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Entscheidungshilfe für iPhone-Entwickler: iPhone Apps – Nativ oder als Web-App?

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Die Werbung

Der AppStore bietet gute Möglichkeiten ein Produkt zu vertreiben, man ist allerdings von der AppStore-Redaktion abhängig. Wenn diese eine App als empfehlenswert einstuft und auf der Startseite bewirbt, kann das einen kometenhaften Aufstieg in der Bestseller-Liste nach sich ziehen.

Ansonsten landet die Applikation in der Suppe von mittlerweile rund 100.000 Applikationen, die bisher im AppStore erhältlich sind. Aus dieser Masse herauszustechen fällt nicht leicht. Die goldenen Zeiten sind vorbei, als neue Applikationen sich wie ein Lauffeuer verbreiteten. Ein Großteil der Werbung für eine Applikationen kommt von Rezensionen in Blogs und Zeitschriften oder auch durch Mundpropaganda (immer häufiger bei geselligen Runden zu sehen: iPhone-Besitzer beim gegenseitigen Übertrumpfen mit den neuesten Apps). Da macht es keinen großen Unterschied, ob man auf eine native Applikation oder eine WebApp hinweist. Hier ist ein leichtes Plus für die native Applikation zu sehen, das sich aber mit der Zeit relativiert hat und nicht mehr ausschlaggebend ist.

Die Entwicklung

Bei der Entwicklung selbst fällt es schwer, zu der einen oder der anderen Variante zu raten, denn schließlich hängt bei diesem Aspekt vieles von den individuellen Fähigkeiten ab. Ein Entwickler, der schon lange unter und für Mac OS X entwickelt, wird sich mit nativen Applikationen leichter tun. Grundsätzlich ist die Web-Entwicklung aber zugänglicher und leichter zu erlernen. Sowohl bei Objective-C als auch bei Web-Sprachen wie JavaScript ist der Nutzen aus dem Lernen der jeweiligen Sprache nicht auf das iPhone beschränkt. Mit Objective-C lassen sich hervorragend Programme für Desktop-Systeme entwickeln und wer Websites für das iPhone bauen kann, kann das auch für jeden anderen Browser.

Das Handling

Ist die Software fertig, wird sie ausgeliefert. Der AppStore ist einfach zu bedienen, Programme lassen sich schnell installieren. Ist die Software allerdings größer als 10 MB, geht das nur am heimischen Rechner oder mit einem WLAN. Auch die Installation kann je nach Umfang einige Minuten dauern. WebApps lassen sich ebenfalls sehr einfach installieren: Die URL im Browser aufrufen und ein Bookmark (bei reinen WebApps bevorzugt auf dem Home-Screen) setzen.

Der AppStore bringt einige Vorteile mit sich. Allerdings können Programme abgelehnt werden und Bugfixes sind nicht sofort möglich.
Der AppStore bringt einige Vorteile mit sich. Allerdings können Programme abgelehnt werden und Bugfixes sind nicht sofort möglich.
Interessant ist eher, was zwischen Fertigstellung und Auslieferung passiert. Hier haben Web-Applikationen eindeutig die Nase vorn. Apple überprüft jede Applikation, die in den AppStore soll, um potenziell schädliche Software auszusieben. Der Nachteil ist, dass es mitunter nicht nur ein paar Tage, sondern in manchen Fällen sogar zwei Wochen und länger dauert, bis die Software im AppStore auftaucht – sofern sie nicht zurückgewiesen wird.

Ist alles ausgemerzt, was Apple bemängelt hat, durchläuft die Software das Prüfverfahren erneut. Es gibt Programme, die den AppStore nie zu Gesicht bekommen, da Apple sie aufgrund der Programm-Funktionalität selbst ablehnt. Da die Kriterien nur schwer nachvollziehbar sind, ist die Entwicklung einer Applikation im schlimmsten Fall völlig umsonst. Auch Updates, so klein sie auch sein mögen, werden nicht ohne Prüfung in den AppStore gelassen. Eine schnelle Fehlerbehebung ist also nicht möglich. WebApps werden auf der anderen Seite weder von Apple geprüft noch verhindert. Ein Update kann ohne Zeitverzögerung eingespielt werden. Klarer Vorteil für Web-Anwendungen.

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Eine Reaktion
mobile marketing apps

Natürlich ist die Frage native oder Web App immer abhängig davon, auf welche Funktionen besonderer Wert gelegt wird und wozu die Applikation entwickelt wird.
Ich persönlich aber bevorzuge mobile Web Apps, die sich ja aufgrund der neusten Technologien und Standards auch immer mehr den nativen Apps annähern und sie zunhemend in den Hintergrund drängen.
Ich bin aufjedenfall gespannt, welche Entwicklungen in Zukunft noch auf uns warten und wo uns die Technik hinführt.
Dazu sammle ich in meinem Blog interessante Infos rund ums Thema: mobile-marketing.wordpress.com

Viele Grüße

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