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Bildergalerie26.01.2024, 09:58 Uhr

Von 1881 bis heute: Die Geschichte des E‑Autos in Bildern

Geht es nach der Bundesregierung, sollen bis 2030 insgesamt 15 Millionen Elektroautos auf den Straßen unterwegs sein. Aber wo begann eigentlich die Geschichte des E‑Autos und was waren die großen Durchbrüche? Wir werfen einen Blick zurück. 

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Ein Mann im Nadelstreifen steckt ein Elektroauto an einer Ladesäule an
1/11Quelle: picture-alliance/ ZB /Jens Kalaene
1992 bis 1996: Das Rügen-Projekt

Ebendiese großen Hersteller sind 1992 Teil eines Pilotprojekts des Bundesforschungs­ministeriums. Auf Rügen sollten 60 Elektrofahrzeuge auf ihre Alltagstauglichkeit hin getestet werden. Das Projekt läuft insgesamt bis 1996. Weil die Fahrzeuge aber noch nicht weit genug entwickelt sind, fallen die Ergebnisse ernüchternd aus – es wird wieder ruhiger um E‑Mobilität in Deutschland. 

Quelle: picture-alliance/ ZB /Jens Kalaene
Ein roter Tesla Roadster fährt auf der Straße
2/11Quelle: picture-alliance/ dpa/ Maurizio Gambarini
2006: Tesla setzt neue Maßstäbe für E‑Autos

2006 weht ein frischer Wind aus den USA: E‑Auto-Produzent Tesla stellt seinen Tesla Roadster vor, der ab 2008 produziert wird. 340 Kilometer Reichweite, eine Ladezeit von 4,5 Stunden – das US-amerikanische Modell setzt vollkommen neue Maßstäbe für Elektromobilität und sorgt dafür, dass sie auch für viele andere Hersteller wieder interessant wird. 

Quelle: picture-alliance/ dpa/ Maurizio Gambarini
Eine Reihe gelber Postautos steht zum Aufladen auf Parkplätzen
3/11
2016: Die deutsche Post entwickelt den Streetscooter

In den Jahren nach dem ersten Tesla-Release entstehen Modelle wie der Nissan Leaf (2010), der Renault Zoe (2013) und der BMW i3 (ebenfalls 2013). Für eine Überraschung sorgt die Deutsche Post, die 2014 ankündigt, ein hauseigenes elektrisches Zulieferfahrzeug zu entwickeln. 2016 gehen die Streetscooter der Post in Serienproduktion.

Rotes Elektroauto VW ID.5 wird an einer Ladesäule geladen
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E‑Autos 2022: Langsamer Vormarsch

Im Jahr 2022 fahren die meisten Autos in Deutschland noch immer mit Verbrennungsmotor. Laut Kraftfahrt-Bundesamt sind am 1. Januar 2022 rund 618.460 von insgesamt 48,5 Millionen zugelassenen Pkw rein elektrisch betrieben. Aber: Elektroautos sind nicht nur im Bewusstsein der großen Autobauer angekommen, sondern werden auch durch politische Maßnahmen gefördert – weil sie eine Alternative zu Benzin- und Dieselautos bieten.

Der Flocken Elektrowagen: Das erste deutsche E-Auto, nachgebautes Modell
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1888: Der Flocken-Elektrowagen ist das erste deutsche E‑Auto

Die Geschichte der Elektroautos beginnt im 19. Jahrhundert. Wer genau das erste Gefährt mit Elektromotor vorstellt, ist umstritten. Während der Schotte Robert Anderson schon zwischen 1832 und 1839 an einem entsprechenden Gefährt basteln soll, stellt der Franzose Gustave Trouvé 1881 sein dreirädriges Trouvé-Tricycle vor. Das erste deutsche Elektroauto ist wohl der Flocken-Elektrowagen, der 1888 in Coburg Premiere feiert – und im Gegensatz zu seinen Vorgängern mit vier Rädern ausgestattet ist. 

