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Entscheidungshilfe für iPhone-Entwickler: iPhone Apps – Nativ oder als Web-App?

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Die Technik

Natürlich kann mit einer WebApp nicht jede native Applikation nachgebaut werden, aber sehr viele. Bei Spielen wird es beispielsweise schwer. Grundsätzlich ist es möglich, mit CSS3 und geschickter JavaScript-Prgrammierung einfache Spiele als Web-Anwendung zu entwickeln, aber um die Möglichkeiten der Hardware voll auszuschöpfen, ist eine Programmierung über das SDK nötig.

Auch andere Applikationen, die auf die Hardware wie zum Beispiel auf die Kamera zugreifen, müssen als native Anwendung entwickelt werden. Auch auf die Musik-Bibliothek kann mittels Webbrowser nicht zugegriffen werden. Die Ausnahme ist das GPS-Modul, dessen Daten über eine einfache JavaScript-Schnittstelle ausgelesen werden können.

3D-Effekte lassen sich für Web-Anwendungen mit CSS3 erreichen.
3D-Effekte lassen sich für Web-Anwendungen mit CSS3 erreichen.
Sofern keine aufwendige 3D-Grafik und Zugriff auf die Hardware nötig sind, kann man in den meisten Fällen auf eine Web-Anwendung zurückgreiffen. Währungsumrechner, GPS-Tracker (mit Routenspeicherung im Offline-DataStorage), TV-Programm und RSS-Reader sind nur einige Möglichkeiten. Auch die Ausführungsgeschwindigkeit ist kein limitierender Faktor mehr. Die Geschwindigkeit bis zum Laden der Anwendung kann per Cache-Manifest so schnell sein wie bei einer nativen Applikation. 3D-Effekte wie der bekannte Coverflow werden mit CSS3 realisiert und automatisch hardwarebeschleunigt ausgeführt.

Fazit

Es muss also nicht immer der AppStore sein. Gerade die neuen Techniken wie Offline-Datastorage, Cache-Manifest, hardwarebeschleunigtes CSS3 und HTML5 können bei geschickter Programmierung einer nativen Applikation ebenbürtig sein. Mit der Geolocation-API für JavaScript [5] hat Apple einen ersten Schritt hin zur Öffnung der Hardware für den Browser getan. Frameworks wie jQTouch und iUI vereinfachen die bereits sehr zugängliche Entwicklung nochmals. Apple selbst stellt mit Dashboard, das zusammen mit dem SDK heruntergeladen werden kann, eine leistungsfähige Programmierumgebung bereit. Die schnelle Update-Fähigkeit ohne restriktive Zulassungsbedingungen sind ein weiterer Pluspunkt für WebApps.

Soll mit einer Applikation Geld verdient werden, hat der AppStore die Nase vorn, auch wenn die Werbewirkung nicht mehr so groß wie zu Anfangszeiten ist. Schnelle Action-Spiele erfordern in jedem Fall eine direktere Programmierung, als sie mit Javascript und CSS3 trotz der Hardwarebeschleunigung möglich wäre. Ob native Applikation oder WebApp, beiden gemein ist, dass der Erfolg vom Produkt und nicht von der Technik abhängt.

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Eine Reaktion
mobile marketing apps

Natürlich ist die Frage native oder Web App immer abhängig davon, auf welche Funktionen besonderer Wert gelegt wird und wozu die Applikation entwickelt wird.
Ich persönlich aber bevorzuge mobile Web Apps, die sich ja aufgrund der neusten Technologien und Standards auch immer mehr den nativen Apps annähern und sie zunhemend in den Hintergrund drängen.
Ich bin aufjedenfall gespannt, welche Entwicklungen in Zukunft noch auf uns warten und wo uns die Technik hinführt.
Dazu sammle ich in meinem Blog interessante Infos rund ums Thema: mobile-marketing.wordpress.com

Viele Grüße

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