Entwicklung & Design

Teil 1: Theorie einer neuen Web-Architektur in Ruby On Rails: REST in Rails

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HTTP ist mehr als GET & POST

HTTP hätte allen Grund, beleidigt zu sein, denn jahrelang wurde missachtet, dass unser aller Lieblings-Protokoll mehr kann als GET und POST. REST erinnert sich nun an dieses „Mehr“ und holt zusätzlich die Methoden PUT und DELETE mit ins Boot. In REST dreht sich alles um Ressourcen. Und im Ressourcen-orientierten Ansatz liegt das Geheimnis von REST: Es betrachtet den Server als eine große Ansammlung von Ressourcen, die fast immer als Substantive auftreten, zum Beispiel Autos, Adressen oder Bestellungen. Diese Ressourcen werden in REST als URLs repräsentiert. Merken darf man sich in diesem Zusammenhang zwei Dinge:

  • Die URLs sind immer eindeutig.
  • Die URLs bezeichnen eine Sache (die Ressource) anstatt einer Aktion.

Nun drängt sich allerdings die Frage auf, wo die Aktionen verbleiben, denn die bloße Ressource reicht in den wenigsten Fällen aus. Wir wollen sie auch manipulieren können.

Aktionen sind HTTP-Methoden

Wenn in der REST-Welt die Ressourcen als Substantive vorkommen, dann sind die Aktionen die Verben. Und hier wird die Brücke zurück zu den (teilweise in Vergessenheit geratenen) HTTP-Methoden geschlagen. Denn in REST besteht jeder Request aus einer URL und einer HTTP-Methode. Zwar ist es richtig, dass auch in traditionellen Architekturen ein Request immer aus URL und HTTP-Methode besteht, allerdings werden die HTTP-Methoden in REST sehr bewusst und gezielt eingesetzt. Das ist beim herkömmlichen Standard-Repertoire „GET und POST“ so nicht der Fall.

Jede HTTP-Methode repräsentiert eine ganz spezielle Aktion (zur Verdeutlichung mit der SQL-Entsprechung in Klammern):

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