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Website-Traffic von Mobilgeräten messen und auswerten: Mobile Erfolgsmessung

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Internetfähige Handys

Surfen mit mobilen Endgeräten ist keine Erfindung von Apple. Es gibt schon länger Browser für Handys oder auch PDAs, allerdings unterstützen diese älteren Modelle CSS und JavaScript nur eingeschränkt. Daher erfasst ein normaler Tracking-Code Zugriffe von diesen Geräten nicht verlässlich oder nur unvollständig.

Eine mögliche Lösung besteht darin, den Zählaufruf nicht von JavaScript abhängig zu machen, sondern den Aufruf in einer Grafik einzubauen. Rein technisch funktionieren heute (fast) alle Auswertungssysteme so, dass der Browser eine 1 mal 1 Pixel große Grafik lädt, an der alle weiteren Daten wie Referrer, Betriebssystem, Bildschirmauflösung und so weiter als Parameter hängen. Ein JavaScript trägt dabei alle nötigen Informationen zusammen und ruft die Grafik auf. Grundsätzlich kann man die Grafik aber auch direkt ansprechen. Man muss dann nur für eine Möglichkeit sorgen, die nötigen Parameter anders zusammenzutragen.

Die meisten Werte kann man auch serverseitig mit PHP, Perl, ASP oder JSP ermitteln. Google bietet für diese vier Sprachen vorgefertigte Codes an. Man findet die nötigen Codes in „Einstellungen“ beim Tracking-Code. Standardmäßig zeigt Google den asynchronen JavaScript-Code an. Klickt man auf den Reiter „Erweitert“ und dann in der linken Spalte auf „Website, die für ein Handy erstellt wurde“, kann man die gewünschte Programmiersprache auswählen.

Die Einbindung erfolgt in drei Schritten (hier am Beispiel PHP):

 

  1. Zu Beginn der PHP-Seite fügt man einen Code ein, der die Analytics-Kontonummer setzt und die Daten für URL, Query String und Referrer ermittelt.
  2. Vor dem schließenden </body>-Tag wird mit einem zweiten Code der IMG-Aufruf eingebunden.
  3. Die Datei ga.php kopiert man auf den Server. Sie wird im IMG-Aufruf unter 2. als Adresse genutzt und übermittelt den Aufruf und die Parameterdaten an die Google-Server.

Der PHP-Code gibt auf den Seiten ein img-Tag mit den entsprechenden Parametern aus. Es genügt, dass das Gerät Grafiken lädt, JavaScript muss es nun nicht mehr unbedingt unterstützen.

Vorsicht Nebenwirkung! Auch Bots und Spider, die Grafiken laden, tauchen in der Statistik auf. Hier beispielsweise der Googlebot.
Vorsicht Nebenwirkung! Auch Bots und Spider, die Grafiken laden, tauchen in der Statistik auf. Hier beispielsweise der Googlebot.
Damit man aus Besuchen von Bots auch in Zukunft keine falschen Schlüsse zieht, sollte man bei Verwendung des „Handy-Codes“ regelmäßig den Browser-Report überprüfen und den Profilfilter entsprechend aktualisieren.

Fazit

Mit dem erweiterten Tracking-Code kann man die Erfassung verbessern, bekommt aber Probleme mit der Sauberkeit der Daten. Daher empfiehlt sich das serverseitige Tracking durch PHP nicht für jeden Auftritt. Bereits mit Standard-Webtracking bekommt man einen Überblick über mobile Besucher. Auch wenn diese Zahlen nicht ganz so verlässlich sind, erhält man einen ersten Eindruck vom Nutzerverhalten und dazu, ob eine mobile Website sinnvoll ist.

 

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2 Reaktionen
Markus

Mit dem "normalen" JavaScript Tag erfasst du schon Computer und die meisten Smartphones. Der extra PHP Tag ist vor allem für Seiten gedacht, die auch mit Nicht-Javascriptfähigen Handys aufgerufen werden. Daher immer nur entweder den JavaScript oder den PHP Tag verwenden.

Interessierter

Wenn ich diesen Code auf meine "normale" Seite packe, wo auch der std. Analytics-Code Verwendung findet - kann das schaden oder mir die Auswertungen versauen?

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