t3n 14

Lukasz Gadowski über deutsche Startups, Trends und die Finanzkrise: „Das wichtigste ist ein Kopf, der sagt wo’s lang geht“

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T3N Magazin: Was sind aus Ihrer Sicht die häufigsten Fehler, die Startups begehen?

Lukasz Gadowski: Problematisch ist oft die Anteilsverteilung, die so ein bisschen wie der Genpool eines Unternehmens ist. Wenn man da einen Fehler macht oder die Verteilung der Anteile nicht optimal ist, wirkt sich das später negativ aus. Ein weiterer typischer Fehler ist, dass die IT nicht gut genug gemacht wird, weil sie unterschätzt wird. Ich habe den Fehler selber auch schon gemacht. Man denkt sich womöglich, die Applikation ist doch eigentlich gar nicht so schwer und trotzdem steckt der Teufel dann im Detail. Man kämpft als Startup ja an vielen Fronten. Und wenn man dann plötzlich noch eine Extrafront hat, kann das sogar soweit gehen, dass es ein Startup killt.

T3N Magazin: Wie setzt sich ein optimales Gründerteam Ihrer Ansicht nach zusammen?

Lukasz Gadowski: Das wichtigste ist ein klarer Leader, der sagt, wo es lang geht, der von allen akzeptiert ist und der auch stark genug ist, sich als Persönlichkeit gegen alles mögliche durchzusetzen. Darüber hinaus ist wichtig, dass alle wichtigen Bereiche im Team abgedeckt sind. Welche Bereiche das sind, hängt stark vom Geschäftsmodell ab. Das Reiseunternehmen Triphunter zum Beispiel, das ich mit auf den Weg gebracht habe, muss auf der einen Seite Reisen sehr gut einkaufen und auf der anderen Seite eine Community aufbauen, um die Reisen wieder zu verkaufen. Die brauchen also zwei Leute: Einen der sehr gut einkaufen und verkaufen kann und einen, der sich um die ganzen Prozesse kümmert.

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Jan Christe

Viele Interessante Tipps, die Lukasz hier gibt. Weitere gibts unter anderem hier auf t3n online.

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