t3n 28

F-Commerce: 3 Wege, um Facebook als Vertriebskanal zu nutzen

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Zebra-Extension für Magento

Einen komplett anderen Weg als ShopShare und Ondango kann man mit der Zebra-Extension für Magento [4] gehen. Hierbei handelt es sich nicht um eine eigenständige F-Commerce-Anwendung, sondern um eine Erweiterung für das Open-Source-Shopsystem Magento. Mit dieser Extension müssen sich Magento-Shopbetreiber keine zusätzliche Shop-Lösung ins Haus holen, sondern können ihren bestehenden Shop inklusive aller Kunden, Produkte und Informationen weiter nutzen.

Bei der Zebra-Extension handelt es sich um eine kostenpflichtige Erweiterung für Magento, für die je nach Version zwischen 199 Euro und 499 Euro anfallen. Die teurere Version ermöglicht auch eine Adaption der eigenen Corporate Idenity.

Installation in Magento

Die Installation der Erweiterung ist relativ simpel gehalten und schnell durchgeführt. Hierfür muss man nur die benötigten Dateien mit Hilfe des Magento Connect Managers installieren.

Nach diesen Schritten ist es erforderlich, gewisse Konfigurationseinstellungen innerhalb von Magento vorzunehmen. Man sollte dort zunächst eine eigene Kategoriestruktur für Magento hinterlegen. Zusätzlich muss man eine neue Website sowie einen weiteren Store und StoreView anlegen. Hierbei handelt es sich vereinfacht gesagt um einen weiteren Shop innerhalb des bereits existierenden Magento-Shops, bei dem man abgewandelte Konfigurationseinstellungen hinterlegen kann. Konkret bedeutet dies, dass man eine alternative Kategoriestruktur auswählt sowie ein anderes Design nutzt.

Ist die weitere Website angelegt, kann man die Zebra-Extension aktivieren, indem man die neue Website auswählt. Links in der Navigation erscheint anschließend das neue Tab „Zebra“. Innerhalb dieses Tabs kann man die Erweiterung aktivieren und zusätzlich notwendige Konfigurationseinstellungen vornehmen.

Installation auf Facebook

Neben der Einrichtung in Magento muss man zusätzlich auf Facebook eine Anwendung erstellen. Hierfür benötigt man einen kostenlosen Facebook-Entwickler-Account [5]. Anschließend erstellt man eine Facebook-Anwendung [6], die für die korrekte Nutzung der Zebra-Extension notwendig ist. Unter „Page Tab“, muss man die korrekte URL seines Magento-Shops beziehungsweise der Zebra-Extension hinterlegen. Die URL sieht wie folgt aus: http://www.yourshop.com/index.php/zebra/store/show/code/facebook_view.

Der Bekleidungsshop RoQua ist ein gutes Beispiel für die gelungene Umsetzung einer F-Commerce-Lösung auf Basis der Software von Ondango.
Der Bekleidungsshop RoQua ist ein gutes Beispiel für die gelungene Umsetzung einer F-Commerce-Lösung auf Basis der Software von Ondango.
Sobald man auf Facebook die neue Anwendung erstellt hat, erhält man eine App-ID sowie ein App-Secret. Dabei handelt es sich um zwei Schlüssel, die man in der Zebra-Extension-Konfiguration in Magento hinterlegt. Sind diese beiden Werte in Magento hinterlegt, erscheint nach dem Speichern ein Link namens „Add your store to your Facebook-Page“. Wenn man auf diesen Link klickt, wird man zu Facebook weitergleitet und kann eine Facebook Page auswählen, zu der man die Erweiterung hinzufügen möchte. Anschließend ist die Anwendung in Facebook integriert und man kann sie über die ausgewählte Fanpage aufrufen.

Arbeiten mit Zebra

Es empfiehlt sich, den Facebook-Shop etwas anders zu behandeln als den „richtigen“ Magento-Shop, da auf Facebook wesentlich weniger Platz zur Verfügung steht und man hierbei auf die Rahmenbedingungen von Facebook achten sollte. Die Zebra-Extension beinhaltet von Haus aus drei unterschiedliche Designs. Möchte man seine eigene Corporate Identity abbilden, kann man dies durch Anpassungen an den CSS- und JavaScript-Dateien selbst übernehmen.

