Ratgeber

Scrum und Kanban für alle! Cloud-Lösungen für agiles Projektmanagement

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Pivotal Tracker

Pivotal Labs hat sich ebenfalls auf agile Lösungen spezialisiert. Das 2012 durch den Enterprise-Software-Riesen EMC übernommene Unternehmen bietet mit Pivotal Tracker eine Plattform, die unter agilen Software-Teams sehr beliebt ist. Sie vereint die wichtigsten Konzepte rund um Scrum und Kanban, etwa „Backlog“, „User Stories“, „Sprints“ oder „Epics“ mit modernen Werkzeugen für die Zusammenarbeit, die für einen reibungslosen Informationsaustausch unter den Projektbeteiligten sorgen sollen.

Auf dem Web-Dashboard können Nutzer Stories (Funktionen, Bugs, Releases) im Produkt-Backlog anlegen und gemeinsam mit dem Team online verwalten. Wer, ähnlich wie bei Twitter, einer Aufgabe folgt, erhält per Kommentare und Ereignisse automatisch Nachrichten zum Verlauf. Aktivitäts-Streams, wie man sie aus sozialen Netzwerken für Unternehmen wie Yammer her kennt, zeigen relevante Projekt-Updates übersichtlich an und sorgen dafür, dass jedes Team-Mitglied stets auf dem Laufenden bleibt. Ebenfalls praktisch: Das funktionsreiche Reporting-Modul verfügt über vorgefertigte Berichte, die dem Management einen Überblick über den Projektfortschritt und die Leistung der einzelnen Projektmitglieder geben.

TargetProcess

TargetProcess ist eine weniger bekannte, aber dennoch nennenswerte Alternative zu Jira und Pivotal Tracker. Der Cloud-Dienst bietet auch Unterstützung für Kanban und Scrum und muss den Vergleich mit den Lösungen der Marktführer nicht scheuen – ganz im Gegenteil. Punkten kann TargetProcess vor allem mit einem umfassenden Feature-Set, das sämtliche Aspekte des agilen Arbeitens berücksichtigt.

Das Backlog, die Kanban-Boards sowie die Projekt- und Teamübersichten gehören dabei zu den zentralen Programmmodulen. In Sachen Reporting überzeugt das Werkzeug ebenfalls durch zahlreiche vorgefertigte Berichte. Zu den weiteren zentralen Vorteilen der Lösung zählen die professionell umgesetzten Mobile-Apps für iOS und Android, eine umfangreiche und gut dokumentierte API sowie weitere Integrationsmöglichkeiten mit zahlreichen Online-Services.

TargetProcess unterstützt Scrum und Kanban und liefert dafür interaktive, funktionsreiche Boards. Auch die mobilen Apps für iOS und Android sowie die vielen Integrationsmöglichkeiten externer Online-Services überzeugen.

Assembla

Assembla ist eine umfassende All-in-one-Plattform, die sich vor allem im Enterprise-Sektor durchsetzen konnte. Zu den Hauptfunktionen der Software zählen neben den üblichen Funktionen für das Projekt- und Aufgaben-Management unter anderem auch solche für Diskussionen, Chats und Kommentare, Issue Tracking, Dokumentation, Portfolio-Management sowie nützliche Deployment-Werkzeuge für die Versionsverwaltungssysteme Git und Subversion.

Hinzu kommen weitere nützliche Produktivitätswerkzeuge wie Wikis, File Sharing und eine integrierte Zeiterfassung. Was das Interface-Design angeht, macht das Produkt allerdings einen etwas veralteten Eindruck. Die Benutzeroberfläche erinnert eher an die klassischen Anwendungen aus der Web-2.0-Ära. Dafür ist Assembla in Sachen Funktionalität und Flexibilität kaum zu überbieten. Dies macht die Lösung gerade für größere Unternehmen attraktiv, die komplexe Geschäftsabläufe abdecken müssen.

Axosoft

Auch Axosoft verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Neben dem zentralen Scrum-Modul, mit dem Anwender das Produkt-Backlog, User Stories, Sprints und so weiter gemeinsam im Browser verwalten können, stehen weitere interessante Module bereit. Dazu zählen zum Beispiel ein integrierter Bug-Tracker, um Programmfehler systematisch zu verwalten, ein Wiki für die Projekt- und Software-Dokumentation, professionelle Help-Desk-Tools und ein interessantes Reporting-Modul, mit dem Projekt-Manager wichtige Key-Performance-Indikatoren (KPIs) visualisieren können.

Den Unterschied macht Axosoft mit Extras: etwa dem Modul „Daily Scrum“, das alle Informationen für die kurzen, täglichen Team-Besprechungen bereitstellt. Projekt-Manager sollten aber auch einen Blick auf Alternativen wie Taiga.io, Version One, SprintGround oder Sprintly werfen.

Sprintly

Sprintly stellt die Zusammenarbeit von Software-Entwicklern und Management-Teams, etwa aus den Bereichen Marketing, Produkt-Management oder Vertrieb, in den Fokus. Praktisch sind die täglichen E-Mail-Berichte, die den Fortschritt des Teams grafisch visualisieren und dem Management einen Überblick über die erledigten Aufgaben der letzten 24 Stunden geben.

Ein weiterer Pluspunkt: Das Programm kommt in einem modernen, optisch ansprechenden Interface daher, das in Verbindung mit dem durchdachten Funktionsangebot zur hohen Usability der Software beiträgt. Dank der nahtlosen Integration mit der Versionierungssoftware GitHub lassen sich Issues zudem bequem in Sprintly verwalten – ein Feature, das auch Zube und ZenHub anbieten.

Visuelles Projektmanagement: Alles auf einen Blick

Wenn es darum geht, agile Management-Methoden für den Otto-Normal-Anwender schmackhaft zu machen, müssen sich alle Lösungen wohl an einem Online-Dienst messen: Trello. Den 2011 gestarteten Cloud-Service hat die Firma Fog Creek Software aus New York entwickelt, die sich mit Entwicklerlösungen wie dem Frage-Antwort-Portal Stack Overflow einen Namen machte. Heute, nur fünf Jahre später, hat Trello mehr als zehn Millionen Nutzer.

Dabei ist dem Anbieter etwas gelungen, was nur wenige Productivity-Apps – etwa Slack oder Dropbox – geschafft haben: sich im Consumer- und im Business-Bereich erfolgreich zu positionieren. Dass Menschen heute ihre Hochzeiten, Hausrenovierungen oder Urlaubsreisen mit Kanban-Boards organisieren, liegt sicher an Trello. Es stellt Aufgaben nach dem Kanban-Prinzip als interaktive Karten dar. Darin können Nutzer Checklisten anlegen, Kommentare posten und Dateien anhängen. Somit speichert Trello Diskussionen und Projektdokumente zentral, Anwender können sie über die Suchfunktion leicht wieder finden.

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