Entwicklung & Design

Wie das CMS lastverteilt betrieben wird: Lastenausgleich mit TYPO3

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Für die Bereitstellung der Datenbank müssen mehrere Dinge beachtet werden, denn TYPO3 ist mitunter ein sehr Datenbank-intensives CMS. Durch die zum Teil hohe Anzahl von Datenbank-Anfragen kann sich eine nicht-lokale Datenbank allein schon durch die Latenz des Netzwerks sehr negativ auf die Performance des Clusters auswirken. Daher muss eine Lösung gefunden werden, bei der möglichst auf jedem Server lokal ein Datenbankserver läuft. Dies ist mit dem Active-Active-Cluster der MySQL-Datenbank [8] perfekt abbildbar, genauso wie mit einer Oracle RAC-Instanz [9] auf jedem Cluster-Knoten.

Gegen die Verwendung der MySQL-Datenbank sprechen die vielen BLOBs (Binary Large Objects) in der Datenbank einer TYPO3-Instanz. Der MySQL-Cluster speichert seine Datenbanken komplett im Hauptspeicher, wodurch der Haupt-Speicherbedarf auf den Cluster-Knoten sprichwörtlich explodiert. Effizienter arbeitet hier eine Oracle RAC-Instanz, jedoch ist die Installation von TYPO3 darauf komplizierter.

Load-Balancing-Software

Für die Performance des Clusters ist die Load-Balancing-Software von besonderer Wichtigkeit. In hausinternen Tests sind allerdings große Unterschiede in den Implementierungen der Load-Balancing-Software offenbar geworden.

Eine häufig verwendete Load-Balancing-Software ist Pound [10]. Pound wird schon seit 2002 entwickelt und hat eine große Benutzer-Community. Pound ist unter der GPL lizenziert und wird häufig in Verbindung mit Ruby-On-Rails- oder auch JSF-Clustern eingesetzt. Gegen Pound spricht sein Threading-Modell: Pro Anfrage wird ein „clone()“ des aktuellen Prozesses durchgeführt. Das sorgte bei unseren Tests für eine rasche Saturierung der Cluster-Server. Ein großes Plus von Pound ist hingegen, dass auch SSL-Verbindungen lastverteilt werden können. Besonders in letzter Zeit hat Pound signifikante Verbesserungen erfahren, wie zum Beispiel Online-Rekonfiguration, gewichtete Lastverteilung und einiges mehr.

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