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Mikroformate: Das Semantische Web „von unten“

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Browsererweiterungen

Derzeit werden Mikroformate von keinem Browser standardmäßig ausgewertet. Mit Firefox 3 und Internet Explorer 8 stehen aber bereits zwei Browser in den Startlöchern, die die Unterstützung des einen oder anderen Formats umsetzen sollen, in der Zwischenzeit ist eine Unterstützung von Mikroformaten nur durch Browsererweiterungen möglich. Die meisten Erweiterungen gibt es für Firefox und verwandte Browser wie SeaMonkey oder Netscape Navigator ab Version 9, darunter die beiden Tools Tails Export [6] und Operator [7].

Operator erkennt das Mikroformate rel-tag und bietet diverse Möglichkeiten an, Tags weiterzuverarbeiten.
Operator erkennt das Mikroformate rel-tag und bietet diverse Möglichkeiten an, Tags weiterzuverarbeiten.
Tails Export lässt ein Mikroformate-Icon aufleuchten, wenn Mikroformate auf einer Seite erkannt werden. Beim Klick auf das Icon erscheint eine Seitenleiste, die alle auf der Seite erkannten Mikroformate auflistet und eine Exportfunktion bereitstellt.

Operator ist derzeit die beliebteste Erweiterung für Entwickler und Anwender. Nach der Installation steht eine Werkzeugleiste zur Verfügung, die sich ähnlich der Navigations- oder Lesezeichensymbolleiste oben bei den Browserschaltflächen einrichtet.

Wenn Operator Mikroformate auf einer Webseite erkennt, werden die entsprechenden Schaltflächen aktiv. Die Erweiterung erkennt sehr viele Formate und bietet eine Vielzahl von nützlichen Hilfsmitteln an.

Für Safari gibt es derzeit nur eine wichtige Erweiterung, das „Safari Microformats plugin“ [8]. Dieses lässt sich allerdings nur für Safari 3 in Verbindung mit Mac OS X Leopard installieren. Sobald Mikroformate auf einer Webseite identifiziert werden, leuchtet das Mikroformate-Icon im Browser auf. Durch den Klick auf das Logo lassen sich die gefundenen Formate dann in andere Programme exportieren.

Für den Internet Explorer gibt es derzeit keine erwähnenswerte Erweiterung. Hier gilt es, auf die Fertigstellung des IE 8 zu warten.

Fazit

Mikroformate reichern Dokumente menschen- und maschinenlesbar mit semantischen Informationen an, ohne dabei ihren Content zu verändern. Maschinenlesbare Semantik ist wiederverwendbarer Content: Es ist möglich, mit Mikroformaten versehene Daten weiterzuverarbeiten. Informationen lassen sich aus einer Website auslesen und können anderen Programmen zugänglich gemacht werden, dadurch ergibt sich ein großer Mehrwert für den Nutzer. Stellen Sie sich vor, die Veranstaltungsübersicht Ihres bevorzugten Konzerthauses oder ihrer Lieblingsdiskothek wäre mit Mikroformaten ausgezeichnet: Sie könnten die Daten aller oder ausgewählter Veranstaltungen mit wenigen Klicks aus den Websites extrahieren und ihrer Kalendersoftware verfügbar machen. Mikroformate sind ein Teil des Web 2.0: Sie kennzeichnen soziale Beziehungen, unterstützen Bookmarking und Tagging. Besonders nützlich werden Mikroformate dann, wenn Suchmaschinen sie noch viel stärker für sich entdecken; Webseiten mit Buch- oder DVD-Rezensionen könnten so viel effizienter bewertet werden als heute.

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