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Virtuelle Maschinen für jedermann.: VMware Player

    Virtuelle Maschinen für jedermann.: VMware Player

Die Virtualisierung von Computern ist mittlerweile ein Boom, der Analysten zufolge in den nächsten Jahren noch eine deutlichere Steigerung erleben wird. Während die Servervirtualisierung (Intel-x86-Bereich) im professionellen Umfeld, sprich produktive Serverlandschaften in Unternehmen, noch recht jung ist, arbeiten Entwickler schon sehr lange und erfolgreich damit. Mit dem kostenlos verfügbaren Programm VMware Player ergeben sich jetzt auch für Endanwender zahlreiche interessante Einsatzgebiete.

Die beiden großen kommerziellen Tools von VMware (Workstation) und Microsoft (Virtual PC) sind fester Bestandteil im Werkzeugkasten vieler Entwickler geworden. Mit ihnen ist es möglich, auf einem gewöhnlichen PC viele weitere virtuelle Computer nachzubilden. Diese virtuellen Systeme (Gastsysteme) teilen sich die Hardwareressourcen des physikalischen Rechners, des Wirtsystems. Daher gilt: Je höher die Leistungsanforderungen der virtuellen Maschinen (VM), desto besser muss das Wirtsystem ausgestattet sein. Mit einer Virtualisierungssoftware ist es beispielweise möglich, auf einem Windows-XP-System auch Linux oder Windows in verschiedenen Versionen gleichzeitig zu betreiben. Vor kurzem wurde mit der Veröffentlichung von VMware Player die nächste Runde eingeläutet, da die Nutzung dieser Version im Gegensatz zur Workstation kostenfrei ist. Mit dem Player lassen sich vorhandene virtuelle Systeme unter Windows und Linux verwenden. Im Gegensatz zur VMware Workstation ist VMware Player nur in der Lage, fertige virtuelle Maschinen zu nutzen, kann solche allerdings nicht erstellen. Im Laufe des Artikels wird diese Einschränkung jedoch relativiert, da Mittel und Wege existieren, virtuelle Maschinen trotzdem erstellen zu können.

Durch den Einsatz des kostenlosen Players spart der Anwender rund 160 Euro pro verwendeter Version. Dies ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs, da jetzt ein wesentlich interessanterer Aspekt an Bedeutung gewinnt: die Verwendung als Transportmittel. Entwickler und Endanwender sind nun in der Lage, virtuelle Maschinen zu erstellen und mit allen erdenklichen Konfigurationen zu versehen, um diese anderen zur Verfügung zu stellen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass der Player zurzeit eine enorme Verbreitung findet. Im TYPO3-Umfeld könnte eine virtuelle Maschine mit Linux, Apache und TYPO3 mit vorkonfiguriertem Beispiel-Webauftritt an einen Kunden verschickt werden, der die VM nur noch starten muss – ohne Neustart, ohne Neuinstallation und ohne Anpassung des Produktivsystems. Nur VMware Player muss vorher installiert werden.

VMware Player kann von der Website des Herstellers [1] kostenlos und ohne Registrierung heruntergeladen werden. Übrigens schließen sich VMware Player und Workstation gegenseitig aus. Um VMware Player installieren zu können, muss die Workstation deinstalliert werden und im umgekehrten Fall ebenso. Allerdings enthält die aktuelle VMware Workstation bereits den Player, womit für Anwender mit aktueller Lizenz kein Problem entsteht. Unter Windows steht eine einfache Setup-Routine zur Verfügung, unter Linux kann zwischen einer Installation per RPM-Datei oder direkt aus den Quellen gewählt werden, wobei ein Perl-Skript anschließend das virtuelle Netzwerk konfiguriert. Die Installation wird detailliert im Handbuch [2] beschrieben. Nach der erfolgreichen Installation wird eine vorgefertigte virtuelle Maschine benötigt, um den VMware Player überhaupt sinnvoll nutzen zu können.

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