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Startups: Coole Gründungsideen aus dem deutschsprachigen Raum kurz vorgestellt

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Sorglosbox: Freies WLAN für alle

Wer Gästen Internet zur Verfügung stellt, haftet für illegale Downloads der Nutzer – einer der Hauptgründe dafür, dass in Deutschland nur wenige Cafés und Kneipen offenes WLAN anbieten. Eine Rechtslücke hat das Startup sorglosinternet mit seiner sorglosbox gefunden: Es stellt Menschen einen vorkonfigurierten Router zur Verfügung, der eine Verbindung zum VPN-sorglos-Server herstellt. Dadurch stammen die IP-Adressen der Nutzer nicht vom Anschlussinhaber, sondern von sorglosinternet. Bei illegalen Downloads landen Abmahnungen direkt bei den Machern der sorglosbox – und wandern direkt in den Papierkorb, denn als Telekommunikationsanbieter ist das Unternehmen von der Haftung befreit. Dies sei wie bei der Post: Diese könne auch nicht dafür abgemahnt werden, wenn sie beispielsweise einen Drohbrief zustelle, da sie gar nicht weiß, was in den Briefen steht, erklärt das Team auf der Website. Das Starterpaket kostet 99 Euro, für das spätere monatliche Routing bezahlen Konsumenten 19 Euro im Monat.

LineMetrics: Plug'n'Play Monitoring für Maschinen

Das B2B-Produkt von LineMetrics richtet sich an Produktionsbetriebe: Diese bekommen die Möglichkeit, einzelne Maschinen in Echtzeit zu überwachen und so die Produktion besser zu analysieren. Sowohl digitale als auch analoge Sensordaten und andere Kennzahlen lassen sich dokumentieren und auswerten. Dafür müssen Kunden nur die spezielle Datenlogger-Box an die Produktionsanlage anschließen. Per WLAN oder Ethernet kommuniziert das Gerät mit der LineMetrics-Web-App und übermittelt die Daten. Durch die automatisierte Datenerfassung ist der bisherige Zwischenschritt der Datenaufzeichnung mit Stift und Papier nicht mehr notwendig. Das Starter-Kit bestehend aus Web-App, Datenlogger-Box und Checkbox kostet 399 Euro.

Den Apfel bekleben mit stixta

Die digitale Boheme arbeitet nicht mit Laptops, sondern mit Macbooks. Deren optische Besonderheit besteht in einem leuchtenden Apfel auf dem Gehäuse, der sich wunderbar dazu eignet, in individuelle Logos und Bilder verwandelt zu werden. Das Startup stixta ermöglicht es MacBook-Nutzern, personalisierte Sticker zu kreieren, die über den Apfel geklebt werden; so leuchtet statt Obst das eigene Logo auf dem Gehäuse auf. Das Produkt sei perfekt für „Startups, DJs, Vereine oder Individualisten“ und eigne sich für das eigene Branding oder als Give-away, erläutert das stixta-Team. Um einen eigenen Sticker produzieren zu lassen, muss man sein Logo als Vektorgrafik hochladen, Form sowie Anzahl auswählen und warten, bis es zu Hause ankommt. Gegen einen Aufpreis erstellen auch die stixta-Designer eine Vektor-Datei vom eigenen Logo. Produziert werden die Sticker in Handarbeit und in Deutschland – sogar schon ab einem Stück.

