Twitter | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Twitter 2014-11-19T05:00:19Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/twitter Hunderte Milliarden Tweets: Twitter-Suche umfasst jetzt alle Tweets seit 2006 http://t3n.de/news/twitter-suche-milliarden-tweets-579714/ 2014-11-19T05:00:19Z
Twitter hat seinen Such-Index optimiert und macht jetzt das gesamte Archiv zugänglich. Bisher war die Suche eine der Schwachstellen des Portals.

Twitter hat seinen Such-Index optimiert und macht jetzt das gesamte Archiv zugänglich. Bisher war die Suche eine der Schwachstellen des Portals.

Neuer Such-Index für Twitter

Wer schon einmal nach älteren Beiträgen auf Twitter gesucht hat, weiß wie unzufriedenstellend das Ergebnis ist: Tweets, die vor mehr als einigen Wochen verfasst wurden, waren nur schwer auffindbar. Wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab, indiziert die neue Suche ab sofort alle Tweets seit dem Launch im Jahr 2006. Somit sind „hunderte Milliarden Tweets“ öffentlich zugänglich, schreibt Twitter auf seinem Blog.

Durch das neue Archiv soll einerseits die Echtzeitsuche erleichert werden, andererseits die Eingrenzung nach den Zeiträumen verbessert werden. Die überarbeitete Suchmaschine ist bei einigen Nutzern bereits live und soll in den nächsten Tagen für alle ausgerollt werden.

Twitter-Homepage: Der Kurznachrichtendienst geht an die Börse.
Twitter lässt euch künftig alle öffentlichen Tweets durchsuchen. (© luchezar - iStockphoto.com)

Investment in Infrastruktur

Warum es so lang dauerte, bis das börsennotierte Startup eine vernünftige Suche integriert hat, begründen die Entwickler mit der ständig wachsenden Infrastruktur. Diese sei eine große Herausforderung für das Projekt gewesen.

Der neue Index ist laut Twitter zehn mal größer als die Echtzeit-Suche und umfasst etwa eine Milliarde Dokumente. Pro Woche kommen mehrere Milliarden von Tweets hinzu.Die Umsetzung des neuen Such-Index bezeichnet die Social Media-Plattform deshalb auch als großes Investment, das noch weitergeführt werden soll. Auf dem Twitter-Blog erklärt das Projektteam im Detail, wie der neue Index aufgebaut wurde.

via blog.twitter.com

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
]]>
Elisabeth Oberndorfer
Personal Branding mit Twitter: 10 Tipps von unserem Social-Media-Manager http://t3n.de/news/personal-branding-twitter-tipps-578790/ 2014-11-17T10:40:09Z
In der digitalen Arbeitswelt ist Twitter ideal, um Kontakte zu knüpfen und sich einen Namen zu machen. Ich-Marketing – beziehungsweise Personal Branding – gehört zum Arbeitsleben längst nicht …

In der digitalen Arbeitswelt ist Twitter ideal, um Kontakte zu knüpfen und sich einen Namen zu machen. Ich-Marketing – beziehungsweise Personal Branding – gehört zum Arbeitsleben längst nicht mehr nur für Selbstständige dazu.

„Kontakte sind nur für den schlecht, der keine hat."

Die Zeiten, in denen man ein Leben lang bei demselben Arbeitgeber bleibt, sind vorbei. Gut also, wenn man auf dem Arbeitsmarkt schon einmal von dir gehört hat und dich mit einem gewissen Skillset in Verbindung bringt. („Ach der Katona, das ist doch dieser Sneaker-verrückte Social-Media-Manager von t3n. Ja, der ist gut drauf und hat immer einen Rat parat!“) Es liegt an euch und nur an euch, wie ihr euch darstellt. Vom konservativen Unternehmensberater bis zum hippen Fashion-Blogger: Die Möglichkeiten sind endlos.

Personal Branding: Reputationsaufbau mit Hilfe von Twitter

Durch ein gutes und für deine Branche relevantes Netzwerk – gerade im Digital-Business – bleibst du für deinen aktuellen Arbeitgeber attraktiv und wirst für zukünftige Arbeitgeber interessant. Dass die Recruiter und Headhunter unserer Zeit nicht nur auf deine Vita schauen, sollte mittlerweile jeder mitbekommen haben.

Innerhalb einer Woche konnte ich das Wachstum meines Kanals erheblich steigern. (Screenshot: Quintly)
Personal Branding: Innerhalb einer Woche konnte ich das Wachstum meines Kanals erheblich steigern. (Screenshot: Quintly)

Selbstständige wissen, wie wichtig das Vermarkten der eigenen Person und Networking sind: Twitter kann hier ein nützlicher Helfer sein. Du solltest dabei allerdings ein paar Dinge beachten.

1. Pimp your Bio

Nimm dir ruhig etwas Zeit für deine Biografie. Wähle sorgfältig, was wichtig und „sexy“ ist und verwende die relevanten Hashtags (Keywords) für deine „Ich-Marke“. Werft einen Blick in unsere Anleitung zur perfekten Kurzbiografie für Social Media. Auch ein Profilbild mit Wiedererkennungswert gehört zu einem guten Branding. Ebenso solltest du Sorgfalt in die Farbauswahl stecken: Welche Farben passen zu dem Produkt, das du verkaufen willst, also zu dir selbst?

2. Sag die drei Worte

Beim einen dauert es länger, beim anderen geht es schneller: Wähle drei Hashtags, für die du bekannt sein willst und setze sie in deine „Bio“. Beantworte dafür einfach die folgenden Fragen: Was kann ich, wofür will ich bekannt sein und wie lauten die dazu passenden Hashtags? Ein neuer Kontakt liest schließlich als erstes deine Twitter-Biografie.

3. Mach's automatisch

„Von automatischen Tweets solltest du die Finger lassen."

Wenn du dich um jeden Post und seine Verteilung einzeln kümmerst, wirst du es vermutlich nicht lange durchhalten und kein vernünftiges Wachstum aufrecht erhalten. Richte dir zum Beispiel Buffer ein und definiere feste Zeiten für deine Tweets. Auf diese Weise kannst du im Verlauf des Tages einfach Tweets in „dein Buffer“ schleudern und musst dich nicht um Verteilzeiten kümmern. Nach einiger Zeit wird deutlich, an welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit andere Nutzer mit deinen Tweets am häufigsten interagieren. Wichtig: Automatisiere nur so viel wie nötig und lass die Finger von automatischen Tweets oder „Follows“.

4. Sei nicht langweilig

Keiner hat einen Anreiz, dir zu folgen, wenn du jeden Tag die gleichen zwei Accounts retweetest oder News der gleichen Quellen teilst. Aggregiere gute Inhalte und nutze dafür viele verschiedene Quellen.

5. Strecke deine Fühler aus

Du willst dich stärker in deiner Nische vernetzen? Dann analysiere die relevanten Hashtags deiner Szene und folge den wichtigen Influencern.

