zur Verfügung. Welche weiteren Neuerungen es bei dem Meerkat-Konkurrenten gibt, erfahrt ihr in …

Twitters Live-Streaming-App Periscope steht jetzt auch Nutzern außerhalb des sozialen Netzwerks zur Verfügung. Welche weiteren Neuerungen es bei dem Meerkat-Konkurrenten gibt, erfahrt ihr in unserem Artikel.

Anmeldung per Telefonnummer: Periscope kann jetzt auch ohne Twitter genutzt werden

Vor sechs Wochen ist mit Periscope Twitters Antwort auf die Live-Streaming-App Meerkat an den Start gegangen. Jetzt gibt es ein Update, mit dem das Unternehmen einige Kritikpunkte der Nutzer beseitigen will. Die wohl größte Änderung: Nutzer können sich jetzt auch mit ihrer Telefonnummer anmelden – ein Twitter-Account ist nicht mehr länger zwingend erforderlich.

Live-Streaming-App: Die Anmeldung bei Periscope ist jetzt auch ohne Twitter-Account möglich. (Grafik: Twitter)
Live-Streaming-App: Die Anmeldung bei Periscope ist jetzt auch ohne Twitter-Account möglich. (Grafik: Twitter)

Ebenfalls neu und von vielen Nutzern gefordert, ist die Möglichkeit, das Profilbild nachträglich zu verändern. In der neuen Version der iOS-App sollt ihr jetzt auch einfacher auf einzelne Kommentare von Nutzern antworten können. Antworten, die an euch gerichtet sind, enthalten einen Pfeil. Auch die Möglichkeit, Trolle und andere Störenfriede zu blockieren, wurde überarbeitet. Ab sofort wird zudem jeweils allen Personen, die euren Live-Stream verfolgen, angezeigt, ob und welchen Nutzer ihr von der Übertragung ausgeschlossen habt. Das soll für mehr Transparenz sorgen.

Periscope: Noch immer nur für iOS verfügbar

Nach wie vor gibt es Periscope allerdings nur für iOS – andere Varianten lassen weiterhin auf sich warten. Die Konkurrenz-App Meerkat verfügt mittlerweile immerhin über eine Android-App. Diese befindet sich zwar noch im Beta-Status, kann aber schon über Googles Play-Store runtergeladen werden. Außerdem haben die Macher der Live-Streaming-App kürzlich die Meerkat-API vorgestellt, um sich auch darüber von Periscope abgrenzen zu können.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist unser Artikel „Meerkat und Periscope: Taugen die Live-Streaming-Apps auch für den Business-Einsatz?“.

Periscope
Download @
App Store
Entwickler: Twitter, Inc.
Preis: Kostenlos

via medium.com

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Kim Rixecker
Twitterperlen: Die besten Tech-Tweets der Woche (15) http://t3n.de/news/twitterperlen-tech-tweets-15-609050/ 2015-05-07T14:49:57Z
Wir fassen die Tech-Woche in neun mal 140 Zeichen zusammen. Eins ist klar: Diese Woche stand ganz im Zeichen der re:publica in Berlin.

Wir fassen die Tech-Woche in neun mal 140 Zeichen zusammen. Eins ist klar: Diese Woche stand ganz im Zeichen der re:publica in Berlin.

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Johannes Schuba