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Gaming: Wann wird es mal wieder richtig anders?

Das Puzzlespiel „Assemble with Care“ des britischen Studios Ustwo Games dreht sich darum, Gegenstände zu reparieren. Spielende schlüpfen dazu in die Rolle der um die Welt reisenden Restauratorin Maria und erfahren dabei auch die Geschichte hinter den defekten Dingen.

(Abbildung: Assemble With Care)

Lesezeit: 9 Min.
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Mal wieder steht neue Konsolen-Technik in den Regalen. Doch die Spiele dafür sind lediglich eine Fortführung des Alten. Von Innovationen ist auf den ersten Blick wenig zu sehen, es sei denn, man schaut genau hin.

Es war einmal, vor langer Zeit, da brachten neue Konsolen un­ge­ahnte Möglichkeiten mit sich: 3D-Grafik, filmähnliche Zwischensequenzen, innovative Steuerungsmöglichkeiten. Neue Spiel­erlebnisse. Und ­heute? Sony und Microsoft fahren die modernste Technik auf: Festplatten, die fast ganz ohne Ladezeiten auskommen. ­Grafikprozessoren, die mit Raytracing hoch komplexe und beeindruckende Lichtverhältnisse und Beleuchtung in Spielen erlauben. 4K-Auflösung und 60 ­Frames per Second werden zum Standard. Mit der Playstation 5 und Xbox Series X sind Ende 2020 Plattformen auf den Markt gekommen, die durch ihre technischen Leistungen ganz neue ­Spielerlebnisse bieten könnten.

Könnten. Ein Blick auf die ersten Blockbuster-Spiele für diese neuen Konsolen zeigt aber: wenig Neues. Fortsetzungen von Spiele­reihen mit besserer Grafik und geringeren Lade­zeiten. ­Remakes von Spielen, die über zehn Jahre alt sind. Isoliert betrachtet, könnte das ein Zeugnis dafür sein, dass die Games-­Branche längst keine neuen Ideen mehr hervorbringt. Dass die Zeit der großen Innovationen vorbei ist. Und zu Teilen mag das auch stimmen. Doch wer einen genaueren Blick wagt, kann erkennen, dass es in der Stagnation doch noch neue Impulse gibt.

Lange Zeit war es die Technik selbst, die für Innovationen beim Spielen gesorgt hat. Etwa das Nintendo 64. Die Konsole erschien 1996 und ermöglichte dank solider 3D-Grafik und dem seriellen Analogstick am Controller die Entwicklung des Spiels „Super Mario 64“, das erstmals eine ausgereifte Steuerung in 3D-Umgebung mit justierbarer Kamera erlaubte. Ein Gerüst, das bis heute Verwendung findet. Ab 2005 stellte die Xbox 360 Spielern eine robuste Online-Umgebung zur Verfügung und mit Xbox Live einen Service, der Online-Games zum neuen Standard machte. 2006 erreichte Bewegungssteuerung mit der Nintendo Wii den Massenmarkt. 2016 erschien mit der Oculus Rift das erste massentaugliche Gaming-VR-Headset, im gleichen Jahr legte Sony mit der Playstation VR nach, die auf der Playstation 4 einige wirklich neuartige Spielerfahrungen ermöglichte. Und zwischen all diesen Meilensteinen gab es immer wieder kleine Hardware-Innovationen, die dem Spielen neue Nuancen gab.

Die Zeiten, in denen die Hardware selbst neue Spieler­fah­rungen brachte, scheinen aber vorbei. Zwar hat die ­Playstation 5 mit ihrem Dualsense-Controller neue Features wie Schulter-­Trigger, die in ihrem Widerstand adaptierbar sind. Doch mehr als ­Nuancen sind auch da nicht zu erwarten. Woher können also noch Innovationen kommen? Und braucht es das überhaupt unbedingt, neue Ideen?

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Ein Kommentar
Benben
Benben

Ich war 22 Jahre lang Gamer und bin seit 2012 raus aus dem Thema Gaming. Schlicht weil ich das Gefühl hatte, bereits alles schonmal gesehen zu haben. Habe vor Weihnachten nochmal Interesse daran gehabt, das Thema nochmal aufzugreifen, kann aber besten Gewissens sagen, dass ich in den vergangenen zehn Jahren rein gar nichts verpasst habe. Gaming steht immernoch da, wo es 2012 schon war, nur eben hübscher. That’s it. Von Innovation keine Spur.

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