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Produkte, Hardware und Software optimal konfigurieren: Magento im Praxiseinsatz

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Am besten kann man diese ganz besondere Produktgattung mit zwei vollkommen unterschiedlichen Beispielen verständlich machen, die jedoch zwei wichtige Gemeinsamkeiten haben: Die Produkte haben eines oder mehrere Attribute mit zahlreichen oder (zumindest theoretisch) unendlichen Auswahlmöglichkeiten und werden in der Regel erst nach ihrer Bestellung angefertigt.

Zunächst stelle man sich einen PC-Shop vor, bei dem zehn verschiedene Gehäuse mit je zehn verschiedenen Netzteilen, Mainboards, Festplatten, Grafikkarten und Prozessoren kombiniert werden können. Von zusätzlichem Zubehör wie Tastaturen und Monitoren ganz zu schweigen.

Man kann sich schnell ausrechnen, dass es bei je zehn Möglichkeiten sage und schreibe eine Million mögliche Kombinationen gibt, jede davon mit einer eigenen Artikelnummer. Und das für nur einen PC. Logisch, dass man nicht alle 1.000.000 Simple Products anlegen kann, da man sonst zum einen eine stattliche Serverfarm zum Betrieb des Shops benötigen würde, und zum anderen eine ganze Armee an Redakteuren, die alle Produkte einpflegen.

Ein zweites einfacheres Beispiel: ein Schreinerbetrieb mit Onlineshop, der Holzbretter auf jede beliebige Länge zuschneiden kann. Sehr schnell wird klar, dass man nicht für jede mögliche Länge, die ein Kunde bestellen möchte, ein eigenes Simple Product mit eigener Artikelnummer anlegen kann.

Für das zweite Beispiel beschreibt Mark Kimsal in seinem empfehlenswerten Buch „php|architect's Guide to Programming Magento“ [1] eine mögliche Vorgehensweise, die jedoch nur ein Provisorium sein kann, keine endgültige Lösung. Ähnlich sieht es auch mit Gravuren oder Drucken aus.

Deutlich schöner und sauberer ist die Funktionalität der so genannten „Custom Attributes“, die mit Magento 1.1 eingeführt wurden. Mittels dieser ist es für Made-to-Order-Produkte nicht mehr nötig, ein Configurable Produkt mit unzähligen Simple Products anzulegen, sondern es reicht ein einziges Simple Product, bei dem eingestellt wird, welche Auswahlfelder und -möglichkeiten es gibt. Ein eindeutiges Produkt wird dann – auf Wunsch mit Artikelnummer – automatisch und erst beim Bestellvorgang generiert. Dank dieser Funktion erschließt sich Magento ein zusätzliches, recht attraktives Marktsegment und die auf Kundenwunsch produzierenden Betriebe kommen in den Genuss einer passenden Shoplösung.

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