t3n 17

„Google Wave“ soll Austausch und Zusammenarbeit im Netz revolutionieren: Die perfekte Welle?

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Ein anderes Beispiel war „Linky“. Dieser Robot erkennt Webadressen während des Schreibens und verlinkt sie. Gibt man die URL eines Videos ein, bekommt man erweiterte Optionen und darunter auch die Möglichkeit, das Video direkt einzubinden.

Mehr darüber, wie Gadgets und Robots funktionieren oder wie man eine Wave in die eigene Website integriert, gibt es bei Google Code nachzulesen [3].

Und nicht zuletzt zeigten Lars Rasmussen und Stephanie Hannon, wie es aussieht und funktioniert, wenn mehrere Wave-Dienste zusammenarbeiten. Das zugrundeliegende Protokoll ist öffentlich einsehbar, um das zu ermöglichen [4]. Auch der Code des von Google entwickelten Clients wird verfügbar sein, um ihn für eigene Zwecke abzuwandeln. Genauso kann man aber auch eine vollkommen eigene Optik entwickeln. Zur Begeisterung der Entwickler wurde das bei der Präsentation anhand eines Clients im Befehlszeilen-Look vorgeführt.

Wichtig war Stephanie Hannon dabei noch festzuhalten, dass beispielsweise Firmen einen eigenen Wave-Server aufsetzen können und interne Konversationen auch intern bleiben. Es ist nicht so, dass alles irgendwie am Ende doch über Google läuft. Andernfalls bräuchte sich Google allerdings bei den meisten Firmen auch gar nicht erst mit der Idee blicken zu lassen.

Meinungen

Und wie fühlt sich Wave nun für diejenigen an, die es schon testen können? Webentwickler Matthias Bauer [5] schrieb uns: „Sofort nach der Demo auf der diesjährigen Google IO, die ich aus der Ferne verfolgt habe, habe ich mich wie viele andere für die Wave Developer Sandbox beworben, inklusive Haiku und ASCII-Art. Vor kurzem gab Google dann endlich die ersten Invites aus. Und tatsächlich ist Google Wave auch live sehr eindrucksvoll. Im Vergleich zur Demo fehlen allerdings einige der besonders interessanten Bots („Rosy“ zur Live-Übersetzung) – diese wurden wegen hoher Serverlast und Instabilität abgeschaltet. Schmerzlicher: Abstürze sind an der Tages-, nein, Minutenordnung – Wave ist nicht umsonst noch Alpha. Zwischen den Abstürzen aber scheint eine glorreiche Echtzeit-Zukunft durch. Die Zeit bis dahin kann und sollte man sich mit der Entwicklung von Komponenten und Bots vertreiben – die Protokolle sind offen. Viel Spaß!“

Internet-Experte Sachar Kriwoj [6] : „Google Wave hat viel Potenzial. Leider aber wird mir als Heavy-Web-User nicht klar, was ich damit alles leisten kann. Vielleicht erschließt sich das wirklich erst in der Praxis. Dafür müssten dann aber mehr Leute über einen Wave-Zugang verfügen. Jedenfalls kann man nicht von einer intuitiven Bedienung sprechen. Aber: Es wird klar, dass Google ein System geschaffen hat, das imstande sein könnte, die reinen Mail-Funktionalitäten um einiges zu erweitern.“

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