How-To

Augmented Reality: Diese großartigen Marketingstrategien gibt es heute schon

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Das Möbelhaus Ikea hat sich diese neuen Möglichkeiten zunutze gemacht. Die Schweden haben ihren Kunden bereits vor vier Jahren ermöglicht, Produkte aus dem Ikea-Printkatalog virtuell in der eigenen Wohnung zu platzieren. Damals war neben der App und einem digitalen Katalog-Download noch ein Marker nötig, damit Tisch, Stuhl oder Sofa im passenden Größenverhältnis und im richtigen Betrachtungswinkel auf dem Smartphone-Display dargestellt werden konnten. Als Marker diente der Katalog, der dort auf den Boden gelegt wurde, wo das Möbelstück später stehen sollte.

Ikea hat zum Start von ARKit unter iOS11 eine AR-App entwickelt, mit der sich ohne jeglichen Marker Möbel in den eigenen Räumen platzieren lassen. (Abbildung: Ikea)

Heute kommen Nutzer auch ohne Marker und Katalog-Download aus. Ikeas neue App „Place“ läuft unter iOS11 und greift somit auf Apples AR-Funktionalitäten zu. Aktuell sind mehr als 2.000 Artikel in der Applikation verfügbar. Nachdem die User in wenigen Sekunden den Fußboden gescannt haben, skaliert die Anwendung die gewählten Produkte automatisch, abhängig von den Maßen des Raumes. Nach Angaben von Ikea geschieht dies mit einer Genauigkeit von 98 Prozent. Die AR-Technologie ist so präzise, dass man die Textur der Materialien sowie den Licht- und Schattenfall auf den Möbelstücken erkennen kann.

Auch Apple-Wettbewerber Google widmet sich intensiv dem Thema AR. Seine Augmented-Reality-Plattform Tango hat das Unternehmen im Spätsommer 2017 allerdings erst mal auf Eis gelegt. Stattdessen setzt Google jetzt auf ARCore. Während für Tango noch Sensoren oder zusätzliche Kameras nötig waren, um Räume zu vermessen, kommt ARCore – ebenso wie Apples ARKit – ohne zusätzliche Hardware aus. Entwickler können also jetzt für Android neue Augmented-Reality-Apps programmieren, die ebenfalls mit den Bordmitteln des Endgerätes auskommen.
Derzeit ist ARCore auf dem Samsung Galaxy S8 und den ­Pixel-Smartphones nutzbar, andere Geräte-Marken sollen schnell folgen.

Tiefkühlpizza via Fingertipp

Die zunehmend flächendeckende Verbreitung entsprechender Funktionalitäten wird auch die AR-Anwendungen im Marketing beflügeln. An Kreativität mangelt es dem Markt schon heute nicht. Bestes Beispiel ist L‘Oréal mit seiner App „Make Up ­Genius“: Wer diese Anwendung auf seinem Smartphone oder Tablet installiert, kann sich virtuell schminken, wobei das Gerätedisplay als Spiegel dient und Model-Fotos von der Pariser Fashion Week die entsprechende Styling-Inspiration liefern. Mit wenigen Fingertipps kann die Zielgruppe hier einen neuen Look für ihr ­Gesicht testen. Gefällt die Auswahl, können die Nutzerinnen Mascara, Lippenstift  und Co. in einen Warenkorb legen und direkt aus der Anwendung heraus bestellen.

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Ein Kommentar
dadoc
dadoc

Dem wäre noch die App augmen.tv hinzuzufügen… die weltweit erste App, die TV Inhalte framegenau mit Interaktionen in der App verbindet und damit die sog. Second Screen nahtlos mit dem TV verbindet.

Galileo Zuschauern ist die App schon bekannt aus der AR Woche im November 2017.

Mehr dazu inkl. Demo unter http://www.eyecandylab.com

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