How-To

Augmented Reality: Diese großartigen Marketingstrategien gibt es heute schon

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Auch der Tiefkühlspezialist Bofrost nutzt AR, um seinen Kunden den Einkauf so bequem wie möglich zu machen: Mit der Bo­frost-App können Konsumenten ihre Tiefkühlprodukte direkt aus dem gedruckten Katalog heraus bestellen. Die Katalogseiten werden mit dem Smartphone gescannt, die App erkennt die Produkte automatisch. Per Fingertipp können Kunden digitale Zusatz-Informationen aufrufen oder die gescannten Produkte in den Warenkorb legen. Darüber hinaus liefert die App Zubereitungsempfehlungen, Nährwertangaben und eine Kalender-Funktion zum Besuchstermin – also zusätzliche Mehrwerte für den Nutzer.

Das Berliner Unternehmen ­Printpeter bietet es Studenten an, ihre Uni-Skripte kostenfrei auszudrucken. Im Gegenzug wird in den Lernunterlagen studentenbezogene Werbung abgedruckt. (Abbildung: Printpeter)

Basis der App ist die von Appear2media entwickelte Schnittstelle Actionlist. Sie kann jedes gedruckte Medium mit einer Offline-Online-Brücke ausstatten. Dazu erscheinen antippbare Buttons im Bildschirm mit jeweils verschiedenen Content-­Typen. Dem AR-Anbieter zufolge wird dieses Prinzip von den Nutzern grundsätzlich sehr gut verstanden und genutzt. Auch die Augmented-Reality-App von Printpeter basiert auf der ­Actionlist: Das Berliner Unternehmen ermöglicht es Studenten, ihre Uni-Skripte kostenfrei auszudrucken. Im Gegenzug wird in den Lern­unterlagen studentenbezogene Werbung abgedruckt – eine attraktive Präsentationsmöglichkeit für Unternehmen, da sie ihre Zielgruppe nach Alter, Geschlecht, Hochschule, Studiengang und Semester sehr spitz targeten können. Zudem beschäftigen sich die Nutzer ein ganzes Semester lang sehr intensiv mit dem Skript.

Über die neuen AR-Funktionalitäten können Werbetreibende bei Printpeter etwa Links zu Videos, Gewinnspielen, Stellenangeboten und anderen Inhalten im Kamerabild hinterlegen. Besondere technische Anforderungen werden an die Printanzeigen dabei nicht gestellt. Scannen die Studenten eine der Anzeigen mit der Printpeter-App, erhalten sie Zugriff auf die digitalen Zusatz­angebote. Ein Vorteil: Diese lassen sich jederzeit, auch nach dem Druck der Anzeige, ändern oder aktualisieren. Außerdem wird durch die digitale Verknüpfung auch die Conversion messbar. Seit Sommer 2017 vermarktet Printpeter die Lernskripte, über 100 Unternehmen setzen bereits auf die digitale Erweiterung ihrer Anzeigen. „Die Möglichkeit, Printanzeigen digital zu erweitern, hilft uns enorm beim Anzeigenverkauf,“ sagt Geschäftsführer ­Cecil Croy.

Die genannten Beispiele zeigen: Nicht die aus Plakatwänden springenden Monster haben sich in der AR-Welt durchgesetzt, sondern bodenständige Anwendungen mit einem klaren Mehrwert für Nutzer und Anbieter. Wurde früher der Spieltrieb der Kreativen beflügelt, rückt jetzt der Konsument in den Vordergrund. Mit der fortschreitenden technischen Entwicklung dürfte dieser Aspekt noch wichtiger werden.

Augmented Reality Everywhere

Doch die AR der Zukunft wird nicht nur in den eigenen vier Wänden stattfinden: Sie drängt auch in den öffentlichen Raum. „Schon bald werden wir auch AR-Anwendungen sehen, die mit GPS-Daten verknüpft sind“, ist René Götzenbrugger, Chef der Heidenheimer Agentur Graustich überzeugt. Seine Firma hat den entsprechenden Prototyp schon realisiert. Auf diese Weise könnten Marken beispielsweise ihre Werbebotschaft direkt über einem Gebäude schweben lassen. Die exakte Ausrichtung wird via GPS-Signal sichergestellt. Das angezeigte Objekt kann von allen Seiten unterschiedlich aussehen, weil es dreidimensional im Raum schwebt. Auch eine Animation sei möglich, sagt ­Götzenbrugger.

Schon heute sind AR-Technologien nicht nur in der Lage, zweidimensionale Objekte als Trigger zu verwenden, bei der das Scannen einer Anzeige oder eines Plakates eine Augmentierung auslöst. Auch dreidimensionale Objekte können als Trigger dienen. Theoretisch könnte mit Hilfe von GPS jeder Gegenstand im Stadtbild mit seiner ganz eigenen virtuellen Werbung oder zusätzlichen Informationen versehen werden.

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Ein Kommentar
dadoc
dadoc

Dem wäre noch die App augmen.tv hinzuzufügen… die weltweit erste App, die TV Inhalte framegenau mit Interaktionen in der App verbindet und damit die sog. Second Screen nahtlos mit dem TV verbindet.

Galileo Zuschauern ist die App schon bekannt aus der AR Woche im November 2017.

Mehr dazu inkl. Demo unter http://www.eyecandylab.com

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