Ratgeber

Kryptowährungen jenseits von Bitcoin: Litecoin, Monero, Ripple

Seite 2 / 2

Auch hinter IOTA steckt eine besondere Idee. Hinter der Abkürzung steckt ein Internet-of-Things-Zahlungsmittel. Die Währung agiert in einer Art Maschinen-Wirtschaft, in der sich die technischen Geräte gegenseitig bezahlen können. Die drei Entwickler hinter IOTA gehen davon aus, dass in Zukunft die M2M-Kommunikation so weit geht, dass sich Maschinen gegenseitig für Dienstleistungen entlohnen. Anders als bei Bitcoin gibt es kein klassisches Mining und nicht nur einen Strang in der Blockchain. Um eine neue Transaktion ausführen zu können, muss eine Maschine zwei vorangegangene Transaktionen verifizieren. Klingt kompliziert, ist es offenbar auch. IOTA konnte aber immerhin schon 2015 in einem speziellen Vorverkauf Währungseinheiten im Wert von 500.000 US-Dollar an Unternehmen verkaufen. Die Anteile dieser ersten Tranche sind aktuell – zumindest theoretisch – mehr als 15 Millionen US-Dollar wert.

Monero (XMR) heißt auf Esperanto Münze. Die Kryptowährung wurde 2014 auf der Basis des Crypto-Night-Protokolls neu programmiert, ist vom Code her also nicht an Bitcoin angelehnt. Es handelt sich um eine dezentrale, auf Anonymität bedachte Lösung, die sehr speicherintensiv ist, sodass das Mining besonders gut mit Standard-PCs funktioniert. Aufgrund von Ring-Signaturen werden Geldein- und -ausgänge verschleiert und sind nicht öffentlich oder durch Dritte einsehbar. Auch die Identität des Urhebers oder Empfängers einer Zahlung lässt sich nicht nachvollziehen. Deswegen besteht die Gefahr, dass Monero für die Abwicklung illegaler Geldflüsse genutzt wird. Für das Nachvollziehen des Geldflusses wird entweder eine private Key-Datei benötigt oder eine View-Datei, mit der sich ein Geldfluss gegenüber einem Handelspartner oder einem Dritten nachweisen lässt.

Erst im Juni 2017 ging EOS, die neue Kryptowährung eines Blockchain-Startups auf den Cayman-­Inseln, an den Start. Ziel von Block.one ist die Integration dezentraler Anwendungen der Blockchain-Technologie in Unternehmen. Die Ausgabe erfolgt auf Token-Basis in Form einer ­Auktion, in deren Rahmen die verfügbaren Tokens binnen eines Jahres jeweils tranchenweise alle 23 Stunden verteilt werden sollen. Dadurch, dass Block.one je zu denselben Konditionen einen bestimmten Anteil an Tokens erwirbt, soll sichergestellt werden, dass die Interessen der Community den Interessen der Gründer entsprechen. Auch dabei handelt es sich um eine Währung, die noch ziemlich am Anfang steht und deren Entwicklung man im Blick behalten sollte.

Last but not least eine Währung, die zeigt, dass nicht jede Krypto­währung mit stark steigender Marktkapitalisierung und steigenden Kursen seriös ist: Bitconnect (BCC, nicht zu verwechseln mit Bitcoin-Cash, das teilweise dasselbe Kürzel nutzt) war im Januar 68 US-Cent wert, Mitte Oktober waren es mehr als 160 US-­Dollar. Viele Elemente von Bitconnect unterscheiden sich nicht von anderen Kryptowährungen: Peer-to-Peer, dezentraler Aufbau, schnelle Transaktionen im Vergleich zu Bitcoin selbst. Was aber stutzig macht, ist vor allem die angestrebte Rendite zwischen 120 und 490 Prozent im Jahr. Zumindest anzumerken ist noch, dass neben dem Proof-of-Work, dem Mining, es auch ein Proof-of-Stake gibt, also eine Anlage, die – sofern sie zwischen 100 und 1.000 US-Dollar liegt – für 240 beziehungsweise 300 Tage gesperrt bleibt. Viel Zeit in einem schnelllebigen Markt. Zusätzlich gibt es einen Verleih-Bot sowie ein Referral-Programm, das über Empfehlungsmanagement, also neu eingerichtete Wallets, Rendite verspricht. Dieses ist stufenweise wie ein Strukturvertrieb aufgebaut und wird daher in vielen Statements und Videos im Internet beworben. Auch wenn im Moment alles nach dem großen Deal aussieht: Es ist äußerste Vorsicht angebracht.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung