Software & Infrastruktur

Mehr Vielfalt, mehr Auswahl, mehr Eigenheiten: Der neue Browserkrieg

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Webstandards!

Glücklicherweise setzt sich bei Entwicklern vermehrt die Erkenntnis durch, dass man im ersten Schritt nicht auf einen Browser optimiert, sondern stattdessen die Webstandards korrekt anwendet. In einem zweiten Schritt kann man dann die Darstellung für den IE6 reparieren. Auch die Browserhersteller – selbst Microsoft – scheinen Webstandards mittlerweile ernstzunehmen. Microsoft-Entwickler waren verblüfft, als sie in Europa in Gesprächen mit Webentwicklern erfuhren, dass diese dringend eine Verbesserung der Webstandardsunterstützung wünschten, auch zu Lasten besonderer Browserfeatures oder des Erscheinungstermins. Doch noch immer gibt es keinen Browser, der XHTML oder CSS2 komplett unterstützt [3].

Webstandards?

Was ist aber so wichtig an einer verbesserten Standardunterstützung? Ist das nicht nur etwas für Geeks? Nein, denn Standardisierung gibt wirtschaftliche Sicherheit. Wenn der Auftraggeber weiß, dass seine Seite oder Applikation mit Code arbeitet, der von allen Browsern jetzt und auch in Zukunft gleichartig interpretiert wird, dann besitzt er Investitionssicherheit.

Der Internet Explorer 8

Den weitesten Weg in punkto Standardunterstützung hat dabei Microsoft zurückzulegen. Die Chancen für eine Verbesserung stehen gut. Der IE8 kommt mit einer neuen Engine und hat alten Ballast abgeworfen. So wird es beispielsweise die Eigenschaft „hasLayout“ nicht mehr geben, die für so viele CSS-Fehler verantwortlich ist. Trotz aller positiven Aspekte kocht Microsoft allerdings noch immer punktuell sein eigenes Süppchen, die Probleme werden möglicherweise nicht weniger, höchstens anders [4]. Und noch immer wird XHTML nur als TagSoup unterstützt [5]. Kurzum: Echte XHTML-Unterstützung verweigert uns Microsoft auch noch acht Jahre nach Einführung des Standards.

JavaScript-Engines

Google hat es mit Chrome überdeutlich gezeigt: JavaScript ist derzeit die treibende Kraft in der Browserentwicklung. Kaum war Chrome mit einer schnellen JavaScript-Engine draußen, zogen Opera und Firefox nach. JavaScript wird immer wichtiger, da es für moderne und gut nutzbare Applikationen benötigt wird. Doch die Engines benötigen nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch Sicherheit. Vor allem sollten (endlich) alle Browser JavaScript und das DOM gleichartig implementieren. Solange dies noch nicht flächendeckend gegeben ist, ist zur Nutzung eines der weitverbreiteten JavaScript-Frameworks zu raten.

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