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Crowdfunding: So findest du die richtige Strategie für dein Startup

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Professionalisierung

Die Nebeneffekte beim Crowdfunding zeigen sich aber nicht nur in der Außenwirkung. Häufig dient Schwarmfinanzierung auch der Professionalisierung, vor allem wenn es darum geht, das eigene Vorhaben kurz und verständlich zu präsentieren. Viele Gründer haben zum Beispiel noch nie vor der Kamera gestanden und lernen im Rahmen des Crowdfunding-Videodrehs viel über ihre eigene Persönlichkeit und ihr Produkt. Häufig neigen die Gründer dazu, ihre Vision und ihre Geschichte ausführlich zu erzählen und mit vielen Details auszuschmücken. Aber die Aufmerksamkeitsspanne im Internet ist kurz und so gilt es, seine Ideen sowohl im Pitch-Video als auch in den Texten auf den Punkt zu bringen.

Bernhard Scholz, Co-Gründer des Journalismus-Startups „Der Kontext“ – ebenfalls via Crowdfunding finanziert – fasst es im Interview mit Munich-Startups so zusammen: „Wir haben alles immer weiter vereinfacht, haben uns also gefragt, wie wir die wichtigsten Aussagen noch weiter reduzieren können. Es sollte nur noch die absolute Quintessenz von dem übrig bleiben, was wir mit dem Projekt erreichen wollen.“

Das Vorhaben prägnant darstellen zu können, ist auch bei der Ansprache von Journalisten und Bloggern notwendig. Sie sind häufig mit vielen Anfragen gleichzeitig konfrontiert und wollen sich rasch einen Überblick über eine Geschichte verschaffen. Um tatsächlich eine Rückmeldung von ihnen zu erhalten, hilft es, sich vorzeitig mit ihnen zu vernetzen und ihre Interessen kennenzulernen. So können Crowdfunder sie gezielter mit Informationen versorgen.

Das bestätigt auch Philipp Sonnleitner, der mit Mikme ein einfach zu bedienendes Mikrofon für Musiker entwickelt hat. Seine erste internationale Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter scheiterte, unter anderem, weil er die Ansprache der Zielgruppe und Influencer falsch wählte. „Wir haben einige Fehler gemacht und sie dann ausgebessert“, erklärt er in einem Interview mit einer österreichischen Tageszeitung.

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