Marketing

Google-Sprecher Stefan Keuchel im Gespräch: „Twitter ist ein hervorragendes Instrument“

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t3n Magazin: Apropos Zeit: Sie müssen doch wahrscheinlich rund um die Uhr Social Media im Blick behalten? Oder welche Grenzen ziehen Sie da?

Stefan Keuchel: Ja, es ist schon so: Der Tag hört tatsächlich nicht einfach abends um sechs auf. Die Leute sprechen ja weiter über die Produkte und Entwicklungen von Google. Ich werfe auch abends einen Blick auf die Kanäle – mal mehr, mal weniger. Neben meinem Job lege ich aber auch viel Wert darauf, Zeit mit Freunden zu verbringen. Ich habe das große Glück, einen tollen Freundeskreis zu haben. Man sollte nicht vergessen, dass das „echte Leben“ das Wichtigste ist. Freunde treffen, Konzerte besuchen, zum Fußball gehen – das sind alles Dinge, die einen hohen Stellenwert für mich haben. Ich bin ja nicht zuletzt Familienvater und wenn ich nach Hause komme, dann beansprucht mich natürlich meine kleine Tochter. Das ist mir sehr wichtig. Das sollte man bei allem Interesse für Social Media nicht vergessen.

t3n Magazin: Wie oft kommt es vor, dass Sie etwas nicht posten, weil es doch zu privat ist oder vielleicht nicht politisch korrekt?

Stefan Keuchel: Das passiert relativ regelmäßig. Ich denke, dass es allen in einer ähnlichen Position so geht. Es ist noch kein Meister vom Social-Media-Himmel gefallen: Man probiert aus und sammelt Erfahrungen. Bei Dingen aus meinem Privatleben bin ich mit der Zeit tatsächlich vorsichtiger geworden. Private Bilder würde ich in öffentlichen Kanälen beispielsweise nicht posten, dafür gibt es andere Möglichkeiten.

t3n Magazin: Wie gehen Sie damit um, dass Sie sowohl als Privatmensch als auch als Pressesprecher auf demselben Kanal auftreten?

Stefan Keuchel: Ich merke immer wieder, dass es für manche Menschen schwer zu trennen ist, was von mir persönlich kommt und was offiziell von Google ist. Wenn ich zum Beispiel etwas zu der Diskussion rund um den Bundespräsidenten schreibe, dann setzen manche mich mit Google gleich. An der Stelle muss ich natürlich sehr aufpassen. Ein anderes Beispiel sind Kommentare zu unseren Mitbewerbern. Da kann es logischerweise problematisch werden, wenn ich etwas sage und die Leute denken, dass Google das sagt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass manche Leute diese Trennlinie nicht sehen. Darum bin ich vorsichtiger geworden.

t3n Magazin: Ein anderer Zwiespalt: Als Pressesprecher vertritt man die Position des Unternehmens, aber Sie sind ja auch eine Privatperson mit eigener Meinung. Wie gehen Sie damit um?

Stefan Keuchel: In der Regel stimmt meine private Meinung mit der Meinung von Google überein. In seltenen Fällen ist es aber schon vorgekommen, dass ich zumindest angedeutet habe, dass ich persönlich eventuell einen anderen Standpunkt vertrete oder etwas kritisch sehe. Doch letztlich gilt für mich: Mein Job ist mein Job ist mein Job. Die Meinung von Google steht vorn, meine persönliche Meinung spielt keine oder eine untergeordnete Rolle.

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2 Kommentare
cephei
cephei

Von wann ist denn das Interview? Von vor 2 Monaten?? Die überschrift hab ich so auch schon irgendwo gelesen… naja, vielleicht sagt er einfach immer dasselbe oder wird ständig dasselbe gefragt ;P

Antworten

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