Xing | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Xing 2016-02-09T18:31:12Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/xing SoundCloud meldet fast 40 Millionen Euro Verlust in 2014 [Startup-News] http://t3n.de/news/soundcloud-meldet-fast-40-678267/ 2016-02-09T18:31:12Z
SoundCloud, Zenefits, Yelp und Xing: In den heutigen Startup-News finden sich ungewöhnlich viele Hiobsbotschaften.

SoundCloud, Zenefits, Yelp und Xing: In den heutigen Startup-News finden sich ungewöhnlich viele Hiobsbotschaften.

Startup-News: Zenefits-CEO dankt nach Skandal ab

Der bisherige Zenefits-CEO Parker Conrad. (Foto: TechCrunch / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Der Zenefits-CEO Parker Conrad wirft nach Angaben von Re/Code das Handtuch – ursächlich dürfte der Skandal um Versicherungsverkäufe durch nicht-lizensierte Mitarbeiter gewesen sein, mit dem Zenefits seit einigen Wochen zu kämpfen hat. Das Startup verdient an der Vermittlung solcher Gesundheitsversicherungen, die es als Teil seiner HR-Rundumbetreuung anbietet, bisher hat es aber nicht ausreichend Sorge dafür getragen, dass seine Mitarbeiter auch die Befugnis haben, solche Deals abzuschließen. „Zenefits' Fokus darauf, den Markt zu gewinnen, hat seine Aufmerksamkeit auf ordnungsgemäße Prozesse geschwächt“, räumte Conrads Nachfolger David Sacks in einem Memo dazu ein. Nun befinde sich das Startup in einer Phase, in der es sich verstärkt um Vertrauen bemühen müsse. Keine schlechte Erkenntnis – auch wenn sie dem mit knapp 600 Millionen US-Dollar finanzierten Zenefits ruhig eher hätte kommen können.

Übrigens hat heute ein weiteres Startup den Abgang eines Top-Managers verkündet: Der Finanzchef von Yelp, Rob Krolik, wird das Unternehmen vor Ende des Jahres verlassen. Grund ist nicht nur die deutlich negative Unternehmensbilanz im letzten Quartal, für die hohe Steuerzahlungen verantwortlich sein sollen, sondern auch, dass die entsprechende Mitteilung durch ein Versehen zu früh an die Öffentlichkeit gelangte. Auch die Tatsache, dass Yelps Umsätze insgesamt angestiegen sind, scheint Krolik nicht mehr geholfen zu haben. Mehr Infos gibt's bei Heise.

SoundCloud mit 39 Millionen Euro Verlust in 2014

SoundClouds Büro in der Berliner Factory: Hohe Personal- und Marketingkosten haben den großen Verlust in 2014 verursacht. (Foto: SoundCloud)
Das SoundCloud-Büro in der Berliner Factory: Hohe Personal- und Marketingkosten haben den großen Verlust in 2014 verursacht. (Foto: SoundCloud)

Yelp und Zenefits sind nicht die einzigen Startups mit negativen Schlagzeilen. Wie heute bekannt geworden ist, hat der Berliner Startup-Liebling SoundCloud im Jahr 2014 fast 40 Millionen Euro Verlust gemacht. Die Zahlen wurden mit einiger Verspätung im britischen Handelsregister veröffentlicht. Zwar ist der Umsatz von 11,3 (2013) auf 17,4 Millionen Euro (2014) gestiegen, die Verluste überwiegen mit 39,1 Millionen Euro aber deutlich. Grund sind vor allem gestiegene Personalkosten, aber auch in Technologie und Marketing sei stark investiert worden, um weiter Richtung Marktführerschaft zu gehen.

Mittlerweile experimentiert SoundCloud in den USA mit Werbung auf der Plattform und testet weitere Monetarisierungsstrategien (mehr dazu in unserem Artikel „SoundCloud am Scheideweg: Wie das Berliner Startup jetzt Geld verdienen will“). Erst vor wenigen Wochen hat das Startup sich zudem einen millionenschweren Kredit gesichert, um flüssig zu bleiben. Oliver Voß von WiWo Gründer schreibt dazu: „2016 wird zum Schicksalsjahr für Soundcloud.“

XING-Aktien von LinkedIn-Börsentief erfasst

Und noch mehr Hiobsbotschaften aus der Digitalszene: Wie Meedia berichtet, ist die Aktie des in Hamburg ansässigen Karrierenetzwerks Xing vom Abwärtssog des US-amerikanischen Konkurrenten LinkedIn erfasst worden. Dessen Aktie war Ende vergangener Woche nach einem unterdurchschnittlichen Quartalsausblick eingebrochen, und auch die XING-Aktie hat seit Freitag deutlich an Wert verloren. Für den bei Meedia anklingenden Abgesang auf die Xing-Aktie („filetiert wie frischer Fisch auf dem Wochenmarkt“) ist es aber wohl noch ein bisschen zu früh: Immerhin stellt das Unternehmen selbst erst am 22. Februar seine vorläufige Bilanz vor. Auch aus Sicht eines Händlers sollten Anleger nicht ohne Weiteres von LinkedIn auf XING schließen: Viele der Probleme des englischsprachigen Karrierenetzwerkes seien unternehmensspezifisch.

Die Oscars der Startup-Szene: Slack räumt bei den „Crunchies“ ab

Startup-News: Slack ist auf einem Höhenflug, wie auch das Motiv seiner ersten Anzeigenkampagne verdeutlicht. (Grafik: Slack)
Startup-News: Slack ist auf einem Höhenflug, wie auch das Motiv seiner ersten Anzeigenkampagne verdeutlicht. (Grafik: Slack)

Sie inszenieren sich gerne als „Startup-Oscars“: die 2016 schon zum neunten Mal vergebenen „Crunchies“, mit denen das Magazin TechCrunch herausragende Unternehmen, Produkte und Persönlichkeiten der Startup- und VC-Szene auszeichnet. In diesem Jahr kann Slack als der große Gewinner gelten: Sowohl den Preis für das am schnellsten wachsende Startup als auch den Titel als „Gründer des Jahres“ konnte Slack-CEO Stewart Butterfield mit nach Hause nehmen. Als „VC des Jahres“ wurde Benchmark-Partner Bill Gurley ausgezeichnet, unter den technologischen Errungenschaften machte Space X mit seiner Falcon-9-Rakete das Rennen. Alle Kategorien und Gewinner findet ihr bei TechCrunch.

„Startup-Unternehmer sind die Hippies von heute“ – Peter Thiel im Interview

In einem Interview mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) verrät der Investor Peter Thiel, warum Gründer seiner Meinung nach zu viel Wert auf ihren Pitch legen und warum es mehr als 30 Minuten braucht, um eine Idee richtig evaluieren zu können. Wer an Thiels durchaus lesenswerten Aussagen („TV-Shows wie ‚Die Höhle der Löwen‘ (…) sind völlig unrealistisch“; „Wir können den Tod bekämpfen“) interessiert ist, sollte sich vom boulevardesken Titel nicht abschrecken lassen und hier weiterlesen: „Peter Thiel – Sind Sie ein Wahrsager?

Hier findet ihr die Startup-News der letzten Tage. Ihr habt einen Tipp für unsere Redaktion? Schreibt @lojanna oder @hexitus bei Twitter!

 

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Lea Weitekamp
Erfolglos auf XING: Woran das wohl liegen mag? http://t3n.de/news/erfolglos-xing-vermeidbare-fehler-604109/ 2016-01-14T10:45:42Z
„Ich habe zwar ein XING-Profil, aber ich mach da nichts!“, heißt es vielerorts. Wir haben euch fünf vermeidbare Fehler aufgelistet, die das Potenzial auf dem Karriere-Netzwerk schmälern.

„Ich habe zwar ein XING-Profil, aber ich mach da nichts!“, heißt es vielerorts. Wir haben euch fünf vermeidbare Fehler aufgelistet, die das Potenzial auf dem Karriere-Netzwerk schmälern.

5 vermeidbare Fehler auf XING – und wie du sie vermeiden kannst

Erfolglos auf XING: Woran das wohl liegen mag? (Bild: Shutterstock / LoloStock)
Erfolglos auf XING: Woran das wohl liegen mag? (Bild: Shutterstock / LoloStock)

„Oft erzählen Nutzer, dass sie zwar einen Account haben, ihn jedoch kaum pflegen!“

gehört im deutschsprachigen Raum nach wie vor zu den meist frequentierten Karriere-Netzwerken. Rund 15 Millionen Nutzer bekommen eine Vielzahl an Möglichkeiten geboten, um beruflichen Themen nachgehen – egal ob es um den tieferen Wissenstransfer, um das große Netzwerk oder um die konkrete Jobsuche geht.

Um ein erfolgreicher XING-Nutzer zu werden und das Potenzial einer Mitgliedschaft in dem Karriere-Netzwerk richtig ausschöpfen zu können, gilt es jedoch ein paar Dinge zu beachten. Oft erzählen Nutzer, dass sie zwar einen Account haben, ihn jedoch kaum pflegen. Dass das Profil dann kaum einen Nutzen mit sich bringt und auf Dauer verwaist, ist klar. Wir sagen dir, worauf es bei einer XING-Mitgliedschaft ankommt – beziehungsweise, welche Fehler du im Umgang mit der Plattform vermeiden solltest.

1. Du hast ein unvollständiges Profil

Wer in ein Karriere-Netzwerk einsteigt, tut das in der Regel um für seine beruflichen Kontakte aber auch etwaige Geschäftspartner oder potenziellen auffindbar zu sein. Das Profil wirkt indes wie eine Visitenkarte auf Steroiden – soll heißen: Hier bekommst du alle Informationen übersichtlich aufgelistet, die sonst auf keiner Karte genügend Platz finden würden. Nutzer sollten diesen gebotenen Platz bis ins Detail ausnutzen. Wer waren die bisherigen Arbeitgeber? Wie sieht das eigene Portfolio aus? Auf welchen Events seid ihr vertreten? Nur wer ein vollständiges Profil hat, schöpft das volle Potenzial aus, das Interessenten dazu veranlagt, mit dir in den Kontakt zu treten.

2. Du gehörst nicht den richtigen Gruppen an

„Ein großer Mehrwert ist die Gruppenfunktion!“

Ein unvollständiges Profil ist sicherlich der größte Patzer, den ein Nutzer sich auf XING leisten kann. Doch ebenso nachteilig ist es, wenn du dich zu wenig einbringst – beispielsweise in eine der vielen vorhandenen Gruppen. Fragt man aktive Nutzer worin bei XING der größte Mehrwert liegt, deuten sie häufig auf die Gruppenfunktion hin. Dort unterhalten Experten sich nicht nur über Branchenneuigkeiten, sie machen sich auch mit anderen Personen bekannt. Egal ob lokale oder thematisch fokussierte Gruppen, es gibt für jeden Nutzer und jedes Interesse einen kleinen digitalen Stammtisch für Gespräche.

3. Du teilst kaum relevante Inhalte

Du bist, was du teilst. Es lohnt sich auf XING professionelle Inhalte zu kuratieren. (Foto: © kyoshino - iStock.com)
Du bist, was du teilst. Es lohnt sich auf XING professionelle Inhalte zu kuratieren. (Foto: © kyoshino - iStock.com)

Aktiv sein bedeutet auf XING auch relevante Inhalte mit den Kontakten zu teilen – egal ob in einer Gruppe oder für alle im Newsfeed. Wer interessante Beiträge teilt, gilt nicht nur als wichtiger Kurator. Er könnte es auch zum einflussreichen Nutzer bringen, der bestimmte Gespräche befeuert oder neue Branchenthemen setzt. Das kann durch eigene Fach- und Blogbeiträge passieren oder durch gefundene Stücke, die relevant für deine Kontakte sind. Wichtig ist dabei: Klamauk, sollte nicht das Hauptmerkmal sein. Meme-Fans treiben sich hier in der Regel kaum herum. Professionalität ist ein wichtiges Gebot.