6. Schaffe Konstanz und Relevanz

Folgst du einem neuen Nutzer, musst du davon ausgehen, dass er dein Profil besucht. Biete ihm deshalb passende Inhalte und erhöhe damit deine Chancen auf einen „Refollow“. Dies gelingt am besten, wenn du hintereinander zwei bis drei Tweets zum gleichen Thema textest.

7. Lass dir helfen

Personal Branding: Mit Hilfe von Followerwonk kannst du Twitter-Bios durchsuchen und die Ergebnisse zur Reichweiten-Steigerung nutzen. (Screenshot: Followerwonk)
Personal Branding: Mit Hilfe von Followerwonk kannst du Twitter-Bios durchsuchen und die Ergebnisse zur Reichweiten-Steigerung nutzen. (Screenshot: Followerwonk)

Mit Services wie Quintly, Followerwonk und justunfollow findest du interessante Menschen und kannst mit ihnen in Kontakt treten. Darüber hinaus bieten dir die genannten Dienste diverse Funktionen, die dir einen tieferen Einblick in dein Netzwerk geben.

8. Sei ein Kosmopolit

Du bist anderer Sprachen mächtig? Benutze sie! Wer ein internationales Netzwerk anstrebt, sollte auch englische, französische oder spanische Tweets absetzen. Welche Sprache relevant ist, kommt ganz auf dein Themengebiet an.

9. Be nice

Beim Ich-Branding geht es, wie der Name schon sagt, vor allem um dich. Zeige deshalb, dass du kein Roboter bist, sondern ein authentischer Mensch mit Verstand und Charakter. Interaktion mit anderen Nutzern ist hier das Stichwort. Bringe dich mithilfe von Antworten, Favorites und Retweets in den Dialog ein und biete einen Mehrwert. Das kann ein kurzweiliger Tweet sein, über den man schmunzelt, oder ein Insight, das Wissen und Expertise vermittelt.

10. Analysiere

Beobachte deine Aktivitäten. Was lief gut und was lief schlecht? Was hat im Zusammenhang mit viel Aufwand zu wenig gebracht? Behalte dabei besonders Posting-Zeiten, Key-Influencer und deine Themenauswahl im Auge. Integriere die Ergebnisse in deine Strategie. So kannst du deine Performance laufend verbessern.

Bonus: Go Home, you're drunk!

„Tu dir selbst einen Gefallen und lass Twitter aus, wenn's ein Sektchen mehr gibt."

Wie auf jedem Netzwerk gilt: Tu dir selbst einen Gefallen und öffne Twitter nicht, wenn der Sekt rumgegangen ist. Keiner will deine wirren, betrunkenen Gedanken lesen. Die Zeiten, in denen man sich mit „Damn you, Autocorrect!“ rausreden konnte, sind vorbei. Beherzigst du diese Tipps, baust du dir einen stabilen Twitter-Kanal auf, der deine Reputation erheblich steigert. In nur einer Woche habe ich meinen Kanal mit diesen zehn Tipps optimiert – mit Erfolg, wie oben stehende Grafik zeigt.

 

Das Featured Image für diesen Artikel wurde von Arif Demir / Letters Begin erstellt. Vielen Dank!

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
]]>
Alexander Katona
Google, Facebook und Twitter: Ein großer und 7 kleine Gründe für ein Hauptquartier in Dublin http://t3n.de/news/google-facebook-twitter-dublin-578339/ 2014-11-15T08:57:01Z
Früher aufgrund der boomenden Wirtschaft als „keltischer Tiger“ bekannt, stürzte Irland 2008 in die Krise und erholt sich erst jetzt wieder davon. Trotzdem haben sich Tech-Giganten wie Google, …

Früher aufgrund der boomenden Wirtschaft als „keltischer Tiger“ bekannt, stürzte Irland 2008 in die Krise und erholt sich erst jetzt wieder davon. Trotzdem haben sich Tech-Giganten wie Google, Apple, Facebook, Twitter und Amazon in Dublin angesiedelt, um dort ihre europäischen Hauptquartiere zu eröffnen. Doch warum eigentlich? Wir haben uns auf die Suche nach Antworten gemacht.

Eigentlich gibt es nur einen Grund: Steuererleichterungen

Der Hauptgrund für die Standortwahl ist ohne Zweifel die niedrige Körperschaftssteuer von 12,5 Prozent. Diese Rate kann noch erheblich weiter gesenkt werden: Der Steuertrick „Double Irish“ ermöglichte es multinationalen Konzernen bis vor kurzem, internationale Gewinne über irische Tochtergesellschaften in Steueroasen zu schleusen. Durch den Umweg über Dublin zahlten sie teilweise weniger als fünf Prozent Steuern. Damit ist jetzt allerdings Schluss: Die irische Regierung hat das Schlupfloch im Oktober 2014 aufgrund des Drucks der Öffentlichkeit – mit einer Übergangsfrist bis 2020 – geschlossen.

Nichtsdestotrotz gibt es durchaus noch andere Vorteile von Dublin als europäischem Hauptquartier.

Schwacher Datenschutz

Irland hat die schwächsten Datenschutz-Gesetze in der EU. Die Unternehmen dürfen sich noch nach den jeweiligen staatlichen Regeln des Firmensitzes im gesamten EU-Gebiet bewegen. Das wird sich mit der EU-Datenschutz-Novelle aber voraussichtlich ebenfalls ändern.

Eine aktive Tech-Community

Schon seit dem EU-Beitritt Irlands 1973 zog es globale Konzerne aufgrund der Steuerbegünstigungen nach Dublin. Den Anfang machten Dell, HP, IBM und Microsoft, aber auch Pharma-Konzerne wie Pfizer. Und wo Tauben fliegen, fliegen Tauben zu: Google, Facebook, Twitter, LinkedIn, eBay, PayPal und Amazon sind nur einige der Konzerne, die ihnen gefolgt sind. Dadurch entstand, ähnlich dem Silicon Valley, eine aktive Tech-Community in Dublin.

Talentierte Mitarbeiter

Dieser Punkt ist umstritten: Die Unternehmen selbst behaupten, in Irland optimalen Zugang zu jungen, technisch versierten Arbeitskräften zu haben. In der Realität sind aber zum Beispiel bei Google 70 Prozent der Mitarbeiter nicht aus Irland, sondern werden aus der ganzen Welt rekrutiert. Immer wieder hört man, dass die Tech-Unternehmen in Irland Probleme haben, Talente anzuziehen.

Twitter-Hauptquartier Dublin
Der Hauptsitz von Twitter in Dublin. (Foto: sociable.co)

Bezahlbare Immobilien

In Irland ist es deutlich günstiger, Büros im Zentrum zu haben, als beispielsweise in London oder anderen europäischen Hauptstädten. Irland wurde von der Eurokrise besonders hart getroffen, die Immobilienpreise fielen um bis zu 55 Prozent. Seit Anfang 2014 erlebt die Branche jedoch wieder einen Aufschwung und Irlands Wirtschaft wächst so schnell wie sonst nur Lettland in der Eurozone.

