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„Google Wave“ soll Austausch und Zusammenarbeit im Netz revolutionieren: Die perfekte Welle?

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Einen ähnlichen Erfolg erhoffen sich die Macher nun ebenfalls für Wave. Und den brauchen sie auch, damit das Projekt richtig ins Rollen kommt. Es gibt drei Bereiche, die für Entwickler interessant sind:

  1. Extensions, die es in zwei Arten gibt: „Gadgets“ sind eine kleine Anwendung innerhalb einer Wave, beispielsweise eine Abstimmung oder auch ein Spiel. „Robots“ hingegen erweitern die Grundfunktionalität zum Beispiel um eine Rechtschreibprüfung, einen Simultandolmetscher oder eine Verbindung zum eigenen Blog.
  2. Über eine weitere API lässt sich eine Wave in eine Website integrieren, vergleichbar mit Google Maps.
  3. Das zugrundeliegende „Wave Protocol“ wird so offengelegt, dass prinzipiell jeder seinen eigenen Wave-Server starten kann, der wiederum mit allen anderen kommunizieren kann – wie es heute bei E-Mail ganz selbstverständlich der Fall ist.

Lars Rasmussen betonte, dass es für den Entwickler eines Gadgets wenig Aufwand bedeute, die Kommunikation zwischen den Nutzern zu ermöglichen. Im Prinzip melde das Gadget per XML veränderte Inhalte, der Wave-Server leite das an die betroffenen Clients weiter und die stellten die Veränderungen wiederum dar. Solche Gadgets können dabei auf die vorhandenen Möglichkeiten der Wave zurückgreifen. Gezeigt wurde beispielsweise das Live-Editieren oder auch das Playback. So gab es ein Schachspiel zu sehen, bei dem man mit Hilfe der Playback-Funktion den Verlauf nachvollziehen konnte.

Solche Beispiele machen deutlich, dass Wave im Prinzip die Basis für zahlreiche Anwendungen sein kann. Es wird spannend sein, zu sehen, wie Entwickler dieses Potenzial nutzen.

Robots: „Linky“, „Spelly“ & Co.

Die „Robots“ laufen direkt auf dem Wave-Server und nehmen wie ein Mensch an einer Kommunikation teil. So gab es in der Präsentation die Rechtschreibprüfung „Spelly“ zu sehen, die ziemlich intelligent erschien. Sie konnte Wörter auch aus dem Sinnzusammenhang heraus korrigieren. So wurde aus dem Satz „Icland is an icland“ korrekterweise „Iceland is an island“. „Spelly“ ist dabei wie ein zusätzlicher Teilnehmer in die Wave integriert und nutzt die Möglichkeit zum gemeinsamen Bearbeiten von Inhalten, um falsche Wörter direkt zu korrigieren.

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