Ratgeber

Software für UX-Designer: Die 5 besten Prototyping-Tools im Vergleich

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Sehr bald, wahrscheinlich schon vor Erscheinen dieses Artikels, soll die neue Version 8 veröffentlicht werden. Diese verspricht unter anderem eine Vereinfachung der Benutzeroberfläche und eine bessere Team-Kollaboration direkt über AxShare.

In der Standard-Version kostet Axure 289 US-Dollar pro Einzelnutzer-Lizenz, die Pro-Version mit Spezifikationen und Team-Features schlägt mit 589 US-Dollar zu Buche.

Justinmind

Am besten mit Axure vergleichbar ist Justinmind. Auch bei diesem Tool handelt es sich um eine Standalone-Software. Sie ist nicht webbasiert und bietet sehr fortgeschrittene Features.

Die Dokumentationsmöglichkeiten gehen sogar noch weiter als bei Axure: Der Nutzer kann nicht nur Notizen verfassen und Spezifikationen exportieren, sondern sogar Requirements dokumentieren. Auch Flowcharts und Sitemaps kann er – wie auch bei Axure – erstellen.

Die Oberhand hat Justinmind auch, sobald der Prototyp möglichst realistisch mit Daten arbeiten soll. Das Programm kann im Hintergrund Datenbanken anlegen, die dann von speziellen Listen- und Grid-Elementen automatisch angezeigt werden.

Unschlagbar bei der Verarbeitung von Daten: Justinmind legt im Hintergrund Datenbanken an.

Unschlagbar bei der Verarbeitung von Daten: Justinmind legt im Hintergrund Datenbanken an.

Justinmind bietet auch direkt gerätespezifische Bibliotheken mit ausgestalteten Elementen, um den Start ins Prototyping zu vereinfachen. Spannend sind auch die Elemente für Parallax-Effekte: In anderen Tools lassen sich diese zwar auch umsetzen, aber wesentlich mühsamer. Die Team-Funktionen ähneln denen von Axure stark, zum Beispiel in der gemeinsamen Arbeit an einem Prototypen über eine Versionierung, dem öffentlichen Teilen und der Kommentarfunktion. Im Detail sind sie aber meist besser und einfacher umgesetzt. Der größte Nachteil an Justinmind: Die Möglichkeiten für fortgeschrittene Interaktivität sind in der Handhabung meist mühsamer als in Axure. Die Bearbeitung der Interaktionen gerade mit verschiedenen Bedingungen ist eher unübersichtlich.

Einzelnutzer-Lizenzen gibt es entweder für 19 US-Dollar pro Monat oder für einmalig 495 US-Dollar. Preise für Enterprise-Pakete teilt Justinmind auf Anfrage mit.

proto.io

Anders als Axure und Justinmind ist Proto.io ein webbasiertes Tool, mit allen Vor- und Nachteilen: Die
Einrichtung geht schnell und erfordert keinen IT-Support, jedoch ist die Nutzung
nur online möglich und nicht ganz so reibungslos wie bei nativer
Software.

Proto.io ist stark auf Mobile ausgerichtet und nur online verfügbar. Das Tool kann Screens mit mehreren Zuständen versehen und zwischen ihnen wechseln.

Proto.io ist stark auf Mobile ausgerichtet und nur online verfügbar. Das Tool kann Screens mit mehreren Zuständen versehen und zwischen ihnen wechseln.

Proto.io unterstützt zwar prinzipiell auch andere Prototypen, ist aber eigentlich sehr stark auf Mobile ausgelegt. So gibt es viele Bibliotheken mit vorgefertigten Elementen für iOS, Android und Windows
Phone. Die unterstützten Touch-Gesten sind so umfangreich wie bei keinem anderen Prototyping-Tool.Die Stärke von proto.io liegt in der Möglichkeit, Screens mit mehreren Zuständen zu versehen und animiert zwischen diesen Zuständen zu wechseln. Diese Überblendeffekte sind einfacher und besser als bei allen Konkurrenzprodukten über einen Zeitstrahl einstellbar.

Ein weiterer Clou ist der direkte Import aus Photoshop und Sketch. Alle Ebenen bleiben dabei erhalten, der Nutzer kann dadurch mit proto.io ein vorhandenes Design sehr schnell interaktiv gestalten. In Tools wie Axure und Justinmind dauert das deutlich länger. Die Möglichkeiten für Interaktivität sind durchaus umfangreich und umfassen auch die Nutzung von Variablen. Leider fehlen bedingte Interaktionen, der Nutzer wird hier auf Grenzen stoßen. Prototypen können wie bei allen Tools üblich öffentlich geteilt und kommentiert werden.

Die Kosten für proto.io starten bei 24 US-Dollar pro Monat für Freelancer und steigen mit der Anzahl der Nutzer und aktiven Projekte. Studenten und nichtkommerzielle Organisationen erhalten Rabatte.

UXPin

Auch UXPin ist ein webbasiertes Prototyping-Tool, bei dem aber der Fokus auf Team-Kollaboration und dem Design-Prozess liegt.

Bei der Interaktivität bietet UXPin die gewohnten Basics: Elemente einblenden und bewegen, zwischen verschiedenen Zuständen eines Elements wechseln und Formularelemente modifizieren. Darüber hinaus hören die Möglichkeiten aber auch schnell auf, wirklich komplexe Prototypen sind nicht möglich.

Dafür ist UXPin insgesamt sehr einsteigerfreundlich mit einer sehr guten Benutzeroberfläche, umfangreichen Bibliotheken sowie vielen Beispielen, Tutorials und Hilfestellungen. Selbst einige eBooks mit allgemeinen Design-Themen gibt es auf der Website von UXPin. Hier zeigt sich, dass UXPin mehr als eine reine Prototyping-Software sein will.

Eine weitere Stärke von UXPin ist die Team-Kollaboration. Prototypen können gleichzeitig live bearbeitet werden, und auch das Veröffentlichen, Kommentieren und Präsentieren ist sehr gut umgesetzt.

Teamarbeit wird bei UXPin groß geschrieben: Jeder kann den Prototypen live bearbeiten, veröffentlichen, kommentieren und präsentieren. Richtig komplexe Ideen lassen sich aber kaum umsetzen.

Teamarbeit wird bei UXPin groß geschrieben: Jeder kann den Prototypen live bearbeiten, veröffentlichen, kommentieren und präsentieren. Richtig komplexe Ideen lassen sich aber kaum umsetzen.

Die Kollaboration geht dabei über reine Designs und Prototypen hinaus: UXPin unterstützt auch rudimentäres Projektmanagement, die Erstellung von anderen Dokumenten wie Personas oder
Business-Model-Canvas-Formularen sowie den Upload von beliebigen weiteren Dateien, etwa Requirements oder Spezifikationen. Genauso wie in proto.io können in UXPin auch Photoshop- und Sketch-Designs mit allen Ebenen importiert werden.

Die Nutzung von UXPin kostet Nutzer monatlich mindestens 19 US-Dollar. Je nach gewünschtem Feature-Umfang wird auch eine höhere Rate fällig.

HotGloo

Eher an Einsteiger richtet sich das webbasierte Prototyping-Tool HotGloo. Grafisch detaillierte Designs liegen nicht im Fokus dieser Software, sondern eher Low-Fidelity-Prototypen, die aber trotzdem interaktiv sein können.

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Ein Kommentar
Hannes

Da beide Links auf HotGloo in dem Artikel falsch verlinkt sind und ins Leere führen möchte ich darauf hinweisen, dass der Link https://www.hotgloo.com ist :-)

Antworten

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