4. Du baust dein Netzwerk nicht aus

„Es geht gar nicht darum, Personen zu sammeln!“

Wie in jedem Netzwerk ist es sinnvoll nach neuen gleichgesinnten Leuten zu suchen. Wer sich nur mit bereits bekannten Menschen vernetzt, verbaut sich die Möglichkeit seinen Bekanntenkreis zu erweitern. Es geht gar nicht darum, wildfremde Personen anspruchslos zu kontaktieren und die Personen quasi zu sammeln. Aber wenn du beispielsweise mit einem spannenden Nutzer in einer Gruppe debattierst, pack die Gelegenheit beim Schopfe und versuche auch außerhalb der Gruppe in den Kontakt zu treten – etwa in einer persönlichen Nachricht oder schau ob ihr euch auf einem gemeinsamen Event treffen könnt.

5. Du nutzt XING nur, wenn du einen Job suchst

Auf XING geht es um Beziehungen zu Menschen, die sich gegenseitig im Berufsalltag beflügeln können. Wer das Karriere-Netzwerk einzig und alleine als Jobportal sieht und sich ferner nur ein Profil aufsetzt oder es besucht, um dort die nächste Einstellung zu suchen, wird gegebenenfalls nicht ernstgenommen. Vielmehr ist es so, dass aktive Nutzer mit einer Stimme in der Gemeinschaft von ganz allein Jobs angeboten bekommen. Wer die vier oberen Punkte befolgt, kann insofern sichergehen, dass der nächste Traumjob von ganz allein kommt. Es gilt sich einzubringen – und zwar nicht erst, wenn du eine neue Herausforderung suchst.

Jetzt habt ihr fünf Fehler erfahren, die die t3n-Redaktion für vermeidbar hält. Was würdet ihr noch ergänzen wollen?

Übrigens: Die beste Xing-Seite für Marketing-Gurus, Dev-Ninjas und Retail-Jedis und alle die es werden wollen, findet ihr hier! ;)

Letztes Update des Artikels: 14. Januar 2016

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Andreas Weck
Wie Xing zum Content-Netzwerk wird: Das sind die Top 50 der Xing-Publisher http://t3n.de/news/top-50-xing-publisher-viel-666853/ 2015-12-22T17:47:10Z
Das Karrierenetzwerk aus Hamburg will immer mehr zur Content-Plattform werden. Seit bald einem Jahr gibt es News-Seiten. Wir werfen einen Blick auf die Top 50.

Das Karrierenetzwerk aus Hamburg will immer mehr zur Content-Plattform werden. Seit bald einem Jahr gibt es News-Seiten. Wir werfen einen Blick auf die Top 50.

Xing Traffic Titel

Seit ziemlich genau zehn Monaten bietet News-Seiten an; auf Einladung können sich ausgewählte Publisher Profile erstellen und ähnlich wie bei Facebook & Co. die neuesten Artikel teilen, um sie in den Newsfeed ihrer Follower zu pushen. Über 170 dieser News-Seiten mit insgesamt mehr als 800.000 Followern gibt es inzwischen. Die Online Marketing Rockstars zeigen, welche 50 Seiten aktuell die meisten Follower haben und legen ihre Statistik offen: Wie viel Traffic kommt durch die News-Seite wirklich auf OnlineMarketingRockstars.de? So viel vorweg: Einen der größten Global-Player im Social-Media-Kosmos hat das Karrierenetzwerk aus Hamburg schon sehr klar abgehängt.

Ranking der größten Xing-Publisher (klicken zum Vergrößern)
Ranking der größten Xing-Publisher (klicken zum Vergrößern)

Zwei Dinge werden beim Blick auf die 50 größten Publisher auf Xings News-Seiten schnell deutlich (eigene Themenseiten von Xing ausgeschlossen). Zum einen erreicht noch keines der Profile beim Karrierenetzwerk eine Follower-Zahl in Höhe der Fan-Anzahl bei Facebook (auch wenn es hier und da recht knapp ist). Zum anderen befinden sich – vermutlich wenig verwunderlich – nahezu ausschließlich Portale mit Bezug zu Karriere, Wirtschaft, Industrie und Technik in der Rangliste. Ausnahmen sind beispielsweise „Auto, Motor, Sport“ und „Zeit Online“. Zwei weitere Profile heben sich zudem noch zusätzlich vom Rest ab: Horst von Buttlar, Chefredakteur von Capital und Melanie Flößler, Chefredakteurin von finanzen.net, sind die einzigen Profile in den Top 50 mit Personenbezug. Die ersten drei Plätze belegen mit jeweils deutlichem Abstand zueinander drei bekannte Printtitel: Business Punk, Manager Magazin und Brandeins. Anders als bei Facebook verlinkt Business Punk ausschließlich zu Inhalten auf der eigenen Website und verzichtet auf die sonst typischen Sprüche und Fotos.

Vorteile durch Teilnahme an früher Testphase der News-Seiten sind spürbar

Mit OnlineMarketingRockstars.de stehen wir immerhin auf dem dreizehnten Platz und damit vor einigen namhaften Angeboten. Dass wir als eines von fünf Angeboten schon einige Wochen vor dem offiziellem Launch im April 2015 bei der Testphase dabei waren, dürfte sicherlich dazu beigetragen haben. Übrigens bieten die News-Seiten ähnlich wie bei persönlichen Profilen eine RSS-Funktion – neue Artikel werden dann automatisch geteilt. Auch wenn der Zeitaufwand damit quasi gleich null wäre, teilen wir unsere Beiträge mit angepasstem Text händisch.

Bei all den prominenten Portalen, die bereits bei Xings News-Seiten vertreten sind, stellt sich natürlich die Frage, was die Publisher am Ende davon haben. Wie viel Traffic kommt wirklich auf den eigenen Angeboten an? Dafür haben wir uns unsere eigenen Statistiken mal ganz genau angeschaut und verglichen, wie viele Visits durch die verschiedenen sozialen Netzwerke innerhalb der letzten zwölf Monate generiert wurden. Insgesamt machte Social in diesem Zeitraum rund 20 Prozent am gesamten Traffic von OnlineMarketingRockstars.de aus. Wenig überraschend: Facebook liegt mit deutlichem Vorsprung auf dem ersten Platz.

Die Entwicklung von Facebook, Xing und Twitter am Anteil vom Social Traffic auf OnlineMarketingRockstars.de
Die Entwicklung von Facebook, Xing und Twitter am Anteil vom Social Traffic auf OnlineMarketingRockstars.de.

Auch wenn der Anteil am Social Traffic insgesamt stagniert, wenn nicht sogar etwas zurück geht, sprechen fast 72 Prozent zuletzt im November eine doch sehr deutliche Sprache. Schon auf dem zweiten Platz landet dann aber Xing, mit knapp 20 Prozent am gesamten Social Traffic auf OnlineMarketingRockstars.de. Auffällig ist, dass erst mit dem Start der News-Seiten im Frühjahr relevant Traffic von Xing messbar war – und er seitdem langsam aber stetig steigt. Von einem mageren 0,05-prozentigen Anteil an allen Sitzungen auf unserer Seite im November 2014 konnte sich das Karrierenetzwerk innerhalb von zwölf Monaten auf immerhin drei Prozent hocharbeiten. Im April hat das Karrierenetzwerk dann auch Twitter überholt – und beweist damit, welches Nischendasein der 140-Zeichen-Dienst als Traffic-Lieferant hierzulande immer noch fristet.

Die Content-Offensive von Xing scheint sich bezahlt zu machen

Ranking der größten Xing-Publisher Teil 2 (klicken zum Vergrößern)
Ranking der größten Xing-Publisher Teil 2 (klicken zum Vergrößern)

Schon Ende 2012 startete das Karriere-Netzwerk die bis heute andauernde Content-Offensive. Damals wurde erstmals mit den Branchen-Newslettern experimentiert, die seit Ende 2013 für jeden Nutzer verfügbar sind. Aus inzwischen 25 Themen von Automobil bis Wirtschaft Österreich kann man heute auswählen; Xing fungiert als Aggregator, spielt die laut eigenem Anspruch wichtigsten News des Vortages im Newsfeed aus und verschickt sie per Mail. Mitte Oktober ging jetzt das neueste redaktionelle Produkt an den Start. Das Debattenmagazin Klartext soll Experten aus verschiedenen Branchen eine Plattform für ihre Meinung zu einem aktuell relevanten Thema bieten. Als Herausgeber fungiert der ehemalige Chefredakteur der Wirtschaftswoche Roland Tichy, Chefredakteurin ist Jennifer Lachmann, zuvor unter anderem als Autorin für Die Zeit und verschiedene Wirtschaftsmedien von Gruner + Jahr tätig.

LinkedIn legt auch in DACH-Region stark zu – Xings Vorstand bleibt trotzdem gelassen

Die Content-Strategie erinnert an den großen Konkurrenten LinkedIn. Das Karrierenetzwerk aus den USA setzt schon seit mehreren Jahren verstärkt auf redaktionelle Inhalte und wächst auch im deutschsprachigen Raum schnell. Sieben der weltweit insgesamt über 400 Millionen Mitglieder sollen inzwischen schon aus der DACH-Region kommen. Xing-Vorstand Thomas Vollmoeller zeigte sich zuletzt dennoch gelassen und verweist auf aktuell 9,2 Millionen Mitglieder, Rekordwerte bei Aktivität und Nutzung sowie weitere Geschäftsmodelle wie dem Arbeitgeberbewertungsportal Kununu oder den Xing-Stellenmarkt. Auch der Wert an der Börse spricht für das Unternehmen aus Hamburg. Zwar ging der Kurs in den letzten Monaten wieder etwas zurück, auf das Jahr gesehen ist die Xing-Aktie dennoch eine Erfolgsgeschichte.

Das Ziel der Content-Angebote ist klar: Man wolle die regelmäßige Aktivität der Nutzer steigern, sie mit relevanten Inhalten auf der Plattform halten. Dafür arbeiten heute etwa 30 Mitarbeiter an den Inhalts-Produkten, zehn davon redaktionell. Thomas Schmidt-Broer, unter anderem verantwortlich für Content- und Publisherbeziehungen bei Xing, bezeichnet die News-Seiten gegenüber Online Marketing Rockstars schon jetzt als vollen Erfolg: „Das Ziel ‚drive daily activitiy‘ haben wir deutlich erreicht. Wir konnten Wenig- und Nicht-Nutzer aktivieren und die Anzahl der wöchentlich aktiven User um mehr als 20 Prozent steigern.“ In naher Zukunft solle es noch weitere Verbesserungen geben, beispielsweise eine personalisierte News-Frontpage im ersten Quartal 2016.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf OnlineMarketingRockstars Daily

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Online Marketing Rockstars
Bessere Bilder für Social Media: Tipps und 20 Tools für den perfekten Post http://t3n.de/news/bilder-fuer-social-media-tools-570337/ 2015-09-11T12:05:11Z
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte –besonders in sozialen Netzwerken – und bringt mehr Shares, Likes, Retweets et cetera. Doch Bilder müssen auf Facebook, Twitter, Instagram, Xing und anderen …

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte –besonders in sozialen Netzwerken – und bringt mehr Shares, Likes, Retweets et cetera. Doch Bilder müssen auf , Twitter, , und anderen Plattformen ganz bestimmte Anforderungen erfüllen. Unsere Übersicht beinhaltet diverse Tipps und Tools für tolle Social-Pix – von der richtigen Dateigröße über die Erstellung von GIFs und Infografiken bis hin zu perfekten Screenshots und amtlicher Bildbearbeitung.

Bilder in Social-Media-Beiträgen zu verwenden gehört zu den wichtigsten Mitteln, um mehr Klicks, Shares, Likes und andere Reaktionen zu erzielen. Möchte man keine Stock-Fotos für eigene Inhalte einsetzen und kann oder will sich die Auslagerung an einen externen Grafiker nicht leisten, muss man selbst Hand anlegen, um seine Beiträge visuell aufzupeppen. Dafür gibt es eine ganze Reihe an nützlichen – und oftmals sogar kostenlosen – Werkzeugen. Sollen es doch Stock-Fotos sein, findet ihr am Ende des Artikels ein paar Empfehlungen für kostenlose Dienste.

Klassische Software für bessere Bilder

Es muss nicht immer gleich Photoshop sein, wenn man Fotos oder Bilder bearbeiten muss. Ähnlich mächtig gibt sich das Open-Source-Pendant Gimp. Allerdings sind professionelle Bildbearbeitungstools wie Photoshop und GIMP meist viel zu überladen, wenn es darum geht, Bilder für soziale Medien aufzuhübschen. Eine empfehlenswerte Alternative für Mac ist zum Beispiel Pixelmator. Die Software lässt sich 30 Tage lang kostenlos testen und schlägt dann mit rund 27 Euro zu Buche. Für Windows ist das kostenlose Photoscape eine gute Wahl, um Bilder für soziale Netzwerke zu bearbeiten.

Verfügt man über eine schnelle Internetverbindung, kann man alternativ auf die webbasierte Bildbearbeitung mit Diensten wie zum Beispiel Pixlr oder Canva zurückgreifen. Eine umfangreiche Übersicht zu Bildbearbeitungssoftware bietet der Artikel Die besten Photoshop-Alternativen für Windows, Mac und Linux.

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Bilder muss man nicht immer gleich in Photoshop bearbeiten. Ein Online-Tool wie Canva kann eine gute Alternative sein. (Bild: Canva)

Text in Bilder bauen

Besonders auf Twitter gehen Nutzer vermehrt dazu über, Text als Bild zu zwitschern. Das hat den großen Vorteil, dass man auf die Art und Weise die Zeichenbegrenzung des Netzwerks für Tweets umgehen kann. Aber auch sonst kann es durchaus Sinn ergeben, bestimmte Bilder mit Text zu versehen. Hierfür finden sich online ebenfalls diverse Tools und Dienste. Einer der empfehlenswerteren Helfer hört auf den Namen WordSwag.co. Die iPhone-App ermöglicht euch, auf diverse Texteffekte zurück zu greifen, um eure Bilder aufzupeppen. Das Ganze kostet 3,99 Euro.

Besonders praktisch für Twitter: Die iPhone-App WordSwag lässt euch Bilder mit Text versehen. (Screenshot: WordSwag.co)
Besonders praktisch für Twitter: Die iPhone-App WordSwag lässt euch Bilder mit Text versehen. (Screenshot: WordSwag.co)

Auch die Macher der Social-Media-App Buffer haben einen empfehlenswerten Dienst lanciert, der verspricht, Bilder für Social-Media-Beiträge binnen 30 Sekunden zu erstellen. Pablo ergänzt Bilder um einen Text inklusive Headline. Man kann entweder auf Stock-Fotos von UnSplash oder aus den eigenen Fotos im .jpg oder .png-Format wählen. Neben unterschiedlichen Textfarben stehen auch verschiedene Schriftarten zur Verfügung. Auch Icons oder Logos lassen sich über das Bild legen.

Wenn es auf Größe oder Geschwindigkeit ankommt

Eines der größten Probleme, wenn man einen bebilderten Beitrag über mehrere soziale Netzwerke verteilen will, ergibt sich aus den unterschiedlichen Größenvoraussetzungen und Seitenverhältnissen. Nicht jede Auflösung und jedes Seitenverhältnis funktioniert über alle sozialen Medien hinweg gleich gut.

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Auch die richtigen Abmessungen und eine kleine Dateigröße spielen beim Einsatz von Bildern in sozialen Medien eine Rolle. Tools wie Compressnow erleichtern die Arbeit. (Bild: Compressnow)

Ein recht hilfreiches Tool, um in diesem Formate-Dickicht nicht die Orientierung zu verlieren, ist Social Image Resizer. Das kostenlose Online-Angebot ermöglicht den Upload eines Bildes und das manuelle Anpassen. Alternativ kann man sein Bild aber auch gemäß unzähliger Presets beschneiden – beispielsweise als Cover-Foto für Facebook, als Beitragsbild für einen Facebook-Post, für Google+, YouTube, Instagram, Pinterest und viele andere Einsatzzwecke. Kommt es eher auf die Geschwindigkeit beim Upload des Bildes oder bei dessen Verwendung auf der eigenen Website an, kann man beispielsweise auf den kostenlosen Online-Dienst Compressnow zurück greifen. Dort lassen sich Bilder mit einer Größe von bis zu neun MB hochladen und verkleinern.

Screenshots richtig gemacht

Neben der herkömmlichen Bildbearbeitung gehören auch Tools für ansehnliche Screenshots in jeden Social-Media-Werkzeugkoffer. Wer häufiger den eigenen Screen als Bildmaterial nutzen möchte, wird statt den entsprechenden Tastaturkürzeln zum Erstellen von Screenshots lieber ein Tool verwenden wollen, das mehr Funktionalität bietet.

Ein empfehlenswerter Verteter dieser Gattung ist Skitch von Evernote. Das Tool ermöglicht nicht nur das Erstellen von Screenshots, sondern ermöglicht es auch, diese direkt mit Pfeilen, Stempeln, Formen und Text zu versehen. Das ist beispielsweise praktisch, wenn man auf bestimmte Teile eines Screenshots hinweisen will. Zu den weiteren Funktionen gehören unter anderem die Möglichkeit, sensible Informationen zu verpixeln und mit einem Marker-Werkzeug freihändig in den Screenshots zu malen. Die Ergebnisse lassen sich in verschiedenen Dateiformaten direkt aus der App via E-Mail, Facebook, Twitter oder Evernote teilen.

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Der Online-Dienst Page2Images fertigt einen Vollbild-Screenshot einer kompletten Webseite an. (Bild: Page2Images)

Benötigt man einen Screenshot einer gesamten Webseiten, ist das mit den Bordmitteln des eigenen Betriebssystems nicht möglich. Es liegt in der Natur der Sache, dass die meisten Seiten nicht vollständig auf den Bildschirm passen. Statt mühevoll Screenshot für Screenshot anzufertigen und sie dann zusammen zu setzen, kann man zum Beispiel auf dem Mac auf Paparazzi! zurückgreifen. Man gibt einfach die URL und die Mindestgröße des Screenshots an – die Software erledigt den Rest.

In eine ähnliche Kerbe schlägt der kostenlose Online-Dienst Page2Images. Der kleine Helfer fertigt einen Vollbild-Screenshot einer Webseite an, den man herunterladen oder alternativ direkt auf Pinterest teilen kann. Wer nicht für jeden Screenshot den Dienst ansurfen möchte, kann sich zwei Bookmarklets installieren. Mit dem einen lassen sich Screenshots direkt auf Pinterest posten, während das andere Bookmarklet einen Screenshot erstellt und diesen herunterlädt.

Ebenfalls überaus nützlich ist Awesome Screenshot. Das Chrome-Plugin ermöglicht das Erstellen von Screenshots, die sich vor dem Speichern direkt im Browser bearbeiten lassen. Man kann beispielsweise Markierungen, Pfeile oder Kommentare einfügen, um den Screenshot zu pimpen.

Screenshots in tolle Bilder einbauen

Screenshots sind schön und gut – allerdings für sich allein genommen oftmals auch schnöde. Online finden sich diverse Dienste, mit denen man jeden beliebigen Screenshot in ein gut aussehendes Foto einbauen kann. In der Regel handelt es sich dabei um Fotos von Situationen, in denen jemand ein Gerät hält, auf dessen Bildschirm dann der zuvor angefertigte Screenshot positioniert wird. Einer der wohl bekanntesten Vertreter ist PlaceIt. Besucht man PlaceIt mit einem Screenshot bewaffnet, stehen einige unterschiedliche Geräte in verschiedenen Umgebungen zur Auswahl. Hat man sich für ein Device entschieden, muss man lediglich einen Screenshot per Drag & Drop einfügen. In geringer Auflösung lassen sich manche Bilder kostenlos herunter laden – benötigt man eine höhere Auflösung oder größere Auswahl, wird man zur Kasse gebeten.

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Warum nicht den Screenshot in ein schickes Foto einbauen? Dienste wie Am I Responsive und PlaceIt bieten entsprechende Dienste an. (Bild: Am I Responsive)

Ähnliches lässt sich auch mit dem Webdesign-Tool Am I Responsive umsetzen. Der Dienst zeigt beliebige Websites in vier weit verbreiteten Viewport-Größen. Auf diese Weise kann man zeigen, wie Responsive Webdesign funktioniert oder auch, warum es überhaupt notwendig ist – so der eigentliche Zweck von Am I Responsive. Allerdings kann man den Online-Dienst auch für die schicke Präsentation eigener Screenshots einsetzen. Die vier unterschiedlichen Geräte lassen sich nämlich per Drag & Drop umpositionieren.

GIFs, Diagramme und Infografiken

Obwohl technisch längst überholt, werden täglich Hunderttausende neue GIFs geschaffen – nicht zuletzt jüngere Netzwerke wie Google+ oder Ello haben diesen Trend durch GIF-Support angefeuert. Wer nicht auf Photoshop setzen und nicht mit komplizierten Kommandozeilen-Tools arbeiten will, findet online diverse Tools, die das Erstellen von GIFs fast automatisieren. Die handliche OS-X-App GifRocket beispielsweise hilft bei der Konvertierung von Videomaterial in das GIF-Format – und das völlig kostenlos und per Drag & Drop. Ähnliche Tools und eine umfassende Anleitung zur Erstellung von GIFs findet ihr auf t3n.

Giphy hält viele GIFs bereit. (Screenshot: Giphy)
Giphy hält viele GIFs bereit. (Screenshot: Giphy)

Ein weiterer Vertreter ist Giphy – eine Plattform rund um GIFs. Hier lassen sich zwar keine eigenen Bewegtbilder erstellen, aber der geneigte Nutzer kann im großen Fundus nach passenden GIFs suchen. Auch Buffer setzt neuerdings auf GIFs, kuratiert einige Bewegtbilder und ermöglicht deren Teilen.

Auch für das Erstellen von Infografiken und Diagrammen finden sich einige wirklich nützliche Helfer, deren Einsatz oft lohnen kann. Immerhin sind beide visuellen Formate besonders bei Nutzern sozialer Medien überaus beliebt. Sowohl Easel.ly als auch Infogr.am sind einen Versuch wert, wenn ihr den Wunsch verspürt, eine selbst erstellte zu posten oder einen Beitrag visuell mit einem eigenen Diagramm zu untermauern.

Kostenlose Stock-Fotos? Kein Problem

Wirklich schicke Stock-Fotos gibt es bei Gratisography – und zwar komplett kostenlos. (Screenshot: Gratisography)
Wirklich schicke Stock-Fotos gibt es bei Gratisography – und zwar komplett kostenlos. (Screenshot: Gratisography)

In der Regel kommen Stock-Fotos wohl eher auf der eigenen Website oder dem eigenen Blog zum Einsatz. Doch warum nicht auch mal ein passendes Bild über die Social-Media-Kanäle jagen – so lange es nichts kostet? Diverse Dienste locken Nutzer mit kostenlosen und dennoch professionellen Bildern. So findet ihr beispielsweise bei Superfamous Fotos, die unter Creative Commons Lizenz veröffentlicht und somit unter Nennung der Credits verwendet werden können. Ebenfalls kostenlos werden Stock-Fotos bei IM Free und Gratsiography angeboten.

All-in-one-Service

Einige Anbieter haben sich auch darauf spezialisiert, alle relevanten Tools rund um das Thema Bilder in sozialen Medien zu vereinen. Shareasimage beispielsweise bietet für acht US-Dollar im Monat die Möglichkeit, aus diversen Templates und Fotos zu wählen, eigene Bilder hoch zu laden, diese direkt für unterschiedliche soziale Medien zu optimieren und mit Texten zu versehen. Der Service ist durchaus empfehlenswert, lohnt sich aufgrund der monatlichen Kosten nur für diejenigen, die wirklich regelmäßig mit Bilder in Social Media hantieren.

