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Open-Source-Shops: Magento, Oxid eShop und xt:Commerce im Vergleich

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Einfach und schnell vs. kompliziert und vielseitig

Magento scheint sich im Markt der Open-Source-Shop-Systeme als multifunktionsfähiger Allrounder zu positionieren. Die schier unbegrenzte Funktionsvielfalt gepaart mit einer soliden technischen Architektur erkauft man sich allerdings durch einen extremen Ressourcen-Bedarf und ein erhöhtes Maß an Komplexität. Für die Anpassung und Betreuung des Systems ist aufgrund der sehr komplex aufgebauten Code-Struktur und der niedrigen Lernkurve in der Regel eine Agentur oder der Zugriff auf versierte Programmierer notwendig. Auch der Aufwand für die Anpassung oder Erweiterung von Magento durch eigene Plugins sollte nicht unterschätzt werden. Hier ist mit einer vergleichsweise langen Einarbeitungszeit zu rechnen, auch da Varien ständig Erweiterungen am Programmkern vornimmt.

Die Ansprüche, die Oxid eShop an einen Programmierer stellt, sind zwar ähnlich hoch wie bei Magento, jedoch ist der Code deutlich übersichtlicher und konsistenter aufgebaut und greift auf bewährte Open-Source-Projekte wie zum Beispiel die Template-Engine Smarty zurück. Im Gegensatz zu Magento, das an vielen Stellen unübersichtlich und komplex wirkt, hat man bei der Bedienung und Einrichtung von Oxid eShop ständig das Gefühl, sich auf das Wesentliche zu beschränken. Wie bei Magento ist es jedoch zum Beispiel möglich, komplexe Attributsets zu definieren. Social-Features wie Tag-Clouds und Produktkommentare gehören sogar standardmäßig zum Funktionsumfang des eShop. In der Community-Version von Oxid eShop vermisst man die SOAP-Schnittstelle, sodass die Anbindung des Shops an ein Warenwirtschaftssystem oder die Kopplung mit anderen Systemen unmittelbar mit einem erhöhten Initialaufwand verbunden ist.

Bei xt:Commerce geht die Anpassung und Erweiterung vergleichsweise leicht von der Hand. Im Gegensatz zu den hohen Anforderungen, die Magento an die Serverhardware stellt, sollte xt:Commerce zudem auf jedem gängigen PHP-MySQL-Webspace laufen. Zudem gelingt es auch dem weniger versierten Entwickler, die einfache Code-Architektur von xt:Commerce nachzuvollziehen und das System zu erweitern. Allerdings sei an dieser Stelle angemerkt, dass der technisch veraltete Aufbau von xt:Commerce bei komplexen Anforderungen schnell zum Problem wird und erhebliche Workaround-Implementierungen nötig werden können. Diese Tatsache wiegt umso schwerer, da der offizielle Support von xt:Commerce v3 seitens des Herstellers eingestellt wurde und offiziell nur noch die kostenpflichtige Version v4 unterstützt wird.

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8 Reaktionen
Volker Wendeler

Schöner Artikel, aber warum gibt es keine Druckfunktion?

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er sich genauer über Magento informieren möchte kanne s heir tun: magentocommerce.com/blog ist der offizielle Blog!

Tatjana

Also ich hab MAgento getestet und habe es nun implementiert. Ich muss sagen, dass ich es bisher auch nicht bereut habe. Der Umfang der Standardausführung ist hier für unsere Zwecke vollkommen ausreichend!

Daniel

Interessant ist IHMO nur die letzte Tabelle! ;-)

Martin

xt:Commerce ist doch abzocke mit dem support-knebelvertrag :(

und was ist mit osCommerce 3 ... codename *Vanillekipferl* ?

Alexander Ringsdorff

Das Thema Praxistipps zu Skalierbarkeit und Performance von Magento wurde gerade in einem ausführlichen Beitrag im Magento Blog behandelt:

magentocommerce.com/blog

Oli

Stimme "INblau" in allen Punkten voll zu.
Leider gab es vor ein paar Jahren keine richtige Alternative.

INblau

Wir arbeiten seit mehreren Jahren mit xt:commerce, so dass ich hier noch ein paar Anmerkungen zu diesem Shopsystem geben möchte.
Der Shop nutzt das Smarty-Templatesystem und ist mit einem Tabellen-Layout aufgebaut. Möchte man auf einen suchmaschinenfreundlichen Aufbau wechseln, ist dieses nicht einfach nur über das Template-System möglich, man muß schon an einigen Stellen in die PHP-Files eingreifen.
Einige Funktionen schauen zwar auf den ersten Blick gut aus, will man sie aber zum Einsatz bringen, stellt man fest, dass sie nicht fertig entwickelt wurden, wie zB das Gutscheinsystem.
Da es keinen Weiterentwicklung mehr gibt und somit auch keine Updates mit Bugfixing, sind in der Zeit doch einige Sicherheitslücken aufgetaucht, nach denen man sich mühsam auf die Suche begeben muß.
Erwirbt man die Lizenz für 100€ um dann noch von dem versprochenen Support zu profitieren, wird man schnell enttäuscht! Wenn man nicht das Glück hat im Forum auf eine gleiche Frage bereits eine Antwort zu finden, ist man mehr oder weniger wieder auf sich alleine gestellt - was sehr oft der Fall ist.
Zuletzt sei noch gesagt, dass die neue kostenpflichtige Version nichts mehr mit der ursprünglichen Version zu tun hat, sondern eine komplette Neuentwicklung ist. Von dieser kann ich unserer Meinung nach nur abraten!

Auch wir werden jetzt mehr und mehr zu einem der beiden anderen Shop-Systeme wechseln.

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