Zeichnung: Das Elektroauto Jeantaud Duc sieht immernoch stark nach motorisierter Kutsche aus
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1898: Ein E‑Auto stellt den ersten Geschwindigkeitsrekord auf

Aber wie schnell kann man mit so einem E‑Auto eigentlich fahren? Den ersten dokumentierten Geschwindigkeitsrekord für ein motorbetriebenes Landfahrzeug überhaupt stellt im Jahr 1898 Gaston de Chasseloup-Laubat auf. Der Rennfahrer düst laut Messung mit 62,78 Kilometern pro Stunde durchs Pariser Umland. 

In futuristischem Design stellt Porsche sein erstes Elekromobil aus. Es sieht aus wie eine schnittige Kutsche.
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1898: Der erste Porsche ist ein E‑Auto

Im selben Jahr, in dem Gaston de Chasseloup-Laubat seinen Geschwindigkeitsrekord aufstellt, wird auch der erste Wagen aus dem Hause Ferdinand Porsche in Wien präsentiert. Der heißt Egger-Lohner C.2 Phaeton, sieht aus wie eine schnittige Kutsche – und wird elektrisch betrieben. 1900 zeigt Porsche sein Elektroautomobil auf der Weltausstellung in Paris. 

Fotoaufnahme in Schwarz-Weiß: Camille Jenatzy sitzt mit Mantel und Schirmmütze bekleidet in einem länglichen Auto, das mit Blumengirlanden geschmückt ist.
8/11Quelle: picture alliance/akg-images
1899: Der nächste E‑Auto-Rekord – erstmals 100 Kilometer pro Stunde

Nur wenige Monate nach dem ersten Geschwindigkeitsrekord von 1898 wird dieser vom belgischen Elektroingenieur und Rennfahrer Camille Jenatzy geknackt. Er schafft mit seinem Elektroautomobil La Jamais Contente Spitzengeschwindigkeiten bis zu 105,882 Kilometer pro Stunde – und ist damit auch insgesamt der Erste, der mit seinem Fahrzeug die 100-km/h-Marke hinter sich lässt.

Quelle: picture alliance/akg-images
Ferdinand Porsche sitzt im ledergepolsterten Lohner-Porsche-Mixte
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1903: Porsche entwickelt Hybridfahrzeug

Um die Reichweite zu vergrößern, stattet Ferdinand Porsche sein Elektroauto 1903 zusätzlich mit einem Verbrennungsmotor aus – und konzipiert damit eines der ersten Hybridfahrzeuge. Er ist allerdings nicht der Einzige, der auf eine Motorenkombi setzt: In den USA, in Spanien und in Belgien entstehen ziemlich zeitgleich ähnliche Konzepte.

Der 1912 Standard Electric Roadster der Detroit Electric Car Company in einem Ausstellungsraum
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Ab 1910: Elektrofahrzeuge wandern in die Nische

Anfang des 20. Jahrhunderts liegen Elektroautos gut im Rennen, die Detroit Electric Car Company baut pro Jahr 1.000 bis 2.000 Fahrzeuge – wie beispielsweise diesen Standard Electric Roadster aus dem Jahr 1912. Das bekannteste Auto der Firma dürfte das Model D sein, das später als Vorbild für das Auto von Dorette Duck, der Oma von Walt Disneys Cartoonfigur Donald Duck, dienen sollte. In den folgenden Jahren werden die Elektrowagen aber deutlich von Verbrennermodellen überholt – und rutschen in ein Nischendasein.

Als Elektrotrabbi präsentiert sich 1991 die "Rennpappe" am Institut für Elektronik der TU Berlin, ein kleines rotes Fahrzeug.
11/11Quelle: picture-alliance/ ZB /Bernd Settnik
Ab 1960: Das Interesse am E‑Auto keimt wieder auf

Als schließlich in den 1960er-Jahren Diskussionen um die Abgasbelastung in Städten aufkommen und in den Siebzigerjahren die Golfkriege für eine Ölpreiskrise sorgen, wächst das Interesse an alternativen Antriebsmethoden wieder. Also entstehen Forschungsprojekte wie die „Rennpappe“, ein kleiner „Elektrotrabbi“, den die TU Berlin 1991 präsentiert. Aber auch große Hersteller entwickeln Serienfahrzeuge mit E‑Antrieb. Ein Beispiel: der BMW E1. 

Quelle: picture-alliance/ ZB /Bernd Settnik

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