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Lukasz Gadowski über deutsche Startups, Trends und die Finanzkrise: „Das wichtigste ist ein Kopf, der sagt wo’s lang geht“

    Lukasz Gadowski über deutsche Startups, Trends und die Finanzkrise: „Das wichtigste ist ein Kopf, der sagt wo's lang geht“

Lukasz Gadowski hat im Jahr 2001 ohne Startkapital die T-Shirt-Plattform Spreadshirt gegründet, die heute weltweit 250 Mitarbeiter beschäftigt. Er ist seit einigen Jahren als Business Angel aktiv und hält Beteiligungen an mehr als 50 Startups. Anfang September gründete er das Unternehmen Team Europe Ventures, mit dem er Startups in der Frühphase unterstützen und eigene Startups gründen will. T3N sprach mit ihm über die Startupszene, Gründertipps, Unternehmertum und aussichtsreiche Geschäftsmodelle.

T3N Magazin: Herr Gadowski, Ende Oktober fand der europäische Ableger der Web 2.0 Expo zum zweiten Mal nach 2007 in Berlin statt. Haben Sie den Eindruck, dass sich Berlin zum Zentrum der europäischen Startupszene entwickelt?

Lukasz Gadowski: Ich würde nicht sagen zu dem Zentrum, aber zu einem der Zentren. Anders als in den USA, wo sich alles sehr stark im Silicon Valley konzentriert, ist Europa wesentlich dezentraler. In Deutschland ist Berlin definitv das Zentrum, wobei es natürlich auch in München, Hamburg oder Köln ein paar Startups gibt. Die drei großen europäischen Startup-Zentren sind aus meiner Sicht Berlin, London und Paris.

T3N Magazin: Sie beraten seit einigen Jahren sehr aktiv Startups. Welche drei Tipps würden Sie Leuten geben, die gerade planen, mit ihrer Geschäftsidee ein Startup zu gründen?

Lukasz Gadowski: Der erste wichtige Punkt bei der Gründung ist die Motivation: Nur wenn die zu 100 Prozent stimmt und die Gründer wirklich mit Herz und Seele bei der Sache sind und von ihrer Idee begeistert sind, kann das Ganze erfolgreich verlaufen. Als zweites würde ich einem Gründer raten: Wähle das Gründerteam klug aus. Ich finde es wichtig, bei der Wahl seiner Gründungspartner nicht unbedingt darauf zu schauen, dass man mit ihnen befreundet ist, sondern ein bisschen analytischer an die Sache heranzugehen. Jeder hat Stärken und Schwächen und es ist ja kein Freunschaftsbruch, wenn man mit jemanden nicht gründen möchte. Zuletzt sollten Gründer natürlich darauf achten, ein gutes Geschäftsmodell zu haben. Ich empfehle potenziellen Gründern, schon früh mit Leuten zu reden, die Erfahrung haben und dabei keine Scheu davor zu haben, ihre Idee zu benennen. Schließlich ist eine Idee nichts wert, die Umsetzung ist es. Und der Ideengeber ist auch der beste Umsetzer, weil er derjenige ist, der mit Herzblut daran hängt. Sicher gibt es auch Leute, die versucht sind Ideen zu kopieren. Aber das ist eine absolute Minderheit. Die meisten Leute haben schließlich selbst genug zu tun. Wenn Sie mir jetzt fünf spannende neue Ideen nennen, sage ich danke und schreibe sie auf die Liste mit den zehn anderen spannenden Ideen – aber mein Tag hat deshalb noch immer keine 48 Stunden, sodass ich die Ideen auch umsetzen könnte.

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Eine Reaktion
Jan Christe

Viele Interessante Tipps, die Lukasz hier gibt. Weitere gibts unter anderem hier auf t3n online.

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