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ISDN weg, Dienste in die Cloud, flexible Arbeitsplätze: Das schlanke Office

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Büromaterie

Es gibt gewisse Dinge, die sich nicht digitalisieren lassen – und dazu gehört die Büroeinrichtung. Das papierlose Office ist für immer mehr Menschen Realität und auch der feste Arbeitsplatz ist in der Auflösung begriffen. Doch Sitzgelegenheit und Auflagefläche für den Laptop braucht es nach wie vor – und Strom fliegt auch noch nicht durch die Luft.

Das Home Office ist für viele eine Alternative zum klassichen Büroarbeitsplatz, doch die offensichtlichen finanziellen Vorteile halten nur so lange an, bis die Grenzen zwischen Leben und Arbeiten zu verschwimmen beginnen, Kinder und Haushalt ablenken oder die totale Vereinsamung droht. Moderne Arbeitsnomaden brauchen dennoch kein eigenes Büro, heute sitzt man im Coworking Space [9].

Hier befinden sich flexible Arbeitsplätze in angenehmer Atmosphäre – auch für „klassische Büros“ ein interessanter Ansatz, um starre Raumkonzepte aufzulösen und Mitarbeiter projektbezogen einzusetzen. Vorbei die Zeit, in der aufwändig installierte Kabelkanäle und schwerfälliges Büromobiliar jeden Eingriff in die vorhandene Raumstruktur unmöglich machten. Keine sperrigen, unbeweglichen Schränke und Tische, keine einengenden und isolierenden Office-Boxen, keine vorgeschriebenen Anschlüsse für Strom und Telefon. Die Investition in den Arbeitsplatz beschränkt sich auf den Kauf eines Laptops und eine Mitgliedschaft, die den Zugang zum Coworking Space sichert wie bei einem Fitness Studio.

Ein Coworking Space bietet großzügige, helle Räume, die nur leicht unterteilt sind und mit einer technischen Infrastruktur ausgestattet sind, die sich kaum merklich wie ein feines Netz über die Arbeitsplätze legt. Jedes Detail des Interiors, vom Stromanschluss über den Arbeitstisch bis zur Beleuchtung besitzt eine funktionale Leichtigkeit, die glaubhaft macht, dass sich morgen das gesamte Büro in Luft aufgelöst haben könnte. Die Raumstruktur ist fließend, von ruhigen Rückzugsbereichen über konzentriertes Teamworking bis zu lebhaften Kommunkationsbereichen bildet ein guter Coworking Space verschiedene Arbeitssituationen in seinen Räumlichkeiten ab. WLAN ist eine Selbstverständlichkeit und Strom ist über hängende Mehrfachstecker von einem Deckenraster aus an jedem beliebigen Punkt im Raum verfügbar. Das macht es möglich, auch eine Fläche von 200qm und mehr mühelos mit Stromanschlüssen zu versorgen.

Sofas finden sich hier genauso wie komfortable Bürodrehstühle, eine Ecke mit warmer Stehleuchte für die späte Lektürestunde existiert neben hell ausgeleuchteten Bereichen. Tische sind in allen Größen und in verschiedenen Höhen frei wählbar. Als Akustikelemente dienen flexible Raumteiler, die dort aufgestellt werden, wo sie benötigt werden. Ein solches Arbeitsumfeld bietet eine größtmögliche Flexibilität zur Unterstützung von projektorientiertem, kreativem und innovativem Arbeiten. Die Betonung liegt auf einer kommunikativen, sozial orientierten Wohlfühlatmosphäre. Ein professionelles Büro eben, das flexibel sowie auf das Wesentliche beschränkt ist und in dem Arbeiten Spaß macht und leicht von der Hand geht.

Zu guter Letzt

Nachdem man alle lästigen Arbeiten ausgelagert hat und der Overhead wegrationalisiert ist, steht der Produktivität im Prinzip nichts mehr im Wege. Und so kann die Zuhilfenahmen von Dienstleistern und Tools viel Arbeit einsparen wenn sie gezielt eingesetzt werden. Dabei ist es jedoch ganz wichtig, Dienstleister und Helferlein bewusst auszuwählen. Einen undefinierten „Haufen“ von Online-Tools gegen einen undefinierten Berg von Arbeit einzusetzen, schafft kurzfristig wohl eher mehr als weniger Arbeit. Deswegen kommt niemand um eine genaue Analyse der vorhandenen Situation inklusive aller Prozesse und Problemlagen herum. Manchmal liegt die Kunst auch darin, ein Tool nicht einzusetzen.

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2 Reaktionen
Micha

Der Coworking Space klingt wie ein "Viel zu schön, um wahr zu sein"-Traum ;) Eine solche Arbeitsatmosphäre sollte für jedes innovative Unternehmen erstrebenswert sein!

Andy

Was bei den Google App Accounts sehr schade ist, ist dass man FREE accounts nicht mit PREMIUM auf einer Maildomain kombinieren kann. Wenn es das gäbe, wären wir schon längst umgestiegen! :)

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