Entwicklung & Design

Fileserver in der Cloud: Darauf sollte man bei der Anbieterwahl achten

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Strato HiDrive Pro

Strato HiDrive Pro [9] richtet sich ebenfalls an Unternehmen. Der Service startet bei 1.000 GByte inkl. 25 Benutzer für 39,90 Euro pro Monat und reicht bis maximal 5.000 GByte und 120 Benutzer für 149 Euro monatlich. Der Zugriff auf den Speicher ist mit FTPS, WebDav, SMB/CIFS, rsync, SFTP und SCP zwar beinahe Protokoll-unabhängig; ein nativer lokaler Client für gängige Betriebsyssteme existiert jedoch nicht. Eine einfache Synchronisierung ist demnach nur über Dritt-Anwendungen erreichbar. Dennoch ermöglichen die Protokolle eine gute Integration in bestehende Unternehmensapplikationen. Die Daten werden in deutschen Rechenzentren in Berlin und Karlsruhe gespeichert.

CloudSafe

Der Hamburger Storage Service CloudSafe [10] kann sowohl von Privat- als auch Unternehmenskunden genutzt werden. Zentraler Bestandteil sind die so genannten „Safes“. Ein Safe ist ein für sich geschlossener Speicherbereich, der über eigene Zugangsdaten verfügt. Jeder Safe kann für verschiedene Nutzer und Gruppen zugänglich gemacht werden; so lassen sich unterschiedliche Unternehmensbereiche und Abteilungen klassifizieren und es lässt sich beispielsweise projektbezogen zusammenarbeiten. Mit dem Windows-Client lassen sich Safes als lokales Laufwerk integrieren, eine automatische Synchronisierung der Daten ermöglicht CloudSafe nicht. Das ist nur mit Dritt-Anwendungen, etwa rsync, möglich. Mobile Clients stehen nur für iOS zur Verfügung.

CloudSafe kann mit 2 GByte und drei Safes kostenlos genutzt werden. Die Premium-Variante bietet 5 GByte Speicher, beliebig viele Safes sowie die Möglichkeit, Gruppen zu erstellen. Die Kosten betragen 2,99 Euro pro Monat bzw. 29,90 Euro jährlich. Mit der Premium-„L“-Variante erweitert sich für 7,99 Euro monatlich (79,90/Jahr) der Speicherplatz auf 50 GByte.

doo.net

Das Bonner Startup doo.net [11] bietet ein Cloud-basiertes Tool für die digitale Ablage von Dokumenten.
Damit lassen sich Daten aus unterschiedlichen Quellen wie E-Mails,
lokalen Ordnern oder anderen Cloud-Services an einem zentralen Ort
zusammenführen. Der Service verfügt über eine eigene OCR-Texterkennung
und markiert Daten für eine bessere Suche mit Tags. Die Tags werden
ebenfalls dazu verwendet, um Dokumente bestimmten Kategorien zuzuordnen.
Auf Wunsch synchronisiert doo.net die Daten mit seinen Servern.

Der Dienst kann für bis zu 2.000 Dokumente und maximal 1 GByte
Speicher kostenlos genutzt werden. Nachdem die Beta-Phase abgeschlossen
ist, soll es drei weitere Optionen geben: In der Premium-Version für
4,99 Euro pro Monat lassen sich 20.000 Dokument mit bis zu 10 GByte
speichern, Premium Plus kostet 7,99 Euro monatlich und bietet 50.000
Dokumente sowie maximal 25 GByte Platz. Die Professional-Version nimmt
bis zu 200.000 Dokumente und 100 GByte für monatlich 24,99 Euro auf.
Zudem gibt es auf Anfrage spezielle Angebote für Teams.

doctape

doctape integriert Google Docs in seine Web-Oberfläche, um Dokumente online zu bearbeiten; auch im Team.
doctape integriert Google Docs in seine Web-Oberfläche, um Dokumente online zu bearbeiten; auch im Team.

Das Startup doctape [12] aus Hannover bietet einen Cloud-basierten Service für die Verwaltung von privaten und geschäftlichen Daten. Die Idee hinter dem Service ist das Archivieren und Management von Dokumenten jeglichen Formats wie PDFs, Word-/OpenOffice-Dokumente sowie Musik, Fotos und Videos. Jeder doctape-Nutzer erhält 5 GByte kostenlosen Speicherplatz, der sich über eine spätere Premiumversion erweitern lassen soll. Bedient wird doctape über den Browser oder eine iOS-App; Android soll folgen. Der Upload der Daten erfolgt über den Browser oder als Dateianhang per E-Mail. Darüber hinaus sollen sich einige internetfähige Kameras so konfigurieren lassen, um Bilder direkt auf doctape abzulegen. Alle Dateien lassen sich „tapen“, also mit einem Tag markieren, um damit die Suchfunktion zu beschleunigen. Derzeit befindet sich doctape noch in einer geschlossenen Beta-Phase.

Evernote

Evernote [13] ist ein Webservice zum Erstellen, Sammeln, Organisieren und Durchsuchen von Dokumenten und Notizen. Neben Web-Oberfläche stehen Clients für Windows, Mac und alle gängigen mobilen Betriebsysteme zur Verfügung. Die gespeicherten Objekte werden automatisch für die Suche indexiert. Eine integrierte Texterkennung erfasst Inhalte aus gescannten Dokumenten, die sich später ebenfalls durchsuchen lassen. Die Basis-Version von Evernote kann kostenlos genutzt werden und bietet ein maximales Uploadvolumen von 60 MByte, wobei ein einzelnes Objekt maximal 25 MByte haben darf. Die Premium-Version kostet 5 Euro monatlich (40 Euro/Jahr) und bietet jeden Monat ein Uploadvolumen von 1 GByte. Die Größe einzelner Objekte wird auf 100 MByte erweitert.

ownCloud

Für äußerst sensible Daten ist möglicherweise ownClowd [14] das Richtige: Das vom deutschen Entwickler Frank Karlitschek gestartete Open-Source-Projekt ist nichts anderes als ein Cloud Storage Service für den eigenen Server/Webspace. Benötigt wird ein Webserver und Root-Rechte, um ownClowd zu installieren. Das System kann dann mit Synchronisierung, Verschlüsselung, Versionierung, Kalender und Tasks umgehen. Hochgeladen wird über die Web-Oberfläche, diverse Dateiformate können dort auch direkt eingesehen werden.

Fazit

Es gilt herauszufinden, in welchen Bereichen Cloud-Server Vorteile für das eigene Unternehmen bieten: als Ergänzung oder Standalone-Lösung, als kollaborative Plattform oder Backup-Medium? Darüber hinaus ist es wichtig, sich von vornherein über alle Anforderungen klar zu sein: Welche Plattformen müssen unterstützt werden, wie viel Speicher wird benötigt und wie viele Benutzer arbeiten damit?

Sind diese Fragen geklärt, steht einem File-Server in der Cloud nichts mehr im Weg. Denn für Unternehmen geht es auf dem heutigen IT-Markt primär um eine schnelle, einfache, aber vor allem kostengünstige Art und Weise, neue Dienste, Produkte und Einnahmenquellen zu entwickeln, um damit die Wettbewerbsposition am Markt zu festigen und auszubauen. Dank Cloud-Computing stehen dazu neue Mittel und Wege bereit, diese Ziele zu erreichen.

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Ein Kommentar
Lukas Koch

Danke für diese klasse Zusammenfassung. Ich bin auch noch auf der Suche nach dem richtigen Cloud Dienst. Da kommt mir der Artikel sehr gelegen.

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