Habt ihr weitere Tool-Tipps für den visuellen Social-Media-Werkzeugkasten?

Letztes Update des Artikels: 11. September 2015

via blog.bufferapp.com

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Sébastien Bonset
WhatsApp Web fürs iPhone: Endlich Nachrichten am Rechner schreiben http://t3n.de/news/whatsapp-web-fuers-iphone-632702/ 2015-08-20T08:26:54Z
Nach einem umfangreichen WhatsApp-Update für iPhone-Nutzer gibt es nun eine lang erwartete Neuerung: WhatsApp Web öffnet sich fürs iPhone. Damit können auch iOS-Nutzer endlich Nachrichten am …
Anleitung: So funktioniert WhatsApp Web
t3n News Software

Anleitung: So funktioniert WhatsApp Web

WhatsApp Web: So nutzt du WhatsApp auf dem Desktop

WhatsApp-Nutzer können den beliebten Messenger jetzt auch über eine Web-App nutzen. Wie „WhatsApp Web“ funktioniert, erklärt dieser Artikel.

WhatsApp Web: So nutzt du WhatsApp auf dem Desktop

WhatsApp Web.

„WhatsApp Web bietet alle Funktionen der Smartphone-App.“

WhatsApp Web steht Nutzern seit Januar 2015 zur Verfügung. Die Funktion wurde ursprünglich für Android, Windows Phone und Blackberry ausgerollt, mit etwas Verspätung dann auch für iOS.

Nutzer können WhatsApp auf web.whatsapp.com mit ihrem Smartphone verbinden. Nach einer einmaligen Anmeldung synchronisiert WhatsApp alle Nachrichten. Sie werden anschließend sowohl auf dem Handy als auch auf dem Desktop angezeigt.

Die Synchronisation erfolgt in Echtzeit. Nutzer können Nachrichten demnach auf allen Endgeräten lesen und schreiben. Voraussetzung ist lediglich eine aktuelle Version der WhatsApp-App für Android, iOS, Windows Phone oder Blackberry.

So startest du WhatsApp Web

Nutzer synchronisieren WhatsApp-Web per QR-Code mit ihrer Smartphone-App. (Screenshot: WhatsApp/ t3n)
Nutzer synchronisieren WhatsApp-Web per QR-Code mit ihrer Smartphone-App. (Screenshot: WhatsApp/ t3n)

Die Verwendung von WhatsApp Web sollte Nutzer vor keine größeren Probleme stellen. Entscheidend ist nur die initiale Synchronisation. Folgt einfach den folgenden drei Schritten, um sie abzuschließen:

  1. Öffne deinen Browser und besuche web.whatsapp.com.
  2. Öffne WhatsApp auf deinem Smartphone, wechsle auf deinem iPhone in die Eintstellungen, auf allen anderen Betriebssystemen ins Hauptmenü, und tippe auf „WhatsApp Web“.
  3. Tippe auf das „+“-Symbol, um den QR-Scanner zu aktivieren und scanne den im Browser angezeigten QR-Code.

Wenn du diesen drei Schritte gemäß der Anleitung folgst, identifiziert WhatsApp deinen Account und gibt übers Internet die Freigabe, sodass WhatsApp Web automatisch im offenen Browserfenster startet.

3 häufige Fragen zu WhatsApp Web

WhatsApp Web bietet alle wichtigen Funktionen. Du kannst Textnachrichten schreiben, Dateien versenden, Sprachnachrichten verschicken, Gruppen eröffnen und dein Profil bearbeiten. Antworten auf die häufigsten Fragen zu WhatsApp Web findest du in den folgenden Abschnitten.

1. Funktioniert WhatsApp Web auch auf meinem Betriebssystem?

WhatsApp Web funktioniert unabhängig vom Betriebssystem. Entscheidend ist ein moderner Browser sowie die aktuelle Version der App. Für Nutzer von Windows, OS X und Linux gibt es mit „WhatsApp for Desktop“ außerdem einen inoffiziellen Client.

2. „WhatsApp Web“ wird nicht im Menü angezeigt. Was tun?

Grund hierfür ist eine alte Version deiner App. Besuche den Appstore deines mobilen Betriebssystems (bspw. Google Play) und lade auf der Unterseite von WhatsApp die aktuellste Version herunter. Die Funktion „WhatsApp Web“ sollte anschließend auch in deiner App erscheinen.

3. Funktioniert WhatsApp Web auch ohne Smartphone?

Ein Smartphone ist für WhatsApp nötig, ohne geht es nicht. Ist dein Browser einmal mit deinem Smartphone synchronisiert, wird es aber nebensächlich. Alle Funktionen des Messengers kannst du anschließend über den Browser nutzen, darunter auch einige versteckte WhatsApp-Funktionen.

Hast du weitere Fragen zu WhatsApp Web? Dann schreib sie uns in die Kommentare! Passend zu diesem Artikel findest du hier weitere WhatsApp-Tipps und -Tricks.

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21 Antworten
  1. von Simon am 21.01.2015 (21:59 Uhr)

    Schade, Firefox wird nicht unterstützt

    Antworten Teilen
  2. von Dominik am 21.01.2015 (22:09 Uhr)

    Wow iOS hat mal das Nachsehen ;)

    Antworten Teilen
  3. von Marcel am 21.01.2015 (22:31 Uhr)

    Bei wem der Menüpunkt nach App-Update noch nicht angezeigt wird, der sollte die App beenden (nicht nur ausblenden) und anschließend neu starten oder gleich das ganze Smartphone neu starten.

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  4. von Jochen am 22.01.2015 (00:31 Uhr)

    Ich habe mir das aktuelle Update geladen, sehe auch den Punkt "WhatsApWeb" Klicke ich darauf, bekomme ich einen Hinweis, ich soll auf web.whatsapp.com gehen und das Bild scannen, meine Kamera ist auch an, aber davor liegt eine kleine Animation in dem mir der Vorgang nochmals erklärt wird, mehr passiert leider nicht. Mache ich etwas falsch oder habt ihr dieses Problem auch?

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  5. von Epsilon Alpha am 22.01.2015 (01:55 Uhr)

    "Die strengen Regeln von Apple", welche sind das den genau?

    Das würde ich gern mal wissen

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    • von Gisbert Armhelf am 22.01.2015 (10:06 Uhr)

      Technisch gesehen stellt whatsapp Web eine Punkt-zu-Punkt Verbindung mit dem Whatsapp Client auf dem Smartphone her (daher auch derzeit die Beschränkung auf Google Chrome wg der eingesetzten Libraries). D.h. die Nachrichten werden wie bisher zwischen Smartphones ausgetauscht, und zwischen Smartphone und Webbrowser vorher bzw nachher abgeglichen.
      Dazu ist es erforderlich, dass Whatsapp auf dem Smartphone für die Dauer des Chats auch im Hintergrund läuft, was bei iOS bestimmten Restriktionen unterliegt, um die Batterielaufzeit nicht zu stark zu beeinträchtigen.
      Weil das ein architekturbedingtes Problem ist, kann es eine Weile dauern, bis whatsapp Web auch mit iPhones geht. Allerdings sind Alternativen in der Entwicklung, die diesen Credential Transfer in die Welt nichtoffizieller whatsapp Clients bringen (Stichworte: yowsup, OpenWhatsapp).

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      • von Jack am 23.01.2015 (19:30 Uhr)

        die Beschränkung auf Google Chrome wg der eingesetzten Libraries

        User Agent im FF ändern und es geht damit auch

        Teilen
  6. von Nico Saborowski am 22.01.2015 (08:15 Uhr)

    Bei mir lädt leider der QR-Code auf der Homepage nicht...überlastet?

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  7. von aregua am 22.01.2015 (08:35 Uhr)

    schade, WA kann noch nicht mal sowas schaffen!
    wie in Telegram schon der Fall ist.

    https://web.telegram.org/

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  8. von Katzophon am 22.01.2015 (10:36 Uhr)

    Version ist aktuell, Smartphone wurde auch noch mal neu gestartet - trotzdem kein Menüpunkt "WhatsApp Web".
    Gibt es da evtl. weitere Einschränkungen? -> Samsung Galaxy S3 und Android 4.3

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  9. von thomk am 22.01.2015 (10:54 Uhr)

    Auf meinen Sony Experia Z1 (Android Version 4.4.4) und neuester Whatsapp Version 2.11.498 klappt es leider nicht. Haben auch andere "Sony's" damit Probleme?

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  10. von Julia am 22.01.2015 (23:56 Uhr)

    Das Problem mit dem fehlenden Teil auf dem Display scheint in den meisten Fällen beim Samsung Galaxy Ace aufzutreten wenn man die Problemmeldungen bei http://ideecon.com/whatsapp-web-probleme/11773 durchliest.
    Das Laden des QR Code war bei mir auch das Problem und auf einmal ging es. Warscheinlich überlastet, oder?

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Jörn Brien
Native Advertising: So erreichst du B2B-Kunden treffgenau auf XING [Sponsored Post + Gutscheincode] http://t3n.de/news/native-advertising-erreichst-616186/ 2015-06-18T08:30:47Z
Native Advertising geht jetzt auch auf XING. Mit dem Selbstbuchungstool kannst du als XING-Mitglied ganz einfach Anzeigen im XING-Layout erstellen und B2B-Kunden treffgenau adressieren.

Native Advertising geht jetzt auch auf . Mit dem Selbstbuchungstool kannst du als XING-Mitglied ganz einfach Anzeigen im XING-Layout erstellen und B2B-Kunden treffgenau adressieren. Wie das geht, worauf es bei einer guten Anzeige ankommt und wie du den exklusiven t3n-Gutschein erhältst, erfährst du in diesem Beitrag.

native advertising sponsored post xing

Warum Native Advertising?

Native Advertising wird als Alternative zur klassischen Bannerwerbung immer beliebter. Während die Klickraten von Bannern aufgrund von Adblockern und zunehmender Bannerblindheit sinken, steigt die Akzeptanz der im nativen Umfeld erscheinenden Anzeigen. Eine Studie von Yahoo* zeigt, dass native Anzeigen den Lesefluss der Nutzer weniger unterbrechen und damit als weniger störend empfunden werden. Das gilt insbesondere auf mobilen Geräten, wo sich der Gesamteindruck einer Seite nicht verändert, weil sich die Anzeigen optisch kaum vom restlichen Inhalt der Seite unterscheiden. Außerdem werden diese Anzeigen als auffälliger und relevanter wahrgenommen und regen somit eher zum Klicken an. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass native Anzeigen schnell und mit geringem Aufwand erstellt und damit sehr flexibel an das vorhandene Budget angepasst werden können.

Das passende B2B-Umfeld auf XING

XING ist mit über 8 Millionen Mitgliedern das führende Business-Netzwerk in der deutschsprachigen Region (DACH). Unter den Mitgliedern finden sich viele Entscheider sowie Unternehmen aller Größen aus verschiedenen Branchen. XING eignet sich nicht nur zur Verwaltung deiner Kontakte und zur Jobsuche, sondern bietet zum Beispiel durch die neuen News-Seiten wirtschaftsrelevante Inhalte. Dadurch wird ein Anreiz geschaffen, öfter auf der Plattform zu sein und dort länger zu verweilen. Für Werbetreibende also das optimale Umfeld und gute Voraussetzungen für zielgerichtete B2B-Werbung.

Insbesondere als Klein- und Mittelständler (KMU), Freelancer und Agentur profitierst du in besonderem Maße von den XING Anzeigen. Du kannst deine individuelle Werbebotschaft auch mit kleinerem Budget selbstständig und zielgenau an Business-Professionals im deutschsprachigen Raum ausspielen.