Politische Gründe

Irland ist das einzige englischsprachige Land in der Eurozone. Das erleichtert natürlich die Arbeit für globale Konzerne. Auch die Zugehörigkeit zur Eurozone an sich lässt auf eine gewisse Stabilität schließen. Die IDA Ireland, die irische Wirtschaftsförderungsagentur, ist außerdem eine der einflussreichsten Lobby-Organisationen und bietet ausländischen Firmen attraktive Anreize.

Die geographische Lage

Als Drehscheibe zwischen den USA und Europa mit eigenem Flughafen und Hafen ist Dublin alleine von der geographischen Lage her für US-Firmen attraktiv. Das Klima mit milden Wintern und kühlen Sommern erfordert außerdem keine extremen Maßnahmen, um zum Beispiel Serverräume zu kühlen.

Kulturelle Vorteile

Den Amerikanern wird eine natürliche Affinität zu Irland und der irischen Kultur nachgesagt, alleine schon aufgrund der Braukultur. Auch gelten die Iren als offener und leutseliger als andere Völker Europas. Irland hat außerdem laut der OECD das neuntbeste Bildungssystem weltweit. Die „outgoing Americans“ fühlen sich im hippen, multilingualen Dublin einfach wohl.

Übrigens: Wer sich für die Firmengründung in Dublin interessiert, kann sich an die Deutsch-Irische Industrie- und Handelskammer wenden!

Stellenanzeige auf t3n Jobs schalten

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
]]>
Lilli Koisser
t3n 38 mit Schwerpunkt zu Produktivität: „Jetzt bloß nicht durchdrehen! Weniger hetzen, mehr schaffen“ http://t3n.de/news/t3n-38-schwerpunkt-577992/ 2014-11-13T14:16:16Z
Habt ihr die letzten zwei Stunden auf Twitter oder Facebook verbracht? Euch vor nervigen Aufgaben gedrückt und seid stattdessen auf YouTube oder Tumblr den neuesten Memes oder Parodien nachgejagt?

Habt ihr die letzten zwei Stunden auf oder verbracht? Euch vor nervigen Aufgaben gedrückt und seid stattdessen auf oder den neuesten oder Parodien nachgejagt? Im Rahmen des Schwerpunkts der 38. Ausgabe des t3n-Magazins geben wir Tipps, um euch im Arbeitsalltag besser zu fokussieren und konzentrierter zu arbeiten.

t3n-38-content-teaser
t3n 38 ist fertig: In dem Schwerpunkt der neuen Ausgabe geben wir euch Tipps, wie ihr konzentrierter arbeiten könnt. (Bild: t3n)

Endlich wieder mehr schaffen

Das hektische digitale Stimmengewirr im Arbeitsalltag geht immer häufiger zu Lasten der Produktivität. Notifications im Minutentakt buhlen um unsere Aufmerksamkeit – egal ob Facebook, E-Mail oder WhatsApp, Twitter, Xing oder Linkedin: Eine Vielzahl von Kanälen drängt im Arbeitsalltag auf eine Reaktion von uns. Hinzu kommt das tägliche Arbeitspensum, das es zu schaffen gilt sowie klassische Zeitfresser wie Meetings, Telefonate, Gespräche.

Mit dem Schwerpunkt der Ausgabe 38 geben wir euch Hilfestellungen, um im Arbeitsalltag konzentrierter und fokussierter zu arbeiten. Wir stellen verschiedene Produktivitätsmethoden vor und empfehlen Tools, mit denen ihr sie umsetzen könnt. Zudem beschreibt unsere Redakteurin Lea Weitekamp, wie sie die Herrschaft über ihren Posteingang wiedererlangt hat und gibt entsprechend Tipps für einen effizienteren Umgang mit E-Mails. Ihr erfahrt, wie sich Meetings effizienter durchführen lassen und wie ihr im Job besser mit Stress umgehen könnt. Und schließlich hat unser Autor Jens Tönnesmann den Digital-Detox-Trend unter die Lupe genommen und berichtet über entsprechende Camps sowie Trends und Entwicklungen in der Wirtschaft, mit der ständigen Erreichbarkeit und der digitalen Informationsflut umzugehen.

Jetzt das t3n Magazin abonnieren!

Die Artikel des Schwerpunkts in der Übersicht

  • Produktiv mit System: Die besten Produktivitätsmethoden und -tools
  • Wie Web-Profis arbeiten: Ellen Bauer, Alex Olma, Klaus Eck, Anna Alex, Martin Weigert
  • Kampf dem E-Mail-Overkill: Mit diesen Methoden wirst du zum Inbox Hero
  • Schluss mit Zeitfresser-Meetings! Tipps für produktive Besprechungen
  • Always On? Der Digital-Detox-Trend unter der Lupe
  • Locker bleiben! So gehst du besser mit Stress im Job um
  • Digitales Dauerfeuer durch smarte Uhren? Luca Caracciolo hadert in seiner Kolumne mit der Apple Watch
sta_startup_hotspots_3_manchester_flashcurd_cc_by_2_0_14182209633_5487fda466_o
Europas neue Startup-Hotspots – Städte wie Vilnius in Litauen beweisen: Es muss nicht immer Berlin, London oder Stockholm sein (Foto: Flickr / Ulrika / CC BY-ND 2.0)

Die neuen Startup-Hotspots in Europa

t3n-Online-Redaktionsleiter Florian Blaschke war für euch auf Europareise und hat sich abseits der europäischen Startup-Hochburgen Berlin, London und Stockholm nach jungen und aufstrebenden Gründer-Hotspots umgeschaut – und siehe da: Mit Manchester, Vilnius, Zagreb, Eindhoven und Krakau ist er fündig geworden. Florian stellt euch die Startup-Szene der fünf Städte in einem ausführlichen Artikel vor. Aber auch hierzulande haben wir mit spannenden Gründern gesprochen. Hitfox-Gründer und Serial-Entrepreneur Jan Beckers spricht über aktuelle Startup-Trends und sein Leben als Unternehmer. Seedmatch-Gründer Jens-Uwe Sauer erzählt die Gründer-Story hinter der deutschen Crowdfunding-Plattform.

Weitere Themen: Ello, Marketing-Automation, Crowdintelligenz im Unternehmen, E-Commerce für B2B, Managed Private Cloud, VOIP im Unternehmen, Datenvisualisierung mit D3

Natürlich beleuchten wir auch in der aktuellen Ausgabe wichtige Trends in den einzelnen Web-Disziplinen. So helfen wir euch bei der Marketing-Automatisierung, geben Tipps bei der Influencer-Ansprache und testen für euch die derzeit angesagtesten Team-Messenger in unserem Showdown „HipChat vs. Slack“. Wir beleuchten die Direktüberweisung als Zahlungsmittel im E-Commerce, erklären Requirements Engineering und zeigen, wie sich Big Data mit der JavaScript-Library D3 im Web visualisieren lässt.

