Software & Infrastruktur

Autorenwerkzeuge für interaktive Screencasts: Kamera läuft!

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Die skizzierten Herausforderungen lassen sich in vielerlei Hinsicht mit den Anforderungen beim Erlernen eines Handwerks vergleichen. Der Cognitive-Apprenticeship-Ansatz basiert auf neueren Lerntheorien und wurde ursprünglich für die Handwerksausbildung entwickelt, lässt sich aber ohne Probleme auch auf die Entwicklung von Software-Trainings übertragen. Der Ansatz gliedert den Lernprozess in drei Phasen:

  1. Modelling: Während der Modelling-Phase zeigt ein erfahrener Coach oder Trainer Schritt für Schriit die Bedienung einer Software-Anwendung. Dabei ist es besonders wichtig, dass er nicht nur erläutert, was er tut, sondern auch, dass er seine Denkprozesse in Worte fasst und damit für die Lernenden zugänglich macht.
  2. Coaching/Scaffolding: In dieser Phase ist nun der Anwender selbst mit einem ähnlichen Anwendungsproblem konfrontiert und soll es – zumindest in Teilen – selbst lösen. Der Coach greift nur noch ab und zu ein oder gibt Tipps.
  3. Exploring: In der Exploring-Phase lösen die Lernenden eigenständig ähnlich gelagerte Problemsituationen ohne fremde Hilfe und tauschen sich gegebenenfalls untereinander über ihre Lösungswege aus.

Es dürfte klar sein, dass sich nicht alle Phasen allein durch Lernprogramme abbilden lassen. Die Modelling-Phase, in der ein Trainer die Bedienung einer Anwendung zeigt, erscheint aber prädestiniert für Bildschirmmitschnitte mit Audiokommentaren. Und auch die Coaching/Scaffolding-Phase lässt sich mit Autorenwerkzeugen wie Camtasia Studio von Techsmith oder Captivate von Adobe recht gut abbilden. Die genannten Autorenwerkzeuge ermöglichen die Integration vielfältiger Interaktionen in die Filmsequenzen. Speziell mit Captivate können so auf vergleichsweise einfache Weise umfangreiche Software-Simulationen erstellt werden, in denen die Lernenden selbst aktiv in das Geschehen eingreifen können.

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