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Admin auf Abruf: Managed-Hosting-Provider im Vergleich

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Managed Hosting ist allerdings nicht gleich Managed Hosting. Von einfachen, günstigen Angeboten für Shared-Hosting-Pakete und virtuelle Web-Server über Managed-WordPress-Dienste, von denen Freelancer und Agenturen profitieren können, bis hin zu Managed Cluster Services für hochkomplexe Systemarchitekturen: Die Angebotspalette ist extrem breit gefächert. Auch was den technischen Support angeht, gibt es zum Teil große Unterschiede zwischen den Anbietern. Während bei den einfachen Server-Paketen sich die Dienste des Providers in der Regel darauf beschränken, die eigenen Server, Netzwerke und das Betriebssystem zu pflegen, agieren die Provider im High-End-Segment als kompetente IT-Partner, die den Kunden bei sämtlichen operativen und administrativen Aufgaben unterstützen – bei Bedarf sogar auf Anwendungsebene. Egal also ob Freelancer, Agentur oder größeres Unternehmen: Jeder, der die Administration seiner Server auslagern möchte, findet auf dem heutigen Markt einen passenden Hosting-Partner, der diese Aufgabe im gewünschten Umfang für ihn übernehmen kann.

Für kleinere Websites und ­­­einfache ­Projekte

Man braucht keine teuren Server oder eine komplexe Anwendung, damit sich eine Investition in Managed Services rentiert. Gerade Freelancer und kleine Agenturen, die verschiedene Server für ihre Kunden verwalten müssen, übergeben gerne die Serveradministration an den Hosting-Provider. Selbst günstige Angebote im Shared-Hosting-Bereich stehen in der Managed-Variante zur Verfügung. Große Hosting-Anbieter wie Hetzner, Mittwald, 1und1 oder Strato haben entsprechende Lösungspakete in petto, die unter 50 Euro im Monat kosten. Das „Managed Cloud Hosting“-Angebot von 1und1 zum Beispiel verspricht Einsteigern das Beste aus zwei Welten: Die Flexibilität eines Cloud-Servers und den Komfort eines Managed Services. Die Ressourcen lassen sich in puncto Prozessor-Leistung, Arbeitsspeicher und Datenspeicher jederzeit individuell skalieren – und das, ähnlich wie bei AWS, mit minutengenauer Abrechnung. Der Provider übernimmt die üblichen administrativen Aufgaben wie Einrichtung, Sicherheit und Updates. Für die Anwendungen, die auf dem Server betrieben werden, ist jedoch weiterhin der Kunde zuständig.

Blogger, Unternehmer, Freelancer, Web-Designer und kleine Agenturen, die mit WordPress arbeiten, finden in Raidboxes ein interessantes Angebot, das genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Der Anbieter aus Münster ermöglicht es ihnen, eine WordPress-Installation ohne eigenes Know-how professionell zu betreiben. Alle Sicherheits- und Core-Updates des beliebten CMS-Systems aus dem Open-Source-Lager erfolgen automatisch durch den Provider. Dieser kümmert sich aber auch um weiterführende Themen wie serverseitiges Caching und Seitenmigrationen. Beim „Fully Managed“-Tarif übernimmt der Hoster auch die Verantwortung für alle Plugin- und Theme-Updates. Kostenpunkt: Ab 30 Euro im Monat. Im Preis inbegriffen ist laut Anbieter persönlicher Support per Chat, E-Mail und Telefon.

Dedizierte Server

Agenturen und KMU, die höhere Ansprüche an das Hosting stellen und auf dedizierte Server zurückgreifen möchten, finden auf dem deutschen Hosting-Markt zahlreiche Alternativen. Sowohl etablierte Hoster wie etwa Mittwald, Domain Factory oder Host Europe als auch weniger bekannte Provider wie etwa Timme Hosting oder Accelerated bieten dedizierte Server und übernehmen deren Administration und Überwachung. Der Vorteil eines dedizierten Servers besteht darin, dass die Hardware-Ressourcen ausschließlich dem Kunden zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass die Verfügbarkeit und Performance des Servers optimal ausgenutzt und durch keine äußeren Einflüsse beeinträchtigt werden können, so wie es beim Shared Hosting der Fall ist.

Bei Host Europe kann man die ­Verwaltung seiner dedizierten ­Server an den Provider übergeben. (Screenshot: Host Europe)

Host Europe bietet zum Beispiel dedizierte Dell-Power­Edge-Server mit acht bis 32 Gigabyte Arbeitsspeicher als Managed Service an. Die Preise bewegen sich je nach Server-Leistung zwischen knapp 70 Euro und 500 Euro im Monat. Ein weiterer großer Hoster, der Unternehmen adressiert, die höhere Ansprüche an ihren Hosting-Partner stellen, ist Domain Factory. Bei den größeren Pro-Tarifen, die sich zwischen knapp 220 Euro und 280 Euro im Monat bewegen, stellt der Provider nach eigenen Angaben einen festen, persönlichen Ansprechpartner bereit, der dem Kunden zur Bearbeitung seiner Anfragen zur Verfügung steht und über eine eigene Rufnummer und E-Mail-Adresse direkt erreichbar ist. Auch Webgo aus Hamburg bietet Managed Dedicated Server in dieser Preiskategorie. Die mit Intel-Xeon-Prozessoren ausgestatteten Server kosten im Managed-Modell zwischen knapp 150 Euro und 300 Euro im Monat – mit unbegrenztem Traffic und inklusive kostenlosen SSL-Zertifikaten.

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