Zusätzliche Themen im Überblick:

  • Alles Ello, oder was?! Dem Hype-Netzwerk auf den Zahn gefühlt
  • Influencer-Marketing: Meinungsführer finden und für sich gewinnen
  • Erste Hilfe für Social-Media-Manager: Fünf praktische Tipps für den Arbeitsalltag
  • Marketing auf Knopfdruck: Die beste Software für mehr Automation
  • Mehr Daten, mehr Durchblick: Die beliebtesten Webanalyse-Tools im Überblick
  • E-Commerce für B2B: Das nächste große Ding im Online-Handel
  • Messenger: HipChat oder Slack? Der Kampf um die Team-Kommunikation der Zukunft
  • Telefonieren in der Cloud: Was man über VoIP wissen muss
  • Flexibel und kontrollierbar: Das kann die Managed-Private-Cloud
  • Menüs zum Mitnehmen: Wie Responsive Design die Navigation beeinflusst
  • Big Data im Netz visualisieren: So funktioniert die JavaScript-Bibliothek D3
  • Zauberei für Frontend: Interaktive One-Pager mit ScrollMagic erstellen

Eine Übersicht über alle Artikel der Ausgabe erhaltet ihr im Inhaltsverzeichnis (PDF).

Ins Heft reinblättern

Bildschirmfoto 2014-11-13 um 14.40.14
Mit dem PageFlip der neuen Ausgabe könnt ihr euch 48 Seiten des Magazins anschauen. (Bild: t3n)

In unserem Pageflip zur Ausgabe 38 könnt ihr euch 48 Seiten des Magazins anschauen – das funktioniert nicht nur auf eurem Desktop-PC, sondern auch auf dem Smartphone oder Tablet.

Jetzt das Heft bestellen

Neugierig geworden? Dann bestell jetzt das neue Heft versandkostenfrei in unserem Shop und du bekommst es bequem zugeschickt. Am besten im Abo, denn vier Ausgaben kosten nur 35 Euro – und obendrauf gibt es noch unser cooles t3n-T-Shirt!

Jetzt das t3n Magazin abonnieren!

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
]]>
Luca Caracciolo
SocialCurrency: New Yorker Pop-up-Store lässt dich mit Social-Media-Kontakten zahlen http://t3n.de/news/socialcurrency-yorker-578380/ 2014-11-13T09:58:32Z
Im New Yorker Pop-up-Store des norwegischen Herstellers OnePiece können Kunden in den nächsten Tagen mit Social-Media-Kontakten zahlen - SocialCurrency nennt das Unternehmen das. 500 Follower sind …

Im New Yorker Pop-up-Store des norwegischen Herstellers OnePiece können Kunden in den nächsten Tagen mit Social-Media-Kontakten zahlen - SocialCurrency nennt das Unternehmen das. 500 Follower sind dabei einen US-Dollar wert, bis zu 500 US-Dollar können „eingetauscht“ werden.

SocialCurrency: Bezahlen mit Social-Media-Kontakten

Wer über das Wochenende einen Shopping-Trip nach New York gebucht hat, sollte bis dahin unbedingt noch am Ausbau seiner Facebook-Fans und Twitter-Follower arbeiten. Denn im OnePiece-Pop-up-Store im New Yorker In-Bezirk SoHo in Manhattan können Social-Media-Kontakte noch bis einschließlich 17. November in bare Münze verwandelt werden. Fast jedenfalls, denn das Geld muss natürlich für Klamotten im Shop ausgegeben werden.

Im New Yorker Pop-up-Store von OnePiece kann man mit Social-Media-Kontakten zahlen. (Foto: OnePiece)
Im New Yorker Pop-up-Store von OnePiece kann man mit Social-Media-Kontakten zahlen. (Foto: OnePiece)

OnePiece hat sich auf sogenannte Jumpsuits spezialisiert, einteilige Kleidungsstücke, die ein Mix aus Kapuzenpullover und Jogginghose darstellen. Eines der Onesies kostet im Online-Shop von OnePiece 129 US-Dollar. Insgesamt kann ein Einkaufsgutschein im Wert von bis zu 500 US-Dollar erworben werden.

Dafür sind dann allerdings 250.000 Social-Media-Kontakte bei Facebook, Instagram, Twitter, Tumblr, Vine, Pinterest, YouTube und LinkedIn notwendig, wie es im OnePiece-Blog heißt. Denn 500 Kontakte sind in diesem Fall einen US-Dollar wert. Zusätzliche 20 US-Dollar kann sich erarbeiten, wer ein Foto vom Shop mit dem Hashtag #SocialCurrency twittert.

Wer seine Social-Media-Kontakte versilbern will, muss seinen Account im OnePiece-System eingeben, dazu sind sogenannten „PieceKeepers“ im Geschäft installiert. Die Gesamtzahl der Social-Media-Kontakte wird dann addiert und in US-Dollar umgerechnet.

Wie findet ihr die Idee, Gutscheine für Social-Media-Kontakte auszustellen und was springt eurer Meinung nach für den Shop dabei heraus - mal abgesehen von dem Interesse seitens der Medien?

via www.vogue.com

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
]]>
Jörn Brien
872 mal Liebe: Twitter stellt seine Web-Emojis unter Open-Source-Lizenz http://t3n.de/news/twitter-872-web-emojis-577375/ 2014-11-07T15:03:02Z
Im Frühjahr hat Twitter sich mit dem Designstudio Iconfactory zusammen getan, um die durch mobile Messenger beliebt gewordenen Emojis ins Web zu bringen. Nun hat das Unternehmen seine …

Im Frühjahr hat Twitter sich mit dem Designstudio Iconfactory zusammen getan, um die durch mobile Messenger beliebt gewordenen Emojis ins Web zu bringen. Nun hat das Unternehmen seine Icon-Bibliothek unter Open-Source-Lizenz veröffentlicht.

Emojis für Webseiten und Webprojekte

Lange Zeit wurden per Smartphone eingegebene und in den Äther gesendete Emojis auf den Geräten anderer Nutzer als schnöde Quadrate oder sonstige Platzhalter angezeigt. Um dies für seine Nutzer zu ändern, hat Twitter im vergangenen April eine eigene Emoji-Bibliothek für das Web implementiert, die 872 liebenswert gestaltete Emojis des Designstudios Iconfactory aus North Carolina umfasst.

Als Twitter im April seine Web-Emojis einführte, war die Freude groß. (Screenshot: Twitter)
Als Twitter im April seine Web-Emojis einführte, war die Freude groß. (Screenshot: Twitter)

Jetzt hat das Unternehmen aus San Francisco das Icon-Set unter Open-Source-Lizenz gestellt und für Webentwickler unter dem Projektnamen #twemoji („Twitter emoji for everyone“) auf Github veröffentlicht. So will Twitter dazu beitragen, dass die kleinen Symbole, mit denen Nutzer Stimmungen und Gefühle ausdrücken, aber etwa auch Sarkasmus kennzeichnen können, noch weiter plattformübergreifend adaptiert werden.

