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t3n 28

E-Commerce: Worauf es bei der Wahl des Payment-Providers ankommt

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Umsatzsteigerung durch mehr Bezahlmöglichkeiten

Aus umfassenden Studien der Universität Regensburg kann man einige Handlungstipps ableiten. Demnach gehören laut E-Payment Barometer von 2011 Rechnungskauf, Überweisung per Vorkasse, Lastschrift, Paypal und Kreditkarte zu den meistgenutzten Verfahren im Onlinehandel [4]. Wer als Händler nur Vorkasse, das aus Händlersicht sicherste Bezahlverfahren, anbietet, bedient folglich nur einen Bruchteil der potenziellen Kundschaft und weist zugleich eine wenig kundenorientierte Shopgestaltung auf. Zudem kann die Einführung von Zahlverfahren wie Kauf auf Rechnung und Lastschrift laut E-Commerce-Leitfaden die Kaufabbruchquote um satte 81 Prozent beziehungsweise 63 Prozent senken. Auch weitere Maßnahmen, wie die Einführung eines Rabattes für die Zahlung per Vorkasse von drei Prozent und der Erwerb eines allgemein bekannten Gütesiegels, können gemeinsam zu einer zusätzlichen Senkung der Kaufabbruchquote von 25 Prozent führen.

So gestaltet sich der durchschnittliche Rückgang der Kaufabbruchquote bei der Einführung unterschiedlicher Zahlungsverfahren. Quelle: ibi research Erfolgsfaktor Payment 2008.

Vorbeugen statt ärgern

Verstärkt auf Vorkasse zu setzen kann eine Strategie sein, um Risiken für den Händler zu senken. Ein langfristig erfolgreicheres Vorgehen besteht jedoch in einer intelligenten Betrugsprävention, die noch vor und während des Bezahlvorgangs für zuverlässige Zahlungseingänge sorgt. Diese kann man entweder selbst mit verschiedenen Anbietern wie Schufa, Bürgel und anderen abdecken, oder man greift auf einen professionellen Payment Service Provider (PSP) mit eigenen Risikomanagementmaßnahmen zurück.

Für die meisten Websites lohnt sich die Kooperation mit einem Spezialisten, da eine lückenlose und stets aktuelle Betrugsprävention erheblichen Aufwand mit sich bringt. Gute Dienstleister auf diesem Gebiet beraten Shopbetreiber umfassend und schneiden die Betrugspräventionsmaßnahmen auf jede Zahlungsart zu, sodass nicht unnötig hohe Ablehnungsquoten entstehen. Seitenbetreiber müssen allerdings beobachten, ob die Senkung der Zahlungsausfallquote dank Betrugsprävention nicht gleichzeitig zu einer sinkenden Bestellquote führt. Dies könnte ein Hinweis auf eine zu streng eingestellte Plausibilitäts- und Bonitätsprüfung der Besteller sein.

Aufwand reduzieren

Wie soll man nun als Händler oder Seitenbetreiber diese Empfehlungen am effizientesten umsetzen? Schließlich muss man für jede Zahlungsart einen Anbieter finden, verschiedene Voraussetzungen erfüllen und sich um Formalitäten bei Banken, Kreditkarten-Acquirern, speziellen Zahlungsanbietern wie Paypal oder Sofortüberweisung kümmern. Anschließend muss man im Tagesgeschäft den Überblick behalten, Rechnungen stellen und nachvollziehen, welcher Kunde wann und für welche Bestellung über welche Bezahlart die Rechnung beglichen hat. In manchen Fällen ist der Händler gezwungen, sich zusätzlich noch selbst um sein Forderungsmanagement zu kümmern. Viele Portalbetreiber verwalten außerdem noch Abonnements oder kümmern sich manuell um die Mitgliederverwaltung.

Payment-Service-Provider erfüllen unterschiedlichste Funktionen und bieten ein breites Leistungsangebot. Quelle: ibi research E-Commerce-Leitfaden 2009.

Professionelle Zahlungsdienstleister beziehungsweise Payment-Service-Provider (PSP) nehmen dem Shopbetreiber hier viel Arbeit ab. Die Zusammenarbeit mit einem PSP ist in vielen Fällen für Händler gleichermaßen lohnend. Optimal ist es, einen Dienstleister zu finden, der alle Anforderungen erfüllt und alle benötigten Services für den eigenen Bedarf abdeckt. Alles aus einer Hand erspart in der Regel viel Zeit- und Personalaufwand. Häufig muss man dann nur eine einzige Schnittstelle in die Website integrieren und hat dann nur einen einzigen Ansprechpartner für den laufenden Geschäftsbetrieb. Darüber hinaus kann man das Zahlungsabwicklungsangebot um eine intelligenten Betrugsprävention und einen automatisierten Inkasso-Service ergänzen. Sollte es tatsächlich zum Zahlungsausfall kommen, empfiehlt es sich, eine automatische Auslösung zum Versand von Mahnschreiben im Zahlungsabwicklungssystem einzurichten.

Zusätzliche Arbeitserleichterung

Shopbetreiber können den manuellen Aufwand spürbar reduzieren, indem sie eine stärkere Vernetzung implementieren und alle Backendprozesse automatisieren. Beispielsweise kann man bei der Mitgliederverwaltung den Zahlungseingang und eine Freigabe für geschützte Bereiche oder Downloads verbinden, sodass nach Zahlungseingang eine automatische Freigabe für die digitalen Güter erfolgt. Der Seitenbetreiber muss weder den Zahlungseingang selbst überwachen, noch das Mitglied manuell freischalten.

Auch die Abonnementverwaltung kann man geschickt mit der Abonnement-Abrechnung oder mit wiederkehrenden Zahlungen, so genannten Recurring Payments, verbinden. Hier kann man ebenfalls den Mechanismus der automatischen Freischaltung nach Zahlungseingang nutzen. Darüber hinaus können Shopbetreiber mit einer flexiblen Abonnementverwaltung den Abbuchungszyklus für alle denkbaren Intervalle für befristete oder unbefristete Abos frei einstellen. So wird der Bezahlvorgang automatisch initiiert und der Zugriff des Kunden ist ohne Unterbrechung gewährleistet. Für alle Händler mit Partner- oder Affiliate-Programm lohnt es sich, einen Dienstleister zu finden, der auch die Abrechnung, also Provisionsausschüttung, an Affiliates unterstützt. Mit einem gut aufgestellten PSP kann man alle Serviceleistungen aus einer Hand beziehen und kann einiges an Aufwand sparen.

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