Marketing

Web 2.0: Do it yourself – Erfolgreich Marke Eigenbau

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Daily dose of Individualität

Mit Mass-Customization-Services bietet sich Kreativen eine interessante Option, selbstgemachten Produkten noch mehr Individualität zu verpassen. Spoonflower [14] (USA) zum Beispiel war der erste Anbieter, der digitale Textildrucktechnologie mit dem Web 2.0 verknüpfte. Heraus kam dabei eine (geschlossene) Community, die es Nutzern ermöglicht, ihre eigenen Designs auf Spoonflowers Server hochzuladen und auf Kleinstmengen Stoff drucken zu lassen. Bislang gab es diese Lösungen nur im Profibereich und nur für Großabnehmer. Nach nicht ganz einem Jahr hat Spoonflower über 250.000 registrierte Nutzer, drei Konkurrenten auf dem US-amerikanischen Markt und wird demnächst auch auf dem deutschen Markt starten.

Mehr Individualität dank Mass Customization.

Mehr Individualität dank Mass Customization.

Aber auch der Normalverbraucher wird dank Mass Customization zum kreativen Mixer und Macher ganz individueller Produkte. Der deutsche Markt der individuell zusammengestellten Nahrungs- und Genussmittel zum Beispiel boomt im Moment: MyMuesli [15] (Müsli) und Sonntagmorgen [16] (Kaffee) waren Anbieter der ersten Stunde, aber mittlerweile kann der kreative Konsument durch Anbieter wie Panemeo [17] (Brot) oder MeMarmelade [18] (Marmelade) schon fast den gesamten Kühlschrankinhalt individualisieren.

Fazit

Das Internet und besonders das Web 2.0 bieten Dank ihrer Nischenfreundlichkeit eine Umgebung, die dem aktuellen Trend zum Selbermachen, dem Konsumieren von Selbstgemachtem und dem Wunsch nach mehr Individualisierung sehr entgegenkommt. Hochdynamische Umgebungen wie Blogs und Communitys bringen Gleichgesinnte zusammen, die ohne das Internet vielleicht nie zusammengefunden hätten. So ermöglichen sie einen Ideenaustausch und eine Vernetzung, die in der Offlinewelt schwerlich zu erzielen wären. E-Commerce-Lösungen und Marktplätze der neuen Generation bringen Produzenten und Konsumenten zusammen und leisten einen wertvollen Beitrag zum Konsumverhalten, indem die Person hinter dem Produkt ein Gesicht bekommt und der Konsument etwas über den Entstehungsprozess des Produkts und den Hersteller erfährt. Am Thema Interessierte finden weiterführende Informationen nicht nur im Internet. Zu empfehlen sind beispielsweise auch die Bücher „The handmade Nation“ [19] – ein begleitendes Buch zum gleichnamigen Dokumentationsfilm über die DIY-Indie-Crafting-Szene der USA – und „Marke Eigenbau“ [20], in dem es um den Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion geht.

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