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Ein PHP-basiertes Werkzeug im Baukastenprinzip: Datenmanagement mit LIMBAS

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Der Workfloweditor ist noch ausbaufähig, ermöglicht aber schon die Anordnung wichtiger Arbeitsschritte.

Der Workfloweditor ist noch ausbaufähig, ermöglicht aber schon die Anordnung wichtiger Arbeitsschritte.

Der Workflow befindet sich noch in seiner ersten Version, kann aber bereits fest definierte Abläufe bereit stellen. Das Erstellen der Workflows ist über einen Designer möglich, allerdings bedarf es noch einiges Hintergrundwissens, um erfolgreich zu sein. In einem der nächsten Releases von Limbas wird die zweite Version des Workflow-Designer Parallel-Tasking erlauben, in dem mehrere zeitgleiche Zustände, Parameter, Rechte und Regeln zur Steuerung von dynamischen Prozessen zusammengefasst und automatisiert werden können.

Schnittstellen und TYPO3

Neben WEBDAV existiert eine SOAP-Schnittstelle. Mit Ihrer Hilfe lassen sich getrennt vom Server Daten schnell in eigenen Anwendungen nutzen. Die Funktionalität der Schnittstelle wächst von Release zu Release und umfasst zurzeit die wichtigsten Tabellenfunktionen sowie Teile des Dateisystems. Beispiele für eine Nutzung sind Shops oder Suchmaschienenfrontends, die eine personalisierte Recherche von Dokumenten darstellen. Projekte dieser Art wurden mit Limbas schon umgesetzt und umfassen mehrere hunderttausend Dokumente auf vergleichsweise kleiner Hardware.

Der Datenaustausch erfolgt derzeit ausschließlich über das Soap-Protokoll. Die noch sehr kleine und sich langsam entwickelnde Community plant allerdings ein universelles TYPO3 Plugin. Die Erweiterung soll einerseits die Funktionalitäten des Formulardesigners sowie Daten aus Limbas dynamisch zur Verfügung stellen. TYPO3 oder andere Content Mangement Systeme können sich so mit Limbas für eine effektive Datenhaltung und Veröffentlichung ergänzen. Ein Beispiel wäre die Nutzung von TYPO3 als Oberfläche und Website mit der Möglichkeit, über Formulare Daten zu erfassen. Über SOAP werden diese Daten in Limbas gespeichert und können nunmehr dort verwaltet und auch wieder über Suchanfragen zu TYPO3 zurückgesendet werden. Als komplexe Szenarien wären Shops oder Portale zu nennen, deren Daten bequem mit Limbas bis zur Ausgabe der Rechnung als Bericht oder bis zur grafischen Einkaufs-Statistik ausgewertet werden können.

Fazit

Limbas findet seine Nische als Webapplikation dort, wo SAP, Navision und Konsorten zu teuer sind, wo Problemstellungen nicht allzu komplex, aber Access nicht mehr ausreichend ist. Somit eignet es sich für die meisten mittleren und kleinen Unternehmen, die Ihre Geschäftsprozesse neu abbilden wollen, Kommunen die Ihre Daten einfach verwalten und mit Content Management Systemen wie TYPO3 veröffentlichen wollen. Mit seinem Portal-Charakter bietet Limbas ein flexibles Baukastensystem für all jene, die auf Browsertechnologie setzen, aber auf hohe Performance und Usability nicht verzichten können. Über die klassischen Module Tabellen, Formulare und Berichte lassen sich die üblichen Anwendungen umsetzen, die man von Access und Filemaker gewohnt ist. Trotz der großen Funktionsvielfalt hat Limbas noch in einigen Bereichen Lücken. Das größte Manko ist hingegen der Mangel an ausreichender Dokumentation. [1]. Die Entwickler sind allerdings bemüht, den Umgang mit Limbas so einfach wie möglich zu gestalten.

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