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Serviceorientierte Architektur – ein Paradigma in der IT: SOA kann man nicht kaufen

SOA, die serviceorientierte Architektur, ist in der IT-Welt in aller Munde. Häufig wird sie nur als neue Technik betrachtet und nicht als das, was sie tatsächlich ist: ein Denkmuster, ein Paradigma. Jeder, der sich mit SOA beschäftigt, sollte sich dessen bewusst sein, um die Möglichkeiten von SOA zu entdecken. Als Eintieg in das Thema SOA soll dieser Artikel ein grundlegendes Verständnis für dieses Thema vermitteln.

SOA kann man nicht kaufen. Nun mag mancher einwenden, dass SOA doch im Markt angeboten wird. Zahlreiche Softwareanbieter bewerben ihre Produkte mit diesem Schlagwort, viele Produkte und auch Dienstleistungen schmücken sich mit der Bezeichnung SOA als Garant für Modernität und Zukunftssicherheit. Gibt es SOA also doch zu kaufen? Die Antwort lautet nein, weil SOA keine fertige Lösung oder technische Schnittstelle ist, sondern ein Paradigma, ein Denkmuster – und Denkmuster kann man nicht kaufen, sondern nur anwenden. Das SOA-Paradigma geht vom Begriff des Service, des Dienstes aus. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass Service nicht sofort eine bestimmte technische Implementierung, etwa einen Web Service, meint. Wesentlich ist, dass ein solcher Dienst eine genau abgegrenzte, nicht zu komplexe Aufgabe umfasst, die genau definiert und beschrieben werden kann.

Geschäftsprozesse und Dienste

Dieses Verständnis des Service wird nun verbunden mit einem erweiterten Verständnis von Geschäftsprozessen. Während die klassische Beschreibung eines Geschäftsprozesses von dem Bild der Wertschöpfungskette ausgeht, in dem einem Produkt durch aufeinander folgende Verarbeitungsschritte Wert hinzugefügt wird, wird immer mehr deutlich, dass dieses einfache Modell in vielen Fällen nicht mehr der Komplexität heutiger Wirtschaft entspricht. Erweiterte Modelle gehen von einem Netzwerk von Beziehungen zu Kunden und Lieferanten aus, die untereinander Dienste anbieten oder anfordern. Dieses Netzwerk von Beziehungen bildet den Geschäftsprozess.

Die Betrachtung eines Geschäftsprozesses als Netzwerk von angebotenen und in Anspruch genommenen Diensten gilt nicht nur für Geschäftsprozesse außerhalb des Unternehmens. Es kann auch auf die Prozesse innerhalb eines Unternehmens übertragen werden. Die einzelnen Abteilungen und Gruppen agieren dabei als Kunden für bzw. Lieferanten von Leistungen.

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Eine Reaktion
Jens Holze

Ein wirklich guter und auch mal deutscher Artikel. Ich möchte noch zwei interessante Links hinzufügen. Wir haben im Zuge eines Projektes intensiv mit zwei System probiert.

1. WSO2 Plattform (wso2.org)- ist eine sehr umfangreiche SOA Plattform basierend auf unterschiedlichsten OpenSource Tools und bietet mittlerweile sogar eine Eclipse basierendes Entwicklungsstudio

2. Apache Tuscany - tuscany.apache.org

Aktuell wird auch wieder das Thema SOA in einem neuen Projekt interessant. Insofern kann ich ggf. bals noch weiteres Feedback geben.

Beste Grüße

Jens Holze

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