20150618_SP_xing_anzeigen_screenshot

In drei einfachen Schritten erstellst du deine Werbebotschaft auf XING:

  1. Wähle was du bewerben möchtest und spezifiziere deine Zielgruppe über die Kriterien Region, Alter, Geschlecht, Karrierestufe und Branche.
  2. Hinterlege dein Budget als Gesamt- oder Tagesbudget. Du kannst zwischen zwei Abrechnungsmethoden wählen - per Klick (CPC) oder per 1.000 Einblendungen (CPM).
  3. Gestalte deine Anzeige und schalte sie live.

Deine Anzeige erscheint direkt in den Neuigkeiten deiner gewählten Zielgruppe auf der XING-Startseite und in den XING-Apps. Du hast jederzeit Zugriff auf umfangreiche Statistiken zur Performancemessung und weiteren Optimierung deiner Anzeigenkampagnen.

5 Tipps für die Erstellung nativer Werbeanzeigen

Qualität statt Quantität!

Der Inhalt deiner Werbeanzeige sollte unbedingt zu der von dir gewählten Zielgruppe passen und businessrelevant sein. Idealerweise bietest du einen Mehrwert und deine Landingpage sollte halten, was in der Anzeige versprochen wird.

Der Ton macht die Musik!

Überlege dir vorher, welche Sprache und Tonalität für den Business-Kontext geeignet sind. Während auf anderen Plattformen vielleicht eher geduzt wird, ist auf XING eventuell die Sie-Ansprache passender.

Fasse dich kurz!

Deine Anzeige sollte auf jeden Fall ein ansprechendes und aussagekräftiges Bild enthalten. Darüber hinaus gilt für deinen Text: In der Kürze liegt die Würze. Versuche möglichst prägnant den Nutzen für den Kunden herauszustellen. Der Nutzer entscheidet in Sekundenbruchteilen, ob er klickt oder nicht.

Und Action, bitte!

Du solltest im Vorhinein ein klares Ziel vor Augen haben: Möchtest du Teilnehmer für ein Event gewinnen, Mitglieder auf dein Profil oder in deine Gruppe leiten oder deine neue Webseite bewerben? Ein guter Call-to-Action ist ein absolutes Must-have.

Probieren geht über Studieren!

Wie erfolgreich deine Anzeige wird, ist leider nicht vorhersehbar. Daher ist es ratsam, mehrere Anzeigen zu schalten, die entweder unterschiedliche Inhalte haben, oder aber verschiedene Zielgruppen ansprechen sollen. Auch ob die Abrechnung per Klick oder per Tausend Einblendungen für dich besser geeignet ist, lässt sich nur durch einen Test mit mehreren Anzeigen sagen.

Probiere XING-Anzeigen jetzt aus und spare 25 Euro** mit dem Gutscheincode XING-T3N25.

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* „The Native Experience: Ad Content in Context“ - Yahoo

** Ein Tausch oder eine Barauszahlung des Guthabenbonus ist nicht möglich. Voraussetzung zur Nutzung des Guthabenbonus ist ein XING-Account und die Anmeldung zur Anzeigenschaltung unter www.xing.com/anzeigen. Der Guthabenbonus kann verfallen und wird nicht ausbezahlt, wenn Sie gegen die geltenden AGB verstoßen. Der Gutschein muss bis zum 31.07.2015 eingelöst werden.

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t3n Redaktion
Aufgekauft: Vom Kölner Hörsaal zum Mega-Exit im Valley http://t3n.de/news/aufgekauft-koelner-student-611047/ 2015-05-20T14:25:18Z
Mit Leidenschaft, Perfektionismus und passionierten Co-Foundern hat Jan Senderek innerhalb von vier Jahren den Weg aus dem Hörsaal ins Silicon Valley gefunden. Heute ist er IT-Millionär und hat mit …
Aufgekauft: Vom Kölner Hörsaal zum Mega-Exit im Valley | t3n

Aufgekauft: Vom Kölner Hörsaal zum Millionen-Exit im Valley

Mit Leidenschaft, Perfektionismus und passionierten Co-Foundern hat Jan Senderek innerhalb von vier Jahren den Weg aus dem Hörsaal ins gefunden. Heute ist er IT-Millionär und hat mit seiner Firma „Loom“ das geschafft, wovon Startups weltweit träumen. Wie man als deutsches Team die Eintrittskarte zum Elite-Accelerator Y Combinator löst – und wieso er am Ende seine Firma an verkauft hat.

Text, Videos und Fotos: Moritz Stückler

Einen Käufer für seine Firma zu finden, ist oft der ultimative Indikator für den Erfolg der eigenen Geschäftsidee. Aber nur wenige Startups gehen diesen Weg – manche lehnen ihn sogar ab. Die Gefahren einer Akquisition sind groß: Überlebt das Produkt? Überlebt das Team? Stimmt der Preis? Wie ist der neue Arbeitgeber? Nur ein mikroskopisch kleiner Teil der Startup-Szene schafft einen der berühmten Bilderbuch-Exits, bei denen Tech-Medien und Blogs am nächsten Tag Rekordsummen vermelden. Mit der deutschen Gründerszene hat das augenscheinlich nicht viel zu tun. Im internationalen Vergleich schaffen es Firmen hierzulande nur selten, ihre Unternehmen für viel Geld zu verkaufen. Der Kölner Jan Senderek und sein Team aber haben vor einigen Monaten genau diesen Schritt gewagt – und ihn bis heute nicht bereut.

Erster Kontakt mit der Startup-Szene: Von Köln nach London

Die Grundlage für den späteren Erfolg seines Vorzeige-Startups „Loom“ legt Senderek während seines Studiums an der Kölner Hochschule Fresenius. Schon damals beginnt der heute 30-Jährige, sich für Startups zu interessieren und sich durch Praktika und Nebenjobs in Medien- und Marketing-Firmen zum ersten Mal mit der Szene vertraut zu machen. Interessiert verfolgt er auch die amerikanische Startup-Szene und lernt Investment-Konzepte und Business-Accelerator-Programme kennen – etwa den prestigeträchtigen, amerikanischen „Y Combinator“. Doch nach dem Bachelor entscheidet sich Senderek erst mal für ein Master-Studium im Ausland. Seine Wahl fällt auf die University of London.

„Ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen, da waren VWL und Unternehmensgründung eigentlich gar kein Thema.“ Jan Senderek

An der Hochschule, die einen exzellenten, aber auch elitären Ruf genießt, festigt er seinen Wunsch nach dem Gründerdasein endgültig und schreibt sich für das Master-Studium „Technology Entrepreneurship“ ein. Gleich zu Beginn steckt er sich ein ehrgeiziges Ziel: Nach dem Master will er endlich eine Geschäftsidee haben – eine Idee, die ihn weit genug trägt, um nicht gezwungen zu sein, sich einen „ganz normalen“ Job suchen zu müssen.

Die Chance, diesen Plan in die Tat umzusetzen, ergibt sich erstmals bei einem Startup-Wettbewerb im Rahmen des Studiums. Die Teilnehmer seines Studiengangs sollen jeweils eine Idee für die „London Entrepreneurs Challenge“ einreichen – einen klassischen Gründer-Wettbewerb, bei dem Geschäftsideen von einer Jury bewertet werden. Er muss also unter Zeitdruck eine tragfähige Geschäftsidee entwickeln. Viele empfinden eine Deadline bei kreativen Prozessen als hinderlich, aber Senderek ist heute sogar dankbar dafür: „Ohne Deadline hätte ich da nie was abgegeben.“ So aber fühlt er sich gezwungen und reicht schließlich eine Idee ein – auch wenn er sie für alles andere als perfekt hält. Eigentlich untypisch für Senderek, der selbst von sich sagt, er sei stellenweise zwanghaft perfektionistisch.

Während des Studiums pitcht Jan Senderek seine erste App „eeve“ bei einem Gründer-Wettbewerb.

Die erste Idee: Die Foto-App „eeve“

Für den Wettbewerb holt sich Senderek Unterstützung: Philipp Wein, ein ehemaliger Arbeitskollege, den er während des Bachelor-Studiums in Deutschland kennengelernt hatte, und ein zweiter deutscher Kommilitone aus dem Master-Kurs im London stoßen dazu. Den beiden geht es ähnlich wie ihm: Interesse und Leidenschaft für Startups und das Gründen sind vorhanden, aber es fehlt die passende Idee. Also pitchen sie im Dezember 2010 gemeinsam ihre erste App: „eeve“. Sie soll Nutzern primär helfen, interessante Veranstaltungen in der Nähe zu entdecken und Bilder von diesen Events zu aggregieren. Fotos von allen Nutzern, die auf der selben Veranstaltung sind, werden automatisch in einem Fotoalbum gesammelt. Die Idee wird von der Jury mit einem Preis ausgezeichnet und das kleine Team bekommt zum ersten Mal Geld: 3.000 Britische Pfund, um die App zu entwickeln. Schon kurz danach stößt mit Daniel Wagner ein weiterer Freund aus Deutschland dazu – und das vierköpfige Gründungsteam ist vollständig.

Durch die Auszeichnung bei der Startup-Challenge werden zum ersten Mal Medien auf die jungen Deutschen aufmerksam. Schon in diesem frühen Stadium schaffen sie es in einen Artikel bei TechCrunch – für viele Startups, damals wie heute, so etwas wie ein Ritterschlag – und die ideale Möglichkeit, große Investoren und Partner auf sich aufmerksam zu machen. Senderek und seine drei Mitgründer surfen zum ersten Mal auf einer kleinen Welle des Erfolgs – ein Gefühl, das viele andere Dinge in den Hintergrund drängt und dafür sorgt, dass Senderek sich kaum noch um sein Studium kümmert.

„Das Studium war mir zu diesem Zeitpunkt ziemlich egal. Ich hätte es fast abgebrochen und hatte eigentlich keinen Bock mehr die Thesis zu schreiben.“ Jan Senderek

Mit ihrer App „eeve“ gewinnen Jan Senderek und Philipp Wein bei der „London Entrepreneur's Challenge“. Die App kann Bilder, die von mehreren Personen auf einer gemeinsamen Veranstaltung aufgenommen werden, aggregieren.

Ende 2011 wechselt das vierköpfige Team zum ersten Mal den Kurs. Die Idee, Inhalte an Veranstaltungen festzumachen, wird begraben – und damit auch der Name „eeve“. „Das war ein FNAC, ein ‚Feature, not a company‘. Das ist zwar nett, aber das Problem ist nicht groß genug, als dass sich jeder eine eigene App dafür installieren würde“, blickt Senderek heute zurück. Durch Nutzerbefragungen findet das Team raus, dass es sich eher auf die reinen Foto-Funktionen in Kombination mit sozialen Features beschränken sollte. Mit dieser Neuausrichtung gibt sich das Team auch einen neuen Namen: „Popset“.

„Popset“ wird also eine App zum Aufnehmen und kollaborativen Teilen von Fotos in mehreren Fotoalben – ohne Veranstaltungsbezug. Eine Funktion, die heute bei den meisten Cloud-Diensten wie OneDrive, Google Drive oder Dropbox zum Standard-Funktionsumfang gehört. 2011 aber gibt es noch nicht viele Lösungen wie diese. Als eine der ersten großen Firmen versucht Apple 2011 mit iCloud und dem Fotostream, etwas ähnliches anzubieten – zunächst erfolglos.

„Als Steve Jobs den Fotostream vorgestellt hat, dachte ich mir: ‚Geil, endlich!‘ Aber dann hat das Produkt total enttäuscht.“ Jan Senderek

Ein langer Weg liegt hinter dem deutschen Team: Bis zum großen Erfolg korrigiert das Team zwei Mal seinen Kurs und launcht zwei neue Apps. (Grafik: Jan Senderek)

Heimlich – und anfangs, ohne seinen Mitgündern Bescheid zu geben – bewirbt sich Jan im Sog des Zuspruchs bei Y Combinator – zunächst auch ohne viel Aufwand und Vorbereitung. Er bekommt eine Absage. Ein halbes Jahr später versucht es das Team noch mal – dieses Mal gemeinsam und mit deutlich mehr Energie. Und tatsächlich werden sie zu einem Interview nach San Francisco eingeladen. Senderek übernimmt den Vortrag vor den Y-Combinator-Partnern und schafft es, die Juroren zu überzeugen. Das Team wird in die Winterklasse 2011 aufgenommen. Damit sind sie das erste deutsche Startup-Team in der Geschichte von Y Combinator – eine große Auszeichnung in Anbetracht der elitären Situation. Etwa 2.000 Startups bewerben sich zwei Mal im Jahr bei der Kaderschmiede im Valley – akzeptiert werden nur zwei bis drei Prozent davon.

