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15 Jahre t3n: Vom Studienprojekt zu t3n Pro

Die t3n-Geschäftsführung im Homeoffice: Andy Lenz (CEO, links oben), Jan Christe (CCO und CPO, rechts oben) und Björn Assmann (CFO, unten. (Bild: t3n)

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t3n feiert seinen 15. Geburtstag, die 60. Magazin-Ausgabe und den Release seines neuen Membership-Modells t3n Pro. Die Geschäftsführer Andy Lenz, Björn Assmann und Jan Christe wagen einen Zwischenruf und Ausblick auf die Zukunft des Unternehmens.

Während wir im März 2020 diese Zeilen für den Herausgebertext unserer Jubiläumsausgabe 60 schreiben, befinden wir uns im Endspurt der ­Heftproduktion. Doch diesmal ist alles anders: 80 Prozent unserer t3n-Verkaufsstellen im Handel sind oder waren geschlossen, 40 Prozent der Anzeigenumsätze – so die Prognose unseres Vertriebs – brechen weg. Und Mitte März sind wir mit knapp 80 Mitarbeitern ins Homeoffice gewechselt.

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Und trotz allem ist die Stimmung bei t3n positiv und zum Glück sind alle gesund. Hat uns unser #Futurepositive-Mantra ­betriebsblind und blauäugig gemacht? Nein, im Gegenteil. Aber warum ist das so?

Digital Pioneers since 2005: Wie alles begann

Die Geschichte von t3n beginnt mit einem Digitalisierungsprojekt: 2005 wollen wir die statische Produktion eines Magazins ins digitale Zeitalter überführen und entwickeln auf Basis des Content-Management-Systems TYPO3 eine einheitliche Software für Print- und Online-Magazine. Der erste Einsatzzweck der Software: das passende Magazin rund um TYPO3-­Themen dazu. Dinge mithilfe digitaler Tools besser und effizienter zu machen, ist tief in der Gründungs-DNA von t3n verwurzelt – ebenso die Verbindung von Online- und Offline-Welt.

Wir waren, sind und bleiben mit Herzblut Pioniere in der Entdeckung neuer digitaler Workflows, digitaler Tools und der Neuorganisation von Arbeit – seit 15 Jahren: Seit 13 Jahren nutzen wir Twitter. Bereits 2013 haben wir gegen gewisse Widerstände Slack eingeführt. Und selbst vor Slack setzten wir auf digitale Büro-Chat-Kommunikation – und zwar auf Jabber, einen Open-Source-Instant-Messaging-Service. Unsere Workflows sind heute umfangreich in Tools digital abgebildet – von Asana, Jira und Confluence bis Neos und Zoom. So war es für uns auch möglich, ohne ­größere Hürden zu Beginn der Coronakrise mit sämtlichen Mitarbeitern ins Home­office zu wechseln.

Unsere Überzeugung: Nur mit einer posi­tiven Kommunikationskultur und Optimismus lassen sich Dinge vorantreiben. Der optimistische Glaube daran, dass Technologie die Arbeit und die Welt verbessern können, war uns immer ein guter Takt- und Ratgeber in unserer Arbeit.

Auch unser eigenes Beispiel zeigt daher, wie die Digitalisierung Unternehmen resilienter aufstellt. Wir konnten den Krisenmodus sogar nutzen, um Prozesse und Worksflows kritisch unter die Lupe zu nehmen und weiter zu verbessern. Denn im Remote-Modus mit zahlreichen Video­konferenzen fallen Defizite in der Zusammenarbeit besonders stark auf – und sind damit eine Chance für Verbesserungen.

So konnten wir unter anderem KPI-Verantwortlichkeiten klarer fassen, haben unsere Meeting- und Pausenkultur verbessert und neue Formate wie ein wöchentliches All-Hands-Meeting und wöchentliche Team-Memos eingeführt.

Die t3n-Mission

Unsere Mission lautet „Wir helfen digitalen Pionieren, glücklich zu arbeiten und zu leben.“ Denn Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Wo bleibt hinter der reinen Technik der Sinn und warum steht hinter unserer Mission noch mehr? Wir glauben daran, dass uns Technologien helfen, die Welt besser und gerechter zu machen, wenn sie positiv und zum Wohle der Menschen eingesetzt werden.