Zahlreiche externe Anfragen zur Nutzung der Icons hätten Twitter zu diesem Schritt verleitet, erklärt Vize-Designchef Mike Davidsen in seinem – natürlich von Emojis nur so wimmelnden – Blogeintrag und liefert die Snippets, über die sich die JavaScript-Bibliothek einbinden lässt, gleich mit.

Twitter-Emojis: WordPress arbeitet bereits an Integration

Twitter stellt seine Web-Emojis unter Open-Source-Lizenz. (Screenshot: WordPress.com)
Twitter stellt seine Web-Emojis unter Open-Source-Lizenz. (Screenshot: WordPress.com)

Für WordPress-Nutzer sollte die Nutzung der Web-Emojis schon bald sogar noch einfacher sein. Nutzer des kostenpflichtigen WordPress.com-Services können die Emojis bereits in ihre Posts einbinden. Wie WordPress auf seinem Blog mitteilt, arbeitet man aber auch schon an der Integration der Bibliothek in das Jetpack-Plugin, so dass sie auch WordPress.org-Nutzern bald zur Verfügung stehen.

Übrigens: Seit OS X Mavericks können Mac-Nutzer Emojis ganz einfach über ihre Tastatur eingeben – mithilfe der Tastenkombination ctrl + cmd ⌘ + Leerzeichen.

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
]]>
Lea Weitekamp
Social-Media-Booster: 11 mal mehr Tweets mit Editorialized Tweets http://t3n.de/news/editorialized-tweets-social-media-booster-577376/ 2014-11-07T12:56:59Z
In diesem Artikel lest ihr wie die New York Times elf mal mehr Tweets für einen bestimmten Artikel generieren konnte als üblich – und wie ihr das auch schaffen könnt, sofern ihr auf das …

In diesem Artikel lest ihr wie die New York Times elf mal mehr Tweets für einen bestimmten Artikel generieren konnte als üblich – und wie ihr das auch schaffen könnt, sofern ihr auf das WordPress-Plugin Editorialized Tweets setzt.

Im August 2013 konnte die New York Times die Interaktion auf einen Artikel um das Elffache steigern. Dabei wurden einzelne Sätze im Artikel selbst tweetbar gemacht. Somit konnten die Leser bestimmen welchen Tweet sie absetzen wollten, anstatt über den Tweet-Button nur die Überschrift tweeten zu können.

In der Regel werden Twitter-Buttons sehr schlecht genutzt. Andreas Graap schreibt in seinem Blog, dass nur 0,3 Prozent den Tweet-Button nutzen, bei uns sind das, bezogen auf die User, die unsere Sharing-Buttons über die Desktop-Website nutzen, rund 33 Prozent.

Mehr Reichweite mit Editorialized Tweets

Damit diese Rate noch mehr gesteigert werden kann, wird versucht wichtige Zitate hervorzuheben, die dann selbst nochmal tweetbar sind.

editorialized-tweets
Subtile Editorialized Tweets bei der New York Times. (Screenshot: nytimes.com)

Sehr viel subtiler war es bei dem Test der New York Times. Hier wurden Sätze hellgrau hinterlegt und mit einem Twitter-Icon gekennzeichnet, was den Lesefluss, im Gegensatz zu großen Zitaten, nicht stört.

Mit dieser Technik konnte die New York Times einen Artikel elf mal weiter verbreiten als der Durchschnitt der Top 500 meist geteilten Artikel auf nytimes.com

Editorialized Tweets: Das Plugin

Andreas Graap stellt, im Tausch für eure E-Mail-Adresse, ein WordPress-Plugin zur Verfügung, dass eure aussagekräftigsten Sätze zu Tweets werden lässt. Mit einem einfachen Shortcode, kann diese Funktion in eure Texte eingebaut werden:

[etweet]Hier steht der Text zum tweeten[/etweet]

Somit könnt ihr, ohne den Lesefluss zu stören, aussagekräftige Sätze „vertwittern“. Und somit steigt auch die Chance, dass mehrere Leser verschiedene Sätze so gut finden, dass sie diese in ihrem Netzwerk teilen.

Ihr könnt euch das Plugin Editorialized Tweets hier herunterladen.

Werden ihr dieses Plugin nutzen?

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
]]>
Mario Janschitz
Essen, twittern, Gutes tun: Der „Food Summit“ – Die kleine Bühne für große Ideen [#websummit] http://t3n.de/news/food-summit-websummit-576525/ 2014-11-04T15:50:54Z
Der Web Summit in Dublin ist mit 20.000 Besuchern die größte Tech-Konferenz Europas und eine der wichtigsten der Welt. Doch sie ist mehr als das, wie der „Food Summit“ beweist – ein Bereich, …

Der Web Summit in Dublin ist mit 20.000 Besuchern die größte Tech-Konferenz Europas und eine der wichtigsten der Welt. Doch sie ist mehr als das, wie der „Food Summit“ beweist – ein Bereich, in dem es vor allem darum geht, die Welt ein Stück besser zu machen.  

Der „Food“ Summit: Stilecht in einer nachgebauten Schlachterei

Der Veranstaltungsort des „Food Summit“: eine nachgebaute Schlachterei. (Foto: t3n)
Der Veranstaltungsort des „Food Summit“: eine nachgebaute Schlachterei. (Foto: t3n)

15 Minuten sind verdammt knapp für Iseult Ward. Die 24 Jahre alte Gründerin steht im Dubliner Herbert-Park in einer nachgebauten Schlachterei und versucht, die knappe Zeit so gut es geht zu nutzen. 15 Minuten, um rund 100, vielleicht 150 Zuschauern ihre App zu erklären: Food Cloud – „The App that Feeds“. Doch es gelingt ihr.

Mit der dichten Taktung hatten vor Ward schon andere zu kämpfen. 25 Minuten, um über die Zukunft des 3D-Drucks zu diskutieren und die Frage zu klären, ob er auch in der Küche funktioniert? Eine Herausforderung. 20 Minuten, um über Milch zu referieren – und dem Publikum zu erklären, was sie mit Brustkrebs oder Ebola und dem globalen Kampf um Aufmerksamkeit zu tun hat? Ambitioniert.

Die Diskussionen und Vorträge sind Teil des „Food Summit“, der ebenso zum Web Summit gehört wie der „Digital Marketing Summit“, der „Builders Summit“ oder der „Enterprise Summit“. An drei Tagen sprechen hier Gründer, Experten und Journalisten über das Thema Essen in seiner ganzen Bandbreite, wenn auch manchmal nur 15 Minuten lang. Da wird über „The Future Farm: Tech in Agriculture“ diskutiert und über Big Data bei der Nahrungsmittelentsorgung. Da geht es um die Zukunft des Takeaway und Nahrung als Kunstform. Doch da geht es auch um naheliegendere Themen wie die Macht der Restaurantkritiker oder den Hunger in bestimmten Regionen der Erde, um Insekten als Lebensmittel der Zukunft oder innovative Getränke.