Fraisr: Kaufen und Gutes tun

Dinge kaufen und dabei Gutes tun? Das Startup fraisr hat dafür eine Möglichkeit gefunden. Über den „Internet-Marktplatz für den guten Zweck“ kaufen und verkaufen Menschen Sachen, um einen Teil des Erlöses einer guten Sache zu widmen. Dementsprechend steht der Name fraisr für „Friendraising“, also für das Verkaufen von Dingen an Freunde, um Geld für eine soziale Sache zu sammeln. Angeboten wird alles, was verkaufbar ist: Gebrauchtes, Neues, Selbstgemachtes und sogar Dienstleistungen von der Massage bis zum Haarschnitt. Fünf bis 100 Prozent des Kaufpreises spendet der Verkäufer an einen von ihm festgelegten guten Zweck. Dafür arbeitet das Startup mit verschiedenen sozialen Organisationen wie dem deutschen Kinderhilfsnetzwerk und Reporter ohne Grenzen zusammen. Jeder kann aber auch selbst sein privates Spendenprojekt angeben. Das Ziel von fraisr: Konsum und Gutes tun zusammenzubekommen.

elastic.io: unkomplizierter Daten-Transfer

Bisher ist es relativ kompliziert, Daten zwischen verschiedenen Software-as-a-Service-Diensten (SaaS) hin und her zu schieben. Diesem Problem widmet sich elastic.io, indem es Cloud-Dienste miteinander verbindet und für einen automatisierten Datenaustausch sorgt. Schon jetzt ermöglicht das Startup die Integration zahlreicher Cloud-Dienste wie Zendesk, Twitter, Dropbox und Google Drive. Anderen SaaS-Anbietern bietet das Team eine White-Label-Lösung an, die wahlweise aus einer Backend-Integration oder einem Widget besteht. Bisher befindet sich elastic.io noch in der privaten Beta-Phase, jeder kann jedoch für eine Einladung anfragen. Zum Start ist der Dienst kostenlos.

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3 Reaktionen
Startups für alle2

@Wolfgang H.: Die Geräte steuern zu können war nicht primär gemeint sondern nur das auch vermeintlich nicht so schlaue Industrie-Waschmaschinen programmierbar sind.

Interessanter für mich zu Hause oder sonstwen wären also Anbieter von Bluetooth-Messgeräten (5-10 Euro) als Nachfolger der herumliegenden Thermometer und darauf basierend z.B. herumpiepsen oder das Handy informieren. Manche Thermometer piepsen unter 0-1 Grad als Gefrierwarnung aber im Gewächshaus oder Schrebergarten hat man eher wenig davon wenn man es auf der Arbeit nicht mitbekommt. Wintergärten und Gewächshäuser überhitzen gerne. Steckdosen könnten Verbraucher melden damit man sieht ob Waschmaschine/Spülmaschine/Trockner fertig sind.

Die Hausbus-Systeme kannibalisierten sich gegenseitig.
Die Leute nutzen bring your own device und sollten (auf der Arbeit) dort relevante Daten sehen können. Egal ob Schlippsträger im Vertrieb ("Wir haben zu viel Light-Beer") oder Packer beim Versandhändler ("Wer will heute länger arbeiten ?" oder "Schneefall. Die LKW/Eisenbahn/Fähre kommen später."). Interoperabilität und problemfreier Datenfluss ist da wohl am Hilfreichsten.

Wolfgang H.

@Startups für alle: LineMetrics ist zwar tatsächlich in der Lage analoge und digitale Maschinendaten aller Art zu erfassen, richtet sich aber hauptsächlich an industrielle Produktionsunternehmen. Vorzugsweise mit diskreter Fertigung.

Die Steuerung von Anlagen ist aus Sicherheitsgründen dediziert ausgeschlossen und muss, wenn gewünscht, vom Kunden selbst zB über API-Trigger realisiert werden.

Freuen uns über neue kreative Ideen. Die beschriebenen Szenarien ließen sich gut abbilden. Logiken wie im Gebäudemanagement beschrieben (zB "Fenster offen?") sind auch in der Industrie gefordert und lassen sich im grafischen Modul-Editor sehr gut abbilden (UND/ODER-Verknüpfungen und komplexere Module sind verfügbar). Das Geschäftsmodell ist vermutlich leider nicht ganz auf die Bedürfnisse der Döner-Läden abgestimmt.