Die berühmten „Office Hours“ bei Y Combinator. Startups der aktuellen Klassen können online Termine mit den Y-Combinator-Mitarbeitern machen, sich von ihnen beraten lassen oder neue Ideen pitchen. Die Gesprächspartner sind extrem erfahrene Investoren und Gründer (im Bild: Paul Graham, Investor und Gründer von Y Combinator).

Mit der Aufnahme bei Y Combinator erhält das „Popset“-Team um Jan Senderek zum ersten Mal eine nennenswerte Kapitalspritze: rund 170.000 US-Dollar – und noch deutlich mehr Geld von externen Investoren, die während dieser Phase auf das Projekt aufmerksam werden. Darunter sind auch Promis, zum Beispiel der Hollywood-Schauspieler Will Smith (in Form seiner Produktionsfirma Overbrook Entertainment). Am Ende der Winterklasse verfügt „Popset“ über 1,5 Millionen US-Dollar Kapital.

„Wir sind da angekommen und haben erst mal eine richtige Gehirnwäsche bekommen. Die denken da anders über Produkte, Marketing und PR. Eigentlich sehr anti-amerikanisch: kein Bullshitting und kein Sugar-Coating.“ Jan Senderek

Mit „Popset“ kann das Team erstmals große Investoren gewinnen – zum Beispiel den Schauspieler Will Smith. (Screenshot: Jan Senderek)

Y Combinator

ycombinator-logo
  • Eines der bekanntesten und erfolgreichen Startup-Accelerator-Programme der USA.
  • Zwei Mal pro Jahr können sich Startups mit ihren Ideen hier bewerben-
  • Von rund 2.000 Bewerbern werden nur 20 angenommen.
  • Nach der Aufnahme durchlaufen die jungen Firmen ein sechsmonatiges Coaching-Programm, kriegen 50.000 US-Dollar und Arbeitsplätze.
  • Als Gegenleistung verlangt Y Combinator etwa sechs Prozent der Firmenanteile.

Umzug ins Silicon Valley: Living The Startup Dream

Die Aufnahme bei Y Combinator bedeutet für alle Team-Mitglieder auch einen Umzug ins Silicon Valley, um in der Nähe des Y-Combinator-Büros in Mountain View sein zu können. Innerhalb von einem Monat packen Jan Senderek und seine Kollegen die Koffer und ziehen aus Deutschland und Großbritannien an die amerikanische Westküste. Zu viert kommen die Gründer in San Francisco an und beziehen eine kleine Wohnung am Fuß der Twin Peaks, in der sie gemeinsam arbeiten und wohnen.

Schon zu Beginn der Y-Combinator-Phase merken Jan, Daniel und Philipp, dass die Chemie zwischen ihnen und dem vierten Co-Founder Nicolas nicht mehr stimmt – er verlässt das Unternehmen. Die verbliebenen drei Gründer aber ergänzen sich bis heute perfekt: „Wir haben alle komplementäre Skills und das ist verdammt wichtig: Daniel kümmert sich um Technik und Backend, Philipp und ich um das Design und ich übernehme zusätzlich die wirtschaftlichen Aspekte.“

„Popset war nett, aber kein Riesending. Es war zu stark auf Social Features fokussiert.“ Jan Senderek

Die Mentoren bei Y Combinator verpassen dem etwas naiven, deutschen Team innerhalb von kürzester Zeit eine Gehirnwäsche, und auch die Idee von „Popset“ beginnt schnell zu bröckeln. Schon während der Entwicklung erkennt das Team, dass alle von ihnen ein Problem mit ihrem privaten Foto-Bestand haben. Keine existierende Lösung – ob online oder offline – erfüllt alle Kriterien. Die Gründer wittern ihre Chance.

Das technische Know-how im Umgang mit Fotos hat das „Popset“-Team schon, und mit einer geringen Kurskorrektur kann es eine viel größere Zielgruppe ansprechen: jeden, der sich schon mal über die schlechten existierenden Archivierungs- und Synchronisierungs-Möglichkeiten für Fotos geärgert hat. Nutzer, die bisher akribisch Ordner auf ihrer Festplatte angelegt, spezielle Foto-Datenbanken befüllt oder existierende Dienste wie Flickr oder Picasa verwendet haben. Denn alle diese Verfahren haben große Nachteile: mangelnde Verfügbarkeit auf mobilen Geräten, mangelnder Speicherplatz oder mangelnder Datenschutz. Während also „Popset“ weiterhin am Leben gehalten wird, um die bestehenden Nutzer nicht zu vergraulen, entwickelt das Team im Hintergrund über einen Zeitraum von etwa einem Jahr schon einen Prototypen für eine neue App: „Loom“.

Der Traum geht in Erfüllung: Nach der Aufnahme bei Y Combinator zieht das Team aus Europa ins Silicon Valley und arbeitet dort zusammen in einer Mischung aus WG und Büro in San Francisco – nicht weit weg vom Y-Combinator-Hauptquartier. (Foto: Jan Senderek)

Auch in den USA kommen Startups mit kleinem Geldbeutel nicht an schwedischen Möbelhäusern vorbei. (Foto: Jan Senderek)

Auch die zweite App von Senderek und seinen Kollegen namens „Popset“ sorgt für Aufmerksamkeit in der Presse. Vom Konzept sind die Macher aber nicht lange überzeugt – und entwickeln im Hintergrund schon „Loom“. (Foto: Jan Senderek)

„Unsere User haben gesagt: ‚Wir hätten gerne sowas wie Dropbox für Fotos!‘“ Jan Senderek

Im März 2013 erscheint die erste Version von „Loom“ für eine kleine, ausgewählte Nutzergruppe. „Loom“ ist geradliniger und schlanker als „Popset“, es gibt weniger Features und das Design ist deutlich ruhiger, fast schon minimalistisch. Im Juli öffnet sich „Loom“ für eine öffentliche Beta-Phase und ist ab dem ersten Tag ein voller Erfolg. Ein Grund für diesen guten Start: eine kluge Markting-Strategie.

Einige Monate vor dem Start macht Senderek durch provokante und interessante Blog-Einträge über das generelle Konzept von Dateien, Ordnern, Dateisystemen und Fotos auf sich aufmerksam. Die Beiträge verbreitet er über technik-affine Kanäle wie „Hacker News“ und Twitter. Zusammen mit einem abstrakten Produktvideo, das noch nichts von der fertigen App zeigt, sondern nur das Problem der Foto-Archivierung aufgreift, tragen sich schon vor dem Start Zehntausende bereitwillig für die Warteliste ein. Und auch die internationale Presse berichtet sofort zum Start über die neue App. Im Oktober 2013 öffnet „Loom“ sich endlich für jedermann und schon zum Jahresende heimst die App namhafte Auszeichnungen ein und schafft sich eine beachtliche Fangemeinde. Dank regelmäßiger Updates wird „Loom“ schnell zum Publikumsliebling und kann bald auch mit Videos und RAW-Files umgehen.

Loom soll eine universelle Möglichkeit zur Synchronisierung und Archivierung von Fotos werden, ohne Social Features oder ortsbasierte Funktionen. Außerdem wird die App im Gegensatz zu ihren Vorgängern optisch deutlich reduziert. (Bild: Jan Senderek)

Die Entwicklung der App im Lauf von etwa zweieinhalb Jahren: Bei einem Gründerwettbewerb wird „eeve“ geboren. Später fokussiert sich das Team stärker auf den Austausch und das Teilen von Fotos unter dem Namen „Popset“. Und schließlich werden die Social Features größtenteils verworfen und „Loom“ konzentriert sich auf die Archivierung und Synchronisierung zwischen allen Geräten.

Erster Kontakt mit Dropbox: Eine E-Mail und ein Mittagessen

Irgendwann im November 2013 bekommt Senderek dann unerwartet eine E-Mail. Die Absender: Drew Houston und Gentry Underwood. Houston ist einer der beiden Gründer von Dropbox, Underwood der CEO von Mailbox, einem E-Mail-Client, der damals gerade frisch von Dropbox gekauft worden ist. Schon kurz nach der Akquisition hat sich Underwood zu einer Führungspersönlichkeit bei Dropbox hochgearbeitet. Er lädt Senderek zum Mittagessen in die Dropbox-Zentrale in San Francisco ein, und Senderek nimmt an. Gespräche wie dieses sind nicht ungewöhnlich – gerade im Silicon Valley wird der Austausch zwischen Konkurrenten groß geschrieben und stärker zelebriert als in Deutschland.

„Na klar wollten die mal auschecken, was wir machen. Aber du machst dir bei sowas keine Hoffnungen auf eine Akquisition. Der Weg ist noch viel zu weit.“ Jan Senderek

„Beim Mittagessen haben wir noch über Gott und die Welt geredet. Und dann kam sofort am gleichen Abend eine E-Mail: ‚Du musst dich auch unbedingt noch mit Drew zum Abendessen treffen.‘“ Bei diesem Dinner zeigen die beiden Senderek auch zum ersten Mal ihr neues Dropbox-Produkt namens „Carousel“: eine App, die ganz ähnlich wie „Loom“ funktioniert und alle Bilder von Smartphone und Desktop-Rechner synchronisieren soll. „Carousel“ ist zu diesem Zeitpunkt jedoch in der Entwicklung noch lange nicht so weit wie „Loom“ und kann auch beim Funktionsumfang nicht mithalten. Bei diesem Gespräch lassen Underwood und Houston dann auch die Katze aus dem Sack und äußern ihre Kaufabsichten: „Ihr müsst das für uns machen! Das Gleiche, was ihr jetzt macht, müsst ihr für uns machen. Wir können das zusammen tun und müssen nicht gegeneinander arbeiten“, kommentieren sie ihren Vorschlag. Das „Loom“-Team soll mit dem „Carousel“-Team fusionieren und zusammen an einer optimalen Lösung für die Foto-Synchronisierung arbeiten.

Am nächsten Tag macht der Dropbox-Chef Senderek und Sara Adler miteinander bekannt. Adler kümmert sich bei Dropbox um den Aufgabenbereich „Corp Dev“ – also auch um Akquisitionen. Sie drängt Senderek zu einem möglichst schnellen Treffen und nur drei Stunden später werden beim Kaffee weitere Details besprochen. Adler fragt Senderek vor allem nach den Kennzahlen seines Unternehmens: Anzahl der Mitarbeiter, Kapitalanteile, allgemeine finanzielle Situation. Umgekehrt beginnt auch Senderek, den potenziellen Käufer immer genauer zu analysieren. Sein Studium und sein tiefgreifendes Interesse für den wirtschaftlichen Aspekt von Startups helfen ihm, die Kaufmotivation von Dropbox zu verstehen und einzuschätzen, wie gesund Dropbox wirtschaftlich ist – für ihn vor allem interessant, weil üblicherweise ein Teil der Kaufsumme von Akquisitionen in Aktien ausbezahlt wird.

„Carousel“ ist der Nachfolger von „Loom“ unter dem Dach von Dropbox. Seit der Akquisition arbeitet das gesamte Team von „Loom“ an „Carousel“ mit und hat inzwischen viele ursprüngliche „Loom“-Funktionen auch in „Carousel“ integriert.

