Startups

Lukasz Gadowski über deutsche Startups, Trends und die Finanzkrise: „Das wichtigste ist ein Kopf, der sagt wo’s lang geht“

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T3N Magazin: Und wie schätzen Sie die Rolle des Entwicklers ein?

Lukasz Gadowski: Ein Entwickler muss nicht unbedingt Teil des Gründerteams sein, aber man sollte nichtsdestotrotz einen guten haben. Wenn sich jemand scheut, von Anfang an volles Risiko zu gehen, kann man auch ein Modell finden, bei dem man nur ein paar Anteile vergibt und trotzdem gut bezahlt am Anfang. Aber da gibt es verschiedene Herangehensweisen.

T3N Magazin: Wenn man die deutsche Gründerszene mit der amerikanischen vergleicht, gibt es da deutliche Unterschiede? Und wo können und sollten sich deutsche Gründer etwas von den amerikanischen abschauen?

Lukasz Gadowski: Es gibt deutliche Unterschiede. Amerika ist beispielsweise eine viel größere Volkswirtschaft und zudem vor allem im Internet viel weiter auf der Lernkurve. Sie sind uns immer ein paar Jahre voraus. Durch diesen Fortschritt haben amerikanische Startups natürlich auch als erste die Ideen. Es heißt zwar immer, dass deutsche Startups keine eigenen Ideen haben. Das liegt aber nicht daran, dass die Deutschen so unkreativ sind, sondern an dem Vorsprung der Amerikaner auf der Lernkurve – dadurch ist auch die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass dort neue Ideen zuerst entstehen. Die haben Probleme, die wir hier noch gar nicht kennen. Ein anderer großer Unterschied ist das sogenannte unternehmerische Ökosystem, also die Menge aus erfahrenen Fachkräften, unternehmerischen Leuten, Business Angels und Kapitalgebern. Dieses Ökosystem ist hier in Deutschland nicht so stark entwickelt wie in Amerika.

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Ein Kommentar
Jan Christe

Viele Interessante Tipps, die Lukasz hier gibt. Weitere gibts unter anderem hier auf t3n online.