Startups für alle

Eine Idee wie sorglos ist schon älter: QSC beispieleswiese würde die Glasfasern vermieten. Die Router connecten per spezieller Fritzbox-Firmwares nur mit erlaubten VPNs und wenn jemand Unfug macht, weiss der VPN-Betreiber ja, wer es war und gibt die Daten nach den örtlichen Gesetzen heraus wie es bei VPN-Providern ganz normal ist. Sipgate beispielsweise bietet wohl VPN-Anschlüsse um unterwegs im Ausland z.b. an WiFis oder WiFi-Cafes sicher zu sein. Die Techniken sind also alle schon da und auch problemlos bezahlbar. Damit könnte man (erst für Business, dann für Freelancer, dann für Reisende,...) sowas anbieten. Das wären Alternativen zu dem Telekom-Angebot so ähnlich wie Fon.

Ein Webserver oder Router sollte mitkriegen ob es eine anonymisierter Connection ist. Krankenhäuser und andere relevante Server würden dann Connections von solchen Servern nicht zulassen. Server wie Wahlergebnisse, Wähler-Umfrage, Korruptions-Melde-Stellen, Schlagloch-Melde-Stellen, Presse-Webseiten müssten solche anonymen Zugriffe hingegen natürlich explizit erlauben. Andere Sites schalten nur den Content aber nicht die Foren für sowas frei. Soll jeder machen wie er will. Amazon und Ebay interessiert es wohl wenig, über wessen Internet-Anschluss ich bestelle.

Wegen Linemetrics: Waschmaschinen in Großreinigungen kann man schon ewig programmieren und das natürlich auch per Internet. Oder diese Zentrifugen von Siemens... . Grundsätzlich uninteressant ist sowas nicht, aber die kleinen Kunden sind erfahrungsgemäß oft mit Gebühren für sowas nicht zufrieden (früher unter EDI zumindest). Interessanter wäre Bluetooth. Beispielsweise: Die Dönerspieße zählen wie oft sie pro Stunde drehen und der Chef kriegt auf dem Ipad angezeigt, das das Fenster offen steht, die Heizung zu viel verbraucht und Dönnerspieß3 zu wenige Umdrehungen gemacht hat und das Fritösenfett getauscht werden muss und man 10% mehr Online-Bestellungen hatte als sonst um die Uhrzeit an diesem Wochentag. Linemetrics per Pearl-Versand-Bluetooth-Thermometern in Haus und Garten wäre auch mal interessant: "Die Waschmaschine ist fertig" "Irgendwer hat die Kellertür offen gelassen" "Um 12:34 Uhr hat jemand geklingelt"(oder es klingelt am Handy und man kriegt per "Home-Metrics" (HoMetrix Arbeitsname und Tim Taylor und sein Assistent machen vielleicht die Werbung dafür) die Haustür-Kamera aufs Handy in der Arbeit übertragen und kann mit dem Briefträger reden. Haftungsrisiken und Trivialpatente sind leider ein Hindernis.

Schaut Euch doch mal Lanus Seiten, Pinkslip(Entlassungs-Briefe haben diese Farbe)-NewEconomy-Sites oder den neuen Markt an und was draus geworden ist... Es wäre also schön, dann mal zu erkennen was falsch läuft. Noch schöner wäre eine Doku, wo das Geld geblieben ist und ob die Beteiligten nennenswerte Rentenbeitragsjahre erarbeitet haben oder nur Jahrelang als Praktikanten evtl sogar ohne Sozialversicherung oder ohne Mindestlohn gearbeitet haben... Statt Informatik studiert man vielleicht besser BWL oder Jura (Westerwelle, Wulff, Schröder, ... verdienen ja gut). Wir Steuerzahler und speziell Freiberufler bezahlen das alle und wenn die Gesellschaft verarmt ist, haben wir weniger Kunden...

Neue Firmen sollten automatisch Tariflohn und Sozialversicherung für alle Mitarbeiter zahlen und nicht nur Aufsichtsräte, Berater, Manager und vielleicht noch Investoren reich machen.

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