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Moritz Stückler
So generiert ihr Leads mit Xing und LinkedIn http://t3n.de/news/xing-linkedin-recruiting-leads-599043/ 2015-03-16T09:41:04Z
Viele Unternehmen haben Profile bei XING und LinkedIn, aber nur wenige nutzen sie gewinnbringend. Dabei bergen die Businessportale vor allem im B2B-Bereich ein großes Potenzial für die …

Viele Unternehmen haben Profile bei und , aber nur wenige nutzen sie gewinnbringend. Dabei bergen die Businessportale vor allem im B2B-Bereich ein großes Potenzial für die Leadgenerierung, Fachkräftegewinnung und den Imageaufbau, weiß Karina Wendt von der Webagentur mellowmessage.

Laut einer repräsentativen Umfrage von TNS-Infratest nutzen gerade mal 15 Prozent der deutschen Unternehmen Social Media für ihre externe Kommunikation, egal ob B2C- oder B2B-Unternehmen. 74 Prozent der Befragten sagen, Social Media wäre für sie nicht relevant. Ralf Hocke, Geschäftsführer der spring Messe Management GmbH, die mit der „Zukunft Personal“ Europas größte Personalfachmesse veranstaltet, hat darauf einen differenzierten Blick: „Großunternehmen sind inzwischen sehr aktiv, nahezu die Hälfe beschäftigen spezielle Mitarbeiter fürs Social-Media-Recruiting. Eine explizite Strategie haben allerdings die wenigsten.“

Foto: Shutterstock
Recruiting gelingt auch auf den sozialen Kanälen. (Bild: Shutterstock)

Mich überrascht dieser Befund, denn gerade die beiden Berufsnetzwerke XING und LinkedIn bieten für Unternehmen ein riesiges Potenzial: Im B2B-Bereich ist derzeit LinkedIn international unangefochten auf Platz eins. Im deutschsprachigen Raum liefern sich XING und LinkedIn ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In Zahlen ausgedrückt sind das mehr als 300 Millionen registrierte Nutzer bei LinkedIn und 7 Millionen beim deutschsprachigen XING (Stand Frühjahr 2014). Ein guter Grund, sich die beiden Plattformen genauer anzuschauen.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum strategischen Netzwerken auf XING und LinkedIn für B2B-Unternehmen:

Schritt 1: Kein Profil ohne Plan

Das Anlegen und Führen des XING- und LinkedIn-Profils sollte Aufgabe der Online-Marketing-Abteilung sein, denn beides ist im besten Fall Teil einer Online-Marketing-Gesamtstrategie. Im ersten Schritt solltet ihr die Ziele festgelegen, die ihr mit den Unternehmenspräsenzen erreichen wollt. Sie geben euch eine Orientierung für jede Aktion und erleichtern das Messen der Erfolge eurer XING- sowie LinkedIn-Strategie.

Grundlegend könnt ihr im B2B-Bereich mit XING und LinkedIn:

  • Leads generieren.
  • Fachkräfte gewinnen.
  • Image und Reputation aufbauen und kontrollieren.

Schritt 2: Profil einrichten, aber richtig

Im Grunde ist es ein bisschen wie bei der Suchmaschinenoptimierung. Je weiter oben das Profil innerhalb der Suche bei XING und LinkedIn angezeigt wird, desto mehr Klicks erhält das Unternehmen. Zielmarke sind die TOP 10 der Suchergebnisse. Um eine gute Basis zu schaffen, solltet ihr im Vorfeld Zielgruppen und Keywords festgelegen und die Unternehmensprofile eindeutig auf die Themen der Zielgruppe ausrichten.

Das heißt konkret:

  • Erstellt ein aussagekräftiges Profil für das Unternehmen und bei XING zusätzlich Personenprofile für mindestens einen Schlüsselmitarbeiter. Dazu gehören zielgruppenspezifische Texte und professionelle Profilbilder. Bei XING könnt ihr neben dem Profilbild weitere PDF- und Bilddateien hochladen. Hier könnt ihr zeigen, was ihr habt und wer ihr seid.
  • Achtet darauf, dass das Unternehmen in einem Netzwerk nicht mehrfach präsent ist. Das kann passieren, wenn mehrere Profile angelegt und der verwendete Firmenname variiert. Zum Beispiel „mellowmessage GmbH“ und „mellowmessage – Webagentur“.
  • Die Schlüsselmitarbeiter sollten in ihren XING-Personenprofilen die Stärken des Unternehmens inklusive der wichtigsten Keywords in den Feldern „Ich suche“ und „Ich biete“ herausstellen. Diese Felder sind suchbar.
  • Achtet darauf, dass die Keywords nicht nur in der Unternehmensbeschreibung fallen. Das Premiumkeyword kann ruhig auch den Unternehmensnamen zieren. Zum Beispiel: „mellowmessage | B2B Digital Marketing Agentur“ statt „mellowmessage GmbH“.

Schritt 3: Die XING- und LinkedIn-Profile stehen. Was jetzt?

Seid aktiv. Der Newsbereich bei LinkedIn und XING ist euer Arbeitsplatz, denn wer wahrgenommen werden will, muss regelmäßig Inhalte teilen. Die Inhalte richten sich zum einen nach den Interessen eurer Zielgruppe und zum anderen danach, wie ihr das Unternehmen in der Öffentlichkeit präsentieren wollt. Gut geeignet sind Unternehmensneuigkeiten, gehaltvolle, aber werbefreie Infos zu neuen Produkten und Dienstleistungen, Fachwissen und Erfahrungen.

„Auch auf Xing und LinkedIn gilt: Erst geben, dann nehmen.“

XING und LinkedIn eignen sich aber nicht nur zum Verbreiten eigener Inhalte. Informiert euer Netzwerk über Entwicklungen in der Branche, verweist auf andere interessante Beiträge und Postings und gebt Linktipps. Generell lässt sich sagen, dass gute Beiträge relevant, von etwas Neuem berichten und sprachlich auf die Zielgruppe abgestimmt sein müssen. Wann immer es möglich ist, verlinkt alte mit neuen Beiträgen. So bringt ihr ältere Beiträge wieder in die Aufmerksamkeit eures Netzwerkes.

„Erst geben, dann nehmen“, gilt offline wie online. Seid großzügig, zugewandt und zeigt ein echtes Interesse an anderen Nutzern. Das ist im Grunde wie in jeder Beziehung: Wer nur nach dem Verwertungspotenzial fragt, fliegt schnell auf und raus. Eine einfache Möglichkeit andere kennenzulernen, ist, Beiträge zu kommentieren. Darüber lernt ihr nicht nur den Autor, sondern auch andere Kommentatoren kennen. Schöner Nebeneffekt: Euer Kommentar wird in der Timeline von allen anderen Kontakten des Autors sichtbar. Das generiert Aufmerksamkeit und ist ein erster Schritt, das eigene Netzwerk zu vergrößern.

Ebenfalls hilfreich:

  • Reichweite kaufen: Bei LinkedIn könnt ihr Reichweite für Posts kaufen. Der Vorteil: Ihr könnt die anvisierte Zielgruppe noch mal spezifizieren, zum Beispiel nach Unternehmensstandort, Branche, Profession und anderen Kriterien. Plant dafür ein Budget ein.
  • In Gruppen aktiv werden: Über die Diskussionsgruppen bei XING und LinkedIn habt ihr eine hervorragende Möglichkeit, potenzielle Kunden auf euch aufmerksam zu machen und direkt anzusprechen. Schließlich vereint euch ein gemeinsames Thema. Direkte Eigenwerbung ist in den meisten Gruppen aber nicht gern gesehen. Wollt ihr dennoch eure Dienstleistungen oder Produkte ins Spiel bringen, erfordert das sehr viel Feingefühl. Ihr solltet auf jeden Fall den Gruppenmoderator vorher fragen und Premiumcontent anbieten – zum Beispiel ein Whitepaper zum Download.
  • Influencer erreichen: Gilt speziell für LinkedIn: Für jede Branche gibt es sogenannte LinkedIn-Influencer. Das sind Personen, die sehr aktiv und gut vernetzt sind. Ihr könnt versuchen, die Reputation dieser Influencer gezielt zu nutzen. Zum Beispiel, indem ihr sie in eigenen Beiträgen zitiert, sie markiert und über den Beitrag informiert. Ist der Inhalt interessant genug, werden ihn die Influencer teilen.

Und was ist mit Leads?

Reagiert unbedingt auf eure Profilbesucher, denn sie sind wertvolle Leads. Ihr könnt ihnen zum Beispiel euren Newsletter anbieten. Wichtig ist dabei, dass ihr die Person und ihren jeweiligen Status in eurem CRM-System markiert, damit ihr diese Anfrage nicht doppelt versendet. Analysiert eure Xing- und LinkedIn-Besucher. So erfahrt ihr schnell, ob ihr das Unternehmensprofil auf die richtige Zielgruppe optimiert habt. Beim Netzwerken gilt, je aktiver, desto besser. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, wenn ihr nicht nur in Gruppen aktiv seid, sondern eine eigene XING/LinkedIn-Gruppe gründet. So könnt ihr am effektivsten eine Community aufbauen und die Nachfragen, Anfragen und Empfehlungen kommen frei Haus.

... und dem Fachkräfte-Recruiting?

Stellensuche findet heute online statt. Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit googlen eure zukünftigen Mitarbeiter ebenso nach freien Stellen wie nach der schönsten Ferienwohnung, billigen Flügen und dem besten Arzt in der Nähe. Mit ebenso hoher Wahrscheinlichkeit haben sie Profile bei XING und LinkedIn und lassen sich über freie Stellen informieren.

Grafik: Shutterstock
Recruiting: Das Spezialgebiet von Xing und LinkedIn. (Bild: Shutterstock)

„Im Recruiting-Mix eines Unternehmens dürfen die beiden Business-Plattformen im Normalfall nicht mehr fehlen“, betont auch Ralf Hocke. „Zum einen sind sie für das Active Sourcing bedeutsam, also die Direktansprache von Kandidaten. Zum anderen sind diese Online-Netzwerke wichtige Kanäle im Employer Branding: Unternehmen haben damit die Möglichkeit, sich jenseits von reinen Werbebotschaften als Fach-Experten zu profilieren und eine aktive Community zu ihrem Thema aufzubauen.“

Ein großer Vorteil in der Direktansprache über die Netzwerke ist, dass ihr die Stellenanzeigen zielgruppengerecht schalten könnt. Das heißt, ihr könnt eure Anzeige nach bestimmten Kriterien ausrichten, etwa geografische Lage, Unternehmen (Größe, Branche), Karrierelevel, Jobtitel. XING bietet zudem seit Kurzem ein interessantes Upgrade fürs Employer-Branding: Mit einem Employer-Branding-Profil auf XING und kununu können sich Unternehmen als Arbeitgeber präsentieren und mit Bildern, Videos und Texten Einblicke in den Arbeitsalltag gewähren.

Mit einem unserer Kunden haben wir gute Erfahrungen beim Umsetzen einer Recruiting-Strategie für die Business-Portale XING, kununu und LinkedIn gemacht. Im Vergleich zum Vorjahr erreichten wir eine Verdopplung der Zugriffe bei XING. Bei LinkedIn wurden die bezahlten Stellenanzeigen durchschnittlich 500 Mal angesehen und das Unternehmen erhielt über 50 Bewerbungen pro Anzeige. Insgesamt sind durch die Optimierung der Recruiting-Strategie aber nicht nur die Zugriffszahlen gestiegen, sondern auch die Qualität der resultierenden Bewerber.

Fazit

Die Karrierenetzwerke XING und LinkedIn bieten mit ihrem Fokus auf Businessthemen vor allem für B2B-Unternehmen ein großes Potenzial. Mit der richtigen Analyse der Zielgruppe und einer geeigneten Vermarktungs- und Kommunikationsstrategie lassen sich zielgerichtet Leads generieren, Fachkräfte gewinnen und Image aufbauen – auch wenn man noch nicht auf allen Online-Kanälen unterwegs ist.