Warum der Web Summit mehr ist als eine Tech-Konferenz

Lynette Kucsmas stellt ihren 3D-Lebensmittel-Drucker vor. (Foto: t3n)
Lynette Kucsmas stellt ihren 3D-Lebensmittel-Drucker vor. (Foto: t3n)

Und es gibt die unterhaltsamen Momente, die das Thema Essen mitbringt, etwa, wenn Lynette Kucsmas 1.000 Euro teurer 3D-Lebensmittel-Drucker auf der Bühne seltsame Geräusche und noch seltsameres Essen von sich gibt, während im Hintergrund ein Video läuft, in dem sich zwei skeptische ältere Damen ihren 3D-gedruckten Cookies verweigern. Oder wenn Rowley Leigh, preisgekrönter Koch und Jounalist für die Financial Times, gesteht, er habe keinen blassen Schimmer, warum er überhaupt hier sei. Der Summit sei doch eine Tech-Konferenz.

„40 Prozent aller iPads werden in der Küche genutzt.“

Doch auf der kleinen Bühne im rustikalen Ambiente der Fleischerei „JJ&Son“ wird wie vielleicht an keinem anderen Ort klar, warum es eben zu kurz greift, den Summit bloß als Tech-Konferenz zu bezeichnen – als noch eine von den dutzenden Tech-Konferenzen weltweit. Hier wird das Konzept deutlich, hier versteht man, warum der Web Summit in Dublin eine solche Erfolgsgeschichte ist.

Der „Food Summit“ vereint mit seinem Programm wie selbstverständlich Tech-Themen, gesellschaftliche Debatte und Atmosphäre. Er bringt Gründer und Kritiker und Besucher zusammen und spiegelt so perfekt das Selbstverständnis des Web Summit wider. Sicher, auf der großen Bühne und bei den Pitches, bei all den Startups, die in teilweise winzigen Kojen ihre Apps und Projekte anpreisen, geht es um Geld, um Technologie und eben den Geist, der die Startup-Communities von Berlin, Stockholm oder eben auch Dublin durchweht. Doch Summit-Gründer Paddy Cosgrave und seine Mitstreiter wissen natürlich nur zu gut, wie stark Technologie inzwischen in unserem Leben verankert ist. Smarte Sensoren bei der Ernte, Rezept-Apps und Kochvideos oder der oft beschworene vernetzte Kühlschrank sind nur drei Beispiele aus dem Nahrungsmittelbereich. „40 Prozent aller iPads werden in der Küche genutzt“, ergänzt Ben Harris von „Drop“, einem Startup der Internet-of-Things-Sparte.

Doch die Macher des Summit wissen auch, dass all das nichts ist ohne die notwendige Debatte. Dass jede Idee, jede App und jedes Startup einen Kontext hat, eine Gesellschaft, in der all das wächst oder auch nicht, dass dahinter Menschen stecken und dass es Menschen sind, die all das nutzen und denen es nutzt – oder eben auch nicht.

Zwischen Coca-Cola und Aufklärung: Der „Food Summit“

Natürlich wird beim „Food Summit“ auch gegessen. (Foto: t3n)
Natürlich wird beim „Food Summit“ auch gegessen. (Foto: t3n)

Dieser Gedanke zieht sich durch das gesamte Programm, etwa wenn auf der großen Bühne des Summit Josh Tetrick von „Hampton Creek“ und Jessi Hempel von Wired über die Idee des US-Startups diskutieren, das Ei als Nahrungsmittel zu ersetzen. Oder auch in den anderen Bereichen, in denen es beispielsweise um die Musikindustrie und faire Erlösmodelle oder die soziale Macht der Crowd geht. Es passt nicht immer zum Konzept, dass auch oft kritisierte multinationale Konzerne wie Coca-Cola oder Automobilbauer wie Audi hier ihre Bühne bekommen, doch sie sind es zum Teil eben auch, die ein solches Event mitfinanzieren. Eine gesunde Portion Realismus braucht es schon, um so etwas wie den Summit zu veranstalten – und um ihn zu besuchen.

„Wir wollen in einer Welt leben, in der kein Essen weggeworfen werden muss.“

Um das etwas abzumildern, kommen nebenan, in großen, weißen Zelten, an den drei Tagen auch die hungrigen Besucher des Web Summit nicht zu kurz. Wo es um Essen geht, sollte auch gegessen werden und so reiht sich hier Stand an Stand und Buffet an Buffet. Irisches Eis und Hühnchen aus Freilandhaltung, Kichererbsen-Quinoa-Salat und irischer Käse, frisches Obst und Meringue – gemeinsam mit der privaten Initiative „Good Food Ireland“ fährt der Web Summit auf, was die grüne Insel zu bieten hat.

Doch immer wieder geht es bei dieser Konferenz vor allem darum, wie Technologie die Welt ein Stück besser machen kann. Darum, dass Fortschritt ein Korrektiv braucht und neue Ideen der Überprüfung durch kritische Fragen standhalten müssen. Und es geht, so Moderator Brendan Howard, um die Zusammenhänge zwischen Technologie und Essen. „Es geht darum, wie Technolgie die Umstände verändert, unter denen wir Nahrungsmittel anbauen, herstellen, verkaufen und natürlich auch essen.“

Der Summit lockt auch Promis nach Dublin

Eva Longoria. (Foto: t3n)
Eva Longoria. (Foto: t3n)

Und selbst in diesem Bereich lockt der Summit Promis nach Dublin, wie Eva Longoria, die 20 Minuten bekommt, um mit Jemima Khan von „Vanity Fair“ über ihr Filmprojekt „Food Chains“, die teilweise menschenverachtenden Produktions- und Arbeitsbedingungen in der amerikanischen Nahrungsmittelindustrie und ihr dazugehöriges Charity-Projekt zu sprechen. Gutes essen und Gutes tun liegen manchmal weit auseinander – und manchmal ziemlich dicht beisammen.

Deswegen steht auch Iseult Ward hier auf dieser kleinen Bühne, vor der die Zuschauer dicht an dicht twittern und lachen, diskutieren und staunen, und versucht, ihre 15 Minuten so gut es geht zu nutzen. Von den enormen Mengen an Lebensmitteln, die wir Tag für Tag wegwerfen, spricht sie, von Alan, einem irischen Supermarktbesitzer, den es bares Geld kostet, abgelaufene Lebensmittel zu entsorgen, und von Liz, die diese Lebensmittel dringend nötig hätte. Und von ihrer App spricht sie, einer Cloud-Lösung für die Umverteilung nicht benötigten Essens. Wer Essen über hat, stellt es ein, wer Essen benötigt, kann es anfragen.

