Entwicklung & Design

Entwicklungsumgebungen für PHP: Fünf IDEs für objektorientiertes und sprachübergreifendes Programmieren

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NetBeans PHP Edition

Das gesamte Zend Studio basiert auf Eclipse – das macht die Plattform damit auch für Java-Entwickler attraktiv. Sun Microsystems, die treibende Kraft hinter der NetBeans-IDE, hat diese in den vergangenen zwei Jahren ebenfalls massiv auf Mehrsprachigkeit ausgebaut. Dazu gehört nun auch eine PHP-Edition der NetBeans IDE. Die Umgebung kann auf jedem System mit Java Runtime Environment gestartet werden, es fallen keine Lizenzkosten an.

Gleich beim Start wird man ein wenig enttäuscht: Man benötigt nicht nur die IDE, sondern auch einen installierten PHP-Interpreter – Zend Studio liefert diesen direkt mit. Das Java Development Kit, grundlegende Voraussetzung für alle anderen Ausgaben von NetBeans, braucht man im reinen PHP-Modus jedoch nicht. Die Projektverwaltung von NetBeans PHP ist seit Jahren ebenso ausgereift wie die Verwaltung auf Basis von Eclipse.

Der Editor von NetBeans beherrscht Auto-Vervollständigung für viele Sprachen.

Der Editor von NetBeans beherrscht Auto-Vervollständigung für viele Sprachen.

Die erste Stärke spielt die IDE im Zusammenhang mit Datenbanken aus: Hier setzt NetBeans voll auf MySQL, mit dem die IDE perfekt harmoniert. Zwar lässt sich auch jede andere Datenbank einbinden (über JDBC-Treiber), MySQL ist aber die in Kombination mit PHP beliebteste Plattform. Es zahlt sich hier im Komfort für den Entwickler aus, dass Sun Microsystems die Datenbankschmiede MySQL vor einiger Zeit gekauft hat: Direkt aus der IDE heraus lassen sich Tabellen komfortabel ändern, neue Einträge anlegen oder ausgefeilte SQL-Abfragen ausführen. Auch Views und Stored Procedures können direkt in der Datenbank bearbeitet werden.

Zwar besitzt NetBeans PHP im Gegensatz zum Zend Studio keinen vollen WYSIWYG-Editor, glänzt aber mit der HTML-Palette. Mit den enthaltenen Modulen lässt sich schnell und sicher eine Website zusammenbauen, die deutlich weniger HTML-Overhead erzeugt als Zend Studio – der automatisch erzeugte Quellcode ist angenehm schlank. Programmierer, die in NetBeans mit JavaServer Faces gearbeitet haben, werden sich hier schnell einarbeiten. Dünn sieht es dagegen beim Deployment aus: PHP-Anwendungen lassen sich in NetBeans nur auf einfachen FTP/SFTP-Servern direkt ausführen – von Application Servern fehlt jede Spur. Auch Frameworks muss man selbst einbinden. Dagegen kann man wenigstens auf eine sichere Umsetzung von Objektorientierung setzen, die auf Java-Niveau liegt und noch besser als im Zend Studio ist.

Sehr angenehm ist die Entwicklung mit NetBeans, wenn man dynamische Sprachen wie PHP oder Ruby mit Java oder gar Java EE mischen möchte. Der Installer für neue Module stützt sich weniger auf die Abhängigkeiten der Plugins untereinander wie Eclipse, sondern bindet einfach und schnell ein benötigtes Feature in die IDE ein. Eine saubere Deinstallation, bei Eclipse und damit auch Zend Studio kaum möglich, rundet den guten Gesamteindruck ab.

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Ein Kommentar
Patrick Dadzio
Patrick Dadzio

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