Software & Infrastruktur

Neue Maßstäbe für User Generated Video Content: Videos und Live-Streaming im Web 2.0

Seite 4 / 4

Von Cat Content und Copy Cats

Ein großer Teil der vorgestellten Webdienste hat derzeit noch Beta-Charakter, und man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass bei den meisten die Monetarisierung völlig ungewiss ist. Sie leben von der Gunst ihrer Geldgeber, die in ihren Konzepten ein zukünftiges Marktpotenzial sehen. Auch wenn Server-Space und Traffic heutzutage vergleichsweise billig sind: Das Hosten von Video-Communitys ist unheimlich teuer. Das führt wie im Beispiel der kürzlich geschlossenen Video-Plattform Stage6 zu einer paradoxen Situation: Je erfolgreicher der Dienst, desto roter die Zahlen.

Qik streamt live vom Handy, Kommentare aus dem Netz zeigt Qik auf dem Screen des Anwenders.

Qik streamt live vom Handy, Kommentare aus dem Netz zeigt Qik auf dem Screen des Anwenders.

Doch nicht nur die Anbieter, auch die Nutzer, so scheint es, befinden sich noch in der Experimentierphase. Nur wenige nutzen bisher das Potenzial, das Video 2.0 im Netz bietet, tatsächlich aus. Stattdessen sind die Server voll mit Clips à la „Ich beim Essen“, „Ich sitze am Computer“ oder „Ich philosophiere mal eine Runde“. Um Persönlichkeitsrechte anderer machen sich die meisten ebenso wenig Gedanken wie über die Urheberrechte von Videos. Das macht es für die Webdienste schwer, nicht zur Filmtauschbörse oder Plattform für banale Alltagsvideos zu degradieren.

Fazit

Dennoch: Das Potenzial der heute verfügbaren Video- und Streaming-Technologien im Web 2.0 ist riesig. Sie bieten ein vielfältiges Einsatzspektrum: Hobbyfilmer stellen mit ihnen ihre Urlaubs-Clips ins Netz, Jung-Regisseure können ihre Werke auch in Hochauflösung kostengünstig distribuieren, Laien-Journalisten bauen sich eigene Internet-Fernsehsender auf. Das Mitmach-Web stellt Werkzeuge für Live-Video-Chats ebenso wie für aufwendige Video-Podcasts zur Verfügung. Wer die Funktionsweise seines TV-Geräts im Wohnzimmer mit den Möglichkeiten von Webdiensten wie Mogulus oder Qik vergleicht, der kann sich ausmalen, wie sich unsere Kommunikation in Zukunft wesentlich verändern wird.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung