E-Commerce

Trends im E-Commerce: Das musst du wissen

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Mobile Commerce und Couch Commerce

Eine weitere Herausforderung für Shopbetreiber stellt die ständige Optimierung der Sortimente, Produktpräsentationen und Prozesse auf die immer größer werdende Vielfalt an Endgeräten dar. Bedeutete E-Commerce vor wenigen Jahren noch primär, einen Online-Shop für den Webbrowser zu konzipieren, ist die Ausgangslage heute eine ganz andere.

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Ein herkömmlicher Webshop reicht heute oft nicht mehr aus. Shopbetreiber sollten vor allem auch Kunden berücksichtigen, die mit ihrem Smartphone oder Tablet bummeln gehen – wie hier mit der iPad-App von Amazon.

Ein herkömmlicher Webshop reicht heute oft nicht mehr aus. Shopbetreiber sollten vor allem auch Kunden berücksichtigen, die mit ihrem Smartphone oder Tablet bummeln gehen – wie hier mit der iPad-App von Amazon.

Die Smartphones, allen voran das iPhone als Wegbereiter von Apps und darunter auch immer mehr Shopping-Apps, erreichen seit rund drei Jahren die relevanten Massen. Und damit auch potenzielle Käufer. Erste Erfahrungen zeigen, dass Händler über Mobile Shopping neue Käuferschichten erreichen können; der Neukunden-Zuwachs ist hier besonders ausgeprägt. Die Herausforderung im Mobile Commerce liegt darin, das Shopping-Bedürfnis auf die mobile Situation zu adaptieren. Und hier haben auch die Location-Based-Services und damit die aktuelle Position des Anwenders einen wichtigen Einfluss.

Sie ermöglichen es, auf die ultimative jeweilige Situation des individuellen potenziellen Kunden zu reagieren und vor allem auch, Funktionen der Endgeräte optimal für den Shopping-Prozess zu nutzen. Seien es eingebaute Features wie Kamera für die Produkterkennung, GPS für die aktuelle Position und beispielsweise die Artikelverfügbarkeit der nächsten Filiale oder auch der Zugriff auf die Kontakte zur bequemen Auswahl von Liefer- oder Rechnungsadresse.

Eine weitere Herausforderung stellen Tablets dar. Die eigentliche Lancierung des Tabletbooms liegt gerade mal knapp zwei Jahre zurück und brachte den E-Commerce ins Wohnzimmer. Die Herausforderung im sogenannten Sofa- oder Couch-Commerce liegt darin, sich auf die Lean-Back-Situation der Anwender einzustellen sowie Möglichkeiten und Interaktionen des großen Displays optimal zu nutzen. Mit iPad & Co ist der E-Commerce nun endlich im Wohnzimmer angekommen, eigentlich dort, wo er früher schon mal in Form von Versandhandelskatalogen war.

Die Vielfalt der Endgeräte stellt Shopbetreiber vor neue Herausforderungen. Es vergeht kaum ein Monat ohne Ankündigung eines neuen Gerätes oder gar eines neuen Gerätetyps. Als Shopbetreiber kann man gar nicht auf alles reagieren, sondern muss seine Kräfte bündeln und auf die relevanten Geräte konzentrieren. Bisher sind für den E-Commerce die iOS-Geräte effektiv relevant. Es gibt mehrere Shops, die bereits Umsatzanteile von zehn Prozent und mehr über mobile Endgeräte erreichen. Da kann sich kaum ein Anbieter gänzlich verschließen.

Konvergenz der Devices – oder Online wird Noline

Die Herausforderung für den Shopbetreiber besteht darin, sich von online zum noline zu wandeln. Die Kanäle verschmelzen immer mehr. Der Kunde hat das Kanaldenken schon längst abgelegt und nutzt denjenigen Kanal, der gerade am geeignetsten, am bequemsten oder halt einfach opportun erscheint. Es ist höchste Zeit, dass auch Shopbetreiber diese Erkenntnis verinnerlichen. Kunden interessieren sich nicht für die Kanäle, sondern für Produkte, Preise und Services, gepaart mit einem angenehmen und passenden Einkaufserlebnis.

Kanaldenken ist passé. Shops müssen daher auf jedem für ihre Zielgruppe relevanten Kanal präsent und adäquat funktional sein. Die Gretchen-Frage, die bezüglich Mobile und Tablet dabei immer wieder gestellt wird, lautet: „Muss ich eine Shopping-App haben und falls ja, separate für das Smartphone und für das Tablet? Und dann für welche Plattform: Apple, Android, Windows, …?“.

Die Antwort lautet grundsätzlich „Ja!“, wenn man das Sortiment der Zielgruppe auf den verschiedenen Devices und in den jeweiligen Situationen individuell präsentieren will. Kann man seinem potenziellen Kunden einen Zusatznutzen bieten, wenn man ihn in seiner mobilen Situation erreicht oder während er auf dem Sofa entspannt? Kann man die Zusatzfunktionen der jeweiligen Endgeräte wie GPS, Kamera, Neigungssensor, Zugriff auf Kontakte oder auch großes Video-Display, Multi-Touch und andere für seine Produktpräsentation nutzen?

Die Antwort lautet „Nein!“, wenn das entsprechende Verkaufskonzept auf allen Devices und in allen Situation mehr oder weniger dasselbe ist. Dann ist jedoch darauf zu achten, dass die Ansicht des Shops wie auch dessen Usability und Funktionen auf die jeweiligen Bildschirmgrößen und -ausrichtungen angepasst wird.

Gelungene Portierung eines Katalogs auf Tablet-Devices bei Manufactum, das die speziellen Eigenschaften dieses Gerätetyps beispielhaft nutzt.

Gelungene Portierung eines Katalogs auf Tablet-Devices bei Manufactum, das die speziellen Eigenschaften dieses Gerätetyps beispielhaft nutzt.

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