Marketing

Die Einsatzmöglichkeiten von SEO-Tools

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Keywords beobachten

Der Optimierer steht am Ende seiner Keyword-Recherche mit einer großen Liste an Keywords da. Natürlich will man für diese Suchbegriffe den aktuellen Stand ermitteln und in Zukunft regelmäßig aktualisieren. Doch spätestens bei mehr als zehn oder 20 Keywords versagt das händische Überwachen. Denn hier geht es ja nicht nur um die erste Suchergebnis-Seite von Google, sondern mindestens um die ersten 100 Plätze – und das auch noch für die Konkurrenz und im Zeitverlauf. Hier stellen die Tools eine enorme Erleichterung dar. Sie überwachen nicht nur die Begriffe, die ein Nutzer angefordert hat, sondern den gesamten Keyword-Datenbestand. Fällt einem also heute ein neues Keyword ein, kann man über die SEO-Suiten nicht nur sofort den aktuellen Stand sehen, sondern erfährt auch, wie sich die eigene Website dazu in der Vergangenheit geschlagen hat.

Spezial-Tools: Linkverwaltung
Backlink-Spinne (www.backlink-spinne.de)
Die Backlink-Spinne ist eine reine Software-as-Service-Lösung; die
Linkdaten werden also auf den Servern des Anbieters gespeichert. Damit
ist eine ordentliche Portion Vertrauen zum Anbieter nötig, erhält dieser
doch damit einen detaillierten Einblick ins eigene Linkbuilding. Im monatlichen Abo kostet das Tool zwischen 20 und 300 Euro. Man kann den Service für 30 Tage mit bis zu maximal 50 Backlinks kostenlos testen.
Linkbird (www.linkbird.de)
Um das Vertrauensproblem zu umgehen, bietet Linkbird seine Lösung als
Software an, die auf einem Webserver installiert werden kann. Für einen
Aufpreis ist aber auch hier eine reine Mietlösung erhältlich – die dann
aber das gleiche Vertrauensproblem aufwirft. Das Tool schlägt ebenfalls mit 20 bis 300 Euro im Monat zu Buche und bietet einen Testzugang für Unentschlossene.

Die „Sichtbarkeit“ von Domains

Was die IVW-Zahlen für Tageszeitungen und die Hochrechnungen für politische Parteien sind, ist die Sichtbarkeit oder die Visibility für Websites. Ein Sichtbarkeitsindex repräsentiert den Versuch, Websites hinsichtlich ihrer Reichweite im Google-Ranking zu bewerten. Hierbei können sehr viele Faktoren eine Rolle spielen – und ebenso viele Konzepte verfolgen die SEO-Tool-Anbieter. Mehr oder weniger beruhen die verschiedenen Konzepte auf der Abfrage einer möglichst großen Menge von möglichst populären und repräsentativen Keywords. Hierbei variiert die Zahl von einigen Hundertausend bis hin zu mehreren Millionen Keywords. Die jeweils ersten 100 gefunden Trefferseiten werden dann gespeichert – ihnen kann so ein Sichtbarkeitswert zugeordnet werden. Taucht eine Seite wie chip.de sehr häufig und mit sehr guten Positionen in diesen Abfragen auf, bekommt sie einen höheren Indexwert als eine kleine Seite.

Spezifische Domain-Werte

Darüber hinaus gibt es auch viele andere Werte, die man zur Bewertung einer Domain heranziehen kann. Dies sind zum Beispiel die Zahl der Seiten, die Google von der Domain im Index hat und die Zahl der Links, die auf diese Seite zeigen (dazu weiter unten mehr). Manche Tool-Hersteller vergeben auch spezielle KPIs, die komplexe Daten zu einer Zahl verdichten. Das soll helfen, Domains miteinander zu vergleichen und den Erfolg einer Google-Optimierung zu verfolgen. Selbstverständlich helfen diese KPIs nur, wenn sie sich den selbst gesteckten Zielen unterordnen. Schließlich geht es ja um professionelle Zielerreichung und nicht um Zahlenspielereien.

Das SEO-Diver-Modul „Keyword Recherche“ schlägt nicht nur verwandte Keywords vor, sondern liefert auch eine detaillierte Qualifizierung der Suchbegriffe.

Das SEO-Diver-Modul „Keyword Recherche“ schlägt nicht nur verwandte Keywords vor, sondern liefert auch eine detaillierte Qualifizierung der Suchbegriffe.

Die einfache Verfügbarkeit des Sichtbarkeitswerts führt in der Praxis leider dazu, dass dieser Wert zur De-Facto-Zielgröße wird – auch wenn er im Einzelfall wenig über den Geschäftserfolg einer Website aussagt. Damit ist eine Fehlsteuerung der SEO-Maßnahmen vorprogrammiert. Hier kann ein projektspezifischer Sichtbarkeitswert helfen, den der Nutzer mit Keywords zusammenstellt, die für sein Geschäftsmodell wichtig sind.

Die verschiedenen SEO-Tools erfreuen sich bei Optimierern deshalb einer solchen Beliebtheit, weil sie auch die schnelle Analyse von Konkurrenzsites ermöglichen. Man kann so mit einem Klick erkennen, wie sich etwa ein Google-Update auf die Website eines Konkurrenten ausgewirkt hat. Und welche Konkurrenten überhaupt in Google vertreten sind, verraten die Tools ebenfalls.

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6 Kommentare
Arno Oesterheld

Der Artikel kam für mich zur rechten Zeit und gab einen guten Überblick.
Ich hätte mir aber mehr Detail-Infos zu den jeweiligen Tools gewünscht. Bspw. zu den Backlinks-Recherche-Möglichkeiten oder zur Mandantenfähigkeit.
Auch kamen in der tabellarischenn Übersicht die jeweiligen Besonderheiten der Tools (SEM-Module, Keyword-Horoskop etc.) zu kurz.
Und zu guter Letzt fehlte meiner Meinung nach ein wichtiges Multi-Tool – nämlich das von WISE. Warum eigentlich? Das ist zumindest preislich sehr attraktiv.

Besten Dank & viele Grüße
Arno Oesterheld

Stefan
Stefan

Der Artikel aist doch aus Oktober 2011 und die Matrix etc. inzwischen veraltet. Warum wird der erneut auf der Startseite gefeatured? Macht ja irgendwie keinen Sinn. Ein Update wäre gut gewesen.

Heiner

Kein kalter, sondern ein 1 Jahr alter, gefrorener Kaffee. Krasser Fall von Sommerloch!

Dirk

Ist ja alles richtig in dem Artikel, aber den fand ich schon zu kurz, als er noch aktuell war. Und sowas auf der Startseite?

Robert
Robert

Hey!

Wo ist denn die Kommentarfunktion im Facebook Artikel?

https://t3n.de/news/klickbetrug-facebook-viele-405674/

Schade, wenn zwar eine Frage an die Leser gestellt wird, jedoch keine Antwortmöglichkeit besteht…

Viele Grüße

Robert

Alexander Katona
Alexander Katona

Sorry Robert, aber ich kann dir nicht ganz folgen. In dem Artikel kann man doch ganz normal kommentieren oder habe ich etwas falsch verstanden?

Viele Grüße aus dem t3n HQ,
Alex