t3n 16

Open-Source-Shops: Magento, Oxid eShop und xt:Commerce im Vergleich

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xt:Commerce: alt aber praktisch

xt:Commerce ist die Weiterentwicklung von osCommerce, wurde für den deutschen und europäischen Markt konzeptioniert und ist in diesem trotz in die Jahre gekommener Architektur sehr weit verbreitet. Die Programmier- und Designstruktur ist relativ einfach gehalten und leicht anzupassen. xt:Commerce wird daher häufig für kleine Projekte eingesetzt, also überall dort, wo man möglichst schnell die ersten Schritte mit einem Online-Shop gehen möchte. Die alte Version 3.x von xt:Commerce wurde unter Open-Source-Lizenz veröffentlicht, allerdings kann man diese auf offiziellem Weg über die Firma xt:Commerce GmbH nur nach Abschluss eines 12-monatigen Support-Vertrags downloaden. Der Support-Vertrag schlägt dabei mit rund 100 Euro zu Buche. Im Internet finden sich aber auch zahlreiche freie Download-Quellen, die legal ohne den Support-Vertrag daherkommen. Ab der neuesten xt:Commerce-Version „Veyton (4.0)“ kostet die Software je nach Version zwischen 89 und 990 Euro und ist nicht mehr Open Source.

Bei xt:Commerce ist gerade im deutschsprachigen Raum die Community vergleichsweise groß und der Funktionsumfang auf den ersten Blick riesig – was nicht verwundert, bedenkt man, dass die Software bereits seit einigen Jahren auf dem Markt ist. Mit dem Alter der Shop-Lösung haben sich aber auch historisch bedingte Probleme eingeschlichen, die erst mit der lizenzkostenpflichtigen Version 4 in Angriff genommen wurden. Die Änderung des Lizenzmodells mit Version 4 wird allerdings von vielen Community-Mitgliedern kritisch beurteilt, sodass viele schon zu Alternativ-Projekten wie Magento und vor allem zum technisch einfacheren Oxid eShop rüberschielen. Möchte man xt:Commerce lizenzkostenfrei nutzen, muss man mit der letzten Version 3.0.4 aus dem Jahr 2006 vorliebnehmen und mit inoffiziellen Upgrade-Packages arbeiten – für viele Anwender sicher ein Ausschlusskriterium.

In der Administrationsoberfläche von xt:Commerce sind alle Menüpunkte aufgeklappt. Der Admin sieht so auf den ersten Blick alles – optisch wirkt das Backend dadurch aber etwas überfrachtet.
In der Administrationsoberfläche von xt:Commerce sind alle Menüpunkte aufgeklappt. Der Admin sieht so auf den ersten Blick alles – optisch wirkt das Backend dadurch aber etwas überfrachtet.

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8 Reaktionen
Volker Wendeler

Schöner Artikel, aber warum gibt es keine Druckfunktion?

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er sich genauer über Magento informieren möchte kanne s heir tun: magentocommerce.com/blog ist der offizielle Blog!

Tatjana

Also ich hab MAgento getestet und habe es nun implementiert. Ich muss sagen, dass ich es bisher auch nicht bereut habe. Der Umfang der Standardausführung ist hier für unsere Zwecke vollkommen ausreichend!

Daniel

Interessant ist IHMO nur die letzte Tabelle! ;-)

Martin

xt:Commerce ist doch abzocke mit dem support-knebelvertrag :(

und was ist mit osCommerce 3 ... codename *Vanillekipferl* ?

Alexander Ringsdorff

Das Thema Praxistipps zu Skalierbarkeit und Performance von Magento wurde gerade in einem ausführlichen Beitrag im Magento Blog behandelt:

magentocommerce.com/blog

Oli

Stimme "INblau" in allen Punkten voll zu.
Leider gab es vor ein paar Jahren keine richtige Alternative.

INblau

Wir arbeiten seit mehreren Jahren mit xt:commerce, so dass ich hier noch ein paar Anmerkungen zu diesem Shopsystem geben möchte.
Der Shop nutzt das Smarty-Templatesystem und ist mit einem Tabellen-Layout aufgebaut. Möchte man auf einen suchmaschinenfreundlichen Aufbau wechseln, ist dieses nicht einfach nur über das Template-System möglich, man muß schon an einigen Stellen in die PHP-Files eingreifen.
Einige Funktionen schauen zwar auf den ersten Blick gut aus, will man sie aber zum Einsatz bringen, stellt man fest, dass sie nicht fertig entwickelt wurden, wie zB das Gutscheinsystem.
Da es keinen Weiterentwicklung mehr gibt und somit auch keine Updates mit Bugfixing, sind in der Zeit doch einige Sicherheitslücken aufgetaucht, nach denen man sich mühsam auf die Suche begeben muß.
Erwirbt man die Lizenz für 100€ um dann noch von dem versprochenen Support zu profitieren, wird man schnell enttäuscht! Wenn man nicht das Glück hat im Forum auf eine gleiche Frage bereits eine Antwort zu finden, ist man mehr oder weniger wieder auf sich alleine gestellt - was sehr oft der Fall ist.
Zuletzt sei noch gesagt, dass die neue kostenpflichtige Version nichts mehr mit der ursprünglichen Version zu tun hat, sondern eine komplette Neuentwicklung ist. Von dieser kann ich unserer Meinung nach nur abraten!

Auch wir werden jetzt mehr und mehr zu einem der beiden anderen Shop-Systeme wechseln.

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