Iseult Ward und ihr Projekt „Food Cloud“. (Foto: t3n)
Iseult Ward und ihr Projekt „Food Cloud“. (Foto: t3n)

Man merkt Ward an, dass sie Feuer und Flamme ist für ihr Projekt, fast gerührt wirkt sie, wenn sie ihre Geschichte erzählt. „Mich und meine Mitgründerin Aoibheann O'Brien verbindet die Liebe zum Essen und der Hass auf Verschwendung“, sagt sie. „Wir wollen in einer Welt leben, in der kein Essen weggeworfen werden muss.“ Und so hat sie sich auf die Suche nach Förderern und Partnern gemacht und „Food Cloud“ in nur zwei Jahren zur Marktreife gebracht. Inzwischen arbeitet ihr Startup auch mit Ketten wie Tesco, Aldi oder Starbucks zusammen, um die Welt ein bisschen besser zu machen. Zumindest die in Irland. Doch eine solche Idee, das zeigen viele der Projekte, die beim „Food Summit“ vorgestellt werden, kann schneller Schule machen als man denkt.

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
]]>
Florian Blaschke
Bootstrap 3.3.0 veröffentlicht: Das bringt die neue Version des Frameworks http://t3n.de/news/bootstrap-330-frontend-framework-575398/ 2014-10-30T09:19:18Z
Bootstrap 3.3.0 wurde veröffentlicht. Wir zeigen euch die Neuerungen und geben einen Ausblick auf Version 4.0 des beliebten Frontend-Frameworks von Twitter.

Bootstrap 3.3.0 wurde veröffentlicht. Wir zeigen euch die Neuerungen und geben einen Ausblick auf Version 4.0 des beliebten Frontend-Frameworks von Twitter.

Bootstrap 3.3.0: Die neue Versions des Frontend-Frameworks steht jetzt zum Download bereit. (Screenshot: getbootstrap.com)
Bootstrap 3.3.0: Die neue Versions des Frontend-Frameworks steht jetzt zum Download bereit. (Screenshot: getbootstrap.com)

Bootstrap 3.3.0: Das kann die neue Version des Frontend-Frameworks

Das Frontend-Framework Bootstrap steht ab sofort in Version 3.3.0 zum Download bereit. Seit dem letzten Release gab es 700 Commits von 28 Entwicklern. Neu sind unter anderem eine Handvoll LESS-Variablen zur einfacheren Anpassung. Außerdem wurden in der neuen Version alle Instanzen von translate3d entfernt, da sie verschiedene Cross-Browser-Bugs versursacht haben sollen. Transform wurde hinzugefügt, um Karrusell-Performance in modernen Browsern zu verbessern.

Insgesamt sollen außerdem dutzende JavaScript-Bugs und Fehler in der Bootstrap-Dokumentation entfernt worden sein. Seit dem letzten Release sind außerdem das HTML-Linting-Tool Bootlint und ein Bot namens Rorschach hinzugekommen. Letzterer überprüft Pull-Requests automatisch nach häufigen Fehlern. Das vollständige Changelog findet ihr hier. Wer möchte, kann sich Bootstrap 3.3.0 direkt von GitHub herunterladen. Alternativ dazu besteht auch die Möglichkeit, sich die neue Version des Frontend-Frameworks über den Paketmanager NPM mit dem folgenden Befehl zu besorgen:

$ npm install bootstrap

Ein Ausblick auf Bootstrap 4.0

Die Bootstrap-Macher haben außerdem einige Details zu Version 4.0 des Frameworks bekannt gegeben. Die bringt unter anderem ein überarbeitetes Grid-System mit und soll mindestens eine neue Ebene für Handheld-Geräte mitbringen. Außerdem wird es brandneue Komponenten geben, die beispielsweise die bestehenden Panels und Thumbnails ersetzen sollen. Auch eine neue und einfachere Navigationsleiste soll in Arbeit sein.

Ab Bootstrap 4.0 werden alle Pixelwerte durch rems und ems ersetzt. Dementsprechend wird auch der Internet Explorer 8 nicht mehr unterstützt. Es soll neue Animationen für verschiedene Komponenten geben und es wird UMD-Support für JavaScript-Plugins geben. Neben Hunderten weiteren Veränderungen wird es auperdem auch eine komplette neue Dokumentation im Markdown-Format geben. Eine erste Alpha-Version soll in den kommenden Wochen veröffentlicht werden.

Wer sich für einen Vergleich mit der Konkurrenz interessiert, der sollte unseren Artikel „Bootstrap 3 vs. Foundation 5: Die Top-Frameworks im ersten Vergleich“ lesen.

via blog.getbootstrap.com

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
]]>
Kim Rixecker
Programmierschule für Obdachlose: Mit welchen Maßnahmen Twitter und Co. in San Francisco Steuern sparen http://t3n.de/news/steuergeschenke-it-branche-san-francisco-twitter-zendesk-zoosk-574669/ 2014-10-28T14:10:08Z
IT-Firmen in San Francisco erhalten Steuervorteile, wenn sie gemeinnützige Projekte entwickeln, die Arbeitslose in die Berufswelt integrieren. Doch das System funktioniert nicht, berichtet unser …

IT-Firmen in San Francisco erhalten Steuervorteile, wenn sie gemeinnützige Projekte entwickeln, die Arbeitslose in die Berufswelt integrieren. Doch das System funktioniert nicht, berichtet unser Valley-Korrespondent Andreas Weck.

Wer San Francisco zum ersten Mal besucht, wird mit ziemlicher Sicherheit auf zwei Dinge besonders schnell aufmerksam. Erstens: Die Anwesenheit der Tech-Branche ist kaum zu übersehen. Das Stadtbild wird beispielsweise von unzähligen Startup-Mitarbeitern geprägt, die stolz die Logos ihres Arbeitgebers auf ihren T-Shirts vor sich hertragen. Noch viel offensichtlicher sind die riesigen Plakatwände von Apple, Salesforce oder Oracle, die an den Häuserwänden prangen. Und wer ganz genau hinschaut, wird erkennen, dass so gut wie jeder neu gepflanzte Baum ein kleines Schildchen mit den Worten „Sponsored by Google“ am Fuße trägt. Die zweite kaum zu übersehende Sache sind die unzähligen Obdachlosen, die sich besonders häufig in Downtown – dem Finanzzentrum der Stadt – aufhalten. Arm und reich leben hier Seite an Seite.

Während die Stadträte in San Francisco mit den IT-Firmen kaum ihre Probleme haben dürften, sind ihnen die Obdachlosen schon eher ein Dorn im Auge. Man bekommt sie schlichtweg nicht von der Straße. Zwar gibt es eine Vielzahl von Einrichtungen, in denen die Menschen in der Nacht unterkommen und sich stärken können. Allerdings ist die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt für viele Gescheiterte so gut wie unmöglich – was auch daran liegt, dass es kaum bis gar keine staatlichen Angebote gibt. Ein Projekt, das diesem Umstand entgegentreten soll, ist nun von Twitter ins Leben gerufen worden: Im sogenannten NeighborNest sollen Obdachlose ab nächsten Sommer das Programmieren lernen können, um so eine neue Chance auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten.

Twitter plant Coding-Schule für Obdachlose

Rendering des NeighborNest. Für derartige Projekte bekommen IT-Unternehmen in San Francisco Steuergeschenke in Millionenhöhe. (Grafik: Interior Architects)
Rendering des NeighborNest. Für derartige Projekte bekommen IT-Unternehmen in San Francisco Steuergeschenke in Millionenhöhe. (Grafik: Interior Architects)

Für dieses Vorhaben investierte Twitter jüngst eine Million US-Dollar in ein Gebäude in Downtown – nur wenige Schritte von der Firmenzentrale in der Market Street entfernt. Das Projekt wurde zudem in Partnerschaft mit der Nachbarschaftshilfe Compass Family Services entwickelt, die rund 3.500 obdachlose Familien in der Umgebung betreut. Die gemeinnützige Agentur hat ein jährliches Budget von über acht Millionen US-Dollar zur Verfügung und unterhält zudem einige Übernachtungseinrichtungen in der Stadt. „Wir sind tief in San Francisco verwurzelt und fühlen uns verpflichtet, der Nachbarschaft, in der wir leben und arbeiten, etwas zurückzugeben", sagt Twitter-CEO Dick Costolo in einer öffentlichen Bekanntmachung. „Ich bin sehr beeindruckt von Compass Family Services und kann mir keinen besseren Partner für unser Vorhaben vorstellen.“

Eine Hand wäscht die andere: Benefit-Programm gegen Steuergeschenke

Hintergrund dieses Engagements ist jedoch weniger die gelebte Verantwortung als vielmehr das „Community Benefit Agreement“-Programm, das die Stadt mit einigen Unternehmen, die in Downtown und dem angrenzenden Tenderloin ansässig sind, führt. Im Austausch für einen hervorragenden Standort in San Francisco und eine jährliche Lohnsteuersenkung in Millionenhöhe über einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren müssen sich die Tech-Unternehmen hierbei verpflichten, den unzähligen Arbeitslosen in der Nachbarschaft etwas zurückzugeben. Im speziellen Fall von Twitter ist es eine Coding-Schule.

Was sich im ersten Moment wie ein guter Deal anhört, stößt aktuell aber einigen Einwohnern und Politikern auf, denn der Erfolg der „Community Benefit Agreements“ ist sehr umstritten. Zwar bekommen Hilfsbedürftige in der Nachbarschaft für einen kurzen Zeitraum eine Aufgabe, aber eine anschließende Einstellung – die im Endeffekt angestrebt wird – geschieht in den allerwenigsten Fällen. Das beweist auch ein Blick auf ähnliche Projekte, denn derartige Steuersparmodelle haben in der Stadt Tradition: Bereits 2012 und 2013 hat man Benefit-Programme mit anderen Unternehmen verhandelt.

„Tech-Versprechen sind kaum das Papier wert, auf dem sie geschrieben stehen.“

Tech-Firmen wie Zoosk und Zendesk haben sich beispielsweise in den vergangenen Jahren verpflichtet, Praktikanten aus bildungsschwachen Familien in der Nachbarschaft einzustellen – mit der Aussicht auf Übernahme. Zendesk willigte beispielsweise ein, 2012 und 2013 jeweils zwei Personen ins Unternehmen zu holen. Im ersten Jahr ermöglichte das Startup einem jungen Paar ein Praktikum. Wiederum ein Jahr später wurde noch eine Person angestellt. Die Firma Zoosk hingegen erhielt das erste „Community Benefit Agreement“ im vergangenen Jahr und sagte zu, zwei Praktikanten einzustellen – ebenfalls mit der Aussicht auf Übernahme. Tatsächlich sind daraus im Endeffekt aber auch nur Sommer-Jobs geworden. Lediglich eine Person ist zu Beginn des Jahres in eine Vollzeitstelle gewechselt. Aber das war es dann auch: Ein Vollzeit-Angestellter und fünf Sommer-Praktikanten aus einem Stadtteil, der insgesamt über 30.000 Einwohner zählt.

Tech-Unternehmen rekrutieren nicht im Rahmen von Benefit-Programmen

Im Rahmen der Diskussion um Twitters- Coding-School werden nun ähnliche Befürchtungen laut. Zwar ist es zweifelsohne ein richtiger Schritt, Obdachlosen Fähigkeiten zu vermitteln, die einen etwaigen Berufseinstieg ermöglichen. Allerdings bringen Programme wie diese nichts, wenn die Tech-Firmen selber nicht auf die neuen Fachkräfte zurückgreifen. So gibt auch John Avalos von der Arbeitsgruppe LOCAL-SF (Local Opportunities for Communities and Labor) gegenüber der San Francisco Public Press zu verstehen, dass die Versprechen an die Gemeinde für geringere Steuern „kaum das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben stehen.“

Tatsächlich rekrutieren Tech-Giganten wie Twitter, aber auch kleinere Startups wie Zendesk oder Zoosk, ihre technischen Mitarbeiter in der Regel an Universitäten wie Stanford oder dem Massachusetts Institute of Technology. Andere Mitarbeiter haben entweder gleichwertige oder ähnliche Abschlüsse oder können mit Berufserfahrung punkten. Wer in die Reihen der IT-Firmen schaut, wird insofern schnell erkennen, dass sich Personaler kaum mit Programmierern aus den genannten Bildungsmaßnahmen zufrieden geben dürften.

Community Benefit Agreements sind zahnlose Tiger

Das ist auch nachvollziehbar, denn die IT-Unternehmen in San Francisco und dem Silicon Valley haben die Mittel, um sich mit den Besten der Besten einzudecken. Und das müssen sie auch – die Branche ist schnelllebig und in ihrer DNA immens disruptiv veranlagt. Wer heute nicht agil genug ist, fällt morgen zurück. Doch auch und gerade mit diesem Hintergrund ist es fraglich, warum die Stadt San Francisco die ansässigen Tech-Unternehmen über „Community Benefit Agreements“ begünstigt – schließlich wissen beide Seiten, dass daraus letztlich nichts erwächst.

Es spricht nichts gegen Steuergeschenke für gemeinnützige Arbeit, aber die Kritik wird laut, dass das Geld besser eingesetzt werden muss. Nur weil die Tech-Industrie spendet, müssen die Jobangebote ja nicht zwangsweise mit Programmieren zu tun haben. Eine Ausbildung und Vermittlung in weniger hochqualifizierte Berufe erhöhen die Chancen enorm, die Menschen in eine Anstellung zu begleiten. In der aktuellen Form jedenfalls sind die Maßnahmen ganz eindeutig zahnlose Tiger.

t3n im Silicon Valley

Andreas Weck_kleinAndreas Weck berichtet für t3n aus San Francisco und dem Silicon Valley über neue Trends, spannende Tools und interessante Orte des Tech-Epizentrums. Auf Facebook, Instagram und Twitter kriegt ihr weitere Eindrücke von der Westküste.

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
]]>
Andreas Weck