Karina_WendtÜber die Autorin: Karina Wendt ist Marketing-Manager bei der Leipziger B2B-Digitalagentur mellowmessage. In dieser Funktion ist sie maßgeblich für die strategische Weiterentwicklung der Marketing-Aktivitäten der Agentur verantwortlich.
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Karina Wendt
Die 10 beliebtesten Artikel der Woche: Apple knipst leuchtendes Logo aus, t3n zu Besuch bei XING und Slack http://t3n.de/news/10-beliebtesten-artikel-woche-65-599403/ 2015-03-14T10:00:54Z
Die Woche stand ganz im Zeichen von Apple. Doch wir haben auch noch für andere Akzente gesorgt und euch mit Hintergründen aus den Büros von XING und Slack versorgt. Der t3n-Wochenrückblick!

Die Woche stand ganz im Zeichen von Apple. Doch wir haben auch noch für andere Akzente gesorgt und euch mit Hintergründen aus den Büros von XING und Slack versorgt. Der t3n-Wochenrückblick!

1. MacBook: Der wahre Hingucker der Apple Keynote

Apple hat auf seiner Pressekonferenz neben seiner Smartwatch auch ein neues MacBook-Modell vorgestellt. Wie vorab bereits vermutet wurde, kommt das Gerät mit einem zwölf Zoll großen Retina-Display und mit einem einzigen USB-Anschluss aus, der fast alle bisherigen Schnittstellen ersetzt.

Unser Artikel: MacBook: Der wahre Hingucker der Apple Keynote

2. Apple knipst das Licht aus: Warum dem MacBook bald das leuchtende Logo fehlt [Kolumne]

Apple-Fans sind leidgeprüfte Menschen. Und: Sie finden sich mit einer ganzen Menge an Schicksalsschlägen ab. Doch manchmal übertreibt es ihr Lieblingskonzern auch – wie beim neuen . Die von Florian Blaschke.

Unser Artikel: Apple knipst das Licht aus: Warum dem MacBook bald das leuchtende Logo fehlt [Kolumne]

3. Apple Watch: Deswegen müsst ihr dafür kein Geld ausgeben [Kommentar]

Am 24. April soll es da sein. Das nächste . Apples Wearable: die . Oder handelt es sich doch nur um ein teures Spielzeug ohne echte Daseins-Berechtigung? Ist die Uhr nur eine teure Fernbedienung für das iPhone? Ein Kommentar von Mario Janschitz.

Unser Artikel: Apple Watch: Deswegen müsst ihr dafür kein Geld ausgeben [Kommentar]

4. Das Ende von Facebook, wie wir es kennen [Kolumne]

Wer „Facebook“ hört, denkt sofort an das soziale Netzwerk. Doch für die Zukunft des Unternehmens sind Instagram, Messenger und WhatsApp strategisch wichtiger als facebook.com und die dazugehörigen Apps. Das Facebook, bei dem Firma und Produkt Synonyme sind, ist ein Auslaufmodell, erläutert Martin Weigert in seiner Kolumne „Weigerts World“.

Unser Artikel: Das Ende von Facebook, wie wir es kennen [Kolumne]

5. Rocketbook: Wiederverwendbares Notizbuch speichert eure Skizzen in der Cloud

Rocketbook ist ein wiederverwendbares Notizbuch, dessen Inhalt ihr mit einer dazugehörigen App auf verschiedene Cloud-Dienste übertragen könnt. Anschließend könnt ihr alle Texte entfernen – indem ihr das Notizbuch einfach in die Mikrowelle legt.

Unser Artikel: Rocketbook: Wiederverwendbares Notizbuch speichert eure Skizzen in der Cloud

6. Homeoffice: Fluch oder Segen? [Infografik]

Heimarbeiter proklamieren die Vorteile der Telearbeit, viele Unternehmer scheuen das Experiment . Was taugt es wirklich? Eine liefert Antworten.



Unser Artikel: Homeoffice: Fluch oder Segen? [Infografik]

7. Kein Vertrauen in die Cloud? Cryptomator verschlüsselt eure Daten bei Dropbox, Google und Co.

Cloud-Dienste sind praktisch und oft kostenlos. Doch wirklich sensible Daten wollen ihnen viele nicht anvertrauen. Cryptomator versucht sich an einer Lösung: Das Open-Source-Tool verschlüsselt ausgewählte Daten per Scrypt und AES.

Unser Artikel: Kein Vertrauen in die Cloud? Cryptomator verschlüsselt eure Daten bei Dropbox, Google und Co.

8. Zu Besuch bei Xing in Hamburg: So arbeitet es sich beim New-Work-Experten [Bildergalerie]

Das Karriere-Netzwerk versteht sich immer mehr als New-Work-Allrounder. Neben der Plattform gibt es und ein Magazin zu den Chancen und Anforderungen der neuen Arbeitswelt. Wir haben das Team dahinter in Hamburg besucht.

Unser Artikel: Zu Besuch bei Xing in Hamburg: So arbeitet es sich beim New-Work-Experten [Bildergalerie]

9. Zu Besuch bei Slack: Das Anti-Silicon-Valley-Startup [Bildergalerie]

Im Eiltempo hat Slack die Herzen von Teams und Unternehmen erobert. Doch wie sieht es hinter den Kulissen des Startup-Wunders aus? Wie wird dort gearbeitet? Unser Silicon-Valley-Korrespondent Daniel Hüfner war bei Slack in San Francisco zu Besuch – und überrascht von so viel Understatement.

Unser Artikel: Zu Besuch bei Slack: Das Anti-Silicon-Valley-Startup [Bildergalerie]

10. Das Holodeck kommt: Warum Virtual Reality das nächste große Ding ist [Kolumne]

Virtual Reality hat spätestens seit der Oculus Rift eine neue Qualität. Neuere Lösungen wie das kürzlich angekündigte Re Vive von HTC und Steam zeigen, wohin die Reise geht: Das Holodeck aus Star Trek ist nicht mehr fern. Die Luca-Analytics-Kolumne von Luca Caracciolo.

Unser Artikel: Das Holodeck kommt: Warum Virtual Reality das nächste große Ding ist [Kolumne]

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Andreas Weck
Zu Besuch bei Xing in Hamburg: So arbeitet es sich beim New-Work-Experten [Bildergalerie] http://t3n.de/news/besuch-xing-hamburg-597893/ 2015-03-08T14:01:22Z
Das Karriere-Netzwerk XING versteht sich immer mehr als New-Work-Allrounder. Neben der Plattform gibt es Events und ein Magazin zu den Chancen und Anforderungen der neuen Arbeitswelt.

Das Karriere-Netzwerk versteht sich immer mehr als New-Work-Allrounder. Neben der Plattform gibt es und ein Magazin zu den Chancen und Anforderungen der neuen Arbeitswelt. Wir haben das Team dahinter in Hamburg besucht.

Mitten in Hamburg – zwischen Planten un Blomen und dem Gänsemarkt, ganz in Sichtweite des Funkturms – hat das deutsche Internetunternehmen XING seinen Hauptsitz aufgebaut. 500 Mitarbeiter finden in der Dammtorstraße auf drei Etagen genügend Platz, um das führende Karriere-Netzwerk im deutschsprachigen Raum nicht nur zu verwalten sondern auch zu gestalten – und gestaltet wird in dem lichtdurchfluteten Glasgebäude momentan viel, wie wir während eines kurzen Besuches erfahren.

XING – heute und damals: Vom Karriere-Netzwerk zum New-Work-Allrounder

Lars Hinrichs hat sein Karriere-Netzwerk im August 2003 gegründet. (Bild: Xing)
Lars Hinrichs hat sein Karriere-Netzwerk im August 2003 gegründet. (Bild: Alexis Eisenhofer / Wikimedia Commons)

Ursprünglich wurde XING im Jahr 2003 von Gründer Lars Hinrichs als Netzwerk gestartet, das sich allein auf die Sichtbarkeit von beruflichen Kontakten konzentrierte. Über die Jahre kamen ein Jobportal und zahlreiche Community-Funktionen hinzu. Zum 10-jährigen Jubiläum haben sich die Verantwortlichen dann nicht mehr nur ihrer Plattform gewidmet, sondern sich auch inhaltlich mit dem digitalen Wandel in der Arbeitswelt beschäftigt. Das Spielraum-Magazin wurde ins Leben gerufen und der New-Work-Award an Unternehmen vergeben, die mit starken Projekten und Ideen auf sich aufmerksam machen.

Und auch Events, auf denen Experten über Anspruch und Wirklichkeit des digitalen Wandels im Berufsleben sprechen, werden seitdem immer wieder organisiert. So hat sich erst im Februar der FDP-Politiker Christian Lindner mit Lars Hinrichs über die hochgehaltene, aber wenig gelebte Kultur des Scheiterns in der deutschen Internetwirtschaft unterhalten. Im März wird zudem der US-amerikanische Ökonom Jeremy Rifkin im Rahmen des New-Work-Days über seine These sprechen, dass die Digitalisierung der Arbeitswelt die reine Lohnarbeit in den Hintergrund schiebt und zu mehr Kreativität und der Entfaltung der eigenen Persönlichkeit führt.

Arbeiten bei XING: Mitarbeiter müssen Raum zur eigenen Entfaltung haben

Nicht nur Deko, auch Credo: Werte sind im Xing-Hauptquartier in Hamburg allgegenwärtig. (Bild: t3n.de)
Nicht nur Deko, auch Credo: Werte sind im XING-Hauptquartier in Hamburg allgegenwärtig. (Bild: t3n.de)

Sobald ein Unternehmen sich nach außen hin so proaktiv mit dem Thema beschäftigt, drängt sich natürlich die Frage auf, wie viel „New Work“ eigentlich nach innen hin gelebt wird. Während unseres Besuches entdecken wir viele Ansätze, die auf die Förderung der Selbstständigkeit, Kreativität und Individualität der Arbeitnehmer abzielen. Home-Office ist insofern nicht nur gewollt, sondern von ganz oben ausdrücklich erwünscht, damit Mitarbeiter bei Bedarf das Beste aus sich herausholen können. Doch auch die regelmäßig stattfindenden „Prototyping Days“ und die „Innovation Week“ sollen Team-Mitgliedern die Möglichkeit bieten, sich völlig losgelöst vom Arbeitsalltag auch neuen Ideen und Konzepten zu widmen, die gegebenenfalls erst zukünftig in das Unternehmen einzahlen. Gestalten statt verwalten – da ist es wieder.

Immer wieder hatten wir auf unserer Tour durch das Gebäude die Gelegenheit, mit Mitarbeitern zu sprechen – beispielsweise aus dem Service, der Entwicklung oder der Redaktion. Was besonders auffällt ist die Tatsache, dass man bei XING auch im Alltag ganz klar auf Zweisprachigkeit setzt. Egal ob das international zusammengewürfelte Programmierer-Team oder XING-Evangelist Magith Nookukhan – alle sitzen nur einen Flur weiter und treffen sich in einer der drei selbstgestalteten Cafeterien auf ein Küchengespräch oder um ein paar Tore am Kicker zu schießen.

Gute Kommunikation im Team zahlt auf die gesunde Firmenkultur ein

Doch es sind nicht nur kleine Annehmlichkeiten, die die Stimmung im Team aufrecht erhalten. „Ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Firmenkultur ist es, dass alle Mitarbeiter über die Projekte im Unternehmen informiert sind“, erzählen unsere Begleiter Karen Gräper und Frank Legeland.

Um das zu gewährleisten, trifft sich die Belegschaft immer freitags, um etwas über abteilungsinterne Fortschritte zu erfahren. „Die Teams wechseln sich wöchentlich ab“, heißt es. „Oft gehen auch die Chefs nach vorne und erzählen von neuen Projekten und Marktgeschehen.“ Und wenn jemand im Home-Office ist? „Die Leute können per Videochat ganz einfach zu uns stoßen“, erklären die beiden Gastgeber. „Die entsprechenden Tools sind doch da!“

Natürlich haben wir ein paar Schnappschüsse mitgebracht, die euch auch die Büroräume etwas näher bringen sollen. So arbeitet das XING-Team!

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Andreas Weck