Ratgeber

Suchen, finden, kaufen: Produktsuchmaschinen und Recommendation-Engines für Shops

Seite 2 / 5

Exorbyte gibt den Öko-Shop avocadostore.de als eine seiner Referenzen an. Die Suche liefert klare Kriterien zur Eingrenzung der Ergebnisse und damit eine Orientierung für Kunden. (Screenshot: Avocadostore)

Exorbyte Commerce Search

Neben den Erweiterungen für Shop-Systeme gibt es Drittanbieterlösungen wie „Exorbyte Commerce Search“. Das Suchwerkzeug unterstützt Magento, hybris, Shopware, Prestashop, Intershop, Spree, xt:Commerce, Oxid oder OS Commerce – kurz: alle bekannten Shopsysteme. Dabei basiert es auf einer Suchmaschine für große, strukturierte Datenmengen. Über ein Online-Management-Tool können Shop-Betreiber verschiedene Funktionen anpassen – vor allem solche, die das Layout betreffen. Facettensuche, Produktdatenoptimierung oder erweiterte Individualisierung sind dabei optionale Funktionen, die allerdings auch extra kosten.

Preislich gehört Search Pro zu den vergleichsweise günstigen Lösungen. Das beginnt bei 45 Euro monatlich für bis zu 5.000 Produkte und 100.000 Suchanfragen – und geht in Stufen bis zu rund 400 Euro monatlich bei bis zu 100.000 Produkten und 100.000 Suchanfragen. Dabei ist die Cloud-Suchlösung (Hosted Search) flexibel:
Sollte ein Shop das gebuchte Kontingent einmal – etwa aufgrund einer erfolgreichen Werbekampagne – überschreiten, ist dies um bis zu 20 Prozent ohne zusätzliche Kosten möglich.

Fact-Finder

Fact-Finder ist seit etwa 15 Jahren am Markt und bedient gut 1.600 Onlineshops, darunter 51 der deutschen Top 100. Die Suchlösung von Omikron lässt sich für Online- und Mobile-Shops sowie Terminals in stationären Läden einsetzen. Schnittstellen gibt es unter anderem zu Shopware, Magento, Intershop, hybris und Spryker. Nach eigenen Angaben induziert Fact-Finder rund 10.000 Datensätze pro Sekunde – auch bei Sortimenten von 100.000 Artikeln und mehr. Der Datenabgleich und die Bestandserfassungen sollen innerhalb von Minuten erledigt sein.

Die Lösung ist modular aufgebaut und sehr umfangreich, gehört nicht gerade zu den günstigsten Angeboten und richtet sich eher an größere Unternehmen, die Daten aus mehreren Datenbanken abgleichen müssen. Omikron bereitet die Daten aus verschiedenen Quellen auf und sorgt so für eine bessere, einheitliche Datenqualität. Überzeugend ist auch die Funktion „Semantic Enhancer“, die für eine semantische Ergebnisoptimierung sorgt: Wer einen Monitor sucht, will einen Monitor kaufen und keine Produkte mit Monitor.

Klar, dass ein Elektronikanbieter wie Conrad die perfekte Suche in seinem Shop bieten muss. Erklärtes Ziel bei der Einführung der Suchlösung Fact-Finder war es, sämtliche Touchpoints der Kunden nahtlos miteinander zu verbinden. (Screenshot: Conrad)

Mit dem Kampagnen-Manager können Shop-Betreiber Werbekampagnen in die Suche einblenden oder Guided Selling – also Beratung durch Filter – realisieren. Auch Verweise auf Content wie Blog-Artikel, Videos oder Ladenöffnungszeiten lassen sich ausspielen. Hier kann nicht jede Suchlösung mithalten. Darüber hinaus kann Fact-Finder den Standort in die Suche mit einbeziehen. Die Suchlösung wertet dazu Längen- und Breitengradangaben aus, ortet den Nutzer und gleicht die Ergebnisse mit den Filialen in einem Kilometer Umkreis ab. Dann zeigt die Suche nur die Produkte und Angebote im Onlineshop an, die im nächstgelegenen stationären Laden zur Verfügung stehen.

Für international aufgestellte Shops ist ebenfalls relevant, dass die Suche sprachunabhängig arbeitet, sich also in beliebig vielen Länder-Shops aufsetzen lässt. Suche, Wortvorschläge und alle Schlüsselfunktionen des Webshops bleiben in jeder Sprache erhalten.

Seit einem Jahr lässt sich mit der Fact-Finder-Suche nun auch noch Geld verdienen: Mit den „Instore Ads“ können Online-Händler Werbeflächen in ihren Suchergebnissen vermieten. Bestimmte Markenprodukte lassen sich so in den Suchergebnissen gezielt höher platzieren als andere. Bei der Suche nach „Kaffeemaschine“ erscheint dann zum Beispiel die Nespresso-Maschine prominent in den oberen Suchergebnissen – und der Online-Händler bekommt für diese Platzierung eine erfolgsbasierte Cost-per-Click(CPC)-Vergütung.

Findologic

Findologic mit Sitz in Österreich entwickelt seit 2008 eine Suchlösung, die durch das Nutzerverhalten stetig dazu lernt und relevante Artikel automatisch höher listet. Die Suche nach „iPad“ findet also tatschlich nur iPads und keine Zubehörartikel wie Ladekabel. Zugleich baut die Suchlogik anhand der benutzten Suchbegriffe einen eigenen Wortschatz auf.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Ein Kommentar
Mathias Duda

Hallo liebes t3n-Team,
ich finde diesen Artikel prinzipiell interessant, da das Thema SUCHE immer ein spannendes Thema ist und bleibt. Allerdings muss ich Ihnen auch sagen, dass ihr Artikel einfach keine Relevanz besitzt, da es in weiten Teilen schlicht an Aktualität fehlt. Z.B. wird die Google Site Search seit 1. April 2017 nicht mehr angeboten oder z.B. nutzt Conrad.de inzwischen nicht mehr die von Ihnen erwähnte Lösung. Darüber hinaus finde ich die Auswahl der verglichenen Lösungen sehr Willkürlich – da gibt es definitiv noch eine Menge interessantere Lösungen. Natürlich schreiben Sie selbst, dass die Informationen den Stand von Januar 2017 haben, aber das kann ja nicht der Anspruch von t3n sein, oder? Ich würde mich sehr über einen innovativen Artikel freuen, der sich mit dem Thema SUCHE in im Hinblick auf die nächsten Jahre auseinandersetzt und die Einflussfaktoren wie AI oder Machine Learning unter die Lupe nimmt. Gerne unterstütze ich Sie auch dabei. Viele Grüße, Mathias Duda

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung