Software & Infrastruktur

Hip oder Hype?: Web 2.0

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Open-Source-Programmierer arbeiten zusammen gegen Software-Monopolisten, Wikipedia-Autoren arbeiten gemeinsam daran, Wissen für jeden verfügbar zu machen, Flickr-Fotografen bieten einen kostenlosen Blick in Kunst, Regionen und Alltägliches. Dieses Gemeinschaftsgefühl wird nicht selten ergänzt durch Aufmerksamkeit, die einem selbst als Gegenleistung für das Eingebrachte zuteil wird [9]. So spricht man im Zusammenhang mit YouTube schon nicht mehr von den Warhol’schen 15 Minuten, sondern von de YouTube’schen 15-MegaByte Ruhm, in Anlehnung an die Dateigröße der Videos. Aufmerksamkeit ist ein knappes Gut. Wie attraktiv diese Währung ist, zeigen die vielen privaten Videos, die jeden Tag auf den YouTube-Servern landen.

Während die Bemühungen der Benutzer in der Regel mit Aufmerksamkeit und Gemeinschaftsgefühl vergolten werden, versuchen die meist kommerziellen Anbieter, mit den Inhalten Geld zu verdienen. Die Benutzer erstellen die Inhalte und verwirklichen sich damit selbst, der Betreiber verdient durch die Einblendung von Werbung und das Verkaufen von zusätzlichen Funktionen. Das, was manche als AAL-Prinzip bezeichnen (andere arbeiten lassen), ist wie viele andere Aspekte des Web 2.0 nicht neu; auch Geocities, Tripod & Co haben auf diese Weise versucht, Geld zu verdienen. Ob YouTube für sich gesehen angesichts der hohen Kosten jemals profitabel werden kann, ist fraglich. Aber allein die Aufmerksamkeit, die Benutzer der YouTube-Site und den privaten Videos widmen, war Google 1,6 Milliarden Dollar wert.

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