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Ausfälle schneller erkennen mit der freien Monitoring Software Nagios: Server und Applikationen überwachen

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Neben dem aktuellen Zustand, stehen auch die Daten aus der Vergangenheit für Auswertungen zur Verfügung. So lässt sich im Nagios Webinterface detailliert nachvollziehen, wie oft ein Problem in der Vergangenheit bereits aufgetreten ist oder welche Personen schon verständigt worden sind. Aber auch die Verfügbarkeit von Servern und Applikationen kann Nagios aus den Messergebnissen berechnen und darüber sehr genaue Reports erstellen. Da in Nagios auch Wartungsfenster als Downtimes hinterlegt werden können, unterscheiden die Reports zwischen geplanten und spontanen Ausfällen.

Gute Erweiterbarkeit durch zahlreiche Add-Ons

Bei der Überwachung der hinterlegten Services generiert Nagios auch eine Information über die Auslastung der Ressource, also beispielsweise die Responsezeiten bei einem Ping oder den Füllstand einer Festplatte. Über eine Schnittstelle lassen sich die Werte auch an andere Applikationen weiterreichen, die daraus zum Beispiel Grafiken und Statistiken erstellen. Für diese Performanceauswertungen gibt es inzwischen eine ganze Reihe von RRDtool-basierten Anwendungen, die sich gut in Nagios einfügen.

Ein weiteres, sehr interessantes Zusatztool ist NagVis. Damit lassen sich grafische Netzwerkpläne, wie sie beispielsweise mit Microsoft Visio erstellt werden können, um Realtime-Statusinformationen aus Nagios erweitern. Innerhalb des Netzwerkdiagramms wird dann angezeigt, ob das entsprechende Gerät einwandfrei funktioniert oder gerade Probleme aufgetreten sind.

Nagios Grapher generiert aus den ermittelten Performancedaten (im Beispiel die Responsezeiten eines Servers) vollautomatisch grafische Charts.

Nagios Grapher generiert aus den ermittelten Performancedaten (im Beispiel die Responsezeiten eines Servers) vollautomatisch grafische Charts.

Empfehlungen für den Einstieg

Da Nagios ein sehr mächtiges Werkzeug für alle Arten von Überwachungen ist, fällt der erste Einstieg leider nicht ganz leicht. Es ist sinnvoll, einige Wochen oder Monate für den effektiven und produktiven Einsatz von Nagios einzuplanen. Die lange Einarbeitung liegt aber nicht an Nagios allein, sondern daran, dass Monitoring an sich ein sehr komplexes Thema ist. Die Dokumentation von Nagios ist wie bei TYPO3 gut und umfangreich. Sie ist auf der Homepage des Projekts und innerhalb des Webinterfaces online verfügbar. Bei der Installation von Nagios werden neben den Programmdateien einige beispielhafte Konfigurationsdateien installiert. Sie eignen sich als Basis für die ersten, eignen Gehversuche mit Nagios. Dazu dürfen die Dateien modifiziert werden. Auch das Nagios-Buch von Wolfgang Barth ist zu empfehlen [3].

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