Dazu haben wir als t3n immer wieder Impulse gegeben:

  • Im Manifest für ein digitales Europa haben wir dazu aufgerufen, dass die Digitalisierung auch aus Europa heraus gestaltet werden sollte, damit die Tech-Welt nicht allein von den Werten des Silicon Valley und von China beherrscht wird.
  • Mit der Open-Source-Kampagne „Freier Code für freie Bürger“ haben wir gefordert, dass von allen finanzierte staatliche Software auch allen gehören sollte – das ist inzwischen CDU-Parteitagsbeschluss.
  • Mit dem t3n-Titel „Tech for Future“ und dem „Abo for Future“ haben wir den Planeten gemeinsam etwas grüner gemacht und mit eurer Hilfe 50.000 Bäume gepflanzt.
  • Mit der „Digitalisiert Euch!“-Kampagne haben wir auf die Notwendigkeit der Digitalisierung der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft hingewiesen.
  • Mit der Aktion „neutralize-it“ haben wir dazu aufgerufen, dass die Tech-Branche ihren Beitrag zum Klimaschutz leistet – mit einer CO2-Kompensation für Erwerbstätige.

Die Corona-Pandemie ist eine schwere ­Krise, die noch viele Menschen das Leben kosten und für existenzielle wirtschaft­liche Not sorgen wird. Gleichzeitig hoffen wir, dass spätestens jetzt die Erkenntnis ­einsetzt, dass die Digitalisierung ­helfen kann, die Krise zu bewältigen. t3n ist auch und gerade in dieser Zeit eine feste Bank für alle Fragen rund um die ­digitale Transformation der Wirtschaft. Wir wollen unseren Beitrag leisten, dass die wirtschaftlichen Schäden der Krise so gering wie möglich ausfallen und die Basis unseres Wohlstands so wenig leidet wie möglich – durch digitale Tools, die es uns erlauben, auch im Homeoffice produktiv zu bleiben. Wir laden euch ein, euch mit uns an die Speerspitze dieser Bewegung zu setzen: Digitalisiert euch – jetzt erst recht!

Keep Calm and Go Digital

Mitte März wendete sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dramatischen Worten in einer Fernsehansprache an die Bevölkerung und appellierte an das Verantwortungsbewusstsein der Menschen im Land. Sie verkündete Einschränkungen des öffentlichen Lebens, die es in der Form noch nie in der Geschichte der Bundes­republik gab. Die Kanzlerin sah und sieht die Corona­krise als größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Rede schließt mit den klaren und besonnenen Worten: „Wir müssen, auch wenn wir so etwas noch nie erlebt haben, zeigen, dass wir herzlich und vernünftig handeln.“ ­Merkel strahlt in der vielleicht schwierigsten Zeit und Krise ihrer Amtszeit Sicherheit und Ruhe aus.

„Keep Calm and Carry On“ lautet die weltbekannte und hunderttausendfach – auch auf unserem Cover – geremixte Parole eines Posters der britischen Regierung aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Darin kommen Klarheit und Optimismus in einer schwierigen Zeit zum Ausdruck – eine zeitlose Botschaft, der auch wir uns heute gerne anschließen. Denn wir glauben fest daran, diese Krise gemeinsam mit unseren Mitarbeitern, Familien, Freunden, Partnern und mit euch – unserer Community – ruhig und gestärkt zu überstehen.

Schon seit der Gründung von t3n teilen wir unsere Gedanken und unser Wissen zum Thema Digitalisierung mit euch.

„Keep Calm and Carry On“ war die Parole auf einem Poster, das 1939 von der britischen Regierung produziert wurde. Es sollte die Moral der Bevölkerung im Falle eines schweren Militärschlags stärken. (Grafik: United Kingdom Government, t3n)

Die Digitalisierung positiv und als Werkzeug für eine bessere Welt zu begreifen, ist unsere ­Mission und eine der ­aktuell größten Chancen dieser Zeit. Wie ungleich schwieriger wäre diese Krise zu bewältigen, hätten wir nicht das Internet und digitale Infrastruktur, die es in den vergangenen Monaten Millionen Menschen erlaubten, trotz Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperren weiter zu arbeiten?

Besondere Zeiten, besondere Projekte

In unserer ersten Homeoffice-Woche ­wurde – dank eines kurzerhand einbe­rufenen Sprints – ein kostenfreier Homeoffice-Corona-Guide veröffentlicht. Schon in den ersten Tagen wurde er über 100.000 Mal verteilt und gelesen. Direkt im Anschluss erschienen die beiden Guides „Leadership aus dem Homeoffice“ und „Digitalisierung im Einzelhandel“. Parallel dazu haben wir wie immer auch in der Ausgabe 60 viele nutzwertige Artikel mit jeder Menge Praxis- und Software-Tipps.