Ein Dummy-Facebook-Shop mit der Zebra-Extension für Magento. Mit dieser Erweiterung können Magento-Nutzer ihren bestehenden Shop inklusive der bestehenden Datensätze innerhalb von Facebook nutzen.
Ein Dummy-Facebook-Shop mit der Zebra-Extension für Magento. Mit dieser Erweiterung können Magento-Nutzer ihren bestehenden Shop inklusive der bestehenden Datensätze innerhalb von Facebook nutzen.

Fazit und Ausblick

Facebook bietet aufgrund der großen Anzahl der Benutzer enormes Potenzial. Ob man mit seinem F-Commerce-Engagement erfolgreich ist, hängt vor allem von Faktoren wie den Produkten und der Zielgruppe ab. Prinzipiell kann man als Unternehmen auf Facebook sehr viele Nutzer erreichen. Die große Schwierigkeit, mit der viele Unternehmen aber zu kämpfen haben, liegt darin die Informationen entsprechend gut aufbereitet zur Verfügung zu stellen und die Nutzer zum Kauf zu bewegen. Eine gute Möglichkeit sind starke Rabattangebote sowie Daily Deals. Diese Möglichkeiten sollte man bei der Wahl der F-Commerce-Lösung besonders beachten.

Alexander Steireif
Alexander Steireif

ist Gründer und Mitinhaber der ITABS GmbH. Er ist auf die Bereiche E-Commerce sowie Content Management Systeme spezialisiert und setzt dabei auf Magento sowie Contao und TYPO3. Darüber hinaus befasst er sich mit weiterführenden Themen wie PHP-Frameworks sowie der Usability von Websites.

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6 Reaktionen
Lars Budde

@Tom_B: Wir setzen hier im Magazinteil statt des Vorschaubildes unterhalb der Überschrift einen Verweis auf die entsprechende Ausgabe, also in diesem Fall: „Aus dem
t3n Magazin Nr. 28“. Das wir an dieser Stelle nicht deutlich genug kommunizieren, gebe ich aber weiter. Vielleicht lässt sich da ja noch etwas drehen. Vielen Dank für dein Feedback!

Tom Binder

@Lars Danke für die die Aktualisierung und den Hinweis, dass der Artikel im Original bereits ca. ein halbes Jahr alt ist. Alleine aus Gründen des Alters des Artikels fände ich als Leser, der auf News-Seiten und Blogs tendenziell eher aktuelle Informationen erwartet, es hilfreich, wenn solche älteren Artikel auch mit dem Datum der Erstveröffentlichung gekennzeichnet würden anstatt nur mit dem Datum des Online-Releases. Aber diese Entscheidung bleibt natürlich Euch überlassen! :-)

Lars Budde

@Tom_B Der Magazinartikel stammt aus der t3n 28, die im Mai 2012 erschienen ist. Wir veröffentlichen Magazinartikel grundsätzlich zeitversetzt online, dafür aber kostenlos. Ab und zu müssen wir deshalb auch veraltete Zahlen und Informationen in Kauf nehmen. Trotzdem vielen Dank für die Info, ich füge die Info zu ShopShare ein.

Tom Binder

Schön, wieder mal was über F-Commerce zu lesen! Ich muss mich allerdings fragen, wann die Informationen zum Artikel recherchiert beziehungsweise zuletzt geprüft worden sind. ShopShare gibt es beispielsweise bereits seit August 2012 nicht mehr als eigenständiges Produkt, sondern nur noch als Teil von zadego. Auch der Screenshot des redcoon-Shops kann nicht mehr ganz taufrisch sein, da redcoon schon im Frühjahr 2012 auf ein 810 Pixel breites Shop-Template umgestellt hat.

@Arne: von welchem "Dritten" sprichst Du? Facebook kann es kaum sein, da die Shop-Software als App unabhängig von Facebook arbeitet und keinerlei Daten an Facebook weitergibt. Dein Kaufverhalten kennt also nur der Händler - und das tat er auch bereits vor den Facebook-Shops.

Lars Budde

@Martin Es sind mittlerweile mehr als 1 Milliarde aktive Nutzer pro Monat, soweit die offizielle Zahl. Da es sich hier um einen Magazinartikel aus der t3n 28 handelt, ist auch die Zahl im Artikel veraltet.

Arne

Da werden meine Kunden ja hocherfreut sein, wenn deren Kaufverhalten von einem Dritten genaustens analysiert wird. Muss man das in der AGB reinschreiben: "Bei einem Ladenbesuch sind vor dem Kauf alle Daten inklsuive Bilder an der Kasse abzuliefern!"
Was hat der Kunde davon? Er zahlzt doppeltz: Mit Geld und mit seinen Daten!

Pfiad Euch!

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