Software & Infrastruktur

Sicheres Webhosting: Wie man Hacker ausbremst und die eigene Website schützt

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Sichere Passwörter

Auch wenn es trivial klingt, kann man es nicht oft genug sagen: Verwenden Sie ausschließlich sichere Passwörter! Grundsätzlich gilt hierbei die Devise: Umso länger und kryptischer, desto sicherer ist das Passwort. Nutzen Sie keine Eigennamen, Geburtsdaten oder triviale Tastaturzeichenfolgen (z. B. „asdf123“). Wählen Sie stattdessen Phantasiewörter, fügen Nummern und Sonderzeichen hinzu und nutzen sowohl Klein-als auch Großschreibung. Passwort-Generatoren [2] können die Suche nach einem geeigneten Passwort erleichtern. Seine bestehenden Passwörter kann man leicht mit dem „Password Meter“ prüfen [3].

PHP Safe-Mode

Standardmäßig ist bei einem Webhosting-Anbieter der PHP-Safe-Mode aktiviert. Diese Einstellung erfolgt zum Schutz des Webaccounts, da hierdurch Datei-Funktionen und systemnahe Funktionen eingeschränkt und ein möglicher Schaden minimiert werden kann. Oftmals können PHP-Anwendungen jedoch nur dann installiert werden, wenn der PHP-Safe-Mode deaktiviert wurde. Als Website-Betreiber befinden Sie sich hier in einer Zwickmühle, da Sie entscheiden müssen, ob Sie das Risiko der Abschaltung eingehen wollen oder sich für eine andere Software entscheiden.

Grundsätzlich ist die zweite Variante zu bevorzugen, können doch viele Anwendungen mittlerweile auch ohne Deaktivierung des PHP-Safe-Modes betrieben werden. Agieren Sie bei der Rechteverwaltung (chmod) nach dem Grundsatz: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Apropos: Der Safe-Mode wird mit der kommenden PHP Version 6 gänzlich wegfallen. Die Programmierer sind somit ohnehin gezwungen, Ihren Code zu überarbeiten. [Dieser Textabschnitt wurde gegenüber dem Heft verändert. Siehe dazu die Kommentare]

Sicherer Webhoster

Alle Maßnahmen sind letztendlich nichts wert, wenn der Server, auf dem Ihre Website-Daten liegen, selbst Opfer einer Hacker-Attacke wird. Sofern Sie einen eigenen Server betreiben, achten Sie darauf, auch die Server-Software (Kernel, Apache, SSH, PHP & Co.) aktuell zu halten. Managen Sie Ihren Server aber nicht selbst, ist dies Aufgabe des Hosters. Fragen Sie daher vor der Anmietung nach der Aktualität der Server-Software, die er einsetzt und wie schnell er auf Lücken oder neue Versionen reagiert. Wie wehrt er sich darüber hinaus gegen Attacken von außen? Als seriöser Anbieter wird er Ihnen diese Fragen beantworten können und eine garantierte Reaktionszeit zusichern.

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Dein t3n-Team

6 Kommentare
Adrian Philipp
Adrian Philipp

Hallo Ronny,

habe den Artikel gerade in der t3n gelesen und bin über den Abschnitt PHP Safe-Mode gestolpert.

Ich glaube da ist etwas durcheinander gekommen. In PHP6 wird der Safe-Mode entfernt werden, nicht wie im Artikel angegeben „die Deaktivierung wegfallen“. In PHP 5.3 ist diese Einstellung bereits als „DEPRECATED“ markiert.
Quelle: http://de3.php.net/manual/en/ini.sect.safe-mode.php

Aus diesem Abschnitt geht hervor, dass der Safe-Mode PHP komplett sicher mache. Leider stimmt dies nicht. Der Safe-Mode erweckt einen falschen Eindruck von Sicherheit. Gerade das Prüfen auf erlaubte Dateirechte-Operationen sind eher weniger Sache von PHP sondern müssen bereits in der Serverumgebung korrekt geregelt werden.
Quelle: http://www.php.net/~derick/meeting-notes.html#safe-mode

Eine PHP-Anwendung die sich nicht unter Safe-Mode installieren lässt sagt weiterhin nichts darüber aus ob die Anwendung sicher programmiert ist oder nicht. Schon das anlegen von Cachefiles im tmp-Verzeichnis kann bei schlechter Serverkonfiguration durch den Safe-Mode geblockt werden. Deshalb eine andere Anwendung auszuwählen halte ich für einen sehr fragwürdigen Tipp.

Viele Grüße,

Adrian

Robert Steindl
Robert Steindl

Der Abschnitt zum PHP Safe-Mode enthält einen Fehler: In PHP 6 wird nicht die Deaktivierung des Safe Mode entfallen, sondern der Safe Mode selbst. Zitat von der PHP-Website:

Safe Mode is deprecated in PHP 5.3.0 and is removed in PHP 6.0.0.

Entwickler sollten sich daher Gedanken machen, wie sie ihre Applikationen OHNE Safe Mode absichern, d.h. auf den Ebenen, die dafür zuständig sind, z.B. durch korrekte Rechtevergabe im OS.

Ronny Schick

In der Tat kann der Passus missverstanden werden, wodurch die Anmerkung bzw. Verbesserung absolut korrekt ist.

Richtig müsste es heißen: Apropos: Die Deaktivierung des Safe-Mode stellt nicht nur eine mögliche Gefahr dar, sondern wird er mit der kommenden PHP Version 6 auch gänzlich wegfallen. Die Programmierer sind somit ohnehin gezwungen Ihren Code womöglich zu überarbeiten.

Michael Karl
Michael Karl

Das stimmt ja ausgerechnet nicht. Nicht die Deaktivierung wird wegfallen, sondern die Aktivierung. Den kompletten Safe-Mode wird es in Version 6 nicht mehr geben.

Ronny Schick

Hallo Michael,
das habe ich natürlich auch so gemeint. In der verbesserten Version steht daher das Wörtchen „er“ (wird er (der Safe-Mode) wegfallen).

Kevin

Der Satz „Standardmäßig ist bei einem Webhosting-Anbieter der PHP-Safe-Mode aktiviert“ ist falsch. Ich kenn mehrere namenhafte Hoster die diese Krücke von Sicherheitsfunktion standardmäßig eben NICHT aktivieren, da sie sich schon beim Aufsetzen der Shared-Server Gedanken zu Berechtigungen/Gruppen/Chroots/Basedirs u.ä. gemacht haben. Das diese damit mindestens genauso sicher sind wie ein Hoster der auf SafeMode setzt, sollte eigentlich jedem der sich mit dem Thema beschäftigt klar sein.
IMO ist der ganze Absatz irgendwie seltsam … der Hinweis auf einen PHP Hardener wie Suhosin u.ä. wäre an der Stelle für die Selbsthoster vielleicht noch interessant gewesen.
Ansonsten Daumen hoch ;) das Thema kann man nicht oft genug wiederholen!