So gut wir im Unternehmen selbst auch digital aufgestellt waren, um auf den Lockdown vorbereitet zu sein – für unser bisher nur gedrucktes Magazin haben uns die Maßnahmen zur Eindämmung der ­Pandemie kalt erwischt. Lange waren wir stolz darauf, dass Abo- und Einzelverkaufszahlen gegen den Trend der Branche wuchsen. In der Coronakrise sind nun – unter anderem durch unsere Abhängigkeit vom Bahnhofsbuchhandel – die Verkaufszahlen eingebrochen.

Das bedeutet für uns, euch einen Wunsch zu erfüllen, den wir nach Meinung vieler wahrscheinlich schon früher hätten erfüllen sollen: unser Magazin auch als digitale Ausgabe zur Verfügung zu stellen.

Lesen auf Smartphone, Tablet und PC: Die neue digitale Ausgabe des t3n Magazin. (Grafik: t3n)

We proudly present: t3n Pro!

Doch das ist nicht alles: Eine Taskforce innerhalb des Unternehmens bestehend aus Produkt­management, Entwicklung und Geschäftsführung hat in den vergangenen Monaten ein Konzept für ein neues t3n-Angebot erarbeitet. Ziel ist es, ein nutzwertiges Membership-Modell für digitale Pioniere und solche, die es werden wollen, zu kreieren. Der Name: t3n Pro.

Die Frage, die für uns dabei im Mittelpunkt stand: Mit welchem Produkt können wir in dieser Zeit Wissen möglichst nutzwertig aufbereiten und zugänglich machen, das euch im Business weiterhilft? Um schnell ein Produkt anzubieten, das best­möglich zu euren Wünschen passt, haben wir daher zwei Umfragen unter unseren ­Abonnenten und Abonnentinnen von Ende April und Anfang Mai ausgewertet und sie zusammengeführt mit einer bereits im vergangenen Jahr durchgeführten Product-­Discovery. Vielen Dank nochmal für über 1.000 ausgefüllte Fragebögen!

In der Print-Version dieses Artikels stehen wir an dieser Stelle noch vor vielen Fragezeichen. Ob wir den Wunsch-Release von t3n Pro zeitgleich zum Handelsstart der neuen Ausgabe schaffen würden, war völlig unklar. Jetzt, im Juni 2020 und nach einem krassen Schluss-Sprint, können wir heute stolz verkünden: Es hat geklappt! Zu unserer digitalen Pioneers Party zum 15. Geburtstag von t3n haben wir den Vorhang gelüftet und gemeinsam einen weiteren Schritt in eine positive digitale Zukunft gemacht. Dabei waren unter anderem Fynn Kliemann, Aya Jaff, Philipp Westermeyer und Frank Thelen. Du konntest nicht dabei sein? Dann feier unter t3n.de/godigital! einfach im Re-Livestream mit – wann immer du willst.

Du möchtest mehr zu t3n Pro erfahren? Dann check alle Informationen zu Features, Pricing und Upgrade-Möglichkeiten für Print-Abonnent*innen unter t3n.de/pro!

In diesem Sinne: Release early, release often & stay positive!

Zum 15-jährigen t3n-Jubiläum und dem Release unserer 60. Magazinausgabe wollen wir an dieser Stelle allen treuen Partner*innen und Kund*innen danken, die seit Jahren auf t3n als reichweitenstarkes B2B-Medium bauen – und ebenso denen, die auch in diesen turbulenten  Zeiten eine Anzeige in der t3n 60 geschaltet haben. Wir sagen „Vielen Dank“ und schicken ein digitales High Five an: Adobe, AVM, Adacor, BMVg, Clark, ProCampaign, Dell, Dpunkt, Eology, Epoq, Goneo, Hardwrk, Host Europe, Huawei, Bechtle, Lexoffice, Medien.Bayern | XPLR: MEDIA in Bavaria, Mittwald, Oncampus, Optimal Systems, Plusserver, Rheinwerk, Salesforce, Sendinblue, SevDesk, Shopware, Timme Hosting und Viadesk!

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Dein t3n-Team

Ein Kommentar
sandor prozz
sandor prozz

Ich bin seit längerer Zeit mal wieder auf dieser Website „gelandet“. Ich verstehe ja, dass ihr das Geld aus den Werbungen braucht, aber wenn die Seite an jeder Ecke mit Werbung zugekleistert wird, dann ist das eine schlechte Entwicklung, abgesehen davon, dass die Seite langsam wird und die Werbungen enorm stören beim lesen. Aber klar, money rules. Ist bei euch ja auch so.

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